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E_1940_Zeitung_Nr.012

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nötiger ist es aber

nötiger ist es aber für ihn, dass er sich an Hand zuverlässigen Kartenmaterials ein Bild von seiner Fahrt machen kann. Nun sind aber infolge des seit etlichen Mo naten bestehenden Verbots für den Verkauf von Schweizerkarten und der Abgabe von Itineraires mit Kartenskizzen die Touristik bureaux der Automobilistenverbände voll kommen ausserstande, diesen Gesuchen zu entsprechen und so müssen sich heute di Interessenten für Fahrten nach der Schweiz damit abfinden, dass ihnen das elementarst« Hilfsmaterial für solche Reisen nicht zur Ver fügung gestellt werden kann. Ob dadurch di< Interessen unseres Fremdenverkehrs nich eine Beeinträchtigung erleiden ? Man wird sich heute fragen dürfen, ob es nicht angebracht wäre, auf die kommende Fahrsaison hin das Kartenverkaufsverbot etwas zu mildern. Es ist ja kein Geheimnis, das alle drei Nachbarstaaten seit Jahren Kartenmaterial von der Schweiz herausgeben, und zwar in grossen Auflagen, so dass kaum zu befürchten steht, die Abgabe einzelner Karten und speziell Itineraires könnte die Interessen der Landesverteidigung verletzen. Sofern ein Versand ins Ausland trotzdem nich in Betracht kommt, sollte wenigstens geprüft werden, ob es nicht möglich wäre, Itineraire und Karte oder Führer beim schweizerischen Einreisezollamt zu Händen des ausländischen Autotouristen zu deponieren, damit er sie dort für seinen Schweizer Aufenthalt in Empfang nehmen kann. In diesem Zusammenhang sei übrigens auch die Frage aufgeworfen, ob sich nicht Mittel und Wege finden Hessen, um bei weiterem Andauern einer befriedigenden Benzineinfuhr den Automobilreiseverkehr derart zu fördern, dass während der Monate Mai bis September für mindestens achttägige Ferienaufenthalte schweizerischer und ausländischer Automobilisten ein sog. Ferien-Benzinzusatzquantum in Aussicht gestellt werden könnte. Angesichts der Lage unseres Gastgewerbes sollte man danach trachten, die Schweizer Kunden dieses Jahr möglichst für Ferienaufenthalte im Inland zu interessieren. Dazu müsste man aber dem Autotouristen ein einigermassen genügendes Quantum Benzin zusichern. Da hiefür vor allem auch viele «D»- und «C2»- Benzinbezugsberechtigte in Betracht fallen, die für diese Kategorien zugeteilten Benzinmengen aber selbst kleinere Ferienfahrten nicht gestatten, täte man gut daran,' heute schon die Ankurbelung der schweizerischen Autotouristik durch Gewährung solcher Ferienzusatzrationen zu prüfen. Die Hotellerie wäre für eine solche Förderung des Fremdenverkehrs ausserordentlich dankbar. Es wäre nur zu begrüssen, wenn sich jene Instanzen, denen die Förderung des Reiseverkehrs obliegt, möglichst bald mit derartigen Erleichterungen befassen würden, denn wenn auch die politischen Verhältnisse heute noch ziemlich Unsicher und unabgeklärt sind, so darf doch nichts unterlassen werden, um dem notleidenden Gastwirtschaftsgewerbe unter die Armee zu greifen. V Feldzug gegen den Altwagen. Eine «Woche der öffentlichen Autovernichtung» wurde in Cincinnati durchgeführt. Um das Publikum dazu zu erziehen, wertlose Altwagen zu zerstören, wurden jeden Tag öffentlich 6 Altwagen vernichtet und, in Teile zerlegt, auf den Abfall geworfen. Tatsächlich wirkte das Beispiel so ansteckend, dass innerhalb der gleichen Zeit etwa 1000 private Altwagen vernichtet worden sind. Hält auch alles dicht oder hat sich am Ende da und dort eine Lache aus Wasser, Brennstoff, Oel