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E_1940_Zeitung_Nr.003

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IV AUTOMOBIL-REVUE

IV AUTOMOBIL-REVUE DIENSTAG, 16. JANUAR 1940 — N° 3 Wie /TAUEN lacht « Verdammt noch mal, ich habe die Wette verloren — du versäufst zuerst! » ('Marc Aurelio.) Der eine Schiffbrüchige zum andern: «Mein Herr, einer von uns beiden ist zuviel! » Die Schiffbrüchige: « Aber wieso denn? » (Marc Aurelio.) • Schreck lass nach!... Du hast Dich nackt malen lassen? » « Naja, Papa — in dem Atelier war doch geheizt! » « Also: Ich rufe jetzt nach dem Verfasser, und du schiesst ihn übern Haufen! » (Marc Aurelio.) «Haste schon gemerkt: Das- Röckchen von der Sängerin wird jeden Abend kürzer! » «Ach! Na und wieviel Abende tritt sie noch auf? » (II420) die eine natürliche und allen Interessen dienende Kückendeckung in Frage stellen können. Die gegenwärtige italienische Politik ist im Balkan bestimmt eine der charakteristischsten Auswirkungen des seit dem Weltkrieg angestrebten Weges. Jeder Vorstoss Eusslands im Balkan müsste früher oder später neuen Spannungen rufen, weil es die Vorbedingungen für den normalen Konkurrenzkampf in wirtschaftlicher Eichtung einseitig verändern und die russische Grenze näher an die Dardanellen und r damit an das Mittelmeer rücken würde. Dadurch ginge die Punktion der kleineren Staaten verloren, durch ihre Selbständigkeit gleichzeitig als Sperrzonen "zwischen den Grossmächten zu wirken. Dass diese Funktion aber ungehindert ausgeübt werden kann, daran hat Italien ein grundsätzliches und grosses Interesse. Wohl hat unser südlicher Nachbar sich sein politisches Haus ganz anders als im Stil eines Schweizer Chalets gezimmert. Es ist anders geworden, weil das politische Klima ebenfalls verschieden war. Wenn wir trotzdem bei jeder sich bietenden Gelegenheit vernehmen können, dass Eigenart und Schönheit unserer eigenen Wphnstätte geschätzt und anerkannt werden und wenn diese Auffassung immer wieder durch die Tat bewiesen wird,, dann haben wir sicher allen Grund, diese Einstellung zu würdigen. Es erwächst uns daraus aber auch die moralische Pflicht, am Hause unseres südlichen Nachbars nicht nur jene Stellen ausfindig zu machen, wo sich vielleicht der Verputz etwas lockert oder irgend ein Detail — nach unserer Meinung — noch besser und harmonischer gestaltet werden könnte. Dieser freundnachbarliche Geist kann aber nur so lange ungetrübt weiterbestehen, als wir das bleiben, was wir bis heute waren: Eine Rückendeckung, auf die sich jeder unserer grossen Nachbarn verlassen kann. 0 Ja- heute rascher und besser denn