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E_1940_Zeitung_Nr.008

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W AUTOMOBIL-REVUE

W AUTOMOBIL-REVUE DIENSTAG, 20. FEBRTMR 1940 — N° 8 auch diesmal alle Ehre. Er gab eine, in ihrer Einfachheit und Logik, ihrer Klarheit und Unwiderleglichkeit schlechthin unübertreffliche Antwort. Ja, diese Antwort war buchstäblich eine Gipfelleistung. Sie verdient, auf den imaginären Grabstein des vormaligen Wachtmeisters und derzeitigen Herrn Majors K. eingeritzt zu werden. Die Antwort lautete: «Herr Oberst, eine Operationsbasis ist eine Basis, von der aus man operiert.» Basta. Kein Wort zuviel, keines zu wenig. Wer eine noch knappere, unverschämtere und frechere Antwort weiss, möge die Hand erheben. Die Aspirantenklasse nahm die Antwort gebührend zur Kenntnis, und Wachtmeister K. konnte einen Punkt markieren. Wer aber beschreibt unsere Ueberraschung, als Herr Oberst R. einige Minuten später auf Wachtmeister K's «Antwort» zurückkam und im Brustton tiefster, ehrlichster Ueberzeugung feststellte: «Wie Wachtmeister K. vorhin richtig bemerkte ...» Liebe Freunde, ihr könnt natürlich nicht alles wissen, wie das aussieht, wenn eine ganze hundertköpfige Aspirantenklasse erst vor Erstaunen die Münder auf- und zumacht und verzweifelt nach Luft schnappt, wie sich des Zwerchfells und der Backen ein Krampf bemächtigt, wie dann plötzlich einer prustet und daraufhin der ganze Krampf in einem tosenden Lachgebrüll platzt. Jetzt krümmten sich hundert junge Aspiranten vor Lachen, dass die Tränen kollerten, jetzt krachten die Hosenböden, bogen sich die Bänke, klirrten die Scheiben, wankten die Mauern vor Lachen. Jetzt steigerte sich der Lachkrampf zur Hysterie, jetzt tanzten wildgewordene, feldgraue Derwische auf den Tischen und fielen sich begeistert in die Arme, fielen sogar um. Einige schlichen als gebrochene Menschensäulen davon. Herrgott, war das noch eine Zeit. In jene Zeit aber soll auch der Entschluss der niassgebenden Vorgesetzten gefallen sein, imsern allverehrten Herrn Oberst R. vom Militärgeographie-Unterricht inskünftig zu entlasten. Der oberste Feldherr hat ihn schon vor vielen Jahren zur grossen Armee versammelt. Er wird vermutlich auch dort von der Erteilung von Militärgeographie- Unterricht dispensiert worden sein. Wenn wir einstmaligen Aspiranten ihm aber einmal, wenn wir ebenfalls zur grossen Armee abberufen werden, begegnen sollten, dann werden wir, unsern alten Oberst R. in strammer Achtungsstellung grüssen, denn er war trotz allem ein grundbraver Kerl und ein ganzer Soldat. Madame de Stael in %iwt£attd Am 3. Oktober 1810 schrieb der Polizeiminister Napoleons, der Herzog von Rovigo, an Madame de Stael: «Madame, ich habe den Brief erhalten, mit dem Sie mich beehrten. Ihr Herr Sohn wird Ihnen mitgeteilt haben dass ich nichts dagegen habe, wenn Sie ihre Abreise um sieben oder acht Tage verschieben. Ich hoffe allerdings, dass Ihnen diese Zeit für die noch nötigen Vorbereitungen genügen wird, da ich Ihnen nicht mehr bewilligen Kann... Ihre Verbannung ist eine natürliche Folge Ihres Verhaltens, das-Sie seit mehreren Jahren beständig an den Tag legen. Es schien mir, als ob Ihnen die Luft dieses Landes gar nicht bekäme, und wir sind noch nicht so weit gesunken; dass wir unsere Vorbilder bei Völkern suchen müssen, die Sie bewundem I... Wie Sie wissen, Madame, war es Ihnen nur erlaubt, sich von Coppet zu entfernen, weil Sie den Wunsch ausgedrückt hatten, nach