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E_1940_Zeitung_Nr.005

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p ziehen, dass das Motorfahrzeug ihre schö nen teuren Strassen ruiniere. Umgekehrt is auch gefahren: gerade heute, im Zeichen de Rationierung und des Verkehrsrückganigs werden besagte Strassen weniger bean spracht Und es hiesse weiter nichts als dem Motorfahrzeug Gerechtigkeit widerfahren lassen, wenn angesichts der durch die Treibstoffrationierung erzwungenen Verkehrsschrumpfung auf den bisherigen Steueransätzen ein Abstrich vorgenommen würde, ganz zu schweigen davon, dass er auch im eigenen, wohlverstandenen Interesse der Kantone läge, weil damit der Anreiz zur Stilllegüng dahinfiele und eine weitere Verstärkung des Zuges nach dem Kleinwagen aufgehalten werden könnte. Bekunden somit derzeit nur einzelne wenige Kantone Neigung, dem Wirtschafts- und Landesverteidigungsinstrument Automobil in steuerlicher Hinsicht soweit Rechnung zu tragen, als es die Gerechtigkeit und staatspolitische Klugheit verlangen würden, so fehlt e sogar nicht an heftigen Reaktionen gegenüber dem Vorgehen des Bundesrates. Die Probe aufs Exempel liefert der Kanton Neuenburg, dessen Regierung sich durch das Kreisschreiben vom 29. Dezember 1939 brüskiert und deshalb bewogen fühlt, die < Einmischung» des Bundes mit einem scharfen Protest zu Quittieren. In einem Schreiben an die Landesbehörde belehrt sie diese darüber, dass es ihr nicht anstehe, den Kantonen Opfer zuzumuten. «Wir verstehen vollkommen> — liest man da — «dass die Requisition der Fahrzeuge und die Rationierung der Brennstoffe für die betroffenen Besitzer Opfer fordert, aber man muss feststellen, dass zahlreiche Bürger ebensosehr wie die Automobilisten durch die Folgen der Mobilisation getroffen wurden und dass man die Bedeutung des gebrachten Opfers nicht mit dem Umfang der Beschwerden oder deren Tonstärke messen muss.» Folgt sodann die Erklärung, die neuenburgische Regierung werde niemals in Vorschläge einwilligen können, welche das bedrohen, was von der kantonalen Autonomie noch übrig geblieben sei, woran sich der Hinweis schliesst, dass eine Ermässigung der Verkehrssteuern dem Kanton unerträgliche N'achteile bringe. Wenn man sich vergegenwärtige, dass Requisition und Rationierung im allgemeinen Landesinteresse angeordnet worden seien, dann wirke der Versuch zum mindesten überraschend, die Kantone mit den finanziellen Folgen dieser eidgenössischen Vorkehrungen zu belasten. Es sei unbillig, ihnen einen Teil der Verkehrssteuern wegzunehmen im gleichen Augenblick, da die Lasten durch die Folgen des starken Verkehrs der Armeefahrzeuge sich vermehren. So scharf der Ton, den die Neuenburger Regierung glaubt anschlagen zu sollen, ebenso scharf verdient deren «Verlautbarung » zurückgewiesen zu werden, vor allem des Geistes wegen, den sie dort atmet, wo sie zu den automobilistischen Begehren Stellung nimmt. Hat man wirklich noch nie etwas davon gehört, dass es auch in bezug auf die Steuern so etwas wie eine optimale Grenze gibt ? Huldigt man tatsächlich der Ansicht, die « glücklichen» Besitzer eines Autos haben die Beibehaltung der bisherigen übersteigerten Steueransätze auch unter dem Regime der Benzinrationierung einfach stillschweigend hinzunehmen ? Es hat ja gerade noch gefehlt, dass man ihnen einen Maulkorb umhängen möchte, wenn sie sich ihrer Haut wehren. Natürlich ist es dem Ermessen eines jeden Kantons überlassen, vorzukehren, was er für gut hält. Aber ob sich die Herren in Neuenburg mit ihrer Intoleranz nicht ins eigene Fleisch schneiden, ob sie sich nicht vergegenwärtigen, dass dabei nicht bloss der Ertrag der Verkehrssteuern zurückgehen, sondern letzten Endes auch die Steuerkraft der Wirtschaft erlahmen wird ? Es zeugt jung. So jung. Und ihr dadurch näher. Auch weil manchmal ein Lächeln über sein Gesicht huscht. Auch Gerda lächelt. Und das gibt ihr auf einen Augenblick die durch eine schlaflose Nacht zerstörte Schönheit wieder. Also denn los, Tempo, Tempo, Fräulein ! •» zerreisst Direktor Römers Stimme den leisen Faden, der sich anzuspinnen begann. «Ich gebe Ihnen zehn Minuten, mir Ihre Verdachtsmomente mitzuteilen, denn darum sind Sie gekommen, nehme ich an ! » « Nur