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E_1940_Zeitung_Nr.016

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Wi AUTOMOBIL-REVUE

Wi AUTOMOBIL-REVUE DIENSTAG, 16. APRIL 1940 — N° 51 UNSERE »AMEN AliS SCHÜLERINNEN TOR DER SCJI HI/rAFEI, DER MODE (Unsere heutige Lehrstunde: Die Garnituren.) Garnifuren sind sozusagen «die Würzet der Mode und genau so, wie eine Küche ohne Salz, wäre die Frühjahrsmode ohne ihre Garnituren uninteressant, schal und ohne Charakter. Dadurch ist die Tatsache der allgemeinen Würdigung der Garnituren erklärt. In ihrer Helle und Freundlichkeit ziehen sie den Blick auf sich und lassen insbesondere die «Altersmängel» eines Kleidungsstückes übersehen, so dass selbst eine vielgetragene Sache, mit einer geschmackvollen Garnitur versehen, immer noch gute Dienste zu leisten vermag. In diesem Sinne darf ein solcher Aufputz als durchaus zeitgemässe Mode bezeichnet werden, und es zeigt sich denn auch, dass man die Garnituren jetzt mehr schätzt denn je. Obzwar weisse Effekte, in Pikee, Organdy und Leinen, vorherrschen, will man doch auch die geschmackvollen Pastellfarben nicht zu kurz kommen lassen um so weniger, als sie die Frauen ganz vorzüglich kleiden: Blassblau, Hellrosa und Krokusviolett werden also ganz gewiss nicht zurückstehen. Ueber alle Garniturenformen zu sprechen, wäre angesichts der Vielfältigkeit ein vergebliches Beginnen; wir müssen uns vielmehr damit begnügen, die wichtigsten Typen herauszugreifen, wobei jenen der Vorzug gegeben werden soll, die unschwer selbst herzustellen sind. Oft gelingt es, für solche Aufputzeffekte vorhandenes Material heranzuziehen und gar oft finden Schrank- und Ladenhüter, die seit Jahren gesichtet und wieder weggeräumt werden, ohne dass man eigentlich gewusst hätte, zu welchem Endzweck man sie aufbewahre, ihre endgültige Bestimmung. Dazu gehört auch ganz gewiss eine besondere Geschicklichkeit, denn um irgendeinen Rest zu verwerten, reicht der gute Wille allein nicht hin: es muss ihm ein treffsicherer Geschmack beispringen. Jede Frau hat Beispielsweise irgendein Fleckchen weisser Spitze im Hause; aus diesem Rest werden nun vier Schmetterlingsflügel, zwei grössere und zwei kleinere ausgeschnitten, die an den Rändern umwindelt sein müssen; fertiggestellt taucht man sie in eine Zuckerlösung oder in ein ähnliches versteifendes Mittel, das natürlich die Struktur der Spitze nicht beeinträchtigen darf und nur dazu da ist, den festen Halt zu sichern. Schliesslich befestigt man diese Flügel an einen Schmetrerlingskö'rper, der am besten aus Pikee verfertigt und — der erhöhten Plastizität wegen — wattiert wird. Ein solches Motiv, das wir rechts unten auf unsere Schultafel gezeichnet haben, dient vielfach als Halsabschluss, Kann aber auch an jene Stelle verlegt werden, die sonst die Tasche einnimmt, zeitgemässer Stellvertreter der Schmucknadel! Eine ganz entzückende Idee ist auch der sogenannte «Kinder-Latz», diesmal als modisches Attribut der Damenmode verwertetl Unser vorletztes Bild zeigt uns die freundliche Note dieser Garnitur, die aus Leinen oder Batist herzustellen wäre und mit zarten Blüten in waschechtem Garn durchstickt sein könnte. Wird dieser «Latz» hingegen aus Tüll gearbeitet, so sollen Blumen und Ranken Kontur bei Kragen und Manschetten immer wieder auf den Plan tritt. (Bild 1.) Eine Organdy-Masche als Abschluss des Kleides ist immer gerne gesehen und gleichfarbige, als Maschenmitte