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E_1940_Zeitung_Nr.010

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Ton allem Anfang an

Ton allem Anfang an versperrten. Wsa die Benutzer bestehender Tramlinien dazu ce- «a*t hätten, -wären ihnen bei der Ersetzung des Trame durch den Trolleybus die bisherigen Uineteigemöglichkeiten entzogen worden, können Sie ßksh ungefähr denken. » c Nach dem in der Volksabstimmung angenommenen Projekt erfolgt die Einführung des Trolleybussea in Bern auf die Weise, dass die bisherige Tramlinie Bahnhof-Bärengraben auf Trolleybus umgestellt und über den Bärengraben hinaus bis zur Schosshalde verlängert wird, womit Hand in Hand die Aufhebung der Omnibusringline Bahnhof— Schosshalde (S) und eine Umleitung der Autobusverbindung nach Ostermundigen über die Kornhausbrücke—Viktoriastrasse geht. Aus welchen Gründen und Ueberlegungen heraus ist man zu dieser Wahl gelangt? > t Vorab deshalb, weil sich hier die Vorteile des TroUeybusses am besten auswirken, weil wir gerade hier wesentliche Ersparnisse erzielen, d. h. also der Sanierungsbedürftigkeit der Strassenbahnen Rechnung tragen und obendrein die Betriebsgestaltung technisch und wirtschaftlich verbessern können. » «Worin äueeern sich denn im konkreten Fall die Vorteile dee Trolleylbussystems? Liegen sie auf verkehrsteöhnischem oder finanziellem Gebiet? » « Auf beiden. Nicht nur, dass wir mit dem Trolleybus eine bessere Bedienung des Schosshaldenquartiers erreichen, die Lösung erlaubt uns, auch die Betriebsmittel wirtschaftlicher auszunützen, und. was schliesslich auch nicht zu verachten ist, jährliche Einsparungen von ca. 92 000 Franken zu erzielen. » « Ist darin etwa eine anfällige Verkehrssteigerung, welche der Uebergang zum Trolleybus mit sich bringen könnte, scnon einkalkuliert? » «Nein, das nicht, aber ich glaube, nach den Erfahrungen von Lausanne, Winterthur und Zürich berechtigten Grand zur Annahme zu haben, dass das 'bisherige Verkehrsvolumen sich nicht nur beibehalten, sondern sogar steigern lasse. » « Nicht wahr, acht Trolleybusse sind für den Betrieb auf der neuen Linie vorgesehen? Wo werden sie denn gebaut? > < Den elektrischen Teil haben wir an die Maschinenfabrik Oerlikon und an Brown Boveri (Baden) vergeben, die Chassis liefern Saurer und FBW und die Karosserien werden fast alle von stadtbernischen Firmen, die meisten von Gangloff, hergestellt. Vielleicht interessieren Sie in diesem Zusammenhang noch ein paar technische Einzelheiten: Die Fahrzeuge, in Leichtbauweise ausgeführt, haben ein Fassungsvermögen für rund 60 Personen, die Türen werden derart angeordnet und ausgebildet, dass sich der Verkehr der Fahrgäste im ßens unique abwickelt, mit Einsteigen vorn und Ausstoigen hinten. Hinten im Wagen ist ein Raucherabteil vorgesehen; die Innenausrüstung der Trolleybusse mit Quersitzanordnuntr wird ungpfähr derjenigen des neuesten diesel-elektrischen Heck. Omnibusses Nr 46 entsprechen. » « Auf wann rechnen Sie mit der Eröffnung der Trolleybuslinie? > « Auf den August hin sollte es soweit sein, sofern nicht ausserordentliche Umstände Verzögerungen verursachen. Auf der Strecke Zeitglocken-Bärengraben kann das Tragwerk für die Fahrleitung zeitig vorbereitet werden. Die Bauarbeiten' an der Kramgasse und weiter hinunter bis zum Bärengraben dagegen werden erst nach Einstellung des Trambetriebes in Angriff genommen. Und was die Ausbesserung des Teilistückes Bärengralben-Muristalden- Schosshalde anbe'angt, so soll sie bis 15. August zu Ende kommen. Während der Uebergangszeit, die ca. drei Wochen dauert und die bedingt ist durch die Beseitigung der Tramfahrleitung und die Montage der Oberleitung für den Trolleyibus, fassen wir einen « Troüeybusbetrieb» mit Omnibussen ins Auge. » « Und die Tramschienen ... ? > «... werden erst nach Aufnahme des Trolleybusverkehrs entfernt. Sie dienen, gleich wie die abgebaute Fahrleitung, soweit noch gut, als Ersatz, stücke und für Geleiseverankerung oder sie werden als Altmaterial verwendet. > « Haben Sie und Ihre Behörden sich schon mit dem Gedanken eines weitern Ausbaues des Trolleybusbetriebes in Bern beschäftigt und hat sich dieses Studium eventuell schon zu gewissen Plänen verdichtet? » «Natürlich sind wir, nachdem sich die ganze Trolleybusfrage für uns erhoben hatte, nicht bei der Prüfung der nun zur Einführung gelangenden Trolleybuslinie stehengeblieben. Wenn wir die Möglichkeit der Umstellung weiterer Tram- oder Omnibuslinien auf den Trolleybus beurteilen