los, nur Mut, Fräuleinchen », ermuntert Hans. Gerda kommt sich vor wie die Zuschauerin in einem Theaterstück, in dem sie gleichzeitig die Hauptrolle sipielt: ... die sonnenüberflutete Terrasse mit den Riesenhortensien in den Holzkästen, die gestickte Spitzendecke auf dem Frühstückstisch, das schwere Silberservice, die feinen kostbaren Tassen, der fremde, junge Herr im weissen Tennisanzug... es ist alles so verwirrend, so neuartig. Sie zieht die Füsse mit den hochstöckeligen, schief getretenen Absätzen unter dem Stuhl ein: denn doch von einer bemerkenswerten Verkennung oder von einem Nichterfassenwollen der Bedürfnisse und Notwendigkeiten von Wirtschaft und Armee, wenn der Bundesrat apostrophiert wird, weil er den Vorstellungen von automobilistische Seite her Gehör geschenkt habe. Sehr leicht könnte der Fall eintreten, dass der Pfeil auf den Schützen zurückspringt. Die ernüchternden Folgen steuerlicher Unnachgiebigkeit gegenüber dem Motorfahrzeug auch auf die kantonalen Finanzen werden gerade heute nicht ausbleiben und wenn sich die Neuenburger Regierung nicht über alle Mahnungen der « routiers» haushoch erhaben fühlte, dann würde sie — vielleicht — auch etwas aus dem Fingerzeig heraussipüren, den ihr die Sektion Montagnes Neuchäteloises des ACS mit der Erklärung erteilt hat, dass die in Aussicht genommene « Erleichterung » in Gestalt der Gewährung von Halbjahressteuerraten bei weitem nicht genüge und die wirkliche Lage der Neuenburger Automobilisten in keiner Weise be- j rücksichtige. Lässt sich an der Richtigkeit der Feststellung, wonach neben den Automobilisten zahl reiche Bürger ebenso sehr von der Mobilisa tion betroffen werden, auch kein Jota rau ben, dann übersieht man dabei immerhin eines : die entscheidende Tatsache nämlich, dass der Motorfahrzeugbesitzer über seine Opfer als Schweizerbürger hinaus noch zusätzliche Opfer, eben als Halter eines Wagens, darbringt. Sofern man sich übrigens im Neuenburger Regierungsgebäude dazu für legitimiert erachtet, den Bund anzuklagen, er wälze Leistungen, für welche er aufzukommen hätte, auf die Kantone ab, dann dürfen die Automobilisten dieses Kantons ihrer Behörde gegenüber mit mindesteis gleichviel Grund den Vorwurf mangelnden Gerechtigkeitssinnes erheben. Bei allem* Verständnis für das föderalistische Prinzip und die Wahrung der kantonalen Autonomie wirkt das Beispiel der Neuenburger Regierung doch befremdend, denn heute hat es auch der hinterste Mann begriffen, dass er seine eigenen, persönlichen Interessen hinter jenen des ganzen Landes seiner wirtschaftlichen und militärischen Widerstandsfähigkeit zurückstellen muss. De* Jxrfvte&aAschluss, 1939 de* 5. .58. .58. — IHM, de* andewi Seite befrachtet In der «Thurgauer Zeitung» unterzieht ein Volkswirtschafter die Betriebsergebnisse der SBB im Jahre 1939 einer Betrachtung, wobei er zum Schluss gelangt, dass ein Ueberschuss der Vermögensrechnung um vielleicht rund 10 Millionen noch keinen Anlass zum Jubel gebe. Wenn das vergangene Jahr den SBB mehr Verkehr und damit gesteigerte Einnahmen gebracht habe, so beruhe das zum Teil auf einmaligen Erscheinungen, die vom Standpunkt des Privatwirtschafters aus keineswegs begrüsst werden können. Im Güterverkehr sei eine eigentliche, nicht aus der Umlagerung von anderen schweizerischen Transportmitteln herrührende Zunahme zu verzeichnen, deren Grund in der Umleitung zahlreicher Transporte von äusändischen auf schweizerische Transitlinien sowie in den umfangreicheren Bezügen der Schweiz und ihrer Nachbarländer, mät JRüelp^ sieht auf die Anlage von Vorräten gesüchT werden müsse. Im internen Verkehr spiele natürlich die der Lagerhaltung vorangehende Verteilung der Waren ebenfalls eine Rolle. : So unrichtig es wäre — bemerkt der Korrespondent weiter — die Zunahme des internen Güterverkehrs allein der Abdrosselung Am« Baselstadt stimmt der 12prozentlgen Steuerreduktion zu Der Grosse Rat von Baselstadt hat den Antrag der Regierung, wonach diese ermächtigt werden soll, während der Dauer der Mobilmachung auf den Verkehrssteuern für ganzjährig im Betrieb stehende Fahrzeuge eine Reduktion von 12% zu gewähren, gutgeheissen. Da der Beschluss mit der Dringliichkeitsklausel versehen ist, braucht diese Aenderung