verwendete Blüten gehören zu den einprägsamsten Wirkungen der Frühjahrsmode. (Mitte oben.) Die Tatsache, dass gerade das Einfachste das Beste sei, bestätigt sich immer wieder: ein schlichter Pikee-Schalkragen (rechts oben) zum Beispiel, mit einem darunter vorgesehenen, überkreuzten Vorstoss in Kontrastfarben (etwa: blaue Punkte auf weissem Felde auf der einen und rpte Punkte in blauem Grunde auf der anderen Sefte) ist höchst eindringlich und kleidsam. Mannigfaltige Rüschen-Wirkungen sind längst erprobt, und man weiss genau, wieviel Schönes man von ihnen zu erwarten habe. Sie gehen im allgemeinen, einen modernen fünfeckigen Ausschnitt bildend, aus einer schmalen Blende hervor (Skizze). Aber auch die immer wieder erörterten «plastischen Motive» aus Pikee oder Leinen lassen sich überall anbringen, sei es nun an Stelle eines Knopflochsträusschens oder als Halsabschluss. Wir sehen einen plastischen Kirschen-Zweig, der inin gleicher Farbe gehalten sein, weil die so entstehende feine Transparent-Wirkung ihren Effekt nicht verfehlen kann. Einfache Leinen-Garnituren werden mit buntem Rande versehen (sei es «gerollt» oder aber mit farbigen Borten eingefasst), wobei die zackige folge seiner Wattierung sehr originell zur Geltung kommt, in unserem Bilde, an der Schultafel. Dass weisse Gürtel zu einem wichtigen Emblem der Mode erklärt werden, dürfte alle interessieren und die Gepflogenheit, diese hellen Gürtel mit metallischen Oesen und mit bunten, überkreuzten Lederschnüren zu versehen, trägt zweifellos zu dem Erfolg dieser Mode bei. Ein Frühjahrsstil ohne die beliebten Falten-Wirkungen wäre geradezu unausdenkbar! Wir werden uns also nicht wundern, dass schon die Garnituren diesen Gedanken wieder aufgreifen. Vor allem scheinen die gouffrierten Bäffchen (Bild links unten) oft erörtert zu werden. Sehr mit Recht übrigens, denn sie «strecken» die Gestalt und haben jene Lebhaftigkeit, die man gerade von diesen kleinen Beigaben der Mode verlangt. Im Grunde genommen sind die Garnituren allerdings weit mehr als «Attribute», und wenn unsere Leserinnen die an unsere Tafel gezeichneten Entwürfe genau betrachtet, ihre Lektion also brav gelernt haben, werden sie dies bestimmt bestätigen! Für elegante Frisuren - Kultur erforderlich? Geschmackvolle Einfälle auf dem Gebiete der Haarkunst, der Frisur werden gewöhnlich von dem Menschen unserer Tage als Produkte einer gewissen Kultur betrachtet. Schliesslich waren ja auch die Phönizier und die Aegypter, die die ersten kunstvollen Barttrachten pflogen, Menschen mit Kultur. Aber die Enthnologen stellen sich hier auf einen anderen Standpunkt: die interessantesten Einfälle für die Haartrachten wurden von primitiven Völkern geliefert. Das gilt für die Neger, und für die Südseeinsulaner und hier besonders wieder für die Papuas. Speziell diese letzteren sind sehr geschickt lind verbringen oft Stunden damit, eine Frisur wirklich kunstvoll aufzubauen - mit bunten Fäden zu durchziehen und nach Bedarf auch die Barttracht mit farbigen Gräsern zu schmücken. In der Variation könnte sich mancher europäische oder amerikanische Friseur verstecken vor den Haarkünstlern von Papualand. Eine glänzende Idee für krawattenkaufende Gattinnen. Ein grosses Pariser Warenhaus hat in seiner Herrenartikelabteilung eine wirklich hervorragende Idee durchgeführt: auf einem riesigen Plakat sind In Lebensgrösse die Köpfe einer grösseren Anzahl von Herren der verschiedensten