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E_1940_Zeitung_Nr.003

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jähr. Diese 1938er

jähr. Diese 1938er Nettoeinnahme steht allerdings immer noch um mehr als Fr. 2 Mill. hinter dem Rekordergebnis des Jahres 1936 mit Fr. 45 Mill. zurück. Weniger imposant, aber immer noch einträglich, gestaltete sich der zweite aus dem Motorfahrzeugverkehr resultierende Haupteinnahmeposten des Bundesfinanzhaushaltes, nämlich die Zollerträgnisse aus der Einfuhr von Motorfahrzeugen und deren Zubehör, die sich pro 1938 wie folgt stellten: Zu- resp. Zollposition 1938 1937 Abnahme (in Franken) Motorräder 142 608 97112 +45 496 Personenautos und Lastwagen 12 647 864 12 016 922 +630 932 Karosserien 43 412 39 336 + 4 076 Elektrokarren 943 546 + 398 Traktoren 37 488 36 637 + 851 Elektr. Apparate u. Kilometerzähler 326186 296 208 29 980 Schläuche aus Gummi u. Pneus 528 532 591684 — 63152 Total 13 727 023 13 078 442 648 581 Die bei der Einfuhr von Pneus eingetretene Minderzolleinnahme ist auf die vermehrte inländische Fabrikation zurückzuführen. Immerhin ergibt sich als Gesamtresultat eine etwas erfreulichere Entwicklung des Motorfahrzeughandels im Jahre 1938. Vom 1935er Resultat (Fr. 15 397 432) ist man alerditigs immer noch um rund Fr. 1,7 Mill. entfernt. Was die Einfuhr von Automobilen anbetrifft, so gibt nachfolgende Zusammenstellung interessanten Aufschluss über die Verteilung des Einfuhrkontingentes auf die verschiedenen Fahrzeuggewichtsklassen: Zollposition: Wagen Zolleinnahmen Zu- resp. mit StOckgewIcht 1938 1937 Annahme (in Franken) Weniger als 800 kg 2 290 577 1 840 771 +449 806 Von 800—1200 k« 4 795 699 4 843 922 —48223 Von 1200—1600 kg 3 881648 3 721378 +160270 Ueber 1600 kg 1 679 930 1 610 851 + 69 079 Total 12 647 854 12 016922 630932 Der Zug zum Kleinauto hieilt also auch 1938 unentwegt an, während nicht mehr so viele mittelschwere Wagen eingeführt worden sind. Die Gesamteinnahmen des Bundes aus dem Motorfahrzeugverkehr stellten sich pro 1938 wie folgt: Art der Einnahme 1938 1937 Zunahme (in Franken) Benzdnzoll 42S33317 40 328 878 +2 604439 Zoll auf Motorfahrzeuge und Zubehör 13 727 023 13078442 + 648 581 Totaleinnahmen des Bundes 56660340 53407320 +3253020 Die Erträgnisse konnten 1938 um rund 3,25 Mill. Fr. gesteigert werden. Kantone 43 337 022 42 533 396 + 803 626 Total Bund und Kantone 99 997 362 95 940 716 4 OW «48 In Würdigung dieses Gesamtergebnisses von rund Fr. 100 Mill. werden woM nur noch die einseitigen Verfechter der Eisenbahninteressen behaupten wollen, dass die schweizerischen Motorfahrzeughalter einen ungenügenden Tribut an Bau und Unterhalt des Stfassennetzes leisten. Die 1938er Zahlen bezeugen aber auch recht eindeutig, dass ein allmählicher Abbau dieser ungeheuren finanzielleji Belastung der Automobilhaltung zu einem Wie sichern wir der Armee im Ernstfall die nötigen Fahrzeuge? Dadurch, dass der Bund stillgelegte ältere und starkmotorige Wagen aufkauft und sie instandstellt — schlägt ein Einsender vor. Man gehreibt uns: Die Armee hat sich immer auf den Standpunkt gestellt, dass die Motorfahrzeuge, welche unsere Einheiten benötigen, zur Hauptsache auf dem Requisitionswege beschafft werden sollen. Wer den gewaltigen Aufmarsch der privaten Fahrzeuge auf den Schatzungsplätzen im September miterlebt hat, dem wird der überwältigende Eindruck der Einsatzbereitschaft im Gedächtnis haften bleiben. Auch die dahintersteckende organisatorische Arbeit militärischer und kantonaler Stellen verdient Anerkennung. Da ausser den Fahrzeugen, welche nunmehr der