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E_1939_Zeitung_Nr.086

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Ü" AUTOMOBIL-REVUE

Ü" AUTOMOBIL-REVUE DIENSTAG, 12. DEZEMBER 1939 —N° 86 «Nur die Narren schaffen und scharren. Dem Glückskind, im Nu, trägt der Wind es zu.» Hinter dem Käfig entdeckte Florian eine zweite Tür. Er öffnete, und da sass im trübseligen Licht sein Frauchen und rupfte weinend ein geköpftes Huhn. Da zuckte es ihm durchs Herz, er schluckte und konnte nicht sprechen vor Weh und Freude. Sie aber sah ihn im. Lichte stehen und erkannte ihn. Sie flog auf ihn zu, und er zog sie fest an sich, dass ihre Haare über seine Schultern fielen. «Lass uns verschwinden aus" diesem finsteren Haus», sagte Florian nach einer Weile. «Aber vorher muss ich wissen, welcher böse Geist da waltet, damit er hier, an der Stätte seiner Untat, überführt werden kann.» Und Lene begann mit zitternder Stimme: «Sieben Räuber halten-mich gefangen. Am späten Abend, wenn der Uhu auf dem Dache sitzt und schreit, verlassen sie das Haus und kehren vor Sonnenaufgang.mit der Beute heim. Dann werfen sie sich ins Stroh und schlafen wie der Dachs im Bau und verschlafen die guten Morgenstunden. Tagsüber wird geschmaust,' gezecht und um die Beute gewürfelt,. Und sie quälen die armen Tiere und richten sie an zu allerhand Schelmereien. Es kam einer zu mir in die Küche gegen Abend und sagte, sein armer Bruder liege da draussen im Wald und könne, .nicht mehr aufstehen. Ich ging hin mit einem Krug Wasser und Balsam. Und plötzlich umstanden sie mich, alle sieben, mit wüsten Gesichtern und sagten, da die alte Räubermutter gestorben sei an einem Hundebiss, brauchten sie eine andere, die da kocht und flickt und strickt und wäscht. Mir graute so sehr, dass ich die Besinnung verlor. Und als ich erwachte, war ich in diesem schrecklichen Haus, und hier liegt meine Arbeit für diese Nacht. Erst jetzt sah Florian, dass siebzig geköpfte Hühner auf dem Tische lagen, die seine Lene rupfen und dann kochen sollte. Und ein mächtiger Korb mit Rüben und Rapünzchen stand da, alles für den kommenden Tag. «Es ist Zeit,» sagte Florian. Aber bevor sie das Haus verliessen, öffnete er. den Käfig, in dem der Fuchs eingesperrt war und .zerbrach die Fusskette des Raben und machte die Türe weit auf. «Dem Glückskind, im Nu, trägt der Wind es zu» rief der Rabe, als er die frische Nachtluft witterte. Und sie flohen in die Wildnis, der Rabe und der Fuchs, und die Katze folgte hintendrein. Draussen aber stand, angebunden am kahlen Baum,. das treue Pferd. Schon von ferne erkannte es seine Herrin an den Tritten. Es begrüsste sie Soldaten-Weihnacht Es tönen dumpf die schweren Schritte Des Wehrmanns auf der stillen Wacht, Die weissen Flocken wirbeln trutzig Durch diese dunkle Winternacht. Weihnachtsabend! Oft bleibt stehen Unserer wackerer Soldat, Die Gedanken fliegen heimwärts, Wo man ihn erwartet hat. Leicht kommt er in stilles Träumen, Sieht im Geist des Christbaums Glanz, Hört der Kinder Weihnachtslieder, Doch der Traum verwirrt ihn ganz. Schritte nah'n! Des Wehrmanns Sinnen Kehrt zur Wirklichkeit zurück, Das Gewehr in harten Fäusten, Seine Pflicht stählt seinen Blick., Während andre friedlich feiern Warm und froh beim Tannenlicht, Schützt der Wehrmann unsre Heimat! Seine Weihnacht ist die Pflicht! Ferdinand Bolt. mit freudigem Wiehern, und sie stiegen auf und ritten heimzu durch die Wildnis und den Wald. In der Morgenfrühe ritten sie in den Hof ein. Kaspar sass auf der Bank vor dem Hause, er hatte gewartet die ganze Nacht. Sie sprangen vom Sattel, und Lene ging zu ihm hin und streichelte seine gute Hand. Und sie gingen zusammen in Haus, und es kam die ein Ställe und gingen hinein ins