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E_1940_Zeitung_Nr.020

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frl AUTOMOBIL-REVUE DIENSTAG, 14. MAI 1940 — N° 20 Verrauchte Milliarden Am Abend des Neujahrstages 1560 sass der Hofgärtner Seiner Königlichen Majestät des Königs Franz II. von Frankreich sorgenvoll in seiner Stube. Draussen blies ein scharfer Wind, es war so kalt, dass sogar die Scharwache, die eben vorüberging, zu husten begann, und das waren, bei Gott, abgehärtete und feste Gesellen. Trauriges Ofenfeuer gloste trüb durch die Dämmerung, der alte Mann stützte seinen Graukopf in die hohle, schwielige Hand und sprach schliesslich zu seiner Frau, die schon halb eingeschlummert war: «Ein böses Jahr beginnt. Der König liegt im Sterben. Vielleicht wird wieder Krieg sein.» Die Greisin neben ihm seufzte. Ein paar Herzschläge lang war alles still. Dann begann der trübselige Hofgärtner von neuem: «Und Jean, den wir nach Spanien geschickt haben, der ist auch noch nicht da...» «Was willst du denn von dem Jean», begann nun die Alte zu keifen, «was kann er uns denn schon bringen, der Windhund! Den Weibern wird er nachlaufen, nicht Blumen pflücken, wie du dir das vorstellst.. .> Jetzt fuhr der Mann auf: «Du, über Jean Nicot lasse ich nichts kommen. Dass du ihm hässlich bist, das begreife ich. Aber von Bäumen und Kräutern versteht er mehr, als wir beide zusammen. Und dann kommt er dort mit Leuten zusammen, die aus diesem neuen Land — mille diables — ich weiss nicht mehr wie es heisst, gekommen sind, die sollen wunderbare Gewächse und Samen mitgebracht haben.» «Ja, wunderbar, ja, ja...» brummte die Alte; und dann schlief sie wieder ein. Auch der greise Gärtner begann vor sich hin zu träumen. Ein paar Monate später starb Franz II., und Karl IX. bestieg den Thron. Er beliess alles beim gleichen, so auch seinen Gärtner, dessen Namen er nicht einmal kannte. Dieser aber kam zu seinem ganzen grossen Erlebnis an einem wunderbaren Junimorgen, als plötzlich jemend durch die Tür strürmte, der fröhliche Jean Nicot, und ausrief: «Herr, ich habe ganz schöne, neue Kräuter. Ueber mannshoch wachsen sie und sie riechen gut!» Sorgfältig, in ganz lindes Leinen eingehüllt, hatte er die, wir würden heute sagen modernste Pflanze mitgebracht. Rosarote Blütenkelche besass sie, faltig längliche Blätter, einen ziemlich harten Stengel. Und tatsächlich, der Geruch war aromatisch, wirkte besonders im Welkstadium beinahe berauschend... Die Weltgeschichte meldet heute: Im Jahre 1550 kam die erste Tabakpflanze aus Amerika nach Spanien, 10 Jahre später durch eben den vorgenannten Nicot nach Paris — aber geraucht wurde zunächst nicht. Erst die Spanier wiederum kamen auf diese Idee, dank ihrer Bekanntschaft mit den Indianern jenseits des grossen Wassejs, und nun begann ein europäischer Kulturkampf gegen und für den Tabak, was zeitweise sogar wilde, gesetzgeberische Massnahmen hervorrief, bis die Welt endlich zur Erkenntnis kam, dass ein kleines Laster, ein Lasterchen, nämlich das Rauchen, ihr erlaubt sein dürfe, unter Umständen sogar be j kömmlich sei, im Gegensatz zu vielen andern, immer geduldeten Unheil. Und