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E_1940_Zeitung_Nr.002

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VHT1 BERN: Bericht der

VHT1 BERN: Bericht der Hauptversammlung. Trotz der Ungunst der Zeit (viele Kollegen sind im Militärdienst) war unsere ordentliche Hauptversammlung von 90 Berufskameraden besucht. Die Traktandenliste, vom Vorstand gut vorbereitet und nebst den ordentl. Geschäften einige Sachfragen der Gegenwart behandelnd, war in verhältnismässig kurzer Zeit abgewickelt. Die Weihnachtsspende für die im Wehrkleid stehenden Mitglieder wurde mit Beifall beschlossen. Der Vorstand für das Jahr 1940 wurde wie folgt zusammengesetzt: Präsident Hans Sahli, Vize-Präs. Hans Weber, 1. Sekretär Albert Oetiker, 2. Sekretär Ernst; Moeri, 1. Kassier Ernst Steiner, 2. Kassier Hans Pauli, Einzüger Stefan Stampfli, Beisitzer Armand Aeberhardt und Emil Bigler, Berichterstatter Karl Schüpbach. Den verstorbenen Berufskameraden, denen der Vorsitzende einen Nachruf hielt, erwies die Versammlung die letzte Ehre. Mit einem Gruss an die Kollegen im Aktivdienst und dem Wunsch für^.eine bessere Zukunft konnte die im Zeichen der Mobilmachung stehende Generalversammlung ihren Abschluss finden. LINKES ZÜRICHSEEUFER: Chauffeursektion. Das Verbandssekretariat in Zürich hat sich, einem Beschluss unserer Versammlung zufolge, mit der Direktion der Süd-Ost-Bahn (SOB) ins Einvernehmen gesetzt und dieser die Anbringung von Leuchtsignal-Anlagen bei den unbewachten Bahnübergängen zwischen Biberbrücke und Biberegg in Vorschlag gebracht. Dieser, mit Hinblick auf die durch die Erhöhung der Zugsgeschwindigkeiten (verursacht durch die Elektrifikation) und der damit im Zusammenhang stehenden erhöhten Unfallgefahr sicher, aktuelle Vorschlag, wird nun von der Direktion der SOB abgelehnt. Diesen Standpunkt sowie die ihm beigegebene Begründung können wir nicht akzeptieren. Vorerst haben wir von den an einer besseren Signalisierung der unbewachten Bahnübergänge ebenfalls interessierten Nachbarsektionen Einsiedeln, Rapperswil und Kanton Schwyz das Einverständnis eingeholt, die Angelegenheit weiter zu verfolgen und das Postulat so lange zu propagieren, bis es seine Verwirklichung gefunden hat. Vorerst wird sich die Schweizerische Beratungsstelle für Unfallverhütung in Bern zur Sache vernehmen lassen. Näheres an unserer nächsten Versammlung. Versammlungsanzeieer. BERN: Berufschauffeure. Jeden zweiten Samstag im Monat, um 20 Uhr, im Restaurant Viktoriahall. Alle Berufskollegen sind willkommen. Markenbezug daselbst sowie beim 1. Kassier, Steiner Ernst, Militärstrasse 14, beim 2. Kassier und den Einzügern. Postscheck Nr. HI/9946. Präs.: Sahli Hans, Tel. 20.822. BREMGARTEN (Aargau): Jeden zweiten Samstag im Monat um 20 Uhr 30 im Restaurant Rathaus in Bremgarten. INTERLAKEN: Chauffeure und Fuhrleute. Die Versammlung findet jeweils am zweiten Samstag des Monats um 20 Uhr 30 im Cafe Central statt. AMT KONOLFINGEN: Chauffeure. Unsere Versammlung findet jeden 2. Sonntag im Monat statt. Ort und Zeit wird durch die Verbandszeitung bekanntgegeben. ÖLTEN: Chauffeurgruppe. Die Kollegen wollen sich jeden 2. Samstag des Monats für die im Volkshaus stattfindende Versammlung freihalten. Beginn 20 Uhr. ZÜRICH: Berufs-Chauffeure. Die Versammlung findet jeden 2. Samstag eines Monats