langer, glücklicher Tag. Aber am Abend, nachdem Florian seine Lieblingskuh Bruni gemolken hatte, traten plötzlich die sieben Räuber in den Stall, alles finstere, schreckhafte Gestalten. «Rache muss sein», stiess der Hauptmann hervor und rasselte mit Handschellen. Und ein anderer sagte böse lachend: «Der wird wohl zeitlebens keine Kuh mehr melken.» Als sie ihn aber fesseln wollten, da kam plötzlich ein Rauschen aus dem Grunde des dampfenden Eimers und ein Plätschern, wie von etwas Lebendigem. Die Milch schlug eine Welle und schäumte summend auf, und aus dem dampfenden Eimer stieg das Milchwittchen. Im schaumigen Gewände schwebte es nach oben und sein Haar wogte und wehte wie das reife Korn im Wind. Es sah den Hauptmann an mit seinen sanften Kuhaugen und sah seine Gesellen an. Und da geschah das Ungeahnte: Die Räuber wichen zurück yor dem lieblichen Zauberbild. Der Hauptmann schwankte und Hess die Handschellen fallen. Und aus eines jeden Herzen floh der böse Geist mit versengten Flügeln. Als das Milchwittchen verschwunden war, gab der Hauptmann ein Zeichen, und alle sieben verliessen den Stall. Florian stand da in staunendem Entzücken und sah hinein in die schimmernde Milch, die duftete nach Klee und Wiesenblumen. Und die Kühe wiegtenten verstehend ihre Köpfe, und ein sanftes Lüftchen zog durch den Stall und wirbelte ihnen die lockigen Stirnhaare auf. Die Räuber aber wanderten waldwärts und gingen achtlos vorbei an ihrem Haus im steinigen Grund. Sie nächtigten in der Wildnis unter freiem Himmel, lange Zeit, und taten Busse. Dann wanderten sie weiter gegen Sonnenaufgang und kamen zuletzt in ein stilles, bergiges Land, wo sie fortan als fromme Kuhhirten ihr Leben verbrachten. Florian und Lene aber bekamen im Jahr darauf ein Kind, ein liebes, braunlockiges Bübchen. Sie trugen es zur Taufe und nannten es, dem Knecht zu Ehren, Kaspar. Und alle zusammen lebten froh und zufrieden auf dem kleinen Hofe. Sie waren vertraut mit ihren Tieren, und die Tiere des Waldes grasten in ihrem Klee. Und die Vögel flatterten in Scharen um ihr Haus und hielten Mahlzeit mit den Hühnern und den Tauben. . WEII :rfiFSr HFHF IV Die Niederlande und ihre Kolonien Die Eigenart des holländischen Baustils mit seiner schmalen Basis, der peinlich genauen Ausnutzung aller Winkel und der himmelstrebenden Steilheit seiner Dächer ist nicht nur eine Zeugin für den jahrhundertelangen Kampf um Grund und Boden, sondern gleichzeitig auch einsprechendes Symbol dafür, wie knapp die Siedlungsmöglichkeiten des niederländischen Volkes heute noch sind. Wohl haben Deiche und Windmühlen im Laufe von fünfhundert Jahren manche Tausende von Quadratkilometern Marsch- und Sumpflandes urbar gemacht; doch auf den rund 35,000 km 8 leben an die neun Millionen Menschen. Eine Dichte von 250 pro km 2 ist aber für die Lebenshaltung ungenügend, besonders wenn, wie dies im Lande der Tulpen der Fall ist, keine Kohlen- und Erzlager vorhanden sind, die den Aufbau einer bedeutenden Exportindustrie gestatten. Trotzdem sind die Niederlande nicht nur wohlhabend, sondern reich. Der Lebensstandard der Gesamtbevölkerung ist einer der höchsten Europas, die Finanzen sind —von den möglichen Folgen der gegenwärtigen Mobilisation abgesehen — gesund, die Valuta ist solid fundiert, trotz ihrer durch den Anteil am Welthandel bedingten Beziehungen zum englischen Insulinde, bestehend aus den vier grossen Sunda-Inseln Java, Sumatra, Celebes und Borneo sowie einer Anzahl der kleinen Sunda-Inseln bilden den Hauptteil des. niederländischen Kolonialreichs. Seine Flächenausdehnung beträgt rund 1900 000 km", also mehr als das Fünffache des Mutterlandes; die Bevölkerung übersteigt 60 Millionen; wovon nicht einmal 300000 der wefesen