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E_1940_Zeitung_Nr.020

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F E U I L L E T O N .

F E U I L L E T O N . Ein Mann entlaufen! Roman von Vera Bern. 22. Fortsetzung Dann starrt sie mit Augen, in denen grenzenloses Entsetzen liegt, zu Hans Römer auf: « Ich kann doch nicht...» « Los, los ! » Gerda reisst das rote Täschchen auf: «Ich habe keinen Rappen mehr.» Wenn Hans Römer jetzt Humor gehabt hätte — er hätte lachen müssen. So sagt er hart: * Wir reden später darüber.» Wirft einen Blick auf die Armbanduhr : « Was haben Sie beim Graphologen erreicht ? » Gerda kramt den Zettel aus der Tasche, reicht ihn Hans Römer, der ihn ihr beinahe aus der Hand reisst. Er überfliegt ihn mit einem Blick, dann knüllt er ihn in der Hand zusammen, wirft ihn in den Papierkorb. « Ein Scharlatan, der den Leuten nach dem Munde redet!... Grosse Töne, die Halbgebildeten imponieren können und die er auch anwendet, wenn ein .Studierter' um Deutung bittet!... .Ambivalenz der Gefühle ...' ,Zwiegespaltenheit...' .Doppelnatur...' Blödsinn ! Und süsser Honig, wenn ein junges Mädel um die Deutung der gleichen Schrift bittet !... Feuerfresser, Fröscheschlucker, Graphologen — alles eine Sorte ! > Nein, denkt Gerda und fühlt plötzlich auf ihrem Arm die Last des kleinen Alten, als er beim Oeffnen der Tür vor Schwäche auf sie fiel. Gerda Manz möchte die ganze Nacht erzählen, aber sie spürt vor sich Fremdheit und Eile. So sagt sie schnell : «Ich bringe Ihnen heute nachmittag Kleid und Hut und alles » Hans Römer, von der Tür her: « Glauben Sie, meine Schwester wird von andern Leuten getragene Sachen anziehen ? Können Sie alles behalten.» So darf er doch nicht gehen — so doch nicht...! Was war denn inzwischen geschehen, dass er nichts mehr aufbrachte für sie, kein Lächeln und keinen Dank ?. .. Sie stottert : «Ich... ich melde mich daher bei Ihnen im Büro.» Hans Römer winkt ungeduldig äS'f' « Kommt nicht in Frage. Ich geh jetzt fort und komm heut nicht mehr in die Fabrik. Ich habe ein Telegramm bekommen. Meine Mutter ist erkrankt. » Dann geht er hinaus, mit einem Gesicht, das so ernst ist, so finster beinahe wie das des Vaters. So dass Fehljng, der ihn im Gang kreuzt, es nicht wagt, ihn mit einer Beschwerde über Fräulein Manz' Benehmen entgegenzutreten. In der Zentrale aber hat Gerda Manz die Hände verschlungen. « Lieber Gott... ich danke dir, dass seine Mutter krank ist und dass er darum so gereizt ist.... nicht meinetwegen. » Eine Lampe glüht auf, sie stöpselt und fügt hinzu: « ... aber jetzt mach sie wieder gesund ! » Wanda Römer wird in die Klinik geschafft. Gleich von der Bahn, im Krankenwagen. Else sitzt neben ihrer Bahre auf der Bank und hält während der Fahrt ihre Hand. « Siehst du, Mama... jetzt ist's endlich so weit, und dann wirst du auch wieder richtig gesund. Ist doch besser als die Quälerei, all die letzte Zeit! » Wanda starrt auf die milchig dichten Scheiben, durch die sie die beiden Männer auf dem Führersitz wie Schatten sieht. Sie murmelt: « Quälerei. Ja.» Und denkt: AUTOMOBIL-REVUE DIENSTAG, 14. MAI 1040 — N° 20 ... nicht die Schmerzen sind die Quälerei, das haben Tausende von Frauen, wenn sie in die Jahre kommen... aber die Qual in der Seele, dieses ewige Nagen da, wo das Herz sitzt !... Dieses ewige Starren auf einen Punkt... auf einen Punkt, den es nicht gibt für sie, weil sie nicht