so begann sich allmählich rund um den Erdball herum eine neue, bläulich schimmernde, die Zimmer durchschwebende, niemals sich auflichtende Wolkenschicht zu bilden — es ist der Zigarren-, der Pfeifen-, der Zigarettenrauch... Novembernacht des Jahres 1730 zu Potsdam. Friedrich Wilhelm I. von Perussen, ein sehr sparsamer Herr, dessen Hauptaufgabe darin bestand, die Geldschlampereien seines Vorgängers in Ordnung zu bringen, hatte eben wieder schwere Sorgen. Deshalb berief er gerade heute trotz Regen und Nebel seine Räte in das Schloss. Aber nicht allen war ein solches Konsilium angenehm. Warum? Das braungetäfelte Beratungszimmer war wohl gemütlich warm, das gelbe Kerzenlicht ergab eine betuliche familiäre Stimmung, Bierkrüge standen bereit, aber vor jedem Sessel lag eine Tonpfeife, denn — es musste geraucht werden. Manche Ex- Von Carl Hedinger. R7137 zellenzen vertrugen das aber nicht. Friedlich Wilhelm I. konnte jedoch nur innerhalb seines Tabakkollegiums richtige Entschlüsse fassen. Er brauchte diese Atmosphäre, so anspruchslos er sonst auch war, auf diesem Milieu bestand er. Es gibt eine köstliche Zeichnung des Malers Adolf von Menzel, die in genialer Nachempfindung so eine «tabakhistorische» Situation darstellt. Aus seidendünnen, leicht verschummerten Bleistiftstrichen schuf der Meister eine fantastische lebendige Rauchimpression. * E. T. A. Hoffman's Gespensterfiguren rauchen «eine Cigarro», er selbst, wenn er mit Devrint bei Lutter und Wegener zu .Berlin zechte, qualmte aus einer Pfeife. Kaiser Franz Josef liebte seine Virginia, und so wurde diese zum geradezu typischen Genussrequisit der Vorkriegsmännerwelt. Gewisse Rauchsorten gehörten zu einem gewissen Stil. Bald aber vollzog sich wiederum ein geradezu historischer Wandel: «Das süsse Gift, das kleine bisschen Nicotin» wird folgerichtig, einer immer nervöseren Zeit gemäss zur Zigarette. Interessant und bezeichnend: vor kurzem las ich einen herzlich antiquierten Roman, der ungefähr in den achtziger Jahren geschrieben worden ist, und darin kommt nachstehender Satz vor: «Sie rauchte irgend etwas, so ein dünnes Papierröllchen, ich weiss nicht genau, was das eigentlich ist...» Wir von heute wissen es sehr genau. Nur ganz selten vorkommende Tugendbrüder oder kranke Menschen können ohne «so ein dünnes Papierröllchen » auskommen. Die Zigarette ist Spielzeug und fasst selbständiges Stimulans; früher kokettierten die jungen Damen mit einem Fächer, heute flirten sie mit der Zigarette. In Lust und im Schmerz, in Wut und in Liebe, im Singen und beim Reden — fast könnte man sagen —im Wald, und auf der Heide : es wird geraucht. Niemand kann wissen, wie es sich dieserart in hundert oder, fünfhundert Jahren verhalten wird, eins ist sicherV" dass man sagen wird: Das Zigarettenrauchen war ein Zeitsymbol. Und nicht nur das; "es bedeutet einen wesentlichen, volkswirtschaftlichen Faktor, denn er werden jährlich Milliarden verraucht und Millionen Menschen leben von dieser Industrie. Eine Armee von Ziffern auf einem statistischen Manöverfeld können diese Tatsachen beweisen. Aus Tabaksäcken könnte man Pyramiden bauen. Aus Rauch-' Wölkchen können Weltanschauungen