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E_1940_Zeitung_Nr.004

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ij< AUTOMOBIL-REVUE DIENSTAG, 23. JANUAR 1940 — N° Die letzten Bärenjagden im Kanton Bern Von Prof. Dr. H. Türler. Da sich die Erinnerung an das letzte Vorkommen von Bären im Kanton Bern beinahe ganz verwischt hat, dürfte es nicht ohne Interesse sein, durch Aufzählung einiger auf dieses verschwundene Wild unternommenen Jagden zu zeigen, dass die Zeit der letzten Bärenjagden nicht allzu weit hinter uns liegt. Im Sommer des Jahres 1781 jagten eine Anzahl Männer einen Bären, der in den Aemtern Interlaken und Unterseen Schaden anrichtete und erlegten ihn im Lauterbrunnental. Die Vennerkammer wies den Landvogt von Interlaken an, den Schützen das gewohnte Schussgeld von 48 Pfund oder 14 Kronen und 10 Batzen auszurichten. Ueber eine Bärenjagd, auf der im Herbst 1785 im Gasterntal auf dem Gfellberg ein grosser Bär zur Strecke gebracht wurde, berichtet eine Stelle des Berner Ratsmänuals. Die Regierung lobte Eifer, Mut, Vorsicht und Standhaftigkeit der Beteiligten und schenkte, «um ihre Zufriedenheit über das Wohlverhalten dieser Landleute zu bezeugen, dem Peter Grossen, Christens Sohn, der bei dieser Jagd sich sehr exponiert hat, zwei Bern Dukaten und dem Christen Grossen, so den fünften und letzten Schuss auf den Bär getan, auch zwei Bern Dukaten zu einem diesörtigen Andenken neben dem bestimmten Schussgeld.» Im Herbst des Jahres 1789 verbreitete ein Bär im obern Hasletal Schrecken. Bei der angestellten Jagd erlegte Peter Sulzer im Boden bei Guttannen den grossen, 310 Pfund schweren Meister Petz. Das Schussgeld betrug sechs Kronen und ferner erlaubte der Rat von Bern den Beteiligten «die Haut des Bären in den Aemtern Ihterlaken, Unterseen und Oberhasle- zur Schaustellung herumzuführen und annehmen zu dürfen, was gutthätige Leute ihnen für die der Landschaft durch Erlegung dieses gefährlichen Thiers verschaffte Ruhe und Sicherheit darreichen werde.» Die Kollekte hatte einen guten Erfolg, da nach Abzug aller Unkosten noch 40 Kronen übrigblieben. Die Gemeinde Guttannen beschloss, das Geld dem allgemeinen Besten zu widmen und stiftete einen Schulseckel, den die Vennerkammer ihrerseits mit 100 Kronen dotierte, um ihre lebhafte Anerkennung des löblichen Beschlusses auszudrücken. An den Beitrag wurde die Bedingung geknüpft, dass der Ertrag alle'Jahre dem Schulmeister zukommen solle, worüber der Landvogt von Interlaken zu wachen hatte. Am 29. September 1792 spielte sich eine aufregende Szene auf einer Alp der Kleinen Scheidegg ab. Ein grosser Bär, der seit mehreren Wochen auf den Alpen von Lauterbrunnen und Grindelwald unter dem Kleinvieh beträchtlichen Schaden angerichtet hatte und auf den mehrmals vergeblich Jagd gemacht worden war, wurde an jenem Tage von drei Grindelwaldnern entdeckt und durch drei Schüsse stark verwundet. Dessenungeachtet lief der Bär noch eine Stunde lang durch Gräben und Wälder den Berg hinauf, bis er zu einem jungen Burschen namens Hans Kaufmann kam- Kaufmann richtete die Flinte gegen das Tier; der Schuss versagte jedoch wegen des nassen Schneewetters, so dass der