Armee eingegliedert sind, noch immer eine grosse Anzahl privater Wagen im Verkehr stehen, drängt sich die Frage auf, nach welchen Grundsätzen die Auswahl der Armeefahrzeuge aus dem Gesamtbestand heraus getroffen worden ist. Zum voraus waren dabei alle jene Fahrzeuge auszuscheiden, welche die lebenswichtigen Betriebe und Berufe für sich benötigten. TJm bei den Personenwagen anzufangen: Da die Armee nur einen Teil der im täglichen Betrieb stehenden Personenwagen braucht, konnte sie eine weitgehende Auslese treffen. So sind nur gewisse weitverbreitete Marken mit grossen Ersatzteillagern in der Schweiz für den Militärdienst herangezogen worden, wobei man sich indessen auch hier auf die mittleren und grossen Wagen der letzten Jahrgänge beschränkte. Bei den Motorrädern nahm man hauptsächlich starke Maschinen in Dienst. Bei den Lastwagen lagen die Verhältnisse wesentlich ungünstiger. Da die Armee im Verkehr stehende Fafarieuge dieser ATt für die gänzliche Mobilmachung sehr weitgehend benötigt, blieb hier keine Möglichkeit für eine Auswahl. Die nachstehenden Ausführungen dürfen daher nur in geringem Masse Geltung auch für die Lastwagen beanspruchen. Eine nach diesen Prinzipien vorgenommene Aussiebung ergibt für den Fahrzeugpark der Armee praktisch folgendes Bild: ihr diese helfen, den Vater zurückzuhalten, dass er nicht wiader davonfährt auf lange Wochen — davonfährt irgendwohin... ohne zu sagen, wo ihn Post, ja sogar nur, wo liebe Gedanken ihn erreichen können. Hans weiss, dass sich die Mutter — kaum dass der Vater sich unten in das Auto gesetzt haben wird, um zum Bahnhof zu fahren — auf das Sofa werfen und Stunden in schluchzendem Schreien verbringen wird. Wenn sich dann Else verzweifelt und Trost stundend über die Mutter warf und sich ihre Tränen mischten, murmelte Hans etwas wie f hysterische Weiber», nahm Hut und Mantel und stürzte hinaus. Kam er dann abends spät nach Hause, dann würde es nach Hoffmannstropfen riechen in allen Zimmern, und das Personal schlich herum, als sei eine Todkranke im Haus. — Römer sieht auf die Uhr, steht auf: t Tja... also... 's wird Zeit! » « Schon ? » — springt Wanda auf. t Ja. Habe noch Kleinigkeiten zu besorgen III. Bund und Kantone. Wenn somit der Bun'd Im Berichtsabschnitt gegenüber den Kantonen, im Gegensatz zum Vorjahr, wesentlich besser davongekommen ist, so zeigt das nachstehende Gesamtresultat einmal mehr, welch wichtige Rolle letzterer im heutigen Finanzhäushalt der Eidgenossenschaft und der Stände spielt: Art der Einnahme 193S 1937 Zunahme (in Franken) Einnahmen de« Bundes 56660 340 53407 320 +3 253020 Einnahmen der Personenwagen: alles neuere Modelle, wie man sie in irgendeiner unserer Hauptstädte täglich zu sehen bekommt, im Durchschnitt alles gute, teure Wagen. Motorräder: starke Maschinen neuerer Bauart. Lastwagen: hier finden wir alles vertreten, vom neuesten Diesetwagen bis zu den Benzinfresserh von 1920. Gut vier Monate sind nun vergangen, seitdem unsere Armee mobilisiert hat. Die Staatsmänner der kriegführenden Länder rechnen mit einem jahrelangen Ringen. Wir haben keinen stichhaltigen Grund, wesentlich optimistischer zu sein, aber wenn nicht alles trügt, bleiben uns noch einige Monate Zeit, um unsere Vorbereitungen ungestört fortsetzen zu können. Vorbereiten heisst jedoch nicht diskutieren und werweisen, sondern handeln und nochmals handeln. Eines steht fest: würden wir plötzlich in den Krieg hineingezogen, dann wäre das gleichbedeutend mit grossen Verlusten an Material, und zwar vor allem an empfindlichem Material. Empfindlich aber sind gerade unsere Motorfahrzeuge. Woher