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E_1939_Zeitung_Nr.083

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esitzen glaubten.

esitzen glaubten. Immerhin : auch ihnen kann (im Rahmen des Möglichen) geholfen werden. Nämlich durch das Mittel der Einreichung eines Gesuchs um Versetzung ir eine höhere Kategorie. Was es dazu brauchi (wie übrigens auch für die Gesuche um Bewilligung zusätzlicher Mengen) ist, wie be reits dargelegt, weiter nichts als die Ausfül lung des besonderen hiefür bestehenden Formulars, das an das kantonale Kriegswirtschaftsamt adressiert werden muss. Wenn diesem das Recht zusteht, derartige Gesuche zuhanden der Sektion füi Kraft und Wärme zu begutachten, so lieg der Grund für eine solche Regelung darin dass die kantonalen Amtsstellen eher in de Lage sind, den einzelnen Fall zu beurteilen, doch werden sie allerdings bei der Prüfung einen strengen Maßstab anlegen müssen. In zwei Monaten ungefähr, wenn sich da ganze Rationierungssystem eingespielt haben wird, und wenn sich ein zuverlässiger, genauer Ueberblick über den tatsächlichen Bedarf gewinnen lässt, hofft man übrigens so weit zu sein, dass die Kantone in diese: Frage selbständig entscheiden können, womi dann jene Dezentralisation Verwirklichung fände, die wir von allem Anbeginn an befürwortet haben. Die « Roharbeit » durch den Bund ist vollendet, an den Kantonen liegt es weiter, die ausfeilende Hand anzulegen und für einen reibungslosen Lauf des ganzen Rationierungsmechanismus dadurch zu sorgen, dass sie die erforderlichen Korrekturen anbringen. Eines lässt sich heute schon erkennen eine Woche nach dem Uebergang zur endgültigen Rationierung : die Veröffentlichung der Litertafeln hat jene Wirkung gezeitigt, die man sich davon versprach, denn bereits machen sich unleugbare Anzeichen dafür bemerkbar, dass Fahrzeuge, die bisher, sei es aus einer gewissen Panikstimmung heraus, sei es aus andern Gründen, stillgelegt waren, ihre « Ruhestätten •» verlassen und wieder in den Verkehr gesetzt werden. Jetzt, da bei Automobilisten und Motorradfahrern Klarheit über die zugebilligten Mengen und über die Anpassungsfähigkeit der definitiven Regelung an die Bedürfnisse und die jeweilige Versorgungslage herrscht, jetzt weicht die Beklemmung Schritt um Schritt. Und nach einer Zeit quälender Ungewissheit regt sich das Interesse am Fahren wieder, was namentlich das schwer darniederliegende Autogewerbe mit einem gewissen Gefühl der Erleichterung registrieren wird. Mag sich derzeit auch eine Weine Kaskade von Reklamationen über die Behörden ergiessen, was verschlägts ? Man war darauf gefasst und nimmt sie als etwas Unvermeidliches hin. Entscheidend jedoch fällt einzig die Tatsache ins Gewicht, dass sich, soweit die Beobachtungen und Erfahrungen nach dem 15. November gelehrt, das System bewährt, dass es die Unsicherheit durch Stabilität ersetzt und dazu angetan ist, dem Strassenverkehr neuen Auftrieb zu verleihen. Hinter diesem Aktivuim haben Unzufriedenheit und Verärgerung Einzelner zurückzutreten. Jawohl, für die Behörden und für die von den Verbänden delegierten Experten bedeutete die Auswertung der Fragebogen ein riesiges Stück Arbeit, wofür ihnen öffentliche Anerkennung gebührt. Und wenn ihre Aufgabe auch nicht durchwegs dankbarer Natur war, so mag sie der Erfolg damit versöhnen : die Tatsache, dass jetzt in den Kreisen der Fahrzeughalter eine gewisse Beruhigung Einkehr hält und dass der Pessimismus, der F E U I L L E T O N Der Siedler. Roman von Heinrich Lämmlin. 16. Fortsetzung « So komm, ich will dir das Haus zeigen ! > Lisbeth geht ihr voran, und die Mutter folgt ihr in die Hütte. Unter der Tür bleibt die alte Frau stehen und ruft: « Aber nein, wer hätte auch das gedacht? — Ihr habt es wirklich gemütlich hier- Das ist ja wie eine richtige Wohnung ! » « Wir sind zufrieden damit, und wem es nicht passt, der braucht nicht zu kommen! > sagt Lisbeth kurz und macht sich am Herd zu schaffen. Die Mutter beisst sich auf die Lippen, aber sie sagt nichts. Nein, sie setzt sich an den Tisch, so, als ob sie nicht mehr aufstehen wollte, blickt sich aufmerksam um und wendet sich endlich an die Tochter. « Jetzt wollen wir aber einmal ernsthaft miteinander reden ! » Lisbeth lacht: da und dort sein Haupt erhob, Lügen gestraft worden ist. Darin erblicken wir