Amerika zu gehen... Ich schreibe an Herrn von Corbigny, dass er die Ausführung meiner Befehle übernimmt, wenn die Ihnen gewährte Frist verstrichen ist... Ich habe die Ehre usw.» Die Anspielung des Polizeiministers bezieht sich auf das Werk «De l'Allemagne», in dem Madame de Stael sich bewundernd über das deutsche Volk, die deutsche Literatur und die deutsche Philosophie ausspricht, ohne Frankreich auch nur zu erwähnen. Die französische Zensur verbot dieses Buch. Sie sah in Madame de Stael eine staatsgefährliche Frau, in ihrem Salon das Zentrum der Opposition gegen Napoleon und das Kaiserreich. Die geistvolle Frau, die die Freiheit über alles liebte, entschloss sich nun, Genf, ihre Heimat, und Paris, das ihr eine zweite Heimat geworden war, zu verlassen, um in einem Lande zu leben, wo noch ein offenes Wort Geltung hatte. Sie wählte Russland, und da das ganze Deutschland sich unter französischer Herrschaft befand, entschloss sie sich, über Oestorreich zu reisen. «Ich war nun zehn Jahre lang immer zunehmenden Verfolgungen ausgesetzt», schreibt sie in ihren Memoiren, «war zuerst von Paris weggeschickt, dann nach der Schweiz verbannt, dann in mein Schloss eingesperrt worden und schliesslich zu dem schrecklichsten Leid verdammt, meine Freunde nicht mehr wiederzusehen und schuld an ihrer Verbannunq zu sein.» Im Jahre 181'i trat Madame de Stael die Reise in die Verbannung an. Ueber Innsbruck, Salzburg und Wien begab sie sich nach Russland, wo sie am 14. Juli eintraf, dem Jahrestag der Französischen Revolution, der für sie mit so schmerzlichen Erinnerungen verbunden war und auch ihr Sterbetag sein sollte. Ueber Kiew begab sie sich nach Moskau, dann nach Petersburg. Dort erfährt sie von der Einnahme Smolensks durch Napoleon und von der Bedrohung Moskaus. Also auch in Russland Ist sie vor der Verfolgung des Kaisers nicht sicher. Sie spricht mit dem Zaren und mit dem Marschall Kutusow. Von Alexander I. hört sie, er würde sich nach Sibirien zurückziehen, wenn der französische Kaiser auch Petersburg einnähme, und von dort aus den Krieg fortsetzen. Ende September verlless sie Petersburg, um sich nach Schweden einzuschiffen. Bernadotte, der frühere Marschall Napoleons, jetzt ein Gegner des Kaisers, isf vom schwedischen Volk zum Thronanwärter ernannt worden. Sie rechnet damit, in seinem Lande eine Zuflucht zu finden. Von Petersburg aus tritt sie über Finnland die Reise nach Schweden an. «Kommt man nach Finnland», schreibt sie In ihren Memoiren, «so deutet alles darauf hin, dass man ein anderes Land betreten und eine andere als die slawische Rasse vor sich hat. Man behauptet, die Finnen stammten direkt aus Nordasien, und ihre Sprache hätte nichts mit dem Schwedischen gemein. Dennoch sehen die Gesichter der Finnen ganz germanisch aus. Ihre blonden Haare, ihre helle Hautfarbe erinnern in keiner Weise an die lebhaften Farben der russischen Gesichter. Auch ihre Sitten sind milder. Die Leute aus dem Volke besitzen eine bedächtige Rechtschaffenheit, die sie der aufklärenden Tätigkeit der protestantischen Kirche und den reinen Sitten des Landes verdanken. Sonntags sieht man die jungen Mädchen zu Pferd in Begleitung der jungen Männer vom Gottesdienst zurückkommen. Oft findet man in Finnland eine sehr gastfreundliche Aufnahme bei den Pfarrern. Es gibt nämlich in Finnland fast keine Schlösser noch Edelleute, so dass die Pfarrer gewöhnlich die erste Stelle unter den Landesbewohnern einnehmen. Die finnische Landschaft