des Motorfahrzeuggesetzes der Volksabstimmung nicht unterbreitet zu werden. « Herr Direktor... ich habe mich gestern nachmittag... als Sie weggefahren-waren ... noch mit ihm getroffen... mit meinem früheren Verlobten... meinem früheren.,. Es war schrecklich... auch das Lokal... er wollte ungestört sein mit mir, um mich zu überreden ? » Else wittert einen Liebesroman, rückt näher : « Zu was ? > «Halt den Mund!» stösst Hans seine Schwester in die Seite. Dass diese Weiber nie das Gefühl für eine Situation haben ! « Weiter ! » drängt Römer. Gerda gibt sich einen sichtbaren Ruck. «Ich habe gestern nämlich... durch ein Versehen — ich horche sonst nie ein Gespräch ab, Herr Direktor, nie, mein heiligstes Ehrenwort! — die Unterredung zwischen Ihnen und... Also es war so. Sie hatten die Kasse verlangt. Ich hatte die Verbindung hergestellt mit der Kasse. Gleich darauf kam ein Gespräch für Herrn Direktor von ausserhalb. Ich schaltete um. um es anzumelden. Da .hörte ich Sie sprechen. Aber nicht in der Leitunc, sondern in Ihrem AUTOMOBIL-REVUE Steigerung des Güterverkehrs auf Kosten des Autotransportgewerbes >n Mantoncn des Automobilverkehrs durch die Kriegsereignisse zuzuschreiben, so unrichtig wäre es auch, dieser Seite der Steigerung des internen Güterverkehrs jede Bedeutung abzusprechen. Die Dinge liegen eben doch so, dass der interne Güterverkehr teilweise durch den Wegfall oder die starke Zurückdämmung der Autokonkurrenz einen Aufschwung habe nehmen können. Ein schöner Teil des Aktivsaldos von 10 Millionen Franken gehe darauf zurück. Betrachte man die Dinge von der andern Seite, dann bedeute dies, dass das Autotransportgewerbe wahrscheinlich durch die Kriegsereignisse um diesen Betrag geschädigt worden sei. Vom Standpunkt der Privatwirtschaft aus liege nun kein Grund zu ungeteilter Genugtuung vor, wenn Ends aller Enden die einmalige Rendite eines grossen •Staatsunternehmens zu, einem mehr oder weniger grossen Teil durch die schwere Schädigung einer sehr grossen Zahl kleiner, selbständiger Existenzen der Privatwirtschaft und ihrer Arbeitnehmer habe erkauft werden müssen. Und in dieser Tatsache erblickt der Einsender eine Hauptursache für die Reserve, die man sich bei der Würdigung des an sich erfreulichen Abschlusses der SBB auferlegen müsse. Glarus bereitet die Einführung der Wechselnummer vor Entgegen dem Antrag der Regierung, die Eingabe des Autogewerbeverbandes nach Einführung der Wecheelnummern abzulehnen, hatte die Glarner Landsgemeinde vom vergangenen Mai die Angelegenheit an den Regierungerat zurückgewiesen mit dem Auftrag, unter Berüctoichtigung gewisser Richtlinien eine neue Vorlage auszuarbeiten. Das ist nun geschehen und nach der grundsätzlichen Annahme der Wechselnummer unterbreitet die Regierung dem Parlament zuhanden der Landsgemeinde jetzt einen Beechlussesentwurf, der bestimmt, dass zwei Motorfahrzeuge der Kat. A, leichte Motorfahrzeuge eines und desselben Halters abwechslungsweise unter Verwendung der gleichen Kontrollechilder verkehren können. Die Wechselnummern werden abgegeben entweder für zwei Personenwagen oder zwei Lieferwagen oder für je Zimmer. Ihr Hörer lag wohl auf dem Tisch und zufällig auch der von... also der andere in der Kasse... weil doch Alfred so rasch herausgestürzt war aus seinem Zimmer... Und weil es sich doch um meinen Verlobten handelte, was Sie da sagten... und so schreckliche Beschuldigungen zur Sprache kamen...» Gerda kann kaum sprechen vor Aufregung. Was sie sagt, kommt immer undeutlicher heraus : « Also da hab' ich denn natürlich zugehört... Und dann am Nachmittag in der merkwürdigen Weinstube hat er mich beschworen, gebettelt hat er — er schrecklich !... ich soll mit ihm ins Ausland ... Vorige Nacht hätt' ich mit ihm reisen sollen... das heisst, vorausfahren sollte ich... er wollte später, nachts oder morgens, nachkommen ... so, als ob er noch was Wichtiges zu erledigen hätte. Er wollte unter allen Umständen ... ich hab's ganz genau gefühlt... verhindern, dass ich heute früh ins Büro ging ... Ja... und weil er doch so schrecklich aufs Geld aus war... aber eigentlich nicht für sich... er wollte wohl mir ein schönes Leben machen, um mich nicht zu verlieren ... weil er doch immer sagte, dass