Aufrufe
vor 5 Monaten

E_1939_Zeitung_Nr.086

E_1939_Zeitung_Nr.086

6 AUTOMOBIL-REVUE

6 AUTOMOBIL-REVUE DIENSTAG, 12. DEZEMBEB 1939 — N° 86 Jjttex&s&ante. Tteuschaolana der. Sdiweia&t. .Tudustiie. • Diesel-elektrischer Omnibus für Bern Blick ins Wageninnere. Bank der modernen Stahlrohr-Querbestuhlung weisen die meisten Sitzplätze in die Fahrtrichtung. Die Stadt-Omnibus-Verwaltung Bern wird dieser Tage einen gemeinsamen, durch die Firmen Ad. Saurer (Arbon) und Brown Boveri (Baden) entwickelten Omnibus in Betrieb nehmen, der eine ganze Reihe interessanter Neuerungen aufweist. Aeusserlich erinnert der Wagen an die bereits im April dieses Jahres in Dienst gestellten Fahrzeuge mit Heckmotor und mechanischem Antrieb, von denen eine weitere Anzahl sich gegenwärtig im Bau befindet und noch vor Jahresende in Betrieb genommen werden soll. Nach den guten Betriebserfahrungen mit- diesem Wagentyp, der sich auch beim Publikum grosser Beliebtheit erfreut, darf man nun auf die Betriebsergebniese des neuen Fahrzeugs gespannt sein. Der Motor ist hier wiederum im Wagenheck untergebracht (daher die Bezeichnung Heckmotor), so dass sich der Fahrgastraum über die ganze Wagenlänge erstrecken kann. Hiedurch ergibt sich eine Erhöhung des Fassungsvermögens um mehr als 20% bei gleicher Wagenlänge. Daneben bietet die Anordnung des Aussenansicht des neuen, dieselelektrischen Saurer-Ommbusses der Stadt-Omnibus-Verwaltung Bern. Das Antriebs-Aggregat ist im Heck de« Wagens untergebracht, weshalb die übliche Motorhaube hier wegfällt und das Fahrzeug mehr an einen Tramwagen oder TroJleybus gemahnt, denn an einen Autobus. Und hier ein Blick «hinter die Kulissen» des Wagenhecks. Dieser cSchrank» birgt den mit einem Generator gekuppelten Sechszylinder-Dieselmotor. Der Strom der Dynamo treibt einen vor der Hinterachse sitzenden Elektromotor an. der über eine kurze Kardanwelle auf die Hinterachse wirkt. Dank der elektrischen Kraftübertragung fällt das Schaltgetriebe dahin. Der Wagen fährt vollkommen stufenlos an, was für Publikum und Fahrer eine Annehmlichkeit bedeutet Motore im Heck noch den weiteren Vorteil, dass sich der Motorraum gegen Geräusch sowie daß Eindringen von Abgasdünsten leicht und vollständig abdichten lässt. Ein besonders kräftiger Ventilator treibt die Kühlluft durch den ebenfalls im Motorraum gelegenen Kühlerblock. Die Luft wird bei den neuesten Modellen durch Schlitze in Dachhöhe angesaugt. Vom Fahrersitz aus bedienbare Klappen an der Wagendecke erlauben, den Kühlluftkanal direkt mit dem Wageninneren zu verbinden, so dass der Motor die «verbrauchte» Luft aus dem Wageninneren für seine Zwecke absaugt und dadurch automatisch für gute Belüftung sorgt. Im Gegensatz zur bisherigen Ausführung der Heckmotor-Omnibusse erfolgt bei dieser Neukonstruktion die Kraftübertragung vom quer zur Fahrtrichtung liegenden Heckmotor nicht auf mechanischem, sondern auf elektrischem Wege. Der 100-PS-Sechszylinder-DieseImotor ist direkt mit einer Dynamo gekuppelt, und diese elektrische Kraftzentrale im Hinterteil des Wagens speist einen unter dem Boden angeordneten Elektromotor, der über eine kurze Kardanwelle in üblicher Weise auf die Hinterachse wirkt. Hiedurch fällt das Schalten fort und das Fahrzeug läset sich stufenlos vom Stillstand bis zur Höchstgeschwindigkeit beschleunigen. Weiter fiel uns bei der für die Vertreter von Behörden und Presse veranstalteten Besichtigung mit Probefahrt die neuartige Bestuhlung auf, die sich sicher bald grosser Beliebtheit erfreuen wird. Die gut gepolsterten Stahlrohrsitze sind quer zum Wagen angeordnet und sehr bequem. Da