Bursche in nicht geringe Gefahr kam. Er wandte die Flinte um und schlug mit dem Kolben gegen den Bären, der sich aufrecht stellte und seinen Gegner mit den Tatzen angriff. Es gelang Kaufmann, den Meister Petz mit seinen Streichen zu erlegen; dabei ging aber die Flinte in Brüche. Den vier Männern wurde ein Schussgeld von zwölf Kronen zuteil; dem wackern Kaufmann, «dessen Herzhaftigkeit meine hochgeehrten Herren Deutsch Seckelmeister und Venner ihre Bewunderung nicht versagen konnten», wurde ausser dem Anteil an Schussgeld «eine Extrakompens von einem neuen Louis d'or» zugesprochen. Ferner verwendete sich die Vennerkammer beim Kriegsrate, damit dem unbemittelten Jüngling «sein Verlust durch die phnentgeltliche Zustellung einer Flinte aus Ihr Gnaden Zeughaus, als ein durch seine beherzte That verdientes, ehrenvolles Geschenk, ersetzt Werden möchte». Die Bitte wurde gewährt, so dass Kaufmann eine neue Musterflinte, das heisst ein Ordonnanzgewehr erhielt. Die übliche Kollekte in den drei Aemtern Inter-. laken, Unterseen und Oberhasle zugunsten aller Teilnehmer an der Jagd wurde erlaubt. Den Röthehbachern stattete ein grosser Bär im Juni 1802 einen unwillkommenen Besuch ab. Die ganze Gemeinde und die angrenzenden Dörfer wurden alarmiert, und trotzdem es Sonntag war, wurde am 20. Juni die Jagd organisiert. Zwei Küher erlegten das seltene Wild durch zwei Flintenschüsse «unfern» von Röthenbach. Die stolze Jagdbeute wurde nach Bern gebrächt. Zur Belohnung der sämtlichen Teilnehmer an der Jagd verwendete sich der Unterstatthalter des Distrikts Unter-Emmental, Daniel Röthlisberger in Langnau, beim Regierungsstatthalter des Kantons, Albrecht Tribolet, wobei er geltend machte, dass «die reissenden Tiere die schädlichste Plage für den Landmann seien und ihre Vertilgung allerdings Aufmunterung und Belohnung verdiene, um desto mehr, als diese oft mit grosser Lebensgefahr verbunden sei». Mit starker Uebertreibung erklärte der Unterstatthalter, das Schussgeld habe unter der alten Regierung 24 Kronen oder 60 Franken betragen. Niemand bestritt diesen Betrag und die Berechtigung der Jäger, so dass der helvetische Vollziehungsrat den Antrag am 13. Juli genehmigte. J R. Wyss meldet, auf der Grimsel sei der letzte Bär im Jahre 1812 geschossen worden, und in Grindelwald hätten noch im Jahre 1815 zwei Bären sehr viele Schafe zerrissen, die angestellte Jagd habe sie aber wieder verscheucht. Während wir für diese zwei Nachrichten einzig die Glaubwürdigkeit des Autors anrufen können, sind dagegen die zwei folgenden und letzten Fälle von Bärenjagden durch das Protokoll der bernischen Jagdkommission erhärtet. Am 17. Mai 1819 meldete der Oberamtmann des Niedersimmentals mit Genugtuung der kantonalen Jagdkommission, dass am Abend vorher ein grosser Bär in der Bäuert Riedern, Kirchhöre Diemtigen, durch mehrere Schüsse erlegt worden sei, nachdem dieser durch Zerreissen von Schafen viel Schaden angerichtet hatte. Da es nicht ganz feststand, wer das Tier erlegt hatte, empfahl die Jagdkommission dem Oberamtmann, das Schussgeld von Fr. 50 nach Billigkeit zu verteilen. Das Anerbieten, den Bär nach Bern: zu senden, wurde abgelehnt, weil in