dann den dringend notwendigen Ersatz nehmen? Aus dem Hinterland! Dort können wir holen, allerdings nur unter der Voraussetzung, dass etwas und liebe kein Maschinmtempo, wenn die Fabrik erst hinter mir liegt... Also Wanda — brav sein... wird schon nichts sein mit der Operation... weisst ja, dass sie jedes Jahr droht, gerade wenn ich vor der Abreise stehe.» Hans blickt erstaunt zum Vatsr auf. Ein ganz ungewohnter Humor hat in seiner Stimme mitgeschwungen... doch nein ! Vaters Gesicht ist ruhig und streng wie immer. « Und du, Else. •. sorge dafür, dass Mutter bald mit dir verreist... Ich habe den Chauffeur vorhin ins Reisebüro geschickt, Prospekte holen... sucht euch einen netten Fleck aus !... Los, meinen Mantel, Hans 1» Wanda steht da mit ineinander verschlungenen, verkrampften Händen. Noch nie hat sie so gelitten. Noch nie ist ihr der Abschied so unsäglich schwer gefallen. Draussen schrillt das Telephon. Der Diensr meldet! «Herr Fehling ist am Apparat. Es wäre ganz dringend... Ob Herr Direktor schon abgereist seien... ? » AUTOMOBIL-REVUE DIENSTAG, 16. JANUAR 1940 — N° 3 i vorhanden ist. Schwer dürfte es halten, dem Hinterland die dort benötigten gebrauchsfähigen Lastwagen auch noch zu entziehen. Warum, ist unser Heer übermotorisiert? Im Gegenteil, aber unsere Privatwirtschaft leidet an «Untermotorisierung», wenn ich so sagen darf. Wo die Ursachen dieser Erscheinung liegen, das pfeifen die Spatzen von den Dächern. Die gesetzlichen Schikanen und die planmässig betriebene Darniederhaltung des motorisierten Strassenverkehrs, vor allem der Lastwagentransporte, rächen sich heute schwer. Diensttaugliche Motorräder werden sich auch, nicht mehr viele auftreiben lassen, ein paar wenige ausländische Maschinen vielleicht, aber ohne Ersatzteile. Hier trifft die Schuld vor allem den übersetzten Benzinpreis und die übermässig hohen Steuern und Versicherungen für starke Motorräder. Bei den Personenwagen dürften wir bei der Suche nach Ersatz auf eine grosee Anzahl Kleinwagen stossen, die aber wegen zu geringer Leistung für die Armee aus»er Betracht fallen. Weshalb nicht mehr grosse Personenwagen im Verkehr stehen, diese Erscheinung geht auf die gleichen Gründe zurück, welche auch die Verbreitung der starken Motorräder gehemmt haben. Daneben schlummern aber in unzähligen Garagen, Werkstätten und sogar auf Autofriedhöfen eine grosse Zahl geräumiger, starker Wagen äteren Jahrgange, die wohl der Ueberholung bedürfen, aber immer noch fahrbereit gemacht werden könnten. Diese Fahrzeuge sind wegen zu teuren Unterhalts und zu hoher fiskalischer Belastung aus dem Verkehr verschwunden. An sich könnten sie der Armee sehr gute Dienste leisten; von einem Tag auf den andern aber lassen sie sich nicht zu neuem Leben erwecken, weil sie, wie gesagt, zuerst überholt werden müssten. Um die Aussichten auf Ersatz steht es somit wenig erfreulich. Und doch ist dieser Ersatz für die Armee lebenswichtig. Die Aufgabe lautet daher; wie verschaffen wir ihn uns ? Ein Weg bestände in der Fabrikation oder in der Einfuhr neuer Fahrzeuge. Die Kaufkraft und Kauflust weiter Kreise ist aber stark zurückgegangen. Dem Bund würde aus der Neuanschaffung eine gewaltige Belastung erwachsen. Ein zweiter Weg Hesse sich damit beschreiten, dass man möglichst viele der heute von der Armee benötigten Fahrzeuge entliesse. Dass diese den Erfordernissen des Heeres genügen, ist erwiesen. In der Hand ihrer Eigentümer bedeuteten sie eine Reserve, auf die wir jederzeit sofort greifen könnten. Woher aber die Fahrzeuge nehmen, deren sich die Armee heute bedienen soll ? Mein