Rasse angehören. Die Verwaltung erfolgt durch ©inen Generalgouverneur, dem der sog. Volksraad, bestehend aus 30 Malaien, 5 Chinesen und 26 Niederländern, beratend zur Seite stehen. Pfund. Das Gesamteinkommen des Volkes betrug während des letzten Hochkonjunkturjahres — 1929 — 5700 Mill. Gulden (über 13 500 Mill. Franken) und ist auch während der Krisenzeit in, den Vorabwertungsjahren nie unter 4000 Mill. Gulden (über 9400 Mill. Fr.) gesunken. Und dabei haben sich die Bückschläge in den Handels- und Seefahrtskreisen besonders stark fühlbar gemacht. Dieser unbestreitbare Wohlstand wäre undenkbar, wenn das Land nicht über ausgedehnte Kolonien verfügen würde, welche die allgemeine Einkommensquelle kräftig speisen helfen. Wie bedeutend dieser Anteil ist, geht daraus hervor, dass während der «fetten sieben Jahre» monatlich rund 100 Mill. Gulden aus den Herrschaftsgebieten ins Mutterland zurückströmten, d. h. pro Jahr an die 3000 Mill. Franken. Auch heute" noch, da die Welthandelspreise bedeutend unter dem Niveau der zwanziger Jahre liegen, führt Niederländischindien für 161 Mill. Gulden Erdöle und dessen Derivate, für 135 Mill. Kautschuk, 56 Mill. Tee, ,45 Mill. Zucker, 39 Mill. Tabak usw. aus, wovon ein bedeutender Anteil schliesslich wieder an den Unterlauf des Rheins gelangt. Allerdings ist diese Nutzniessung, nicht einseitig, denn die Erschliessung der Kolonien, die auf den Anfang des 18. Jahrhunderts zurückgeht, hat auch diesen eine erfreuliche Vorwärtsentwicklung verschafft. Diese Tatsache widerspricht aber keineswegs der andern, dass die überseeischen Besitzungen für die Niederlande den eigentlichen Lebensnerv darstellen, ohne welche es zu ausgesprochener Armut verurteilt wäre. Einer der wichtigsten weltpolitischen Grundsätze will es nun einmal, dass •wirtschaftliche 'Vorteile gleichzeitig starke politische Belastungen mit sich bringen. Der Kampf um den Platz an der Sonne, der auch dann nie stillsteht, wenn die Kanonen schweigen und die Kaperschiffe stilliegen, lässt keinen status quo, keinen bestehenden Zustand als etwas Endgültiges zu. Wer nicht stark genug ist, seine Güter gegen offene oder unterirdische Angriffe zu verteidigen, wird immer darum bangen müssen. Die Niederlande wären nie imstande, ihren Besitz allein, aus eigener Kraft zu Die niederländischen Besitzungen in Amerika umfassen einen Teil von Guyana (Surinam) von 140 000 km 2 Flächeninhalt und einigen Inseln von total 1000 km 2 , die Venezuela vorgelagert sind. Surinam liefert vor allem Zuckerrohr, Kaffee, Kakao und Bananen. Mit einer Bevölkerung von wenig mehr als einem Einwohner pro km 2 bietet es noch grosse Entwicklungsm&glichkeiten. fln die Wehrmännerl Beim Wachesiehen, beim Marsch durch Sturm und Regen sind Sie giossei Erkältungsgefahr ausgesetzt. Beugen Sie rechtzeitig vor durch die bazillentötenden K>RMITR9L PaslUUn

N°86— DIENSTAG. 12. DEZEMBER 1939 AUTOMOBIL-REVUL III Um kDienste der Schönheit Schönheitsfehler selbst bekämpft! (Schluss unserer Ratschläge in der letzten Nummer) Mehlspeisen, Käse und Eiern!) Dagegen ist viel esunde Bewegung mit Aufenthalt in Luft und fonne ratsam, reinigende Dampf- und Wannenbäder (z. B. mit Weizenkleie; Heublumen oder Eichenrinde), damit der Körper sich umstellt und seine Schlacken verliert. — Und wenn Sie alle Ihre Schönheitsfehler losgeworden sind, ja schon jetzt, verehrte Leserin, arbeiten Sie mit vermehrtem Eifer an der Hervorhebung Ihrer Schönheitsvorzüge: pflegen Sie Ihr Gesicht und Ihr gutes Aussehen täglich nach Kräften. Es ist einer der Wege zu Glück und Erfolg im Leben. Die Erfahrung bestätigt es: Frauen und Mädchen, die sich pflegen, gelingt Vieles, was andere in ihrem Leben nie erreichen! Dr. P. M. Lästige Haare, vor