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E_1940_Zeitung_Nr.014

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Das Ausland meldet:

Das Ausland meldet: Gefängnis für Benzinverschwendung. Das Amtsgericht Magdeburg hat einen 35jährigen Mann zu einer Gefängnisstrafe von 10 Monaten verurteilt, weil er mit einem ihm dienstlich zur Verfügung gestellten Personenwagen die behördlichen Vorschriften über die notwendige Einsparung von Treibstoffen sabotiert hat; ausserdem wurde er aus seiner Stellung fristlos entlassen. Starke Verminderung der Neuzulassungen in England... Wie die nunmehr veröffentlichten offiziellen Zahlen erkennen lassen, ist die Inbetriebnahme neuer Fahrzeuge in England während des Januars 1940 außerordentlich stark zurückgegangen. Belief sich deren Total im Paralleltnonat 1939 noch auf 40 001. so wurden 1940 nur noch 11746 registriert, was einer Verminderung um 70% entspricht Dabei sank die Zahl der neu in Verkehr gesetzten Personenwagen von 27 326 auf 5657 und jene der Motorräder von 3232 auf 895. Die französische Autoindustrie bereitet sich auf die Nachkriegszeit vor. Die Societe des Ingenieurs de l'Automobile (SIA) in Paris hat sich in ihrer letzten Sitzung mit der Besprechung der Massnahmen beschäftigt, die notwendig sind, um die französische Automobil-Industrie gründlich auf die Anforderungen der Nachkriegszeit vorzubereiten. In erster Linie wurde — eine Frage, die allmählich in einem Lande nach dem anderen aufzutauchen beginnt! — die Bevorzugung des Eisenbahnwesens durch die Gesetzgebung als Haupthindernis für eine gedeihliche Entwicklung der Automobilproduktion bezeichnet. Eine Revision dieser « strassenfeindliehen » Einstellung der Behörden sei für eine gründliche Reaktivierung der Autoindustrie unerlässlich. Ferner wird verlangt: die Spezialausbildung von Ingenieuren, Verbesserungen und Eineparungen in der Konstruktion, sparsamere Motoren, die Pflege des zweisitzigen Personenwagens und des Nutzfahrzeugs, eine systematische Bekämpfung des Verschleisses, weitgehende Standardisierung, Verbilligung des Reparaturwesens; gründlichere Ausbildung der Fahrer und schliesslich die Verwendung von Brennstoffen, die nicht aus Erdöl hergestellt werden. Die französische Automobilindustrie müsse durch alle diese Massnahmen nicht nur leistungsfähig in sich selbst, sondern vor allem auch konkurrenzfähig dem Ausland gegenüber für den Zeitpunkt gemacht werden, in welchem die Grenzen wieder für den Import geöffnet sein würden. Benzinzuteilung an Ausländer in Jugoslawien. Auf 1. März hat die jugoslawische Regierung ein Gesetz erlassen, das die Tanksäulenbesitzer verpflichtet, Benzin nur an jene Fahrzeuge abzugeben, deren Halter eine Legitimationskarte vorweisen können. Um dem internationalen Autotourismus keine Schwierigkeiten in den Weg zu legen, erhalten die ausländischen Automobilisten an der Grenze ihre Benzinkarten ausgehändigt, allerdings nur gegen Hinterlegung eines Betrags von 40 Dinar. Die Karte besteht aus 48 Coupons und besitzt Gültigkeit für das ganze Jahr 1940. Man geht deshalb wohl kaum fehl mit der Annahme, dass der fremde Automobilist pro Monat 4 Coupons verbrauchen darf, von denen, was die Personenwagen betrifft, ein jeder Anspruch auf 50 Liter Brennstoff gewährt, währenddem das