entstehen .,. G. A. W. Rund um die Zigarre Nicht wahr, eine Zigarre ist gut oder schlecht. Entweder sie zieht — oder sie ist verstopft. Man könnte auch sagen: verstockt. Exempel: Erst glaubst du, du habest die Spitze zu kurz abgeschnitten. Du hilfst also nach. Vergebens. Du bohrst jetzt ein Löchlein mitten hinein in die Schnittfläche, indem du dir sagst: irgendein Knörpelclfen in den Tabakblättern verhinderte den Zug. Und nun versuchst du kräftig zu paffen. Zum zweitenmal ist es nichts. Ei der Donnerl Du wirst langsam nervös und saugst anhaltend an dem Qualmstengel. Glimmstengel kannst du ja nicht sagen, denn dieser Stengel glimmt ja gar nicht. Also saugst du weiter und erinnerst dich dabei, so du das Glück oder Unglück gehabt hast: vor Zeiten eine Gymnasiastenbank gedrückt zu haben, wie du dort die unregelmässigen lateinischen Verba aus den Fingern gesogen hast. Meist ohne Erfolg, wie auch hier, denn es bleibt dir nur ein scheussliches Ding von Nikotinsaft auf der Zunge zurück. Du erneuerst und verdoppelst deine Anstrengung, um die Zigarre zum Glimmen zu bringen. Umsonst. Du drückst nun (noch immer in relativer Selbstbeherrschung) mit vorsichtig gespitztem Daumen und Zeigefinger am Bäuchlein der Zigarre herum und gedenkst so in deiner Harmlosigkeit das sicherlich an einer Stelle lädierte Deckblatt daraufhin zu prüfen. Während dieser Bemühung arbeitet dein Gehirn: Was also ist mit dieser Zigarre bloss los? Ist sie schiefgewickelt oder schlecht abgelagert? Oder zu, dicht gepresst? Oder ein überhaupt unentzündbares Kraut? Also eine ausgewachsene Missgeburt? Nun, sei dem so oder so, — dein Auskultieren des Zigarrenbäuchleins endet damit, dass das bis zum Beginn deiner Kunstgriffe tadellos gewesene Deckblatt nun wirklich mit einem Knistern, das wie hämischer Spott sich anhört, aufspringt, platzt — und von einem Ende zum andern rissig wird. Ja, jetzt endlich hat der Gegenstand deiner Sorge und deines steigenden Grolls genügend Luft — leider an der verkehrten Stelle! Und das ist dann das Ende deiner Geduld und Sorgfalt. Dazu hast du nun dieses Schmachkraut tagelang in deiner Zigarrentasche herumgetragen! Wütend wirfst du das schnöde Kraut in eine Ecke. Bist du an diesen Aergernissen nicht selber schuld? Bevor man eine Zigarre in das Etui steckt, guckt man sie sich beim Kauf erst richtig an. Innere Schäden kann man zwar auch einer Zigarre nicht ohne weiteres ansehen. Für einen Kenner gibt es aber doch gewisse Merkmale, woran man dies und jenes Bedenkliche auch von aussen an einer Zigarre erkennen kann. Und hat man trotz sorgfältiger Auswahl dennoch einen Missgriff getan, so ist das, mit Verlaub gesagt, noch immer kein Grund, cholerisch zu werden. Gibt es da nicht das gute Heilmittel des stoischen Lächelns? Und gibt es nicht die Möglichkeit, eine Zigarre, so sie sich als verstopft, verstockt, ja, als direkt widerborstig, fast möchte man sagen: charakterlos erweist, gegen eine andere, bekömmliche auszutauschen und jene für uns untaugliche einem robusteren Liebhaber gleich von vernherein zu überlassen? Vergessen wir nicht, d i e Zigarre hat den weiblichen Artikel. Da ist immer damit zu rechnen, dass