Typen sichtbar: blonde und brünette, junge und alte, schmalgesichtige und vollwangige. Gemeinsam haben alle diese Bilder nur eines: im Kragen fehlt die Krawatte. Dafür ist eine Vorrichtung angebracht, mit deren Hilfe man die zu kaufende Krawatte anbringen kann. Dadurch ist jede Dame imstande, auszuprobieren, welche Binde sie für den zu beschenkenden Mann am besten aussucht, das heisst welche zu seinem Typ passt oder — zumindest ihr gefällt Schutz fegen Bazilleniibertragong durch Trinkgläser Bn Erfinder in Rom hat ein Patent auf eine Maschine erhalten, mit deren Hilfe auf automatischem Weg antiseptische Bänder um die Kante von Trinkgläsern gelegt werden können. Die neue Erfindung soll einen wirksamen Schutz dagegen bilden, dass vermittelst schlecht abgespülter Gläser Krankheiten von einem Benutzer des Glases auf einen andern übertragen werden. Zürich Empfehlenswerte Unterhaltungsstätten Die beliebten Stadttheater Abends 8 Uhr, Sonntag • nachmittags 3 Uhr. Theaterkasse Tel. 2 69 22 und 4 67 00, 10—12.30 und 15.30—19 Uhr. Kuoni Tel. 3 36 13, 8—18.30 Uhr. ML abend 17. April Die geschiedene Frau (A-Ab. 16). DO abend 18. April Volksvorstellung: Die Försterchristl. Fr. abend 19. April Die geschiedene Frau (A-Ab. 16). Sa abend 20. April Der Barbier von Sevilla, Oper v. G. Rossini. So.nachrn.21.April Oper von Richard Wagner. So. abend 21. April "lo Försterchristi, Operette von Georg Jarno. Militär in Uniform bezahlt auf allen Plätzen die Hälfte. Schauspielhaus Abends SH uhr, so 1 tag nachm. 3J4 Uhr. Abendkasse ab 18 Uhr (21111) Mi. abend 17. April 19.30 Uhr: Faust I. Do. abend 18. April Ein Volksfeind. Fr abend 19. Aprif Zum letzten Mal-e: Undine, Schauspiel von Jean Giraudoux. Sa. abend 20. April 19.30 Uhr: Faust I. So.nachm.21.April 14.30 Uhr: Faust I. So. abend 21. April Ein Volksfeind. Militär auf allen Plätzen halbe Preise. Paletots finden Sie in reichhaltiger Auswahl bei uns. Zähringerstr.42 b.Central CAPAN DACHE Blei-und Farbsfifte derHefmtit Tessin A. C. S. T. C. S. Ein Kleinod für Ruhe- und Erholungssuchende bleibt immer noch die Pension Magnolia in Locarno Pensionspreis ab Fr. 8.—. - Prospekte, Garage. Telephon 286. Gerhard & Ghisla. Basel Mittelschweix oberhalb „Mittlere Brücke". 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N° 16 —' DIENSTAG, 16. APRIL 1940 AUTOMOBIL-REVUE Qtasses QoppeCkeihätset 5! 6. 1. 8. 9. 10. 11. 12. 13. 16. 17. 18. 19. i _ _ _ 2. s a-a-a-a — a-a-a-a-a-e - e - e e - e - e - e - e - e - e - e - e - e - e -e e - e - e - e - e - e - e - e - e - e - e - e e — g — g — i — i — i—i—i — i—i—i— i - i i-i-i-i-n-n-n-n-n-n-n-n-n n-n-n-n-r-r-r-r-r-r-r-r-r r-r-r-r-r-r-r-r-r-r-r-r-r r - r - r - s - s - s - s - s - s - s - s - s - s t-t-t-t-t-t-t-t. Die Buchstaben sind an Stelle der Striche zu setzen, und zwar so, dass im oberen Keil durch Umstellung und Wegnahme je eines Buchstabens, im unteren Keil durch Umstellung und Hinzufügung je eines Buchstabens Wörter folgender Bedeutung entstehen. 1. Flechten, Haare flechten (Fremdwort). 2. Vorteil, Teilnahme, Reiz. 3. Bewohner eines schweizerischen Kantons. 4. Ruckweise ziehen, rasch wegnehmen. 5. Reihen. 6. Ungewöhnlich grosser Mensch. 7. Nahrungsmittel (Mehrzahl). 8. Europäischer Inselbewohner. 9. Fürwort. 10. Konsonant. Rätsel* Ecrlte 11. Flächenmass. 12. Nordische Meeresriesin. 13. Weiblicher Vorname. 14. Gesangsstücke. 13. Männlicher Vorname. 16. Vorbereiter auf Wettkämpfe. 17. Schlagadern. 