Bezugsrecht für Motorräder auf 4 L. und für Autobusse auf 95 L. pro Coupon lautet. Bei der Ausgabe der Karten tragen die Zollbeamten auf der Stammkarte Namen, Poüzeinummer, Nationalitätenabzeichen und die eingeführte Benzinmenge ein und trennen die Coupons für die bereits vergangenen Monate ab. Verlässt der ausländische Automobilist das Land wieder, dann hat er am Grenzzollamt seine Benzinkarte zurückzugeben, die unverzüglich kontrolliert wird, wobei es insofern aufpassen heisst, als für jeden noch gültigen, aber nicht zurückgegebenen Coupon eine Busse von 200 Dinar zu berappen ist. Zugleich erfolgt beim Wiederaustritt auch die Feststellung der noch im Tank vorhandenen Benzinmenge, wobei für jeden Liter, das das in der Karte angegebene Quantum übersteigt, eine Ausfuhrtaxe von 10 Dinars erhoben wird. Der Verkauf von Gasöl und andern Dieselkraftstoffen dagegen bleibt nach wie vor frei. Mit dem neuen Erlass werden sämtliche früheren Einschränkungen aufgehoben. Zukunftsmusik. Wird der Wagen von morgen so aussehen ? Edwin L. Allen, eine in der amerikanischen Autoinobilindustrie bekannte Persönlichkeit, entwirft vom Wagen der Zukunft ein Bild, das von den heute geläufigen Begriffen eines Automobils erheblich abweicht, vor allem in Sachen Komfort. Denn in dieser Hinsicht ist das, was wir jetzt als Automobil zu bezeichnen pflegen, eine ziemlich armselige Klause verglichen mit dem fahrenden Heim der Zukunft. Was die Prophezeiung Mr. Aliens vor unseren staunenden Augen enthüllt, ist dies . «Ein Wagen, dessen Türen durch Druck auf einen Knopf aufspringen. Anschliessend empfängt man beim Einsteigen den Eindruck, ein geräumiges Gemach zu betreten. Da ist nichts von Rumpfbeugen und andern mehr oder weniger unbequemen Körperstellungen, bis man sein Lebendgewicht auf einem der festen Sitze verstaut hat, nichts von störenden Erhöhungen im Wagenboden. Der wird vollkommen eben und wohldimensioniert sein, und zum Sitzen laden leichte, bewegliche Stühle ein. Das Dach besteht zum Teil aus einem gebogenen, transparenten Material, das die gesundheitsfördernden Sonnenstrahlen durchlässt. Eine Anzahl von Knöpfen sorgt für die Temperaturregulierung und Luftbefeuchtung in jedem nur gewünschten Grad. Ein Druck auf einen andern Knopf bringt ein in der Trennungswand zwischen Motoren- und Passagierraum verstecktes Bett zum Vorschein. Dazu bietet der Wagen den Insassen zahlreiche kleine Bequemlichkeiten, wie z. B. Toilette und Waschgelegenheit. Und das alles, ohne dass der Wagen etwa in die Breite oder Höhe zunähme, höchstens eine Kleinigkeit in der Länge. Rollen wir so auf der Strasse dahin, dann sind wir von der Verbindung mit der Aussenwelt ganz und gar nicht abgeschnitten, denn die Wände bergen Radio und Mikrophone, und ohne dass wir die Augen von der Strasse abwenden, können wir einen Knopf betätigen und uns mit unseren Leuten zu Hause oder im Büro unterhalten ... > AUTOMOBIL-REVUE DIENSTAG, 2. APRIL 1940 — N° 14 Sp» «••»•••«§•« Die BMW-Mannschaft für Brescia in Italien eingetroffen. Letzter Tage haben die drei offiziellen B.M.W - Equipen, welche für die Beteiligung am Grossen Preis von Brescia gemeldet sind, die italienische Grenze auf dem Brenner überschritten, um das Training für den Kampf vom 28. April aufzunehmen. Die Fahrer — es