wollen, dann müssen wir das Netz eines ganzen Stadtteils oder Vororts in Betracht ziehen. Und dabei zeichnen sich für die späteren Entwicklungsmöglichkeiten des Trol'eybusses, die übrigens nicht zuletzt von der Lösung der Vorortebahnfrage abhängen, drei örtlich getrennte Gruppen ab- der Osten mit Kirchenfeld, Burgernziel und Muri. der nördliche Stadtteil mit Wyier und Lorraine und der Westen mit Bümpliz, Bethlehem, Holligen. Sinnvolle Verkehrspolitik treiben heisst meines Erachtens den Trolleybus so einsetzen, dass ihm allmählich ein ganzes zusammenhängendes Verkehrsgebiet zugewiesen wird Auf dieser Grundlage entstände ein in sich geschlossenes Tramnetz einerseits und ein organisch gewachsenes Trolleybusnetz anderseits. » « Lässt sich heute schon etwas darülber sagen, welches die nächste Etappe auf dem Wege zur Erschliessung Berns für den Trolleybus sein wird? > « Möglicherweise die Tramliriie Bahnhof-Wabern, die wir bisher nicht in den Kreis unserer Studien einbezogen hatten. Wenn sie nun 6ö unversehens in den Vordergrund rückt, dann deshalb, weil für die nächsten Jahre der Umbau eines der von ihr benutzten Strassenzüse, der Seftigeristrasse nämlich, bevorsteht. Diese Strassenkorrektion ist für uns nicht erwünscht, kommt sie aber dennoch, 60 würde die Strassenbahn dadurch zu einer mit einem Aufwand von 180000 Franken verbundenen Geleiseverlegung gezwungen. Da rechtfertigt es sich, dass wir uns mit der Frage befassen, ob wir uns in diesem Fall nicht die Vorteile des Trolleybusses zunutze machen und die Gelegenheit am Schopf packen «sollten, ihn an Stelle des bisherigen Trambetriebes auf dieser Strecke einzusetzen. Eine ganze Reihe von Momenten sprechen angesichts der beeondern Umstände dafür, nicht zuletzt die Wirtschaftlichkeit des Trolleybusses. der uns auf dieser Linie zu einer jährlichen Einsparung von ca. 36 000 Franken verhelfen würde, so dass wir also nach der Ausführung der beiden Trolleybus-Etappen Bahnhof-Bärengraben-Schoeshalde und Bahnhof-Wabern die Kapital- und Betriebskosten um insgesamt ca. 126 000 Franken senken könnten.» Eine vernünftige Initiative. Der Touring-Club de France beabsichtigt, einen Wettbewerb zur Verbesserung der Fahr- nie Besitzer eines neuen Wagens, sondern ersteht sich Occasionen zum Preise von 800 bis 1000 Fr., deren Lebensdauer 4—5 Jahre Gelbes Velolicht in Italien. > Durch ein italienisches Gesetz wurden gelbe Scheinwerfer für Fahrräder eingeführt, um die Unterscheidung von Motorfahrzeugen zu ermöglichen. schnitts-Automobilist» amerikanischer Observanz statistisch erfasst worden. Was dabei herauskam, war dies: er ist 42 Jahre alt, verheiratet und Vater zweier Kinder, er verdient zirka 100 Fr. in der Woche, war noch Der Kanton Luzern folgt dem Zürcher Beispiel. Was lange währt, wird endlich gut — und wenn sich die Luzerher Regierung auch nicht sonderlich beeilte, dem Begehren der Motorfahrzeughalter um eine den heutigen Verhältnissen entsprechende Ermässigung der Verkehrssteuern Folge zu leisten, so tritt sie jetz^t mit einer, Vorlage anjdie Oeffen welche wenigstens die Hoffnung"' einigermassen tragbare Lösung aufkeimen lässt. Dem am letzten Montag zu seiner Frühjahrssession zusammengetretenen Grossen Rat unterbreitet nämlich der Regierungsrat eine Vorlage für die Abänderung des Gesetzes über den Verkehr mit Motorfahrzeugen vom 14. Mai 1929. Eine materielle Neuregelung bringt der Entwurf zwar nicht, wobl aber will er der Regierung die Ermächtigung erteilen, während der Dauer der Treibstoffrationierung und nach deren Aufhebung längstens bis zum Beginn des folgenden Kalenderjahres die im erwähnten Gesetz : enthaltenen Vorschriften über Höhe und Be- ;zug der Verkehrssteuern vorübergehend, den ausserordentnehen Verhältnissen anzupassen. In seiner Botschaft hebt der Regierungsrat die Auswirkungen der Benzinrationierung auf die Fahrzeughaltung hervor, dadurch gei kennzeichnet, dass die festen Spesen, wozu auch die Verkehrssteuern gehören, den Fahrkilometer stärker belasten als der Gesetzgeber bei der Festlegung der Gebührenansätze vorsah. Dazu wird sich die allgemeine Wirtschaftlage in steigendem Masse in Handel und Gewerbe auswirken und manchen Motorfahrzeughalter veranlassen, seinen Wagen stillzulegen. Vielleicht noch stärker als die Rationierung mag die ständige Verteuerung der Treibstoffpreise dem Motoffahrzeugbestand Abbruch tun. Diese Entwicklung aber, fährt die Botschaft fort, ist geeignet, die Landesverteidigung in erheblichem Masse zu beeinträchtigen. Sowohl