Vorschlag geht dahin, dass der Bund sämtliche Fahrzeuge, die sich noch tut instandstellen lassen, aus Garagen usw. aufkauft, und zwar zum Handelswert vom August dieses Jahres. Meiner Auffassung nach Hessen sich Hunderte von Personenwagen in der Preislage von 200 bis 400 Fr. finden, welche mit einem Aufwand von nochmals 200 bis 300 Fr. wieder hergerichtet werden können, dass ßie den dienstlichen Anforderungen vollauf genügen. Diese Reparaturarbeiten erheischen aber Zeit und es wäre daher unumgänglich, sofort damit zu beginnen. Auch die Ersatzteilbeschaffung mag Schwierigkeiten bereiten. Ein Ding der Unmöglichkeit ist sie aber nicht, da heute auch ausländische Ersatzteile noch immer erhältlich sind. Um die wirtschaftliche Seite meines Vorschlag» anhand eines Beispiels zu illustrieren : Der Bund hat ein Automobil requiriert. Es wird mit 5000 Fr. eingeschätzt (nicht etwa eine Phantasiezahl; es gibt requirierte Armeepersonenwagen im Werte bis zu 10.000 Fr.). Das Fahrzeug bleibt ein Jahr im Dienst. Pro Tag wird ein Promille des Schatzungswertes als Mietgeld vergütet. Nach einem Jahr hat der Bund für diesen einen Wagen 1825 Fr. nur an Entschädigung ausbezahlt. Dazu kommen noch die Aufwendungen für Reparaturen, Bereifungen usw. Nehmen wir nun an, der Bund kaufe nach meinem Vorschlag einen Gelegenheitswagen zum Preise von 300 Fr., wobei für die Instandstellung nochmals 300 Fr. hinzukämen, so beliefen .sich die Totalkosten auf 600 Fr. Diese Anschaffung amortisiert sich in unserm Vergleichsbeispiel in vier Monaten. Daneben laufen heute noch Personenwagen in der 'Armee, deren Einschatzungs-wert, wie oben erwähnt, bis zu 10.000 Fr. erreicht. Ich überlasse dem Leser die Ausrechnung der Amortisationsdauer, wenn solche Fahrzeuge mit zum Vergleich herangezogen werden. Diejenigen dieser angekauften Wagen, welche die Demobilmachung überleben, können entweder als Abbruch verkauft werden oder für Friedenskurse Verwendung finden. In den letzten Jahren haben für die Wiederholungskurse immer Fahrzeuge eingemietet werden müssen, weil nicht genügend Militärwagen vorhanden waren. Für Friedensdienst erhält der Besitzer gestellter Fahrzeuge sogar 3 Promille der Schatzungssumme. Diese Ausgaben könnten somit gespart werden, und auch hier wieder zeigt sich meine Idee als durchaus lebensfähig. Fassen wir zum Schlues nochmals zusammen, so sehen wir, dass die Armee heute mit Privatfahrzeugen ausgerüstet ist, für deren Miete der Bund grosse Summen aufwenden muss. Sollten diese Fahrzeuge durch feindliche Einwirkung teilweise vernichtet werden, so würden wir vor die Tatsache gestellt, daes wir dringend Ersatz' an Fahrzeugen benötigen, dass jedoch Ersatz an diensttauglichen Fahrzeugen nicht erhältlich wäre. Um diesen Ersatz trotzdem sicherzustellen, habe ich vorgeschlagen, unsere Ms heute benützten Fahrzeuge soweit möglich den Besitzern zurückzugeben; diese Fahrzeuge sollen durch alte, von der Armee wieder instandgestellte Wagen ersetzt werden. Praktisch stellen sich der Ausführung meines Vorschlages keine unüberwindlichen Hindernisse entgegen und finanziell «würde sie unserem Staate grosse Einsparungen ermöglichen. Nütz den Tag, gilt auch hier. Wo die Verteidigung des Landes auf dem Spiele steht, dürfen persönliche Interessen und kein Hindernis bilden. Bequemlichkeiten H. St « Ja », sagt Römer kurz. « Aber, Vater ! » begehrt Else auf. Römer wirft den Mantel ungeduldig auf den Sessel: « Also schön — umstellen ! » Er geht zum Tischapparat '• « Hier Römer. Aber rasch, ich habe keine ZsiU... Was?... Ich soll in die Fabrik kommen?... loh?... Jetzt?... Sind