handelt sich dabei um Hanstein, Brudes, Roese, Richter, Briem, Scholz, Bäumer, Wencher und den Techniker Loof — befanden sich in Begleitung eines Vertreters der ONS. Für eine franzosisch-britische Zusammenarbeit auf dem Gebiet des Rennsports bricht das «Auto> in einer seiner letztern Nummern eine Lanze. Das französische Blatt bedauert die vollständige Inaktivität, welche seit dem Kriegsausbruch im Automobilsport der Westmächte eingetreten ist und hält ihr die Tatsache gegenüber, dass er immerhin nicht überall eingeschlafen sei, was der internationale Sportkalender 1940 mit seinen 15 Veranstaltungen zur Genüge beweise. Weder Italien noch Deutschland haben auf den Autosport verzichtet, sondern Mittel und Wege zur Zusammenarbeit gefunden. Es wäre deshalb nur zu begrüssen, wenn sich zwischen Frankreich und England eine Verständigung über die Durchführung von Rennen, die auf Einladung hin zu erfolgen hätten und im Gebiete des einen oder andern dieser Staaten stattfinden würden, erzielen liesse. AKTUELLES Rekurse gegen den'Entzug des Führerausweises. Wie aus dem Bericht des Bundesrates über die Geschäftsführung des Eidg. Justizund Polizeidepartementes hervorgeht, hatte sich dieses im Jahr 1939 mit 10 Rekursen gegen den Entzug des Führerausweises zu beschäftigen. Fünf der Beschwerden wurden abgewiesen und drei teilweise gutgeheissen, währenddem zwei am Ende des Berichtsjahres noch hängig waren. Im weitern hatte das Departement zu 6 Wiedererwägungsgesuchen Stellung zu nehmen, von denen 4 Ablehnung und 2 Gutheissung fanden. Teilweise zugestimmt hat das Departement auch der Beschwerde eines Kantons, dessen Antrag auf Entzug des Führerausweises von einem andern Kanton nicht berücksichtigt worden war. Bei sämtlichen Rekursentscheiden wurde, wie der Bericht ausdrücklich betont, im Interesse der Verkehrssicherheit ein strenger Maßstab angelegt. Verschiedene Eingaben führten, wovon an dieser Stelle bereits die Rede war, zu einer Neuprüfung der Zulassung von Anhangern zum Gütertransport an Personenwagen und an leichten Lastwagen. Daneben wurde auch das Studium des Problems der Einführung von Vorwegweisern, wie sie in einzelnen Kantonen da und dort aufgestellt worden sind, in Angriff genommen und Weisungen über die Innerorts-Signalisierung der Kreuzungen von Tramlinien sowie Industrie- und Rollbahngeleisen mit Strassen erlassen, eine Angelegenheit, die von der «Automobil- Revue » schon früher aufgegriffen und den Behörden zur Lösung empfohlen worden war. Die Litra erhält ein neues Präsidium. Unter dem Vorsitz von Ständerat Käser trat am 27. März in Bern die Generalversammlung der «Litra> (Schweiz. Liga für rationelle Verkehrswirtschaft) zusammen. Unsern Lesern brauchen wir diese Organisation nicht erst vorzustellen, ist sie ihnen doch aus den zahlreichen Auseinandersetzungen, wozu uns deren automobilfeindliche Einstellung je und je gezwungen hat, zur Genüge bekannt. Nach der Genehmigung von Jahresbericht und Jahresrechnung 1939 sowie des Arbeitsprogramms bezeichnete die Versammlung als Nachfolger des bisherigen Präsidenten, Ständerat Käser, der seinen Rücktritt erklärt hatte, den bisherigen Vizepräsidenten Ständerat Fricker (Aarau). Als neuer Vizepräsident wurde an Stelle des ebenfalls demissionierenden alt Nat.