Aufrufe
vor 8 Monaten

E_1939_Zeitung_Nr.088

E_1939_Zeitung_Nr.088

m AUTOMOBIL REVUE

m AUTOMOBIL REVUE MITTWOCH, 27. DEZEMBER 1939 — N° 88 Silhouetten um die Jahreswende denden Rückenteil angesetzt. Die Jacke folgt dieser Linie und Ist auf der glänzenden Seite verwendet. Das klassische Velourschiffon-Kleid mit Spitzenkragen ist ganz Prinzess gearbeitet (4). Knapp unter den Hüften Ist der seitlich stark gezogene Rock angesetzt. Der Rücken und der mit Strassknöpfen besetzte Vorderteil sind glatt. Oft sind die Glocken am Vorderteil gesammelt (5). Bei diesem originellen Nachmittagskleid ist der ganz glatte Rücken pastellblau, der weite Vorderteil tabakbraun. Die «Grenze» verläuft an den Seitennähten und ist durch grobe Seidenstiche betont. Im Nacken und an der Taille sind zwei an den Vorderteil angeschnittene Schleifen gebunden. Die «Weife» Ist auf leden Fall vorhanden, denn die Mode lässt sich nicht gern Beschränkungen auferlegen, und niemand will sackartige, reizlose Hüllen sehen oder gar anziehen. Man macht den Forderungen der Zeit nur eine kleine Konzession« die Weite, ob sie gezogen, glockig oder in Falten gelegt ist, konzentriert sich an einer bestimmten Stelle, vorne, seitlich oder an der Rückenansicht. Sie kann an den Hüften entspringen, erst in Knie- höhe erscheinen oder schon an der Taue anfangen. Man trägt alle Arten von neuartig geschnittenen und drapierten Capes (1). Meist im Rücken weit ausschwingend beginnen die Falten schon in Schulterhöhe. Das immer beliebte, stark abstehende Bolero aus buntkariertem Taft erscheint zu einem dunklen Nachmittagskleid (2). Dazu wird ein kleines Federbarett getragen. An das mattseitig gearbeitete Satinkleid |3) ist ein verschwenderisch gezogener Teil an den bogenförmig en- I.'I.Ü7 Der Reiseverkehr in Italien Man berichtet uns aus Italien, dass die kompetenten Behörden des Reiseverkehrs beschlossen haben, die touristische Propaganda, welche bei Beginn der Feindseligkeiten eingestellt wurde, dieser Tage in gewissen neutralen Ländern - ihr Land einbezogen - wieder aufzunehmen. Diese Tatsache wird als gutes Omen für die Mitarbeit aller Länder betrachtet, welche vom Krieg verschont blieben. Die Mitarbeit ist heute im Gebiete der Propaganda erwünschter denn je, einerseits weil von den kriegführenden Nationen dieses Jahr keine Vergnügungsreisende erwartet werden können und anderseits, weil Handel und Reiseverkehr seit langer Zeit zwei intim verbundene Elemente der Beziehungen der Völker darstellen. Für alle Reisenden ist Italien in der gegenwärtigen Lage ein ideales Aufenthaltsland. Dank der vorsehenden Massnahmen wird das Leben vor unangenehmen Einschränkungen geschützt. In der Tat funktionieren die Verkehrsmittel und die öffentlichen Dienste sehr regelmässig; sie sind genügend und erfolgen mit einer Pünktlichkeit, an welche man schon seit Jahren gewöhnt ist; man verfügt in den Hotel* und Restaurants über eine Tafel von üblichem Ueberfluss und unveränderter Qualität. Man darf auch das Interesse, welches den Vorbereitungen für die grosse Weltausstellung von 1942 zukommt, nicht vergessen. Ausserdem denkt man an die bevorstehenden Veranstaltungen für das Jahr 1940, deren Daten bereits festgesetzt sind und welche für den Handel wie für die Touristik von Bedeutung sind; wir erwähnen hier nur drei der wichtigsten: Die «Triennale» in Neapel (Kolonialausstellung), die Mailänder-Messe und die Kunstund Kunstgewerbeausstellung in Mailand. Wichtig ist auch die Zahl der sportlichen und künstlerischen Veranstaltungen, welche dem