das Positive und das materiell wie psychologisch Erfreuliche der neuen Ordnung. Sie ist geeignet, den Funken der Zuversicht neu zu An Moglichkelten, das Benzin durch irgendwelche Mittel zu strecken, fehlt es nioht. In Betracht fällt dafür Schwerbenzin, aber auch Lamipenpetroleum, Tetralin und Dekalin (aus der Schuh- und Pankettwiehsefabrikation) lassen sich für solche Zwecke sehr gut verwenden. Daneben eignet sich absoluter Alkohol natürlich vortrefflich zum Strecken von Benzin. Gewöhnlicher Spiritus ist dazu nioht ohne weiteres brauchbar, weil der Wassergehalt die Mischung erschwert. Besser in diesem Fall, Benzol oder Azeton als Lösungsvermittler hinzuzugeben. Aber solche Gemische muss man vorher im kleinen ausprobieren; sie pflegen auch nicht sehr kältebeständig zu sein, sondern sich bei starker Kälte zu trüben, ja in zwei Schichten (oben vorzugsweise Benzin, unten vorzugsweise Spiritus) auseinanderzugehen. Eines darf man dabei nicht ausser acht lassen: dass derartige gestreckte Treibstoffe den Motor schwerer anspringen lassen. Aus-serdeon ist bei Strecken mit Schwerbenzin, Tetralin, Traktorenkraftstoff, Petroleum usw. zu bedenken, dass diese Stoffe nur dan vollständig verbrennen, wenn man für sehr gründliche Hauptluft- oder Gemischvorwärmung und ausserdem für hohe Kühlwassert&mperatur sorgt. Unterlässt man dag, dann neigt der Motor zum Patschen. Ausserdem schlagen sich die hochsiedenden Bestandteile des Treibstoffs im Oel nieder, so dass dieses verdünnt wird und die Maschine Schaden nimmt. Auch bei spiritushaltigen Kraftstoffen ist hohe Luft- und Gemiscbvorwärmurig und hohe Kühlwassertemperatur wichtig. Besonders u n empfindlich gegen gestreckten Kraftstoff sind Zweitaktmotoren und luftgekühlte Motoren. Bei der Beobachtung entsprechender Vorsichtsmassregeln lassen sich Automotoren sogar mit unermischtem Spiritus oder Holzgeist betreiben. Dazu sind sehr enge Lufttrichter, grosse Düsen und unemein starke Hauptluft- und Gemischvorheizung ^forderlich. Die Motoren springen aber mit Alkoholen nicht ohne weiteres an. Man muss sie mit Benzin oder Benzol warmlaufen lassen und kann ie erst dann auf Alkoholbetrieb umstellen. Gestaltet sioh somit bei den Ottomotoren die Suche nach flüssigem Ersatz etwas mühselig, so sieht es beim Gasbetrieb ungleich besser aus. Zwar ist es mit dem Azetylenbetrieb, der für unser Land angesichts der Herstellung von Karbid mit Hilfe elektrischer Kraft sehr taheliegt und über den in der Schweiz im Weltkrieg iel gearbeitet worden ist, niohts Hechtes. Ohne Sozialeinrichtungen kann man da im Gegenteil wenig Freude, wohl aber recht unangenehme Explosionen erleben. Wohl lässt sich unter Zuhilfenahme fon Sondereinrichtungen kombinierter Azetylemwas- 1er- und Azetylensipiritusbetrieb erreichen, wobei das Azetylen zweckmässig als Azetylendissous in Stahlflaschen mitgenommen und nicht erst auf dem Wagen aus Karbid entwickelt wird, aber das sind Sachen, die mit Verständnis und Liebe behandelt sein wollen. Erheblich besser steht es dagegen um «Ich denke, wir reden die ganze Zeit!» Aber die Mutter hat es sich in den Kopf gesetzt, dass sie mit ihrer Tochter reden muss. c Setz dich einmal daher, damit wir vernünftig reden können ! > Sie ist so ernsthaft, dass ihr die Tochter den Willen tut. < Wenn du denkst, dass es nötig ist! > «Das denke ich allerdings und bin froh, dass du zur Einsicht kommst. So kann es doch nicht weitergehen ! » « Es ist nicht meine Schuld, dass es so ist, wie es ist!» « Vielleicht ist das nicht deine Schuld, aber es kann auch nicht so bleiben. Darum bin ich gekommen.» Die alte Frau macht so ernste Augen, dass Lisbeth erstaunt zu ihr hinsieht « Ja, so kann es nicht weitergehen. Wir sind am Ende doch immer noch deine Eltern und sorgen uns um dich. Der Vater kommt Tag für Tag nach Hause und fragt: «Hat das Mädchen nicht geschrieben ? > Und jeden Tag muss ich sagen : .Nein, sie hat nicht geschrieben !' Dann geht er und lässt den Kopf hängen. — Er hat Heimweh nach dir, und du solltest ihn nicht büssen lassen, wenn AUTOMOBIL-REVUE DIENSTAG, 21. NOVEMBER 1939 — N° 83 entzünden. Hoffnung fängt wieder an zu blühn. Womit nun freilich nicht gesagt sein soll, dass wir schon über den Berg wären. Eine gewisse Sparsamkeit ist in allen Kategorien einstweilen noch und solange Pflicht, als wir dafür sorgen