Aufrufe
vor 4 Monaten

E_1940_Zeitung_Nr.013

E_1940_Zeitung_Nr.013

tige

tige Verkehrsvorschriften übertritt, hat unweigerlicK Anzeige zu gewärtigen. Auch wir werden bei kommenden Unfallverhütungsaktionen um solche energischere Methoden nicht herumkommen, sofern man nach einem bleibenden Effekt strebt. Dabe sollte aber die Polizei von Ermahnungen und der Ausfällung von Bussen dort Umgan nehmen, wo es sich um Uebertreibungen handelt, welche hinsichtlich der Verkehrssicherheit nur von untergeordneter Bedeutung sind. Es spielt für die Verhütung von Strassenverkehrsunfällen eine weit geringere Rolle, ob ein Wagen 50 cm über den Strich hinausparkiert oder 10 Minuten zu lange stationiert ist, als wenn ein Fahrer unübersichtliche Kurven schneidet oder das Vortrittsrecht missachtet und so nicht nur sich, sondern auch andere in Gefahr bringt. Heute scheint man an grossen Orten das Bedürfnis zu empfinden, wieder zu den Geschwindigkeitskontrollen zurückzukehren. Der Zweck solcher Massnahmen lässt sich nicht einsehen, denn zur Verminderung der Verkehrsgefahren tragen sie herzlich wenig bei. Anders eingesetzt, vermöchten solche eine viel nutzbringendere Aufgabe zu erfüllen. Man braucht sich ja nur zu vergegenwärtigen, wie mancher unter den Automobilisten zum Beispiel #e Sicherheitslinien souverän ignoriert. Die nämliche Kritik gilt auch für das Vorfahren und Kreuzen bei Verkehrssituationen, die ein solches Verhalten nach Gesetz klar verbieten. Der Hauderer zwängt sich einfach durch, und wenn der Entgegenkommende dann nicht nachgibt, ist der Unfall da. Es wäre verfehlt, diese immer wiederkehrenden Sünden irgendwie verschweigen oder beschönigen zu wollen. Sie bilden die Hauptursache der schweren Verkehrsunfälle und nicht die Geschwindigkeit an sich, die man gewissenorts mit besonderer Vorliebe beschwört. Hier sollten die Unfallverhütungsaktionen ansetzen, und zwar scharf und rücksichtslos. Auch dem hintersten Fahrer müssen die elementaren Verkehrsvorschriften derart eingetrichtert werden, dass sie ihm in Fleisch und Blut übergehen. Bei Verstössen dürfte das erstemal eine Mahnung genügen, bei Wiederholungen aber wird eine Busse, die später noch eine Steigerung erfahren kann, nicht zu umgehen sein. Gewiss, keine sympathische Methode, aber man kommt bei der Unbelehrbarkeit einer gewissen Sorte von Fahrern nicht darum herum, und jeder verantwortungsvolle, anständige Automobilist, Motorrad, oder Velofahrer, der schon solch gefährliche Verkehrssituationen miterlebt hat, geht wohl mit uns einig in der Forderung, dass diesen krassen Auswüchsen nun einmal energisch auf den Leib gerückt werden müsse. Entschliessen sich die Behörden zur planmässigen Durchführung solcher Kontrollen über die Einhaltung der wichtigsten Verkehrsregeln, und erziehen sie damit die Fahrer zu korrektem Verhalten, so schafft man damit die Voraussetzungen für eine schrittweise Besserung auf dem Gebiet der Verkehrssicherheit. Dass daneben auch alle übrigen Vorkehrungen zu deren Erhaltung und Steigerung unablässige Förderung erheischen, versteht sich am Rande. TOURISTIK DER INTERNATIONALE TOURISMUS SOLL ZU NEUEM LEBEN ERWACHEN. Eine regelmässfge Autobusverbindung Genf-Riviera? Seit einiger Zeit schon hat der Direktor des französischen Verkehrshureaus in Genf, M. Gudin, die Vorbereitungen für die Schaffung eines Tegelinässigen, mit Autobussen betriebenen Kurses zwischen Genf und Nizza an die Hand genommen, um und Riesenbüsche abgerissener Zweige und Blumen, langsam vom Schiff kommen. Die Menge verläuft sich. Verteilt sich auf Tram und Omnibusse. Von Hans Römer keine Spur. Tränen quellen Gerda in die Augen. Nein — das ist nicht möglich ! Das tut ein Sohn einen Ersatz für die Einstellung der direkten Bahnwagen zwischen diesen beiden touristischen Zentren zu finden, wodurch sowohl die schweizerischen wie die französischen Fremdenkurorte betroffen werden. Von französischer Seite liegt die Ermächtigung für die Aufnahme eines Autobusbetriebes bereits vor, währenddem allerdings die Zustimmung der schweizerischen Behörden derzeit noch aussteht. Einstweilen sind wöchentlich je zwei Kurse in jeder Richtung vorgesehen, wobei die Route von Genf über Aix-les-Bains - Chambery - Grenoble - La Croix Haute - Serres - La Ragne - Sisteron - Um das Bild, dessen Grundzüge die vorstehenden Darlegungen zu charakterisieren versuchen, noch weiter zu ergänzen, seien abschliessend die Antworten einzelner Kantone auf unsere Anfrage auszugsweise wiedergegeben. ZÜRICH: Der Voranschlag des Kantons Zürich pro 1940 für Strassenbau und -unterhalt weist folgende Beträge auf: Straesenneubau : Fr. 9456000 (1939: Fr. 10150 000). Strassenunterhalt: Fr. 3 259 000 (1939: Fr. 3 282 000). "Welche Projekte des Programmes 1940 zur Ausführung gelangen und welche nicht, lässt sich unter den gegenwärtigen politischen und wirtschaftlichen Verhältnissen schlechterdings nicht sagen. (Die Einnahmen aus dem Benzinzoll figurieren im Budget 1940 mit Fr. 900 000, d. h. mit Fr. 100000 weniger als im Vorjahr, und der Erlös aus den Verkehrssteuern erscheint mit Fr. 5 090 000 gegen Fr. 6ß26O00 im Vorjahr. Red.) BERN : Die ordentlichen Kredite für den Bau und Unterhalt der Staatsstraseen sind für das Jahr 1940 in gleicher Höhe bewilligt worden wie für 1939. Auch der Benzinzollanteil dürfte nach vorsichtiger Schätzung und mit Berücksichtigung des letztjährigen Mebrertrags den im Voranschlag für 1939 eingesetzten Betrag erreichen. Dagegen muse bei der Automobilsteuer mit einem mutmasslichen Rückgang von rund 20 %> gegenüber 1939 gerechnet werden. Ohne Einbeziehung der Wegmeisterbesoldungen stehen somit der Baudirektion für das Jahr 1940 folgende Kredite für den Bau und Unterhalt der Strassen zur Verfügung: Voranschlag Eingang 1940 1939 1939 Strassenunterhalt 670 000 670 000 670 000 Wasserschäden und Schwellenbauten 350 000 350 000 350000 tfeue Strassen- und Brückenbauten 125 000 125 000 125 000 Autosteuer 3000000 3 800000 3 8f2 517 Benzinzollanteil 1200000 1200 000 1524 874 Total 5 345 000 6145 000 6 482 391 Das mutmassliche Mindererträgnis aus der Automobilsteuer 1940 führt nicht zur Zurückstellung wichtiger Strassenbauten. Im übrigen kann das Arbeiteprogramm für 1940 erst endgültig aufgestellt und bereinigt werden, wenn der aus dem Arbeitebeschaffungsprogramm 1940/42 für ausser-i ordentliche Strassenarbeiten bereitzustellende Kredit vom Grossen Rat und vom Volk bewilligt sein wird (der Grosse Rat hat inzwischen zu diesem weck einen Kredit von 1,2 Mill. gewährt, über den nun noch die Abstimmung zu entscheiden hat. Red.) Direktor Römers nicht! Sich einfach aus dem Staub zu machen, weil es ihm lästig geworden ist, einem Haufen armer, vom Schicksal gestrafter Menschen Gutes zu tun! — «Ist denn Herr Römer nicht mit zurückgekommen, gnädiges Fräulein ? » fragt der Chauffeur des blauen Wagens. « Doch! » nickte Gerda hastig, « — verstehe selbst nicht Während des ersten Drittels der Fahrt war er mit uns. Dann wollte er wohl sehen, ob er nicht doch noch Platz fände auf dem Verdeck, und seitdem weiss ich nichts mehr.» € Wenn gnädiges Fräulein meinen, dann warten wir noch etwas ? » t Na ja... aber selbstverständlich!» sagt Gerda. < Was denn ? » Nun warten sie schon seit einer halben Stunde. Wie aufgescheuchte Vögel streichen die Taubstummen in Unigeduld um die drei Wagen herum. Mit dem sinkenden Abend erlahmt auch ihre Gelenkigkeit. Immer seltener fahren die Hände Signale gebend in die Luft. Dann kriechen sie nacheinander in die Autos. Die Lider fallen ihnen zu. Noch ehe sie schlafen, sind sie völlig abgeschlossen von der Ausseniwelt Nur Gerda geht noch immer hin und her. Ein kühler Luftzug lässt sie erschauern. Der Römersche Chauffeur hat längst eine Zeitung aus der Tasche gezogen, die er im fahlen Schein der Strassenbeteuchtung liest. Nun ist er mit dem letzten Artikel fertig und beugt sich vom Führersitz herab : « Nu wird's aber Zeit, gnädiges Fräulein. Der junge Herr war vielleicht zu müde und ist längst in einem Taxi nach Hause!» < Ist denn das möglich ? » « Bei unserem jungen Herrn ist alles möglich », sagt der Chauffeur ein wenig vertrauter im Ton. « Gnädiges Fräulein sollte sich jetzt von mir nach Hause fahren lassen ! » Er rückt die Mütze zurecht auf dem leicht angegrauten Haar. Gerda steigt in den blauen Wagen. Sie schmiegt sich, ganz klein, ganz bang, ganz amiselig in die äusserste Ecke des Sitzes. Der schmale Spitzenkragen um ihren Hals AUTOMOBIL-REVUE DIENSTAG, 26. MÄRZ 1940 — N° 13 Bigne - Barreme - Castellane - Grasee - Cannes