-Rat H. Tschumi Ständerat Dr. Mouttet (Bern) bezeichnet. Immerhin verbleiben die beiden von der Spitze der «Litra» zurücktretenden Herren Käser und Tschumi auch weiterhin im Vorstand. Der schweizerische Verband der Flugzeugindustrie, der Anfang 1939 gegründet wurde und 36 Firmen als Mitglieder umfasst. besitzt eine Produktionskapazität von 300—350 Maschinen pro Jahr, genug also, um nicht nur unsere militärischen Bedürfnisse zu decken, sondern auch um — wenigstens in gewissem Umfang — einen Export ins Auge zu fassen. t.s* sdies Beförderungen von Stabsoffizieren. Mit Beschluss vom 29. März hat der Bundesrat eine Reihe von Beförderungen von Stabsoffizieren vorgenommen. Unter anderm wurde bei den leichten Truppen zum Oberst befördert: de Tscharner Albert (Preverenges), bei der Motortransporttruppe zum Oberstleutnant Kuoch Arthur (Ölten). Wann Kerzen verjüngen ? Die besten Zündkerzen - Fachleute der Welt sagen, daß die Kerzen nach 15- bis 20000 Kilometern erneuertwerden sollen. Warum neue Kerzen? Auch an den besten Materialien gehen die unerhörten Beanspruchungen im Motor nicht spurlos vorüber. Gluthitze, Hochdruck, Benzin und Ol hinterlassen zwangläuflg ihre Spuren am Kerzen- Isolator und an den Elektroden — auch bei der guten Bosch-Kerze, deren Aufbau (s. SchniHbild) durch und durch vorbildlich Ist. Deshalb empfehlen Fachleute i Rechtzeitig neue Bosch-Kerzen, das sichert die Leistung des Motors I Vier Wochen Ragaz für Ihren Motor? Eine Kur, die alle Schlacken wegspült, könnte auch Ihrem Motor nicht schaden. Was für eine Kur spenden Sie Ihren Zündkerzen, die dem Motor den Lebensfunken geben? Machen Sie steh zum Grundsatz: Bei iedem Ölwechsel Kerzen reinigen; besser aber: Neue KerzenI V Ein Satz neue Bosch-Kerzen — diese V kleine Ausgabe verjüngt Ihren J^ Motor. Eine Bosch-Kerze kostet in >

N° 14 — DIENSTAG, 2. APRIL 1940 AUTOMOBIL-REVUE Die Automobilindustrie an der Basler Mustermesse A.-G. Adolph Saurer Arbon Halle VI, Stand 1044 Bekanntlich konnte dieses Jahr der internationale Automobilsalon in Genf, der Treffpunkt aller Automobilfirmen in der Schweiz, nicht abgehalten werden. Dagegen beteiligt sich die Ausetellerin, wie gewohnt, auch dieses Jahr wieder an der Schweizer Mustermesse. Grundlegende Aenderungen sind im Bauprogramm der Saurer-Lastwagen keine zu verzeichnen. Es wurden lediglich, gestützt auf praktische Erfahrungen, nicht zuletzt bei Geländefahrzeugen, gewisse Verbesserungen vorgenommen, eo dass die altbewährten Saurer-Diesellastwagen nicht nur leistungsfähige, sondern auch rationell arbeitende Transportmittel für jedes Unternehmen darstellen. Trotz den anlässlich der Landesausstellung gezeigten Geländefahrzeugen zieht der in Basel ausgestellte Sechsrad-Geländewagen, Type 5M, das grösste Interesse aller Besucher auf eich. Dieses Fahrzeug ist mit einem Sechszylinder-Saurer-Dieeelmotor der Kategorie CTD (85 Brems-PS) ausgerüstet. Er besitzt eine angeflanschte Einscheibenkuppiung und ein Vierganggetriebe,,. von wo aus der Antrieb über ein Spezialgetriebe auf die im. Innern des zentralen Kastenrahmens gelagerte Kardanwelle geleitet wird. Ueber dieses Spezialgetriebe werden bei normaler Fahrt mit einer größeren Uebersetzung die 4 Hinterräder und bei Geländefahrt mit einer kleineren alle 6 Räder angetrieben. Eine besondere, nach