18. Schauspielen, tragisch spielen. 19. Raubtiergattungen, Sorten eines bestimmten Raubtieres. 4 Punkte. Einsendetermin: 23. April 1940 Auflösung, des JOteuzuioxtxätsets waagrecht: 1. rire, 5. klar, 9. Odem, 10. Aer«, 11. Heim, 12. Seni, 13. referierieren, 16. Norm, 17. Tuja, 18. Palaestina, 24. Ural, 25. Trab, 26. Line, 27. Erbe, 28. Teer, 29. Neer. Senkrecht: 1. Rohr, 2. Idee, 3. Reif, 4. Emmentaler, 5. Kasematten, 6. leer, 7. Arne, 8. Rain, 14. Roue, IS. Iris, 18. Pult, 19. Arie, 20. Lane, 21. Irre, 22. Nabe, 23. aber. Richtige Lösungen des Kreuzworträtsels (Nr. 14). 3 Punkte. Frau l. Amstutz, Meiringen; A. Bachofen, G!o rus; E. Benz jun., Goldach; Max Bertschmann, Basel; Frl. Margrit Bossert, Lenzburg; Max Egli, Zürich; Frl. Margrit Epple, St. Gallen; Frau C. Fravi, Rapperswil; Frau Dr. Gräflin, Walzenhausen; Frau A. Heusser, St. Gallen; Frau Dr. J. Hopf, Bern; Frau Hörn, Bern; Frau G. Jacob, Winterthur; Frl. R. Klein Schwyz; Josef Leimer, Bettlach; Frau E. Lienhard, Töss; Frl. Elsy Luchsinger, Nidfurn; Hermann Lüthi, Basel; Frau E. Markoff, Buchs; Frau Marti, Ölten; Paul A. Messmer, St. Gallen; Frau G. Müller, Bern; Frau E. Ochsner, Schaff hausen; Bruno Rampinelli, Basel; Frau Lisette Rock, Basel; Frl. M. Ruf, Winterthur; Guido Schmezer, Thun ; Frau Else Steinbömer, Schaan,- Fritz Wenger, Bern; W. Wetterwald, Rüschlikon; Frl. E. Winteler, Glarus. Sehen wirklich die Männer ihre Frauen so? Wenn Männer an ihren Frauen etwas auszusetzen haben, so trauen sie sich zumeist nicht, es ihnen ins Gesicht zu sagen. Lieber machen sie Witze über sie. Manchmal sogar gute. Das sieht dann so aus: «Warum machst du denn so ein unglückliches Gesicht?» «Ach Gott, mit meiner Frau Ist es halt ein Kreuz I» «Wieso denn?» «Ja, weisst du: wenn Ich abends ausgehe, spielt sie die Beleidigte. Und wenn ich zu Hause bleibe, spielt sie Klavier.» «Bitte recht freundlich!» «Nein, ich möchte lieber traurig und niedergeschlagen ausschauen.» «Aber warum denn ums Himmelswillen?» «Ja, das Bild ist für meine Frau in der Sommerfrische. Und wenn ich da zu lustig drauf aussehe, kommt sie sofort zurück.» «Die Gelegenheit ist günstig, Heiri! Bei der Frau Meiefi können wir in aller Ruhe die ganze Wohnung ausräumen.» «Wieso denn? Ist sie verreist?» «Verreist nicht grad. Aber an der Tür hängt ein Zettel: ,Bin bei der Nachbarin. Komme in fünf Minuten zurück.'» «Das ist doch eine Gemeinheit», empört sich Frau Bünzli, «die Frau Meier hat mir erzählt, dass die Frau Dreyer mich gestern auf ihrem Kaffeekränzchen eine alte Närrin geheissen hat.» «Wirklich eine Unverschämtheit!» bestätigt Frau Käser. «Wo Sie doch wirklich noch gar nicht so alt sind!» «Aber Schätzt!» sagt der Arzt zu seiner jungen Frau. «War denn das wirklich unbedingt nötig, schon wieder ein neues Kleid?» «Natürlich», fängt sie zu weinen an: «Bei mir passt dir das nicht. Aber deinen Patienten predigst du bei jeder Gelegenheit, dass ständiger Stoffwechsel eine unbedingte Lebensnotwendigkeit sei.» BÜCHER FÜR DIE FRAU SpezialÜbungen zur Brustpflege für Frauen und Mädchen. Die schöne Form zu erhalten, die fehlerhafte zu verbessern. Von C. Hengel. Soeben erschienen im Walter Hädecke Verlag, Stuttgart-N. Jedes Mädchen und jede Frau ist glücklich, wenn sie sich im Vollbesitz dieses körperlichen Reizes weiss, und gar oft finden wir heimlichen Kummer bei denen, deren Brust nicht so ist, wie sie sein könnte. C. Hengel gibt viele neuzeitliche Ratschläge und dazu in 20 verschiedenen Hauptübungen zahlreiche Haltungs- und Atemübungen. Alles vortreffliche Anleitungen, die durch gute Bilder veranschaulicht werden. Er bespricht die verschiedenen Ursachen der Formveränderungen und gibt Antwort darauf, welche Massnahmen zur Behebung von Brustfehlern möglich sind. Dnnkles Afrika Gesunde, fleischlose Küche. 