weiss, auf welchem Punkt der Erde er ist, ihr Mann !... Sie musste immer einen festen Punkt haben zum Draufhindenken im Leben. Immer. Schon als Kind. Gab man ihr den, dann gab auch sie Ruhe.' Dann fand sie Ruhe. Tränen laufen aus Wanda Römers Augen, tropfen seitlich auf das Kissen. « So weh tut's, Mama... so weh ? » Else trocknet die Tränen der Mutter mit ihrem Tuch : « Du bekommst sicher gleich eine Spritze. Morphium. Oder irgend so was ... dann tut's nicht mehr weh.» Und Wanda denkt: — ja, eine Spritze, die das innere Weh betäubt ... die stumpf macht und gleichgültig ... dass man abstirbt. •. langsam abstirbt innen... bis man nichts mehr fühlt, bis männichts mehr weiss... nicht, dass man einen Mann hat, den man über alles liebt... nicht, dass dieser Mann ein Geheimnis trägt in seiner Seele... ein Geheimnis vor der eigenen Frau — obwohl sie nie aufgehört hatte, die innige Gemeinschaft zwischen ihnen, obwohl seine Güte um sie nur zugenommen hatte von Jahr zu Jahr !... Und sie ?... Es ist mehr als Liebe, was sie für ihn empfindet — es ist noch immer die gleiche Leidenschaft wie damals, als sie ihn zu sich herangezogen. Er hatte es nicht gegemerkt in all den Jahren, wieviel er ihr bedeutete. Sie hatte es verstanden, ihr heisses Fühlen für ihn mit freundlicher Fürsorge zu umkleiden. Hatte mit der Scheu der um sechs Jahre Aelteren gefürchtet, ihm zur Last zu fallen durch die Stärke ihres Empfindens. Ob er es trotzdem gefühlt hatte ? ... Manchmal, auf Augenblicke, schien es ihr wohl so. Aber wusste sie es ?... Was wusste sie denn überhaupt von ihres Mannes Innenleben? ... Das, was kennbar war für sie und andere, war Klugheit, Gradheit, strenger Ernst, ja sogar Härte, unter der sie viel gelitten hatte in den ersten. Jahren. .Sag, kannst du denn nie lachen ?' hatte sie ihn einmal, in den ersten Ehewochen, gefragt und hatte damals selbst nicht gewusst, warum sich die Frage so schwer und ungefüge von ihren Lippen rang. Das Blut war ihm ins Gesicht gestiegen. Er war ihr mit der Hand über das Haar gefahren und hatte ihr in die Augen hinein gesagt : .Lach doch du, wenn du es kannst. Ich freue mich ja so darüber!' Und dann die ersten Sommerreisen ihrer jungen Ehe. Nicht lange waren sie allein geblieben. Sie waren wohl das Schönste ihres Lebens, diese Reisen ans Meer, mit ihrem Mann und Hans und Else. Wie hätte sogar er sich damals mit den Kindern abgegeben !... War morgens an den Strand in aller Herrgottsfrühe, wenn noch alle andern schliefen. Einmal war sie ihm nachgegangen. Es war so gegen fünf, halb sechs. Ein strahlend heller Morgen. Der Strand lag leuchtend wie ein goldenes Band, an dem sich die kleinen blauen Wellen schäumend brachen. Da sah sie — noch von ganz weit her — wie ihr Mann, ihr sonst so stiller, ernster Mann, mit den zwei Kindern spielte. Wie er sich balgte mit ihnen. Wie er sprang und lief! Purzelbäume schlug! Und auf den Händen herumlief im Dünensand! Hörte ihn mit den Kindern um die Wette jauchzen, jauchzen, jauchzen und schreien, mit vor Spiellust, Uebermut und Lachen heissgeröteten Wangen! Sie war so sehr erschrocken über ihren Mann, den sie noch nicht kannte, dass sie ganz entsetzt gerufen hatte : .Heinrich !... Aber Heinrich !' Da war's gewesen, als senke sich eine Wand über sein Gesicht — und auch über seine Seele. Feindlich starrte er sie an, ungut in jedem Zug seines Gesichts, und so, als habe sie ihm etwas