der Sammlung der Stadtbibliothek schon mehrere ausgestopfte grpsse Bären existierten. Im Frühjahr 1823 trieb sich auf den Alpen bei Saanen und bei Chlteau-d'Oex ein Bär herum, der sich schon ein Jahr vorher bemerkbar gemacht hatte. Schon mehrmals war vergeblich auf ihn Jagd gemacht worden, bis es am 16. April 1823 einer Jagdgesellschaft von etwa 30 Jägern aus der Waadt und von Saanen gelang, das zottige Tier, ein graues, männliches Exemplar, mit sieben Kugelschüssen auf dem Berge des Hauptmanns Effinger, im Gebiete von Gerigne bei Ch&teau-d'Oex zu erlegen. Die bernische Jagdkommission bewilligte auch in diesem Falle ein Schussgeld, das Fr. 40.— betrug und den Jägern nach ihrem Verdienst auszurichten war. Das war der letzte wilde Bär, von dem man weiss, dass er hernischen Boden betreten hat. Die Monroe-Doktrin ist ein politischer Grundsatz der Vereinigten Staaten von Amerika, der seit seiner Bekanntgabe die innere und äussere Politik dieses Landes massgebend beeinflusst hat und durch den neuen europäischen Krieg erneut aktuell geworden ist. Der Sinn dieser berühmten Doktrin gipfelt in der Forderung: Amerika den Amerikanern. Die Vereinigten Staaten stellen als Basis ihrer Politik das Verlangen auf, dass es keiner europäischen Macht gestattet sein soll, amerikanische Gebiete als Kolonien zu erwerben, bestehende Kolonien zu vergrössern oder in andere Hände übergehen zu lassen, kurz, sich überhaupt in Angelegenheiten amerikanischer unabhängiger Staaten zu mischen, auch wenn diese untereinander in Streit geraten sind. Andererseits wollen die Vereinigten Staaten sich streng an den Grundsatz halten, sich ihrerseits nicht in europäische Angelegenheiten einzumischen. Dieser an und für sich sehr einfach klingende Grundsatz ist jedoch mehrfach durchbrochen worden, zuletzt im Weltkrieg, als Amerika auf selten der Entente in den Krieg eintrat. Die Feinde der Doktrin behaupten, dass die Vereinigten Staaten sie ganz nach ihrem Ermessen auslegen. Sie sei weiter nichts als ein bequemes Mittel, den Imperialismus Nordamerikas auf Mittel- und Südamerika auszudehnen, um die politische und wirtschaftliche Vorherrschaft auf dem gesamten Kontinent zu erringen. III IBI V Die Honroe-Doktrin Die Doktrin hat ihren Namen vom Präsidenten James Monroe erhalten, dem 5. Präsidenten der Vereinigten Staaten (1758—1831). Dieser Mann schliesst 1803 den Kaufvertrag mit dem Ersten Konsul, Napoleon Bonaparte, durch den sein Land in den Besitz von Louisiana gelangt. Kurz nach der Schreckensherrschaft, von 1794—1796, als Napoleon das von den Revolutionskriegen erschöpfte Frankreich neu aufbaut, wird Monroe zum amerikanischen Gesandten in Paris ernannt. In den Jahren 1799—1802 verwaltet er Virginia als Gouverneur und geht dann als Gesandter seines Landes nach London und Madrid. 1811 wird er Staatssekretär des Aeusseren und 1816 Präsident der Vereinigten Staaten.