es ohne Ueberraschungen nicht abgeht. Ja, die Launen einer Zigarre dürften uns Männer nicht aus dem Konzept bringen. Früh lings - Sk ifah rt i "•" VoruNini von Arx-Zogg. Wie wenig Menschen wissen davon, wie wenig , Menschen haben es je erlebt: Das Frühlings-Skifahren. Oft Wundere ich mich, warum jetzt im Mai nicht mehr Skiläufer zu uns in die Berge ziehen. Sei nicht so bequem, lieber Skifahrer, du denkst wohl, dass keine Bahn, kein Skilift, kein Autobus mehr fährt, denkst nur an mühsames Steigen und Brettertragen, denkst leider nicht, dass du tausendfach belohnt wirst, wenn dein Ziel durch eigene Kraft, nur durch dich allein erreicht ist. Glaube mir, es ist unwahrscheinlich schön, früh morgens um 8 Uhr auf einem weissen Gipfel zu stehen, die Welt tief unter dir zu sehen, zu spüren, dass du zu den Auserwählten gehörst, die hier oben weilen dürfen, zu wissen, dass alles hier, nah und fern, dein Vaterland ist, deine stolze, herrliche Schweiz. Es ist etwas so schönes um solche Freude. Die armen Menschen, die sich nicht mehr freuen können, nicht freuen an der herrlichen Natur, an einem schönen Erlebnis! Die Abfahrt, die Krönung dieses Tages, nimmst du hin in seliger Lust, als von allem übrigen losgelöster Mensch. Vergessen ist für Stunden die Zeit der Rennpisten, ja selbst der ganze Winter. Du erlebst das Frühlings-Skifahren als ein anderer Mensch, du wünschest dir unbewusst, diese Fahrt im Sulzschnee, über Gletscher, über glatte, saubere Hänge, über die Wiesen mitten in die Krokus hinein möge nie enden. Doch beim letzten Kristianiaschwung überkommt dich blitzartig die traurige Gewissheit, dass draussen in der Welt ein hässlicher Krieg geführt wird und der Atem stockt fast, weil in dir unversehens ein Gedanke auftaucht: wird unsere liebe Schweiz, die uns durch ihre herrliche Natur soviel gibt, daran vorbeikommen? Wenn du dann unten über die Wiesen gehst mit den geschulterten Ski, die dir ein guter Kamerad geworden sind, so kommt dir zum Bewusstsein, dass wir im Skifahren Geist und Körper kräftigen für unser Vaterland, und der Wunsch wird gross, recht viele möchten den weissen Sport betreiben, um gerüstet zu sein für kommende schwere Tage. Was ist es wohl, was uns in eine so freudige Stimmung versetzt beim Frühlings-Skifahren? Ist es, dass du als kleiner Mensch so hoch über allen andern stehst, ist es der herrliche Sulzschnee oder gar die blühenden grünen Wiesen, der Gedanke an dein Vaterland? Was 'wissen wir Menschen schon! Nur das eine fühlen wir: die Freude ist mächtig tief und wird uns bleiben. Es war ja so schön I Farbenfroher Diebesfang Ein Apotheker in Nantes musste seit Einbruch der grossen Kälte die betrübliche Feststellung machen, dass seine in einem offenen Schuppen aufgestapelten Kohlenvorräte unverhältnismässig rasch sich verminderten. Um den Dieb zu eruieren, strich er mehrere Kohlenstücke mit einer Lösung von Methylenblau an und stäubte dann über den ganzen Haufen eine leichte Schicht von übermangansaurem Kali, das sich bekanntlich rötlich färbt, sobald es feucht wird. — Am nächsten Morgen bat der Apotheker zwei Polizisten, ihn bei der Verfolgung einer roten Spur zu begleiten, die