allem auf der Oberlippe, können das gute Aussehen recht stören. Also fort damit, soweit es möglich ist! Empfehlenswert ist ein Bleichen mit Wasserstoffsuperoxyd (5—10- prozentige Lösung), bis die Haare brüchig werden und ausfallen. Anschliessend reiben Sie mit einem polierten feinen Bimsstein nach, dann tupfen Sie mit Alkohol ab und fetten die in Frage kommenden Stellen ein. Einzelne Haare — z. B. an Muttermälern — können Sie auch mit einer Pinzette ausziehen, aber die Haare kommen wieder. Ein Wegrasieren Frage, wenn es sich um die Achselhaare handelt, die bei ärmelfreien Kleidern unschön wirken können. Lästige Haare an den Beinen und an anderen grösseren starkbehaarten Körperstellen, die nicht überempfindlich sind, können Sie auch durch eine Wachsauflage loswerden, die Sie heiss auftragen und nach Erkalten mit den Haaren abreissen. Aber dabei ist grosse Vorsicht und Unempfindlichkeit gegen Schmerz erforderlich! Mitesser. Handelt es sich nur um vereinzelte dieser unerwünschten Gäste, so genügt ein einfaches sanftes Ausdrücken, sobald das Gebilde reif geworden ist. In anderen Fällen ist eine vorherige Erweichung der Gesichtshaut durch ein Dampfbad oder durch feuchtheisse Kompressen zu empfehlen. Nach einer solchen Vorbereitung wischen Sie erst den Schweiss vom Gesicht und drücken Sie dann durch sanften Fingerdruck mit kleinen, sauberen Wattebäuschchen die unerwünschten Talgmassen aus den Poren. Gebrauchen Sie danach ein zusammenziehendes Toilettenwasser und fetten Sie Ihr Gesicht mit einer matten Creme ein! — Noch besser ist es, Sie beugen der Entstehung solch lästiger Mitesser vor, indem Sie eine überwiegend vegetarische Diät befolgen und auch sonst gesundheitsgemäss leben, d. h. viel frische Luft und Wasser an Ihre ganze Körperhaut kommen lassen und durch Bürstenmassage für eine kräftige Zirkulation sorgen! Nasenröte können Sie örtlich behandeln durch Einreiben mit Gurkensaft, durch Bäder mit einer leichten Abkochung von Eichenrinde, durch Gebrauch milden Gesichtswassers mit nachfolgender Einfettung. Ausserdem empfiehlt es sich aber — ebenso wie bei anderen Gesichtsrötungen — Kaffee, Tee und Alkohol zu vermeiden, den Genuss von Fleisch, Haferflocken und Eiern einzuschränken, sowie stets langsam zu essen und gut zu kauen. Denn viele dieser unangenehmen Rötungen haben keine örtliche Ursache, sondern sind in der Ernährung und Lebensweise begründet und müssen daher durch Innehalten einer geeigneten Diät und Lebensweise bekämpft werden. Porenerweiterungen, die sehr hässlich aussehen können, treten bei einer fettreichen Haut leicht ein. Beugen Sie dem vor, indem Sie eine Gesichtsreinigung täglich mit Mandelkleie machen, die den lästiger Haare kommt nur in ganzen Teint besonders gut putzt. Auch mit Zitronenwasser können Sie sich waschen oder die bedrohten Stellen mit Zitronensaft abreiben. Eberiso kommt in Ihrem Falle die Verwendung eines zusammenziehenden Gesichtswassers, das neben Alkohol und Alaun auch Hamameiis enthalten darf, in Frage. Rissige Haut, Lippenrisse usw. sind meist die Folge einer ungenügenden Hauteinfettung, vor allem gegenüber den Einflüssen von Wind und Wetter beim Autofahren, beim Sport usw. Darum säumen Sie nicht, verehrte Leserin, Ihr Gesicht — vor allem in der schlechten Jahreszeit — gegen Staub, Sturm usw. durch einö reizlose milde Creme zu schützen, die Sie vor dem Verlassen des Hauses sorgsam einreiben I Auch eine Lippenpomade zum Schutz der besonders empfindlichen Lippenhaut ist oft ratsam. Sommersprossen müssen möglichst frühzeitig bekämpft werden, nicht erst, wenn sie im ganzen Gesichte spriessen, sondern schon vor dem Einwirken der ultravioletten Strahlen der Höhenund Frühjahrssonne. Darum darf man auch schon