oder gar Bremsflüssigkeit gebildet? Nein, alles in Ordnung! Das wirkt sehr beruhigend und überzeugend. Also nichts wie den Wagenheber untergesetzt, die Holzböcke hervorgeholt, um die Räder wieder auf den Boden zu bringen, und der Wagen ist in seinem Element. Bald werden seine Reifen lustig über Kilometer und Aberkilometer dahinrollen, sein Herz wird wieder freudig im Viertakt schlagen und seinen Herrn, der ihn aus dem Winterschlaf erweckte, dankbar summend bergauf, bergab ans Ziel der Osterfahrt und nach ein paar schönen Ferientagen voll neuer Eindrücke zurück nach Hause führen. -bder über die Liste beugend : < Und Sie meinen also, dass der Kassierer... ? » «Ich meine, dass der Schreiber dieser Zeilen eines der stärksten Beispiele ist für die Doppelnatur....'» «Ich kenne ein junges Mädchen, das sich ausserordentlich für diesen Herrn interessiert ... ich meine, interessiert hat. Ich wäre Ihnen dankbar, wenn Sie die grosse Güte hätten, Ihr Gutachten etwas ausführlicher... also ich meine, diesen Spezialfall...» Der alte Herr lächelt, leicht ermüdet. « So seid ihr alle. Erst macht ihr euch lustig — und dann könnt ihr nicht genug kriegen !» < Ich möchte Sie natürlich nicht... anstrengen, ausnützen, aber...» Wieder legt der Graphologe die Lupe auf die Schrift: « Sehen Sie ... hier, der Bogen, in dem das L ausläuft.. • und hier, wie abgerissen dieser Abstrich ... das alles verrät die im Oberbewusstsein liegende, sich immerwährend für die Umgebung dokumentierende Eigenheit, die seinem ganzen Wesen das Gepräge gibt und doch nur ein Teil seines Wesens ist. Der Schreiber dieser Zeilen ist in seinem zweiten, verborgenen Ich einer der stärksten...» Er stockt, wischt sich über die Stirn, fährt dann weiter fort : Jetzt steht aber etwas < auif dem Tapet», das vielleicht doch diesem und jenem 'Wagenhalter im Bewusstsein versäumter Pflichten ein leichtes Gruseln den Rücken hinabjagt Die Prüfung der Batterie. Hat sie wirklich während der Stillegung infolge Mangels an Pflege Schaden genom men ? Dann muss sie einer Ladestation zu «Kur» übergeben werden, die in leichten Fällen in einer besonderen Art der Aufladung, Fig. 1. Das Füterglas der Brennstoffpump« wird abgenommen und gereinigt. Den Drahtfilter wasch man in Benzin gut aus. bei Totalschäden aber in einem ziemlich kostspieligen Ersatz der Platten besteht. Uns selbst freilich und mit uns all unsern belesenen Neffen und Nichten kann die Batterie selbstredend keine Gänsehaut einjagen, nicht wahr ? ! Denn sohliesslich wurde sie doch regelmässig mit dem eigenen Ladegerät nachgeladen und auch ihre Säuredichte sowie der Säurestand periodisch geprüft und korrigiert. Hegen wir trotzdem leise Zweifel an ihrem Zustand, so lassen wir sie gelegentlich in der Vertrauensgarage mit dem Stossbelastungs-Messgerät auf Spannungsabfall bei heftiger Entladung prüfen. Fällt die Kontrolle günstig aus, so — na, dann hat die arme Seele Ruh. Im übrigen stellt ja das « Elektrizitätsdepartement » des Wagens keine übertriebenen "Anforderungen an die Wartung. Eine, gelegentliche Reinigungdes Kollektors mit einem in Benzin getränkten Lappen, den man um ein Holz-« Steckli * wickelt, sowie ein anfälliger Ersatz gebrochener oder stark abgenützter Kohlebürsten an Lichtmaschine und Anlasser sind ungefähr iDCQäfcl Fig. 2. Die Lichtmaschine dient In vielen Fällen zum Spannen des Ventilatorriemens. Hier geschieht ies einfach in der Weise, dass man ihre Spannänder lockert, sie etwas verdreht und dann wieer festmacht. Infolge der exzentrischen Anordnung er