müssen, unsere Bestände nicht nur zu erhalten, sondern zu vermehren, um unabhängig von den Monatsimporten eine grössere Bewegungsfreiheit Im Verbrauch zu erlangen. Es gibt unter den zahlreichen Bezirken der Kriegswirtschaft wohl ein weitläufigeres und komplizierteres Gebiet als gerade den Motorfahrzeugverkehr. Seine Verästelungen reichen bis ins letzte Dorf hinaus und die Begehren von mehr als 100.000 Haltern (mit Einscbluss der Lastwagenbesitzer) sind dabei zu berücksichtigen. Auf den ersten Anhieb einen jeden zufriedenzustellen, das konnte selbst der beste Wille nicht fertigbringen. So geschah es, dass vom Aapenzellerreoht auch bei der Treibstoffrationierung hinlänglich Gebrauch gemacht wurde Bei loyaler und objektiver Würdigung der den amtlichen Stellen überbundenen Pflicht einerseits Treibstoffreserven zu schaffen und anderseits dem motorisierten Strassenverkehr die Zügel soweit als möglich freizugeben, um das Wirtschaftsleben in Gang zu halten und weiter in Schwung zu bringen wird dann zugeben müssen, dass es, alles in allem genommen, um die neue Kraftstoffzuteflutig denn doch lange nicht so schlimm bestellt ist, als anfänglich geargwöhnt und befürchtet worden war. Ausserdetn bleibt nicht zu vergessen, dass das ganze Rationierungssystem sich durch eine Elastizität auszeichnet, die es gestattet, binnen kürzester Zeit — wir Hessen uns sagen, innert zwei Tagen — eine Erhöhung der Rationen eintreten zu lassen, sofern es die Verhältnisse gestatten. Auch dieses Moment solte mit zur Beschwichtigung und Zerstreuung allenfalls noch vorhandener Bedenken beitragen. ERSA TZBRENNSTOFFE Fortsetzuna von Seite 1. ANDEREN BRENNGASE. Der neuzeitliche Weg führt dabei über Flaschengas. Man hat Leichtflaschen konstruiert, bei denen die «Verpackung nicht allzu umfangreich und schwer ausfällt. Brenngas an sich ist ja ein ganz idealer Motorkraftstoff, der auch bei grösster Kälte den Motor sofort anspringen lässt, der sauber, ohne Oel&ohlebildung verbrennt und das Schmieröl in einer sonst ganz unbekannten Weise schont Beim Flaschengas hat man zu unterscheiden zwischen den Hochdruckgasen und den sog. Flüssiggasen. Die Hochdruckgase, wie Stadtgas (Kokereigas) und Methan (als «Klärgas» aus städtischen Abwässeranlagen oder auch aus Koksofengas gewonnen) stehen in ihren Flaschen unter Gasdrücken von 150 bis 3öO Atü. Eine Fahrzeugflasche enthält 10—11 cbm Gas, die bei Leuchtgas 5—6, bei Methan 12 Liter Benzin entsprechen und wiegt nicht weniger als 75 kg. Bei Anreicherung des Methans mit Aethan kann man den Gegenwert einer solchen 75-kg-JTlasche auf etwa 21 Liter Benzin steigern. Ganz wesentlich günstiger liegen die Dinge bei den Flüssiggasen, über deTen Flaschenverhältnisse folgende Tabelle Aufflohluss gibt.: Leergewicht kg 53 39—41 30 Rauminhalt Liter 1 108 79 52 Füllgewicht kg Treibgas kg 46 33 22 Entspricht etwa Litern Benain 1 69 50 40 Länge einschliesslich Ventil m 1,67 1,31 1,21 Durchmesser in 0,32 0,32 0,27 Flüssiggas besteht aus Butan, Propan und verwandten Ko'Menwa-s'serstof'fenL iEs wird bei der künstlichen Benzinherstellung, bei der Erdölverarbeitung, aber auch bei der Stadt- und Koksofengasherstefflung gewonnen und stellt eigentlich nichts anderes dar als ein so leichtsiedendes Benzin, dass es bloss unter Druck aufbewahrt werden kant. Diese Drucke sind übrigens sehr massig, nur 6 bis 8 Atü, womit die Flaschen entsprechend leicht gehalten werden können. Endlich interessiert noch Wasserstoffgas. Es zählt zu den Hochdruckgasen und kann im Gegensatz zu den anderen Flaschengasen nur in Sondermotoren (Errenmotor), vorteilhaft zusammen mit anderen Treibstoffen, verbrannt werden. Die gewöhnlichen Flaschengas« aber lassen sioh im Ottomotor ohne weiteres, und zwar sehr vorteilhaft verbrennen. Bei den Flüssiggasen tritt nioht mal ein Leistungsverlust ein, bei Methan fällt die Leistung in geringem und bei Leuchtgas in schon recht fühlbarem Umfang ab. Die zur Verwendung von Flaschengasen nötigen Einrichtungen (selbsttätiger Regler, Vorwärmer usw.) sind heute tadellos durchgebildet und es bereitet verhältnismässig wenig Schwierigkeiten, sie nachträglich in Fahrzeuge einzubauen. Was den Betrieb mit Flaschengas, besonders mit Flüssiggas anbelangt, so bringt er eigentlich mehr Vorteile als Schwierigkeiten oder gar Nachteile mit sioh. Den