für die Wirtschaft als auch für die Armee muss der notwendige Verkehr nach Möglichkeit sichergestellt werden. Es rechtfertigt sich deshalb, durch rasche, geeignete Massnahmen der voraussichtlich ungünstigen Entwicklung im Automobilwesen zu begegnen. Bereits haben einige Kantone, in denen der Regierungsrat die erforderlichen Kompetenzen besitzt, die nötige vorübergehende Anpassung getroffen, andere sehen eine Neuordnung des Steuerwesens vor, um wenigstens die durch die Treibstoffrationierung am stärksten betroffenen Halter zu entlasten. Durch eine Gesetzesbestimmung das System der Steuererleichterung vorzuschreiben, wäre jedoch zu zeitraubend und nicht zweckmässig. Ein solches Vorgehen würde eingehendes Studium erfordern und könnte AUTOMOBIL-REVUE DIENSTAG, 5. MÄRZ 1940 — N° 10 istischer radbeleuchtungen auszuschreiben, um aufbeträgt. Damit fährt er im Jahr 13 000 km, diese Weise zur Bekämpfung der Verkehrsunfälle wirksam beizutragen. hause entfernt. Im übrigen verbraucht er wobei er sich nie mehr als 160 km von zu- jährlich 2200 Liter Benzin, 125 Liter Oel und sitzt während des Jahres 40 tage (zu 8 Stunden) am Lenkrad. Womit dieses statistische Porträt vollendet wäre. Ein ungemütlicher Beruf Das Strassennetz der USA ist das Fahren mit Nitroglyzerinwagen in den wurde in den Jahren von 1910 bis 1938 vonUSA. Zwar wird diese Kategorie von Chauffeuren klotzig bezahlt, aber bei der Gefähr- 800 000 km auf 1600 000 km erweitert. lichkeit ihres Berufs nimmt sie keine Versicherungsgesellschaft auf. Wo sie mit ihren Spe- So leibt und lebt der amerikanische Durchschnittsautomobilistziallastwagen erscheinen, ergreifen die Leute Der Amerikaner hat nun mal einen Hang, das Hasenpanier. Natürlich fahren die Lenker alle Erscheinungen des Lebens statistisch zu dieser Wagen nur ganz langsam; ihre Route durchleuchten, selbst dann, wenn ein solches bilden meist Nebenwege. Denn das Nitroglyzerin, einer der wirksamsten Sprengstoffe der Unterfangen Gefahr läuft, im Grotesken zu enden. Neuerdings ist nun auch der « Durch* Welt, zeichnet sich nicht nur durch besondere Feuergefährlichkeit, sondern auch durch Stossempfindlichkeit aus. Ein paar Schlaglöcher auf einsamer Nebenstrasse haben schon genügt, um einen Camion mit solcher Ladung in die Luft fliegen zu lassen. STEUERFRAGEN Herunter mit den Verkehrssteuern ! einer anpassungsfähigen Lösung entspricht es deshalb am ehesten, wenn der Regierungsrat die Vollmacht erhält, au! dem Verordnungswege die Besteuerung der Motorfahrzeuge vorübergehend zu regeln, wobei allerdings diese Befugnis entsprechend der Dauer der Benzinrationierung befristet sein muss. Im übrigen soll die Gesetzesänderung, welche bestenfalls auf den Sommer hin Sn Wirksamkeit treten kann, mit rückwirkender Kraft auf 1. April 1940 ausgestattet werden. Wie unsere Leser wissen, hat der Kanton Zürich auf InitiatiVe der dortigen Strassenverkehrsliga hin den gleichen Weg beschritten. Für die rührigen, zielbewusst handelnden Zürcher mag es deshalb eine Genugtuung bedeuten, wenn ihr Beispiel auch in andern Kantonen Schule macht. Wo ist der nächste, der sich diesem Vorgehen anschliesst ? Denn allerdings warten die Automobilisten noch zahlreicher Kantone auf ein wirkliches Entgegenkommen hinsichtlich einer steuerlichen Entlastung. Der Neuregelung der bernischen Verkehrssteuern entgegen. Auf der Traktandenliste der Session des bernischen Grossen Rates, die am letzten Montag ihren Anfang nahm, figuriert u.a. auch das Gesetz über die Strassenpolizei und die Erhebung einer Motorfahrzeugsteuer. Zu diesem Geschäft bemerkt die kantonale Polizeidirektion in ihrem Vortrag an den Regierungsrat zuhanden des Grossen Rates, es erweise sich angesichts der gegenwärtigen Situation auf dem Gebiete der Gesetzgebung über Automobil- Steuer und Strassenpolizei als dringend nötig, dass die gesetzlichen Grundlagen wieder einmal in Ordnung gebracht werden. Dabei bedürfe es mehr nur einer Klarstellung, als weitläufiger materieller Aenderungen, zumal das legislatorische Hauptgewicht hinsichtlich der Strassenpolizei an den Bund übergegangen sei. Weiter verbleibe dem Kanton die Befugnis zum Bezug von Spezialsteuern und Gebühren mit ausdrücklichem Ausschluss von Durchgangsgebühren. Zur Begründung des Gesetzesentwurfes fügt die Polizeidirektion sodann bei: I. Strassenpolizei. Die Aufsicht über die Strassenpolizei wird der Polteeidirektion unterstellt, währenddem die Aufsicht über die Strassenbaupolizei der Baudirektion obliegt. Sodann