Juan-les-Pins und Antibes nach Nizza verlaufen würde. Bei der Abfahrt um 6 Uhr morgens und einer Mittagsrast in La Ragne könnten die Reisen den um 7 Uhr abends in Nizza eintreffen. Für die Fahrt in der Gegenrichtung würde der nämliche Fahrplan und die gleiche Route einhalten. Natürlich müseten die Passagiere die heute nicht eben einfachen Ausreiseformalitäten in Kauf nehmen und eich mit Pass und Visum versehen, doch haben eich die Dinge in dieser Hinsicht echon namhaf gebessert. Die Strassenbau-Budgets der Kantone CHWYZ: Gegenüberstellung einiger Einnahmeposten des kantonalen Strassenwesens 1939 und 1940: A) Einnahmen: 1939 1940 Allgemeines 14 000 14 500 Straseenneuhau 20 000 —: Stras Renausbau: Taxen für Motorfahrzeuge und Velos 311700 170100 Ertrag aus BenzinzoH des Bundes 180000 100000 Anleihen für den Strassenauebau und Verzinsung 312100 358 650 Verschiedenes 330000 51750 Kantonalisierte Strassen 1577 800 230 000 Total Einnahmen 1577 800 925 000 (Fortsetzung von Seite 1.) B) Ausgaben: Ordentlicher Strassenunterhalt 110 400 Ausserordentl. Strassenunterhalt 91700 Strassenausbau (Korrektionen und Neubeläge) 1 543 800 Umfahrungsstrasse Hohle Gasse 25 000 Beiträge an Bezirks- und Gemeindestrassen 72 850 Verwaltungskosten 30 200 102 700 101900 885 500 25 000 68 800 28 200 Total Ausgaben 1873 950 1212100 Im S'trassenwesen ist der Umfang der neuen Strassenkorrektinnen und die Erstellung der Strassenbeläge eingeschränkt worden. Die angefangenen Werke werden jedoch vollendet. OBWALDEN : Mit 127 500 Fr. (gegen 150800 Fr. im Vorjahr) iet das Budget für den Strassenbau (Unterhalt und Korrektionen) in normalem Rahmen aufgestellt. Ob die Arbeiten nach Voranschlag ausgeführt werden können, bleibt ungewiss. Man wird sich auf Aenderungen gefaset machen müssen. ZUG: Unter dem Druck der heutigen Verhältnisse, d. h. des Rückgangs der Verkehrssteuereinnahmen und des Erträgnisses aus dem Benzinzoll, haben wir die Straseenbauausgaben für das laufende Jahr um ein Wesentliches reduzieren müssen. Eine Gegenüberstellung der ordentlichen und ausserordentlichen Ausgaben im Bauwesen der Budgets 1939 und 1940 zeigt folgendes Bild: Vermin- Ordentl. Verkehr 1939 1940 derung Unterhalt d. Strassen usw. 306 895 301395 5 500 Aueserord Verkehr Ausbau der Durchgangsstraesen 786 000 521 500 264 500 Die Verminderung im ordentlichen Verkehr bewegt sich innerhalb der normalen Schwankungen; die Minderausigabe von 264 500 im ausserordentlihen Verkehr des Rechnungsjahres 1940 ist vorwiegend durch die veränderten wirtschaftlichen Verhältnisse bedingt. Der seinerzeit vorgesehene Ausbau' der Strecke Qham-Knonau sowie die teilweise Erstellung eines westlichen Trottoirs längs der Kantonsötrasse Zug-Baar mussten zurückgestellt werden. SOLOTHURN : Im Kanton Solothurn werden die gesamten Einnahmen aus dem Motorfahrzeug- und dem Fahrradverkehr, eingeschlossen der Benzinzollanteil des Bundes, für die Verbesserung der Strassen verwendet. Der durch die heutigen Verhältnisse bedingte Rückgang dieser Einnahmen bringt daher eine Einschränkung der Strassenausgaben mit sich, dessen Ausmass heute allerdings nicht überblickt werden kann. Im Budget des laufenden Jahres haben wir mit einer Mindereinnahme von % gerechnet. Da aber zur Amortisation der Ausgaben eines vorausgegangenen beschleunigten Strassenausbauprogrammes während einigen Jahren eine feste Summe von Fr. 500 000 der Verkehrseinnahmen in Abrechnung kommt, sinkt der für laufende Aufgaben verbleibende Rest auf ungefähr die Hälfte. Demgemäss haben wir im laufenden Budget für den a u s s e r - ordentlichen Strassenauebau nur noch rund 350000 Fr. aufgenommen gegenüber 650000 in den früheren Jahren. Gestützt hierauf und auch infolge der Sistierung aller Bundesbeiträge für sog. Notstandsarbeiten museten wir insbesondere die Fortsetzung des Ausbaues der Durchgangsstrassen 1. Klasse, wie wir ihn zwischen Solothurn —Selzach, Solothurn - Biberist und Wangen - Rickenbach in den letzten zwei Jahren begonnen hatten, aufschieben. Der heute noch verbleibende Kredit wird restlos feuchtet sich von ihren Tränen. Sie sagt sich, dass es gar keinen Sinn hat, in einem eleganten Auto zu sitzen, mit zwei langstieligen Rosen in der Vase neben dem eingelassenen Spiegel, wenn man so kreuzunglücklich