in einer Beihe nur drei Personen sitzen, bleibt trotzdem ein breiter Gang frei, was das Aus- und Einsteigen erleichtert. Voraussichtlich werden auch die künftigen Trolleybusse von Bern eine ähnliche Bestuhlung erhalten. — Als weitere bemerkenswerte Neuerung daif sodann die selbsttätige, elektropneumatische Türbetätigung nicht unerwähnt bleiben. Die als Ausgangstür gedachte hintere Tür öffnet sich nämlich beim Stilletand des Wagens automatisch, sobald ein Fahrgast auf den im Boden vor der Türe eingelassenen Kontaktteppich tritt, um auszusteigen. Ein elektrischer Kontakt löst das Türventil aus und — Sesam, öffne dich! — die Tür geht, von unsichtbaren Kräften betätigt, auf. Die übrigen technischen Daten der Heckmotor- Omniimese lauten in Kürze wie folgt: Badstand 5500; Fassungsvermögen: 32 Sitz- und 28 Stehplätze; nach unten gekröpftes Hinterachsgehäuse aus Elektrostahlguas ergibt tiefe Bodenlage; Vierrad - Druckluftbremse, mechanische Hinterrad- Handbremse sowie Saurer-Ausptiffmotorbremse bei den Wagen mit mechanischer und elektrische Widerstandsbremse bei den Fahrzeugen mit elektrischer Kraftübertragung; Druckluftanlage umfassend Kompressor, je einen Lufttank für Druckluft von 6 at bz-w 4,5 at, wobei der erste die Pressluft für die Betätigung von Türen, Scheibenreiniger und Lüftungsklappen, der zweite die Bremsluft entvon 2,4% ca. 55 km/St.; Steigfähigkeit des Wagens hält; Höchstgeschwindigkeit bei einer Steigung mit elektrischer Kraftübertragung 18%, der andern Fahrzeuge 32%; Brennstoffverbrauch dank Dieselmotor bei Stadtbetrieb und einem Halt je 500 m ca. 30 Lit./lOO km; Karosseriegerippe aus Leichtmetall, kombiniert mit Stahl, wo hohe Beanspruchungen auftreten. Der Spritzlack, der alles andere überdauert ++** Eclatin AG., Solothum, Farben- und Lackfabrik, Tel. 21139 Auto "Heizungen FABRIK-NIEDERLAGEN : Walker & Cie., Bern Belpstrasse 24 Telephon i-87 01 C. Schaefer, Zürich Lixnznatstrasse 210 Telephon 7 37 30 ALLES AUSWERTEN! Die fuhrenden Betriebe aller Branchen unseres Landes schätzen seit Jahren die Vermittlung technischen Wissens, wie sie von der seit 1904 erscheinenden „Technischen Rundschau" jede Woche geboten wird. Sie ist eine Revue über alle technisch interessanten Erscheinungen und widmet sich, von berufenen Wissenschaftlern und Praktikern unterstützt, der Erforschung rationeller Arbeitsmethoden. Die volkswirtschaftliche Bedeutung der Technik und die Wirtschaftsprobleme unserer Zeit erfahren in ihr eine eingehende Würdigung. Den Abonnenten steht ferner ein Bezugsquellennachweis und ein ausgedehnter Auskunftsdienst vollständig kostenlos zur Verfügung. Abonnementspreis Fr. 5.— im Halbjahr. Probenummern gratis l T E C H N I S C H E R U N D S C H A U Breitenrainstrasse 97 BERN Telephon 2 82 22 Senden Sie kostenlos und ohne Verbindlichkeit einige Probenummern .Ihres Blattes. Name:.._ Adresse: Anhänger Brücken Reparaturen R. BLUM BASEL Blotztieimerstr. 29 • Telephon 45616 Auto - Abbruch Edouard Savare, Malley-Graviere, Telephon 27.909, Lausanne Ersatzteile für ungefähr 400 verschiedene Modelle. Grosse Auswahl in Zubehören und Occasionspneus für Personen- und Lastwagen. TITAN Occasionswagen-Schau Enorm reiche Auswahl, günstige Preise. — Tausch. Teilzahlung, z. B.: PEUGEOT, 4 Zyl., 10 PS, 5 PL, Limousine, Modell 1938. PEUGEOT, 4 Zyl., 6 PS, 4 PL, Limousine. FIAT, 6 Zyl., 13 PS, 5 PL, Limousine. FORD, 4 Zyl., 5 PS, 4 PL, Coach. RENAULT, 6 Zyl., 16 PS, 5 PL, Cabriolet, mit Leder. OLYMPIA, 4 Zyl., 8 PS, 4 PL, Co., Cabriolet, Modell 1939. Unverbindliche Besichtigung. TITAN, ZÜRICH 9 Badenerstrasse 527. Telephon 7 07 77.