je! gemeinnützig z männern .einen möglichst sorgenfreie Manch ein und Kinder daheim. .Seva 11 will helfen! Helfen, • durch'eine rasche Durchführung; durch-eine baldige ' Ziehung! Gemeinschaftssinn schafft es auch hier allein. , Um. ihn zii fördern,'ihn zu belohnen, stiftet Seva 11 Was. braucht e Bewegen, heute schon und nicht erst kurz vor der Ziehung sein teressanter denn je, weil diesmal die 60 ordentlichen Treffer ä Fr. 1000.- in 20 Zügen ausgelost werden, weshalb ' eine • geschlossene Serie auf gewinnen u-JjlO-tös-i: Bern. (Bei Vorbestellung der Ziehungsliste 30 Cts. mehr.), Lose auch in bernischen Banken sowie Privatbahnstationen 25 Treffern a Fr. 1000.- EXTRA! Rät*«M.EcLt«> Brnckenrätsel An Stelle der Striche sind einsilbige Hauptwörter zu setzen, deren Anfangsbuchstaben eine Schlittenart (in der Mehrzahl) ergeben. Sind die eingesetzten Teile richtig gewählt, so ergeben sie sowohl mit dem ersten wie auch mit dem zweiten Teil neue Hauptwörter. Arm — Korb Stand — Schaft Habs — Herr Streu — Mann Bau — Strich Kunst — Meer Ober — Tal Thur — Dieb Rat — Arzt Traun — Mann Die richtige Lösung zählt 3 Punkte. Der Prahlbans In Kapstadt sitzt ein Mann und behauptet: «Ich bin zu Fuss von Rio de Janeiro hierhergekommen. Selbstverständlich nicht als Taucher auf dem Meeresgrund; auch habe ich kein Schiff, kein Flugzeug, keinen Ballon, überhaupt kein Verkehrsmittel betreten.» Kann der Mann die Wahrheit sprechen ? Die richtige Lösung zählt 4 Punkte. Einsendeterrain: 24. Janaar. Auflösung von «Etwas mathematische Geographie» Die Rhone ist 810 km lang; der Indus ist 3180 km lang; der Sambesi ist 2660 km lang; der Murray ist 1990 km lang; der Orinoko ist 22S0 km lang. Auflösung der Prüfung in Fremdwörtern. Die richtigen Antworten lauten: 1 b, 2 c, 3 b, 4b,Sc,6b,7b,8a,9b, 10a, llb, 12a, 13b, 14b, Richtige Lösung beider Rätselaufgaben. 9 Punkte. Frau L. Amstutz, Stein; A. Bachofen, Glarus; L. Danzelli, Luzern; M. Egli, Zürich; Frau Dr. Gräflin, Walzenhausen; Frl. Hurter, Allschwil; J. Leimer, Bettlach; Frau Marti, Ölten; Frau E. Markoff, Buchs; O. Peter, Ohrüti. Richtige Lösungen des «Fremdwörter»-Rätsels. 4 Punkte. H. Boiler, Winterthur; Frl. E. Winteler, Glarus. Richtige Lösungen der «mathematischen Geographie.» 5 Punkte. E. Benz jun., Goldach St. G.; H. Boiler, Zürich; Rene Braun, Luzern; Marg. Canale, Brienz; M. Eppli, St. Gallen; E. Fravi, Rapperswü; J. Garbani, Bern; A. Heusser, St. Gallen; G. Laeppli, Basel; Caspar Meier, Rothenburg; Bruno Rampinelli, Basel; Lisette Röck-Frey, Basel; Eli Schmid, Seen; Hans U. Schmidlin, Zürich. Else Steinbömer- FPVT Schaan; Fritz Wenger, Bern.