einzigen wunden Punkt bildet die Unterbringung der Flaschen und das Tanken durch Auswechseln eben dieser Flaschen. Als Illustration dafür, wieweit sich der Flüssiggasbetrieb bewährt, mag die Tatsache Erwähnung finden, dass man heute z. B. in ich ein Wort zuviel gesagt habe. Das ist nicht recht von dir ! — Du bist unser Kind, und wir haben ein Anrecht darauf, zu wissen, wie es dir geht. Bald wirst du selbst ein Kind haben und über viele Dinge anders denken-» Die alte Frau schweigt und schaut die Tochter an. Sie hat bei den Worten der Mutter die Blicke gesenkt. Ja, der Vater ! — Sie sieht ihn vor sich, sieht, wie er nach Hause kommt und nach ihr fragt und dann still in die Stube geht. Sie weiss, dass er unter dem Wesen der Mutter leidet und nur schweigt, um Streit zu vermeiden. Wenn er damals gegen den Sepp geredet hat, so war daran nur die Mutter schuld, die ihn aufhetzte. Jetzt aber sitzt die Mutter hier und bittet für den alten Mann. Es muss schlimm stehen zu Hause, dass die Mutter kam, um zu verhandeln. Soll sie ihr alles noch schwerer machen, indem sie unerbittlich auf ihrem Standpunkt verharrt ? » < Warum sprichst du nicht?» fragt die Mutter und es klingt ängstlich, wie sie die Frage stellt. Lisbeth seufzt: « Konnte ich denn noch nach Hause schreiben, nachdem du mir gesagt hast, dass ich Deutschland daran geht, Personenwagen sehr weitgehend auf diese Betriebsart (Flasche z. B. auf der Gepäekraete) umzustellen. Ein besonderer Vorzug des Flaschengasbetriebes liegt darin, dass man mit mageren Gemischen fahren und dadurch den Verbrauch bemerkenswert stark heruntersetzen kann. Auoh fallen hier alle die kleinen Verschwendungen weg, wozu das schwierigere Vergasen des Autobenzins beim Anlassen (Starterklappe) und bei jedem Beschleunigen (Uebergangspumpe, Uebergangsvolum) führt. Der Betrieb mit Flüssiggas ist also voll leistungsfähig und bietet keine technischen Schwierigkeiten, doch verursacht allerdings die Einrichtung nicht ganz unerhebliche Kosten. In erhöhtem Masse gilt diese letzte Feststellung für den Sauggasbetrieb, bei dem ausserdem •Raumbedarf und Gewicht der Anlage eine nicht unerhebliche Rolle spielen. Nachdem diese Betriebsart in früheren Jahren in Verruf gekommen war, darf sie heute als technisch schon recht weit durchgebildet angesprochen werden. Freilich soll man vom Sauggasbetrieb nicht mehr verlangen, als er leisten kann. Für Personenwagen kommt er nur ganz ausnahmsweise in Betracht. Eine Schwäche des Sauggasbetriebes stellt dessen erhebliche Minderleistung dar, die sich auch durch die an sioh mögliche und empfehlenswerte Hochverdichtung des Motors nicht voll ausgleichen lässt. (Hochverdichtung macht übrigens stärkere AnJassermotoren notwendig.) Eine andere Unzukömmlichkeit liegt darin, dass er gegen "wechselnde Belastung unangenehm empfindlich ist Auf langen Gefällen e. B. muss man entweder unter Brennstoffvergeudung den Motor Gas saugen oder den Anfachventilator Gas in die Luft jagen lassen, oder man wird unten in der Ebene zu gewärtigen haben, dass der Generator nicht sogleich wieder heizkräftiges Gas liefern will. Weitere, nicht oben erfreuliche Sehen des Sauggasbetriebes sind da« verhältnismässig offene Feuer, das eine sorgfältige Trennung der Sauggaswagen von den Benzinwagen und Flaschengaswagen, nicht aber von den Dieselwagen erfordert und die ziemlich unvermeidliche Schmutzarbeit. Wichtig ist untadelige Reinigung des Gases, sonst leiden Schmieröl und Motor. Man baut heute Generatoren vor allem für Holz und für Anthrazit Für Holzkohle, holzkoblenähnliche Pres«linge, Braunkohlenbriketts, Schwelkoks und gewöhnlichen Koks befinden sich die Generatoren noch mehr oder weniger In der Entwicklung, wobei man einen Universalgenerator anstrebt, der — gegebenenfalls nach Auswechslung verschiedener Teile — mit beliebigen Brennstoffen betrieben werden kann. Einstweilen jedoch zeigt die Mehrzahl der Generatoren noch eine gewisse Empfindlichkeit auf Qualität und richtige Stückelung der Brennstoffe. Vom Betrieb mit «zerhackten 'Gartenzäunen und alten Holzschuhen», den man früher in Aussicht stellte, sind wir daher noch ein gut Stück entfernt. Resümierend kann also gesagt werden, dass sioh Sauggasbetrieb ganz besonders für Lastfahrzeuge eignet, welche lange Strecken fahren. Im übrigen ist man nämlich beim Dieselmotor