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E_1940_Zeitung_Nr.006

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die Stillegung der

die Stillegung der Fahrzeuge wird diese Voraussetzung ernstlich bedroht. Es müssen daher Mittel und Wege gesucht werden, um diese Entwicklung nach Möglichkeit aufzuhalten. Daa Nächstliegende ist die Verminderung der Betriebskosten, welche heute die Haltung und die Benüzung eines Motorfahrzeuges erschweren oder vielleicht verunmöglichen. Einen wesentlichen Faktor dieser Kosten stellt die kantonale Motorfahrzeugsteuer dar. Die Herabsetzung dieser Steuer und ihre Anpassung an die zwangsmässig eingeschränkte Vorwendung der Fahrzeuge erscheinen unter den geschilderten Verhältnissen unvermeidlich. Bereits halben auch die Versicherungsgesellschaften für das Jahr 1940 eine Reduktion der Versicherungsprämien um 20% in Aussicht gestellt. . Der Staat anerkennt die Notwendigkeit der Ergreifung öffentlicher Massnahmen, um eine Notlage, die über einen beträchtlichen Teil seiner Bevölkerung hereinzubrechen droht, nach Möglichkeit abzuwenden. Die zweckmässigste Massnahme bildet der Abbau der Fahrzeugsteuern. Dieser Abbau wird heute von den Motorfahrzeugbesitzern, vor allem aber von all denen, für die das Motorfahrzeug eine Verdienstquelle bedeutet, dringend gefordert. Auch aus Kreisen der Armee wird diese Forderung erhoben. Die Anpassung der Steuer an die p Brennstoffrationierung und an die dadurch bedingte Verkehrseinschränkung ergibt sich auch aus steuerpolitischen Erwägungen. Die Rechtsgrundlage für die Besteuerung der Motorfahrzeuge bildet die besondere Inanspruchnahme der Strasse durch dier ses Verkehrsmittel. Die Abgabe erscheint daher als ein gerechter Beitrag an die Kosten des Strassenbaues und Strassenunterhaltes. Durch die Brennstoffrationierung und die damit zusammenhängende Beschränkung der Fahrmöglichkeit ist diese Grundlage wesentlich verändert worden. Die Anpassung der Steuer an die neue Situation, das heisst ihre teilweise Herabsetzung, erscheint daher auch vom Gesichtspunkt der fiskalischen Gerechtigkeit aus angebracht. Die Steuern für Motorfahrzeuge sind im Kanton Zürich im Gesetz über den Verkehr mit Motorfahrzeugen und Fahrrädern vom 18. Februar 1923 festgelegt. Durch die gegenwärtige Vorlage soll die Kompetenz zur Festsetzung der Fahrzeugsteuern während der Dauer der Brennstoffrationierung dem Regierungsrat übertragen werden. Diese Delegation findet ihre Rechtfertigung in der Notwendigkeit, neue bewegliche Steuersysteme zu finden, die nötigenfalls eine rasche Anpassung an veränderte Verhältnisse gestatten. Denn es ist heute ganz ungewiss, wie sich in Zukunft die Brennstoffrationierung gestalten wird. Würden die Steuern im Gesetze selbst wieder festgelegt, so erforderte jede Aenderung der Steuranßätze eine Gesetzesänderung, d. h. eine sofortige Anpassung der Fahrzeugsteuer an neue Verhältnisse innert nützlicher Frist würde dadurch praktisch verunmöglicht. Bedeutend leichter und rascher gestaltet sich jedoch die Aenderung einer regierungsrätlichen Verordnung. Daraus erklärt sich die gegenwärtige Vorlage: die Uebertragung der Befugnis zur Festsetzung der Motorfahrzeugsteuer an den Regierungsrat. Es ist nicht möglich, in dieser Vorlage bereits Einzelheiten über die künftige Anpassung der Steuer an die Brennstoffrationierung festzulegen, da sie immer von den jeweils gültigen Rationierungsvorschriften des Bundes abhängig sein wird. Für Holzgasfahrzeuge und Trolleybusse setzt der Regierungsrat besondere ermäßigte Gebühren fest. Der Grund dieser Sonderregelung liegt darin, dass eine Reduktion der Steuer für die beiden Fahrzeuggattungen schon längst gesboten gewesen wäre. $«hw«> nnhes Lohnausgleichskasse für das Automobilgewerbe. Die Abgeordneten der nachfolgenden Verbände: Autogewerbeverband der Schweiz, Schweizerischer Velo-, Motor- und NähmasehinenhändQer und Mechaniker-Verband. Vereinigung Schweizerischer Automobil-Importeure und -Händler, Verband Schweizerischer Nähmaschinenhändler und kantonalzürcherischer Autogewerheverband haben unter dem Namen «Wehrmannsausgleichskasse für das Automofoilgewerbe. sowie den Fahrrad- und Nähmaschinenhande! in der Schweiz» eine gemeinsame Lohnausgleicbskasse mit Sitz in Bern gegründet. Nichtverbandsmitgliedern