im Winter an sie denken! Hilfreich sind Einreibungen mit Gurkensaft — oder daraus hergestellter Creme — mit Zitronensaft, Tomatensaft. Auch Fenchelbrei, Kamillenextrakt, Meerrettichessig und andere Mittel können gute Dienste leisten. Unreinen Teint sollen Sie auf keinen Fall bei sich- dulden, liebe Leserin. Trinken Sie zur Blutreinigung daher Naturtee aus Brombeer- und Himbeerblättern oder von Tausendgüldenkraut. Meiden Sie möglichst eine zu salzige und zv fette Nahrung. (Vorsicht mit Genuss von Pökelfleisch, Links: Einfaches. elegantes Abend- Rechts: Schwarzes von Hedy Lamarr getragen. Der geraffte Oberteil und die gerafften Aermel, die sich gegen das Handgelenk zu verengen, betonen den enganliegenden, bis zum Fussboden reichenden Rock. Ein Kragen mit Einsatz aus schwerem Goldstoff bilden die Garnitur dieses sehr effektvollen Kleides. schützen. Mächtige Nationen, deren Weg zu den ostindischen Kolonien zudem viel kürzer ist als derjenige vom Haag, und andere, die schon längst nach mehr Lebensraum rufen, wären sicher sofort bereit, die orangefarbene Flagge auf den Sunda-Inseln herunterzuholen oder herunterholen zu lassen, wenn ... nicht ein anderer Umstand eine solche Geste bis heute als allzu riskant hätte erscheinen lasseh: die Interessen Grossbritanniens. Das Inselreich kann sich für seine Besitzungen keinen besseren Nachbar wünschen als eine Weltmacht zweiter oder dritter Grosse. Einer solchen wird es nie einfallen, begierig nach dem Eigentum anderer zu schielen, wie es ein gewichtigerer Staat bei sich bietender Gelegenheit ohne Zweifel tun würde. England wird auch nie den Versuch eines Kleinen befürchten müssen, seine Autorität über die Untertanenländer von innen heraus, also durch die Unterstützung von Streiks und Aufstandsbewegungen zu.untergraben. Beide sind natürlicherweise bestrebt, den Dingen einen möglichst ruhigen Lauf zu sichern. Ein von weltpolitischer Warte aus Schwacher enthebt übrigens nicht nur der Sorgen um die Wahrung des Besitzes, sondern gewährleistet zudem eine wirtschaftlich viel nützlichere Arbeit. Diesis Situation bringt es aber mit sich, dass die niederländische Herrschaft unlöslich mit der Beherrschung der Meere durch das britische Imperium verbunden ist. Jeder Euf nach einer Neuaufteilung der Welt, der gegen England gerichtet ist, muss darum auch im holländischen Kolonialministerium besorgten Mienen rufen, 1 besonders dann, wenn die Möglichkeit besteht, dass Russland seine j unterirdischen Wühlereien, wie dies bereits schon zu verschiedenen Malen der Fall war, wieder beginnt. Wenn die heutigen Zeiten auch für alle Neutralen schwer genug sind, so sind sie es doppelt für die Niederlande. Es sorgt sich nicht nur um die Unabhängigkeit des Landes, sondern gleichzeitig um die Quelle, aus der sein heutiger Wohlstand fliesst und die einmal einzig deswegen versiegen könnte, weil sich die geopolitischen Strömungen gegen die Welt der britischen Krone richten, also mit seiner eigenen Existenz in keinem direkten Zusammenhang stehen. Filmen Taschentücher Wolldecken ' Teegedecke Kamelhaardecken Tischwäsche Steppdecken Toilettentücher Frottiertücher Leintücher Badetücher Damenwäsche Bademäntel Damen-Pyiamas Wollstolle Waschstolle DamenschUrzen Sonntag, 17. Dezember von 2—6 Uhr offen! Das Haus für gut gepflegtes KUNSTGEWERBE hat TOTAL Ausverkauf und gibt 20% RABATT auf alle Waren. Jetzt Weihnachtsgeschenke einkaufen Arthur Giese Zürich Talstrasse 9 1847 Jede* wird nach der altbewährten „methode champenoise" hergestellt. Seit über 60 Jahren ist er die bevorzugte Marke. Dieser feinste Moscateller-Traubensaft bringt festliche Stimmung und entspricht auch Ihrem Geschmacke. 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