hinten führende Kardanwelle dient zum Antrieb einer grossdimensionierten Seilwinde. Alle 6 Achsen sind als Schwingachsen ausgebildet, •welche, dank dem Ausgleich der Federung, ßich den Terrainunebenheiten anpassen können. Durch den besonders ausgebildeten Radantrieb wird unter den Achsen und dem Rahmen eine sehr grosse Bodenfreiheit von ca. 44 cm erreicht. Aber auch ein für eine Brauerei bestimmter Serien-Laetwagen, Type 1CR1D (Nutzlast 2^—3 t) begegnet lebhaftem Fachinteresse. Dieser Wagen besitzt einen Vierzylinder-Dieselmotor von 110 mm Bohrung und 140 mm Hub, welcher ca. 65—70 PS bei 1800 T/Min leistet. Das Chassis verfügt über ein Fünfganggetriebe, wobei der 5., geräuschlose Gang als Schnell- und Schongang dient. Die Kraftübertragung auf die Hinterrachse geschieht über eine doppelte Kardanwelle mit einem Zwischensupport und mit auf Nadellagern gleitenden Gelenken. Haben Sie den neuen A N G LlA 5 PS schon gesehen ? Die höchste Fahrgeschwindigkeit beträgt mit der eingebauten Uebersetzung 66 bis "72 km/St. Die charakteristischen Eigenschaften dieses Der Brennstoffverbrauch bewegt eich bei den Berna-Hochsitzchassis, Typ 2 UP 242 V-H liegen modernen Saurer-Dieselmotoren mit direkter Einspritzung in sehr niedrigen Grenzen. Er beträgt auf motor von 105 mm Bohrung und 130 mm Hub, in dessen Ausrüstung mit einem 6-Zylinder-Diesel- ebener Strecke bei dem obenerwähnten Lastwagen der mit direkter Einspritzung und Doppelwirbelung 85 Brems- und 34,4 Steuer-PS leistet. Der nur 10—12 1 Gasöl/100 km. Der 3. aufgestellte Wagen ist ein Lieferwagen, Antrieb erfolgt über ein Getriebe mit 8 Gängen, der mit der vollständigen armeetauglichen Ausrüstung versehen ist. Gerade die im Kriegsfall für besonders stark ausgebildet. Die Fussbremse wirkt wovon 6 geräuschlös arbeiten. Die Bremsen sind die Landesverteidigung gut brauchbaren Fahrzeuge hydraulisch auf alle 4 Rader unter Zuhilfenahme begegnen in Autofachkreisen dem grössten Interesse. .Werden doch Fahrzeuge mit dieser Ausrü- ist es möglich, die mechanischen Bremsen in hohem von Druckluft. Mit Hilfe der Aüspuffmotorbremse stung als subventionsberechtigt erklärt und erhalten, eine Entschädigung für die Mehrkosten — im rechts angeordneten Frontlenkung ausgerüstet und Masse zu schonen. Das Fahrzeug ist mit einer Falle des ausgestellten Lieferwagens Fr. 1300.— besitzt eine elektrische Licht- und Anlasseranlage • •— sowie während 5 Jahren einen jährlichen Bei- Bosch von 24' Volt. Die Pneumatikbereifung ruht teile und praktischen Möglichkeiten des von ihr trag in der Höhe der kantonalen Automobilsteuer. auf + GF + K-Rädern, und zwar auf den Hinter- in doppelter Ausführung. Zudem ist der Temperaturen. An Hand einiger Reparaturbeispiele entwickelten Schweissverfahrens bei niedrigen Dieser Kleinlastwagen, Type LCBD2, ist fürachsen Nutzlasten von 2—214 t gebaut und stellt eines der sparsamsten Nutzfahrzeuge seiner Klasse dar. Sein Vierzylinder-Dieselmotor mit 85 mm Bohrung und 125 mm Hub leistet rund 50 PS bei 2600 T/Min, mit nur 14,45 Steuer-PS. Der Brennstoffverbrauch beträgt auf ebenem Gelände schwach 101 Rohöl/100 km. Der Antrieb erfolgt über ein Fünfganggetriebe, wobei der fünfte Gang ebenfalls als Schnell- und Schongang ausgebildet ist, und über ein einfache« Differentialgetriebe