Italienreisenden viel Anziehendes bieten. Kurz gesagt, Italien kann als ideales Land für Reisen aller Arten bezeichnet werden, trotz oder vielleicht gerade wegen der gegenwärtigen Lage. schlacht zu stellen. Sie haben dem Gegner die Kenntnis des Gebietes voraus und führen einen unerbittlichen Guerillakrieg zur See. Unaufhörlich greifen ihre kleinen, wendigen Schiffe die grossen Galeonen an und fügen ihnen schwere Verluste zu. Ihre Manövrierkunst feiert Triumphe. Medina- Sidonia bleibt nichts anderes übrig, als im Hafen von Calais Zuflucht zu suchen, um sich dort mit der Flotte des Herzogs von Parma zu vereinigen. Dieser jedoch vermag nicht auszulaufen, da die Holländer die belgischen Häfen blockieren. Aber , auch im Hafen lassen ihm die Engländer keine Ruhe. Mit Brandern rücken sie seinen grossen Schiffen zu Leibe, und in dieser Gefahr verliert der unerfahrene spanische Admiral vollkommen den Kopf. Er gibt seinen Schiffen Befehl, die Ankertaue zu kappen und ins offene Meer zu steuern. In dieser Situation gerät die stolze Armada in einen furchtbaren Südweststurm, der die Schiffe den Kanal hinuntertreibt, die Verbände löst, die Schiffe in Kollision miteinander bringt und zahllose Fahrzeuge auf Klippen und Sandbänken scheitern lässt. In das Gewühl der hilflosen Schiffskörper feuern die Engländer gut gezielte Salven, während die spanische Artillerie auf den schwankenden Schiffen nicht zuhi Wirkungsfeuer gelangt: die Schüsse liegen meist zu hoch und gehen über die kleinen englischen Fahrzeuge hinweg. In fortgesetzten Angriffen setzen die Engländer der Flotte dermassen zu, dass ihre Einwirkung sich am 8. August zu einem entscheidenden Sieg gestaltet. Die Armada flieht. Erfahrene Seeleute der spanischen Flotte raten dem Admiral, deutsche Häfen — jene der Hansastädte — anzulaufen, dort Schutz zu suchen, um später den Kampf wieder aufzunehmen, wenn die Schiffe repariert und wieder seetüchtig geworden sind. Medina-Sidonia bleibt allen diesen Ratschlägen gegenüber taub. Er sieht keine andere Wahl, als seine stark beschädigten Riesenschiffe dem Südwind zu überlassen, die Nordspitze Schottlands zu umsegeln und auf diese Weise zu versuchen, nach Spanien zu entkommen. Er ist derart von Furcht erfasst, dass er aus lauter Angst zu dem schwierigsten und kühnsten Unternehmen greift. So tritt die Flotte die Fahrt nach dem Norden an, und der grösste Teil der noch verbliebenen Schiffe scheitert im Sturm an den Küsten von Schottland und Irland. Nur Trümmer der «Unüberwindlichen» kehren nach Spanien zurück. Im ganzen sind es 50 Schiffe mit 10 000 Mann Besatzung, aber auch diese Fahrzeuge sind so beschädigt, dass sie ihre Seetüchtigkeit verloren haben. Man muss sie zum alten Eisen werfen. Alle anderen sind den Stürmen und den englischen Geschützen zum Opfer gefallen. Von den englischen Schiffen ist nicht ein einziges genommen oder versenkt worden. Die Verantwortung für diese in der Geschichte einzig dastehende Niederlage fällt ganz auf den Herzog von Medina-Sidonia und auf den König selbst. Wohl aus diesem Gefühl der Schuld heraus hat Philipp dann den geschlagenen Admiral mit den hochherzigen Worten empfangen: «Fassen Sie sich, wir haben Sie gegen Menschen, nicht gegen Stürme und Klippen gesandt!» Die Vernichtung der Armada leitet den Untergang der spanischen Weltmacht ein. Ein neuer Stern steigt am Himmel auf: England. Der Kampf gegen die V-Boote Dem aufmerksamen Beobachter wird es nicht entgehen, dass die Versenkung der gegnerischen Handels- und Kriegsflotte durch die deutsche U- Bootwaffe