ist. Sie beschliesst, um ihre Entlassung einzukommen, denn sie fühlt sich irgendwie entwürdigt, seitdem sie der Sohn des Chefs zu einem Sonmtagsausflug eingeladen hat. Knapp hinter ihr fahren die beiden andern Wagen bis vor Gerdas Haustür. Einige spielende Kinder, die eine heimkommende Hochzeitsgesellschaft vermuten, sammeln sich an, und einige Nachbarn, die vor ihren Kellerfenstem auf herausgestellten Stühlen sassen. Die beiden fremden Chauffeure treten auf Gerda zu. « Wie ist denn das nun mit der Bezahlung ?... Der Herr, der uns bestellt hatte, ist ja nicht mit zurückgekommen. > < Mit der Bezahlung ? » Gerda sieht entsetzt zum Chauffeur des blaulackierten Wagens herüber, der gerade im Begriff ist, wieder aufzusteigen : « Wir... wir waren doch alle eingeladen.» « Ja. Aber nicht von unserm Fuhrherrn ! » antwortet der eine der fremden Chauffeure für die Strassenverbesserungen innerorts zum Zwecke der Staubbekämpfung verwendet BASELLAND: Ein Vergleich der Voranschläge für Strassen. bau und -unterhalt pro 1939 und 1940 ergibt folgendes Bild: 1940 1939 Neubauten und Korrektionen 111250 25 625 Unterhalt 538 200 516 100 Ausbau 200 000 164 000 Spezialrechnung (Neubauten) 544 845 214 725 Total 1394295 920460 Differenz 473 845 Bei diesen Zahlen handelt es sich um die Nettoausgaben des Staates nach Abzug der Beiträge von Gemeinden und Privaten. SCHAFFHAUSEN: Das Geaamtbudget von 19S9 sah für Strassenbau und -unterhalt eine Ausgabensumme von 707 500 Fr. vor; im diesjährigen Voranschlag sind unter dieser Position 564 300 Fr eingesetzt. Im Hinblick auf die unsichere politische Lage und die dem Kanton aus der Mobilmachung erwachsenden Mehrausgaben hat der Grosse Rat eine zu 200 000 Franken devisierte Arbeit auf zwei Jahre verteilt, wodurch sich u.a. die erwähnte Verminderung des Budgets ergibt. APPENZELL A.-RH.: Die für 1940 budgetierten Ausgaben für da« Strassenweeen unseres Kantons machen den Betrag von 637 900 Fr. aus, gegen 625 000 Fr. im Jahr 1939 Zu erwähnen ist allerdings, dass die Arbeiten au© dem Benzinzoll eventuell eine Kürzung erfahren, je nach der zu erwartenden Benzinzoll- Auszahlunc. AARGAU : Für den Strassenunterhalt während des laufenden Jahres sind 2 200 000 Fr. im Voranschlag eingestellt, verglichen mit 2130 000 Fr. im letzten Jahr. Die Bauarbeiten beschränken sich auf die W ei t erführun? angefangener Bauten, da zur Zeit keine weiteren Kredite zur Verfügung stehen. WALLIS : Die Ausgabenposten unseres Strassenbau-Budgets für 1940 stellen sich, im Vergleich zu 1939, wie folgt dar; Budget Budget 1940 1939 Kantonsstrassen A: Unterhalt 75 000 109 000 Kantonsstrassen B. Unierhalt 207 000 294 000 Korrektionen 15 350 31000 Kommunalstrassen: Unterhalt 316ODO 415 000 Korrektionen 40 210 63 600 Saumpfade: Unterhalt und Korrektionen 20 000 22 000 Im übrigen wird der Ausbau der Furka und des Grossen St. Bernhard sowie der Strasse nach Montana fortgesetzt. Die anderen in Aussicht genommenen Ausbauarbeiten an den Strassen nach dem Val d'Herens, dem Val d'Anniviers'und nach Leukerbad dagegen können dieses Jahr voraussichtlich nicht in Angriff genommen werden. Zur«!.«?- Was macht das Zürcher Ermächtigungsgesetz ? Am 12. Februar hat der Zürcher Kantonsrat ohne jegliche Opposition der Gesetzesvorlage des Regierungsrates zugestimmt, wonach dieser ermächtigt wird, die bestehenden Verkehrssteueransätze während der Dauer der Benzinrationierung den Benzinzuteilungen anzupassen resp. zu ermässigen. Die Gesetzesvorlage bedarf nun noch der Volksabstimmung, die frühestens einen Monat nach der Genehmigung durch den Kantonsrat stattfinden kann. Es wäre also möglich gewesen, die Volksbefragung für den 17. resp. 24. März vorzusehen, aber diese beiden Daten fielen wegen der kirchlichen Feiertage (Palmsonntag und Ostersonntag) ausser Betracht. Bleiben somit als früheste Termine der 31. März oder 7. April. Nun fällt es auf, dass sich der Regierungsrat über den Abstimmungstermin noch immer ausschweigt, trotzdem die Kantonale Strassenverkehrsliga die kantonale Polizeidirektion erneut auf die Dringlichkeit einer raschen Inkraftsetzung der Gesetzesvorlage aufmerksam gemacht hatte, wenn sie ihren Zweck, die Stillegung weiterer Motorfahrzeuge zu verhindern, erfüllen soll. Man darf wohl