steht es frei, eich dieser Kasse ebenfalls anzuschliessen. Sie nichts angehen, nicht kümmern ! Verstanden ? Der Fall ist erledigt.» Und zu Hans gewendet: «Verbinde mich mit der Fabrik! » Nach hergestellter Verbindung: « Fehling, sind Sie's ?... Ist die Kriminalpolizei schon verständigt? Nein?... Also gut! Es sind alle Massnahmen zu unterlasseni Ich wünsche, dass weder Polizei noch Oeffentlichkeit mit der Angelegenheit behelligt werden! Ich selbst nehme den Fall in Bearbeitung, sobald es an der Zeit ist. SchJuss ! » Und ehe noch seine Frau, ehe noch seine Kinder und Gerda Manz begreifen, was das geschehen, hat Direktor Römer die Terrasse verlassen. Sie sehen ihn alle durch den Garten eilen, die Gittenpforte aufstossen und in den Wagen steigen. Der Wagen fährt davon. Entgeistert blicken sich die Zurückbleibenden an. • Als der Betriebsingenieur Karsten nach dem Telephongespräch Fehlings mit dem Chef den Maschinenraum mit verärgertem Gesicht wieder betritt und statt jeder Erklärung mit einer Stimme, der jede suggestive Kralt fehlt, befiehlt: « An die Arbeit!», erhebt sich ein Murmeln der Entrüstung. Treibstoffrationierung für Lastwagen. stellig werden, was denn auch beschlossen Durch Verfügung der zuständigen eidgenössischen Behörden ist die bisherige provisorische worden sei. Treibstoffrationierung für Lastwagen bis zum Im übrigen rechnet der Voranschlag der 15. März verlängert worden. An der Mengenzuteilung in den einzelnen Kategorien ändert sich Einnahmen aus Motorfahrzeugsteuern und Staatsrechnung für das Jahr 1940 bei den nichts, dagegen müssen die im Dezember auegegebenen provisorischen Rationierungsscheine, deren Fahrradgebühren mit einem durch Benzinrationierung und Requisition bedingten Rück- Gültigkeit am 31. Januar ablief, beim Bezug der neuen Scheine den kantonalen Automobilstellen gang von 324.000 auf 200.000 Fr. Dementsprechend hat der analoge Einnahmeposten zurückgegeben werden. im Strassenbau eine Herabsetzung von Au Kantonen 277.000 auf 152.000 Fr. erfahren und der Ertrag des Benzinzollviertels ist mit 100.000 Fr. anstatt 180.000 Fr. eingesetzt. Glarner Landrat heisst die Wechselnummer gut In seiner letzten Sitzung erteilte der Glarner Landrat einer Vorlage der Regierung betreffend Einführung der Wechselnummer für Personen- und Lieferwagen seine Zustimmung. Das letzte Wort ist damit allerdings nooh nicht gesprochen, vielmehr bedarf der Entwurf noch der Genehmigung durch die Landsgemeinde. Nicht dass die Angelegenheit im Landrat etwa diskussionslos «durchgegangen » wäre. Ein Antrag Spälty, die Besteuerung des schwächeren Wagens fallen zu lassen, sofern der stärkere versteuert werde, wurde von der Regierung unter Hinweis auf die Strassenbaukosten einerseits und die Bedenken wegen des Ertragsrückgangs der Verkehrssteuern anderseits beikämpft und diese ablehnende Haltung fand Unterstützung auch im Ratsplenum selbst, wobei einmal mehr das Argument herhalten musste, dass jener, der es sich leisten könne, zwei Wagen zu halten, auch imstande sei, 25 % der Steuer auf dem schwächeren Wagen zu tragen. Als dann Regierungsrat Dr. Becker noch das Schreckgespenst der durch eine Steuerbefreiung des schwächeren Wagens bedingten Mindereinnahme von 6000 Fr. beschwor und sich gegen die bald « skrupellose Durchbrechung der Steuervorschriften durch die interessierten Verbände» wandte, war das Schicksal des Antrags Spälty besiegelt : mit •starkem Mehr lehnte ihn der Rat ab und hiess die Vorlage in der von der Regierung vorgeschlagenen Form gut, das heisst 100 % Steuer für den stärkeren und 25 % für den schwächeren Wagen. Verkehrs- und Strassenfragen im Schwyzer Kantonsrat Ungenügende Signalisierung unbewachter Uebergänge auf der Südostbahn. Bei der Behandlung des Rechenschaftsberichtes des Schwyzer Regierungsrates über die Staatsverwaltung wurde von verschiedenen Rednern eine Beschleunigung der Vorarbeiten für den Ausbau des schwyzerischen Teilstüoks der Axenstrasse gefordert. Regierungsrat Betschart wies in seiner Antwort darauf hin, dass der Ausbau der Axenstrasse in das Alpenstrassenbauprogramm des Bundes aufgenommen worden sei. Die Vorarbeiten haben ihren Abschluss gefunden und die Verhandlungen mit den eidgenössischen Behörden nehmen ihren Gang. Zu Vorstössen von mehreren Seiten gab auch die nach