Ankerwelle im Gehäuse wird dann der Riemen gestreckt. «... das Hauptmerkmail... das heisst, das stärkste ambivalente Gefühl des Schreibers ist...» Wieder stockt er, wird blass, sagt: «Ich glaube... ich habe wohl vergessen, heute zu essen.» Die zwei Eier im Glas sind längst erkaltet. Hans Römer hat noch nierrjals solche Peinlichkeit empfunden. «Ich danke Ihnen, Herr... Danke Ihnen recht herzlich... ich war so gefesselt durch Ihren Vortrag... ich werde den Ober gleich anweisen...» Er weiss nicht, wie er es anfangen soll, das noch mit dem Kopf nach oben gekehrte Fünffrankenstück unauffällig auf dem Tisch liegen zu lassen. v Er faltet umständlich die grüne Nummernliste zusammen. Blickt dann wie zufällig auf seine Armbanduhr. Springt auf: « Donnerwetter ! Ich hatte ja ganz vergessen ... ich sollte längst... verzeihen Sie. Guten Abend.» Und stürmt davon. Aber hinein ins Lokal. Hinter der Drehtür, am Büfett bleibt er stehen und bestellt ein warmes Abendessen: « Für den kleinen alten Herrn mit dem weissgrauen Spitzbart... allein an einem Tischchen draussen auf der Terrasse, ganz links. » « Für den Professor?... Ja, dem wird's gut tun ! » AUTOMOBIL-REVUE DIENSTAG. 19. MÄTSZ i

N° 12 — DIENSTAG, 19. MÄRZ 1940 AUTOMOBIL-REVUE 3 Kriegswirtschaftliche Die Rationen für die Lastwagen vom 16. März bis 15. Mai 1940. £eicfite dthohuttg. dex Zuteilung- (üc Verfügung Nr. 7 des Eidg. Volkswlrtschaftsdepartements betreffend die Landesversorgung mit flüssigen Kraft- und Brennstoffen. (Vom 11. März 1940.) Das eidgenössische Volkswirtschaftsdepartement, gestützt auf den Bundesratsbeschluss vom 26. September 1939 über die Landesversorgung mit flüssigen Kraft- und Brennstoffen, in Ergänzung von Art. 12, Abs. 3, seiner Verfügung Nr. 2 vom 15. November 1939 (Rationierung für Personenwagen, Lieferwagen und Motorräder), in Abänderung von Art. 4, lit. d und e, seiner Verfügung vom 10. Oktober 1939 (weitere vorläufige Rationierung der flüssigen Kraft- und Brennstoffe), verfügt: Art. 1. Für die Dauer vom 16. März 1940, 0 Uhr, bis zum 15. Mai 1940, 24 Uhr, werden den Verbrauchern von den kantonalen Automobilkontrollen ihres Wohnortskantons oder bei einer von dieser bezeichneten Stelle gegen Vorweisung des Fahrzeugaueweises folgende provisorische Rationierungsscheine abgegeben: a) Motorlastwagen (eine Tonne und mehr Nutzlast): Lastwagen bis 15,99 PS: 1 Rationierungsschein von 360 Liter Benzin oder 320 (307 *) Liter Dieselöl; Lastwagen von 16 PS bis 20,99 PS: 1 Rationicrungsschein von 480 Liter Benzin oder 420 (400*) Liter Dieselöl); Lastwagen von 21 PS bis 30,99 PS: 1 Rationierungsschein von 680 Liter Benzin oder 600 (574*) Liter Dieselöl; Lastwagen von 31 PS und mehr: 1 Rationierungsschein von 900 (920*) Liter Benzin oder 800 (787*) Liter Dieselöl. Für Holzgas- und Holzkohlenlastwaigen mit Zueatzvergasern wird pro Fahrzeug ein Rationierungsschein von 100 Liter Benzin abgegeben, ib) Industrietraktoren für den Straseenverkehr: 1 Rationierungsschein für 350 (334*) Liter Benzin oder 300 (307*) Liter Dieselöl. Art. 2. Diese Verfügung tritt am 16. März 1940 0 Uhr in Kraft. Die ab 1. Februar 1940 ausgegebenen provisorischen Rationierungsscheine für Kraftstoffe für sämtliche Motorfahrzeuge der in Art. 1 bezeichneten Art. verlieren ihre Gültigkeit am 15. März 1940, 24 Uhr, und sind beim Bezug neuer provisorischer Rationierungsscheine den kantonalen Automobilstellen zurückzugeben. ) Zuteilung während der Rationierungsperiode vom 1. Februar bis 15. März, zu Vergleichszwecken umgerechnet auf zwei Monate. Die kriegswirtschaftliche Bedeutung von Benzol und Teer Wie wir an dieser Stelle bereits erwähnten («A.