- Nach Ablauf der gesetzlichen Frist wird er 1820 einstimmig wiedergewählt. Monroe 'hat also durch seine Tätigkeit in Amerika und Europa genügend Gelegenheit gehabt, die Verhältnisse in beiden Kontinenten kennenzulernen. Die Verworrenheit der europäischen Zustände, die hoffnungslose Friedlosigkeit der alten Welt lässt in ihm den Gedanken aufkommen, sein Land ein für allemal diesem Herd der Unruhe fernzuhalten und ihm den Frieden auf lange Zeit hinaus zu sichern. Er ist jedoch nicht der erste, der diese Idee ausspricht. Schon Washington hat das amerikanische Volk ermahnt, sich von den Händeln der alten Welt fernzuhalten. Amerika solle zwar seine Handelsbeziehungen ausdehnen, seine politischen Beziehungen jedoch aufs äusserste einschränken. Ein weiser Grundsatz, der sich in der Praxis aber nicht so leicht durchführen lässt. Wie schwer, sehen wir an dem jetzt tobenden Kriege, in dem es den Neutralen fast unmöglich gemacht wird, dem Konflikt fernzubleiben. Wie viel schwerer muss es nun für eine Grossmacht sein, deren Handel ein weltbeherrschender ist! In einer Jahresbotschaft teilt Präsident Monroe am 2. Dezember 1823 die berühmte Doktrin mit, die in der Folge die Monroe-Doktrin genannt wird. Ursprünglich verfolgt sie den Zweck, Ansprüchen des Zaren auf die Nordwestküste Amerikas entgegenzutreten und eine Intervention der « Heiligen Allianz» in Südamerika zu verhindern. Dieses Fürstenbündnis, das nach dem Sturze Napoleons I. alle legitimen Herrscher vereinigte, masste sich an, überall das Legitimationsprinzip erneut durchzusetzen und alle freien Regungen der Völker zu unterdrücken. Nachdem sich die Vereinigten Staaten von Amerika von England losgelöst haben, trennen sich auch die südamerikanischen Kolonien zu Anfang des 19. Jahrhunderts vom Mutterland. Im Jahre 1822 erkennen die Vereinigten Staaten die Unabhängigkeit Kolumbias, Argentiniens, Mexikos und Chiles an. Die Doktrin bezweckt in diesem Falle, keinesfalls die Freiheit der unabhängig gewordenen Staaten Südamerikas durch Spanien oder ein anderes europäisches Land 'antasten zu lassen. Im Laufe der Zeit wird sie dahin sinngemäss abgeändert, dass die Abwehr eines Eingriffes nicht nur von Seiten Europas, sondern von seiten jedes nichtamerikanischen Staates Aufgabe der Doktrin sein soll. Der Monroe-Doktrin liegt kein Gesetz und auch kein internationaler Vertrag zugrunde. Sie ist lediglich ein Grundsatz, der Gesetzeskraft erlangt hat und in den internationalen Beziehungen wie ein Vertrag respektiert wird. Am 22. Januar 1917 schlägt Präsident Wilson in einer Adresse an den Senat vor: die Völker möchten alle die Monroe-Doktrin dem Sinne nach annehmen. Jedes Volk soll sich verpflichten, seine Herrschaft keinem anderen aufzuzwingen, damit jede Nation den Weg des Fortschritts betreten könne, ohne je gestört zu werden, so dass sich die kleinen Staaten friedlich neben den grossen zu entwickeln vermögen. Bei der Diskussion des Versailler Vertrages erklärt der amerikanische Senat, dass die Monroe-Doktrin ausserhalb der Jurisdiktion des Völkerbundes liege und infolgedessen auch durch einen Friedensvertrag mit Deutschland nicht berührt werden könne. Er besteht auf der Auffassung, dass nur die Vereinigten Staaten das Recht haben, die Doktrin zu interpretieren. Aus dem Geiste der Botschaft James Monroe, 5. Präsident der Ver. Staaten, Schöpfer der Monroe-Doktrin. Monroes heraus ist wohl auch der Entschluss der Vereinigten Staaten geboren, dem