der Elektrifikation der Südostbahn den Erfordernissen der Verkehrssicherheit nicht mehr genügende Signalisierung unbewachter Bahnübergänge auf dieser Linie Anlass, eine Angelegenheit, in der unseres Wissens auch schon die Zentralverwaltung des ACS Demarchen bei den zuständigen Instanzen eingeleitet hat. Aus der Erwiderung Regierungsrat Betsoharts ging hervor, dass sich die Regierung zur Abschaffung der gerügten Uebelstände nicht für kompetent hält, vielmehr könne sie lediglich bei der Bahn und beim eidg. Eisenbahndepartement vor- « Kommt nun die Polizei oder kommt sie nicht ? » fragt einer der jüngsten Arbeiter, für den sich die Ereignisse reizvoll an die in müssigen Stunden gelesenen Kriminalromane anschliessen. «Nicht nötig », gibt Karsten zur Antwort. « Dann ist also der Dieb ermittelt ?... Gott sei Dank!» und der Werkführer klatscht in die Hände. « Los, Kinder. An die Maschinen! » « Es ist noch gar nicht raus, wer geklaut hat», sagt ein Arbeiter, der neben Fehling gestanden, als er von der Kabine des Maschinensaales mit dem Direktor telephonierte. 1 Einzelne Gruppen bilden sich. Unzufriedenes Gemurmel. Karsten tritt hinzu : « Was ist denn jetzt tos ? > « Keine Art ist das ! » macht sich da einer zum Wortführer. « In der Fabrik ist geklaut worden. Schön. Neunzigtausend Franken ist kein Dreck !... Wir hatten in der bewussten Stunde Nachtschicht! Und dann fehlten die neunzigtausend! Schön. Man trommelt uns zusammen, wie eine Hammelherde, droht mit polizeilicher Untersuchung im Interesse der öffentlichen Ordnung und auch im Interesse unserer eigenen Ehre. Quatsch ! Was sich die Direktion schon aus unserer Ehre AUTOMOBIL-REVUE DIENSTAG, 6. FEBRUAR 1940 — N° 6 Bis vor Bundesgericht, wenns sein muss Zur Steuerrückvergütung für requirierte Motorfahrzeuge im Thureau. Zwischen den thurgauischen Automobilisten und dem kantonalen Polizeidepartement besteht eine Differenz wegen der Rückzahlung der Motorfahrzeugeteuern für die Zeit, da die Wagen militärisch in Beschlag genommen wurden. Das kantonale Polizeidepartement ist, nachdem ein Kreisschreiben von Bern auf die gesetzliche Verpflichtung zur Rückvergütung auf Grund des Militärorganisationsgesetzes aufmerksam gemacht hatte, vom Regierungsrat bekanntlich ermächtigt worden, die Taxen für die «vollen Monate» der militärischen Verwendung zurückzuvergüten. Die Motorfahrzeughalter stellen sich alber auf den Standpunkt, dass der Staat kein Recht habe, für Wagen, die am 4. September requiriert wurden, die Taxen noch für den ganzen Monat September zu behalten; sie sind vielmehr der Meinung, dass pro rata temporis, das heiest genau nach der Zeit, da die Wagen beschlagnahmt worden sind, mit anderen Worten, nach Tagen gerechnet werden soll. Da das Militärorganisationsgesetz grundsätzlich die Steuerbefreiung für die Zeit der Verwendung für militärische Zwecke vorsieht, dürften die besseren Gründe — so meint die «Thurgauer Zeitung» — für die Berechnung der Automobilisten sprechen. Dem Vernehmen nach beabsichtigt die Sektion Thurgau des Schweizerischen Automobil-Clubs, die Streitsache vor das Bundesgericht zu ziehen, falls der Regierungsrat auf seinem Standpunkt beharren sollte. Um die Steuerredaktion Automobilsteuer und Autogewerbe. Die in Thun einberufene Versammlung von Automobilisten, Garagisten und weiteren Interessenten hat nach gewalteter Diskussion einstimmig beschlossen, es sei dem Grossen Rat des Kantons Bern zu beantragen, unverzüglich das Automobilsteuerdekret einer Revision zu unterziehen im Sinne einer Ermässigung der Automobilsteuer. Die schwere Lage des Autogewerbes, der Rückgang der Steuern für den Staat, die wegen der Benzinrationierung verminderte Gebrauchsmöglichkeit des Motorfahrzeuges und die dadurch bewirkte Schädigung des Gastwirtschaftsgewerbes rechtfertigen ein solches Vorgehen absolut. Hervorgehoben sei übrigens, dass der Sekretär der Sektion Bern ACS der Versammlung ebenfalls beiwohnte, ein Zeichen, dass man in der Bundesstadt das Verständnis für die Nöte in der « Provinz » aufbringt. Im Schwyzer Kantonsrat wurde durch ein Postulat Marty eine Herabsetzung der Motorfahrzeugsteuern verlangt. Polizeichef Bürgi gab dazu die Erklärung ab, dass Unterhandlungen hierüber im Gange seien. noch die Eingaben der Verbände den luzernischen Regierungsrat zum Handeln bringen können. Die Versammlung gab deshalb der dringenden Erwartung Ausdruck, dass er sich nunmehr ernsthaft mit der Angelegenheit befassen werde. Neue Trolleybuslinie in Winterthur. Der Winterthurer Stadtrat hat die Direktion der städtischen Betriebe ermächtigt, für die Lieferung von vier Wagen einer neu zu schaffenden Trolleybusverbindung Bahnhof Winterthur-Dorfplatz Station Seen Offerten einzuholen. Die Strassenverkehrsunfälle in Zürich. 