statt. Beginn punkt 20 Uhr im «Limmathaus», Zürich 5. ZÜRICH: Taxi-Chauffeure. Voranzeige. Wir möchten unsere Mitglieder ersuchen, den Tag der ordentlichen Generalversammlung heute schon zu reservieren und ihn im Kalender dick anzustreichen, damit er nicht vergessen wird. Es ist dies der Dienstag, den 30. Januar. Näheres folgt. s. SEKTION ST. CALLEN-APPENZELL. Liebe Clubmitglieder! Zum Jahreswechsel entbieten wir Ihnen unsere besten Wünsche! Möge der eine grosße Wunsch sich bald erfüllen, dass unsere tapfern Soldaten heimkehren dürfen zu Familie und Arbeit. An den Clubabenden je Dienstag, 8 Uhr, Hotel Hecht, wird weiters für unsere Wehrmänner gearbeitet. dm>1: Kräftige Erholung der amerikanischen Automobilindustrie. Nach vorläufigen Berechnungen sind im Jahre 1939 von der amerikanischen Automobilindustrie 3,55 Mill. Personen- und Lastwagen hergestellt worden im Vergleich zu 2,49 Mill. Wagen im Vorjahre und 4,81 Mill. Wagen im Jahre 1937. Das bis anhin beste Produktionsergebnis verzeichnet das Jahr 1929 mit insgesamt 5,36 Mill. Wagen. Aus unserer Zusammenstellung geht deutlich der Einfluss des letzten schweren Konjunkturrückschlages in den einzelnen Quartalen des Jahres 1939 und die daran anschliessende Erholung im 4. Vierteljahr hervor. Im Anschluss an die anfangs September 1939 herausgebrachten neuen 1940er Automobile rechnet die amerikanische Automobilindustrie mit einem guten Absatz auf das kommende Frühjahr hin. Ihre Zuversicht wiederspiegelt eich in dem für das erste Quartal 1940 aufgestellten Produktionsprogramm, das im Vergleich zur vorjährigen Parallelperiode eine weitere Steigerung der Produktion vorsieht. Amerikas Automobilerzeugung 1936 1937 1938 1939 in 1000 Stück 1. Quartal 1083 1238 619 1009 2. » 1418 1551 586 945 3. » 847 1004 315 498 4. » 1118 1016 970 1095 Russland versucht Motortreibstoff einzusparen. Trotzdem die U.d:S.S.R. selbst über reichliche Erdölvorkommnisse verfügen, wird in Moskau in zunehmendem Masse Leuchtgas als Treibstoff für Autobusse und Motorfahrzeuge verwendet. Nach schwedischen Berichten sollen zahlreiche Spezialkurse eingeführt worden sein, um die Chauffeure mit dem neuen Treibstoff vertraut zu machen. Leclanche S.A., Yverdon. Die am 29. Dezember 1939 stattgefundene a. o. G. V. dieser auf die Fabrikation von Akkumulatoren spezialisierte Gesellschaft beschloss. aus der in den letzten Jahren angesammelten Speziaireserve eine ausserordentliche Ausschüttung von Fr. 50.— brutto pro Aktie von Fr. 500.— vorzunehmen. Seitens der Direktion wird die Geschäftsentwicklung in der Schweiz als normal bezeichnet, während bezüglich des Exportes die zuversichtliche Auffassung zum Ausdruck gelangt, dass es möglich sei, ausländische Absatzgebiete zurückzugewinnen. Bekanntlich vermochte, die Firma während den letzten Jahren eine regelmässige Nettodividende von 12% zu verteilen. DIENST AG,. 9. JANUAR 1940 — N° 2 An die Halter von Motorfahrzeugen : Lasst euren Motor nicht in der geschlossenen Garage warm laufen. Die Auspuffgase sind ein tödliches Gift! A.C.S. Jkus d« Lesevki Verkehrskontrolle. Die Anregungen des Folizeimannes in Nr. 88 der A.