wird dem Regierungsrat, in Beibehaltung des jetzigen Zustandes, die Kompetenz zur Ordnung der Strassenpolizei in den Bereichen erteilt, die nicht den eidgenössischen Vorschriften zukommen, also der Vollzug der eidgenössischen Vorschriften, die Ordnung des Fuhrwerk- und Fussgängerverkehrs, soweit nicht bereits geordnet, allfällige ergänzende Vorschriften betreffend den Motorfahrzeugverkehr, soweit sie als zulässig erscheinen, und schliesslich die Ueberprüfung und Genehmigung von lokalen Vorschriften. II. Motorfahrzeussteuer. Auch zu den Bestimmungen betreffend die Motorfahrzeugsteuer ist nicht sehr viel zu bemerken. Immerhin werden verschiedene Fragen durch das Gesetz selbst klargestellt, die einer solchen Klärstellung grundsätzlich bedürfen, das üebrige wird dem Dekrete des Grossen Rates überlassen, der die Detailfragen zu regeln haben wird. Ausserdem wird die Auswirkung der Erleichterungen bis zurdem Regierungsrat der Auftrag erteilt, auf dem Nutzlosigkeit verzögern. Zudem wäre eine Wege der Vollzugsvorschriften die in der Praxis sich immer wieder erneut stellenden Fragen zu regeln, soweit die Vorschriften des Gesetzes und der derartige Umschreibung im Gesetz zu starr und liefe Gefahr, durch die Verhältnisse Dekrete nicht ausreichen. überholt zu werden. Den Erfordernissen Zunächst ist von Wichtigkeit die Bestimmung dar maximalen Höhe der Steuer. Hier soll grundsätzlich an" den Ansätzen gegenüber der geltenden Ordnung nichts geändert werden. Das Maximum für einen Motorwagen soll Fr. 1200 bleiben, ebenso das Maximum für ein einspuriges Motorrad bis zu 5 PS mit Fr. 40. Neu vorgesehen ist die Festsetzung der Maximalsteuer für einen Anhänger mit Fr. 400 und für einen Seitenwagen an Motorräder mit Fr. 20. Im Rahmen dieser Maximalansätze soll die Abstufung der Steuer durch das Dekret des Grossen Rates erfolgen. Sodann muss einmal die gesetzliche Grundlage für die steuerliche Sonderbehandlung der landwirtschaftlichen und gemischtwirtschaftlichen Traktoren, sowie der Arbeitsmaschinen geschaffen werden, die heute lediglich auf dem Wege der Praxis erfolgt ist. Das Gleiche gilt von der gänzlichen oder teilweisen Steuerbefreiung der amtlichen oder gemeinnützigen Zwecken dienenden Fahrzeuge. Währenddem es angesichts der eidgenössischen Gesetzgebung schwer halten würde, ausreichende Objekte für materiellrechtliche Vorschriften des Grossen Rates über die Strassenpolizei zu finden, soll die Komptetenz zur Regelung der zu beziehenden Gebühren für die Verkehrs- und Führerbewilligungen ihm weiterhin überlassen bleiben. Gerade diese Frage beschäftigt die interessierten Kreise so stark, dass es kaum angängig wäre, sie der Kompetenz des Grossen Rates entziehen zu wollen und gänzlich in das Gebiet der Vollzugsvorschriften zu verweisen. Noch eine Resolution gegen eine eidgenössische Benzinsteuer Die Sektion Genf des T.C.S. hat an ihrer Generalversammlung folgende Resolution gefasst: Aus der Erwägung heraus, dass nichts eine Intervention des Bundes auf dem ausschliesslich den Kantonen zustehenden Gebiet der Motorfahrzeugsteuern rechtfertigt, sei es in Form eines neuen Zuschlags auf dem Benzin oder auf anderem Wege, dass diese Kompetenz der Kantone in Kriegszeiten ebensowenig angetastet werden darf wie im Frieden, dass aller Grund zu der Befürchtung vorliegt, die Einmischung des Bundes werde sich zu einer vollständigen und endgültigen gestalten, selbst wenn sie jetzt bloss als «provisorisch und partiell» dargestellt wird, dass ganz abgesehen von den nachteiligen Wirkungen auf den Benzinpreis, eine solche Intervention in Genf noch weniger angezeigt wäre als in andern Kantonen, zumal der Kanton Genf über eine vernünftige Autosteuer-Gesetzgebung verfügt, welche zudem auch ausreichende Grundlagen für eine Verbesserung bietet, dass die Genfer Regierung übrigens selbst sehr wenig Neigung zeigt, eine Einmischung des Bundes in einen den Kantonen vorbehaltenen Kompetenzbereich hinzunehmen, ersucht die Generalversammlung der Automobilsektion Genf des TCS, welche 4300 Mitglieder umfasst, den Staatsrat der Republik und des Kantons Genf, sobald wie möglich in Bern vorstellig zu werden, um energischen Einspruch gegen jede Tendenz direkter oder indirekter Einmischung des Bundes in die .Befugnisse der Kantone auf dem Gebiet der Motorfahrzeugbesteuerung zu erheben. Um die Steuerrückvergütung bei Requisition Die Aspa hat Klage beim Bundesgericht eingereicht. In seinem Rundschreiben vom 20. Dezember 1939 hatte das Eidg. Justiz- und