annehmen, dass der Regierungsrat darnach trachtet, das Verkehrssteuer- Ermächtigungsgesetz gleichzeitig mit anderen Abstimmungsvorlagen zu verbinden, womit sich vielleicht eine weitere Hinausschiebung der Abstimmung ergäbe. Selbstverständliche Voraussetzung müsste dabei aber bleiben, dass die Anpassung der Steueransätze vom Regierungsrat unbedingt rückwirkende Kraft auf 1. Januar 1940 erhält, wie dies auch die Luzerner nimmt. Gesetzesvorlage in Aussicht lachend. < Es macht also — ohne Trinkgeld — für uns beide...» Gerda kramt unter den verständnislosen Blicken ihrer Schützlinge in ihrer braunen Ledertasche. Die Mutter, bösartig vor Ermüdung, fuchtelt in die Luft, dass die Tochter endlich das Haustor aufschliessen soll. Die anderen verabschieden sich von ihr und untereinander mit heiseren Zischlauten und stummen Zeichen. Der Chauffeur des blauen Wagens muss lachen. Die ist entschieden die niedlichste von den Sonntags.freundinnen des jungen Herrn ! Er knöipft seinen Mantel auf, sagt gönnerhaft: c Na, Fräulein, da müssen wir wohl zusammenlegen, wir zwei 1» und zahlt, ohne Gerdas zaghaft hingehaltene Zwanzigfrankennote zu nehmen, die geforderten Beträge. Es gewährt ihm ein angenehmes Gefühl, ritterlich gegen eine Dame zu handeln und für sie — von dem ihm für Benzin und Reparaturen anvertrauten Geld© — eine Summe auslegen zu können, die ihm am nächsten Tage mit einem reichlichen Trinkgeld vom jungen Herrn zurückerstattet werden wird. (Fortsetzung folgt)

N° 13 — DIENSTAG, 28. MÄRZ 1940 AUTOMOBIL-REVUE 3 Motorfahrzeuge auf der Wiener Messe Wien, im März 1940. Der Krieg hat die Abhaltung der jährlichen Berliner Autoschau unmöglich gemacht, die also, wie die Salons in Paris, London und Genf, dem Zeitgeschehen zum Opfer fällt. Trotzdem hat die deutsche Fahrzeugindustrie die soeben abgehaltene Wiener Messe zum Anlass genommen, eine Motorfahrzeugschau aufzuziehen, die einen guten Ueberblick über die derzeit gebauten Typen gestattet. Der Rahmen war natürlich nicht so weit gezogen, wie dies auf einer ausgesprochenen Automobilausstellung der Fall ist, es fehlte aber trotzdem keine der massgebenden Firmen des Deutschen Reiches und auch des tschechir sehen Gebietes. Grundsätzliche Neukonstruktionen waren nicht zu erwarten. Die Schau auf der Wiener Messe hat aber trotzdem bewiesen, dass man aus den Jahren 1914—1918 die entsprechenden Lehren gezogen hat und es in Deutschland nicht ein zweites Mal darauf ankommen lassen will, dass andere Länder in der technischen Entwicklung der eigenen Industrie den Rang ablaufen können. Einige Neukonstruktionen, vor allem recht erhebliche Verbesserungen an bekannten Typen zeugten davon. Auf dem Gebiete des Personenwagenbaus erschienen vier Modelle auf der Schau, die schon durch die Wahl neuer Motoren als neue Typen zu betrachten sind. Zu diesen gehört vor allem der in Köln gebaute Ford V 8, dessen Chassis und Karosserie zwar unverändert blieben, der aber den kleineren Motor von 2,2 Liter Hubvolumen und 60 PS Leistung erhalten hat. Damit ist dieser Ford, der bisher an einem etwas starken Motor krankte, in der Folge der Gruppep der Wagen grosser Betriebswirtschaftlichkeit zuzuzählen. Im übrigen zeigte Ford erstmalig auf einer Ausstellung den seit einigen Monaten auf dem deutschen Markt schon vertriebenen Taunus, der den bekannten 1,2- Liter-Motor hat, aber sich durch seinen verwindungssteifen Plattfonn-Kastenrahmen und die geräumigere Karosserie neuer Linienführung von seinem Vorgänger, dem Eifel, unterscheidet. Auch bei B o r g w a r d ist im Typ 2300 ein neues Modell auf den Markt gebracht worden. Der Wagen entspricht im Fahrgestell vollkommen dem bisherigen 2 Liter, "weist also auch den X-förmigen Kastenrahmen, die Einzelfederung der Vorderräder und die hintere Schwingachse auf, er besitzt aber einen Sechszylinder von 2247 com, der 55 PS an Spitzenleistung abgibt. Da das Wagengewicht unverändert blieb, so wirkt sich die Mehrleistung von rund 7 PS natürlich erheblich auf die Fahreigenschaften, und zwar sowohl auf Beschleunigungsvermögen wie auf Höchstgeschwindigkeit, die mit 130 km/St, angegeben wird, aus. Im übrigen wurde die Hinterfederung verbessert, und zwar durch weitere Ausbildung der GummUAdhäsiv-Zwischenlagen zwischen Querfeder und schwingenden