recht schwierig daran. Man kann ihn natürlich mit Petroleum oder auch Benzin betreiben, wenn man diesen Brennstoffen zur Schonung der Pumpe etwas Schmieröl zusetzt. Aber schon die naheliegende Streckung von gewöhnlichem Dieselöl mit dein für sieh allein nioht im Fahrzeugmotor verwendbaren Steinkohlenöl macht Schwierigkeiten, weil sich aus solchen Mischungen Ieioht widerwärtige Harze abscheiden, die äusserst unangenehme Störungen hervorrufen können. Deshalb lassen sich solche Mischungen nur fabrikmässig herstellen. Auch die Verwendung pflanzlicher Oele im Dieselmotor bereitet meist keine ungeteilte Freude. Da aber der Dieselmotor sparsamer ist als der Ottomotor, so kann sich schon die erwähnte Verwendung von Petroleum. Schwerbenzin und gewöhnlichem Benzin unter Umständen rechtfertigen. Benzol und Alkohole lassen sich im Dieselmotor nicht ohne weiteres verbrennen. Es gibt aber tatsächlich eine Motorart, die ganz erstaunlich «kraftstoffgleichgültia» ist und praktisch alle üblichen flüssigen Brennstoffe sowie einiges mehr zu verarbeiten vermag. Es handelt sich dabei um den Glühkopfmotor, von dem in Deutschland als Lanz-Bulldog-Motoren viele in Landwirtschaft, in Speditionen usw arbeiten. Dieser Motor «verdaut» — gegebenenfalls nach Auswechslung des Glühkopfea und einiger anderer Bestandteile — tatsächlich sowohl Benzin, Petroleum, Dieselkraftstoff, Steinkohlenöl, Spiritus, wie auch pflanzliche und tierische Oele. Karbolineum, ja dünnes Schmieröl als Kraftstoff. Schade, dass unsere gewöhnlichen Motoren so vfreuliche Eigenschaften noch nicht besitzen. Aber man wird es wohl auch noch lernen, sie in der Richtung der Treibstoffigleichgültigkeit zu entwickeln. In ihrer Gesamtheit betrachtet, scheint die unter dem Zwang der Verhältnisse erfolgte Brennstoflfrationierung dazu angetan, eine Menge Entwiciklungsinögliohkeiten vorwärts zu treiben. Darüber hinaus zeitigt sie den Erfolg, dass jeder am Steuer sparsam zu fahren lernt. nicht mehr deine Tochter sei ? — Ich habe auch darunter gelitten, vielleicht noch mehr als du. Aber was sollte ich machen ? > < Das war 3a nicht so gemeint. Du warst auch nicht zu mir, wie eine Tochter zur Mutter sein sollte. Wenn ich da ein Wort zuviel sagte, so solltest du das nicht auf die Goldwaage legen. > < Ich bin verheiratet. Wer meinen Mann beleidigt, der beleidigt auch mich. Wir waren glücklich und zufrieden und sind es heute noch- Da kamst du und wolltest Zwietracht zwischen uns tragen, so wie du es m Zürich auch getan hast. Dagegen habe ich mich gewehrt und dagegen werde ich mich immer wehren.» «Aber wir wollen doch jetzt nicht alte Dinge auffrischen. Wir haben beide unsere Fehler und kommen zu keinem Ziel, wenn wir sie uns gegenseitig vorhalten. Es kann sein, dass ich zu rasch war. Doch darf eine Mutter nicht mehr sagen, was sie denkt ? — Ich habe mich gesorgt um dich, das war es. Nun sind so viele Monate vergangen, und du hast nicht ein einziges Mal geschrieben. Wir haben Heimweh nach dir, der Vater und ich, aber dir war das gleichgültig. Jetzt bin (Fortsetzung S. IV.)

N° 83 — DIENSTAG, 21. NOVEMBER 1939 AUTOMOBIL-REVUE AKTUELLES Erleichterung der Versicherungsprämien in Sicht Vor einigen Wochen war den schweizerischen Versicherungsgesellschaften von seiten des ACS eine Eingabe zugegangen, worin dieser eine Anpassung der Versicherungsprämien an die Situation forderte, wie sie durch die eingeschränkte Gebrauchsmöglichkeit der Fahrzeuge und durch die Verminderung der Risiken geschaffen worden ist. Bei den Versicherungsgesellschaften haben diese Begehren, das sei gerne anerkannt, verständnisvolle Aufnahme gefunden. Davon zeugen die Beschlüsse der Unfalldirektorenkonferenz, den Fahrzeughaltern ihr Entgegenkommen dadurch zu dokumentieren, dass von Anfang des nächsten Jahres an folgende vorläufig für 1940 geltende Erleichterungen in Kraft treten : 1. eine zum voraus zu gewährende Prämienreduktion, deren genaue Höhe ungefähr Anfang Dezember festgelegt sein wird. 2. Neuregelung der Sistierungsrabatte, und zwar im Sinne einer besseren Anpassung an die Dauer der Ausserbetriebsetzung. des Fahrzeuges. In Aussicht genommen ist dabei folgende Abstufung der Rabatte : 5 % bei Ausserbetriebsetzung wahrend 1 Monat 10 % > » » 2 Monate 15% » » 3 » 20% » » 4 30 % » » 5 » 40% > » » 6 • 50% » > 7 « 60% » > 8 > 