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E_1940_Zeitung_Nr.011

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Interessantes

Interessantes holländisches Amphibien-Geländefahrzeug Eine holländische Firma hat im Auftrag der holländischen Armee ein neues, leichtes Geländefahrzeug entwickelt, das sich sowohl auf festem Grund wie im Wasser oder Sumpf fortbewegen kann. Da die Niederland© keine eigene Autoindustrie besitzen, benützte man als Antriebsaggregat einen Citroen-Vierzyünder-Motorgetriebeblock, Typ 11 von 1,9 Liter Hubraum, der etwas hinter der Wagenmitte, quer zur Fahrrichtung, angeordnet wurde (Fig. 2). An die für Vorderradantrieb gedachten, seitlich aus dem Differentialgehäuse vorstehenden Wellenstummel schloss man auf jeder Seite eine Kardanwelle an, deren jede über je ein weiteres Differential ein Radipaar antreibt. Da das am Motor angeflantschte Winkelgetriebe bereits eine Untersetzung von 1 :4,38 besitzt, baute man in die beiden Achsantriebe bloss ein solches mit dem Untersetzungsverhältnis 1 :1,55 ein und erhielt dadurch eine erhebliche Bodenfreiheit, um so mehr als sämtliche Räder Einzelabfederung besitzen und ihre Wellen somit leicht geneigt nach aussen führen (Fig. 1 rechts). Auch die sogenannte Bauchfreiheit in Wagenmitte ist beträchtlich, so dass angesichts des kurzen Radstandes von nur 2,50 m ein Aufsetzen' selbst in koupiertem Gelände nicht zu befürchten ist. Bei Fahrten im Wasser übernimmt eine dreiflüglige Schraube den Antrieb. Aus Gründen der Einfachheit ist sie direkt mit dem Triebwerk gekoppelt und lässt sich bei Überlandfahrten zwecks Vermeidung des Hängenblei'bens demontieren. Im Wasser laufen die Räder dauernd mit und helfen, sobald sie an sumpfigen Stellen auf Grund kommen, arn Antrieb mit. Auch ersetzen sie bei Wasserfahrten dank ihrem Lenkeinschlag das Steuerruder. Das Lenksystem ist so eingerichtet, dass wahlweise die vorderen oder alle vier Räder Fig. 2. Schema des Triebwerks des neuen, holländischen Geländewagens. an der Lenkung beteiligt sind, wodurch das Fahrzeug iVber eine beträchtliche Wendigkeit verfügt. Seine Höchstgeschwindigkeit soll sich wegen der doppelten Achsuntersetzung nur auf 70 km/St, belaufen. Dafür verfügt es aber über ein Steigvermögen von 50%. Der Wagenkasten ist offenbar von selbsttragender Bauart, zu der seine türlose StaMschale geradezu einlädt. Auf Türen wurde wegen der Möglichkeit eines Eindringens Fig. 1. Seiten- und Rückansicht des Amphibien-Geländefahrzeugs. AUTOMOBIL-REVUE DIENSTAG, 12. MÄRZ 1940 — N° 11 von Wasser verzichtet Damit das Motorgehäuse selbst auf keinen Fall aulsetzen kann, hat man unterhalb ein schützendes Stahlblech durchgezogen. Die vier Insassen sitzen im Wagen paarweise Rücken gegen Rücken. Vor Jedem linken Sitz ist ein Lenkrad angebracht, so dass man nach Belieben und gleich schnell in die eine oder andere Richtung fahren kann. Als Kugelschutz besitzt das Fahrzeug vorn und hinten eine schräg ansteigende Panzerplatte, die gegen leichte Infanteriegeschosse sicher sein dürfte. Zwischen den Insassen konnte im Motorabteil auch noch der Brennstofftank sowie die Batterie untergebracht werden. Dem Regenschutz dient ein leichtes Faltverdeck. Die Bewaffnung des voraussichtlich für Aufklärungszwecke bestimmten Amphibienautomobils aber besteht aus einem auf der in Hauptfahrtrichtung gelegenen Vorderwand montierten Maschinengewehr, -b- Tedmiidie Notizen Schäden an der Brennstoffpumpe stillgelegter Wagen Die Pumpen-Membrane kann eintrocknen. Die heutigen abnormalen Verhältnisse legen die Frage nahe, ob auch eine längere Stillegung des Wagens keine nachteiligen Folgen irgendwelcher Art nach sich ziehen kann. Es wäre doch