Polizeidepartement den Kantonen dargelegt, dass nach seiner Auffassung und gestützt auf eine Bestimmung der Militärorganisation von 1907 der Motorfahrzeughalter berechtigt sei, im Falle der militärischen Requisition seines Vehikels die Rückerstattung der Steuer « für die Zeit der militärischen Verwendung » des Fahrzeuges zu fordern (was, präziser ausgedrückt, nichts anderes bedeutet als die Pflicht der Kantone, die Rückvergütung pro rata, d. h. auf den Tag genau berechnet, zu gewähren). Dabei wies das Kreisschreiben in seinem Schlußsatz ausdrücklich darauf hin, dass im Streitfall das Bundesgericht für die Beurteilung zuständig sei. Heute ist es so weit: unser oberste Gerichtshof wird darüber zu befinden haben, ob die Kantone die Rückerstattung nach eigenem Ermessen regeln dürfen oder ob sie sich dabei nicht vielmehr nach der Vorschrift von Art. 165 der Militärorganisation von 1907 richten müssen, die, sinngemäss interpretiert, nichts anderes enthält, als ein Gebot zur Rückvergütung genau im Verhältnis der nach Tagen berechneten Requisitiorasdauer. Nach der Abklärung einer Reihe formalrechtlicher Vorfragen, worüber wir in Nr. 7 näher berichteten, hat nun die Aspa, an deren Vorgehen auch der ACS und der TCS mitinteressiert sind, einen konkreten Fall herausgegriffen und ihn beim Bundesgericht anhängig gemacht. Als Beklagter erscheint dabei der Kanton Graubünden, doch liegt es der Aspa weniger daran, nun gerade diesem Kanton den Prozess zu machen, als vielmehr einen grundsätzlichen Entscheid darüber herbeizuführen, auf Grund dessen dann auch die übrigen Kantone dazu verhalten werden könnten, die von ihnen getroffene Regelung der Steuerrückerstattung für requirierte Fahrzeuge in dem Sinne zu revidieren, dass diese nach Requisitions tagen und nicht nach halben oder ganzen Monaten oder gar Vierteljahren erfolgt. Das Urteil soll, wie wir vernehmen, in ungefähr einem Monat zu erwarten sein.

N°10 — DIENSTAG, 5. MÄRZ 1940 AUTOMOBIL-REVUE Schweizerische Rundschau Bundesrat Celio übernimmt das Post- und Eisenbahndepartement. In seiner Sitzung vom vergangenen Freitag hat der Bundesrat die Verteilung der Departemente geregelt, und zwar in dem Sinne, dass Bundespräsident Pilet das Politische Departement übernimmt, währenddem der neugewählte Herr Dr. CeJio als Chef des Post- und Eisenbahndepartementes amtet. Ohne den Dingen vorauszueilen, glauben wir sagen zu dürfen, dass wir als Automobilisten Anlass haben, mit dieser Zuteilung der Ressorts zufrieden zu sein: In seiner Eigenschaft als Chef des Tessiner Polizeidepartementes hat sich Herr Dr. Celio wiederholt Gelegenheit geboten, sein Verständnis für das moderne Verkehrsmittel Automobil wie für dessen Nöte unter Beweis zu stellen. Und au dieses Verständnis hoffen wir auch, wenn e: für ihn als Bundesrat und Leiter des Postund Eisenbahndepartementes gilt, sich mit Problemen zu befassen, die in unsere Interessensphäre hineingreifen, wie vor allem die Durchführung der Autotransportordnung. England fördert die Schildereinlösung au\ Ostern hin. Und wir? Die englischen Automobilisten sind seit Kriegsausbruch hinsichtlich der Benzinzuteilung nicht gerade sehr verwöhnt worden. Ihre monatliche normale Benzinration schwankt von 4 bis 10 Gallonen, je nach Zylinderinhalt, und stellt sich, auf Liter umgerechnet, wie folgt: bis 7 HP 18,2 Liter, 8 und 9 HP 22,7 Liter, 10—12 HP 27,3 Liter, 13—15 HP 31,8 Liter, 16—19 HP 35,4 Liter und 20 HP und mehr 45,4 L. Dazu kommen die von den < Divisonal Petroleum Ofticers » bewilligten Zusatzbenzinmengen für Berufstätige, die aber ziemlich knapp bemessen sind. Kein Wunder, dass bei dieser scharf eingreifenden Politik der Restriktion seit anfangs September 1939 in England eine massenweise Rückgabe der Kontro'Iilschilder eingesetzt hat, was sich drastisch in den Mindereinnahmen, aus den Verkehrssteuern äusserte. Um nun dieser Rückwärtsbewegung Einhalt zu gebieten, versuchen die englischen Behörden, die Wiederinbetriebsetzung der stillgelegten Fahrzeuge auf Ostern hin durch Zuteilung erhöhter Benzinmengen, d. h. von Zusatzkontingenten sowie durch Gewährung von Steuererleichterungen anzukurbeln. Wer die Verkehrslizenz für stillgelegte Fahrzeuge ab 21. März einzulösen gewillt ist, hat für die restierenden Märztage nur eine zusätzliche Steuer von 5 Schilling bei einer Jahressteuer bis £ 30 resip. von 10 Schilling zu bezahlen, wenn die Jahressteuer höher als £ 30 ist. Dazu gewähren die Behörden für die restierenden Märztage eine etwas erhöhte