Halbachsen. Bei M a y b a o h hat gleichfalls eine Hubraumvergrösserung stattgefunden, der neue Typ SW 42 besitzt einen Motor von 4,2 Liter (bisher 3,8 Liter). Schliesslich hat Skoda im 2-Liter-Rapid eine Neukonstruktion zu bieten. Dieser Wagen entspricht in den Grundzügen der Konstruktion dem bisherigen 1,5 Liter, mit dem er das Zentralrohrchaesis, die Schwingachsen und noch andere Einzelheiten gemeinsam hat Der stärkere Motor in Verbindung mit einem Vierganggetriebe lässt aber erheblich höhere Reisegeschwindigkeiten, insbesondere in gebirgiger Gegend, zu. Bei einer Reihe von bekannten Typen sind Verbesserungen festzustellen. Dies gilt insbesondere für die Modelle von Mercedes-Benz. So wird in Zukunft der kleinste Vollschwingachser des Werkes, der Typ 170 V, mit einem Vollsynchron- Vierganggetriebe geliefert, eine gerade im Hinblick auf die Preislage dieses Wagens sehr beachtliche konstruktive Massnahme. Beim 2,3 Liter, der erst vor einem Jahr neu herauskam, ist der Sparregler fortgefallen und damit dem Fahrer ein Bedienungsgriff abgenommen worden. Man vermochte diese Massnahme insofern durchzuführen, als die Gemischvorwärmung so verbessert wurde, dass eine im ganzen Betriebsbereich sparsamere Vergasereinstellung gewählt werden konnte, die eben den zusätzlichen Sparregler überflüssig macht Während der 3,2 Liter und der Diesel-Personenwagen unverändert blieben, iwird der 5,4 Liter Kompressortyp nunmehr serienmäasig mit einem Fünfganjgetriebe ausgerüstet, dessen 4. Gang direkt ausgebildet, der 5. Gang aber ins Schnelle übersetzt ist Die Schnellgangübersetzung ist 1 : 0,8. Die vier oberen Gänge sind synchronisiert. Auch B. M. W. hat bei den 2-Liter-Typen von 45,50 und 55 PS einige Neuerungen eingeführt Zu diesen gehören vor allem neue Bleibronzeläger höherer Dauerwarmfestigkeit, eine verbesserte Lagerschmierung und die Verwendung von ausschliesslich Metallgelenken für die Kardanwelle. Beim bekannten H a n o m a g 1,3 Liter, der Gummi-Einzelfederung der Vorderräder besitzt, wurden die auf Verdrehung beanspruchten Büchsen, die bisher aus Naturgummi bestanden, durch solche aus synthetischem Kautschuk Buna ersetzt Diese Massnahme erfolgte in erster Linie wegen der günstigeren Dämpfungseigenschaften des synthetischen Materials. Aeusserliche Veränderungen kennzeichnen die 1940er Skoda-Typen, die jetzt eine halbrunde Kühlerverkleidung mit querlaufenden Stäben aufweisen. Im übrigen haben Skoda und Steyr neuerdings eine Vertriebsgemeinschaft gebildet Sonst sah man die bekannten Typen in unveränderter Ausführung, die 'beiden Fronttriebwagen von Adler und den stromförmigen 2,5 Liter, ferner die Modelle Kadett, Olympia, Kapitän und Admiral von Opel, von S t oe w e r den Sedina und Arkona, von Steyr den kleinen 55er und den 2,2-Liter-6-Zyl. Die Auto-Union zeigte als Querschnitt durch ihr Produktionsprogramm den DKW-Front, ferner die Vier- und Sechszylinder-Wanderer-Typen, den im vergangenen Jahre neu herausgebrachten 3,2- Liter-Audi und den 3,8-Liter-Horch V8. Praga (Eigener Bericht der &A.-R. •.) mit dem Piccolo und Lady, sowie Tatra mit dem luftgekühlten Vierzylinder und dem stromlinienförmigen 3-Liter-V 8-Heckmotorwagen waren auch mit von der Partie. Schliesslich wurde der Volkswagen als Fahrgestell und Limousine, überdies als Kübelsitzwagen der deutschen Wehrmacht vor- geführt. An gab es gleichfalls einige Neuerungen. Zu diesen gehört vor allem der neue 3-Tonnen-Diesel von Klöckner-Humboldt-Deutz (ehemals Magirus), der auch mit Allradantrieb lieferbar ist. Als solcher geländegängiger Vierradantriebswagen weist er Starrachsen auf, die die Verwendung der gleichen Achsen für beide Räderpaare ermöglichen. Bei Henschel sah man einige wichtige Verbesserungen vor allem am Lanova-Dieselmotor; überdies baut das Werk, das bei Sechsradfahrzeugen schon seit Jahren den Schneckenantrieb gewählt hat, neuerdings auch einen Oberleitungs-Omnibus mit dieser Antriebsart die gerade im Hinblick auf die durch Sp» Nutzfahrzeugen vfnadipiditen Alfa Romeo rüstet sich. Die Alfa Romeo-Mannschaft für 1940, bestehend aus Farina, Trossi, Biondetti und Pintacuda hat, zum Teil auf der Mille-Miglia-Rundstrecke, zum Teil auch auf andern Strassen, das Training für den Grossen Preis von Brescia aufgenommen. Wie