schliesslich möglich, dass ein Stillstand von mehr als nur einigen Monaten am Ende doch zu einer Schädigung gewisser Organe führt, die eine plötzliche Inbetriebnahme zu militärischen Zwecken verunmöglichen könnte. Tatsächlich sind nun, nach einer Meldung aus Deutschland, wo die Zahl der Stillegungen einen besonders grossen Umfang erreicht hat, Schäden an einer bestimmten Stelle des Motors, nämlich an der Membrane der Brennstoff-Förderpumpe, zu erwarten. Wenn diese Membrane längere Zeit nicht mit Benzin in Berührung kommt, weil man vielleicht den Brennstoff aus der Pumpe ebenfalls abgelassen hat oder er allmählich verdunstete, so trocknet sie aus, wird hart und — bei Inbetriebnahme — rissig. Gewisse Hersteller von Brennstoff-Förderpumpen empfehlen deshalb, .periodisch etwas Benzin nachzufüllen, damit die Membrane nicht austrocknen kann. Andere sind der Ansicht, dass es nach längerem Stillstand genügt, durch Einfüllen von etwas Benzin in die Brennstoffpumpe und das Schwimmergehäuse Dass sich in den mit allerdings verhältnismässig geringen Lagerbelastungen und Drehzahlen arbeitenden Schleppermotoren einer deutschen Firma Lagerschalen aus einer Aluminiumlegierung seit vier Jahren bewährt haben. Wir erwähnen dies im Ansdhluss an unsere frühere Notiz über ein neues Lagermetall dieses Typs. Dass dieses Frühjahr ein englischer Arzt, der während der heftigen Schneefälle, die eine Benützung des Wagens verunmöglichlichten, zu einem 10 km entfernten Patienten gerufen wurde, einen landwirtschaftlichen Raupenschlepper mietete und damit den Besuch glücklich durchführen konnte. Man muss sich nur zu helfen wissen! Dass die englische Automobilindustrie jetzt ihre sämtlichen neuen Modelle herausgebracht hat. Im Fabrikations-Programm der 22 dieses Jahr in England vertretenen Automobilmarken stehen insgesamt 83 Chassis-Typen. Vom Bau einer Produktionsstätte für Beryllium in Japan. Dieses seltene Metall wird heute in zunehmendem Masse in der Industrie verwendet, und zwar als Bestandteil von Leichtmetall- und Kupfer-Legierungen. Die Kapazität des neuen Werks wird sich auf — / (eine) Tonne jährlich belaufen. Die Rohstoffe stammen aus Indien und Afrika, doch besitzt Japan selbst kleinere berylliumhaltige Erzvorkommen. des Vergasers einige Zeit vor dem Start die Membrane genügend aufzuweichen, damit sie wieder anstandslos arbeitet. Uebrigens würde es auch keine übertriebenen Auslagen verursachen, wenn es sich als notwendig erweisen sollte, die aus einem organischen Werkstoff (nicht Metallblech) bestehende Pumpenmembrane zu ersetzen. Wer auf Nummer Sicher gehen will, wird dies vorsichtshalber ohnehin tun und eventuell gerade eine Prüfung der Brennstoffpumpe damit verbinden. Bei Dieselmotoren allerdings ist dies nicht notwendig, da sie meist nicht mit Membran-, sondern mit Kolben-Förderpumpen ausgerüstet sind. Zu Befürchtungen besteht deshalb dort kein Anlass. -b- du ScUndtetc! Das äusserst günstige Verhältnis zwischen Motorleistung und Wagengewicht, sowie die tiefe Schwerpunktlage in Verbindung mit dem wirksamsten hydraulischen Bremssystem und einer unübertroffenen Zahnstangenlenkung, ermöglichen es, mit dem 4 Zylinder CITROEN 125 Km./Std. und mit dem 6 Zylinder 150 Km./Std. mit Leichtigkeit zu fahren. Ein Grund mehr, weshalb CITROEN imJahre 1939 auch in der Schweiz das meistverkaufte Automobil der 2-Liter-Klasse (10 PS) war. Schneiden Sie dieses Inserat aus, es wird Ihnen die Lösung des neuen grossen CITROEN-Wettbewerbes 1940 erleichtern. Biel: Chur: Erlen: Interlaken Luzern: Aarwangen: Baar: Bern: W. Bourquin M. Comminot H. Kradolfer Hamberger, c/o Garage Interlaken AG. Capitol-Garage AG. Rayon-Vertreter: 0. Althaus X. Stierli & Co. P. Lindt Luzern: Lyss: Ölten: Garage Roelli Fischer & Willimann E. Baumann Romanshorn: H. Müller Schaff hausen: F. Hübscher Solothurn: Fr. 