Völkerbund nicht beizutreten, um ein für allemal den Streitigkeiten in Europa fernzubleiben. Mit dieser Auffassung hat man damals gleich zu Anfang die grosse Idee des Völkerbundes und der kollektiven Sicherheit zu Grabe getragen. Von neuem triumphiert «der Egoismus der einzelnen Staaten; die Welt ist wieder in zwei Lager geteilt und die Freiheit der kleinen Nationen mehr denn je bedroht, soweit sie nicht schon gänzlich verlorengegangen ist. Die Welt hat sich die Gelegenheit entgehenlassen, für lange Zeit ungestört den Arbeiten des Friedens und der Kultur nachgehen zu können. Auf dem amerikanischen Kontinent ist der Einfluss der Vereinigten Staaten stark im Wachsen. New York hat es übernommen, den in Mittelamerika gelegenen Panamakanal gegen jeden Angriff zu schützen. Es gehört zur Politik der Vereinigten Staaten, keiner anderen Macht die Kontrolle über den Kanal zu gestatten, auch nicht über die in der Nähe gelegenen Gebiete, und dieser Anspruch wird erhoben gegen alle anderen amerikanischen und nicht-amerikanischen Staaten. Wird die Monroe-Doktrin in diesem Kriege aufrechterhalten bleiben? Oder wird Amerika in den Krieg eintreten? Diese Frage lässt sich heute nicht beantworten. Sie hängt ausschliesslich von dem Ausgang der kriegerischen Operationen und der politischen Lage in Europa ab. Präsident Roosevelt hat zwar proklamiert, dass er alles daran setzen würde, die Vereinigten Staaten vom Kriege fernzuhalten, aber er hat gleichzeitig betont, dass bei der heutigen Verknüpfung der Handelsinteressen und der geistigen und kulturellen Beziehungen ein vollständiges Desinteressement unmöglich sei.

N°4 — DIENSTAG, 23. JANUAR 1940 AUTOMOBIL-REVUE III RMtsel*Ecl«e Silben-Kreuzworträtsel Waagrecht: 3. Französische Hafenstadt. 5. Auserlesenf'ss, Auswahl. 7. Fluss in Deutschland. 8. Fluss in Afrika. 10. Männliche Stimmlage. 12. Stadt in Italien. 13. Kleidungsstück. 14. Spielkartenfarbe. 16. Kleine Fische. 18. Weibliche Hühner. 19. Russische Stadt an der Wolga. 21. Stadt in Italien. 23. Stadt in Italien. 25. Name der ältesten lateinischen Bibelübersetzung. 27. Stamm, Rahmen. 28. Oströmischer Feldherr. 30. Fusslose Insektenlarve. 32. Nährmutter. 33. Nähutensil. 34. Papstname. 36. Ursache des Trojanischen Krieges. 38. Hautöffnung. 39. Kegelschnittlinie. 41. Stadt in Spanien. Senkrecht: 1. Hauptseil, Leitstrick. 2. Sundainsel. 3. Kleines Nagetier. 4. Weinernte. 5. Gleichgültig. 6. Spitze eines Heerzuges. 7. Stadt in Japan. 9. Afrikanerin. 11. Wikinger. 15. Farbe. 16. Griechische Göttermutter. 17. Stadt in Mitteldeutschland. 18. Orientalisches Haarfärbemittel. 20. Abgemattet, wegmüde. 22. Blutrache. 23. Faulendes Holz. 24. Radmittelpunkt. 25. Fluss in Bayern. 26. Schafkamel. 27. Wüstentiere. 29. Insekt. 31. Römische Silbermünzen. 35. Kosewort für Grossvater. 36. Kraftmaschine. 37. Teil des Gesichtes. 38. Norditalienische Hafenstadt. 40. Gepflegte Grasfläche. 42. Herrenhaus. Die richtige Lösung zählt 4 Punkte. Einsendefrist: 31. Januar. Auflösung: Schweizer Kreuzworträtsel Waagrecht: 1. Basel. 4. Zuerich. 10. Erie. 11. Bern. 12. Uhu. 13. Lie. 14. Kali. 15. Etat. 16. Le. 17. Last. 18. Odem. 19. Aare. 20. Eden. 22. Netto. 