ich so jung und so schön bin...» TVre'NSTAfl ST» .TATtfTTAiR 1QATI MO 5 I ein Fahrzeug der einen und andern Gattung. Für den stärkeren Wagen iet die volle Jahressteuer zu entrichten, für den schwächeren 25 %> davon. Dabei wird die Steuer auf dem stärkeren Wagen für das ganze Jahr erhaben, ohne Rücksicht auf den Zeitpunkt der Inverkehrseteung oder allfällige zeitweiße Stillegung. Sofern die Landegemeinde den Beschluss gutheiest. tritt er auf 1. Juli 1940 in Kraft. Es geht vorwärts in Zürich Das zielbewusste Vorgehen der kantonalen Strassenverkehrsliga Zürich für eine Anpassung der kantonalen Verkehrssteuem an die Benzinrationierung hat nun ihren ersten Erfolg gezeitigt. Als erstes Resultat ihrer andauernden Verhandlungen mit dem Regierungsrat hat nun dieser am 25. Januar der Vorlage für ein Gesetz zugestimmt, welches eine Ergänzung und Aenderung des Motorfahrzeug- und Fahrradgesetzes vom 10. Januar 1923 in der Weise vornimmt, dass der Regierungsrat ermächtigt wird, während der Dauer der Rationierung flüssiger Brennstoffe die Motorfahrzeugsteuern zu ermässigen und für Holzgasfahrzeuge und Trolleybusse besonders herabgesetzte Steuern festzusetzen. Wird die Rationierung früher oder später aufgehoben, so erlischt dieses Gesetz mit dem Ende des betreffenden Kalenderjahres. Die Gesetzesvorlage wird dem Kantonsrat nun demnächst zur Beschlussfassung vorgelegt, wobei zu wünschen ist, dass sie auch dort die nötige Zustimmung findet. Es wäre so möglich, das Gesetz noch im März der Volksabstimmung zu unterbreiten. V Ersparnisse im Genfer Staatshaushalt — auch auf Kosten des Strassenausbaus Im Zuge der Einsparungen, zu denen sich der Kanton Genf genötigt sieht, sollen auch die Subventionen, welche der Kanton bisher jährlich in einer Höhe von 100,000 bis 200,000 Franken an die Kosten des Unterhaltes der kommunalen Hauptstrassen geleistet hat, nun für eine Dauer von drei Jahren eingestellt werden. Während bei der neulichen Eintretensdebatte die Vertreter der Landgemeinden lebhaften Einspruch gegen die geplante Massnahme erhoben, hat man sich anders«its dafür ausgesprochen, zunächst wenigstens einmal einen Versuch für die Dauer eines Jahres zu machen. Auf Widerspruch ist auch das weitere Regierungsprojekt gestossen, das die Zuwendungen des Kantons aus dem Erträgnis der Steuer auf den Motorfahrzeugen für die Strassenteerunn von 100,000 auf 50,000 Franken herabsetzen will. Darüber wird sich, nach der Budgetkommission, der Grosse Rat auszusprechen haiien. Anderseits hat dieser einer Erleichterung für die Motorfahrzeughalter in dem Sinne zugestimmt, dass während der Dauer der Mobilisation die Steuer für Motorfahrzeuge in zweimonatlichen Raten entrichtet werden kann. b- Notizern Benzinrationierung. Die gesamte Benzinrationierung soll nun im Kanton Zürich beim kantonalen Kriegswirtschaftsamt zentralisiert werden, womit eine Entlastung der kantonalen Motorfahrzeugkontrolle von dieser Aufgabe erfolgt. Für die, Anbahnung der nötigen Vereinheitlichung kann dies nur von gutem sein. Mit der Aibgabe der Benzinrationierungsscheine dürften nun inskünftig wieder die Bezirksstatthalterämter beauftragt werden. V Zürcher Verkehrsfragen. Die verschiedenen Unfälle, die sich seit dem Ausbau des Alpenquais in Zürich bei den Verkehrsinseln vor dem neuen Kongressgebäude ereignet, haben nun die zustandigen Behörden veranlasst, die auf den Inseln angebrachten Pfosten durch gelbliches Licht für den Fahrer besser sichtbar zu machen. Das Hauptübel, die blendende Beleuchtung längs des ganzen Alpenquais, wurde damit allerdings nicht beseitigt und es wird dieser Strassensug bei unsichtigem Wetter und nasser Fahrbahn mch weiterhin seine erhöhten Gefahren beibehalen. Mit besonderem Interesse sieht man dem Ausgang der gegen die Stadt geltend gemachten Schadenersatzforderungen der verunfallten Automobilisten entgegen. Ihr Blick fällt in den rund gerahmten Spiegel, der ihr gegenüberhängt; sie sieht sich in zerdrücktem Kleid, mit dem verzerrten Mund, dem verquollenen Gesicht und verbessert sich rasch. «... war ! » Aber niemand weiss, worauf sich das Wort bezieht, da alle fieberhaft rasch kombinieren. « Sie nehmen also an, dass der Kassenraub heute nacht von dem Becker begangen wurde ?'» Sie nickt. Ja... weil es doch wie eine Flucht war, die er vorbereitete... und wegen der zehntausend Franken brauchte er doch nicht zu flüchten... da hatten Sie ihm doch ihr Ehrenwort gegeben auf dem Schein... und fünf Jahre zum Zurückzahlen !... Aber ich glaube, er traut Ihnen trotzdem nicht so recht, Herr Direktor.» Und leiser fügt sie hinzu : < Umbringen würde er Sie, wenn er denken würde, dass Sie mich vor ihm gewarnt haben ! » (Fortsetzung folgt)