70% » . » 9 » 80% » » » 10 » 90% » » 11 » Im weiteren haben sich die Gesellschaften bereit erklärt, am Schluss des Geschäftsjahres 1940 auf Grund der Geschäftsergebnisse zu prüfen, ob noch weitere Rückvergütungen gewährt werden können. Nehmen zur Stunde auch die Verhandlungen zwischen den Automobilverbänden und den Versicherungsgesellschaften noch ihren Fortgang, so deutet doch schon der heutige Stand der Dinge, wie er sich oben in seinen Qrundzügen skizziert findet, darauf hin, dass der Fahrzeughalter auf Anfang 1940 mit nennenswerten Erleichterungen in bezug auf die Versicherungskosten rechnen kann. Letzte ßleldun^en Die definitive Rationierung ist da — aber der Run auf die Tanksäulen blieb aus. Zu Unrecht haben sich beim Gedanken an die Begleiterscheinungen, die sich mit der definitiven Treibstoffrationierung etwa einstellen könnten, die Stirnen jener Leute, welche für die Durchführung dieser Massnahmen verantwortlich zeichneten, umwölkt und in ernste Sorgenfalten gelegt. Mit der Disziplin, die man ihnen so angelegentlich «in empfehlende Erinnerung» gebracht, Hessen sich, zum mindesten soweit wir bisher in Erfahrung bringen konnten, die Automobilisten und Motorrad-' fahrer nicht lumpen. Der befürchtete Sturm auf die Tankstellen kam gar nicht erst dazu, heraufzuziehen. Er zerrann in friedliches, durchaus normales Geplätscher. Wohl wurde unsern Informationen zufolge in den Tagen nach dem 15. November mehr Benzin verkauft — ganz natürlich übrigens —, aber von einem Gedränge «vor dem Goal» zu reden, wäre gemeinhin eine Uebertreibung gewesen. Bewegtere Zeiten dagegen scheint man auf einzelnen kantonalen Automobilbüros nach dem 15. November erlebt zu haben. Dort allerdings setzte es hin'und wieder Sturm- und Drangperioden ab. Zum einen, weil die Verfügung des Eidg. Volkswirtschaftsdepartementes (sie findet sich an anderer Stelle der vorliegenden Nummer, Red.) verspätet erschien, so dass nur noch knapp oder überhaupt keine Zeit mehr blieb, um die Vorbereitungen zeitig treffen zu können, zum andern, weil eine nicht zu knappe Zahl von Fahrzeugbesitzern, teils dieserhalb, teils ausserdem, die Ausfüllung des Fragebogens versäumt hatte, was sie indessen nicht hinderte, ihr Begehr nach einer Legitimationskarte vorzubringen. Also geschah es, dass Dutzende unter ihnen unverrichteter Dinge wieder von dannen ziehen mussten. Kurse für Traktorführer. Der in der Landwirtschaft herrschende Mangel an tierischen Zugkräften und Personal, sowie die Tatsache, dass unsere Bauernsame auf das Frühjahr vor einer grossen Aufgabe steht, weil die ungünstige Herbstwitterung die Bestellung der Wintersaat verzögert hat, zwingt zur vollen Ausnutzung aller zum Ackerbau geeigneten Traktoren. Aus diesen Erwägungen heraus führt deshalb der Schweiz. Traktorverband in Verbindung mit den eidgenössischen und den kantonalen Kriegswirtschaftsämtern verschiedene Arten von Traktorführerkursen durch: Kurs A für betriebseigene Leute und Hilfskräfte, jährend drei Tagen erhalten die Teilnehmer, auch 'rauen und Töchter, Unterricht über den Typ, der 'uf dem Hofe steht. Diese Kurse werden kantonsweise durchgeführt. Kurs B für die Umschulung von Chauffeuren und Maschinenführern. Dieser Kurs wird vom Schweiz. Traktorverband zentral für alle Kantone durchgeführt, und zwar in Verbindung mit dem Bundesamt für Industrie, Gewerbe und Arbeit und den kantonalen Arbeitsämtern. Kurs G für die Ausbildung von Berufstraktorführern bezweckt eine gründliche Instruktion und Ausbildung mit anschliessender kantonaler Fahrprüfung. Er dauert 14 Tage. Durch die Organisation dieser Kurse soll dem grossen Bedarf an guten Traktorführern und Ersatzführern im Hinblick auf die schwiedigen Verhältnisse im Frühjahr Rechnung getragen werden. Steuerrückvergütung für requirierte Fahrzeuge Letzter Tage hat die «Aspa», der Verband schweizerischer Motorlastwagenbesitzer, an den Bundesrat eine Eingabe gerichtet, um desisen Aufmerksamkeit auf die ungleiche Handhabung der Steuerrückvergütung für requirierte Motorfahrzeu'ge durch die Kantone zu lenken. Zeigen sich einzelne unter ihnen hinsichtlich der Gewährung der Steuerrückvergütung sehr entgegenkommend, so versteifen sich andere auf den Wortlaut ihrer Gesetzgebung, die natürlich nicht auf die besonderen Verhältnisse der Mobilisation zugeschnitten ist. Unter