auf die Hinterräder. Wie hei den gröeseren Saurer-Lastwagentypen sind auch hier die Bremsen besonders stark ausgebildet. Die Fussbremse wirkt hydraulisch auf alle 4 Räder, die Handbremse auf die Hinterräder. Eine Auspuffmotorbremse schont die mechanischen Bremsen in hohem Masse. Stets grossem Interesse begegnet immer wieder das Schnittmodell des CTD-Motors, das einen aufschlussreichen Einblick in das Innere eines Saurer- Doppelwirbelungsmotors gibt. Am Motor angeflanscht i&t die Kupplung sowie ein ebenfalls aufgeschnittenes Achtganggetriebe. Im Gegensatz zu diesen leichteren Lastwagen steht vor der Ausstellungshalle, neben einem 1 CRD- Fahrzeug, die schwerste in der Schweiz zugelassene Lastwagentype als Dreiseitenkipper auegerüstet, für eine Nutzlast von 614 t, d. h. mit einem Gesamtgewicht bis zu 13 t. Dieses Fahrzeug, Type 5VT1D, ist mit einem Saurer-Dieselmotor Type CTD (Sechszylinder), 100 Brems-PS, 40,6 Steuer-PS ausgerüstet und genügt, dank seiner robusten Konstruktion, auch den höchsten Anforderungen. Von der ganzen Typenreihe der Saurer-Fahrzeuge sind dieses Jahr an der Schweizer Mustermesse die leichtesten und die schwersten Lastwagen vertreten. Sie geben ein anechauilch.es Bild der heute erreichten vielfältigen Verwendungsmöglichkeit der Diesellastwagen und Dieselomnibusse, für deren ökonomischen Betrieb allgemein das grösste Interesse vorhanden ist. Berna A.-G. Ölten Halle IV, Stand 11084 Wie seit zwanzig Jahren ist auch diese bekannte Ausstellerin wiederum an der 24. Schweizer Messeveranstaltung in Basel vertreten. Wenn auch nur mit einem Ausstellungsobjekt aufgerückt — einem sehr modernen Gar Alpin — so vermittelt dieses dennoch einen Einblick in die hohe produktionstechnische Leistungsfähigkeit dieses Oltener Unternehmens der Automobilbranche. Wagen mit zwei bereiften Reserverädern versehen. Auf dem Chassis, ruht eine 22plätzige Pullman- Karosserio mit grüner Lederpolsterung, Klubfauteuils, elektrischem Rollverdeck und gross dimensioniertem, bequemem Einstieg. Der ganze Wagen zeichnet sich durch gute Fahreigenschaften aus, wobei die Sitzverteilung zufolge des Hochsitzes eine derartige Anordnung gefunden hat, dass : kein Ueberhang entsteht. Eduard Ifanger Uster Halle VI, Stand 1193 Diese Firma enthält sich dieses Jahr praktischer Vorführungen auf einer Schnelldrehbank; sie will aber trotzdem der Messe nicht fernbleiben und ihre Erzeugnisse, die vielfach in Automobilindustrie und Garagegewerbe Verwendung finden, in einer sorgfältig angeordneten Schau ausstellen. Wenn auch schon seit Jahren in vielen Betrieben bekannt und eingeführt, finden die bewährten « Ifangerstähle > zum Innen- und Aussendrehen doch immer an jeder Messe grosses und berechtigtes Interesse. Eine fachmännische Beratung in allen Fragen des rationellen Drehens und Schärfens darf als praktischer Kundendienst angesprochen werden. Die Zapfenfräser « Original-Ifanger > mit auswechselbaren RoUen-Führungszapfen haben sich zu einem beliebten und tatsächlich unentbehrlichen Werkzeug entwickelt. Komplette Sätze, von den kleinsten bis zu den grössten Fräsern werden in vollendeter Ausführung gezeigt. Auch dieses Jahr wird die einzigartige Freihand-Werkzeugschleifmaschine « Ifanger» ausgestellt. Die Tatsache wachsender. In- wie Auslandsnachfrage