N°3 — DIENSTAG, 16. JANUAR 1940 ^ AUTOMOBIL-REVUE 11 Schwelzerisdie Rundschau Kritik zur Lage des schweizerischen Lastwagenmarktes Ungefähr vor Monatsfrist haben die Importeure ausländischer Lastwagen in die Schweiz ein Schreiben an den Bundesrat gerichtet, worin sie kritisch zu den Verhältnissen auf dem Lastwagentnarkt Stellung beziehen und in einer Reihe von Forderungen febieterisohe Abhilfe verlangen. U. a. wird in dieser Eingabe die AufMssunt vertreten, dass der einheimischen Produktion Schutz bis zu einem gewissen Grade zu gewähren sei, doch nur so lange, als diese bezüglioh Gestehungekosten einigermaseen mit jenen des Auslandes Schritt zu halten vermöge. Aus diesem Grunde habe es keinen Sinn, die Eigenproduktion zu fördern, wo sie nur bei übersetzten Preisen lebensfähig sei, während auf der andern Seite Absatzländer unserer Exportindustrie in ungerechter Weise geschädigt würden. Gemäss nachfolgender Zusammenstellung über den Absatz von Lastwagen unter einer Tonne gehe hervor, dass der Prozentualanteil der Schweizer Produktion &n diesem Umsatz zahlenmässig sehr gering eei. a) Lastwagen unter 1 Tonne: 1931 1932 1933 1934 1935 1836 1937 1938 Schwelzerprod. 18 26 10 4 16 12 6 6 Ausl. Produkt. 354 268 231 317 346 310 339 389 Der Anteil der Schweizerproduktion im Jahre 1031 belief sich bei den Lastwagen von 1 bis -4 Tonnen auf ca. 15% gegenüber 30% im Jahre 1938. Zürcher Automobilismus. Der von der Kantonalen Strassenverkehrsliga eingereichte Vorschlag betr. Erlass eines Ermächtigungsgesetzes, das dem Regierungsrat die Kompetenz geben soll, die im Motorfahrzeuggesetz vom Jahr 1923 niedergelegten und nur durch, eine Volksabstimmung revidierbaren Steueransätze der Benzinrationierung anzupassen, hat das Regierungsratskollegium noch nicht passiert Wie sich der Kantonsrat dazu stellen wird, bleibt auch noch eine offene Frage und doch ist es der einzig gangbare Weg, um der weitumsichgreifenden Stillegung der Automobile während der Mobilmachungszeit vorbeugen zu können. Es ist nur so hoffen, dass auch beim kantonalen Parlament die Einsicht siegt und dem Regierungsrat die Möglichkeit regeben wird, die Steueranpassung in die Wege zu leiten, sonst wird es sicher nicht bei dem im ISHOer-Budget vorgesehenen Ausfall von VA Mill. Fr. an Verkehrssteuern sein Bewenden haben. Nachdem die neuen Benzinrationierungskarten nicht mehr wie Mitte November den Motorfahrzeughaltern zugesandt worden sind, sondern bei der Kantonalen Motorfahrzeugkontrolle in Zürich abgeholt werden müssen, hat diese Neuerung argen Unmut ausgelöst Ob nun da« Benzin so rar geworden ist, bleibt es unverständlich, wieso man für das Abholen der Karten den «benzinfressenden» Weg nach Zürich machen muss. Wenigstens hätten die Bezirks- Statthalterämter ermächtigt werden sollen, die Kartenabgabe für ihren Bezirk vorzunehmen, wie dies für die Zeit vor Mitte November der Fall war. Der deutsche Automobilexport. In einer Genfer Zeitung erschien "kürzlich eine aus London datierte Nachricht — die sich allerdings auf einen Bericht aus Kopenhagen stützt — wonach Deutschland beabsichtige, den Automobilexport einzustellen, und zwar laut einer deutschen Radiomeldung. Diese recht verschlungene Pfade durchlaufende Meldung entspricht aber durchaus nicht den Tatsachen. Deutschland wird nach wie vor, oder deutlicher gesagt mehr denn je, b) Lastwagen von 1—4 Tonnen: 193119321933 19341935193619371938 Schwefcerprod.297 211 166rl83 191 135 196 176 darnach trachten, sein Exportgeschäft nicht Ausl. Produkt 15961101 909 947 665 542 591 411 erlahmen zu lassen, sondern im speziellen den Automobilexport nach Möglichkeit noch zu forcieren. Diese letztere Tendenz beginnt sich