1939. Man hat wohl mit besonderem Interesse die Ergebnisse der 1939er Strassenverkehrsunfallstatistik Zürichs erwartet, um festzustellen, wie sich die Landesausstellung mit ihrem groseen Verkehr auf die Verkehrssicherheit der Limmatstadt ausgewirkt hat. Nun liegen vorläufig die Erhebungen des städtischen Statistischen Amtes für das zweite Quartal 1939 vor, das die beiden Ausstellungsmonate Mai und Juni umfasst. Es zeigt sich, dass die Zahl der Strassenverkehrsunfälle des 2. Quartals 1939 mit total 1278 fast genau gleich geblieben ist wie im Vorjahr mit 1271. Und erfreulicherweise sind die Unfälle mit Personenverletzungen sogar von 474 auf 457 zurückgegangen, während diejenigen nur mit Sachschaden eine Zunahme von 797 auf 821 verzeichnen. Die Schwere der Verletzungen hat merklich zugenommen, während die Zahl der verletzten Fussgänger mit 151 gegen 147 ziemlich gleich geblieben ist. Das Total des festgestellten Sachschadens wir mit Fr. 207.300 angegeben. Die Statistik der Unfallbeteiligten ergibt, dass die Automobile und Strassenbahnen (Ausstellung!) an den 1939er-Unfällen in weit stärkerem Masse beteiligt sind, währenddem die Velofahrer eine ganz unerwartet hohe Abnahme von 15*% verzeichnen können, wie nachstehende Zusammenstellung zeigt: Wenn 60 hinsichtlich •der Zahl der Unfälle festgestellt werden kann, dass sich die von der Zürcher Stadtpolizei für die Landesausstellung getroffenen Verkehrsmassnahmen als sehr zweckmässig, d. h. unfallverhütend erwiesen haben, so lässt wohl die grössere Zahl der beteiligten Automobile vermuten, dass der starke Zustrom ortsfremder Motorfahrzeuglenker zu diesem ungünstigem Ergebnis beigetragen haben dürfte. Immerhin, die Tatsache, dass die Strassenverkehrsunfälle trotz der Massen von Ausstellungsbesuchern und -der unzähligen Veranstaltungen, Umzüge etc. nicht zugenommen haben, ist ein weiteres- Plus in der Bilanz der Schweizerischen Landesschau 1939. V England sagt dem Verkehrsunfall scharfen Kamof an. Angesichts der Tatsache, dass die Verdunkelung die Zahl -der Verkehrsunfälle in England geradezu sprungartig hat ansteigen lassen, ist vom Verkehrsminister dieser Tage eine umfassende Kampagne angekündigt worden, die sich zum Ziel setzt, die Kurve der tödlichen Unfälle zum Sinken zu bringen. Nach den Erklärungen des Ministers soll das Problem der Verkehrsunfälle energischer als je angepackt werden, nachdem diese während der letzten vier Monate des vergangenen Jahres 4133 Opfer gefordert haben, währenddem sich das Total des ganzen letzten Jahres auf 8287 beläuft. Allein im Dezember kamen im Strassenverkehr 1155 Personen ums Leben, 895 davon während der Verdunkelung. Um gegen diese Hekatombe einzuschreiten, fassen die Behörden eine weitere Herabsetzung der Die Lüzerner Automobilisten rühren sich. Letzer Tage versammelten sich die Vertreter der zentralschweizerischen Sektionen des ACS, des Höchstgeschwindigkeit von Motorfahrzeugen in be- Gelände auf 20 Meilen (36 km) pro Stunde TCS und des Autogewerbeverhandes, um zu derbautem durch die Benzinrationierung akut gewordenen ine Auge, eine Massnahme, deren Wirksamkeit von Frage der Ermässigung d«r kantonalen Verkehrssteuern Stellung zu nehmen Bisher hat weder das rallel mit dieser Einschränkung soll eine intensive der AutomoWlpresse in Zweifel gezogen wird. Pa- Kreisschreiben des Bundesrates an die Kantone, Aufklärungsaktion laufen. macht.! Verdacht hat sie auf uns — das ist alles !... Kann natürlich vorkommen, dass einer ein Schwein ist und ein Verbrechen begeht ... kann auch sein, dass auch mal auf einen anständigen Menschen ein dreckiger Verdacht fällt... Aber eben gerade darum : Aufklärung !... Hat man den Dieb ermittelt, schön — dann soll man uns den Kerl nennen und soll ihn einsperren ! Hat man ihn noch nicht, dann soll man ihn suchen !... Aber so mir nichts, dir