erinnerlich, bestreitet die Mailänder Fabrik das Rennen mit ihrem kompressorlosen 2500-ccm- Modell. Schon seit geraumer Zeit laboriert daneben der Chefmechaniker Marinpni daran herum, den 1K- Ljter-8-Zylinder rennbereit zu kriegen, womit Alfa höchst wahrscheinlich beim Grossen Preis von Tripoljs in die Arena steigen wird. Danach muss also die Hoffnung, den neuen kleinen 12-Zylinder auf der Mellaha-Rundstrecke debütieren zu sehen, aufgegeben werden. Hat auch der 8-Zylinder erhebliche Aenderungen erfahren, so bleibt es dennoch eine offene Frage, ob er den Kampf gegen den lK- Liter-Mercedes als ebenbürtiger Gegner werde aufnehmen können. Wissen Sie, von weichen amerikanischen Marke eär, Modell wegen seinem laipffi Torpedo-Form nSÖ#|^^ riannt wird? - Offizielle Fabrikvertretungen in: Basel, Bern, Blei, Chur, Freiburg, Genf, Chaux-de-Fonds. Lausanne, Lugano, Zürich GENERAL MOTORS SUISSE S.A., BIEL die Ueberlastbarkeit des Elektromotors gegebene hohe Anfahrbeanspruchung sich günstig auswirkt Bei Steyr war der bisher noch nicht auf einer Ausstellung gezeigte Lieferwagentyp 250 su sehen, der 1,25 t Nutzgewicht trägt mit dem Vierzylinder- Boxermotor des Personenwagentyps 55 ausgerüstet ist und hintere Schwingachse aufweist Auch ein geländegängiger Sechsradwagen von 1,5 t mit zwei angetriebenen hinteren Schwingachsen wurde erstmalig öffentlich vorgezeigt, ausserdem auch eine Motorkarrete hauptsächlich für militärische Zwecke, die sowohl auf Raupenkette wie auch auf luftbereiften Rädern fährt und in wenigen Minuten von einer Antriebsart auf die andere umgestellt werden kann. Als Neuerung kann auch verzeichnet werden, dass der Ford-V 8-Lastwagentyp, insbesondere als Bus, nunmehr auf Wunsch auch für Generatorantrieb geliefert wird, wobei der Generator im Wagenheck in einer erkerförmigen Ausbuchtung raumsparend untergebracht ist. Vom Gebiete des Strassen- bzw. Ackerschleppers ist zu berichten, dass der Lanz - Bulldogg neuerdings mit einem Spezialzündkopf geliefert werden kann, der Benzinbetrieb ermöglicht. Zahlreiche neue Motorradmodelle, vor allem bei DKW, Puch, Phänomen, Standard und NSU, neben vielen bekannten Typen, ausserdem recht viele Neuerungen auf dem Gebiete des Teilebaus und der Zubehöre, ergänzten die Schau. Aas dem Reglement des Grossen Preises von Brescia (Mille Miglia) dessen Erscheinen wir bereits angekündigt haben, seien noch eine Handvoll Einzelheiten hervorgehoben. Das Rennnen, das am 28. April auf der 165 km langen Rundstreoke Brescia - Cremona - Mantua - Brescia in Szene geht und über eine Gesamtdietanz von ca. 1485 km (9 Runden) ausgetragen wird, umfaset fünf Kategorien von Sportwagen: bis 750 cem; 750—1100 cem; 1100—1500 cem; 1500—2000 cem und. 2000—3000 cem. Als letzter Anmeldungstennin zu einfachem Nenngeld ist der 15. April festgesetzt. Jeder Wagen muss von zwei Fahrern besetzt «ein. Scheidet der eine davon während des Rennens aus, eo hat das den Ausschluss aus der Rangliste zur Folge und die Mannschaft wird einfach auf Grund der reglementarischen Maximalzeit gewertet. Was es damit auf eich hat? Für jede Kategorie ist ein bestimmter Mindestdurchschnitt vorgeschrieben, der erreicht werden muss, um Anspruch auf Klassifikation zu gewähren, nämlich: 75 km/St, für die Klasse 750 cem; 90 km/St, für die Klasse 1100; 95 km/St, für die Klasse 1500; 110 km/St für die Klasse 2000 und 120 km/St, für die Klasse 2—3000 cem. Beim Start, dessen Reihenfolge das Los bestimmt, werden wiederum die Kleinen vorausgeschickt. Ein offizielles Training gibt es nicht und kann es nicht wohl geben, weehalb denn auch die Strecke während der Probefahrten für den allgemeinen Verkehr offen bleibt. Zum Tanken und zur Vornahme von Reparaturen stellen die Veranstalter den Teilnehmern Boxen zur Verfügung; sie finden sich längs des Parcours verteilt, und zwar für die Klasse 750 cem in Guidizzolo, für die 1100-ccm- Wagen in Piadena, für die Klasse 1500 cem in Cretnona und für jene über 1500 cem in Brescia. Die Dotierung darf sich sehen lassen, erreicht doch die Preissumme die respektable Höhe von 255 000 Lire, wovon die drei ersten des absoluten Klassements 35 000, 20 000 und 15 000 Lire einstecken. Neben dem Einzelklassement sieht die Ausschreibung noch eine spezielle Rangordnung