619 erprobte und bewährte Rezepte bearbeitet nach den neuesten Ernährungslehren, von Lisbeth Ankenbrand, mit zahlreichen Bildern. Walter Hädecke Verlag, Stuttgart-N. Dieses praktische Kochbuch hat in ganz kurzer Zeit wieder eine Neuauflage erreicht. Das zeigt, dass immer weitere Kreise einsehen, welche grosse Bedeutung die fleischlose Ernährung für die Gesundheit, besonders aber für das Gedeihen der Kinder, hat. Ausserordentlich vielseitig sind die Rezepte über Suppen, Kaltschalen, Brat-Gemüsespeisen, Aufläufe, Salate, Süßspeisen, Torten, Kuchen usw. Ausserdem sind für das ganze Jahr abwechslungsreiche Menüs für Mittag und Abend sorg» fältig zusammengestellt, und neben wichtigen Winken und allgemeinen Diätregeln finden wir wertvolle Angaben über Diätkuren, Fühjahrs-, Sommer-, Herbst- und Winterkuren. «•Wie ist es foloss möglich, dass chi deinen Ehering Terlieren konntest? —» cAber Marie, das ist einzig und allein deine Schuld! Wie oft habe ich dir gesagt, 'du möchtest das Loch ja der Waffenrocktasche stopfen!» Wenn Oef ernten sich (üe ein Auto, begeistern Ein tragikomisches Abenteuer im afrikanischen Busch. Eine Durchquerung Afrikas im Auto ist keine besondere Leistung mehr. Alles schon dagewesen. Aber mancher kommt an und der andere wiederum nicht. Im letzteren Fall sind die Ursachen oft seltsamer Art, wie aus den Schilderungen von einigen amerikanischen Abenteurern hervorging, die ohne ihr schönes Auto eintrafen — wo sie ursprünglich stolz wie die Spanier im Wüsten- und Buschwagen vorfahren wollten. Ihre Autolosigkeit hatte folgenden Grund: Sie waren durch die Naturschönheiten einer Gegend und durch den lockenden Gesang eines Vogels so begeistert worden, dass sie das Auto verliessen und ein Stück in den Busch spazieren gingen. Als sie zurückkehrten, mussten sie feststellen, dass sich drei Elefanten am Auto zu schaffen machten. Die Amerikaner kletterten im Interesse ihrer Sicherheit auf einen dicken und hohen Baum und sahen nun folgendes, für sie erschütternde Schauspiel: Die Dickhäuter marschierten erst dreimal im Kreise um den Wagen herum und wurden wütend, als sie sich am Kühler die Rüsselspitzen verbrannten. Dann nahmen sie den Wagen — und legten ihn auf den Rücken, um seine Eigenweide zu untersuchen. Und anschliessend packten sie den ganzen Wagen und spielten Fussball damit, indem sie ihn um und um rollten und hin und her warfen, bis nur noch ein unförmlicher Klumpen übrig war. Erst jetzt hoben sie die Rüssel in die Höhe und schlichen stolz trompetend auf dem nächsten Buschweg von dannen. Den Amerikanern blieb nichts anderes übrig, als sich auf den «Socken» auf den Heimweg zu machen. Sie Qiftkenntnisse dec £inge&o*enen Dass die Benützung von Giftpfeilen durch die Eingeborenen nicht etwa der Vergangenheit angehört, geht aus der Tatsache hervor, dass von 39 Todesfällen, die beispielsweise den Behörden des Distrikts Musoma in letzter Zeit zur Kenntnis gelangten, sieben auf Giftpfeile zurückzuführen waren. Die Pfeile sind zumeist 12—20 cm lang und besitzen eine mit Pflanzenfasern umwickelte