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N°ll — DIENSTAG, 12. MÄRZ 1940 Grau-Vorzugsfarbe Nachdem im vergangenen Jahr Schwarz als Modefarbe des amerikanischen Personenwagens galt, kommt diese Ehre nunmehr den grauen Farbtönen zu, die nach den Mitteilungen einer grossen Lackfabrik heute weitaus am meisten verlangt werden. Daneben figurieren an nächster Stelle bunte Farben, und zwar in der Reihe ihrer Häufigkeit blau, grün, marron, braun, creme und weiss. Schwarz steht jetzt noch vor den Cremetönen an drittletzter Stelle in der Reihenfolge der Beliebtheit, -fw- Reifen-Schonmittel zum Aufpinseln auf die Laufflächen Die Lebensdauer der Autoreifen kann durch verschiedene Einflüsse in günstigem oder nachteiligem Sinn beeinflusst werden. Einen besonders wichtigen Beitrag zur Schonung der Pneus hat der Wagenbesitzer durch eine ruhige Fahrweise selbst zu leisten. Wer auf scharfes Bremsen und Beschleunigen ebenso wie auf hohe Fahrgeschwindigkeiten verzichtet, wird zweifellos aus seinen Reifen mehr Kilometer herausholen als ein impulsiv veranlagter Fahrer, dem es nie rasch genug geben kann. Sehr wichtig: ist sodann auch die Pflege der Pneus. Vor allem sollte der Luftdruck periodisch kontrolliert und nötigenfalls frische Pressluft nachgefüllt werden, damit die Reifen nicht infolge ühermässiger Durchwalkung ihrer Einlagen frühzeitig zugrunde gehen können. Ferner wird gelegentlich ein Streichen mit weissem und schwarzem Reifenlack empfohlen, den man nach dem Abbürsten der Laufdecken mit einem Pinsel aufträgt. Weisser Lack schützt sowohl gegen die Oxydationswirkung der Luft als auch die Wärme der Sonnenstrahlen, was besonders im Sommer wichtig ist. In Deutschland wird gegenwärtig ein weiteres Mittel zur Konservierung der Reifen in den Handel gebracht, das man ebenfalls nach vorangehender, gründlicher Reinigung der Laufdecke pinselt. Es verlangsamt die Alterung des Gummis durch die sonst vor sich gehende Oxydation des im Kautschuk eingelagerten Schwefels und soll zudem die feinen Risschen an der Oberfläche nach wenigen Stunden schliessen. Mit Hilfe dieses Präparates soll es möglich sein die Lebensdauer der Reifen um rund 30% zu verlängern. -b- Pvakf^sdhe Vf£nl*o Achtung ! Batterie nicht überfüllen ! Bei sehr vielen Wagen ist heute die Batterie unter der Motorhaube leicht zugänglich angeordnet. Nun kann es gelegentlich beim Nachfüllen passieren, dass etwas Säure verschüttet wird und auf irgend eine Rohrleitung der hydraulischen Bremse tropft, wo sie Zerstörungen verursacht, die letztendlich ein Versagen rein hydraulischer Bremsen zur Folge haben. Um dieser Eventualität vorzubeugen, sollte daher der Wagen nach dem Verschütten von Säure stets einem zuverlässigen Mechaniker zur Kontrolle gebracht werden. Ist die Korrosion nur unbedeutend, so wäscht man die von der Säure benetzte Rohrpartie gut mit Sodalösung ab und trocknet darauf sorgfältig. Anschliessend streicht man das Rohr mit säurefester Asphaltfarbe, um Schäden dieser Art in Zukunft zu verhindern, -b- Bleidraht als biegsamer Distanzmesser. Auf guten Automobilkarten sind die Distanzen zwischen wichtigeren Knotenpunkten des Strassennetzes durch aufgedruckte Zahlen angegeben, die erlauben die Fahrstrecke mühelos auszurechnen. Will es das Pech, dass einmal unter besonderen Umständen AUTOMOBIL-REVUE keine solche Spezialkarte für Automobilisten verfügbar ist, so kann man sich durch das umständlichere Verfahren einer direkten Ausmessung auf einer gewöhnlichen Landkarte helfen. Diese Arbeit erleichtert man sich durch