zugefügt, was sie nie mehr, in ihrem ganzen Leben nie mehr würde gutmachen können. Schweigend und wie zwei Feinde waren sie ins Haus zurückgekehrt. Am nächsten Morgen ging er nicht an den Strand. Vergeblich bettelten die Kinder. Sie küssten den Vater, sie rissen an ihm herum. Sie weinten. Sie quälten Stunden um Stunden an ihm herum. Sie lagen nachts mit grossen Augen im Bett: ,Aber morgen..» nicht wahr, Papa, morgen wieder ?...' Es war vergeblich. Wanda fühlte, dass jede ihrer Fragen die Kluft nur noch mehr vertiefen würde zwischen ihnen. So blieb sie stumm. Es währte lange, Monate wohl, bis der Riss verheilte. Das damals — in jenem Sommer -— waren die letzten Ferien gewesen, die er gemeinsam mit Frau und Kindern verlebt hatte. Von da ab verreiste er jeden Sommer allein. Und sagte nicht, wohin. Es war wie eine Flucht! So war es nun geblieben au die Jahre. Und war von Jahr zu Jahr untragbarer für sie geworden. — wenn sie ietzf starb unter dem Messer ...? Sie wusste ganz genau, es ging auf Leben und Tod — ihr war es gleich. Sie hatte keine Freude mehr am Leben. Keine an der Zukunft! Sie sah von jedem kommenden Jahr nur die Wochen, die sie getrennt von ihm zu leben hatte, ohne zu wissen, wo ihre Gedanken ihn suchen konnten. (Fortsetzung folgt) Modell ANGLIA 5 PS Modell PREFECT6 PS Schwieriger Start! Ein einfaches Mittel: Ein Satz neue CHAMPION- ZÜNDKERZEN Die meistverkauften der Welt In allen Garagen per Stück Fr. 3.65 Polstcrübcrzügc schonen die OriginaI»Polstenmg und sind waschbar. Wir haben uns auf die Anfertigung der« selben spezialisiert und liefern sie deshalb rasch and gegen massige Berechnung. In drin« genden Fällen brauchen wir den Wagen nicht mehr als einen halben Tag. 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N° 20 — DIENSTAG, 14. MAI 1940 AUTOMOBIL-REVUE Zündkerzen mit Glimmerisolator oder mit keramischem Isolator? Oft stellen die Fahrer die Frage < Sind Kerzen mit Glimmer-Isolatoren besser? ». Neuerdings wird dieses Thema auch in Fachkreisen eifrig diskutiert. Einer der ersten Zündkerzen-Spezialisten der Welt äussert sich über dieses Thema wie folgt: Schon die ersten Zündkerzen aus den Entwicklungsjahren des Benzinmotors hatten Glimmerisolation, wobei allerdings in vielen Fällen über die Glimmerisolation noch keramische Körper, z. B. Porzellan, gesetzt wurden, um einen bezüglich Abdichtung befriedigenden Aufbau der Kerze zu bekommen und um das über die Mittelelektrode gewickelte Glimmerrohr vor Beschädigungen und vor Feuchtigkeit zu schützen. Ein an und für sich dicht gewickeltes Glimmerrohr hat nämlich eine hohe Kapillarwirkung, nimmt also Wasser in den winzig feinen Spalten und an den Stoßstellen der Glimmerwicklung auf. Wasser ist aber ein sehr guter elektrischer Leiter, so dass die notwendige Isolationswirkung, falls Wasser in die Glimmerröhre eindringt, natürlich aufgehoben wird. Glimmer wurde deshalb als Zündkerzenisolation schon am Anfang der Entwicklung verwendet, weil es eben damals einen brauchbaren keramischen Isolator überhaupt noch nicht gab, denn die bekannten Porzellane waren hierfür völlig ungenügend. Im Laufe der Jahre ist die Glimmerkerze auf einen technisch hohen Stand entwickelt worden. In bestimmten Ländern, besonders in dem konservativen England, hat sie sich bis vor wenigen Jahren fast aussehliesslich gehalten, wenn auch Kerzen deutschen und amerikanischen Ursprungs mit keramischen Isolatoren