N°5 — DIENSTAG, 90. JiANUAH 1940 AUTOMOBIL-REVUE si Avane^ und Mietgelder für requirierte Motorfahrzeuge Das Armeekommando teilt mit: Nachdem die Abrechnung der Koetenbetreffnisse für die bis zum 31. Dezember 1939 abgeschätzten Motorfahrzeuge erfolgt ist, beginnt die Auszahlung des Mietgeldes für die 2: Periode (November und Dezember 1939) der dauernd im Dienst stehenden Fahrzeuge ab Ende dieses Monats. Die Rolle des Automobils bei der Evakuatlon Im Anschluss an eine Mitteilung des Armeestabes, wonach es nicht als Zeichen einer Verschlimmerung der Gesamtlage oder besondere: Gefährdung einzelner Gegenden betrachtet werden dürfe, wenn die für die Evakuation zuständigen Behörden jetzt an die Bevölkerung gelangen, zumal die Vorarbeiten dafür schon vor dem Kriege aufgenommen worden seien, veröffentlichen der Zürcher Regierungsrat und das Territorialkommando ihre Weisungen für den Kriegsfall, wobei sie ausdrücklich betonen, dass damit die Oeffentlichkeit instand gesetzt werden soll, die Vorschriften in Ernst und Ruhe zu überlegen. Das Studium der Verordnung läset erkennen, dass bei der Evakuation auch dem Motorfahrzeug eine gewichtige Rolle zugedacht ist, ein Grund mehr, durch Entgegenkommen in der Frage der Verkehrasteuern den Anreiz zum Aufbocken zu beseitigen und für ständige Fahrbereitschaft aller noch verfügbaren Fahrzeuge zu sorgen, damit eie auch in diesem Falle ohne Verzögerung eingesetzt werden können. Schälen wir nun aus den Bestimmungen der Verordnung jene heraus, die sich unmittelbar an den Automobilisten wenden und ihn berühren: Bei der freiwilligen Abwanderung der Bevölkerung vor Kriegeausbruch haben die Eigentümer von Autos damit zu rechnen, daes ihre Wegen bei erhöhter Kriegsgefahr sofort militärisch beschlagnahmt werden. Bei erhöhter Kriegsgefahr kann unter Umständen im letzten Moment für einzelne Gemeinden aus militärischen Gründen die Evakuierung der Zivilbevölkerung vom militärischen Befehlshaber angeordnet werden. In diesem Fall werden alle Motorfahrzeuge, soweit eie nicht vorher schon militärisch eingestellt waren, mit Beschlag belegt. Die Evakuierung erfolgt unter dem Befehl des Ortachefs und seines Stellvertreters, wobei deren Anweisungen sowohl, als auch jenen der von den militärischen Stellen bezeichneten etrassenpolizeili. chen Organe unbedingt und genau Folge zu leisten iet. Für den Transport nieht marschfähiger Personen stehen dem Ortschef alle in der Gemeinde noch vorhandenen Personenautomobile zur Verfügung. Motorfahrzeuge Für die Armee iwir erhalten folgende Zuschrift: «Als Abonnent Ihrer Zeitung habe ich den am 16. Januar 1940 erschienenen Artikel «Wie siehern wir der Armee im Ernstfall die nötigen Fahrzeuge» gelesen und bin der Ansicht, dass die darin enthaltenen Vorschläge wirklich ernsthafter und baldiger Prüfung wert sind. Ich brauche nicht zu betonen, dass es in der Schweiz eine grosse Zahl älterer Wagen gibt, die vor allem wegen zu grosaer Motorenstärke und der damit in der Regel verbundenen hoben fiskalischen Belastung oder in Anbetracht des starken Brennstoffverbrauchs stillgelegt worden sind. Als Besitzer eines noch guterhaltenen älteren 7-Plätzerwagens, den ich ausser Betrieb setzte, um mit einem neu angeschafften amerikanischen Wagen billiger zu fahren, wäre ich bereit, das nutzlos in der Garage stehende Fahrzeug dem Bund unentgeltlich zu Eigentum zu überlassen Ich bin überzeugt, dass sich noch an vielen Orten solche Motorfahrzeuge finden Hessen, deren Eigentümer sich mit einer entschädigungslosen oder doch billigsten Abtretung zu militärischen Zwecken einverstanden erklären würden. Für den Bund ist bekanntlich der Betrieb grösserer und älterer Wagen bei weitem nicht so kostspielig wie für Private, weshalb sich für ihn auch die mit einigen