-R. («Zur Abschaffung der geheimen Verkehrskontrollen im Kanton Zürich») verdienen volle Beachtung. Der Mann spricht mir und wohl noch vielen Automobilisten aus dem Herzen, wenn er fahrenden Kontrollen ruft. In der Hauptsache wären der Kontrolle zu unterwerfen. Einhaltung der Verkehrsvorschriften im allgemeinen (Auto, Velos, Fuhrwerke und Fussgänger) im Sinne der Anregungen in Nr. 86 Ihres Blattes. Für alle Strassenbenützer stellt das bis zur Stunde nicht abgeklärte Problem der Lichtabbiendung eine grosse Gefahrenquelle dar. Obwohl diesbezüglich seitens der Clubs schon Bemerkenswertes geleistet worden ist, gibt es immer noch sog. Besserwisser, und für diese tut eine mit ganz scharfen Bestimmungen und Massnahmtn ausgerüstete fahrende Kontrolle not. Ich verspreche mir von dieser Massnahme zweifellos gute Ergebnisse, denn schon das Bewusstsein, jeden Augenblick eventuell von der Kontrolle angehalten und der Gesetzesumgehung überführt und damit strafbar zu werden, müsste erzieherisch auf alle Strassenbenützer wirken. Welcher Kanton macht den Anfang? H. in St. G. lilevafur Der Kalender der Schweizerischen Verkehrszentrale. Als ein vielseitiges, höchst lebendiges Bild der Schweiz präsentiert sich auch dies Jahr wieder der Kalender unserer nationalen Werbezentrale für den Fremdenverkehr. Prachtvolle landschaftliche, sportliche, folkloristische und architektonische Aufnahmen und eine Anzahl sorgfältig ausgewählte Photographien aus industriellen Betrieben, knappe Werbetexte über das Höhenklima, die Heilbäder, das Erziehungswesen, ergänzen sich in dieser gepflegten Publikation, die ganz besonders geeignet ist, im Ausland das Interesse für die schöne Schweiz wachzuhalten und unsern Feriengebieten auch heute neue Freunde zu gewinnen. Ein Bilderkalender ist ja ein Geschenk, das jeden Empfänger freut und das ganze Jahr hindurch seine Wirkung ausübt. Darum wird diese Neujahrsgabe, die in einer deutschen, einer französischen, englischen und italienischen Fassung weltweite Verbreitung findet, auch im Kriegsjahr überall willkommen sein. In keiner andern Form könnten die Freunde unseres Landes und seiner Feriengebiete nachhaltiger an die Schweiz erinnert werden. Möge unser weisses Kreuz im roten Feld, das auf dem farbigen Titelblatt von Herbert Leupin leuchtet, ihnen Herz und Sinn für unser friedliches, neutrales Alpenland erwärmen. Solange der Vorrat reicht, wird der Kalender auch in der Schweiz, gegen Einzahlung von Fr. 2.50 auf Postcheckkonto VIII 5715, abgegeben. Filmfestigkeit u. Schmierkraft Mineral- Oel-Produkte Sylvester Schaffhauser Gossau (St. Gallen) Verlangen Sie Bezugsquellennachweis oder Offerte. «ggl + Wüthrleh Schutz vor Kälte, die dem Kühler lebensgefährlich werden könnte. Unsere seit langem be» währten Kühlerdecken sind rasch montiert und kosten wenig. VEHKLI HEATE* Auto "Heizungen FABR IK -NIEDERLAGEN : Walker & Cie., Bern ßelpstrass* 24 Telephon ^8701 C. 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NO 2 - Vorsicht, Glatteis! .5ä»32Sa:6Ss Aus allen Teilen unseres Landes laufen jetzt wieder öfters Meldungen über Glatteis und dessen bekannte Begleiterscheinungen (siehe oben) ein. Hiebei handelt es sich gelegentlich um jene besonders gefürchtete Form von Eis, die sich direkt aus detri Regen bildet, wenn die unteren Luftschichten über dem Boden sowie die Strasse selbst sehr kalt sind. Glücklicherweise legen sich dabei jeweils gleichzeitig auch Bäume, Gräser und Mauern am Wegrand einen glitzernden Eismantel zu, der