-R.» Nr. 81/1939), erliess am 24. Oktober 1939 der Bundesrat ein Kreisschreiben an die Kantonsregierungen bezüglich der Verwendung von normiertem Strassenteer im schweizerischen Strassenbau. Mit Recht wird in diesem Schreiben darauf aufmerksam gemacht, dass eine Reihe kriegswirtschaftlich wichtiger Ausgangsstoffe, deren ausreichende Beschaffung auf dem Wege des Importes sich zufolge der europäischen Entwicklung immer schwieriger gestaltet, sich im Lande selbst nur im Prozess der Aufarbeitung des Rohteeres der schweizerischen Gaswerke auf kriegswirtschaftlich wichtige Produkte und normierten Strassenteer gewinnen lassen. Um einen Jahreoabsatz von 25 000 t Strassenteer zu ermöglichen — eine Quantität, die sich nach der zur Sicherstellung der Sprengstoff- und Munitionsfabrikation notwendigen Toluol- und Benzolmengen richtet — wurde die Ausrichtung der Bundesbeiträge an Strassenbauten im Alpengebiet, sowie an dem Automobilverkehr dienenden öffentlichen Straseen an die Bedingung geknüpft, dass mindestens 50 Gewichtsprozente des gesamten Bindemittelbedarfes an zur Ausführung gelangenden Schwarzbelägen aus normiertem Strassenteer zu bestehen haben. Gewissermassen in Ergänzung aus diesem Kreisschreiben resp. zwecks gesetzlicher Fassung desselben hat der Bundesrat am 12. März 1940 einen Beschluss betreffend die Förderung der Benzolauswaschung, der Teerproduktion und Aufarbeitung des Teers erlassen. Dieser Beschluss stützt sich auf den Bundesbechluss vom 30. August 19S9 über Massnahmen zum Schütze des Landes und zur Aufrechterhaltung der Neutralität. Gemäss diesem jüngsten, kriegswirtschaftlich sehr bedeutungsvollen Erlass wird die Bechaffung, Erzeugung, Aufarbeitung und Verwendung von Teer sowie seiner Benzol-Kohlenwasserstoffe und Oele der Aufsicht des Kriegsindustrie- und Arbeitsamtes (K. I. A. A.) unterstellt. I Im weitern werden die schweizerischen Gaswerke dazu verpflichtet, auf Weisung und nach den Vorschriften des K.I.A.A. ihren gesamten Teeranfall sorgfältig zu erfassen und zur Gewinnung der darin enthaltenen Benzol-Kohlenwasserstoffe und Oele bereitzustellen. Dieses ist zudem ermächtigt, Vorschriften über die weitere Aufarbeitung der in der Teerdestillation anfallenden Produkte, wie Benzol-Kohlenwasserstoffe und Oele, zu erlassen. Im weitern wird das K.I.A.A. ermächtigt, unter Berücksichtigung der jeweiligen Kohlenversorgung der schweizerischen Gaswerke Vorschriften zu erlassen über das Auswaschen des Benzols aus dem Gas in diesen Werken. Gleichzeitig wird dem K.I.A.A. das Recht eingeräumt, Bestandesaufnahmen über Teer und andere benzolkohlenwasserstoffhaltice Produkte und Erlasse über Oele durchzuführen. Es kann ferner Erhebungen über die Möglichkeit der Erzeugung von Teer und seiner Destillationsprodukte veranlassen. Das K. I. A. A. wird ebenfalls ermächtigt, über die Verwendung des in der Schweiz erzeugten oder importierten Teeres und seiner Benzol-Kohlenwasserstoffe und Oele Vorschriften zu erlassen. Widerhandlungen gegen diesen Bundesratsbeschlues und die gestützt darauf erlassenen Ausführungsvorschriften und einzelnen Verfügungen des Eidg. Volkswirtschaftsdepartementes, des K. I. A. A. und seiner Sektionen für Chemie und Pharmazeutika sowie Kraft und Wärme werden mit Bussen bis zu Fr. 30 000 bestraft. Auch die fahrlässige Begehung ist strafbar. Umbau von Gesellschaftswagen zu Lastwagen. [Mitg.] Der Bundesrat hat mit Beschluss vom 15. März 1940 das