Kosten verbundene Wiederinstandstellunjj nicht mehr voll fahrbereiter Fahrzeuge selbst dann noch lohnen sollte, wenn der private Eigentümer mit dem Erwerb eines neuen oder kleineren Wagens besser fährt. Auserdem sind für viele militärische Zwecke neue und empfindliche Fahrzeuge weit weniger geeignet als ältere und robustere Wagen, bei denen nicht jeder Schaden eine Wertminderung zur Folge hat. Könnte schliesslich eine solche Aktion der freiwilligen Abgabe älterer Personenwagen in grösserem Umfang durchgeführt werden, würde sich auch die Überprüfung und Ueberholung der eingegangenen Wagen billiger gestalten, wobei sicher aiffch die Möglichkeit separater Verwendung oder Auswechslung einzelner Bestandteile sehr zu schätzen wäre.» Dr. D. W*»*«A«ftl A^uti«» ches UM DAS RUMÄNISCHE ERDÖL Wieder einmal bildet die rumänische Erdölproduktion einen der Angelpunkte des Weltgeschehens, lieber die wirklichen Vorgänge und vor allem über die voraussichtlich daraus resultierende Entwicklung scheint noch niemand klar zu sehen. Was als ziemlich sicher gelten darf, ist lediglich die Erwartung, dass in nächster Zeit eine weitere Abnahme der Förderung eintreten könnte. Denn die Ursache das ca. fünfprozentigen Rückgangs im vergangenen Jahr ist nicht nur, wie man es hinzustellen versuchte, im Kapitalmangel gelesen, sondern auch in einer deutlich fühlbaren Unlust zu produzieren. Und diese Unlust dürfte durch die Ereignisse der letzten Zeit noch eine Steigerung erfahren haben. Die Förderung ist. trotz der sprunghaft erhöhten Nachfrage in den ersten 10 Monaten 1939 (von Ende Oktober stammt die letzte zuverlässige Angabe) gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahrs, von 5,537 auf 5,210 Mill. t gesunken. Der Rückgang betrifft ziemlich gleichmässig alle grossen Gesellschaften: Astra Romana 1,153 gegen 1,223 Mill. t, Concordia 677 000 gegen 704 000 t, Romana Americana C52000 gegen 765 000 t, Steaua Romana 600000 gegen 623000 t. Dass der Exporterlös nichtsdestoweniger in den ersten Monaten 1939 gegenüber der gleichen Zeitspanne 1938 von 6990 auf 7540 Mill. Lei gestiegen ist, hat «einen Grund lediglich im Anziehen der Preise. Von dem exportierten Erdöl gingen in den Monaten Januar-Oktober 1939: nach Deutschland 21,3°/«, nach Italien 15,5 Vo, nach Grossbritannien 12,8%, nach Böhmen 10,8°/«, nach Frankreich 5,5'/o, nach Ungarn 4,3 •/•, nach Belgien 4,0 °/o und nach Jugoslawien 3,6%. Die verbleibenden 22,2 °/o verteilen sich auf verschiedene Länder. Betrachtet man da« Oktober-Ergebnis allein, so ist ein mehr oder weniger starkes Absinken der meisten Quoten zugunsten von Italien, Frankreich und Jugoslawien festzustellen, die in diesem Monat zusammen mehr als einen Drittel der gesamten rumänischen Erdölausfuhr aufgenommen haben. Englischer Autoexnort erreicht Rekordziffern. Während der ersten drei Monate des Krieges nahm die britische Automobilausfuhr nach Australien, Indien, Burma, Portugal und Uruguay einen Umfang an, wie er bisher noch nie registriert werden konnte und deshalb, wenigstens soweit es eich um die erwähnten Länder handelt, einen neuen Rekord darstellt. Der November stand mit einem Export von 300 Fahrzeugen pro Arbeitstag zu Buch, was gegenüber dem Parallelmonat 1938 eine Steigerung um 26 % bedeutet. Insgesamt wurden während dieses Zeitabschnittes 6300 Personenund Lastwagen ausgeführt. Typenbeschränkung in Deutschland hinausgeschoben. Mailänder Automobilsalon 1940 findet statt. Das italienische Korporationen-Ministerium hat Durch eine Anordnung des Beauftragten für den Kalender der Veranstaltungen im Jahre 1940 das deutsche Kraftfahrwesen sind die für die Typenbegrenzung in der Motorfahrzeugindustrie vor- Automobilsalon, der vom 38. Oktober bis 11. No- genehmigt. Darunter figuriert auch der Mailänder gesehenen Termine, die auf 1. Januar und 1. Juli vember abgehalten wird. Hoffnungen, die scheiterten i nur 284,888 Einreisen, gegen 432,295 im Jahre 1938 Ein Epilog über die Ergebnisse der internationalen Autotouristik während des vergangenen Jahres muss zwangsläufig in die unerfreuliche Feststellung ausmünden, dass unsere Hoffnungen und Erwartungen zunichte geworden sind. Alle Bemühungen unserer Fremdenverkehrswerbung, die trotz der drohenden