24. Biel. 25. Go. 26. Zuoz. 27. Tier. 28. Wil. 29. Olm. 30. Herr. 31. Halo. 32. Ne. 33. Pers. 34. Salat. 35. Rafz. 36. Byrd. 37. Chile. 38. Bahn. 39. Du. 40. Zogu. 41. Ural. 42. Chur. 43. Brienzer. 44. Sion. Senkrecht: 1. Bellinzona. 2. Arie. 3. Sie. 4. Zelt. 5. Uri. 6. En. 7. Juten. 8. Cham. 9. Hut. 11. Base. 14. Karo. 15. Edel. 17. Latz. 18. Oder. 19. Atom. 20. Eier. 21. Solothurn. 23. Eule. 24. Birs. 25. Gila. 27. Terz. 28. Wald. 30. Hefe. 31. Harn. 33. Palue. 34. Sihl. 35. Rigi. 36. Baar. 37. Chor. 38. Bre. 39. Duo. Richtige Lösungen des Kreuzworträtsels. 4 Punkte. E. Benz jun., Goldach; R. Braun, Luzern; Frl. M. Epple, St. Gallen; C. Burgener, Rorschach; Frau A. Heusser, St. Gallen; Frl. D. Hitz, Buchs; Frau J. Hopf, Bern; Frau Hörn, Bern; Frl. M. Lanz, Roggwil; J. Leimer, Bettlach; Frl. E. Luchsinger, Nidfurn; Frau E. Markoff, Buchs,- Frau E. Ochsner, Schaffhausen; Frau L. Rock, Basel; Frl. M. Ruf, Winterthur; G. Schmezer, Thun; H. Seligeier, Lottstetten; Frau M. Stefani, Wattwil; Frl. M. Tuo, Rothenburg; Frl. E. Winteler, Glarus. Spionage auf dem MccrcssTiind Geheimnisvoll und gefährlich sind die beiden Attribute, die dem Begriff Spionage in erster Linie zuerteilt werden. Verschwiegenheit und Heldenmut sind zwei Eigenschaften, die den Spion zu dem Jetztt da xüe WETTERBERICHTE machen, was er ist, das heisst zu einem der wichtigsten Faktoren in der Verteidigung seines Vaterlandes, ein Mann, von dessen Einsatz und Energie oft die Sicherheit und das Leben von Tausenden von Menschen abhängt. Wir denken dabei natürlich nur an jene, die diesen Beruf aus Liebe zum eigenen Vaterland gewählt haben. Weiss man — so schreibt die «Haagsche Post», dass es auch Spione gibt, die auf dem Meeresmuss sich «jeder sein Wetter selber machen». Mit einigen Kenntnissen der Vorgänge in der Luft ist es heute jedermann möglich, das Wetter des nächsten Tages mit grosser Zuverlässigkeit vorauszusagen. Zu diesem Zwecke erschien das praktische, von Fachleuten wie Touristen und Landwirten begutachtete Büchlein WETTER von Walter Schmid grund arbeiten? Furchtlose Leute, die unter Lebensgefahr lang als verloren betrachtete Geheimnisse, kostbare Dokumente, versunkene Vermögen aus den Tiefen der Meere wieder ans Tageslicht fördern. Als vor ein paar Monaten hintereinander ein amerikanisches, ein englisches und ein französisches Unterseeboot unterging und die Grosse der Katastrophen die Welt erschütterte, wurden bei , den Rettungsversuchen auch die Erfahrungen des Engländers E. C. Miller verwendet. Millers Name ist erst vor kurzem bekannt geworden. Während' Jahren hat er seinen mühseligen Beruf als «Meer- Spion» ausgeübt, ohne dass die Welt irgendetwas davon wusste. Nur die höchsten Marine-Autoritäten und der englische Geheimdienst kannten und ehrten ihn. Vor allem während des Weltkrieges hat er seinem Vaterland unschätzbare Dienste geleistet. Ein Fund, der wertvoller ist als Gold Einige Monate nach Beginn des Weltkrieges erhielt der damals noch junge und kräftige E. C. Miller seinen ersten Geheimauftrag. Er war während zehn Jahren Lehrer an der Taucher-Schule in Whale Island gewesen. In den Kreisen seiner Kollegen wurde er um seine