spricht allein schon dafür, dass die Konstruktion den an solche Maschinen gestellten Anforderungen, in jeder Weise entspricht. Als besondere Neuheiten -werden zwei kürzlich entwickelte Erzeugnisse gezeigt. Es ist die Drehbankspitze mit selbsttätiger Regelung des Achsialdruckes « Regelfix » Sie eignet sich gleich vorteilhaft für Schleifmaschinen wie für Drehbänke, sowohl für leichtere als für schwerere Arbeiten, und stellt sich stets sofort selbst ein. Sie vermeidet das An- bzw Abfressen der Spitze und ermöglicht- ein genaueres Arbeiten als mit Rollspitzen.' Gleich grossem Interesse begegnet ebenfalls der Stirnfräser mit eingesetzten höchstkobaltlegierten Schneidzähnen. Genau wie der Vollfräser hält er allen Anforderungen stand. Sein grosser Vorteil liegt darin, dass ohne Verteuerung ein Fräser geboten wird, der eine erheblich gesteigerte Leistungsfähigkeit verbürgt. Castolin Schweissmaterial A.-G. Lausanne Halle VI, Stand 1189 Wie wir bereits in der letzten Nummer unseres Blattes bemerkten, zeigt diese Ausstellerin die Vor- können sich der auf den Motorfahrzeugbau «pezialisierte Fachmann wie der Motorblock-Repafaturen ausführende Praktiker einen Ueberblick über die .grosse Bedeutung dieser Schweisstechnik für ihr Fachgebiet machen. Mit dessen Hilfe ist es möglich, viele und besonders heikle, weil beim übermässigen Erhitzen mit anderen Verfahren zu grosse Spannungen auslösende Konstruktions- und Reparaturarbeiten sicher auszuführen. KlEINE CHRONIK Alte Motorfahrzeuge für das schweizerische Verkehrsmuseum. Der Aufruf der Via Vita, Motorfahrzeuge von historischem Wert und Interesse nicht zu beseitigen, sondern - sie dem geplanten schweizerischen Verkehrsmuseum in Zürich zur Verfügung zu stellen, ist nicht ungehört verhallt. Bereits haben sich eine Anzahl Besitzer folcher Vehikel gemeldet und ihre Bereitwilligkeit erklärt, sie dem zu schaffenden Museum zu überlassen, für dessen Verwirklichung, wie an dieser Stelle berichtet, unlängst ein Verein ins Leben gerufen worden ist. Erste Betriebsergebnisse des Zürcher Trolleybusses. im 27. Mai 1939 nahm die erste Trolleybuslime der Stadt Zürich, welche den Verkehr zwischen Bezirksgebäude und Bucheggplatz besorgt, den Betrieb auf. Bis zum Jahresende haben die sechs Wagen auf der 3,128 km langen Strecke insgesamt 171 358 Wagenkilometer hinter sich gebracht und dabei 800 033 Reisende befördert. Den 168 453 Fr. erreichenden Einnahmen aus dem Personenverkehr stehen 118 709 Fr, an Betriebsausgaben gegenüber. DER ADLER stiehlt DIE LÄMMER Der fortschrittlich eingestellte Werkstättechef fordert die stets betriebsbereiten, bekanntlich unübertroffenen EDUARD IFANGER, USTER Werkzeugfabrik Mustermesse Basel, Halle VI, Stand 1193 AUTO-ABBRUCH ZÜRICH-HÖNGG Ankauf von am Gießen 49/53 verunfallten und alten Automobilen Telephon 67.299 Er satztetl lager EIN MINDERWERTIGES OEL STIEHLT BENZIN aus Ihrem Motor. Veedol dagegen schützt alle beweglichen Teile des Motors, verringert die Reibung, bewahrt. Kraftstoff und Energie. Mehr und mehr gehen daher Autobesitzer, die auf Ersparnis bedacht sind, zur Benutzung dieses besseren Oels über. MIT VEEDOL FAHREN HEISST BENZIN SPAREN X/EEDOL W MOTOR OIL DAS EXTRA-KILOMETER-OEL, VERRINGERT DEN BENZINVERBRAUCH MINERALOELE AG. BASEL BERN ST. GALLEN ZÜRICH