Eidg. Volkswirtschaftsdepartement (Kriegs-Industrie- und Arbeitsamt) ermächtigt, den Besitzern von Gesellschaftswagen unter bestimmten Bedingungen an die Kosten des Umbaues der Gesellschaftswagen in Lastwagen einen angemessenen Beitrag zu gewähren. Der Grund zu dieser Massnahme liegt darin, dass einerseits eine Vermehrung der Motorilastwagenparks im allgemein-wirtschaftlichen Interesse liegt, und dass anderseits den GeseHschaftswagenbesitzern, deren Wagen infolge der Benzinrationierung und des starken Rückgangs von Vergnügungsfahrten nicht verwendet werden können, eine angemessene Verdienstgelegenheit verschafft werden soll. Gesuche um Gewährung eines Beitrages sind von den Gesellschaftswagenbesitzern beim Kriegs-Industrie- und Arbeitsamt einzureichen. Akux «lern Kantonen Steuererleichterungen auf Ostern Thurgau erleichtert Schildereinlösung auf Ostern. Motorfahrzeughalter, die ihre Motorfahrzeuge wegen der Osterfeiertage vor dem 1. April a. c. zu lösen gedenken, machen wir darauf aufmerksam, dass die Kontrollschilder gegen einen Zuschlag von Fr. 10.— für die Motorwagen und Fr. 3.— für die Motorräder schon ' ab 20.' März a. c. bezögen > ÜSTERAUSFLUG...? werden können. Die Versicherungsnachweiskarte muss von dem Tag an Gültigkeit besitzen, an dem •das Fahrzeug gelöst wird. Sie muss mit dem Fahrzeug- und Führerausweis rechtzeitig eingesandt werden. Der Betrag für die Steuer bis zum 30. Juni oder 31. Dezember, inkl. dem oben erwähnten Zuschlag, ist auf das Postcheckkonto VIIIc 6CO der Automobilkontrolle einzuzahlen. Nachnahmen werden grundsätzlich keine versandt. Frauenfeld, den 12. März 1940. Polizeidepartement des Kantons Thurgau: sig. Altwegg. In St. Gallen und in Appenzell A.-Rh. Der Kanton St. Gallen räumt den Fahrzeughaltern, welche die Nummernschilder ihrer Wagen ab 20. März 1940 neu einlösen, insofern eine Erleichterung ein, a's für das letzte Drittel dieses Monats noch eine Gebühr von Fr. 10.— zu entrichten ist. Entgegen anderweitiger Publikation gewährt der Kanton Appenzell Ausser-Rhoden bei Lösung von Fahrzeugen ab 20. März 1940 an eine Ermässigung in dem Smne, dass die ersten drei Monate des Jahres taxfrei berechnet und für das letzte Drittel des Monats März eine für alle Fahrzeuge geltende Taxe von Fr. 8.— erhoben wird. (Mitg.) In Freiburg : ab 23. März ohne Zuschlag! Die kant. Automobilkontrolle Freiburg teilt mit: Um die Wiederinbetriebsetzung von Motorfahrzeugen auf die Oeterfeiertage hin zu begünstigen, können die Verkehrsausweise im Kanton Freiburg vom 23. März an ohne Bezahlung eines Zuschlages für das 2. Quartal erneuert werden. Erforderlich ist dazu die Vorweisung einer von diesem Datum an gültigen Bescheinigung der Versicherungsgesellschaft. Sfrassenverkeht Verkehrsbeschränkung auf der Simmentalstrasse. Von zuständiger behördlicher Seite wird mitgeteilt: Durch den Neubau der Laubeg ig brücke auf der Simmentaistrasse oberhalb Garstatt, muss die heutige gedeckte Holzbrücke abgebrochen werden. Für den Verkehr wird eine hölzerne Notbrücke für 8 t Tragfähigkeit erstellt. Gestützt auf das Gesetz über den Bau und Unterhalt der Strassen wird das Befahren dieser Notbrücke mit Lasten über 8 t Gesamtgewicht (Motorwagen und Lastenzüge) vom 18. März 1940 bis auf weiteres verboten. Sicherheit vor allem! i Wieweit 6ich die den Landwirtschaftstraktoren gewährten Erleichterungen (in diesem Fall weniger finanzieller als verkehrspolizeilicher Natur) mit den Bedürfnissen der Sicherheit der Strasse vereinbaren lassen, davon mag sich der Leser bei der Lektüre