bietet einen ganz anderen Anblick dar als die russische. An Stelle der Sümpfe und Ebenen, die Petersburg umgeben, findet man in Finnland Wälder und Felsblöcke, die man fast Berge nennen könnte. Die ungeheuren Granitblöcke, die man in den Dörfern und auf den Landstrassen sieht, geben dem Lande ein rauhes Aussehen. Aber es herrscht wenig Leben um diese Gebeine der Mutter Erde, und die Vegetation beginnt schon am finnischen Breitengrade spärlicher zu werden, bis sie am äussersten Ende der bewohnten Erde fast ganz aufhört. Der Kaiser Alexander ergriff auf Grund des Vertrags von Tilsit Besitz von Finnland. Zu dieser Zeit regierte der König Gustav IV. in Schweden, der wegen Geistesschwäche nicht fähig war, sein Land zu verteidigen (Finnland gehörte damals zu Schweden). Die Schweden schlugen sich in Finnland mit dem grössten Mute, aber ein kleines Volk kann, ohne ein kriegerisches Staatsoberhaupt zu besitzen, nicht über einen mächtigen Feind siegen. So wurde der Kaiser Alexander durch Eroberung und durch das Recht des Stärkeren Herr des Landes. Man muss ihm jedoch darin Gerechtigkeit widerfahren lassen, dass er die neue Provinz schonend behandelte, und die Freiheit, die sie genoss. Madame de StaeL achtete. Der Begriff der natürlichen Grenzen, der vorherrschende Gedanke des 19. Jahrhunderts, macht Finnland für Russland ebenso unentbehrlich, wie Norwegen für Schweden. Und man kann behaupten, dass überall, wo die natürlichen Grenzen nicht bestanden haben, sie stets dauernden Krieg verursachten. Ich schiffte mich in Abo, der Hauptstadt Finnlands ein. Diese Stadt besitzt eine Universität,%o man schwache Versuche macht, den Geist zu bilden. Aber die Bären und Wölfe kommen während des Winters so nahe an die Stadt heran, dass jeder Gedanke von der Notwendigkeit beherrscht wird, das physische Leben einigermassen erträglich zu machen. Die Mühe, die man dazu in den nordischen Ländern aufwenden muss, nimmt einen grossen Teil der Zeit in Anspruch, die man in anderen Ländern den Freuden widmen kann, welche geistige und künstlerische Genüsse bieten. Umgekehrt könnte man wiederum behaupten, dass die Schwierigkeiten, mit denen die Natur die Menschen umgibt, ihrem Charakter mehr Festigkeit verleiht.» weise. Hier empfängt der König im folgenden Jahre den verbannten König Jakob II. ( der aus England geflüchtet ist. Es wird für grosse Lustbarkeiten verwendet, dient aber auch als Wohnpalais. Nach dem Tode Ludwigs XIV. (1715) gerät es erneut in Vergessenheit, und erst Ludwig XV. bringt es wieder zu Ehren. 1741 bewohnte es die Königin, und — nach dem Tode der Geliebten Ludwigs, der Herzogin von Chäteauroux — der König selbst. 1751 lässt Ludwig den französischen Pavillon bauen, der im Sommer als Speisesaal dient. In diesem Zustand ist das Schloss noch heute erhalten. Beim Regierungsantritt Napoleons wird es restauriert. Der Kaiser besichtigt es 1805 und ordnet selbst die Wiederherstellungsarbeiten an. Er liebt es jedoch nicht besonders und hält sich nur wenig darin auf. So bewohnt er es während der Scheidung von Josephine und dann kurze Zeit mit der jungen Kaiserin Marie-Louise, zuletzt noch einmal während zwei Wochen im Jahre 1813. Auch die Nachfolger Napoleons, Ludwig XVIII. und Karl X., Antoinette dem reizenden Lustschloss entgegenbrachte. «Le Petit Trianon» entsteht auf Initiative Ludwigs XV. Der Konig, der seltene Blumen und Gewächse liebt, baut zunächst in der Nähe des grossen Schlosses eine Anzahl Gewächshäuser und