N° 86 — DIENSTAG 15 DEZEMBER 1939 AUTOMOBIL-REVUE auf Weihnachten hin eine Hilfsaktion ins Werk Es geht vorwärts mit der Frage der Personenwagen-Anhänger. gesetzt. Diesem Brauch möchten wir auch heuer die Treue bewahren, obschon wir wissen, dass gerade heute in vermehrtem Masse Die Kantone sollen sich zum Problem der Personenwagen-Anhänger für den Gütertransport bis zum 31. Dezember äussern. — Über die Zulassung von Anhängern zur Ver- an die Gebefreudigkeit appelliert wird. Rüh- Automatische Start-Luftklappe Zur Erleichterung des Kalt- und geplagter Mütter flattern uns jetzt fast gasung iester Brennstoffe wird der Bundesrat demnächst Beschluss fassen. rende Bittgesuche armer Bergbauernkinder starts verfügen Am 6. Dezember hat das eidg. Justiz- und Polizeidepartement an die Regierungen der Kantone gewisse Höchstgeschwindigkeiten, wie sie für Per- am Anhänger und, für die schwereren unter ihnen, täglich aufs Redaktionspult, Zeugen davon, viele Motoren im ein Schreiben gerichtet, worin ee auf die Würischbarkeit einer den gegenwärtigen Verhältnissen angepäck bereits bestehen. im Gebirge selbst am Nötigsten, an Kleidern sonenwagen mit Anhänger für Touristenreise- dass es in manchem kleinen Häuschen droben Vergaser über eine sogenannte gepassten Regelung der Frage von Anhängern zum Angesichts der Dringlichkeit des ganzen Fragenkomplexes ersucht das Departement die Kan-halb gerne entgegen: warmes Zeug für Buben and Lebensmitteln fehlt. Alles nehmen wir des- Luftklappe. Eigentlich sollte sie Lastwagen aufmerksam macht. tone, ihm ihre Stellungnahme bis spätestens 81. De- und Mädchen, vom Jüngsten bis zum 18- oder Gütertransport an Personenwagen und leichten Seit dem Inkrafttreten des MFG, namentlich zember 1939 bekanntzugeben. eher Anti-Luft- aber sei! der Mobilisation, sind beim Departement In einem weiteren Abschnitt wendet eich das 19jährigen, wie für Erwachsene, dazä Schuhe, Klappe heissen, zahlreiche Gesuche um Zulassung solcher Anhänger eingegangen, von Behörden wie von Verbänden Zulassung von Anhängern zur Vergasung fester Kleider, Spielwaren und selbstredend auch Schreiben noch der Frage der Mäntel, ausgediente, aber noch gut erhaltene sperrt sie doch und Privaten, wobei das gesteigerte Bedürfnis Brennstoffe beim Start den Essbares. nach dioser^Art von.. Transporten offenbar mit der zu, worüber der Bundesrat voraussichtlich binnen kurzem einen Entscheid treffen Den gütigen Spendern, die mithelfen, etwas Luftkanal im Vergaser fast ganz ab, um die Einschränkung der Beförderungsmöglichkeiten zu- welche die seit der Mobilisation ein- werden. Die Angelegenheit erweise sich angesichts Weihnachtsfreude in ärmliche Berghüttchen Saugwirkung an der Brennstoffdüse zu er-sammenhängthöhen und dadurch ein fetteres Gemisch zu getretene Lage mit sich gebracht hat. Aus dem der Rationierung als sehr dringlich. Es handle zu tragen, danken wir zum voraus herzlich. erhalten. Heute geschieht die Betätigung dieser RIape fast durchwegs automatisch. Spe- das Departement an diese, wobei es bemerkt, das« Verhältnisse die meisten Halter von Motorwagen, Wunsch heraus, die Ansicht der Kantone in dieser Frage kennenzulernen, wendet sich 'deshalb liche Massnahme, da nach Wiedereintritt normaler sich dabei priktisch um eine rein "kriegswirtschaft- Pakete bitten wir bis spätestens 19. Dezember an die Adresse «Automobil-Revue » t Bern, ziell die Amerikaner haben in den letzten eine grundsätzliche Zulassung von dem Gütertransport dienenden Anhängern an leichten Motor- Lastwagen, höchst wahrscheinlich wieder zum Be- insbesondere von Personenwagen und leichten Postfach Transit, aufgeben zu wollen. Jahren Wesentliches in der Vervollkommnung dieser Vorrichtung geleistet. Unsere Illustration zeigt in schematischer Form die Aus- gewährleistende Bedingungen geknüpft, sondern wagen nirht nur an gewisse, die Verkehrssicherheit trieb mit flüssigen Brennstoffen übergehen werden. Redaktion der « Automobil-Revue ». auch zum vornherein mit dem Stempel des Versuchs versehen werden müsste. eines Versuchs, der führung dieser Automatik an den neuen Modellen der Marken Chrysler, Dodge und De durch die aueeeTordentlicihen Zeitumstände gerechtfertigt sei. Fragen Sie — wir antworten. Soto. Die Betätigung der Startklappe geschieht hier teils durch einen mit dem Anlasserstromkreis in Verbindung stehenden könnte, darüber unterbreitet das Schreiben des rere 1 meiner Freunde und Kollegen dagegen haben Wie die Regeln* ungefähr gestaltet werden folgen werde, warte ich noch heute darauf. Meh- Elektromagneten, teils durch einen auf dem ihr Mietgeld bereits ausbezahlt erhalten. Woran Auspuffrohr sitzenden Thermostaten. Beim Anlassen wird der Elektromagnet unter Strom gesetzt und schliesst die Luftklappe selbsttätig. Sobald der Motor Betriebswärme anzunehmen beginnt und daher auch das Auspuffrohr sich stärker erhitzt, krümmt sich das wärmeempfindliche Thermostat-Element und öffnet sie langsam wieder. Betätigt man den Anlasser beim warmen Motor, .so schliesst der Elektromagnet die Startklappe zwar ebenfalls, aber nicht so vollkommen wie beim Kaltstart, weil-nun der Thermostat dem Elektromagneten einen gewissen Widerstand entgegensetzt. Hiedurch wird bei jedem Betriebszustand ein sofortiges Anspringen des Motors gewährleistet. -b- rnavad Abblenden von Lade- und Oeldrucklampe Wer auch während der Verdunkelung fahren muss,, wird schon die Erfahrung,, gemacht haben, dass bei dieser völligen Finsternis sogar die Lade- und Oeldrucklampen am Instrumentenbrett unangenehm blenden können. Um diesem Uebelstand abzuhelfen, braucht man nur einen mit einem ganz schmalen LichtaustrittsschMtz versehenen Streifen Isolierband über die betreffenden Lämpchen zu kleben. Dann hört die unerwünschte Blendwirkung auf. -b- Vorsicht mit Taschenlampen bei Verdunkelungsübungen! In England haben sich während der Verdunkelung schon öfter dadurch Unfälle zugetragen, dass Fussgänger mit ihren Taschenlampen gedankenlos den Fahrer eines daherkommenden Wagens blendeten, so dass er bei den ohnehin erschwerten Sichtverhältnissen andere Verkehrsteilnehmer überhaupt nicht mehr erkennen konnte. Vorsicht in der Handhabung von Taschenlampen ist daher bei Verdunkefangsübungen zur Vermeidung derartiger Ereignisse dringendes Gebot, -b- Taststock für Fussgänger nützlich bei Verdunkelungsübungen. .Eine englische Firma hat unlängst einen Taststock für Fussgänger herausgebracht, den der Träger in schräg nach vorn gerichteter Stellung vor sich herschiebt. Am untern Ende besitzt er ein kleines Rädchen, das auf der Strassenoberfläche rollt. Zur Kenntlichmachung des Trägers ist der Stock weiss gestrichen. Äusserdem verfügt er über eine eingebaute Lampe, die vor dem Kreuzen der Strasse kurz angeknipst