bei weitem nicht mehr jene Kadenz aufweist, wie in den Jahren 1917 und 1918, zur Zeit des uneingeschränkten U-Bootkrieges. Damals verschwanden innert 18 Monaten mehr als 10 Millionen Tonnen in den Fluten des Atlantischen Ozeans, des Mittelmeeres und der Nordsee, oder pro Monat weit Ober 500000 Tonnen. Die Ursache kann nicht bei den U-Booten liegen. Sie sind rund 50 Prozent schneller als damals sowohl unter wie auf dem Wasser, sie tauchen rascher und etwa dreimal so tief, ihr Aktionsradius ist grösser, die Schiessgenauigkeit wurde weiter entwickelt, auch hat sich die Grössenskala nach unten wie nach oben merklich erweitert, wodurch eine bessere Anpassung jeder Einheit an ihre besondere Aufgabe ermöglicht wurde. Wenn die praktischen Resultate trotz dieses 21- jährigen Fortschrittes hinter den früheren merklich zurückstehen, so liegt der Grund vor allem darin, dass der Waffe ihre Abwehr vorausgeeilt ist. Bekannt ist, dass das Flugzeug — gute Sicht vorausgesetzt — die U-Boote auch dann zu entdecken vermag, wenn sie in grösserer Tiefe liegen. Je nach den Verhältnissen signalisieren sie den Standort einem der Verfolgerschiffe oder greifen sie mit Schnellfeuerkanonen, Bomben und neuerdings auch Torpedos an. Die TJnterwassergranate Hegt quer auf einem Träger, der in den Mörser hineinragt. Das untere Ende des Mörsers steht mit der Expensionskammer von geringerem Kaliber in Verbindung, wo das Pulver unter hohem Druck verbrennt Von hier aus überträgt eich der Druck auf den Mörser. Der Träger und die Granate werden unter der Gaswirkung des Pulvers gleichzeitig geworfen; der leichtere Träger fällt vor der Granate ins Wasser. Die Zeitzündung •wird vor dem Abwurf der Granate eingestellt Als eigentliche Jagdschiffe müssen die Destroyers betrachtet werden, schnelle, wendige Einheiten von 800 bis 1600 Tonnen Wasserverdrängung und einer Spitzengeschwindigkeit von annähernd 40 Knoten, womit sie nicht weit hinter derjenigen der Torpedos zurückbleiben. Wo Destroyers und U-Boote zusammentreffen, gibt es für dies letztere kaum mehr etwas anderes als die Flucht, und zwar unter Anwendung aller erdenklichen Schliche und Tricks, welche die geringere Geschwindigkeit kompensieren können. Die Unterseeboote haben aus Gründen der Navigationsfähigkeit eine verhältnismässig schwache Panzerung und sind deshalb nicht nur gegen Torpedos, sondern auch leichtere Geschosse äusserst empfindlich. Seitdem die Unterwasserbombe ihre praktische Eignung erwiesen hat, hilft oft auch raschestes Tauchen nicht mehr. Dieser Sprengkörper besteht aus einem dünnwandigen Zylinder von etwa einem halben Meter Durchmesser und enthält bis 200 kg Trinitrotoluol, dessen Explosivkraft auch unter Wasser genügend stark ist, um die Wände der U-Boote selbst auf eine Entfernung von 20 Meter zu durchschlagen. Ein hydrostatischer Kolben bewirkt, dass die Entzündung eintritt, wenn der Wasserdruck eine bestimmte Höhe erreicht. Durch Einregulieren des Kolbens ist es möglich, den Zündpunkt auf einen gewünschten Wasserdruck einzuregulieren, wodurch gleichzeitig die Tiefe bestimmt wird, in welcher der Zylinderinhalt explodiert. Das Lancieren der Tiefseebombe erfolgt vor allem bei Schnellbooten in der Weise, dass sie auf Führungsschienen über das Heck ins Kielwasser heruntergleiten; bei langsameren Booten, bei denen eine Verletzung des Schiffskörpers befürchtet werden müsste, werden Mörser verwendet, die auf dem Oberdeck des Bootes fest fixiert sind. — Die Unterwasserbombe wurde bereits während des letzten Weltkrieges verwendet; ihre