sich deutlich sichtbar von seinem Hause aus im Schnee hinzog und schliesslich zur Behausung einer Nachbarin, Mme. Gautier, führte. Die gute Frau leugnete selbstverständlich zuerst Stein und Bein, etwas mit den Diebstählen zu tun zu haben. Als aber der Apotheker aus dem in der Küche liegenden Kohlenhaufen ein paar Stücke herausgriff und diese das Wasser in einer Schüssel tiefblau färbten, konnten sich weder Frau Gautier noch die Polizisten diesem doppelt farbenfreudigen Beweis entziehen, und die geständige Diebin wurde ins Ortsgefängnis abgeführt. cpr. Liebesleute können nicht küssen Zu dieser Ueberzeugung sind im Laufe der Zeit die bedeutendsten amerikanischen Filmregisseure gekommen: Leute, die sich wirklich gern haben, sind fast nie imstande, vor der Filmkamera wirksame Kußszenen aufzuführen. Am besten dazu geeignet sind Paare, die sich vollständig gleichgültig sind, da natürlich auch solche Paare, die sich nicht ausstehen können, nicht für filmwirksame Küsse prädestiniert sind. Typisch ist die Aussage eines der berühmtesten Filmhelden unserer Tage, der einem Reporter «unter dem Siegel der Verschwiegenheit» anvertraute, bei Kuss-Grossaufriahmen schliesse er fest die Augen und denke intensiv an sein Lieblingskompott: kalifornische Pfirsiche. Nur auf diese Weise sei er imstande, den vom Regisseur gewünschten inbrünstig verzückten Ausdruck auf sein Gesicht zu zaubern. Beruf und Lebensdauer in der Statistik Die Versicherungsgesellschaften sind bekanntlich beim Abschluss von neuen Versicherungen äussert vorsichtig. Das bedingt aber, dass sie immer wieder neue Berechnungen über die zu erwartende Lebensdauer.des neuen Kandidaten anstellen. Man hat im Laufe der letzten Jahrzehnte ermittelt, dass sich die Langlebigkeit der Menschen etwa nach folgenden Gesichtspunkten einordnen lässt: Das mittlere Alter liegt heute zwischen 60 und 65 Jahren. Geschäftsleute und Bauern kommen im Durchschnitt kaum über 62 Jahre hinaus. Aber Maler, Bildhauer, Musiker ( Schriftsteller usw. erreichen schon 66 Jahre. Militärpersonen, vor allem Generäle, kommen sogar bis auf 70 Jahre, natürlich nur dann, wenn kein Krieg stattfindet. Politiker und Geistliche aber scheinen wirklich den gesündesten Beruf zu haben, denn sie überschreiten mit Leichtigkeit die Grenze von 70 Jahren und erfreuen sich bis 80 oder 90 Jahre grösster geistiger Frische. Möbel aus Pferdeschadeln Die argentinischen-Gauchos haben seit Jahrzehnten eine grosse Fertigkeit in der Herstellung von Kleinmöbeln aus Pferdeschädeln erlangt. Dieser seltsame kunstgewerbliche Fleiss der Pferdehirten hat nun auch in der Hauptstadt des Landes, Buenos Aires, Eingang gefunden. Kunstvoll ziselierte, mit Einlagen aus Edelmetall versehene Möbelstücke aller Art findet man in den Möbelhandlungen, die zum Teil bereits einen schwunghaften Export in diesem Artikel betreiben. Durch die gesteigerte Nachfrage sind die Pferdeschädel in Argentinien naturgemäss stark im Preise gestiegen. Zyt isch do! Zyt isch do! Immer freudiger wird das Jubilieren und festlicher der Maienzauber am Thunersee, als gelte es, die Gäste würdig zu empfangen. Die Hoteliers stellen feine Menüs zusammen