wird, um die übrigen Verkehrsteilnehmer auf diese Absicht aufmerksam zu machen. -b- Stillegung des halben Motors Wir sind in der Vergangenheit schon öfter' von Lesern angefragt worden, ob es möglich wäre, bei einem Wagen mit grossem Hubraum die Hälfte der Zylinder auszuschalten, um dadurch sowohl den Brennstoffverbrauch als auch die auf Grund des « Zylinderinhalts » berechneten Steuern zu vermindern. Nun hören wir von der Abänderung eines Linien-Achtzylinders, bei dem die Hälfte der Zylinder durch Ausbau von Kolben und Pleuelstangen ausser Betrieb gesetzt wurde. Dadurch soll der Benzinverbrauch von 21.5 Lit./lOO km auf 11.8 Litl 100 km zurückgegangen sein, während die Höchstgeschwindigkeit nur von 132 auf 108 km/St, sank. Willkommen ist natürlich auch die Reduktion der Steuern auf ungefähr die Hälfte des früher bezahlten Betrages. Eine weitere Einsparung ergibt sich aus der Verminderung der Versicherungsprämie. Zu diesem erfolgreichen Umbau ist allerdings zu bemerken, dass sich die wenigsten Wagen so gut dazu eignen wie gerade ein Achtzylinder-in-Linie. Bei einem Sechszylindermotor oder gar einem Vierzylinder müsste die Abschaltung der Hälfte der Zylinder mit einer beträchtlichen Zunahme der Vibrationen bezahlt werden. -fw- Jlkfuellei Departements den Kantonsregierungen auch bereits eine Reihe von Anregungen. Den Kantonen könnte die Befugnis erteilt werden, bei Vorliegen eines durch dh reduzierten Transportmöglichkeiten nachgewiesenen dringenden Bedürfnissen an lefchten Motorwagen mit einem Leergewicht von mindestens 1250 kg und einem Motor von wenigstens 10 PS das Mitführen eines einachsigen Anhängers turn Güteriransport zu bewilligen. Währenddem dabei die jetzt für Tourietengepäck-Anhänger geltenden Vorschriften über Ausrüstung, Ausmasse und Gesamtgewicht auf die Anhänger für den Gütertransport übertragen werden könnten, Iieses sich mit deren Gesamtgewicht (das heute nicht mehr als 500 kg betragen darf) bis auf 1000 kg gehen, sofern der Zagwagen wenigstens 1800 kg Leergewicht besitzt. Dazu kämen noch besondere Vorschriften über die Bremseinrichtungen lieber die Benzinrationierung ab 1. Januar 1940. lassen sich heute noch keine näheren Angaben machen, doch hoffen wir, unsere Leser In der nächsten Ausgabe der «Automobil- Revue » darüber orientieren zu können, was für ein System die gegenwärtige, bekanntlich nur bis 31. Dezember 1939 geltende Regelung ablöst. Touvosmius Für eine Erleichterung der Autotouristik an unserer Südgrenze. Im Hinblick darauf, dass wenigstens an der Südgrenze unseres Landes mit der Möglichkeit der,/ Entwicklung der Autotouristik in einem gewissen Umfang gerechnet werden kann, ist der ACS mit der Anregung an die Sektion für Kraft und Wärme herangetreten, die nötigen Vorkehrungen zu treffen, damit ausländische Automobilisten, welche die Schweiz zu besuchen wünschen, ihre Benzinrationierungsscheine direkt beim Grenzübertritt beziehen können. In Zusammenhang damiiP ersucht der Klub die genannte Behörde auch, für den Autoverkehr vom Tessin nach dem Engadin und umgekehrt nicht auf der Vorschrift zu bestehen, wonach bei Fahrten ins Ausland nicht mehr als 10 L. Benzin mitgeführt werden dürfen. Gewisse Anzeichen scheinen darauf hinzudeuten, dass die beiden Vorschläge Gehör finden, sollen doch die Verhandlungen mit den Zollbehörden bereits eingeleitet worden sein. Delegiertenversammlung