ungewöhnliche Ausdauer und dem vor nichts zurückschreckenden Mut bewundert. Als eines Tages ein deutsches Unterseeboot in der Nähe der englischen Küste gesunken war, erhielt Miller den Auftrag, das Wrack, das in grosser Tiefe auf dem Meeresboden lag, zu untersuchen. Eine Unterseebombe hatte in den stählernen Leib des U-Bootes ein grosses Loch gerissen. Durch diese Oeffnung konnte Miller in das Innere des Bootes eindringen. Er durchsuchte alle Teile des Bootes und kam so auch vor die Türe der Offizierskajüte. Mit Hilfe eines mitgebrachten Werkzeuges gelang es ihm, die Türe einzuschlagen. Der einzige Gegenstand, der sein Interesse erweckte, war eine geschlossene stählerne Kassette. Die nahm er über die Wasseroberfläche mit, wo man sie öffnete. Darin lag ein Schatz, der In jener Zeit für die englische Marine unendlich wertvoll war; es waren zwei Geheim-Code und der in allen Details ausgearbeitete Plan eines deutschen Minenfeldes, das erst vor einigen Tagen gelegt worden war. Das Spiel mit dem Tod. Dieser Fund veranlasste die englische Marineleitong, noch mehrere solcher Tauchversuche durch Miller ausführen zu lassen. Mit der Zeit verschaffte er sich in seinem Spezialberuf als Meeresspion eine Gewandtheit, dass er mit fast schlafwandlerischer Sicherheit alle Geheimfächer in den gesunkenen Unterseebooten finden konnte. Nicht weniger als sechzig Unterseeboote, wurden durch ihn unter Wasser durchsucht. Die deutsche Marineleitung stand vor einem Rätsel. Wie kam es, dass die Engländer oft nach wenigen Tagen das so sorgfältig gehütete Geheimnis kannten? Wie kam es, dass sie so schnell mit der Zusammenstellung der neuen Code betraut waren und dadurch die Bewegungen der deutschen Kriegsziele ständig genau verfolgen konnten? Mehr als einmal kam Miller bei seinen Tauchversuchen in Lebensgefahr. Einmal als er seine Arbeit inmitten eines deutschen Minenfeldes vornehmen musste, verwickelte er sich in zähe Schlingpflanzen. Er konnte weder vor- und rückwärts. Verzweifelt zog er am Tauchseil und hieb mit seinem grossen Messer wild um sich. Erst nach einer Viertelstunde gelang es ihm, sich zu befreien und das tief im Meeresschlamm liegende U-Boot zu erreichen. Nun drohte ihm eine zweite und noch grössere Gefahr. Das U-Boot war geschlossen. Um in das Innere eindringen zu können, musste Miller ein Loch in die Tauchtürme brennen, und das war mit Rücksicht auf die rings herum versfreuten Minen äusserst gefährlich. Doch seine Anstrengungen führten zum Ziel und brachten ihm einen Fund, der ihn für die ausgestandene Gefahr reichlich belohnte. Nebst einer ganzen Zahl äusserst wichtiger vertraulicher Berichte der Marineleitung an die deutschen Unterseeboote fielen ihm wiederum Pläne von neu gelegten Minenfeldern in die Hände. Das Rätsel von den Orkney-Inseln. Einer von Millers 'seltsamsten Funden brachte ihm ein Unterseeboot, das auf der Höhe der Orkney-Inseln in den Grund gebohrt worden war. Als Miller mit viel Mühe in den Rumpf des Schiffes eingedrungen war, machte er die überraschende Entdeckung, dass die gesamte Bemannung aus Offizieren bestanden hatte. Auch fand er in dem Boot eine Kajüte, die angefüllt war mit eleganten