für Mannschaften von je drei Wagen derselben Marke vor, wofür jede Fabrik und jeder Automobilverband eine unbeschränkte Zahl von Equipen melden kann. Major Jean Köhli t Generalsekretär der UMS. Bei einem militärischen Uebungsflug am 21. März verunglückte in der Nähe von Oppens Major Jeaa Köhli, der Generalsekretär des Schweiz. Motorradfahrerverbandes. Nach Absolvierung der Schulen in La Chaux-de-Fonds bildete er sich in Oerlikon als Maschinentechniker aus und erwarb 1924 das Pilotenbrevet Während einiger Jahre war er Beamter des Fliegerwaffenplatzes Dübendorf, um. nachher von 1930—1933 das Generalsekretariat des Aero-Clubs der Schweiz zu leiten. In dieser Zeit setzte er sich energisch für den Ausbau des Sportfliegerwesens in der Schweiz ein. 1934 berief ihn die Union der Motorfahrer-Clubs der Schweiz auf den Posten des Generalsekretärs. Während seiner sechsjährigen Tätigkeit in Genf hatte er grossen Anteil an der Entwicklung der U.M.S. Sommers Alfa Romeo an den 500 Meilen von Indianapolis. Die zwei jungen, reichen Amerikaner Thomas W. Dewart und Richard Wharton haben den Alfa Romeo des Franzosen Raymond Sommer erworben, um damit am kommenden «Decoration Day» (30. Mai) die 500 Meilen von Indianapolis zu bestreiten. Noch offen bleibt zur Zeit allerdings die Frage des Fahrers, aber die beiden Dollar-Millionäre werden vor keinen Kosten zurückschrecken, um den richtigen Mann zu finden, denn nachdem letztes Jahr mit Maserati ein Wagen europäischer Konstruktion den Sieg in diesem gröseten Rennen der USA davongetragen, hoffen sie, diesen Erfolg heuer mit dem Alfa wiederholen zu können. Ein italienischer Sieg in Argentinien. Auf der Rundstrecke General Paseo Paz bei Mar del Plata gelangte kürzlich der Grosse Preis von Mar del Plata zum Aus trag, der die bekanntesten argentinischen Rennfahrer am Start sah. Aus dem Kampf ging Giuseppe Canziani auf Alfa Romeo als Sieger hervor, Chiozza auf Ford-Mercury kam als Zweiter ein und Ochoteco auf Alfa Romeo belegte den dritten Platz. Fellce Nazzaro f. Nach' mehrwöchigem Krankenlager, bedingt durch schweren Magenkrebs ist in seiner Heimatstadt Turin im Alter von 58 Jahren der ehemalige Automobilrennfahrer Feiice Nazzaro gestorben. Die grosse Popularität des Verstorbenen kam anlässlich seiner Beisetzung wieder zum Ausdruck. Zahlreiche Kameraden gaben ihm das letzte Geleite und die italienische Presse würdigte in grossen Nachrufen die Verdienste Nazzaros, dessen Erfolge dem Automobilsport in Italien einen mächtigen Auftrieb verschafft hatten. Nazzaro betätigte sich 1897 als Velomechaniker, um drei Jahre später in die Fiatwerke in Turin einzutreten. Schon ein Jahr später verzeichnete er seinen ersten grossen Sieg in einem Strassenrennen bei Livorno. 1907 war sein grosses Erfolgsjahr. Drei Siege, in der Targa Florio, im Kaiserpreis auf der Taunusstrecke _ in Deutschland und im Grossen Preis von Frankreich, machten ihn mit einem Schlage zum berühmtesten Rennfahrer. Im folgenden Jahre holte er sich den Grossen Preis von Italien und erzielte in einem Herausforderungsmatsch als Erster ein Stundenmittel von 200 km. Von 1914 bis 1922 pausierte er gänzlich. Dann bewogen ihn die Fiatwerke, wiederum Rennen zu bestreiten, und er gewann 1922 in Strassburg den Grossen Preis von Frankreich. Mit einem ehrenvollen zweiten Platz im Grossen Preis von Europa 1923 verabschiedete er sich gezwungenermassen vom Rennsport. Er erlitt nämlich in diesem Rennen böse Brandwunden an den Füssen, hielt aber trotzdem durch und erreichte das Ziel. Aus dem Lager der Rennfahrer. Der deutsche Meister Rudolf Caracciola musste sich in den letzten Monaten einer Spezialbehandlung wegen des vor sieben Jahren gebrochenen Oberschenkels unterziehen. Es ist nun eine erfreuliche Besserung eingetreten und Caracciola konnte kürzlich wieder die ersten Gehversuche unterneh- Wieder einmal Untertunnelung des Kanals. Französische Ingenieure haben kürzlich die Idee der Untertunnelung des Aermelkanals wieder aufgenommen und schlagen dafür zwei Einzeltunnelle vor, die je 8 m Durchmesser besitzen und in einer Tiefe von 59—100 m unter dem Meeresgrund hindurchgeführt werden sollen. Das Projekt sieht neben den Verkehrswegen auch noch eine Rohrleitung für den «Transport» ivon Motortreibstofiea vor.