diesen Intransigenten, die jegliche Steuerrückerstattung verweigern, befinden sich sowohl Kantone, welche nur die Jahressteuer kennen, als solche, die zur Einführung von Halbjahres- oder Quartalsteuern übergegangen sind. Dabei erstreckt sich deren ablehnende Haltung sowohl auf Fälle, da die Fahrzeuge vorübergehend requiriert waren und unter Pikettsteihmg wieder freigegeben wurden, als auch auf solche, da die Fahrzeuge bei der Truppe geblieben sind. Diese Haltung der Kantone betrachtet der Verband als eine grosse Unbilligkeit gegenüber allen Fahrzeughaltern, die mit ihrer Wagenstellung eine vaterländische Pflicht erfüllt und damit teilweise lässt sich durch den Er ist von der Kommission der offiziellen, kantonalen Experten genehmigt worden Durchmesser 170 mm schwerwiegende - geschäftliche Folgen auf sich genommen haben. Mit Rücksicht darauf — fährt die Eingabe fort — hat sich die Aspa genötigt gesehen, das Eidg. Justiz- und Polizeidepartement um seine Intervention bei den Kantonen zu ersuchen. Mit dessen abschlägigem Bescheid kann sich indessen der Verband nicht abfinden. In Art. 71 des MFG liegt der Grundsatz der Besteuerung verankert; damit übereinstimmend geben die Kantone nach Art. 21 der Vollziehungsverordnung den Fahrzeugausweis nur dann ab, wenn die Steuer entrichtet ist. Sieht sich nun jedoch der Fahrzeughalter durch einen Befehl eidgenössischer Instanzen der Benützungsmöglichkeit seines Fahrzeuges entzogen, wie dies bei der Requisition zutrifft, so erlischt damit auch der Anspruch des Kantons auf die Steuer. Im weiteren unterstreicht die Eingabe, dass die Mobilisation im gesamtschweizerischen Interesse erfolgt sei. Auch aus diesem Grunde bedeute es eine Unbilligkeit, wenn der einzelne Betriebsinhaber im gleichen Moment, da er zum Mittel teurer Ersatztransporte greifen müsse, um seinen Betrieb einigermassen aufrechterhalten zu können, von den Kantonen auf diese ungerechtfertigte Weise ausgebeutet werde. Anders denn als Beutezug auf die Taschen der Fahrzeughalter ilasse sich aber nach der Auffassung der Aspa die geschilderte Steuerpraxis der Kantone kaum qualifizieren. Hinzu komme, dass zahlreiche Halter sich ausserstande sehen, ihre Fahrzeuge während längerer Zeit stillzulegen, um dadurch die in einzelnen Kantonen vorgesehene Steuerbefreiung für sich zu erwirken. Sie seien auf den Gebrauch des Wagens angewiesen, und zwar vom Moment an, da dieser von der Requisition befreit werde, wobei sie ohnehin ständig mit der Möglichkeit eines neuen Einrückungsbefehls zu rechnen hätten. < Wir glauben daher — so entwickelt die Eingabe ihre Gedankengänge weiter —, dass es Pflicht und Aufgabe des Bundes ist, in solchen ausserordentlichen Zeiten seinerseits zum Rechten zu sehen. Wenn sich die einen Kantone auf eine monatliche Rückzahlung einlassen können — selbst grosse Kantone —, so sollte man meinen, dass die gleiche Praxis auf der ganzen Linie möglich sein sollte. > Eine Begründung in dem Sinne, dass der Bund nur über < die Regelung des Strassenverkehrs zur Erlangung der grösstmöglichen Verkehrssicherheit zu wachen habe », lässtdie Aspa im vorliegenden Fall nicht gelten. Zwischen den geordneten, normalen Verkehrsverhältnissen in Friedenszeiten und jenen, wie sie gegenwärtig bestehen, muss ein scharfer Trennungsstrich gezogen werden. Denn heute sehen wir uns einer vöffig veränderten, ausserordentlichen Lage gegenüber. Durchaus zutreffend schliesst denn auch die Eingabe mit der Feststellung, dass die Aspa keineswegs mit dem Begehren an den Bundesrat gelange, in die Steuerhoheit der Kantone einzugreifen, vielmehr solle er sie lediglich durch ein Rundschreiben zu einer vernünftigen Handhabung eben dieser Steuerhoheit ermahnen und ihnen ein weitgehendes Entgegenkommen an alle Fahrzeughalter nahelegen, die sowohl sich selbst als auch ihr Personal und ihr Material dem Lande zur Verfügung gestellt haben. Die Eingabe schliesst mit der bestimmten Erwartung, dass der Bundesrat dem berechtigten Begehren in volem Umfang entspreche. EIN MAXIMUM AN SICHERHEIT MARCHAL- SCHEINWERFER 630 erreichen. 