lässt dann das kleine Lustschloss errichten, das aus einem Erdgeschoss und zwei Stockwerken besteht. Nach dem Tode des Königs schenkt Ludwig XVI. es seiner Gattin Marie-Antoinette. Die Königin baut es ganz nach ihrem Geschmack aus und macht es zu ihrem Lieblingssitz. Um das Schloss herum entstehen ländliche Häuser und Hütten, eine Mühle, schliesslich ein ganzes Dorf, der berühmte « Hameau de Trianon». Hier lässt Marie-Antoinette Komödien und Schäferspiele aufführen und erfreut sich an der Illusion eines einfachen Landlebens. Während der Revolution wird das Schloss an einen Gastwirt vermietet, der aus dem Park einen öffentlichen Garten macht. Louis-Philippe stellt es in der alten Form wieder her. 1918 brechen die Zentralmächte unter dem gewaltigen Druck der Entente-Heere zusammen. Die österreichisch-ungarische Monarchie fällt auseinander. Ende Oktober reisst Graf Michael Karolyi in Ungarn die Gewalt an sich und lässt am 13. November die Volksrepublik Mit diesem Namen verbinden heute Millionen von Angehörigen einer freien und stolzen Nation die Erinnerung an Niederlage und Demütigung. In einem französischen Lustschloss, dem Grand Trianon, wird am 4, Juni 1920 der Friedensvertrag unterzeichnet, der aus dem grossen und mächtigen Ungarn einen kleinen, kaum lebensfähigen Rumpfstaat macht. Den Namen Trianon haben drei französische Schlösser getragen, von denen zwei noch heute existieren, das Grosse Trianon und das Kleine Trianon, die beide im Park von Versailles liegen. Im 12. Jahrhundert gab es in der Nähe von Versailles ein Dorf Triarnum, das der Abtei Sainte Genevieve gehörte. Als Ludwig XIV. das Schloss Versailles baut, kauft er das Dorf, lässt es abreissen und errichtet an seiner Stelle ein Phantasiepalais, das 1670 vollendet wird. Der Name des Dorfes geht auf das Ge- lieben das Schloss nicht. Erst unter dem Bürgerkönig Louis Philippe bedient man sich seiner wieder für Empfänge und Festlichkeiten. Das «Kleine Trianon» ist in der Geschichte bekannter geworden als das grosse. Es verdankt diesen Ruhm der Vorliebe, die Mariebäude über, und es wird Mode, derartige Lustschlösser zu bauen. Reiche Adelige und Finanzleute besitzen bald ihr «Trianon», das dem Geschmack der Zeit entsprechend oft im chinesischen Stil gebaut und eingerichtet wird. 1674 veranstaltet Ludwig XIV, in diesem sogenannten «Porzellan-Trianon» grosse Festlichkeiten, die eine ganze Woche dauern. Dann gerät das Schloss wieder in Vergessenheit. 1685 verwendet man es noch einmal bei der Feier der Hochzeit des Herzogs von Bourbon. Dann wird es abgerissen, und auf Befehl des Königs entsteht ein neuer Palast, von Mansart gebaut: le Grand Trianon. Nach rückwärts dehnt sich ein herrlicher Park aus, der nach den Plänen Le Notres angelegt wird. Dieses königliche Lustschloss, 1688 volfendet, ist ein einstöckiges Gebäude von eleganten Formen mit einem Dach in italienischer Bau- Die Ursache des ungarisch-rumänischen Gegensatzes: Die Gebietsabtretung durch den Frieden von Trianon. Ungarn hat die Verlegung der rumänischen Grenze, die früher durch die transsylvanigchen Alpen gebildet wurde, nie -verwunden und nie sanktioniert und jede Gelegenheit dazu benützt, um seinen Anspruch auf Rückgabe der annektierten Ländereien geltend zu machen. Bessarabien schloss sich am 8. April nach dem Zusammenbruch des Zarenreichs an Rumänien an, "während die Süd-Dobrudscha, die früher zu Bulgarien gehörte, nach dem »weiten Balkankrieg im August 1913 an Rumänien kam.