Benützung eines < Maßstabs > aus Blei- oder Weichlotdraht, worauf man mit einem Messer anhand des Kartenmaßstabs in regelmässigen Abständen von 5 km Kerben einträgt. Die Abmessung der Streckenlänge von der Karte geschieht durch Zurechtbiegen des Drahts entlang der gewünschten Strasse und Abzählen-der Anzahl Teilstrecken von je 5 (bzw. 10) km Länge. -b- « Windkessel» im Schmiersystem. Als ein Motor heftige Klopfgeräusche erzeugte, entdeckte sein Besitzer, dass der Herd der Störung offenbar im Schmiersystem liegen musste. Wenn man das zum Oeldruckmesser führende Rohr anfasste, so fühlte man deutlich die mit dem Klopfen verbundenen Druckschwankungen im Rohrinnern. Man schloss deshalb auf eine ähnliche Erscheinung, wie sie beim plötzlichen Schliessen eines Wasserhahns im Haushalt auftritt, wobei ebenfalls die Rohrleitung unter einem harten Schlag zum Erzittern kommen kann. Den Grund suchte man darin, dass die zum Schmierkanal der Kurbelwelle führende Bohrung jeweils nur während eines kurzen Teils jeder Umdrehung des Triebwerks mit der Druckseite der Pumpe in Verbindung stand, die Oelzufuhr also stossweise erfolgte. Um die Klopfgeräusche zu beseitigen, beschloss man darum eine Art kleinen « Windkessels » in die Druckleitung des Schmiersystetns einzufügen. An Stelle eines geraden Rohrfittings wurde ein T-Stück in die Rohrleitung auf der Pumpendruckseite eingefügt, an dessen mittleren, senkrecht gestellten Schenkel man ein zirka 10 cm langes Rohrstück anschloss, das am Ende mit einem Schraubdeckel versehen wurde und so eine Art « Windkessel» bildete. Hiemit Hess sich das beanstandete Geräusch beseitigen, wenn nun das Luftpolster ein Auftreten heftiger Druckstösse verhinderte. Ted* 9i» Frage 13.783. Dieselölbeimischung zu Traktorenpetrol. Ift es ratsam, dem Petrol zum Betrieb eines Traktors ungefähr 2Ö°/o Dieselöl beizumischen oder schadet dies dem Motor? G. H. in W. Antwort. Dieselöl wird in einem Petrolmotor nicht so vollständig verbrannt wie in einem Dieselmotor. Ein Teil schlägt ech an den Zylinderwänden nieder und fliesst in das Kurbelgehäuse, wo es das Schmieröl verdünnt. Dies wäre zweifellos auch schon bei einer Beimischung von nur 2O°/o bereits der Fall. Man müsste infolgedessen das Schmieröl häufiger wechseln als bei reinem Petrolbetrieh, was den bescheidenen erhofften Gewinn zum grössten Teil aufzehren dürfte. Die durch Verwendung von Rohöl bedingte starke Schtnierölverdünnung kann ausserdem uriler Umständen zu einer Schädigung des Motors führen. Wir können deshalb eines Rohöl-Beimiechung nicht empfehlen -b. Schriftliche Antworten: Frage 1350. Holz- und Kohlengas-Generatoren. Können Sie uns Adressen von Fabriken bekanntgeben, die sich mit der Herstellung der Apparaturen für Holz- und Kohlengas befassen? F in A. S»> ^>d*xaial Anfrage 767. Retentionsrecht. Ein Freund von mir hat an meinem Wagen, den ich ihm zur Verfügung stellte, eine Reparatur vornehmen lassen. Er verlangte dafür einen schriftlichen Kostenvoranschlag, war aber nicht wenig erstaunt, als die Rechnung den Devis um mehr als das Vierfache überschritt. Der Karossier will nun den Wagen nicht ohne Bezahlung herausgeben. Mein Freund sträubt sich natürlich, mit meinem Einverständnis, die Summe zu erlegen. loh möchte Sie nun fragen, ob ich als Eigentümer des Wagens diesen herausverlangen kann, da ich dem Karossier keinen Auftrag erteilt, dagegen allerdings von der Reparatur gewuset hatte? Mues sich nicht der Karossier an den Auftraggeber halten? F. E. in L. Antwort: Bewegliche Sachen, die «ich mit Willen des Schuldners im Besitze des Gläubigers befinden, kann dieser bis zur Befriedigung für seine Forderung zurückbehaJten, wenn die Forderung fällig ist