daneben im Gebrauch waren. Für Motorräder, und zwar ganz besonders wieder für englische Maschinen, galt die Glimmerkerze lange Zeit, wenn auch umstritten, als die allein brauchbare Züudkerze. Da aus England nur Motorräder kamen, die mit Glimmerkerzen ausgerüstet waren, standen die Motorradfahrer des Kontinents auf dem Standpunkt, dass nur die Glimmerkerze die wirklich brauchbare Kerze für das Motorrad sei, ja, dass ein Motorrad mit Steinkerzen zweitklassig sei. Es gibt viele Fahrer, die ihren Bastler-Drang an ihrem Fahrzeug austoben lassen. Das sind die, die immer putzen, schrauben und instandsetzen wollen. Die Zündkerze ist nun ein Ding, das man immer wieder herausschraubt, weil der erfahrene Mann nach dem «Kerzengesicht * mehr als nach einem anderen Teil des Motors den Zustand seiner Maschine Beurteilen kann. Wenn man dann die Zündkerze ausserdem noch zerlegen und bequem reinigen kann, so ist dies für den Bastler ein Vorteil. Und diesen boten die weitaus meisten Glimmerkerzen. Dazu kam, verglichen mit einem Teil der Steinkerzen ausserdem noch eine ziemlich grosse mechanische Unempfindlichkeit gegen Stösse, Schlag usw. Das sind wohl die Hauptgründe, warum sich die Glimmerkerze in manchen Kreisen so viele Freunde erwarb. Wer aber heute die Verhältnisse studiert, der stellt fest, dass z. B. die grosscn englischen Zündkerzenfabriken seit einigen Jahren nicht nur neben der Glimmerkerze, sondern zum Teil schon in der Hauptsache Zündkerzen mit keramischem Isolator herstellen. Diese Kerzen werden sogar schon seit einigen Jahren serienmässig in verschiedene der bekanntesten englischen Fahrzeugfabrikate eingebaut. Ist dies ein blosser Zufall, der nicht viel bedeutet? Gewiss war die Glimmerkerze den früher und zum Teil heute noch verwendeten Zündkerzen mit keramischem Isolator, wie z. B. Steatit (Speckstein) überlegen, weil Steatit in bezug auf « Temperaturwechselbeständigkeit » nicht befriedigte. Aber schon seit einigen Jahren sind Zündkerzen mit keramischen Isolatoren auf dem Markt (z. B. die Bosch-Pyranit-2-Kerzen, kenntlich an den beiden grünen Ringen am Kopf des Isolators, oder die Sinterkorund-Kerzen), die dank ihren besoncjeren Eigenschaften den Glimmerkerzen in verschiedenen Beziehungen überlegen sind. Ihre hohe mechanische und thermische Unempfindlichkeit erlaubt sie beispielsweise Hitzebeanspruchungen auszusetzen, die man einer Glimmerkerze niemals zumuten könnte. Bei den modernen Brennstoffen mit ihren chemischen Antiklopfmittelzusätzen schlagen sich auf dem Isolator der Kerzen häufig Rückstände nieder, die im warmen Zustand einen elektrischen Nebenschluss. bilden, welcher zu Zündaussetzern führen kann. Eine zuverlässige Reinigung der Zündkerzen ist alsdann oft nur durch Kandstrahlen möglich. Bei Glimmerkerzen darf diese rasche und einfache Reinigungsmethode im Gegensatz zu den modernen Kleinkerzen nicht angewandt werden. Man muss bei Zündkerzen, wie wir bereits erklärten, bekanntlich mit zwei wichtigen Temperaturgrenzen rechnen. Einmal mit der Temperatur, helche der Isolator während längerer Zeit nicht unterschreiten soll, nämlich der sogenannten Verschmutzungstemperatur, die bei 450—500 ° C liegt, zum andern mit der Glühzündtemperatur, die mit etwa 880—900° C die Grenze anzeigt, bei welcher Glühzündungen auftreten und somit Leistungsabfall eintritt. Nun enthält aber Glimmer, der chemisch sehr kompliziert zusammengesetzt