Benzinration, da die «Easter Holidays» im englischen Automobilverkehr eine wichtige Rolle spielen. Für einen 10-HP-Wagen werden bei Einlösung der Schilder am 21. März 9 Liter und bei Einlösung am 25. März 7 Liter Zusatzbenzin für die restierenden Märztage eingeräumt. Und wie steht es bei uns ? Der Kanton Zürich und die Haftpflichtversicherungsgesellschaften haben bereits die nötigen Erleichterungen betr. Verkehrssteuern und Versicherungen für die Inbetriebnahme stillgelegter Fahrzeuge ab 20. März gewährt. Hinzu kommt noch, dass sich die Benzinversorgung für diese wieder in Verkehr kommenden Wagen insofern recht günstig gestaltet, als sie die volle Benzinmenge für März/April zugeteilt erhalten, trotzdem für sie in dieser Rationierungsperiode nur 40 Betriebstage in Betracht kommen. Aber was haben die anderen Kantone ausser Zürich vorgekehrt? Eine Ankurbelungsaktion, wie wir sie befürworten, hat nur Erfolg, wenn sie einige Wochen und nicht erst einige Tage zuvor den Interessenten bekannt gegeben wird. Wenn man handeln will, dann muss es jetzt geschehen. Es scheint uns daher an der Zeit, dass man sich in den anderen 24 Kantonen hierüber raschestens schlüssig wird und mithilft, die Inbetriebnahme Hunderter von Fahrzeugen auf Ostern hin zu propagieren und zu ermöglichen. Stvassenverkehv St. Gallische Verkehrspolizei organisiert Kurse für Radfahrer. Um die Verkehrsdisziplin zu verbessern und die Unfallgefahr wirksam zu bekämpfen, führt die städtische Verkehrspolizei St. Gallen im Laufe des kommenden Frühjahrs und Sommers dreitägige, kostenlose Abendkurse für Radfahrer durch. Bei der grossen Zahl von schweren Verkehrsunfällen, an denen in den letzten Jahren Radfahrer mitbeteiligt waren, verdient diese Idee weiteste Beachtung und Nachahmung. Freilich sollte der Besuch der Kurse nicht dem Belieben des einzelnen anheimgestellt, sondern für obligatorisch erklärt werden, weil nur so Gewähr dafür besteht, dass auch der letzte Radfahrer erfasst wird. Vor allem sollte es gelingen, die radfahrende Jugend, darunter auch die Ausläufer der Bäckereien, Metzgereien usw, für den Besuch der Kurse zu interessieren, denn diese Gattung von Ve'lofahrern bildet heute den Schrecken der Strasse für den Mann am Volant sogut wie für den Fussgänger. Im übrigen aber gilt es wohl als Selbstverständlichkeit, dass die Veranstaltung solcher belehrender Abende die Polizeibehörden nicht von ihrer Pflicht einer scharfen und alle Strassenbenützer mit der gleichen Elle messenden Kontrolle des Verkehrs entbinden kann, liegt doch auch darin mit eines der zweckmässigsten Mittel zur Förderung der Verkehrssicherheit. Strassenverkehrsunfäüe in Zürich. Die soeben erschienene Statistik der Strassenverkehrsunfälle der Stadt Zürich im 3. Quartal 1939 trägt den Stempel des Einflusses der Mobilmachung an sich. Während die Monate Juli und August trotz dem stark gesteigerten Landesausstellungsverkehr fast die gleichen Unfallzahlen aufweisen wie die nämlichen Monate des Vorjahres, sank im September die Kurve infolge der Verkehrsabnahme durch Mobilisation und Benzinrationierung um fast die Hälfte gegenüber dem September 1938, wie folgende Zusammenstellung zeigt: Unfälle Unf. nur mit Unf. m. Pertotal Sachschaden sonenverl. 1939 1938 1939 1938 1939 1938 Juli 462 458 308 289 154 169 August 431 481 265 310 166 171 September 269 463 147 287 122 176 248 schwer (229) und 9 tödlich (15). Daran waren die Fussgänger mit 135 (136) beteiligt. Berücksichtigt man den starken Landesausstellungsverkehr, so darf als Fazit für das 3. Quartal 1939 die Tatsache festgehalten werden, dass im Juli und August die Verkehrssicherheit eine erhebliche Verbesserung aufwies, während der September einen starken Rückfall, wohl als Folge der gelockerten Verkehrsdisziplin (!), mit sich brachte. Polizeibehörden und Verbände werden eine schwere Aufgabe haben, diese teilweise sehr schlecht gewordene Verkehrsmoral aller Strassenbenützer wieder in geordnete Bahnen zu lenken. Das Zürcher Ergebnis zeigt zudem deutlich, dass stärker werdender Verkehr nicht zwangsläufig gleichbedeutend ist mit Zunahme der Unfälle, dass vielmehr eine Verminderung der Verkehrsintensität weit eher zum Erschlaffen der gegenseitigen Rücksichtnahme, zur Ausserachtlassung der erforderlichen Vorsicht und damit zu erhöhten Gefahren führt. V Autobus an Stelle des Trams im Sernftal ? Aus dem Bouquet der Anträge an die diesjährige Glarner Landsgemeinde sei derjenige eines Bürgers des Sernftals hervorgehoben, der