Gefahren nicht untätig blieb, machte der Ausbruch des Krieges zu schänden, nach- Grenzverkehr Motorrider Motorrlder u. gew. Personenautos 19 ~ Prov. Eintrittskarte Freipasa _. Triptyk J? Grenzpassierscheinheft _ Kontrollschein __ Dezember Januar Februar März April Mai Juni Juli August September Oktober November Dezember Total 193« 1930 — 8 401 7 110 8 1040 festgesetzt waren, auf einen späteren Zeitpunkt (hinausgeschoben worden. Im übrigen aber behalten die mit den einzelnen Wirtschaftegruppen der Automobilinduetrie getroffenen Vereinbarungen über da» künftige Typenbauprogramm weiterhin ihre Wirksamkeit. Internat Autotourismus im „Jahr der Schweiz 4 1938 93 58 46 Autocars dem schon die vorhergehenden Monate mit Ausnahme des Juli geringere Kontingente von Autotourfeten gebracht hatten als im Jahr 1938. Wie in den fetzten Monaten verzichten wir auch heute auf eine Kommentierung der Ziffern und begnügen uns mit dem-'Wunsch nach baldigem Anbruch besserer Zeiten. Fernverkehr Gew. Personenautomobile Lastwagen Total 1939 1938 1939 1938 1939 1938 1939 1938 — — 305 3 723 — — 313 3 816 — 47 187 4 400 14 250 281 515« 7 24 111 2020 8 81 155 2 300 — • 128 1847 2 3 190 1884 3 40 40 94 581 28 245 7 76 731 11990 24 334 882 13176 473 472 1SS 539 126 207 10 234 14 588 316 881 11281 16 687 f!7 486 298 175 215 108 IS 258 15 912 356 791 13 742 17 961 (NO 755 287 926 283 256 13 710 21714 345 695 15 315 24 346 956 1009 096 1047 532 378 23 SU 29 556 559 451 26 091 32 441 1023 1060 896 660 649 553 21580 25 671 581 680 24 728 28 734 1145 1132 1963 1760 1877 1467 31467 35 908 641 577 37 003 40 844 1588 1170 2714 2973 3647 2972 56 462 56 656 704 575 65115 64 346 1040 1160 8400 3899 4183 3653 77 960 94 274 504.481 87 096 103 467 107 787 90 1654 19 1369 2178 46792 28 403 2431 51005 73 «80 6 873 1 195 433 20 789 40 445 562 22 962 70 609 8 504 — 04 458 14795 16 334 662 16306 94 531 26 245 7 76 791 11990 24 334 882 13176 7878 9870 10535 15845 41539 11388 260813 388 645 4123 6547 284 886 432295 PFLICHTBEWUSSTSEIN des Automobilisten besteht, nach einem letzthin erschienenen und viel diskutierten Inserat, im Einlösen seiner Polizeinummer. Wir sind, offen gestanden, nicht ganz der gleichen Meinung; denn mancher durchaus pfliehtbewusste und heimattreue Schweizerbürger ist heute durch den Druck der Verhältnisse gezwungen, auf seinen Wagen zu verzichten, ohne dass man ihn deshalb tadeln darf: Der ist vielmehr ein pflichtbewusster Automobilist, der nicht unnötig Benzin und Oel vergeudet und u. a. seinen Wagen zu diesem Zwecke tadellos in Ordnung hält, auch wenn er ihn zeitweise niebt benutzen kann. Einer der einfachsten Wege zur Einsparung von Betriebsstoffen ist beispielsweise die Montage von Novix-Ringen, welche den Verbrauch von Ocl und Benzin auf das notwendige Minimum reduzieren. Sie hat dazu den Vorteil, nicht teuer zu sein. Wer solche Spar-ßinge montieren lässt, nützt also sich selbst. Er hilft aber auch dem Garagisten, der nach monatelanger Abwesenheit im Grenzdienst nun in der leeren Werkstatt sehnlich der Arbeit harrt. Und wer jetzt dem bedrängten Autogewerbe Brot schafft, auch der ist ein pflichtbewusster Automobilist ! Junker & Ferber, Nova-Werke, Zürich Badenerstr. 412 An das Schweizervolk Seit Monaten steht unsere Wehrmacht unter Waffen. Draussen, fern von Heim und Familie, halten sie Wacht, die feldgrauen Männer, die Unabhängigkeit des Vaterlandes zu schirmen. Ihre Opferbereitschaft auferlegt allen, die unter ihrem Schutee die Segnungen des Friedens gemessen, heilige, unabdingbare Pflichten. Vornehmlich die Bürger der Heimatfront sind berufen, jene ethischen Werte zu hüten und zu pflegen, die das Fundament unseres staatlichen Lebens bilden sollen: den Geist echter Gemeinschaft und gegenseitiger Unterstützung. Unserem Gemeinschaftssinn ist h^ute ein weites Wirkungsfeld eröffnet: die Zentralstelle für Soldatenfiirsorge des E.M.D., das Schweizerische Rote Kreuz, deren Aufgabe es Ist,, die geistigen und materiellen Schäden, die der Krieg auch unserem Volkskörper zufügt, zu mildern, bedürfen dringend der Unterstützung. Im Jahre 1918 wurde durch Verfügung des damaligen Chefs des Generaletabes, Herrn Oberstkorpskommandant Sprecher von Bernegg, die Nationalspende