ist, einen mehr oder weniger hohen Prozentsatz an Kristallwasser (Wasser in fester Form), das schon von 600 bis 700° G ab ausgetrieben wird, wobei der Glimmer «kalziniert» und als Isolator unbrauchbar wird. Eine kalzinierte Kerze ist also zerstört! Da bei Glühzündungen der Glimmer-Isolator bestimmt kalziniert, muss in diesem Falle eine neue Kerze verwendet werden. Den modernen Steinkerzen, z. B. mit ihren hochwertigen keramischen Isolatoren, können dagegen Glühzündungen wenig anhaben; zum mindesten ist der Isolator nach dem Abkühlen noch unbeschädigt, und die Kerze kann genau wie vorher welterver- wendet werden, während im gleichen Falle eine Glimmerkerze unbrauchbar ist. Das Anwendungsgebiet dieser Steinkerzen ist also um mehrere 100° C grösser als das der Glimmerkerzen. Der besondere Aufbau, die Formgebung und die in intensivster Versuchsarbeit entwickelten oder ausgesuchten Werkstoffe hinsichtlich Isolator, Elektroden usw. bringen bei den modernen Steinkerzen neben ausgezeichnetem Anspringen des Motors einen sauberen, aussetzerfreien Leerlauf, rasche Beschleunigung, höchste Motorleistung und, soweit dies durch die Zündkerze überhaupt zu erzielen ist, auch Brennstoffersparnis. Wenn heute die modernsten und schnellsten Flugmotoren, sowie die schnellsten Zweitakt-Rennmaschinen der Welt, nur um zwei Beispiele zu nennen, mit Bosch-Pyranit-2-Kerzen ausgerüstet sind, beweist dies einmal mehr, dass sich mit den nicht unwesentlich billigeren, keramischen Kerzen allerhöchste Motorleistungen erzielen lassen. Tediniifhe Notizen Bremsbeläge aus Aluminiumwolle und Kunstgummi. Normalerweise wenden Bremsbeläge aus Asbest hergestellt, den man zusammen mit einem wärmebeständigen Bindemittel in die geeignete Form presst. In Deutschland wurde nun ein Bremsbelag entwickelt, worin Aluminiumwolle an die Stelle der Asbestfasern tritt und Buna-Kunstgummi als Bindemittel dient. -b- Neues, warmefestes Material für Schaufeln von Verbrennungs-Turbinen. Die Weiterentwicklung der Verbrennungssowie Abgasturbinen und die Verbesserung ihres Wirkungsgrades hängt zu einem grossen Teil von der Möglichkeit ab, die Gastemperaturen beim Eintritt in die Maschine immer mehr zu steigern. In Amerika ist jetzt eine wärmefeste Legierung entwickelt worden, die bei einer Temperatur von 600° C noch eine höhere Festigkeit besitzen soll als ein Stahl mit niedrigem Kohlenstoffgehalt bei Raumtemperatur. Ihr Name ist vorläufig nichts weiter als eine Nummer: K-42-B nennt sich der neue Werkstoff. Er soll ungefähr zur Hälfte aus Nickel, zu einem Viertel aus Kobalt, sowie ferner aus kleinen Anteilen von Chrom, Titan und Eisen bestehen. Kriechversuohe unter Belastung mit 14 kg/ mm 2 bei einer Temperatur von 550° C während 6000 Stunden ergaben, dass sich die neue Legierung 100 Mal weniger stark dehnt als hochwertiger Chrom-Nickel-StaW. -b- Dass in Deutschland die Umstellung von Tramlinien auf Trolleybus-Betrieb gegenwärtig untersagt ist, was auf die Reifenknappheit zurückzuführen sein dürfte. Von einer Versuchsfahrt mit einem Gasgenerator-Lastwagen in den französischen Kolonien, wobei mit einer Last von 2 Tonnen eine Strecke von 20 000 km bei einer mittleren Geschwindigkeit von 45 km/St, zurückgelegt wurden. Als Treibstoff diente Holzkohle, die überall in ausgezeichneter Qualität erhältlich war. Der Verbrauch belief sich während der ganzen Fahrt nirgends auf mehr als 50 kg/100 