des A. C. S. Die kriegswirtschaftliche Arbeit des Clubs. Die Winter-Delegiertenversammlung des Automobil-Clubs der Schweiz fand am 9. Dezember in Bern statt. Sie behandelte zunächst das Kriegsbudget des ACS für 1940, das darauf aibstellt, da«s die AGS-Sektionen für die Kriegszeit auf den Mitgliederbeiträgen außerordentliche Reduktionen gewähren. Im weitern nahm sie einen Rechenschaftsbericht des Präsidiums und der Direktion über die «eit der Mobilisation geleistete kriegswirtschaftliche Arbeit entgegen. Diesem Bericht zufolge ist es der unermüdlichen gemeinsamen Arbeit der Behörden und der Clubs gelungen, ein System der Benzlnratloniirung zu verwirklichen, das unter den gegebenen Umständen als sehr befriedigend bezeichnet werden muss. Es verdient besonders hervorgehoben zu werden, dass die Clubs nicht nur bei der Aufstellung der Rationierungs-Organisation mitwirkten, sondern auch auf eigene Kosten die Experten für die Verarbeitung der rund 80000 offiziellen Fragebogen stellten. Die vom ACS nach Kriegsausbruch aufgestellte Forderung nach KAUFT DIE ARMEE REQUIRIERTE WAGEN? Ich möchte Sie anfragen, ob die Militärverwaltung auch requirierte Wagen käuflich erwirbt. In meinem Fall handelt es sich um einen neuen 8- Zyl 11 PS, der mir als Reisewagen auf meinen Verkaufsreisen diente, und den ich sehr vermisse, weil ich nun gezwungen bin, mein Privatauto zu benützen, das jedoch wegen hohen Benzinverbrauchs für die Reisetätigkeit sehr unvorteilhaft ist. E.O. Antwort: Die Armee hat vorläufig nicht die Absicht, requirierte Fahrzeuge käuflich zu übernehmen. Sollte später in dieser Hinsicht eine Aenderüng eintreten, so werden wir nicht verfehlen, sie an dieser Stelle bekanntzugeben., AUSZAHLUNG DER MIETGELDER FÜR REQUIRIERTE FAHRZEUGE Bei der Mobilisation ist auch mein Wagen zum Militärdienst eingerückt. Obwohl ich s. Z. gelesen habe, dass die Auszahlung der Entschädigung für die Monate September und Oktober nunmehr er- Anpassung der Zölle, Steuern' und- Versicherungsprämien wurde in den letzten Wochen gemeinsam mit den andern Organisationen des Strassenverkehrs tatkräfjäg weiterverfolgt. Auf dem Gebiete der Haft- Für arme, bedürftige Bergbauernfamilien hat die * Automobil-Revue » noch jedes Jahr Antwort: Die Auszahlung der Entschädigung befindet sich gegenwärtig in vollem Gang und täglich gehen Hunderte von Anweisungen hinaus. Dabei wurden zuerst die Halter jener Fahrzeuge berücksichtigt, die inzwischen vom Dienst befreit und wieder zurückgegeben worden sind. Jetzt erfolgt die Erledigung der Anweisungen für die andern, doch beansprucht diese Arbeit angesichts der Zahl der requirierten Fahrzeuge natürlich eine gewisse Zeit. Im übrigen sind Rückfragen oder Reklamationen an das Armeekommando, Kriegskommissär, Gruppe Transportdienst (Feldpost) zu adressieren. Für den Fall, dass der Empfänger den Betrag zu Unrecht erhalten sollte, wird um Rücksendung und Aufklärung an die gleiche Stelle ersucht p 'JfTfc h t V e r s i c h e r u n g sind die Verhandlungen über die zu treffenden Anpassungen nahezu Richtung Enge, sind innert kurzer Zeit mehr als abgeschlossen; bis jetzt steht fest, dass für 1940fünf schwere Automobilunfälle, passiert, zum letztenmal am 1. Dezember. Der Verunglückte, ein er- die Haftpflichtvereicherungs-Prämien allgemein um 20% reduziert und dass für die Kriegszeit neue fahrener, vieljähriger