nichts das ganze Verhältnis mit uns abblasen ?... Das gibt's nicht! Entweder geht es um unsere Ehre oder nicht. > Einzelne Stimmen: « Sehr richtig ! » « Ich habe vorige Woche ein paar Tausende in der Staatslotterie gewonnen und will die Tage Möbel anschaffen für meine Alte... Soll ich mir dann vielleicht gefallen lassen, dass ein Geheimer hinter mir herschleicht und die Nummern aufschreibt von den Geldscheinen, die ich ausgegeben habe ?» brummt ein anderer. « Jawohl», ruft der junge, lesewütige Bursche dazwischen. «Das sind dann die sogenannten „Indizien" und das ist das Schlimmste bei so einer Sache ! » Die Unruhe wächst 1939 1938 Private Personenautomobile 878 825 Lastautomobile 349 310 Motorräder 112 116 Fahrräder 645 750 Strassenbahnwagen 109 89 Andere Fahrzeuge 36 45 Fahrzeuge überhaupt 2129 2135 Fussgänger 178 174 Stvassenverkehv Karsten stellt sich auf eine Maschine, schreit mit überkippender Stimme : « So nehmt doch Vernunft an, Leute ! Unser Chef ist heute in Urlaub !... Er hat gearbeitet, genau wie ihr !... Nur eben mit dem Kopf, statt mit den Fäusten... er war überarbeitet. Er musste in die Ferien !... Er hat gesagt, er will die Sache selber in die Hand nehmen, später, versteht ihr ?... Selber will er's aufklären... wenn er erst mal zur Ruhe gekommen ist!... Auf euch Hegt ja gar kein Verdacht... War ja nur, dass ihr aussagen solltet, ob ihr was in der fraglichen Nacht beobachtet habt!... An die Arbeit!... Seid froh, dass seit Jahren keiner abgebaut worden ist und keiner im Lohn gekürzt ... los, Leute ! » Murrend verziehen sich die Männer. Kurz darauf sind die abgestoppten Maschinen wieder in Gang : die Stahlsägen kreischen, es stampft, es dröhnt, es rummelt, stösst, zischt und klappert in den fünf gewaltigen Maschinenhallen, in denen der Geruch von heissem Oel sich mit dem von Schweiss und abgetragener Kleidung mischt — die gewaltige Symphonie der Arbeit durchbraust das erzitternde Gebäude. (Fortsetzung folgt)

N» 6 DIENSTAG, 6. FEBRUAR 1940 AUTOMOBIL-REVUE Strafregister und Fahrbewilligung (Aas dem Bundesgericht.) In den Jahren 1929—1939 hatte ein Genfer Chauffeur etwa fünfzehn Vorstrafen erlitten, meist Bussen, aber auch Gefängnisstrafen von 3, 8 und 20 Tagen; ein Teil dieser Strafen bezog sich nicht auf Verkehrsdelikte, sondern auf andere Vergehen, wie Beleidigung, Körperverletzung und Skandal. Im Sommer 1939 war sein Führerausweis während zwei Jahren seit Ablauf nicht mehr erneuert worden, so dass er sich einer neuen Fahrprüfung unterziehen musste. Er erwirkte daher einen Lernfahrausweis und bestand die Prüfung. Drei Wochen später fuhr er Sonntag den 17. September 1939 mit dem Auto seines Arbeitgebers, eines Völkerbundsdelegierten, ohne dessen Erlaubnis herum, womit er eine Widerhandhmg gegen das eben erlassene Sonntagsfahrverbot des Bundesrates beging ; der Weisung eines Polizisten zum Anhalten leistete er nicht Folge. Das kantonale Justiz- und Folizeidepartement entzog ihm den Lernfahrausweis und verweigerte die nachgesuchte Fahrbewilligung. Ein dagegen eingereichter Rekurs wurde von der Kantonsregierung abgewiesen. Hierauf reichte der Chauffeur beim Bundesgericht staatsrechtliche Beschwerde ein, indem er behauptet, durch willkürliche Handhabung der Vorschriften über den Führerausweis (Art. 9 des Motorfahrzeuggesetzes) und die LernfahrbewiMigung (Art. 31 ff. der Motorfahrzeugverordnung) hätten die Genfer Behörden den in Art. 4 der Bundesverfassung aufgestellten Grundsatz der Rechtsgleichheit verletzt. Die staatsrechtlich© Abteilung des Bumdesgerichts beschloss Eintreten auf diesen Rekurs; zwar kann der letztinstanzliche kantonale Entscheid über den Entzug eines Ausweises an das eidg. Justiz- und Polizeidepartement weitergezogen werden (Art. 15 MFG), doch will das Gesetz damit den staatsrechtlichen Rekurs ans Bundesgericht wegen Verletzung verfassungsmässiger Rechte nicht ausschliessen, wo es sich um die Verweigerung eines Ausweises handelt. Dagegen führt die materielle Beurteilung zur Abweisung des Rekurses. Art. 9 Abs. 2 MFG lautet: « Der Führerausweis darf nicht erteilt werden Personen, die das 18. Lebensjahr noch nicht vollendet haben; die nicht urteilsfähig oder durch körperliche oder geistiges Gebrechen an der sicheren Führung des Fahrzeuges behindert sind; die dem