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Neben den laufenden Geschäften und Angelegenheiten interner Natur bildete die Frage der kantonalen Verkehrssteuern den Hauptgegenstand der Beratungen. Der Vorstand befasste sich denn auch mit einer Eingabe an den Bundesrat, die auf eine Herabsetzung der Steuern und deren Anpassung an die gegenwärtigen Verhältnisse abzielt. Ein Vorstoss für Steuererleichterungen auch Im Kanton Aargau. Im Bestreben naclh einer Anpassung dieir Verkebrssteuem an die durch die kriegswirtschaftlichen Massnahmen veränderten Verhältnisse hat auch die Sektion Aargau dies ACS der aargauischen Regierung ein Expose unterbreitet, worin eie, um dem Grundsatz Nachachtung zu verschaffen, dass die Belastung de« Fahrkilometers durch fiskalische Abgaben auch heute nicht grössteir sein dürfe wie vor dem Kriegsausbruch, folgende Anregungen formuliert: 1. Herabsetzung der Motorfahrzengsteuer ab 1. Januar um 30—50%. 2. Einführung der monatlichen Steuterfoerechnung (Zahlung bei Beginn jedes Monate oder Rückvergütung pro rata temporis bei Stillegung). Wenn eine erste Prüfung dieses Anliegens —i so bemerkt die Eingabe — den Eindruck erwecken Zu teich einaesteUte Vexaase* schlucken unnoüaexweise txiel !BiennstoU; den. Gaxaqist teauiiect JJfmen die cinstelCuHg. sa, dass Sie. aus JAxem 3kennstoß eine maximale hexausholen können. könnte, es würde nur dem Steuerzahler einen Vorteil bieten, so werde die eingehende Untersuchung, zeigen, daß» bei Berücksichtigung dieser Vorschläge der Ertrag der Automoibilsteuer gar nicht oder nur in bescheidenem Masse zurückgehen werde. Es liege daher im Interesste von Staat und Motorfahrzeughalter, wenn -für die gegenwärtige Ausnahmezeit die Gebührenordnung zur kantonalen Vollziehungsverordnung im angeregten Sinn abgeändert werde. TOURISTIK Int. Autotourismus nach der Schweiz Im Oktober noch 562 Eintritte — gegen 22 982 im gleichen Monat des Vorjahres. Im Oktober 1939 ist der Strom der ausländischen Autotouristik nach der Schweiz fast völlig versiegt, denn mit 562 Eintritten erreicht er noch kümmerliche 2,44% der im nämlichen Vorjahresmonat registrierten Ziffer. Für die ersten zehn Monate des laufenden Jahres stellt sich der Ausfall an Einreisen auf rund 30%. A« leistunq) Verletzungen des MFQ durch Militarpersonen unterstehen der Militärgerichtsbarkeit Durch einen Bundesratsbeschluss vom 17. November betreffend die Erweiterung der Zuständigkeit der Militärgerichtsbarkeit während des Aktivdienstes wird bestimmt, dass Zuwiderhandlungen gegen das eidg. Motorfahrzeuggesetz, die dazu gehörenden Ausführungsbestimmungen und die weiteren durch den Bundesrat oder durch die von ihm ermächtigten Stellen erlassenen Vorschriften über den Motorfahrzeugverkehr der Militärgerichtsbarkeit unterstellt werden, sofern diese Gesetzesverletzungen während der Dauer des gegenwärtigen Aktivdieristes erfolgen und durch Personen verübt werden, die sich im Militärdienst befinden oder ausserhalb des Dienstes in Uniform^ auftreten. In leichten Fällen erfolgt disziplinarische Bestrafung. Statt Arrest kann Busse verhängt werden. Der militärische Disziplinar-Vorgesetzte spricht die Strafe aus, wenn der Fall von vornherein als ein leichter erscheint. Der Beschluss trat am 20. November in Kraft, und zwar mit rückwirkender Kraft für alle jene Fälle, da eine Bestrafung durch die Zivilbehörden nicht bereits stattgefunden hat. Arbeitsgemeinschaften der Motorlastwagenbesitzer. Die Motorlastwagenbesitzer treffen die Vorbereitungen zur Bildung von Arbeitsgemeinschaften, um den Transportapparat angesichts der Benzinrationierung in genügendem Ausmass aufrechterhalten zu können. Ein erster Schritt hierzu ist in einem Artikel des Bundesratsbeschlusses vom 26. September zu erblicken. Die Ausführungsbestimmungen sind dem Armeestab, den kantonalen Kriegswirtschaftsämtern, den wirtschaftlichen Spitzenverbänden und der am 15. September bestellten Kommission der am Motorlastwagenverkehr interessierten Fachverbände unterbreitet worden. Diese Kommission hat einen Arbeitsausschuss bestellt. Je nach den Bedürfnissen der einzelnen Landesgegenden ist die Gründung von regionalen oder lokalen Arbeitsgemeinschaften in Aussicht genommen, denen jede in der betreffenden Gemeinde oder Region niedergelassene natürliche oder juristische Person, die Halter eines Motorlastwagens, eines Wagens mit auswechselbarer Karosserie oder eines Industrietraktors ist, beitreten kann. Fussgänger ! Der Rückgang des Autoverkehrs darf euch nicht zu Unaufmerksamkeit und Leichtsinn verleiten ! A.CS.