N° 8 — DIENSTAG, 20. FEBRUAR 1940 AUTOMOBIL-REVUE III ^Budget qtkik.it - «Ach, Ich habe Ja wieder nichts anzuziehen I Heia hat am letzten Ball schon wieder ein neues Kleid getragen, und ich muss mich immer mit diesen alten Fahnen zeigen.> €Darf ich diese Fahnen einmal sehen», fragt die und dach ein neues JCCeid Freundin, an die diese kümmervolle Anklage ge- Fig. 1. Fiz. 2. richtet ist. ^Vielleicht weiss ich dir Rat.> tJa, schau nur her, hier ist mein Kleiderschrank und darin hängt meine ganze Garderobe.» «Du lieber Himmel, der Schrank ist ja so vollgepfropft mit Kleidern, dass man richtig neidisch werden könnte. Und du willst Ursache haben, dich zu beklagen? Da, dieses duftige Töllkleid passt herrlich für unsern Tanzabend.» «Unsinn I Jede und |eder der Eingeladenen haben mich schon ein paar dutzend Male In diesem Kleid gesehen; man könnte ja meinen, ich hätte es schon als Backfisch getragen.» «Ja, ond dann dieses schwere Seidenkleid hier tmd diese Taftrobe, sind diese auch in Ungnade gefallen?» «Alles altes Zeug! Nein, Heber bleibe Ich zu Hause, als dass Tante Brigitte wieder sagen könnte, jetzt trägt sie das Graue schon das dritte Jahr.» «Ei, schau her, da hängt ja das Graue. Hör mich an, ich habe eine Idee: Du könntest mit ein wenig Geschick und noch weniger Geld diese noch so gut erhaltene Robe so umändern, dass selbst eine Tante Brigitt vor Neid platzt, wenn sie dich darin sieht.» «Umändern? Ich bin doch keine Schneiderin, Ueberdies habe ich vom Umändern genug; es kommt ja doch nie etwas Gescheites heraus.» «Versteh mich recht. Du sollst das Kleid nicht total verfrennen, sondern mit einer hübschen und geschmackvoll angeordneten Garnitur dem Ganzen eine andere Note geben, wobei der Schnitt ruhig beibehalten werden kann. Du wirst staunen. Was sich mit etwas Phantasie aus diesem Kleid machen lässt. Sieh her, ich skizziere hier (Abb. 1), wie durch das Einnähen verschieden breiter Bänder das Kleid an Eleganz und Originalität gewinnt. Du kannst die Bänder nach Belleben anliegend oder gerafft in der Nähe des Saumes und des Halsausschnittes anbringen. Das ist sowohl für diesen dunklen Farbton wie auch für helle Seidenstoffe gleich reizvoll. Auf die gleiche Weise kannst du deinen Kleidern auch durch das Auf-enähen von Spitzen ein anderes Aussehen geben. mel und den oberen Teil bis unter die Armaus- vielleicht dazu braucht, schneidest du die Aer- Uebrigens ein Glück, dass dein Geschmack bei schnitte weg. Nun ersetzest du die weggeschnittenen Teile durch Tüll, wie die Skizze zeigt. der Wahl deiner Garderobe stets auf Einfachheit Eine eingestellt war. Je einfacher das Kleid, um so eher lassen sie sich einen solchen Aufputz gefallen. Für. 3, Doch, da sehe ich ja noch ein reizendes Prinzesskleidchen hängen (Abb. 2). Auch so ein ausrangiertes Fähnchen. Dann pass' auf: Du kaufst dir einen Resten Seidensamt und schneiderst dir daraus ein Polerojäckchen. Das ist ja eine einfache Sache und bereitet dir weiter keine Schwierigkeiten. Aus den Samtresten, die beim Zuschneiden des Jäckchens abfallen, schneidest du kreisrunde Stoffplätzchen, die nun gleichmässig verteilt auf dem Prinzesskleid aufgenäht werden. Das Ganze ergibt, zusammen