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E_1940_Zeitung_Nr.020

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8 AUTOMOBIL-REVUE

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In trefflicher Anordnung zeigt dieses Zentralverzeichnis die regionale Verbreitung des Automobils in der Schweiz und bietet statistische Unterlagen über die Berufszugehörigkeit ihrer Besitzer. Mit über 100,000 Eintragungen stellt es aber auch ein wertvolles Adressbuch für geschäftliche Vorkehrungen dar. Preis nur Fr. 8.—. Lieferung in der Reihenfolge des Bestelleinganges. Als unentbehrliches Requisit in der Dokumententasche des Wagens verstaut, dient dieses Buch wieder ein Jahr lang auch als automobilistisches Notiz- u. Nachschlagewerk. Es enthält neben dem Verzeichnis der Personenwagenbesitzer noch: Ein Tageskalendarium, Fahrtenregister und Verbrauchsbuchhaltung' Vordrucke für die Merkmale des eigenen Wagens und die Versicherungen, Geschwindigkeits- und Schmiertabellen, Wagen-Querschnitte, Uebersicht der internationalen Autoschilder, Adressentafel der automobilistischen Verbände, Winke für die Beseitigung von Betriebsstörungen, Massnahmen bei Unfällen, Abschleppdienst, Automobilistisches Wörterbuch deutsch-französisch, Die Ansätze der kantonalen Automobilsteuern. Erhältlich bei den Buchhandlungen und Klubsekretariaten und beim Um dem Namenetat des schweizer. Automobilbesitzes die denkbar höchste Verwendungsmöglichkeit für die Fahrer zu verschaffen, ist er nicht alphabetisch, sondern in der Reihenfolge der kantonalen Kontrollnummern angelegt. Und da er als effektive Besitzerliste auch diejenigen enthält, welche im Momente der Herausgabe die Fahr- Jbewilligung noch nicht gelöst haben, so muss jeder früher oder später auf der Landstrasse erscheinende Wagen am zuständigen Ort zu finden sein. An der Notwendigkeit, die Eigentümer von Wagen, die oder deren Besitzer sich irgendwie bemerkbar machen, ausfindig zu machen, wird es dieses Jahr so wenig wie früher fehlen. Ein Griff, ein Blick ermittelt die Adresse jedes Besitzers im Handumdrehen Senden Sie sofort per Nachnahme Bücherzettel. Schweiz. Automobilkalender 1940 mit Verzeichnis der Personenwagenbesitzer. Verlag Automobil-Revue, Bern Porto als Drucksache 5 Rp. Verlag, Druck und Cliches: HALLWAG A.-G., Bern. Für wirkungsvolle Inserate: Hallwae-Cliche's t