und Zimmer und Gärten werden für die Gäste bereitgemacht, da man zahlreiche Gewinner von Weekend-Gutscheinen der Thunersee-Tombola erwartet. Alle Dampfschiffe sind wieder in Betrieb, auch das stattliche, neue Dieselboot «Thun», das für den Pfingstverkehr erstmals praktisch in Dienst gestellt wurde. Die Gutscheine der Thunersee- Tombola für Tages-Generalabonnemente werden zahlreiche Inhaber zu einer genussreichen Fahrt auf dem Thuner- und Brienzersee verlocken. Der Absatz der Thunersee-Lose hat in den letzten Tagen einen mächtigen Auftrieb erfahren, wird doch dadurch die Möglichkeit geboten, für 2 Franken ein genussreiches Weekend in herrlicher Maienzeit am schönsten See der Schweiz zu verbringen, s. Saccharin-Tablerten sind viel billiger und können Zucker überall ersetzen / / Weifse Cartons 100 Tabl. 20 Cts. \S = Säntnft l'li Pfand Zucker Gelbes Dösdien 300 Tabl. 65 Cts. = SOstknft 4 Vi Pfund Zucker HERMESETAS Saccharin ohne Beigeschmack lAa.. Blaues Döschen 500 Tabl. Fr. 1.25 rlBf* = Süsskmtt 7'h Pfand Zacker In jeder Menge frei erhältlich in Apotheken, Drogerien und Lebensmittelgeschäften. Schweizer Produkt/A.G. .HERMES' Zürich 2 Saccharin ist aarantiert ünsthäcflich Zürich Bahnhof-Buffet Inhaber Primus Bon Vitznau Parkhotel Gebrüder Bon

JJO 20 — DIENSTAG, 14. MAI 1940 AUTOMOBIL-REVUE Waagrecht: 1. Berg im Kanton Graubünden. 6. Nadelbaum. 7. Pfad. 9. Lärm, Tumult. 10. Schandfleck. 12. Gerstenzucker. 14. Schwankend. 16. Fluss in Afrika. 17. Nebenfluss der Donau. 18. Rechnung. 21. Schweizer Bundespräsident. 22. Fürwort. 24. Rosenartiger Schmuck. 25. Italienische Musiknote. 26. Zeitmesser (Mehrzahl). 29. Gewässer (Mehrzahl). 30. Griechischer Buchstabe. 32. Griechicche Göttin der Morgenröte. 34. Stenographisches bAkürzungszeichen. 36. Schweizer Ort am Rhin. 38. Afrikaner. 39. Bestandteile des Schuhs. 40. Städtchen in Niederösterreich. 41. Lieder. 42. Französische Stadt im Elsass. Senkrecht: 1. Fusshebel. 2. Stammvater. 3. Poetische Löwen. 4. Auerochs. S. Kreisschneidende. 6. russische Herrscherin. 7. Grösstes Tier. 8. Gesetz, Verordnung. 9. Altnordische Meeresriesin. 11. Hohlmass. 13. Kanonengestell. IS. Römische Hausgötter. 19. Schweizerischer Fluss. 20.Gutschein. 21. Quadrillefigur. 23. Europäischer Fluss. 24. Glaubensabtrünniger. 27. Norm. 28. Kleidungsstücke. 31. Versammlungsort der alten Griechen. 32. Metall. 33. Nebenfluss der Weichsel. 35. Weibliche Gestalt des Alten Testaments. 37. Flachs. Die richtige Lösung zählt 4 Punkte. Einsendextermin : 21. Mai 1940. Auflösung des Städte-Sterns. 1. fiebern. 2. Zierden. 3. Kleider. 4. Warschau. 5. Pietons. 6. Erdoele. 7. Dialoge. Fiesole - Dresden - Bristol - Warschan. Richtige Lösungen des Städte-Stern-Rätsels (Nr. 18) 3 Funkte. A. Bachofen, Glarus; E. Benz jun., Goldach; Max ßertschmann, Basel; H. Boiler, Winterthur; Frl. Margrit Bossert, Lenzburg; M. Egli, Zürich; Frl. Margrit Epple, St. Gallen; Frau G. Fravi, Rapperswil; Frau Dr. Gräflin, Walzenhausen; Frau A. Heusser, St. Gallen; Frau Dr. J Hopf, Bern; Frau Jacob, Winterthur; Frau H. Imsand, Münster; G. Laepple, Basel; H. Leimer, Bettlach; Frau E. iienhard, Töss; Hermann Lüthi, Basel; Frau