Trunke ergeben sind; die aus andern, durch die Bewilligungsbehörde zu überprüfenden Gründen nicht geeignet erscheinen.» Es bedeutet keine willkürliche Auslegung, wenn die Genfer Behörden hier den letztgenannten Ausschliessungsgrund als gegeben erachteten. Wer durch zahlreiche Vorstrafen, zum Teil auch wegen Verkehrsvergehen, sowie durch sein ganzes Verhalten beweist, dass er sich der Rechtsordnung nicht zu fügen vermag, der erscheint im Hinblick auf die allgemeine Verkehrssicherheit als zur Führung eines Motorfahrzeuges nicht geeignet und daher bedeutet der angefochtene Genfer Entscheid keine Willkür. Wo. daran dachte anscheinend niemand. Schlieeslich konnte man aus der Presse entnehmen, was einem an Benzin zukomme, und so entschloss auch ich mich, meine Fahr- und Verkehrsbewilligung für das Jahr 1940 zu erneuern und zahlte meine sämtlichen Abgaben am 29. Dezember 1939 auf der Post ein. Gleichen Tage gingen meine Fahrdokumente per Poet an das Strassenverkehrsamt in Bern ab. Am 19. Januar 1940. abends 8 Uhr, habe ich sie zurückerhalten. Auf der Benzinbezugekarte steht; Gültig vom 1. Januar bis 29, Februar 1940. Dabei steht mein Fall durchaus nicht etwa vereinzelt da. Nun weiss ich sehr wohl, dase am 1. und 2. Januar nicht gearbeitet wurde, ferner weiss ich auch, dass ich nicht der einzige Automobilist bin, der seine Dokumente erneuern lassen wollte, und schliesslich gebe ich zu, dass es kein Lan'desunglück ist, wenn einmal eine Anzahl Automobilisten während zwei Dritteln des Monats kein Benzin haben und deshalb nicht fahren können. Wenn aber der Staat sich darauf versteift, den Automobilisten bezüglich, der Verkehrssteuern keine Konzessionen zu machen — und biß beute hat man noch nichts von etwas Derartigem gehört—eo darf wohl erwartet werden, daes die bescheidenen Rechte, die einem als Fahrzeughalter und. Staatsbürger zukommen, nicht noch besonders geschmälert werden. Vielleicht überlegt man eich zuständigenorts doch einmal die Frage der Dezentralisierung. Das kantonale Strassenverkehrsamt äussert sich hiezu wie folgt: 1. Für einzelne Automobilisten mag es kleinlich erscheinen, dass von ihnen die Zustellung eines adressierten und frankierten Briefumschlages verlangt wird. Da» Strasseaverkehrsarat hat indes in jeder der 6 vorgesehenen Benzinrationierungsperioden ca. 10000 Rationierungscheine per Post zu versenden, eo dass die jährlichen Frankaturen allein für die Zustellung der Rationierungsecheine den beträchtlichen Betrag von ca. 12 000 Fr. erreichen würden. Dass die Beilage einee adressierten Briefumschlages bei der grossen Zahl von Sendungen eine wesentliche Verminderung der Arbeitslast, mithin auch der Verwaltungskosten bedeutet, bedarf wohl keiner näheren Begründung. 2. Da wir jeweils mit der Erneuerung der Ausweise für das folgende Jahr bereits am 15, Dezember beginnen, müssen die Zahlungsaufforderungen und Weisungen an die Motorfahrzeughalter in der ersten Hälfte Dezember der Post übergeben werden. Trotz verschiedener Anfragen bei der zuständigen Instanz konnten wir dapal» die für die am 1. Januar beginnende Rationierungsperiode vorgesehenen Benzinzuteilungen nicht in Erfahrung bringen und waren demnach auch nicht in der Lage, die Motorfahrzeughalter hierüber rechtzeitig zu orientieren. Die kantonalen Amtsistellen gelangten erst am 21. Dezember 1939 in den Besitz der sogenannten Litertafeln. 3. Wir haben bereits darauf hingewiesen, daes die Erneuerung der Ausweise jeweils schon ab Mitte Dezember eingeholt werden kann. Die Mehrzahl der Automobilisten wartet jedoch mit der Zustellung der Ausweise bis in die allerletzten Tage des Jahres, so dass bei der grossen Zahl per Post eintreffender Sendungen —- an einzelnen Tagen 1000—1500 — Verzögerungen in der Arbeitserledigung unvermeidlich werden. Eine Verspätung von über 20 Tagen ist aber undenkbar, es sei denn, dass der Einsender unsere schriftlich erteilten Weisungen miesachtet und ihm deshalb die Ausweise in der Zwischenzeit zur Ergänzung zurückgesandt worden wären. 