eine finanzielle Sanierung der seit zehn Jahren mit Defiziten arbeitenden Tramlinie Schwanden—Elm vorschlägt. Auch dieser Strassenbahnbetrieb hat die durch das Automobil hervorgerufene Umwälzung im Transportwesen zu versnüren gekriegt, ist doch der Passivsaldo auf 87.000 Franken angestiegen, obwohl nie eine Verzinsung des Aktienkapitals erfolgte. Der Regierungsrat unterbreitet deshalb dem Landrat den Antrag, die Verkehrsfrage im Sernftal einer allseitigen Abklärung zu unterziehen. Bereits ist denn auch eine Expertenkommission ernannt worden, der die Aufgabe obliegt, zu prüfen, ob sich die Wirtschaftlichkeit der bisherigen Tramlinie nicht dadurch verbessern Hesse, dass diese durch einem Autobusbetrieb ersetzt würde. Axehstrasse und hnksufrige Vierwaldstätterseestrasse. Total 1762 1402 720 886 442 516 Mit dem mehrere Wochen dauernden Unterbruch der Axenstrasse ist die Frage Wenn sich so für das ganze Quartal keine Vergleiche mit dem Parallelabschnitt des Vorjahres ziehen der linksufrigen Vierwaldstätterseestrasse lassen, so ist dies immerhin möglich für die beiden wieder in den Vordergrund getreten. Wie die Hauptverkehrsmonate Juli und August. Und da ergibt innerschweizerische Presse zu berichten sich nun die erfreuliche Tatsache, dass die Zahl der weis«, fand am vergangenen Freitag in Bern tödlich -verletzten Personen in diesen zwei Monaten von 12 auf 3 zurückgegangen ist, während allerdings die Zahl der schwer Verletzten von 141 auf Bundesrat Etter, Oberbauinsipektor Schurter neuerdings eine Konferenz statt, an der sich 184 emporgeschnellt ist. An Leichtverletzten wurden dafür anstatt 221 nur noch 164 gezahlt. Be- und die Delegationen von Luzern und Uri trachtet man die Septemberzahlen für sich, so fällt beteiligten und wobei alle Gesichtspunkte hier umgekehrt die Schwere der Verletzungen auf. touristischer und militärischer Art erörtert 6 tödlich Verletzte (3) stehen auf der «schwarzen > wurden, welche die Frage bietet. Wohl führte Liste und auch die Schwerverletzten sind mit 64 (88) die Konferenz zu dem Ergebnis, dass die neue im Verhältnis zur bedeutend kleineren Zahl von Unfällen wesentlich stärker vertreten. Strassenverbindung angesichts der heutigen Im 3. Quartal wurden total 491 Personen (im Lage der Axenstrasse bis zu einem gewissen Vorjahr 566) verletzt, nämlich 234 leicht (322), Grad© als wünschbar zu bewerten sei, aber OSTERAÜSFLUG...? S* VSBJBS csnbsa u Jawohl! Trotz Benzinrationierung! Viele Automobilisten werden sich fragen, ob unter den heutigen Umständen und besonders in Anbetracht der Benzinknappheit der gewohnte Osterausflug heute überhaupt zu verantworten ist. Wir verweisen demgegenüber auf den Aufruf der Schweizerischen Verkehrszentrale, der mit Recht feststellt, dass heute die Erhaltung von Gesundheit* Lebensenergie und Spannkraft notwendiger ist denn je. Und dass der Fremdenverkehr einer der wichtigsten Zweige unserer Wirtschaft ist, der in eine — hoffentlich bessere — Zukunft hinüber gerettet werden muss — nebst dem Auto-Gewerbe, möchten wir hinzufügen, einem nicht weniger wichtigen Glied unseres Wirtschaftslebens, in dem ein beträchtlicher Teil unseres Volksvermögens investiert ist und dessen zahlreiche Angehörige mit ihren Familien sich heute dem Ruin ausgesetzt sehen. Darum jetzt erst recht hinaus auf die Strasse zu Ostern, trotz knapper Benzin-Ration ! Vorher aber montieren Sie rechtzeitig Novix-Ringe, um jeden überflüssigen Benzin- und Oelverbrauch zu verhindern. Damit sparen Sie nicht nur Geld, sondern Sie helfen auch unsere Vorräte strecken und — der Garagist, der Mechaniker, der bald wieder monatelang — auch für Sie — an der Grenze steht, dankt Ihnen für Arbeitsbeschaffung. Novix-Sparring-Montage schnell und billig. Junker & Ferber, Nova-Werke, Zürich Badenerstrasse 412 Schweizerische Nationalspende Schweizerische Jugendspende 1940. Im Rahmen der Sammlung für Nationalspende und Rotes Krsuz ist dieser Tage auch die Schweizer Jugend aufgerufen worden, ihr Opfer auf den Altar des Vaterlandes zu legen. In sämtlichen Primär- und Mittelschulen des ganzen Landes soll anlässlich einer festlichen Heimat -Gedenkstunde den jungen Schweizern und Schweizerinnen Sinn und Zweck der Nationalspende und des Roten Kreuzes durch die Lehrerschaft eindrücklich vor Augen geführt werden. Dabei wird dei Jugend Gelegenheit geboten, durch ein angemessenes Opfer — nicht der väterliche Geldbeute!, sondern der Spartopf des jungen Spenders soll ein Scherflein beisteuern — ihre Liebe zum