Fahrkilometer. Dass die Firma Henschel in Kassel, die bekanntlich vor Jahren auch ein Dampfautomobil herausbrachte, nun angeblich eine Dampfturbine von 2400 PS entwickelt hat, die als Antriebsaggregat für Bomben' flugzeuge bestimmt sein soll. In Indianapolis (USA) habe sich ein 106 Jahre alter Neger um die Ausstellung einer Fahrbewilligung beworben. Autofahren lernte er im Alter von 95 Jahren ! Dass in Italien im vergangenen Jähr insgesamt 21 Millionen Kubikmeter Methangas gewonnen wurden. Davon stamm' ten 20 Millionen Kubikmeter aus natürlichen Gasauellen und der Rest fiel als Nebenprodukt gewisser industrieller Betriebe an. Rund 100 Millionen Kubikmeter wurden als Motortreibstoff verwertet. Eine englische Herstellerin von elektrischem Zubehör für Automobile erprobe ihre Anlasser an Motoren, die während 24 Stunden in einem Kühlraum auf rund —40° C abgekühlt werden. Das mit der Durchführung der Versuche betraute Personal kann trotz Polarausrüstung jeweils nur einige Minuten in dieser Kälte arbeiten. Dass man in Schweden der Gefahr einer überfallartigen Landung fremder Truppen auf den Flugplätzen dadurch begegnet, dass man möglichst zahlreiche Automobile in geeigneter Verteilung auf den Rollfeldern parkiert. Schicken sich eigene Maschinen zur Landung an, so werden die Wagen schnell an den Rand des Flugplatzes gefahren. Wahl von Bremsausriistungen Der neuzeitliche Motorwagenbetrieb stellt an die Bremseinrichtungen der Fahrzeuge vielseitige Anforderungen/die um so schwieriger werden, je mehr die Fahrgeschwindigkeiten und Gewichte der Fahrzeuge zunehmen. Da die Sicherheit und Wirtschaftlichkeit des Betriebes in hohem Grade von der Leistungsfähigkeit der Bremsen abhängig ist, so erfordert die Bremstechnik die vollste Aufmerksamkeit der beteiligten Fachkreise. Mit den bisher auf diesem Gebiet erreichten Fortschritten ist der Name WESTING- HOUSE eng verbunden. Wir sind in der Lage, für alle möglichen Betriebsverhältnisse bestens geeignete Druckluft- und Vakuumbremsen zu liefern, die trotz des Bestehens anderer Bremsarten eine beispiellose Verbreitung gefunden haben und infolge ihrer Wirksamkeit und guten Ausführung bei unzähligen Motorwagenfachleuten eine hohe Wertschätzung geniessen. Verlangen Sie unverbindliche Offerten mit Einbauschemas. WESTINGHOUSE-BREMSEN & SIGNAL-GESELLSCHAFT A. 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W., Erstellungsjahr 1924, mit Benzinmotor 33,85 St.- PS, Benzinverbrauch 38 Liter per 100 km, Brükkenlänge 4,50 m lang X 2,20 m breit. (Der Wagen ist jedoch momentan im Militärdienst.) 1 Zweirad-Anhänger, mit Doppelbereifung 36X6, 3 Tonnen Nutzlast, Brücke 3 in lang X 2,20 brt., mit Westinghouse-Luftbremse. 21274 1 Personenwagen, in prima Zustand, Modell 1935, 16,8 St.-PS, 55 000 gefahrene km, Benzinverbrauch nur 13 Liter p. 100 km. GEBR. GYR, Kistenfabrik, EINSIEDELN. Tel. 32. HOTCHKISS schöner Wagen, Innensteuerung, 4 Türen, beige, Inneres beige-braun, Koffer hinten, Typ Paris-Nizza, 145 km Stundengeschwindigkeit, 6 Zylinder, hydraulische Bremsen. Der Wagen ist in tadellosem Zustande, wie neu. — Rene Metiraux, av. du Midi, 4, Montreux. 76949 Maß halten auch bei Kerzen! Richtig bemessenerElektrodenabstand hat auf die Leistung Ihres Motors großen Einfluß I 0,3 mm oder 1,1 mm? Zu klelnerAbstand gibt schlechten Leerlauf und erleichtert das Verschmutzen. 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