Sie blödsinnig ? Wozu denn ?... Na, so reden Sie doch zum Donnerwetter ! » In Wandas Augen leuchtet ein Hoffnungsstrahl auf. Irgend etwas war in der Fabrik vorgefallen... irgend etwas .sehr Unangenehmes ... man brauchte ihren Mann... er konnte nicht abreisen... er würde nicht abreisen ... er stand ja auch sonst Tag und Nacht zur Verfügung, "wenn das Werk ihn brauchte !... Von ihr aus hätte jetzt die ganze Fabrik in Flammen aufgehen können, wenn diese Flammen ihrem Manne den Weg in die Freiheit verrammten. Sie greift nach der Hand der Tochter, presst siä in der ihren. (Fortsetzung folgt) s» «M Vorboten der Rennsaison. In Meran fand in den letzten Tagen eine Fühlungnahme zwischen dem deutschen Korpsführer Hühnlein und führenden Persönlichkeiten des italienischen Motorsports statt, um die Aussichten für die neue Rennsaison zu erörtern. Es wurde bei dieser Gelegenheit bekanntgegeben, dass die deutschen Firmen die Absicht haben, internationale Rennen zu beschicken. Italienischerseits verlautete, dass Alfa Romeo mit den neuen resp. verbesserten Modellen herauskommen wolle und Maserati wird ebenfalls mehrere Wagen zur Verfügung haben. Ebenso wurde bekannt, dass im Falle der Abhaltung von Rennen der Italiener Tazio Nuvolari wieder für Auto-Union starten wird. Internationaler Rennsportkalender garniert sich. Ausser Italien haben nun auch die Vereinigten Staaten von Nordamerika, Spanien und Rumänien Daten von internationalen Rennen angemeldet Der spanische Automobil - Grand - Prix, der seit dem Ausbruch des Bürgerkrieges nie mehr ausgetragen wurde, soll dieses Jahr wieder ausgeschrieben werden und als Rennstrecke ist die Montjuich-Rundstrecke bei Barcelona in Aussicht genommen. Der internationale Rennkalender pro 19-40 präsentiert sich nun wie folgt: 7. April: Targa Florio in Italien. — 28. April: Tausendmeilen-Rennen von Brescia. — 12. Mai: Grosser Preis von Tripolis. — 30. Mai: Grosser Preis von Indianapolis. — 4. August: Coppa Ciano in Livorno. — 18. August: Coppa Acerbo in Pescara. — 8. September: Grosser Preis von Italien in Monza. — 29. September: Grosser Preis von Spanien in Barcelona. — 6. Oktober: Feleac-Berfrennen in Rumänien. Äa« «f«»n Hantonen Die baselstädtischen Verkehrsunfälle im Jahre 1939. Nach den Zusammenstellungen der Verkehrgabteilung des Polizeiinspektorates haben sich im Laufe des Jahres 1939 insgesamt 1115 Verkehrsunfälle ereignet, was gegenüber dem Vorjahre einer Verminderung um 201 entspricht Diese Reduktion ist eine Folge des allgemeinen Rückganges des Motorfahrzeugverkehrs während den ersten Mobilisationsmonaten. Diese 1115 Verkehrsunfälle verursachten den Fahrzeugen Sachschaden im Gesamtbetrag von Fr. 206138 oder Fr. 24 000 weniger als im Vorjahre, hierbei wurden 634 Personen verletzt, wovon 11 (11) tödlich. An diesen Vorkommnissen waren 731 Personenwagen beteiligt An zweiter Stelle folgen die Radfahrer mit 630 Unfällen, durch die 333 Personen verletzt und 3 getötet wurden. Mit 213 Unfällen stehen an dritter Stelle die Lastwagen, alsdann mit 185 die Fussgänger, von denen 169 verletzt' und 6 getötet worden sind. Weiterhin waren 153 Lieferungswagen mit 3 verletzten Chauffeuren an den Verkehrsunfällen beteiligt, dann weiterhin 138 Tramwagen, 80 Motorradfahrer (43 Verletzte), 28 Pferdefuhrwerke und 19 Traktoren. Des weitem waren an den Strassenunfällen 7 Autobusse, 4 Handkarren und in einem Fall die Eisenbahn beteiligt. Der Grossteil der Unfallursachen ist bedingt durch die fortgesetzte Missachtung der bestehenden Verkehrs Vorschriften. Mehr nolzgaswagen ! Die Geschäftsprüfungskommission