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E_1940_Zeitung_Nr.013

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BERN, Dienstag, 26. März 1940 Automobil-Revue - II. Blatt, Nr. 13 Wie Tizian und Eubens ist auch Lukas Cranach der Titel eines Malerfürsten zugesprochen worden. Cranach hat einige Jahrzehnte lang das deutsche Kunstleben beherrscht. Er spielte in der grossen Welt eine Rolle und war einer der reichsten Bürger Deutschlands. Daneben hat er an den geistigen Kämpfen seiner Zeit lebhaften Anteil genommen und starken Einfluss ausgeübt. Sein Werk ist eng mit der Reformation verknüpft. Als Freund Martin Luthers und der andern Reformatoren genoss er in protestantischen Kreisen eines besondern Rufes. Er beteiligte sich selbst am Werk der Reformation durch die Herausgabe von Holzschnitten, die die Schattenseiten des Papsttums geisselten. Oranach wurde der offizielle Maler der Reformation. Aehnlich dem grossen Rubens hat auch Cranach eine Werkstatt mit mehreren Schülern und Mitarbeitern unterhalten, aus denen eine grosse Anzahl von Meisterwerken hervorgegangen ist. Sein Sohn, den die Kunstgeschichte als Lukas Cranach den Jüngeren kennt, war Schüler seines Vaters. Viele Gemälde stammen aus dessen Hand, und es ist nicht leicht festzustellen, welche Werke Cranachs wirklich eigenhändig sind, da auch die Signatur keinen sicheren Anhaltspunkt gibt. Wir haben es vielmehr mit dem Oeuvre der Malerdynastie Cranach zu tun, das aus mehreren hundert Gemälden und Holzschnitten besteht. Lukas Cranach der Aeltere wurde 1472 in Kronach in Oberfranken geboren; sein Name ist von diesem Ort abgeleitet. Er Ruhe auf der Flucht Lukas Cranach Venus. soll bei seinem Vater die Malerei studiert haben. Während sein Zeitgenosse Albrecht Dürrer Italien aufsucht, begibtsich Cranach nach Wien. Die österreichische Landschaft und Kultur wird daher für sein frühes Werk bestimmend. In dieser Zeit entsteht das Bildnis des Dr. Reuss, des Rektors der Wiener Universität, die «Kreuzigung» und die « Ruhe auf der Flucht ». 1504 lässt sich Cranach in Wittenberg nieder, damals Mittelpunkt des deutschen künstlerischen und religiösen Lebens. Im folgenden Jahre sehen wir den Meister im Dienste des in Wittenberg residierenden Kurfürsten Friedrichs des Weisen von Sachsen. Die Stadt gewinnt durch den Meister erheblich an künstlerischer Bedeutung; sie wird zum Mittelpunkt der deutschen Kunstbestrebungen. Um auch materiell gesichert zu sein, erwirbt Cranach in Wittenberg eine Apotheke und später eine Buchhandlung. 1519 ernennt ihn die Stadt zum Kämmerer des Rates, 1537 und 1540 amtiert er als Bürgermeister. Er wird einer der reichsten Bürger der wohlhabenden Stadt. Von der Renaissance beeinflusst sind die grossen Altarwerke, die in den Jahren 1506—09 entstehen (Katharinenaltar und der grosse Torgauer Sippenaltar), sowie die lieblichen Madonnenbilder. Seit 1518 wählt Cranach als Thema seiner Gemälde hauptsächlich Stoffe aus der antiken Mythologie. Er liebt es, seine Figuren in eine reizvolle Landschaft zu stellen. Als Aktmaler hat der Meister ein neues Frauenideal geschaffen. Es sind zierliche Figuren mit kleinen Brüsten und einer gotisch anmutenden Umrisslinie, ein Frauenideal, das herb und eigenartig anmutet (Venus des Städelschen Museums in Frankfurt, Urteil des Paris, Apollo und Diana, Adam und Eva). In der Spätzeit entstehen das berühmte Selbstbildnis (1530) und das grosse Altarwerk in der Stadtkirche zu Weimar mit der Allegorie der Erlösung. Cranach war ein glänzender Porträtmaler. Wir verdanken ihm mehrere Bildnisse Luthers und dessen Gattin, der Katharina von Bora, Melanchthons, Friedrichs des Weisen von Sachsen und zahl- ^reSher-anderer Zeitgenossen. • Diese Bildnisse sind Glarizstücke der Kunst der Reformationszeit. Dem Meister war ein langes, arbeitsreiches und von Erfolgen gekröntes Leben beschieden. Seine Werkstatt konnte sich der Aufträge kaum erwehren, und man hat den Eindruck, dass die künstlerische Qualität unter dem beinahe handwerksmässigen Schnellbetrieb litt Als Achtzigjähriger folgte Cranach dem gefangenen Kurfürsten Johann Friedrich von Sachsen nach Augsburg und Innsbruck und liess sich 1552 mit dem Hof in Weimar nieder, wo er im folgenden Jahre starb. Cranachs frühe Arbeiten zeichnen sich durch Frische und Temperament aus. Seine Farben sind leuchtend und tief. Im Vergleich zu Dürer vertritt er eine mehr malerische Richtung, die auch in seinen zahlreichen Holzschnitten vorherrschend ist. In der Zeichnung neigt er zu einer krausen ornamental geschwungenen Linie, Bildnis Martin" Luthers: die seine Figuren stark stilisiert erscheinen lässt. Mit Dürer, Holbein und Grünewald gehört Lukas Cranach zu den grössten Meistern der deutschen Kunst. Franeniiildnis. Zum vorstehenden Artikel. Der Werdegang der Reformation Die Reformation beginnt mit Luthers Thesenanschlag an der Schlosskirche zu Wittenberg, am 31. Oktober 1517. Im folgenden Jahre wird gegen ihn das kirchliche Verfahren eröffnet. Luther verweigert vor dem päpstlichen Gesandten Kardinal Cajetan den Widerruf und begibt sich unter den Schutz des Kurfürsten Friedrichs des Weisen von Sachsen. 1519 verwirft der Reformator die Unfehlbarkeit des Papstes und der Konzilien. Im. selben Jahre hricht die Reformation durch Ulrich Zwingli in der Schweiz aus. 1521 erfolgt Luthers Ausschluss aus der Kirche. Im gleichen Jahr verteidigt er seine Lehre vor dem Reichstag zu Worms und wird in die Reichsacht getan. Ein Jahr später erscheint Luthers Bibelübersetzung. 1524/25 werden die Bauern und die mit ihnen verbündeten Bilderstürmer und Wiedertäufer im sogenannten Bauernkrieg niedergeworfen. Der Reichstag zu Speyer beschliesst 1526, dass- die Fürsten das Recht haben, die Religion ihrer Untertanen zu bestimmen. 1530 überreicht Melanchthon das neue Bekenntnis auf dem Reichstag zu Augsburg. Im folgenden Jahre siegen die katholischen Waldkantone bei Kappel. 1541 führt Calvin die Reformation in Genf ein. Der Kurfürst von Sachsen wird im Schmalkaldischen Krieg (1546—47) gefangen genommen, 1552 wieder freigesetzt. Abschluss des Augsburger Religionsfriedens im Jahre 1555, durch den beiden Konfessionen freie lAusffibuBg; der Religion zugesichert wird.