Abendkleidern und anderen Kleidungsstücken, die man sonst für eine Kriegsfahrt bestimmt nicht benötigt. Daneben trug jeder Offizier noch einen grösseren Betrag von Bargeld auf sich. Obschon es nie zuverlässig bekannt geworden ist, was der Vorrat an Herrenkleidern in diesem Schiff zu bedeuten hatte, konnte man doch mit ziemlicher Sicherheit annehmen, dass die Bemannung irgendwo an der englischen Küste hätte an Land gesetzt werden sollen, um dann als Agenten des deutschen Geheimdienstes in England zu arbeiten. Ein grausiger Fund. Mehr als einmal kam Miller während seiner gefährlichen Arbeit vor Situationen, die nur Edgar Allan Poe mit seiner grausigen Vorstellungskraft hätte beschreiben können. So kam es einmal vor, dass er ein Tauchboot untersuchte, das offensicht- lieh durch ein unglückliches Manöver gesunken und nicht mehr imstande war, an die Oberfläche zurückzukehren. Die Bemannung hatte bis auf den letzten Augenblick, alles versucht, um das Boot wieder flott zu machen. Unglücklicherweise lag es aber derart, dass ein Wiederaufsteigen nicht nur ausgeschlossen war, sondern auch die Bemannung die Notlucke nicht erreichen konnte. Der Luffvorrat war ziemlich aufgebraucht; um die letzte Luft schien ein grauenhafter Streit geherrscht zu haben. Die meisten Mitglieder der Bemannung hatten tödliche Schusswunden und ihr Anblick liess selbst den abgehärteten Miller erbeben. Einige hatten, da sie den sichern Tod vor Augen sahen, ihren Angehörigen Abschiedsbriefe geschrieben. Miller hob diese Briefe auf und sandte sie später den betroffenen Familien zu. Die Ladung des «Laurent!». Die unschätzbar wichtige Arbeit Millers wurde durch die englische Admiralität streng geheimgehalten. Auch er selbst schwieg darüber noch während vielen Jahren nach dem Waffenstillstand. Er hätte übrigens nicht einmal viel Zeit gehabt zum Erzählen, weil seine Kräfte und eigenartigen Talente als Taucher auch während der Friedenszeit oft auf schwere Proben gestellt wurden. So war er drei Jahre lang damit beschäftigt, die Goldladung der gesunkenen «Laurentic» zu retten. Doch seine Mühe ist reichlich belohnt worden. Zusammen mit seinen Mitarbeitern brachte Miller nicht weniger als fünf Millionen Pfund in Gold an die Oberfläche. Darauf wurde Miller in Sonderaudienz im Buckingham-Palace empfangen, wo ihm König Georg V für seine grossen, dem britischen Reich erwiesenen Dienste dankte. Nun ist E. C. Miller auch dem englischen Volk bekannt. VERWALTUNG-SPRACHEN-GESCHÄFT-B Zürich Empfehlenswerte Unterhaltungsstätten Stadttheater A^nds 8 Uhr, Sonntag nachmittags 3 Uhr. Theaterkasse Tel. 2 69 22 und 4 67 00, 10—12.30 und 15.30—19 Uhr. Kuoni Tel. 3 3613, 8—18.30 Uhr. Mi. abend 24. Jan. Barbier von Sevilla. DO. abend 25. Jan. Vorstellung für Sekundärschule. Fr abend 26 Jan Orpheus in der Unterwelt (D-Ab.). Sa. abend 27. Jan. Mädl, Operette von Rob. Strauss. So. naflim.28.Jan. HM Uhr: Tannhäuser. So. abend 2B. Jan. Walzertraum. Es Ist kein wissenschaftlicher Leitfaden, sondern eine Anleitung, wie man dem Wetter auf die Schliche kommen kann. Das praktische Büchlein erscheint bereits in dritter Auflage. 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