getragen, ein reizvolles, neues Abendkleid. Auch diesem schwarzen Seidenkleid kannst du ein neues, reizvolles Aussehen verleihen (Abb. 3). Mit der Schere und dem erforderlichen Mut, den weitere Bereicherung im Aussehen kannst du ebenfalls mit Hilfe von Tüll durch ein ähnliches Vorgehen am Saume des Kleides erreichen. Das sind nur so ein paar Ideen. Wenn du dir selbst einmal die Mühe nimmst, darüber nachzudenken, dann wirst du noch manche Möglichkeit finden, aus den Tiefen deines Kleiderschrankes mit bescheidenen Mitteln ein neues Kleid zu zaubern». Erika. ausrufen. Kurze Zeit darauf übergibt er die kei und Pressburg, die Rumänen Siebenbürgen Macht an die Sozialdemokratie. Der Volksrepublik okkupiert. Da setzt die gegenrevolutionäre Berepublik folgt nach fünf Monaten die Rätewegung unter Führung des Grafen Julius und Bela Kun mit ihrem furchtbaren Terror. Sie dauert bis 31. Juli 1919. Inzwischen haben sich Kroatien, Slowenien und Fiume vom Königreich Ungarn gelöst, die Serben das Banat, die Tschechen die Slowa- Karolyi ein. Die Rumänen vernichten die Rote Armee an der Theiss und besetzen Budapest, das sie auf Verlangen der Entente dann wieder räumen. Durch die Bolschewistenherrschaft erfolgt die Hinzuziehung Ungarn zur Friedenskonferenz erst im November 1919. Am 13. Juni haben jedoch die Verbündeten bereits die Zürich Empfehlenswerti neuen Grenzen der Tschechoslowakei und Rumäniens bestimmt und öffentlich bekanntgemacht. Der ungarischen Regierung wird der Unterhaltangsstätten Friedensvertrag im Januar 1920 bekannt- Stadttheater Abends 8 Uhr, Sonntag nachmittags 3 Uhr. Theaterkasse Tel. 2 69 22 und 467 00, 10—12.30 und 15.30—19 Uhr. Kuoni TeL 3 3613, &—18.30 Uhr. Mi. abend 21. Febr. Mädl (B-Ab. 12). 00. abend 22. Febr. » *£»•• Vorstellung für Mittelschulen: Barbier von Sevilla Fr. abend 23. Febr. Hoffma T nn l„ El^äh l. un^nAV °?S von J. Offenbach (B-Ab. 12). Sa. abend24. Febr. Premiere: Tiefland, Oper von Eugen d'Albert So nachm.25.Febr Hoffmanns Erzählungen, von J. Offenbach. So. abend 25.Febr. Schwarzwaldmädel, von Leon Jessel. Militär in Uniform bezahlt auf allen Plätzen die Hälfte. Schauspielhaus Abellds * Vt w?:/* * tag nachm. ZVi Uhr. Abendkasse ab 18 Uhr (21111) Mi. abend 21. Febr. Do. abend 22. Febr. Fr. abend 23. Febr. Sa.nachm.24.Febr: So.nachm.25.Febr. So. abend 25. Febr. Antigone. 20 Uhr: Dantons Tod, Drama von Georg Büchner. 20 Uhr: G«schloss. Vorstellung: Lumpazivagabundus. Premiere: Jenny und der Herr im Frack, Kriminalkomödie y. Georg Zoch. 15 Uhr: Danions Tod. Jenny und der Herr Im Frack. Militär auf allen Plätzen halbe Preise. gegeben. Obwohl die Unterzeichnung am 4. Juni im grossen Schlosse von Trianon erfolgt, tritt der Vertrag erst nach der Ratifikation durch Frankreich am 26, Juli 1921 in Kraft. Während der Frieden von Versailles einen Vertrag mit der deutschen Republik darstellt, jener von Saint-Germain eine Abmachung mit der österreichischen Republik, wird der Vertrag von Trianon mit der ungarischen Nationalregierung abgeschlossen, dies zu dem Zweck, um die Vorstellung aufrechtzuerhalten, dass Ungarn eine Monarchie sei, die zur Zeit keinen Träger der Krone besitzt. Obwohl Kaiser Karl als ungarischer König nie