des Zürcher Gemeinderates tritt mit der Anregung an die Behörden heran, es möchten künftig beim Ersatz von Benzinlastwagen in vermehrtem Masse Waeen mit Holzgasantrieb angeschafft werden. Kriegswirtschaft im Ausland Der Einfluss des europäischen Krieges auf die amerikanische Autoindustrie. Der produktionsfördernde Einfluss des europäischen Krieges auf die amerikanische Auto-Industrie lässt keine Analogien mit den Jahren 1914/18 zu, da damals die Motorisierung der Armeen nicht entfernt die Rolle spielte wie im fegenwärtigen Krieg. Aber schon jetzt glauben die Produzenten, dass sich infolge der erhöhten Aufträge die Preise noch weiter senken lassen werden, so dass auch der Inlandsabsatz eine neue Ausweitung erfahren wird. Ausserdem aber hat die amerikanische Armee, die bisher nur unvollkommen motorisiert ist, selbst starken Bedarf an Motoren und Fahrzeugen, auch dieser Faktor trägt zu einer weiteren Produktionsausweitung bei. Allerdings verhindert das Verbot der Ausfuhr amerikanischer Waren auf amerikanischen Schiffen den Export in einem Umfang, wie er an sich dem Bedarf Englands und Frankreichs entspräche. Um den Ausfuhrbeschränkungen auszuweichen, sind die Fabriken auf einen Trick gekommen: Von Detroit, das an der kanadischen Grenze liegt, werden die fertigen Wagen über die Grenze geschoben; damit lässt sich eine Verletzung des Transportgesetzes umgehen, die Wagen geraten auf kanadisches Gebiet, und von dort aus können sie ohne weiteres nach einem der alliierten Staaten weiterbefördert werden. Verbesserung der Verkehrsverbindungen Deutschland-Russland mit Hilfe von Autobahnen. Kürzlich sind die Vorarbeiten für die Erstellung einer Reichsautobahn in Angriff genommen worden, die der Beschleunigung des Warenverkehrs zwischen Deutschland und Sowjetrussland dienen soll. Die Bahn wird als Abzweigung der Reichsautobahn Berlin-Stettin beginnen, über den Korridor nach Königsberg und von dort nach der U.d.S.S.R. weiterlaufen. Weiter südlich ist die Anlage weiterer Autostrassen geplant, unter anderm von Breslau über Oberschlesien nach Krakau, um von dort die Verbindung mit der Ukraine herzustellen.

N°3 — DIENSTAG, 16. JANUAR 1940 AUTOMOBIL-REVUE Der Entwicklungsstand des Flugmotorenbaues bei Kriegsbeginn n.*> In der Leistungsklasse von 250 bis 600 PS Höchstleistung sind nur luftgekühlte Motoren zu finden, wobei zu beachten ist, dass bei Neukonstruktionen immer mehr die Reihenmotorbauart Anwendung findet. Gewöhnlich werden als Ausgangspunkte für die Entwicklung solcher Typen die Standardformen der 4- und 6-Zylinder-Reihenmotoren aus der Leistungsklasse bis 250 PS angewendet, indem man zwei dieser Motoren unter einem Winkel von 60° miteinander vereinigt, wie dies durch die in Abb. 3 und 4 beschriebenen Baumuster dargestellt wird. Abb. 3. Luftgekühlter 8-Zyhnder-Reihenmotor Typ HM 508 D. dessen Zylinder in zwei Reihen unter einem Winkel von 60° V-förmig angeordnet sind. Dieser Motor wurde aus dem Baumuster 504 A 2 (Abb. 1) entwickelt. Er ist mit einem Bodenlader versehen, während derselbe Motor unter der Typbezeichnung HM 508 C mit einem Gebläse für 2500 m Gleichdruckhöhe ausgerüstet ist, wobei die Uebersetzung von Kurbelwelle: Ladewelle 1 :3,86 beträgt Abmessungen, Gewichte und Leistungen: Bohrung 105 mm, Hub 115 mm, gesamter Zylinderinhalt 7,968 1, Verdichtungsverhältnis 1:6; grösste Länge 1292 mm, grösste Höhe 795 mm, grösste Breite 683 mm, Trockengewicht 208 kg, Einheitsgewicht 0,74 kg/PS, Spitzenleistung 280 PS bei 3100 U/min, Dauerleistung 225 PS bei 2875 U/min, normale Drosselleistung 200 PS bei 2770 