Automobilist, liegt' mit schweren Verletzungen, einem Schädelbruch und einer Sistierungsrabatte in Kraft gesetzt werden. Gegenwärtig wird noch über die Beteiligung der Versicherten an einem allfälligen Reingewinn des Geschäftsjahres 1940 verhandelt. Auf dem Gebiete der kantonalen Motorfahrzeugsfeuern verfolgen sowohl die zentrale Organisation der Strassenverkehrsverbände, VIA VITA, als auch die Clubsektionen die Anpassungsforderungen. In einzelnen Kantonen sind bereits entsprechende Beschlüsse gefasst. Besondere Aufmerksamkeit fand die Frage der Steuerrückvergütung für requirierte Wagen. Es wurde festgestellt, dass mit dem Moment der Requisition juristisch der Bund Fahrzeughalter wird und dass demnach die Forderung nach Steuerrückvergütung für die Requisitionsdauer rechtlich einwandfrei ist. Da die Kantone und auch die eidgenössischen Amts'stellen die Frage ausserordentlich SEKTION AARGAU. Budget-Generalversammlung. Die Mitglieder sind auf dem Zirkularwege zur ordentlichen Budget^Generalversammlung auf nächsten Samstag, 16. Dezember 1939, eingeladen' worden. Diese findet, mit Beginn um 20 Uhr (für den geschäftlichen Teil), im Hotel Aarauerhof in Aarau statt. Das Budget 1940 sieht vor allem auch eine Reduktion, des Jahresbeitrages vor. Anschliessend, d. h. um ca. 20.30 Uhr. folgt ein Filmvortraf des Zentralpräsidenten des ACS, Herrn Dr. Mende. Er wird uns in Wort und Bild seine diesjährige Reise nach Nordamerika schildern. Herr Dr. Mende ist als glänzender Reporter und Kameramann längst bekannt. Er bedarf keiner weitern Empfehlung. Zu diesem zweiten Teil möchten wir insbesondere auch alle die Angehörigen der Mitglieder und ein-' geführte Gäste recht herzlich einladen. ni. CHAUFFEUR-VEREIN SCHAFFHAUSEN mag es nur liegen, dass ich bisher noch nicht an die Reihe gekommen bin? F. M. Verkehrsunfälle bei der Trottoirlnsel Alpenquai-Claridenstrasse in Zürich. Bei der Trottoirinsel Alpenquai-Claridenstrasse, Gehirnerschütterung, im Kantonsspital. Soviel bekannt ist, ereignete sich der erste Unfall schon einen oder zwei Tage nachdem der leuchtende Verkehrsteiler erstellt worden war. DieMangelhaftigkeit der Anlage hat sich also gleich von Anfang an gezeigt. Trotzdem scheint man sich auch heute nicht entschliessen zu können, Remedur zu schaffen. Angesichts des verwirrenden Lichtermeeres, das am Alpenquai ohnehin als ständige Gefährdung wirkt, muss dieser Verkehrsteiler mit geringer Leuchtkraft im dortigen diffusen Licht ertrinken. Es hätte sich gleich nach dem ersten oder zweiten Unfall gerechtfertigt, irgendeine Abhilfe zu schaffen, sei es, dass die ganze Inselanlage verlegt worden wäre, sei es, dass der «Leuchtsäule» ein zusätzliches rotes, gut sichtbares Blinklicht beigegeben worden wäre. Man fragt sich deshalb mit schleppend behandeln, werden die Verbände des Recht, weshalb die Strasseneigentümerin nicht Strassenverkehrs nötigenfalls an das Bundesgericht schon länget ihre Vorkehrungen getroffen hat, um gelangen. weitere Unfälle an dieser' Stelle zu verhüten. Wie Den Organen des Clufos wurde aus der Mitte viele Opfer muss diese Anlage eigentlich noch der Versammlung der wohlverdiente Dank für deren grosse und tatkräftige Arbeit fordern? H. S. ausgesprochen. n Vetbönden Den Mitgliedern aller Kategorien bringen wir zur Kenntlung am 16. Dezember 1939 im SCHAFFHAUSEN I ms, dass die Generalversamm- Hotel