nachstehender Meldung sein Urteil bilden: •'. Bei Schübelbach ereignete sich kürzlich ein Jawohl! Trotz Benzinrationierung! Viele Automobilisten werden sich fragen, ob unter den heutigen Umständen und besonders in Anbetracht der Benzinknappheit der gewohnte Osterausflug heute überhaupt zu verantworten ist. Wir verweisen demgegenüber auf den Aufruf der Schweizerischen Verkehrszentrale, der mit Recht feststellt, dass heute die Erhaltung von Gesundheit, Lebensenergie und Spannkraft notwendiger ist denn je. Und dass der Fremdenverkehr einer der wichtigsten Zweige unserer Wirtschaft ist, der in eine — hoffentlich bessere — Zukunft hinüber gerettet werden muss — nebst dem Auto-Gewerbe, möchten wir hinzufügen, einem nicht weniger wichtigen Glied unseres Wirtschaftslebens, in dem ein beträchtlicher Teil unseres Volksvermögens investiert ist und dessen zahlreiche Angehörige mit ihren Familien sich heute dem Ruin ausgesetzt sehen. Darum jetzt erst recht hinaus auf die Strasse zu Ostern, trotz knapper Benzin-Ration ! Vorher aber montieren Sie rechtzeitig Novix-Ringe, um jeden überflüssigen Benzin- und Oelverbrauch zu verhindern. Damit sparen Sie nicht nur Geld, sondern Sie helfen auch unsere Vorräte strecken und — der Garagist, der Mechaniker, der bald wieder monatelang — auch für Sie — an der Grenze steht, dankt Ihnen für Arbeitsbeschaffung. Novix-Sparring -Montage schnell und billig. Junker & Ferber, Nova-Werke, Zürich Badenerstrasse 412 schwerer Verkehrsunfall. Während auf der einen Strassenhälfte ein schwerer Gar Alpin daherfuhr und auf der anderen Seite ein Mistfuhrwerk, wollte ein 20jähriger Traktorführer dem Gar Alpin in einer Kurve vorfahren. Dabei streifte der Traktor den Gesellschaftswagen und drängte ihn an das Strassengeländer, wodurch einer Frau beide Beine abgedrückt wurden, so dass sie kurz nach der Einlieferung ins Spital verschied. Der Traktorführer wurde verhaftet. Eine Tageszeitung knüpft an diesen Vorfall folgende Betrachtungen: « Für das Führen eines landwirtschaftlichen Traktors bestehen erhebliche Erleichterungen. Man benötigt keine Führerbewilligung; für die Traktoren braucht es keine so ausgedehnte Haftpflicht wie für Autos, auch in der Besteuerung geniessen landwirtschaftliche Traktoren erhebliche Vergünstigungen. Der oben geschilderte tödliche Unfall ruft vielleicht einer Revision dieser in vielfacher Beziehung fragwürdigen Zustände. » KLEINECHRONIK Kaderkurs für Rotkreuzfahrerinnen. Dem Vernehmen nach soll ein zweiter Kurs für Rotkreuzfahrerinnen in Aussicht genommen sein, doch stehe, wie man hört, das Datum noch nicht fest. Inzwischen hat in Basel der Kaderkurs seinen Anfang genommen, der bis 21. März dauert und dessen «Mannschaft» sich aus jenen Fahrerinnen rekrutiert, die beim ersten Kurs in Basel dafür ausgezogen worden sind. So leicht machen wir's den Schelmen ! Mag man auch immer und immer davon lesen, wie die Brüder von der Xangfingerzunft sich an parkierende Autos heranmachen, um daraus zu klauen, was ihnen gerade in die Hände fällt — sie scheint nicht alle zu werden, jene Kategorie von Fahrern, die da, im Vertrauen darauf, dass « schon nichts passieren werde », ihren Wagen in strahlender Sorglosigkeit unverschlossen parkieren. Enragierte Optimisten, wie sie nun einmal sind, kommen sie nicht dahinter, dass ihre Leichtfertigkeit geradezu eine Aufmunterung an die Adresse des Diebsgesindels bedeutet, sich zu bedienen. Was sich diese Herrschaften denn auch nicht zweimal sagen lassen. Sie greifen wacker zu und halten reiche Ernte, wie