bei gewissen Exporteuren denn auch bereits durch Kürzung der Lieferungsfristen für Automobile und Ersatzteile abzuzeichnen. Dieser prozentuale Gewinn bestehe jedoch nicht in einer Erhöhung der Stückzahl, denn im Jahre 1931 hatten die Schweizer Fabriken 297 Einheiten, 1938 dagegen nur den Absatz von 178 Einheiten zu verzeichnen. Kontingentierung, Zollerhebungen, Zollzuschläge, Steuerfreiheiten und Subventionen hätten also nicht vermocht, die Schweizerproduktion, zu erhöhen. In der Eingabe wird die Behauptung aufgestellt, dass alle zum Schütze der einheimischen Produktion erfassten Massnahmen einerseits vollständig unnütz waren, und anderseits vom volkswirtschaftlichen Standpunkt aus folgende Nachteile zur Folge hätten: 1. Verringerte Zolleinnahmen; 2. Verringerte Aufträge an die »chweizerischen Karossierer; 3. Verringerte Aufträge an die schweizerischen Fabriken von Pneus, Rädern, elektrischen Ag* gregaten etc. Als weitere wesentliche Tatsache wird erwähnt, dass der Import ausländischer Lastwagen speziell der Kategorie von 1—4 Tonnen volkswirtschaftlich sehr interessant sei, wandern doch von einem ausländischen in der Schweiz verkauften Lastwagen im Preise von Fr. 10.000.— nur ca. Fr. 2400.— effektiv ins Ausland. Zum Beweis dieser Behauptung enthält die Eingabe nachstehende Zusammenstellung: a) Zollbetrag inkl. Zuschlag Fr. 2128.35 b) Fracht Basel—Bern i> 35.-J ' c) Einfuhrbewilligung ' i> 47.— d) Karosserie :> 2200.— e) 7 Räder >. 280.— f) 7 Pneus und Schläuche » 630.— - g) 1 Batterie » 42.— h) 1 Paar Winker « 14.— i) Gewinn des Vertreters •> 2000.— Bezugnehmend auf die Absatzverhältnisse der Lastwagen von 5 und mehr Tonnen sei der Vorteil der schweizerischen Produktion derart frappant das« es sich erübrige, hierüber weitere Worte «u verlieren. c) Lastwagen von 5 und mehr Tonnen: 1931 1932 1933 19341935 19361937 1938 Schweiwrprod.162 93 82 88 80 67 112 95 Ausl. Produkt. 14 15 10 18 4 15 1 6 In der Eingabe wird anerkannt, dass hier die Schweizer Produktion führend sei und ihr auch ein gewisser Schutz geboten werden müsse. Jene Schutzmassnahmen mussten sich jedoch allein auf diese Kategorie beschränken. Der schweizerische Anteil an dieser Kategorie beziffere sich auf über 90% des Marktes, ein genügender Beweis für die Qualität wie für den Preis. Hier wäre es ein grosses Unrecht, wenn plötzlich ein ausländisches Fabrikat den Markt im eigenen, Lande diesen . Schweizer Fabriken streitig machen würde. Was die Verwendung von ausländischen Lastwagen für militärische Zwecke anbelange, so hätten Länder wie England, Frankreich, Deutschland, Italien, Belgien, Rumänien, Russland und Spanien in den zwei vergangenen Jahren allein enorme Ankäufe von amerikanischen Lastwagen getätigt, trotzdem in verschiedenen dieser Staaten eine trössere einheimische Lastwagenindustrie bestehe. Auf Grund dieser Angaben ersuchen die Importeure ausländischer Lastwagen den Bundesrat, die Frage zu prüfen, ob nicht die Möglichkeit bestehe, dass die Einfuhr der zwei ersten Lastwagen- Kategorien gelockert werden könne, sei es in Form von Zusatzkontingenten, sei es durch Zuteilung des vollen Kontingentes und nicht nur von 50% zugunsten der zuständigen Importeure. Ferner wird verlangt, dass nach Möglichkeit bezüglich dieser beiden Gruppen die verschiedenen vom Bunde geleisteten Vorteile in Form von Subventionen und Steuerfreiheit aufgehoben oder diese Vorteile auch dem ausländischen Fabrikat geboten würden. Schlussendlich sei dahin zu wirken, dass bei Neuanschaffungen für die Bundesdienste einschliessllch Anneelieferungen nicht nur ausschliesslich Schweizer Lastwagen vorgeschrieben, sondern den Behörden die Wahl freigestellt würde. K«an«