E. Markoff, Buchs; Frau Marti, Ölten; Frau Y. Müller, Bern; Bruno Rampinelli, Basel; Frau Lisette Rock, Basel; Frl. M. Ruf, Winterthur, Frau Else Steinbömer, Schaan; Fritz Wenger, Bern; W. Wetterwald, Rüschlikon; Frl. E. Winteler, Glarus. Ein Forträt Rätsel* Ercrlte BAHNH0FSTR.37-ZURICH-TEL36083 gefällt Kreuzworträtsel Auf Kinikoi befehlen die Frauen! Wie sich eine Inselregierung bildete. Es scheint gar nicht so selten zu sein, dass bei weltfernen Stämmen, die nichts- von moderner Frauenemanzipation gehört haben, die Frauen eine grosse Rolle spielen. Es gibt afrikanische Negerstämme mit Frauen-Vorherrschaft. Man ist in Südamerika auf solche Völker gestossen, bei denen die Frau alles organisierte. Auch in Malakka, in Zentralasien, sind ähnliche Einzelfälle beobachtet worden. Aber die vollkommenste Frauenregierung hat man auf Minikoi ermittelt. Minikoi liegt zwischen den Malediven und Laccadiven, zwei Inselgruppen im Indischen Ozean. Die wichtigste Industrie besteht in der Ernte und Verarbeitung von Kopra.- Aber alles was mit Geschäften zusammenhängt, liegt in den Händen der Frau, die eine unumschränkte Herrschaft ausübt. Sie hat den Männern nur gnädigst erlaubt, sich um den Bootsbau zu kümmern und vielleicht noch die Navigation zu übernehmen, wenn die Kopra zum nächsten Hafen verschifft werden soll. Dort aber wird der Verkauf wieder von den Frauen besorgt. Dabei ist erstaunlich, dass die Bewohner Mohammedaner sind. Doch sie haben sich ihren eigenen Propheten erwählt, den Munba Mulyaka, der so predigt, dass die Frauen die Vorherrschaft für sich beanspruchen konnten. Mit den Portugiesen und später mit den Engländern schlugen sich die Inselbewohner herum. Doch mit diesen gefährlichen Frauen konnte niemand fertig werden und darum hat man sie lieber sich selbst überlassen. CAPAN DACHE Blei-und Farbstifte derHeifllfl Bunte Umschau Neue Superlative Wussten Sie schon,... , ... dass die grösste Blume der Welt auf der Insel Sumatra beheimatet ist? Ihr wissenschaftlicher Name ist c Rafflesia Arnold! >, ihre Blüte ist so gross wie ein Kohlkopf und erreicht nach dem Aufblühen einen Durchmesser von 1 Meter. Ihr Gewicht beträgt in ausgewachsenem Zustand bis zu 10 Kilo. * ...dass das grösste Edelweiss in China, und zwar in der Provinz Setschuan blüht? Es wächst auf alpenartigen Wiesen, seine Höhe beträgt 1 Meter und sein Stern hat einen Durchmesser von 12 Zentimeter. ... dass der vor nicht allzulanger Zeit entdeckte kleinste Vogel der Welt, der Graukolibri, gerade so grdss ist wie eine Biene? Seine Heimat ist Mittelamerika. ...und dass das kleinste Säugetier, die Zwergmaus, die auch in Europa vorkommt, nur 3 cm lang ist? ... dass das schwerste Gehirn, das bisher jemals von Wissenschaftlern untersucht wurde, einem geistesschwachen Londoner Zeitungsträger gehört hatte? Es wog 2485 Gramm. Die allgemein verbreitete Ansicht, dass das Gehirngewicht in direktem Verhältnis zur Intelligenz eines Menschen steht, dürfte durch die vor einiger Zeit gemachte Feststellung ein für allemal widerlegt worden sein, wonach das durchschnittliche Gehirngewicht von 60 anerkannten Geistesgrössen 1585 Gramm betrug, hingegen dasjenige