Bedeutung hat sie aber erst jetzt erhalten. Ebenfalls erst im gegenwärtigen Krieg hat sich die Verwendung von kleinen Schnellbooten (Vedetten) verallgemeinert. Es handelt sich dabei Auch Flugzeuge bedienen sich Torpedos; diese •werden unter dem Rumpf montiert und durch einen Hebel ausgelöst und abgeworfen. um Einheiten von 20 bis 30 Tonnen Wasserverdrängung mit starken Motoren und einem Lancierrohr für Torpedos. Sie stechen an der Seite eines Mutterschiffes in See und werden von jenem aus ständig alimentiert. Mit ihrer Geschwindigkeit von 50 Seemeilen und ihrer geringen Dimension bieten sie dem Angreifer nur ein kleines Ziel, dem schwerlich etwas anzuhaben ist, auch wenn es ihm ständig auf der Nase sitzt. Um die sog. Unterseeboot - D e t e k t o r e n ist es verhältnismässig still geworden. Sie sollten einige Monate vor Kriegsausbruch durch einen emigrierten Physikprofessor erfunden worden sein und die Möglichkeit bieten, feindliche U-Boote auch auf eine Distanz von 15 Seemeilen zu entdecken, selbst wenn sie vollkommen stilliegen. Es will scheinen, dass an diesem Apparat etwas noch nicht «richtig klappt, da auch er es nicht verhinderte, dass der Feind sich an die grossen Einheiten heranzuschleichen und einige unter ihnen schwer beschädigen oder gar versenken konnte. Im Wettstreit zwischen der Unterseebootwaffe und ihrer Abwehr hat gegenwärtig die letztere unbedingt einen Vorsprung inne. 0

N° 88 — MITTWOCH, 27. DEZEMBER 1939 AUTOMOBIL-REVUE PMl Silben-Krenzworträtsel Neuiahvsf^sti IÄPAN cTofi» nennt der Japaner die Wintersonnenwende, wenn der Tag am kürzesten und die Nacht um längsten ist. Dieser Ausdruck bedeutet; dass die Dunkelheit nun zu Ende geht und die Herrschaft des Lichts beginnt. Es besteht in Japan der Brauch, am Abend der Wintersonnenwende ein Bad zu nehmen, in das eine zerschnittene Orange gelegt wird. Wie in Europa, so feiert man auch in Japan das Neujahrsfest. In der alten Zeit wurde dieser Tag gefeiert, wenn der Frühling begann. In Japan ist dies zwischen Mitte Januar und Mitte Februar. Seitdem das Land jedoch die moderne Zeitrechnung eingeführt hat, feiert es Neujahr mit den Farbe. 42. Schwarzer Vogel. 43. Mordgeschrei. Leben. Die Geschäftsleute aber errichten an der 46. Gegenteil von oben. 47. Amerikanisches Naturwunder. SO. Schweizerischer Ausdruck für zu Boden Strasse mit Föhnchen geschmückte Buden, in denen europäischen Nationen, also am 1. Januar. Das allerlei Felnschmeckergerichte feilgehalten wer- Ueber den Eingängen der Häuser werden werfen, niederringen. Fest beschränkt sich nicht wie bei uns auf Sil-denvester und den Neujahrstag. Es dauert tagelang, Strohseile gespannt, die nach Beendigung der bisweilen sogar Wochen hindurch. Festlichkeiten, am 15. Januar, feierlich verbrannt Besonders feierlich sind die Zeremonien am kaiserlichen Hofe. Der Tag beginnt mit dem cGebet nach den vier Himmelsrichtungen», einem Brauch, von dem bereits die Quellen des 9. Jahrhunderts sprechen. Um vier Uhr früh legt der Mikado die prächtigen Staatsgewänder an und begibt sich in Begleitung seiner Kammerherren in die «Halle der göttlichen Freude» (im kaiserlichen Palast in Tokio), wo für ihn ein Thron errichtet worden ist. Unter den Klängen einer religiösen Musik betet er zu den Göttern des Himmels und der Erde. Am Vormittag des 2. Januar empfängt er in der grossen kaiserlichen Festhalle in Tokio die Prinzen und Prinzessinnen seines Hauses und die hohen Beamten, die. in prächtigen Gewändern erscheinen, um dem Kaiserpaar ihre Glückwünsche zu Füssen zu legen. Auch diese Sitte ist uralt, man weiss, dass sie bereits im 5. Jahrhundert beitand. Am 5. Januar findet dann in der «Halle der Kühlheit und Klarheit» das Neujahrsbankett statt, zu dem alle Mitglieder des kaiserlichen Hauses, der gesamte Hofstaat, das diplomatische Korps und bedeutende Gelehrte eingeladen werden. lustiger Gesellschaft. Es wird auch ein besonderes Altnordische Gottheit. 