TJ/min, Brennstoffverbrauch bei Drosselleistung 214 g/PSh, Schmierstoffverbrauch bei Drosselleistung 5 g/PSh. (Wirth-Werkaufnahme.) Grösstenteils werden die Motoren dieser Leistungsklasse als ausgesprochene Höhenmotoren, jedoch auch als Normalmotoren gebaut. Während in der Klasse bis 250 PS Grenzleistung keine Schnelläufer konstruiert werden, so ist in der Stärkeklasse zwischen 250 und 600 PS ein ausgesprochener Schnellläufer, nämlich der englische „Rapier" von 385 PS Höchstleistung bei 3900 U/min vertreten. Es ist dies ein luftgekühlter 16- Zylinder-Reihenmotor in H-Form, d. h. es sind hier vier 4-Zylinder-Reihenmotoren zu einem Block in H-förmiger Anordnung vereinigt. Wie bereits erwähnt, wird in der Leistungsklasse von 250 bis 600 PS der fast ausnahmslos als 7- oder 9-Zylindermotor gebaute Sternmotor durch den Reihenmotor mit hängenden Zylindern immer mehr verdrängt, so dass allgemein nur noch bewährte Motoren bekannter Bauarten hergestellt werden. Die langen Wännefliesswege in den grossen Kolbenböden führen bei hohem zeitlichem Wärmeumsatz zu untragbaren Temperaturen, so lange der unmittelbar gekühlte Kolben noch fehlt. Die Ueberlegenheit des kleinen Zylinders hinsichtlich seiner Wärmeabfuhr bei unmittelbarer Luftkühlung ist bekannt und auch zahlenmässig erforscht. Infolge dieser Erkenntnis hat hier ein bedeutsamer Abschnitt in der Entwicklung der luftgekühlten Flugmotoren begonnen, wie dies die neuesten Bauformen der aus den 4- und 6-Zylinder-Einreihenmotoren entwickelten 8- und 12-Zylinder-Zweireihenmotoren erkennen lassen. Statt weniger grosser, wärmetechnisch schwacher, verwendet man mit Vorteil für die gleiche Leistung viele kleine Zylinder, deren überlegene Kühlleistung mit Hilfe starker Aufladung für höchsten zeitlichen Wärmeumsatz sich nutzbar machen lässt. Allerdings bedarf es dabei sorgfältiger Berechnungen, sollen Zylinderzahl, Leistungsausbeute und Gewicht den fliegerischen Bestwert darstellen. Für Leistungen über 600 PS werden fast ausschliesslich Höhenmotoren mit Turbo- Abb. 8. Flüsslgkeitsgekühlter 12-Zylinder-Reihenmotor Typ 12 T-drs, mit V-f5rmiger, stehender Anordnung der Zylinderreihen unter einem Winkel von 60°, mit Untersetzungsgetriebe und Gebläse für Dauerleistung in 3250 m Gleichdruckhöhe. Abmessungen, Gewichte und Leistungen: Bohrung 150 mm, Hub 170 mm, gesamter Zylinderinhalt 36 1; grösste Länge 1723 mm, grösste Breite 764 mm, grösste Höhe 945 mm; Trockengewicht 471 kg, Einheitsgewicht 0,536 kg/PS, Höchsleistung in Bodennähe 1295 PS, Dauerleistung in Gleichdruckhöhe 860 PS bei 2400 U/min der Kurbelwelle und entsprechend der Untersetzung der Luftschraubenwelle mit 1600 U/min der Luftschraube. Brennstoffverbrauch in Gleichdruckhöhe bei Dauerleistung 285 g/PSh, Schmierstoffverbrauch 6 g/PSh. (Photo «Hispano-3uiza».) Abb. 9. Das neueste Motorenmuster in der Leistungsklasse von über 600 PS ist ein von «Hispai, - Suiza» entwickelter, flüssigkeitsgekühlter 24-Zylinder-Reihenmotor mit H-förmiger Anordnung der Zylinderreihen und einer Leistung von über 2000 PS. Dieser Motor wurde besonders als Triebwerk für Langstrecken-Bombenflugzeuge grösster Tragfähigkeit entwickelt. Die Zylinderblöcke sind vom Baumuster 12 Y - drs (Abb. 6) übernommen worden. Wie beim Napier «Dagger • sind auch hier, zwei Kurbelwellen vorhanden, jedoch für den Antrieb der Luftschrauben zwei verschiedene Ausführungen vorgesehen. Die zu übertragenden Drehkräfte der beiden Kurbelwellen können entweder über ein Getriebe direkt für den Antrieb einer Luftschraube dienen, oder aber zwei verschiedene, im' entgegengesetzten Drehsinn