Metallspitze, die in das Gift getaucht wird. Die Eingeborenen verfügen über eine intuitive Gabe, alle in Betracht kommenden Giftpflanzen zu entdecken; der Verfasser des erwähnten Artikels, ein französischer Kolonialarzt, hat bei der Untersuchung eines einzigen Pfeiles eine Giftmenge festgestellt, die zur Tötung von 250 Menschen ausgereicht hätte. Die von Giftpfeilen getroffenen Menschen sterben zumeist in einem Zeitraum von 20—120 Minuten. Während europäische Aerzte die Vergiftung durch einen Pfeil nur durch das Vorhandensein der Wunde und eine gründliche toxikologische Untersuchung festzustellen vermögen, ist jeder eingeborene Medizinmann bei blosser Betrachtung des Leichnams imstande, die Art des verwendeten Giftes anzugeben. Sämtliche verwendeten Gifte gehören in die Klasse der Glucosiden und üben eine herzlähmende Wirkung aus. die etwa der des Strophantins gleichkommt. Zur Verfolgung der Kampfhandlungen in der Nordsee und in Skandinavien empfehlen wir unsere neue fünffarbige Karte DER NORDSEE-RAUM Skandinavien, Danemark, Norddeutschland, Grossbritannien, Belgien, Holland. Massstat) 1:3000000, Blattgrösse 80x90 cm Preis Fr. 2.80 In allen grösseren Buchhandlungen VERLAG HALLWAG BERN Nicht zu viel Sonne für den Säugling! Es dürfte heute nicht mehr viele Mütter geben, welche die Bedeutung der Sonnenbestrahlung für das Wohlergehen des Kindes unterschätzen. Es ist auch nicht die Unterschätzung, vor der gewarnt werden muss, sondern im Gegenteil die Uebertreibung. Die Beachtungen, die man vielfach an sonnigen Tagen machen kann, beweisen, dass die Gefahren der Sonnenstrahlen nicht richtig eingeschätzt werden. Während der Hitzeperiode darf die zarte Haut des Säuglings unter keinen Umständen auch nur für kurze Zeit der direkten Bestrahlung ausgesetzt werden: nicht nur die Haut kann darunter leiden, sondern der ganze Organismus. Aber selbst im Schatten ist es für das Kleinkind in den heissesten Stunden des Tages nicht zuträglich — in den Mittagsstunden gehört das Baby ins Haus. Man denke auch nicht, dass der Kinderwagen mit geschlossenem Verdeck und vielleicht gar mit heruntergelassenen Vorhängen einen wirkungsvollen Schutz vor der Sonne bietet: die Hitze, die sich unter dem Verdeck entwickelt, kann geradezu unerträglich und damit gesundheitsschädlich werden. Um kleine Kinder, die gerade Laufen gelernt haben, vorm. Ausrutschen auf dem Parkett oder Linoleum zu bewahren, klebt man einfach ein Streifchen Leukoplast unter die Sohle des Schuhes. Einige neue Fleck-Entfernungsmittel: Um Jodflecken aus weissen Kleidungsstücken zu entfernen, tränke man die Flecken gehörig mit Salmiakgeist und rolle die Stücke dann über Nacht in ein trockenes Frottiertuch ein. Am Morgen spült man mit reinem Wasser und hängt das Kleidungsstück womöglich zum Bleichen in die Sonne. — Lackflecken auf Steinboden (und auch andere hartnäckige Flecken auf Lehm und Stein) lassen sich häufig beseitigen, indem man sie mit einer Lösung von je 100 Gramm Waschsoda und Natriumphosphat in 4 Liter Wasser kräftig scheuert und dann reichlich mit reinem Wasser nachspült. — Lippenstift-Flecken in Taschentüchern und Servietten, die bei der Wäsche nicht herausgegangen sind und auch durch Betupfen mit Tetrachlorid nicht entfernt •werden konnten, beseitigt man mit ziemlicher Sicherheit, indem man sie zuerst mit einem farblosen Fett einreibt und dann mit einem Bleichmittel; eventuell auch Wasserstoffsuperoxyd nachwäscht.