Vaterland durch die Tat zu beweisen. Nicht in erster Linie um des materiellen Resultats, sondern um der starken, moralischen Auswirkungen willen, die eine schweizerische Jugendspende für unsere Soldaten in Heer und Heimat zeitigen kann, ist dieses freiwillige Wehropfer der jungen Generation von besonderer Bedeutung. In Würdigung des aussergewöhnlichen Charaktere dieser Jugendaktion wird jedem der jungen Spender nach Abschluss der Sammlung ein hübsches Dankes- und Erinnerungskärtchen überreicht. gleichzeitig gab das Departement des Innern zu verstehen, dass die Mittel für deren Verwirklichung fehlen und zudem wenig Aussicht dafür bestehe, den Neubau ins zweite Alpenstrassenprogramm aufzunehmen, weil die Kredite für das erste stark überschritten seien. Ob das militärische Moment die Angelegenheit nicht in ein etwas anderes Licht rückt und deren Weiterverfolgung als angezeigt erscheinen lässt, darüber werden die zuständigen Behörden zu entscheiden haben. Für eine bessere Strassenverbindung Zürich- Schaffhausen. Schon seit einigen Jahren setzen sich die Behörden und Verkehreinteressenten des zürcherischen Bezirkes Andelfingen unermüdlich für den Auebau des Strassenzuges Kloten - Pfungen - Henggart - Andelfingen ein, um eine bessere Verbindung zwischen Zürich und Schaffhausen zu erreichen. Gewiss bestehen noch zwei andere Hauptstrassenverbin düngen zwischen diesen beiden Verkehrszentren, wovon aber die eine, Zürich - Bülach - Eglisau - Rafz - Schaffhausen, zwischen den letztgenannten beiden Orten durch deutsches Gebiet führt und auch in normalen Zeiten die Unannehmlichkeit der vierfachen Zoll- und Devisenkontrollen mit sich bringt. Die andere, Zürich - Brüttisellen - Winterthur - Andelfingen - Schaffhausen, schliesst die sehr verkehrsstarke Teilstrecke Zürich - Winterthur in sich, die dringend eines modernen Ausbaues resp. einer teilweisen Neuanlage bedarf. Die mittlere Verbindungsroute. Zürich - Kloten - Pfungen - Andelfingen - Schaffhausen, würde all diese Inkonvenienzen ausschliessen, weshalb es zu verstehen ist, wenn immer und immer wieder Anstrengungen für den Ausbau dieses Strapsenzuges unternommen werden. Teilweise haben diese Bemühungen -— das sei lobend anerkannt •— auch schon Berücksichtigung gefunden. In neuester Zeit hat nun die Gemeinde Henggart die Initiative zu einem weiteren Schritt ergriffen und in Zusammenhang mit einer zur Durchführung gelangenden Güterzusammenlegung ein Projekt für die Umleitung der Ueberlandstrasse Zürich - Kloten - Pfungen - Andelfingen um das Dorf Henggart herum ausarbeiten lassen, wodurch sich auch eine Verkürzung der Strecke ergäbe. Die neue Strasse würde zwischen Aesch und Henggart' in der Weise verlegt, dass sie die Bahnlinie Zürich - Schaffhausen mit einem Viadukt überrmert und vor rlpr Strassenkreuzung Dägerlen - Henggart in die Strasse Winterthur - Andelfingen - Schaffhausen einmündet. Eine Verwirklichung dieses Projektes wäre sehr zu wünschen, da es zweifellos eine wesentliche Verkehrsverbesserung schaffen würde. Kriegswirtschaft Im Ausland IN DEUTSCHLAND Reduzierte Höchstgeschwindigkeit für Lastwagen mit Riesenreifen. Um den Bestand an Nutzfahrzeugen zu schonen und zu erhalten, hat der deutsche Reichsverkehrsminister eine Verordnung erlassen, wonach Fahrzeuge mit Riesenluftreifen inskünftig mit Vorrichtungen zu versehen sind, welche die Geschwindigkeit in ebenem Gelände je nach der Reifengrösse auf 4.0 bzw 28 km/St, beschränken. Die technische Durchführung dieser Vorschriften erfolgt bei Fahrzeugen mit Dieselmotoren durch eine entsprechende Umstellung der Fliehkraftregler, bei Typen mit Vergasermotoren durch Einbauten in die Ansauganlage. Dazu müssen, soweit nötig, Fern-, Schnelloder Schongänge verriegelt werden. Die neuen Geschwindigkeitsgrenzen treten unverzüglich in Wirksamkeit. Ebenso müssen sofort an beiden Seiten der in Betracht fallenden Fahrzeuge Geschwindigkeitsschilder angebracht werden, auf denen die je nach der Reifengrösse einzuhaltende Höchstgeschwindigkeit aufgemalt ist. An bereits zugelassenen Fahrzeugen sind die erwähnten Vorrichtungen zur Herabsetzung der Geschwindig- :eit bis 15. Mai anzubringen, währenddem neue Lastwagen vom 15. März an die Verkehrsbewilligung überhaupt nur noch erhalten, wenn sie den neuen Vorschriften entsprechen. Strafweises Luftablassen aus den Reifen verboten. Durch eine dieser Tage erlassene Verfügung •wird es den deutschen Polizisten verboten, Verkehrssündern zur Strafe die Luft aus den Pneus abzulassen.