zueinander laufende Luftschrauben antreiben, wobei die eine Luftschraubennabe auf Wälzlagern in der anderen, rohrförmigen Nabe läuft Bei dieser Anordnung laufen die beiden Luftschrauben also in entgegengesetztem Drehsinn, wodurch deren Kreiselwirkung aufgehoben wird- »Dieser Motor ist das stärkste Flugzeug-Triebwerk, welches bis heute für eine serienmässige HersteUupg entwickelt,wurde. (Photo. «Hispano-Suiza».) geblasen für Gleichdruckhöhen bis zu 4000 m hergestellt. Bei den Sternmotoren wird je länger je mehr die Doppelreihenbauart mit 14 oder 18 Zylindern bevorzugt, während bei den Reihenmotoren, welche im Gegen- Abb. 4. Lüftgekühlter 12-Zylinder-Reihenmotor, Typ 12 R-01 mit hängenden Zylindern bei V-förmiger Anordnung unter 60°. mit Gebläse und Untersetzungsgetriebe, aus dem Baumuster 6 Q - 06 (Abb. 2) entwickelt. Abmessungen, Gewichte und Leistungen: Bohrung 120 mm, Hub 140 mm, gesamter Zylinderinhalt 19 1, Verdichtungsverhältnis 1 :6,4; grösste Länge 2072 mm, grösste Höhe 941 mm, grösste Breite 695 mm; Trockengewicht 439 kg, Einheitsgewicht 0,879 kg/PS, Höchstleistung in Bodennähe 650 PS, Spitzenleistung in Gleichdruckhöhe von 3600 m, 450 PS bei 2500 U/min, Dauerleistung in Gleichdruckhöhe 400 PS bei 2400 U/min, normale Drosselleistung in Gleichdruckhöhe 350 PS bei 2300 U/min, Brennstoffverbrauch bei Drosselleistung 255 g/PSh, Schmierstoffverbrauch bei Drosselleistung 8 bis 10 g/PSh. (Photo «Renault».) Schweissungen von Zylinderblöcken und schwierigen Gußstücken sind seit Jahren «ineSpeuns«rcts Hausat zlolliat Keine in Spannu neren ngen. Garant!* l»r Haltbarkeit Abb. 7. Flüssigkeitsgekühlter 12-Zylinder-Reihenmotor Typ DB 600, mit V-förmiger, hängender Anordnung der • Zylinderreihen unter einem Winkel von 60°, mit_ Untersetzungsgetriebe und Gebläse für Dauerleistüng in. 4000 m Gleichdruckhöhe. Abmessungen, Gewichte und Leistungen: Bohrung 150 mm, Hub 160 • mm, gesamter Zylinderinhalt 33,9,1; grösste Länge 1720 mm, grösste Breite 712 mm, grösste Höhe 1000 mm; Trockengewicht 565 kg, Einheitsgewicht 0,56 kg/PS, Höchstleistung in Bodennähe 1050 PS, Dauerleistung in Gleichdruckhöhe 800 PS bei 2200 U/min der Kurbelwelle und entsprechend der Untersetzung der Luftschraubenwelle mit 1400 U/min der Luftschraube. Brennstoffverbrauch in Gleichdruckhöhe bei Dauerleistung 240 'g/PSh, Schmierstoff verbrauch 8 g/PSh. (Werkaufnahme «Mercedes-Benz».) Abb. 5. Luftgekühlter 14-Zylinder-Doppelreihen- Sternmotor Typ 14 AA -10, mit Gebläse für Gleichdruckhöhe von 4000 m, aber ohne Getriebe. Abmessungen, Gewichte und Leistungen: Bohrung '55,6 mm, Hub 170 mm, gesamter Zylinderinhalt i5,24 1; grösster Durchmesser 1267 mm, grösste länge 1560 mm, Trockengewicht 620 kg, Einheitsgewicht 0,539 kg/PS, Höchstleistung in Bodennähe 1800 PS (Startleistung nur während höchstens 5 Min. ausnutzbar), Dauerleistung in Gleichdruckhöhe 1080 PS bei 2000 U/min, Brennstoffverbrauch 265 g/PSh, Schmierstoffverbraueh 7 g/PSh. (Photo «Hispano-Suiza».) *) Vergeiche Automobil-P-vue Nr. 2. -ZORIH JUNncn & f CnBcRÄSJS!? Abb. 8 Luftgekühlter 24-Zylinder-Reihenmotor Typ «Dagger» in H-Form mit Getriebe und Gebläse für Gleichdruckhöhe von 3000 m. • Abmessungen, Gewichte und Leistungen: Bohrung 97 mm, Hub 95 mm, gesamter Zylinderinhalt 16,841, grösste Länge 1878 mm, grösste Breite 680 mm, grösste Höhe 1215 mm; Trockengewicht 630 kg, Einheitsgewicht 0,63 kg/PS, Höchsleistung in Bodennähe 1000 PS bei 4200 U/min. Dauerleistung in Gleichdruckhöhe 925 PS bei 4000 U/min und einem Brennstoffverbrauch von 265 t/PSh, Schmierstoffverbrauch 10 bis 12 g/PSh. (Photo «Napir».)