18. Wertvolle weisse Pelze. Gericht serviert, nämlich Buchweizennudeln, und 18. Riesenschlange. 20. Schauspieler. 21. Berühmter der Volksmund sagt, je länger die Nudeln an diesem'Tage ausfallen, um so länger lebt man. InMännliches Haustier. 23. Unernsthaft, unzuverlässig. englischer Karikaturenhund. 22. Geschenk. 23. den buddhistischen Tempeln werden um Mitternacht sämtliche Glocken geläutet. Die Kaufleute lienname des letzten Papstes. 28. Ort im Kanton 26. Bewohner eines Schweizer Kantons. 27. Pami- halten ihre Läden die ganze Nacht hindurch geöffnet. Wichtigstes Geschäftsbuch/ 32. Heizkörper. 33. Berg- Tessin (Bezirk Locarno). 29. Fluss im Karst. 30. Strossen und Häuser werden für die Festtage werk, unterirdischer Gang. 34. Fremdenort an der reich geschmückt. An den beiden Seiten der Hauseingänge stellt man Kiefernbüsche auf, denn dieser Meeresboden. 39. Gebäudevorsprung, Altan. 40. italienischen Riviera. 36. Bunte Pflanzentiere am zähe Bäum ist in Japan ein Symbol für langes werden. Auch dieser Brauch geht auf mythologische Vorstellungen zurück, wie fast alle derartigen Sitten in Japan. Am Neujahrstage erhebt sich die Familie sehr frühzeitig, denn man will das neue Jahr frisch an Körper und Seele beginnen. Der Brauch will, dass der Familienvater sich vor Sonnenaufgang mit einem geschmückten Eimer zum Brunnen begibt, um die Zeremonie des Wasserschöpfens zu vollziehen. Man verwendet dieses «erste Wasser» zur Bereitung des Neujahrstees. Zum Tee gibt es an diesem Morgen eingemachte Pflaumen, einen gedämpften Fisch und einen gewürzten Reiswein. Zahlreich sind die Zeremonien, die an diesem Tage vollzogen werden. So entzündet der Hausherr am frühen Morgen das Feuer, auf dem das Neujahrsessen, der Keiskuchen gebacken wird. Er hält eine Andacht ab und bringt dem Ahnenschrein Opfer dar. Der Tag wird in Heiterkeit im Familienkreise verbracht. Man befreit die Seele von allen Alltagssorgen und vergnügt sich an den guten Dingen, die die Tafel bietet. Eine sehr schöne japanische Sitte besteht darin, dass am Neujahrstage Gedichte gemacht und Das Volk beginnt bereits sehr früh mit denkunstvoll niedergeschrieben werden, oder aber Vorbereitungen für das Fest. Am 13. Dezember, dem «Tpg der bösen Geister», wird das Haus panischen Dichter abzuschreiben. Diese Gedichte man begnügt sich damit, Poesien der grossen ja- einer gründlichen Reinigung unterzogen. Ursprünglich war mit diesem Brauch wohl die Vorstellung Glückwünsche zum Neuen Jahre. Dichtkunst schickt man auch einander zu, wie bei uns die der Vertreibung übelwollender Geister verbunden. und künstlerisch schönes Schreiben gehören bei Silvester wird in Japan in ähnlicher Weise wie dem kultivierten Volk der Japaner auch heute bei uns gefeiert. Man verbringt den Abend in noch zu den am meisten bewunderten Fähigkei- Waagrecht: 2. Amtsroben. 4. Staat in Südamerika. 6. Blumengefässe. 7. Universitäts-Fakultätsvorsteher. 9. Berittener. 12. Scheunenboden. 