BERN, Dienstag, 14. Mal 1940 Automobil-Revue - II. Blatt, Nr. 20 Jxh begleite einen qutevi !hueund Von Charles Kyburg. Wenn die Wassertropfen über die Motorhaube und das Schutzblech perlen und blauer Himmel sich in der Windschutzscheibe spiegelt, dann wird einem das Wagenwaschen zur Spielerei. Man denkt an die Sonntagsausfahrt, sieht sich über Land fahren und reine, frische Frühlingsluft atmen. Man vergisst sogar den hohen Benzinpreis, die Rationierung und die notwendigen pekuniären Einschränkungen. Wie zer entdeckt. Dann wurde addiert, subtrahiert und in Prozenten gerechnet. Die Endsumme der Einschätzung musste ermittelt werden. Ich kam mir vor wie an einer Auktion. Den Wert meines Wagens steigerte ich in fünfstelligen Zahlen, schätzte die zusätzliche Nebellampe, den neuen Scheibenwischer und trat in die Nähe des Hauptmanns, um etwaigen Rechnungsoder Flüchtigkeitsfehlern durch meineAnwesendem Dichter der warme Hauch des werdenden Frühlings Inspirationen gibt, so gibt er dem Automobilisten Reisepläne und erquickende Vorfreuden. Und Freuden — seien es auch nur Vorfreuden — gleichen heute einem Licht, das uns den Weg zum inneren Glück erhellt. Jede Freude kann aber unerwartet zum Lüftballon werden, kann hochsteigen und — platzen. So erging es auch meiner Vorfreude. Eben war ich daran, mit besonderer Sorgfalt die Scheibe zu ledern, als mir der Eilbote einen Expressbrief in die Hand drückte. «Armeekommando» stand auf dem Umschlag. Nun, wir leben in Kriegszeiten, und man ist auf solche Absender gefasst. Ich riss den Brief aus dem Umschlag. Kurz und bündig stand: «Mit Gegenwärtigem erhalten Sie den Befehl, nachstehend verzeichnetes Motorfahrzeug feldtüchtig ausgerüstet in B. zur Einschätzung zu stellen. Das Fahrzeug findet zu militärischen Zwecken Verwendung.» Meine Gedanken glichen einer Wochenschau. Ich sah den strahlendblauen Himmel, meinen frischgewaschenen, schnittigen Wagen, dann plötzlich eine Kolonne Militärautos, ein durchfurchter Kartoffelacker... Und doch — gemäss Befehl — war ich am andern Tag in B. Ein Hauptmann musterte meinen Wagen, rief einem Wachtmeister und hiess ihn mit dem Wagen eine Probefahrt zu machen. «Die Bremsen sind etwas schwach!» meldete der Wachtmeister. Das ging mir zu Herzen. Etwa so, wie man einer Mutter sägt, dass ihr Kind schlecht erzogen sei. Denn ich hatte mein möglichstes getan, um den Wagen feldtüchtig abzugeben. Meine ölbeschmierten Hosenränder waren Zeuge davon. Der Herr Hauptmann nahm verschiedene Formulare hervor, und nun begann die Einschätzung. Die Motorhaube wurde gehoben, die Kerzen geprüft, die Kabelanschlüsse nachgesehen, die Scheinwerfer und die Abblendung eingeschaltet, der Inhalt des Werkzeugkastens notiert, die Bereifung kontrolliert, die Kilometerzahl abgelesen und zuletzt noch an der hintern Karosserie ein Kratheit vorzubeugen. Ich murmelte etwas von geringer Kilometerzahl, von fast neuen Kolben, aber der Hauptmann schaute nur nach meiner Krawatte, und mir wurde bewusst, dass ich als Zivilist mich nicht in militärische Angelegenheiten zu mischen hatte. Der Wachtmeister rief einem HD-Soldaten. Dieser schraubte das Nummernschild ab und ersetzte es durch eine Militärnummer. Wie das letzte Geschenk eines nahen Verwandten wurde mir das zivile Nummernschild unter den Arm gesteckt. Dann rief der Herr Hauptmann nach einem Motorfahrer Lehmann. Lehmann, ein grosser, bäumiger Kerl mit dicken Bratwurstfingern, kam im Laufschritt. Armer, zartbesaiteter Wagen, dachte ich, und schon setzte sich Lehmann hinein, suchte verlegen nach dem Anlasser und fand ihn nicht. Ich wollte helfend einspringen, aber der Wachtmeister schob mich zur Seite und riss die Wagentür auf. «Unten, unten neben dem Gas!» brüllte er, und wie auf Kommando sprang der Motor an. Das Verfügungsrecht über meinen Wagen war damit erloschen. Ich trat einige Schritte rückwärts und besah mir meinen geliebten Freund. Er kam mir so erhaben vor. Der früher eher sportliche Ausdruck schien mir jetzt streng militärisch, draufgängerisch und gegen alle Strapazen gefeit. Die weisse Nummer auf dem schwarzen Blech gab dem Wagen eine gewisse Note und Würde. Motorfahrer Lehmann schaltete einen Gang ein. Er kratzte, dass mir die Fingerspitzen wackelten, und errötete. Aber nicht wegen mir, dem rechtsmässigen Besitzer des gepeinigten Wagens, nein, wegen dem Herrn Hauptmann, der ihn kopfschüttelnd ansah. Als der Wagen, mein Wagen, davonfuhr, da war es mir, als müsste ich winken. Ich dachte an die schönen Fahrten, die wir gemeinsam unternommen hatten, an fremde Länder, die wir durchkreuzten, und an die erquickenden Sonntage, wo ich mit ihm dem lachenden Sonnenstrahl nachjagte. Ich fühlte mich plötzlich einsam. Und derweil ich das Verbal in meinen Zivilistenkittel steckte, begann mein Wagen seine militärische Laufbahn. Die Ermordung des Zaren Panl I. Katharina II. hatte ihrem Sohn, dem späteren Paul I. eine sorgfältige Erziehung angedeihen lassen, obwohl das Verhältnis zwischen Mutter und Sohn schon in den Jugendjahren des zukünftigen Zaren ein sehr gespanntes war. Nach Beendigung der Ausbildung des Grossfürsten fand man in ihm einen liebenswürdigen geistreichen Prinzen, den die besten Gefühle beseelten. Bis zu seiner Thronbesteigung zeigte sich der junge Grossfürst als zärtlicher Gatte und liebevoller Familienvater. Er vereinigte in seiner Person alle Eigenschaften, die man von einem idealen Herrscher erwarten konnte. -'Wie gröSS'war daher die Enttäuschung, als Päulrzur Regierung gelangte. Zwar hatte man bereits in seiner Jugend an ihm zwei Eigenschaften entdeckt, die man als ausgesprochene Charakterfehler bezeichnen musste, wenn sie je dominierend würden. Paul I. war unbeständig in seinen Neigungen und misstrauisch gegen die Menschen. Zweifellos hat die Spannung, die in seinem Verhältnis zur Kaiserin eintrat, wesentlich zur Entwicklung dieser ungünstigen Charaktereigenschaften beigetragen. Wie in neuerer-Zeit Kronprinz Rudolfs von Oesterreich fühlte sich auch Grossfürst Paul im höchsten Grade dadurch bedrückt, dass man ihn so gänzlich den Staatsgeschäften fernhielt. Er litt unter dieser Bedeutungslosigkeit seiner Person und unter einer Abhängigkeit, die er als demütigend empfand. So entwickelte sich mit der Zeit eine gewisse Gereiztheit, die nach und nach alle guten Eigenschaften seines Charakters erstickte. Als dann Paul zur Regierung kam, war alle Welt über die Wandlung in seinem Charakter erstaunt. Der Zar zeigte sich despotisch, launisch, misstrauisch, aufbrausend. Er hatte Wutanfälle, die an seiner geistigen Gesundheit zweifeln Hessen. So kam in seiner Umgebung der Gedanke auf, dass der Zar Russland in den Abgrund reissen würde. Es bildete sich eine Verschwörung mit dem Ziel, Paul I. zu beseitigen und seinen Sohn Alexander auf den Thron zu berufen. Die Zahl der Personen, die man als die Seele der Verschwörung betrachten kann, war gering. Man nennt Graf Pahlen, den General Talizin, die drei Brüder Zubow und den General Bennigsen. Es waren entschlossene Männer, die sich untereinander