upd ihrer Natur nach mit dem Gegenstände der Retention Im Zusammenhang steht. Daraus ergibt eich, dass somit der Garagist ein Retentionsrecht an den ihm zur Reparatur übergebenen Automobilen besitzt und diese vor Bezahlung seiner Rechnung nicht herauszugeben verpflichtet ist. Wenn nun über die Angemessenheit einer Rechnung Zweifel bestehen oder eine solche offensichtlich zu hoch ist, muss der Rechnungsbetrag zuhanden wem Rechtens auf der Gerichtsechreiberei hinterlegt werden. Wenn dies geschehen ist. muss der Retinierende das zurückbehaltene Automobil herausgeben. Die Hinterlegungsbehördegibt das Geld nur gestützt auf ein Urteil oder eine gemeinsame Erklärung des Schuldners und des Gläubigers heraus. Es wird sodann Sache des Garagisten sein, Sie auf Bezahlung seiner Rechnung einzuklagen. Ob die Rechnung angemessen ist oder nicht, ist eine Expertenfrage. Nur ein solcher wird hierüber entscheiden können. Zudem darf ein Kostenvoranschlag nicht beliebig überschritten werden. Eine kleine Ueberschreitung ist irrelevant. Sobald es sich aber um eine solche grösseren Umfangs handelt, muss der Arbeitnehmer den Auftraggeber aufmerksam machen und dessen Zustimmung einholen. Andernfalls würde die Vorlage eines Koetenvoranschlages zur bloseen Farce, d. h. es könnte nachher der Arbeitnehmer, gestützt auf einen niedrigen Kostenvoranschlag, verlangen was er will. Wir empfehlen Ihnen deshalb, den Rechnungsbetrag als streitig zu deponieren und im Prozessfall die Rechnung durch einen Sachverständigen prüfen zu lassen und Ihre Ansprüche wegen der Ihrerseits nicht genehmigten Ueberschreitung des Kostenvoranschlages geltend zu machen. * Ba«h«»i»t£sdhi NORMBLATTVERZEICHMÜS 1CM über die Normen des Vereins Schweizerisoher Maschinen- Industrieller, herausgegeben vom V.S.M.-Normalienbureau, Zürich 2. Das Normblattverzeichnis enthält die Nummern, und Inhaltsangaben sämtlicher Normblätter, ergänzt auf den heutigen Stand der Normen; die früheren Ausgaben sind dadurch überholt. Seit der letzten Auegabe sind viele Ergänzungen und Nachträge hinzugekommen. Es ist daher wichtig, dass die Normblattbezüger ihre No.rmensammlungen daraufhin prüfen, ob sie nicht noch veraltete Blätter besitzen uad dadurch Irrtümer in Bestellungen oder in Lieferungen vorkommen. Das Normblattverseicfhnis gibt eine Gruppeneinteilung der Normen, zeigt die Entwicklung eines VJS.M.- Normblattes und gibt einige sehr wertvolle Hinweise über die Anwendung der Normen in der Praxis. Bei einem grosaen Teil der Industrie sind die V.M.S.-Normen eingeführt, d. h. es wird darnach gearbeitet Nun muss der Kreis noch auf den übrigen Teil der Industrie und das Gewerbe erweitert werden, damit auch sie nach den Nortnblättern arbeiten können. Je mehr das Publikum von einer fachmännischen Leistung nicht nur Dauerhaftigkeit, sondern ebensosehr Schönheit verlangt, desto mehr gilt für den Fabrikanten nur noch die einzige Devise, die vor Enttäuschung bewahrt: Qualität. Nitreclatin hat sich im Lauf der Jahre zu seinen alten Freunden ständig neue erworben und durch seine wachsende Beliebtheit bewiesen, wie sehr es den Ruf eines schweizerischen Qualitätsproduktes verdient. Ihr Maler oder Carrossier gibt Ihnen gern Auskunft über seine Erfahrungen. WllUH« *«ll« n Bill«** 1 * E C L A T I N AG., S O L O T H U R N . F A R B E N - U N D U C K F A B R I K . T E L E P H O N 2 1 1 3 9 Basel: Krähenbühl & Co. Hardstrasse 21 Freiburg: Brulhardt freres Rue Industrie 7 Genf: Fleury & Cie. Avenue Frontenex 30 Lausanne : W. Zweigart Place Chauderon 26 Neuchätel: W. Segessemann &füs, Gd. Gar. du Pr£barreau Zürich: Franz AG. Badenerstrasse 313—329 Tel. 2 46 64 „ 10 00 „ 5 02 30 „ 2 94 53 „ 8 26 38 .. 7 27 55