meist bedeutend leichter erkannt wird als die trügerische Eisschicht auf der Strasse selbst, die man des Nachts im Scheinwerferlicht nicht ungern für blosse Nässe hält. Dank dieser Warnzeichen am Wegrand ist der aufmerksame Fahrer wenigstens bei Ueberlandfahrten oft in der Lage, die Geschwindigkeit noch rechtzeitig zu massigen oder überhaupt anzuhalten. Dies ist speziell dann ratsam, wenn eine mit Glatteis bedeckte, ungesandete Gefällstrecke vorausliegt. Man wählt dann besser einen' — selbst weiten *- Umwegrum wenigstens auf Strassen mit nennenswertem Gefälle keinem Glatteis zu begegnen. Gerät man aber mal unvermutet doch aufs Eis, so sollten auf jeden Fall heftige Lenkradbewegungen, ebenso wie eine stärkere Betätigung der Bremsen, unterbleiben, um einen wilden Schleudertanz zu vermeiden, bei dem es meist nicht ohne Beulen abgeht. Die rollenden Räder besitzen Wenigstens noch ein Minimum von Führung und erlauben so, sich bei geschickter Bedienung des Volants heil aus der Affäre zu ziehen, -b- «he No* Benzin und Wein aas purem Wasser. In Cardiff (England) sprach kürzlich ein «Erfinder» bei einem Autohändler sowie einem Weimhätidler vor. Er wolle ihnen vorfuhren, wie man dank einem von ihm ent- wimMmib ^deckteri 'ZaUiberpülver "aus' Wässer nach Belieben Etehzm oder, "VVein. machen Könne, so -lautete^ sein Begehren,. Skeptisch verfolgten die beiden das Experiment, das jedoch zur allseitigen, Zufriedenheit gelang. Ausserdem bewies der gewandte Zauberkünstler auch noch; dass man dank der Zauberkraft des Pulvers aus Dollarnoten solche zu 500 Dollar machen, konnte. Jetzt wussten die beiden Opfer,genug,Von dieser sensationellen Sache und, "damit' Ihnen niemand anders zuvorkomme, erstanden sie das Rezept des Zauberipulyers zu einem Preis von 36.000 Schweizerfranken, nachdem der «Erfinder » erst 40.000 verlangt..hatte. .Das feine Geschäft entpuppte sich leider allzu rasch als ein grotesker Schwindel... -b- Karosseriegewicht = 33 kg Nach den Ausführungen von Dipl. Ing. Eberän an der yDI-Tagung in Dresden konnte 'das Gesamtgewicht der Karosserien an den Rennwagen von Mercedes-Benz und Auto-Union auf hurmehr 33 kg herabgedrückt werden. • Schlechter Unterhalt der Velos In Deutschland wurde unlängst festgestellt, dass nicht weniger als 80% aller Radfahrer -ihr Velo nicht pflegen. Hiedurch erhöht sich der Verschleiss bei gleichzeitiger Abnahme der Betriebssicherheit des Rades. Die erwähnte Beobachtung dürfte für andere Länder, wenigstens bedingt, ebenfalls zutreffen und wirft ein Licht auf so manchen Verkehrsunfall, der nicht hätte vorkommen müssen. -fw- Die Papierpfeile des motorisierten Zeitungsträgers Ein amerikanischer 5?eitungsträger ist auf eine feine Idee yerfallen, um sich das Leben bequemer zu gestalten. Er kaufte sich einen funkelnagelneuen Wagen, kurbelte das Türfenster neben seinem Sitii herunter und sp.annte ein solides Gummiband «wischen den Türpfosten aus. Mit seiner Hilfe schiesst er nun die zusammengefalteten Zeitungen wie Pfeile in die Häuser der glücklichen Abonnenten. Die gütmüUgö Toleranz der Amerikaner. Sowie eine bauliche Eigenheit der amerikanischen Landhäuser müssen zum Verständnis dieses ungewöhnlichen Geschäftsgebarens in Rechnung gestallt werden. Die meisten Landhäuser besitzen nämlich in TLS-A. eine Art Freiluft-Veranda, die