4. Die Frage der Dezentralisation der dem Strassenverkehrsamt übertragenen Arbeiten ist schon wiederholt erörtert und geprüft worden. Die Regierungsstatthalterämter, die wohl einzig für die Uebernahme dieser Arbeiten in Frage kämen, sind aber, besonders seit der Mobilmachung, derart überlastet, dasa ihnen die zusätzliche Arbeit nur bei entsprechender Erhöhung des Personalbestandes zugemutet werden könnte. Eine zentrale Rechnunge- und Kontrollstelle müsste dennoch bestehen bleiben. Zudem sind dem Strassenverkehrsamt bestimmte Arbeiten übertragen, z. B. Durchführung des Entzugsverfahrens, Strassensignalisation, Führung des Strafenregisters usw.. für die eine Dezentralisation überhaupt nicht in Frage kommt. Jedenfalls würden sich die Verwaltungskosten bei einer Delegierung einzelner Aufgaben an andere Amtsstellen ganz wesentlich erhöhen. Der Automobilist hat alber wohl am wenigsten ein Interesse daran, dass die dem Staate geleisteten Abgaben durch einen komplizierten Verwaltungsapparat verschlungen werden, zumal der Ertrag aus Automo- Mlsteuern und -gebühren, nach Abzug der Verwaltungskosten, ausschliesslich für den Bau und Unterhalt der Straseen verwendet wird. Wie die italienische Sportpresse zu berichten weis«, stehen die Maserati-Werke, deren Sitz sich bisher in Bologna befand, im Begriff, nach Modena überzusiedeln. Die Rundstrecke der Mille Miglia 1940, die bekanntlich auf dem Strassendreieok Brescia - Gremona - iMantua - Brescia zum Austrag gelangt, wird beim Winkel, den die Piste in Cremona beschreibt, ausserhalb der Stadt durchgeführt, und zwar auf einer neuen, die beiden Dreiecksschenkel verbindenden Strasse, deren Bau bereits in Angriff genommen worden ist und die eine Breite von 10 m erhält. Hätte man den Parcours bia in die Stadt hineingezogen, dann wären die Konkurrenten gezwungen, nicht weniger als drei Bahnübergänge zu passieren, bei einem Rennen von ca. 12 Stunden Dauer immerhin ein zweifelhafte« Vergnügen, gan* abgesehen von den Zwangsaufenthalten, die es dabei zum Schadeen einer ungestörten Abwicklung des Kampfeg unvermeidlich abgesetzt hätte. Interessante Enthüllungen der englischen Fachpresse über die Konstruktion eines zur Landung gezwungenen Bombers In den letzten Jahren ist in verschiedenen Ländern intensiv am vergaserlosen Benzinmotor gearbeitet worden, und wir wiesen auch bereits öfter auf einzelne derartige Motorsysteme hin. Da jedoch gerade die interessantesten Verfahren bisher teiliweise als militärische Geheimnisse betrachtet wurden, drang darüber nur wenig in die Oeffentliehkeit. Nun sind englische Fachzeitschriften in der Lage, über die Motoren eines in England zur Notlandung gezwungenen deutschen Heinkel-Bombers bemerkenswerte Einzelheiten zu veröffentlichen. Es handelt sich dabei um flüssigkeitsgekühlte 12-Zylinder-V-Motoren, Modell Junkers Jumo 211A mit hängenden Zylindern, in die das Benzin in ähnlicher Weise eingespritzt wird wie 'bei Schwerölmotoren das Dieselöl. Im Gegensatz zum Dieselmotor tritt jedoch der Brennstoffstrabi hier nicht erst in der Nähe des obem Kolben- Totpunkts, sondern bereits itn Verlaufe des Komipressionshubs durch eine offene Düse in den Verbrennungsraum ein. Seine Zündung Eine zerbrochene Fensterscheibe Spovi £mn Ausland Maserati siedelt nach Modena um. BENZINMOTOR OHNE VERGASER geschieht nämlich nicht durch die Kompressionswärme der verdichteten Luft, sondern durch zwei (oder unter Umständen gar vier) gileichmässig verteilte Zündkerzen (Fig. 1). Das Verdichtungsverhältnis ist daher auch viel niedriger als bei Dieselmotoren. Da das Benzin verhältnismässig lange vor der Zündung eingespritzt wird, kommt man mit Einspritzdrucken von wenig mehr als 5 at aus gegenüber mehreren hundert Atmosphären bei Dieselmotoren. Der Grund liegt im geringeren Innendruck im Zylinder sowie der relativ (!) langen Vorbereitungsizeit bis zum Uebertritt der Zündfunken, die keine solche hochgradige Atomisierung des Brennstoffs notwendig macht, wie sie der Dieselmotor mit direkter Einspritzung verlangt. Für die genannten niedrigen Drucke ist es Amtliche Mitteilungen Verkehrssperrung am rechten Thunerseeufer. Am 12. Februar 1940 wird mit dem Umbau der rechtsufrigen Thunerseestrasse, zwischen Beatenbucht und Interlaken begonnen. Infolgedessen wird daher die Straesenstrecke von der Beatenbucht bis zur Scheidgasse in Unterseen bis ca. Ende Mai 1940 für jeden durchgehenden Fährverkehr (auch Velos) gesperrt. Der Zubringerdienst wird gestattet. Jede Haftpflicht für Unfälle und Sachschäden, die infolge Nichtbeachtung dieses Fahrverbotes entstehen, wird