von 10 Idioten und fünf Wahnsinnigen 1800 Gramm 1 «..das die erste Naturgeschichte In deutscher Sprache im Jahre 1350 in Wien erschienen ist? Verfasser war der damals sehr bekannte Kirchenpolitiker und Naturwissenschaftler Konrad von Megenberg. .... dass den höchsten Preis, der Jemals für eine Blume bezahlt wurde, nicht etwa eine seltene Orchis, sondern eine Nelke erzielte? Es war im Jahr 1932, und der Preis belief sich auf nicht weniger als 120000 Schweizer Franken. ... dass die wenigsten Briefe in China geschrieben werden, die meisten hingegen in England? Gemeint ist natürlich: im Verhältnis zur Bevölkerungszahl. Jeder Engländer schreibt im Durchschitt 100 Briefe im Jahr, jeder Chinese aber nur einen. ...dass vom menschlichen Auge unter allen Farben Rot am schnellsten erfasst wird? Die f Anstiegszeit», das heisst die Zeitspanne, die zwischen dem Eintreffen des Reizes im Auge und seinem Bewusstwerden liegt, ist bei Rot um drei Hundertstel Sekunden kürzer als bei Blau. .»..das? auf der New Yorker Weltausstellung die dünnste Röhre der Welt zu sehen war. Sie ist aus reinem Nickel hergestellt. Ihr äusserer Durchmesser beträgt 0,066, ihr innerer, lichter Durchmesser 0,018 Millimeter. C. Pr. Deshalb Scharlatan. In Antwerpen stellte man einen Arzt fest, der als Scharlatan auftrat, weil er so mehr Kunden gewann. * m * Sie verstehen 12 Worte. In Hinterindien werden Affen erst dann als dressiert betrachtet, wenn sie auf 12 Kommandorufe genau reagieren und die Befehle ausführen. • • • Sie machten Spinat daraus. In Europa wurde der erste Tee als Spinat gekocht bzw. mit Zwiebeln angerichtet, da Rezepte für die Teezubereitung fehlten. * * * Im frischen Wasser - kein Jod. Es dürfte vielfach unbekannt sein, dass nur Meerfische einen gewissen Jodgehalt aufweisen, während Süsswasserfische jodfrei sind. Zwiesprache. «Findest da nicht auch, Erich, dass verheiratete Männer viel älter werden als unverheiratete?» Ehemann: «Hast schon recht, aber viel schneller.» Ein Ausweg. «Wie gefallt dir die Krawatte, die mir meine Frau zu Weihnachten geschenkt hat?» «Gar nicht.» «Mir gefällt sie auch nicht, aber tragen muss ich, sie, da hilft nichts.» «Nä, dann lass dir wenigstens einen Vollbart stehen.» Knüsh hat Schulden. Tausend Franken an Meier. Knüsli schickt seinen Jungen zu Meier: «Hier schickt mein Vater das geborgte Geld zurück.» Meier zählt und zählt. «Aber das sind doch nur fünfhundert?» Der Junge nickt: «Vater sagt: Kinder zahlen die Hälfte.» «Fntzchen», verlangt der Lehrer in der Schule, «nenne mir vier Tiere, die in der Polarzone leben.» Fritzchen denkt nicht lange nach: «Zwei Seehunde und zwei Eisbären,Herr Lehrer.» «Als du mich heiratetest, hast du mir versprochen, alle meine Ansprüche zu bestreiten!» «Ja!» «Nun, ich brauche dringend einen neuen Mantel.» «Das bestreite ich!» (Setto bello) Der geeignete Mann. Wir hatten in unserer Kompagnie, die durch ihre gute Marschleistung allgemein auffiel, einen Gesellen, der nie mitkam. Immer lief er schnaufend und pustend hinterher und erklärte, dieses scharfe Tempo nicht durchhalten zu können. «Was bist denn im Zivil?» fragten wir ihn. Er brummte: «Depeschenträger.»