abgedankt hat, verpflichtet sich Ungarn im Jahre 1922, eine Restauration der Habsburger ohne Zustimmung der Verbündeten nicht vorzunehmen. Der Frieden von Saint-Germainj der am 10. September 1919 abgeschlossen wird, besiegelt die Auflösung der österreichisch-ungarischen Monarchie, der Frieden von Neuilly (27. November 1919) das Schicksal Bulgariens, der Frieden von Sevres (11. August 1920) das wenden sieb bei monatlichen Verspätungen unter Diskretion an Amrkalni Lik.r«rtieldt, Hlllial7i, Tel. 204. der Türkei. Vergrössert werden durch diese Gebietsverluste der geschlagenen Länder: die Tschechoslowakei, Jugoslawien, Rumänien und Italien. Sie tragen von vornherein den Keim zu neuen Verwicklungen in sich. Der Friedensvertrag von Trianon reduziert die Bevölkerung Ungarns von nahezu 21 Millionen Einwohnern auf lYt Millionen. Das ergibt einen Verlust von mehr als 13 Millionen Einwohnern. Der Gebietsverlust beträgt 232 804 km* von 325 411 km 2 , das heisst mehr als zwei Drittel des Bestandes des Königreichs. Ungarn musste abtreten: Kroatien, Slowenien, die Batschka, das Banat, Siebenbürgen, Karpathoruthenien, die Slowakei, Oberungarn mit Pressburg, schliesslich noch den Adriahafen Fiume. Es wird gezwungen, in Oedenburg und Umgebung eine Volksabstimmung durchzuführen. Nach deren Durchführung bleibt diese Stadt, die Hauptstadt des Burgenlandes, bei Ungarn, während das Burgenland selbst an Oesterreich fällt. Von den dem Lande verbliebenen IM Millionen Einwohnern sind 6 250 000 Ungarn, 500 000 Deutsche, 500 000 Juden, 230 000 Slawen, 50 000 Rumänen. Ungarn gibt an andere Nationen ab: 3 000 000 Einwohner ungarischer Abstammung, davon 1H Millionen an Rumänien, 1 Million an die Tschechoslowakei, 500 000 an Jugoslawien. Aehnlich wie bei den anderen Friedensverträgen regeln besondere Verfügungen die Reparationen, die Ablieferung der Flotte, die Auslieferung der sogenannten Kriegsverbrecher usw. Man belässt dem kleinen Staate eine Armee von 35 000 Mann. Die. Ungarn, die stets ein lebhaft entwickeltes Nationalgefühl gezeigt haben, erkennen den Vertrag von Trianon nicht mehr an. Bisher Immer neue Unterhaltung und Freude bietet Ihnen kO/k-'Balüc-'RadLLo sind alle ihre Bemühungen, auf friedliche Weise zu einer Regelung zu kommen, vergeblich gewesen. Lediglich beim Zusammenbruch der Tschechoslowakei haben sie Teile ihres Gebietes zurückerhalten. Es ist nicht ausgeschlossen, dass schon in der nächsten Zeit die ungarische Revisionsfrage erneut aufgerollt wird. Basel Hotel Krafft am Rhein oberhalb „Mittlere Brücke". Ruhig schlafen (Zimmer ab Fr. 4.50). • Gut essen. Garage. Tel. 43.968. F. Lutz. Muri (Aargau) Rest, zum Alpenzeiger T. 0. 8. Aul der Anhöhe gelegen, b. d. Kirche. Neue, gr. beizbare Terrasse. Prachtvolle Aussicht. Grosser ParkpL Sitzungszimmer. Butterküche, leb. Forellen, ff. Weine. Treffpunkt f. Automobilisten. Garage. Tel. 67. A. SUubll. Erhältlich in allen Apotheken 10er Packung Fr. 4.50 - 4er Packung Fr. 2.— . Qratls-Prospekt diskret durch EROVAQ A.Q.. Zürich 25, Bachtobeistrasse 59. Lesen 81« die aufklärende BrosohOre von Dr. R. Engler. Zu beziehen gegen Einsendung von Fr.1.20 in Briefmarken oder auf Postscheck VIU/1819 EROVAO A. Q.