abgelehnt. Alle Strassenbenützer werden ersucht, während der Ausführung der Strassenarbeiten sich den Weisungen der Aufsichtsorgane zu unterziehen. Der Oberingenieur des I. Kreisee: R. Walther. Le < Adressierte und frankierte Couverts beilegen. » Ein bernischer Automobilist schreibt uns : Mit der Einführung der Benzinrationierung im November letzten Jahres hat unser Strassenverkehrsamt allen Automobilisten eine Mitteilung zukommen lassen, wonach jeder Anfrage oder Bestellung ein frankierter und adressierter Briefumschlag beizulegen sei. Wenn man als Automobilist verschiedene hundert Franken bezahlen muss, bis man mit eeinem Wagen nur auf die Strasee darf, dann darf man wohl sagen, dass es auf die paar Briefumschläge und Postmarken auch nicht mehr ankomme. Anderseits lässt eich aber gewiss auch die Ansicht vertreten, dass jeder Automobilist dem Strassenverkehrsamt die paar Kleinigkeiten wert sein sollte, die es im schriftlichen Verkehr mit ihm auszulegen hat. Auf jeden Fall hinterläest diese ganze Sparmaesnahme den Eindruck der Kleinlichkeit und Schäbigkeit. Vergangenen Dezember herrschte an der Speichergasse in Bern gro-sse Geschäftigkeit, mussten doch die Einzahlungsscheine — nach altem Steuer, schema — auf Mitte Dezember jedem Automobilisten zugestellt werden. Dass man dem grünen Schein eine kleine Tabelle beigelegt hätte, aus welcher ersichtlich gewesen wäre, was für ein Benzinquantum jedem Fahrer nach. Neujahr zustehe, der Reparaturkosten wegen nicht ersetzen, heisst ein Mehrfaches dieses Betrages an Brennstoff durch das Loch im Fenster hinausfeuern. Der „sparsame" Automobilist, der die geringen Kosten des Einbaues von Novix-Ringen in seinen Motor scheut, gleicht dem Manne, der die zerbrochene Fensterseheibe nicht ersetzen lassen wollte. Denn durch die mangelhafte Abdichtung zwischen Zylinderwand und Kolben feuert er ständig — pfft — pfft — einen beträchtlichen Teil seines Benzins und Oels unbenutzt auf die Strasse hinaus, zum Schaden seines Geldbeutels und der Allgemeinheit — siehe Benzinrationierung. Mein Motor hat's noch nicht nötig — so denken wohl die meisten Automobilisten; erst wenn sie nach langem Hängen und Würgen zu der Massnahme überredet werden konnten und den Erfolg nun selbst handgreiflich verspüren, da denken sie nachher — hm, das hätte man eigentlich doch schon früher tun sollen! Ihr Garagist, der soeben aus dem Militärdienst zurückkehrte, braucht Arbeit. Geben Sie sie ihm, zu Ihrem und seinem Wohl! Junker & Ferber, Nova-Werke, Zürich Badenerstrasse 412 Fig. 1. Oben: Schnitt durch die offene Einspritzdüse, die ähnlich einer Zündkerze eingeschraubt wird. Darunter; Anordnung von Einspritzdüse uni Zündkerzen im Zyrinderkopf. Beim aufgefundenen Motor waren nur 2 Zündkerzen vorgesehen, doch sind Gewinde zum Einschrauben von deren 4- vorhanden. 1 und 3 =5 Zündkerzen. 2 = Einspritzdüse. 4 und 5 = Kerzengewinde für zwei weitere Kerzen. 6 = Auspuffventil. 7 = Einlassventile. (Aus «Motor-Cycle».) auch bei Verwendung von Benzin als Treibstoff ohne weiteres möglich, betriebssichere Einspritzpumpen zu bauen, obwohl Benzin im Gegensatz zu Dieselöl keinerlei Schmierwirkung besitzt. Die Schnittzeichnung Fig. 2 (S. 4) zeigt die Konstruktion der Brennstoffeinspritzpumpe, die offensichtlich stark an die entsprechenden Aggregate an Dieselmotoren erinnert, wenn auch die Pumpenstempd hier nicht senkrecht, sondern nach abwärts geneigt angeordnet sind. Jedem der beiden Zylinderblöcke des V-Motors ist ein Pumpenblock mit sechs Pumpenstempeln zugeordnet, Fig. 2 stellt nur die Hälfte der Pumpe im Schnitt dar. Man muss sich vorstellen, dass auf der Gegenseite der Pumpennockenwelle (5) ein genau gleicher, zweiter Pumpenblock mit derselben Neigung gegenüber der horizontalen Lage angebracht ist, so dass die Pumpenelemente der beiden Gruppen also ein nach unten weit geöffnetes V bilden. Die Regulierung der Motorleistung geschieht vermittelet einer Drossel im Lufteinlasskanal unter gleichzeitiger Beeinflussung der eingespritzten Benzinmenge. Hiezu bedient man eich ähnlicher Mittel wie bei den Dieselmotoren, d. h. der Putnpenstempel wird entsprechend der einzuspritzenden Brennstoffmenge mehr oder weniger stark verdreht. In der in Fig. 2 gezeigten Stellung tritt durch die Säugöffnung (8) eben Benzin in