ins Leben gerufen. Dank späterer Zuwendungen konnte das Werk in den 20 Jahren seines Bestehens über 14,7 Millionen Franken gemäes Art. 2 der Stiftungsgrundsätze verwenden. Art. 2 lautet: «Die Stiftung bezweckt die Förderung der leiblichen, sittlichen und seelischen Wohlfahrt der schweizerischen Wehrmänner und ihrer Angehörigen. Sie wirbt um die werktätige Unterstützung der Soldatenfürsorge durch freiwillige Spenden und gewährleistet den Gebern die bestimmungsgemässe Verwendung ihrer Gaben.» Mit der jetzigen Mobilmachung stiegen die an Nationalepende und Rotes Kreuz gestellten Ansprüche dermassen (Nationalepende: 1939 rund 1,5 Millionen: Rotes Kreuz: seit 1. September 1939 ca. 1 Million Fr. Ausgaben), dass ein neuer, machtvoller Beweis eidgenössischen Gemeinschaftssinnes die Bereitstellung der notwendigen Mittel zur Fortführung der Tätigkeit der Nationalspende auf den verschiedenen Gebieten der Soldatenfürsorge sowie des Roten Kreuzes in seiner Betreuung kranker Wehrmänner gewährleisten mues. Dies um so mehr, als die Zahl der militärisch organisierten Bürger und Bürgerinnen, die Gesamtheit unserer Wehrmacht, seit dem Weltkrieg eine bedeutende Ausdehnung erfahren hat. Schweizervolk! Die Stunde der Bewährung ist für dich gekommen! Wir wollen alle zusammenstehen zu einem grossen, gemeinsamen Werk! Wir wollen Opfer bringen, jedes nach bestem Vermögen! Gross war die Freude unserer Soldaten über ihr Weihnachtspäcklein mit den Briefen der Kinder, aus denen die Liebe und die innere Verbundenheit der Heimat sprach. Tiefer wird ihre Ergriffenheit sein, freudiger werden eie aueharren, wenn sie sehen, dass das Volk in seiner Gesamtheit aufsteht, ihnen und ihren Familien seine Dankbarkeit zu beweisen. Der Rotkreuzchefarzt: Oberst Denzler. Der Fürsorgechef der Armee: Oberst Feldmann. Ausland Jugoslawien schrankt den Autoverkehr weiter ein. Die jugoslawische Regierung hat die Einschränkungismassnahmen für den Motorfabrzeugverkehr weiter verschärft. Neuerdings dürfen Privatwagen im Ortsverkehr zwischen 19 und 7 Uhr überhaupt nieht mehr"benützt werden. Ausserdem ist die Benutzung von Personenwagen und Motorrädern auf allen Strassen verboten, J die mit Eisenbahnlinien parallel verlaufen. Auch die Zusammensetzung des Betriebstoffgemißches wurde geändert; es musa künfig aus 78,8% Benzin, 2O°/o Aethylalkohol und 1,2% Methylalkohol bestehen. Kugelsichere Reifen. Die Fahrzeuge der motorisierten britischen Truppen sind zu einem grossen Teil mit kugelsicheren Reifen ausgerüstet. Keine Kleinkaliberkugel vermag sie zu durchschlagen. Selbst wenn der Reifen einem Kugelregen ausgesetzt war, soll er, wie aus London versichert wird, imstande sein, mindestens noch weitere 100 Meilen zurückzulegen. Amerikaleldoskop. Eine grosse pharmazeutische Firma in New York hat Vitamin-A-Kapseln auf den Markt gabracht, die zum Verkauf für Autofahrer bestimmt sind. Die Kapseln sollen vor Einbruch der Dunkelheit genommen werden und der oft verhängnisvollen « Nacht-Blindheit» entgegenwirken, die für viele tödliche Autounfälle verantwortlich ist. Ein neues Gesetz in Connecticut sieht die zwangsweise Wiedereinführung einer alljährlichen Warenkontrolle durch Polizeibeamte vor. Die vorübergehende Aufhebung einer ähnlichen Verordnung hatte die Unfallziffer um 40 Prozent ansteigen lassen. Das gibt es jetzt: den « Gasomaten », einen Apparat, der die Entnahme von Treibstoff aus Benzinstationen gegen Münzeinwurf ermöglicht; Benzinkauf aus dem Automaten berechtigt auch zum unentgeltlichen « Bezug » von Luft für die Reifen und Wasser für die Kühler, beides gleichfalle aus dem Automaten geliefert. Der Präsident der Gesellschaft der amerikanischen Autoingenieure hat den Fahrern empfohlen, sich die — Indianer zum Vorbild zu nehmen und am Steuerrad das Spurenlesen zu lernen. Wenn am Beginn einer Kurve Heu auf der Strasse liegt oder die Eindrücke eines schweren Gefährts erkennbar sind, soll man die Kurve mit doppelter Vorsicht nehmen. Die Richtung, in der Staub aufgewirbelt wird, lässt oft erkennen, dass soeben erst ein anderer Wagen die Kurve passiert hat. Staubsäulen auf Seitenwegen warnen vor herannahenden Wagen, während Tierexkremente auf der Fahrbahn sich in vielfacher Weise deuten lassen.