14. Lösung des Rätsels «Was ist Defis 1. Deneb 17. Meersau 2. Abbadona 18. Areios, 3. Sisinnius 19. Nodus 4. Wakonda 20. Neuenegg 5. Alpaka 21. Interurban 6. Seeigel 22. Chamade 7. Mahanadi 23. Heiden 8. Aurora 24. Toula 9. Nandu 25. Sonnisten 10. Hindu 26. Morgenstern 11. Anegehge 27. Ehedem 12. Tohuwabohu 28. Hangar 13. Woten 29. Rienzi 14. Elusion 30. Husar 15. Nonius , 31. Amucu 16. Nemesios 32. Talfer Die Anfangsbuchstaben ergeben: Das was man hat, wenn man nichts mehr hat. R675*l Einsendefrist: 3. Januar 1940. Senkrecht: 1. Gallerte. 2. Eine Tagung abhalten. 3. Italienischer Maler. 4. Giftiges Element. 5. Schluss. 6. Naher Verwandter. 8. Schnittlinien zweier Flächen. 9. Ortsveränderung. 10. Feine Frau. 11. Schulgerät. 13. Biblischer Berg. 14. Bewohner eines Weltteils. IS. Ort im Kanton Bern. 16. Laubbaum. 17. Gesandtschaften, Abordnungen. 19. Kunst-Hochschüler. 20. Jammer, Armseligkeit. 24. Frist, Zahlungstag (Mehrzahl). 31. Autodefekt. 35. Hilfsgeistlicher. 37. Biblischer Stammvater. 38. Zeitabschnitt. 39. Nachlass-Nutzniesser. 41. Wohlriechende Pflanze. 42. Teilzahlungen. 44. Stadt in Norditalien. 45. Ebene zwischen Bellinzona und dem Lago Maggiore. 46. Unglück. 48. Stadt in Finnland. 49. Emporstehen, in die Höhe stehen. Die richtige Lösung zählt 4. Richtige Losungen des Defizit-Silbenrätsels. 8 Punkte» G. Laepple, Basel; Guido Schmezer, Thun. Kommen Sie ihm anf die Spar und helfen Sie mit, das grosse Neujahrs-Rätsel auf der letzten Seite dieses Blattes zu lösen! Eine wirkungsvollere Art zu winken. Briefmarken für Sammler Jeder zahlungsfähigen Person.sende ich zur Auswahl alle beliebigen Briefmarken nach Katalogen Yvert oder Zumstein. Weitgehende Rabatte. Ich kaufe auch Serien oder Kollektionen aller Länder. Schreiben Sie an Postfach 159, Stand. Genf. Erhältlich in allen Apotheken 10er Packung Fr. 4.50 - 4er Paokung Fr. 2.-. Qratls-Prospekt diskret duroh EROVAQ A.O.. ZOrioh 26, Baohtobelstraase 59. Lesen Sie die aufklärende Broschüre von Dp. R. Engler. Zu beziehen gegen Einsendung von Fr.i.SO in Briefmarken oder auf Postaoheok VII1/1819 EROVAQ A. Q. Immer neue Unterhaltung und Freude bietet Ihnen -'Balüc-'Radio Vin du Vully weist, herrlich ichäumend, l. Auswahl 1938, die Flasche (Glas inbegriffen) zu Fr. 1.40. franko Abfahrtstation. Reklamekistehen, 12 Flaschen Fr. 20.-, franko, Verpackung Inbegriffen. E.Otrren * Fid. proprMt. RMtitfWtny. Tel. 4.51 jrsti-ztmtnnff wird nach der altbewährten „rn&hode champenoise" hergestellt. Seit über 60 Jahren ist er die bevorzugte Marke. Dieser feinste Moscateller -Traubensaft bringt festliche Stimmung und entspricht auch Ihrem Geschmacke. Silber-Etikette ist demi-sec Gold-Etikette ist traubensüB. In führenden Geschäften erhältlich. Arnold Dettling, Asti-Kellei-ei, Brunnen Zürich Empfehlenswerte Unterhaltungsstätten Stadttheater Theaterkasse Tel. 2 69 22 und 4 67 00, 10—12.30 und 15.30—19 Uhr. Kuoni Tel. 3 36 13, 8—18.30 Uhr. Mi nachm 27 Dez Weihnachtsmärchen: deck dicht Tischlein Mi. abend 27. Dez. Ein Walzertraum (B-Ab. 8). Do. abend 28. Dez. Volksvorstellung. Fr abend 29. Dez. Der Barbier von Sivllla (B- Ab. 8). Sa. abend 30. Dez. 2 015 Uhr: Dle FSrtterchrlsti; Operette von Georg Jarno. So. nichm. 31. Dez. Der Barbier von Sevilla. SO. abend 31. Dez. 19^ tThr: Grosse Silvesterpremiere: Orpheus in der Unterwelt, Operette von Jacques Offenbach. Mo.nachm.I.Jan. u% ^ T "? n . ha " ser - romant - Oper von Rieh. Wagner. NO. abend 1. Jan. Ein Walzertraum. Di nachm 2 Jan. Weihnachtsmärchen : Tischlein deck dich! Di. abend 2. Jan. Orpheus in der Unterwelt. Militär in Uniform bezahlt auf allen Plätzen die Hälfte. wenden sich bei monatlichen Verspätungen unter Diskretion an Amrbtln» Lak.Mrticla«, H«li«n XTf. T«L 204.