beispielsweise jener Bursche, der unlängst der Zürcher Polizei ins Garn ging und gestand, aus parkierenden Autos Handkoffer, Photoapparate, Schutzbrillen, ja sogar Führer- und Verkehrsausweise € entfernt » zu haben. Soweit wäre die Geschichte ganz normal, weil eben die Nachlässigkeit gewisser Autobesitzer Gelegenheit und weil Gelegenheit Diebe macht. Was jedoch der Sache die Krone aufsetzt, das ist der Umstand, dass das Verschwinden besagter Gegenstände entweder nicht bemerkt wurde oder dass es die Bestohlenen unterliessen, der Polizei deren Abhandenkommen zu melden, so dass diese nun nach den rechtmässigen Eigentümern des Diebgutes fahnden muss ... Entgegenkommenderweise hat der Autoräuber die Fahrund Verkehrsbewilligungen, welche er erbeutete, beseitigt, was allerdings der Pikanterie gerade dieser Fälle keinen Abbruch tut. Stvassen Das Strassennetz der Weltausstellung Rom 1942. Auf dem Gelände der Weltausstellung, wo eine hochmoderne und grossartige Stadt entsteht, ist die Frage des Strassennetzes nicht nur unter dem Gesichtspunkt der zukünftigen Entwicklung des Verkehrs und seiner Erfordernisse gelöst worden, sondern zugleich unter demjenigen einer Anpassung an die monumentalen Bauten in der Art dee Römischen: eine Längsachse bildet das mitten durch die neue Stadt verlaufende Rückgrat; ihre Ergänzung findet sie in der Querachse, und von diesen beiden Hauptadern zweigen die anderen Strassen ab. Im ganzen wurden auf dem Gelände der «E 42» schon 5 500 000 Kubikmeter Erde in Bewegung gesetzt. Vorwiegend dienen diese Erdarbeiten zur Anlage der Flächen für Strassen und Plätze. Das Strassennetz auf dem Ausstellungsareal erreicht nach seiner Fertigstellung eine Länge von ca. 32 km bei einem Flächenausmass von 800 000 m 2 , wovon 550 000 m s auf die Fahrbahn und 250 000 auf die Trottoirs entfallen. 35 Strassen werden das Gelände durchziehen; dazu gesellen sich 26 grossdimensionierte Plätze. A propos Dimensionen übrigens: auch die Strassen zeichnen sich durch ungewöhnliche Masse aus; bekannt ist wohl, dass die Via Imperiale eine Breite von 104 m erhält, währenddem für die weniger bedeutenden Nebenstrassen eine ßolche von mindestens 15 m vorgesehen ist. Je nach ihrer Lage, ihrer Bedeutung, der Art und Dichte des Verkehrs, für den sie bestimmt sind, werden die Fahrbahnen verschieden gepflastert, wobei die Piazza Imperiale sich mit einem besonderen Belag präsentiert, der sich deren monumentalem Gepräge anpasst. wShrend für die bedeutenderen Strassen und Plätze ein Unterbau aus Zement-Beton in Aussicht genommen ist. Granitund Porphyr-Kopfsteine bilden den Oberflächenbelag. Gigantisches Strassenausbauprojekt in den USA. Paul G. Hoffmann, Präsident der Studebaker Corp., hat eine Campagne eingeleitet, durch welche die Regierung zu einer Aufwendung von nicht weniger als S5 Milliarden $ für Strassenbauzwecke veranlasst werden soll. Dieser Betrag wäre bis 1960 aufzubringen und soll dazu dienen, die USA mit einem engmaschigen Netz allermodernster Verkehrsstrassen zu überziehen. Für 1960 sagt Hoffmann eine Verdoppelung des heutigen Verkehrsvolumens in den Vereinigten Staaten voraus. Die deutschen Autobahnen werden um 4,5 m verbreitert. Einer Verfügung des Generalinspektors für das deutsche Stra6senwesen entsprechend, erhalten sämtliche neu anzulegenden Autobahnen in Deutschland eine Breite von 28,5 m, währenddem sie bisher 24 m betrug. Die Massnahme wird ausschliesslich mit der Wünschbarkeit einer Beschleunigung des Verkehrs ohne gleichzeitige Erhöhung des Unfallrisikos begründet.