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E_1940_Zeitung_Nr.023

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H! AUTOMOBIL-REVUE

H! AUTOMOBIL-REVUE DIENSTAG, 4. Juni 1940 — N° 23 «Ich werde jetzt zunächst mal mit dem alten Seniorenchef ein Wörtchen reden!» fügte Lyngvad hinzu und genoss die Sensation, die seine Kühnheit erweckte. Mit festen Schritten näherte er sich der Tür zum Privatbureau des Gewaltigen, während ihn die Kollegen ihn mit einer Miene betrachteten, als ob er im Begriff stünde, sich in einen Tigerkäfig zu stürzen. Lyngvad klopfte unerschrocken an und trat ein, «Was ist denn los?» knurrte der Seniorenchef, «Sie Wissen doch, dass ich um diese Zeit nicht gestört werden will. Gehen Sie gefälligst mit Ihrem Anliegen zu Herrn Ohlsen, ich will jetzt meine Ruhe haben!» Lyngvad fühlte doch ein wenig Herzklopfen, aber da dachte er an die Erbschaft, und sein Mut kehrte wieder. «Ich wünsche aber gerade mit Ihnen zu sprechen, Herr Direktor Himmeley!» sagte er mit fester Stimme. Ein General, dessen erprobte Truppe plötzlich Meuterei treibt, konnte nicht verblüffter sein als der Direktor. Er warf einen forschenden Blick auf seinen Buchhalter, um festzustellen, ob der Mann nüchtern wäre. Er hatte allerdings nie bemerkt, dass Lyngvad Neigung zum Alkohol besass, doch wie sollte er sich dessen Benehmen sonst erklären? Aber anscheinend war er vollkommen nüchtern. «Es handelt sich um eine private Angelegenheit», fuhr der kleine Buchhalter fort. «Vor einigen Monaten behaupteten Sie, Herr Direktor, ich wäre ein Dussel, und es sind kaum vierzehn Tage her, da erlaubten Sie sich zu bemerken, ich hätte von der doppelten Buchhaltung ebensowenig Ahnung wie ein Esel vom Lautenspiel, und erst gestern verhöhnten Sie mich, dass ich so leise spräche, als ob ich wattierte Zähne hätte. Das sind nur ein paar Stichproben von all den Beleidigungen, die Sie mir im Laufe der Jahre zuzufügen geruhten, Herr Direktor!» «Wenn Ihnen der Ton nicht passt», fauchte Himmeley, «so steht es Ihnen ja frei, sich nach einer anderen Stellung umzusehen, ich glaube, die Firma wird Sie gut entbehren können, mein Lieber!» Lyngvad lächelte sarkastisch. Wie oft hatte er nicht in den verflossenen vierzehn Jahren diese Worte gehört. Bei der geringsten Unstimmigkeit, dem schwächsten Schatten eines Widerspruchs gab der Tyrann zu verstehen, dass man seine Sachen packen und gehen konnte, es wäre keiner, der ihn halten würde. Natürlich wusste er, dass man eine Frau besass und nicht mehr jung war und darum eine sichere Stellung nicht aufgeben konnte! «Ganz meiner Meinung», erklärte Lyngvad, «ich will mir Ihren Ton nicht länger gefallen lassen. Ich kündige Ihnen hiermit meine Stellung zum nächsten zulässigen Termin!» Und mit einer kurzen Verbeugung verliess der kleine Buchhalter in ruhiger, selbstbewusster Haltung das Privatbureau seines Chefs. Dieser starrte ihm aufs äusserste verblüfft nach. Dann erhob er sich und ging raschen Schritte! zu seinem Kompagnon Ohlsen in das neben dem seinen gelegene Zimmer. «Lyngvad ist überschnappt, er hat mir eben gekündigt, weil ihm mein Ton nicht passt!» «Da haben wir den Salat!» schnaubte Ohlsen böse hinter seinem Schreibtisch, «wie oft habe ich dir gesagt, dass deine Art, mit den Angestellten umzugehen, durchaus verkehrt ist. Und vor einem halben Jahre habe ich schon vorgeschlagen, Lyngvad eine Zulage zu geben; er ist tüchtig und zuverlässig und kennt das Geschäft durch und durch — aber du wolltest ja nie.» «Wenn der Mann bisher zufrieden war», unterbrach ihn Himmeley. «Na, es hat sich ja jetzt gezeigt, -dass er nicht zufrieden ist, weder mit deinen Umgangsformen noch mit seinem Gehalt! Ich vermute sogar, dass ihm eine bessere Stellung bei der Konkurrenz angebotea worden ist.» «Ach, so was wird er doch nicht tun », stammelte Himmeley, «nach der langen Zeit, die er hier bei uns gewesen ist... allerdings, das heisst, er wäre wohl niemals so aufgetreten, hätte er nicht deshalb ist es mir auch sehr schmerzlich, zu hören, dass Sie uns verlassen wollen. Sie haben wohl ein Angebot von anderer Seite bekommen?» «Das kann man vielleicht so nennen», antwortete Lyngvad geheimnisvoll. «Ich will Sie nicht weiter ausfragen», fuhr Ohlsen fort; «aber wir würden Sie gern der Firma erhalten. Wenn wir Ihnen eine angemessene Gehaltserhöhung anböten? —» Lyngvad runzelte die Stirn und machte ein abweisendes Gesicht. Mindestens einmal jährlich hatte er Direktor Himmeley um Zulage gebeten und war jedesmal abgewiesen worden — jetzt,, wo er nicht mehr darauf angewiesen war, sollte eine Gehaltserhöhung plötzlich da sein! «Es handelt sich natürlich um Hermansen & Mell?» warf Ohlsen leicht hin. Da ging dem kleinen Buchhalter ein Licht auf! Diese Firma war Himmeley & Ohlsens gefährlichste Konkurrentin! Man nahm also an, dass er von dort ein Angebot in der Tasche hätte. Warum sie nicht in dem Glauben lassen?! «Bei dem augenblicklichen Stand der Verhandeinen Rückhalt. Der Mann war ja wie ausgetauscht — meinst du wirklich, er wird zur Konkurrenz gehen?» «Und ob ich das meine», sagte Ohlsen. «So einen tüchtigen und pflichtgetreuen Mann werden wir so bald nicht wiederfinden!» «Hör' mal, Ohlsen, könntest du nicht ein paar Worte mit ihm reden», sagte Himmeley kleinlaut. «Ich selbst werde ja leider leicht ein bisschen zu heftig — versuche doch herauszubekommen, wieviel Gehalt ihm die anderen geboten haben, dann bieten wir ihm ebensoviel, wenn er bleiben will.» Kurz darauf wurde der kleine Buchhalter zu Direktor Ohlsen gerufen. «Bitte, nehmen Sie Platz!» sagte Ohlsen zuvorkommend. «Ja — also — ich habe gehört, Sie fühlten sich durch meinen Kompagnon beleidigt. Ich gebe gern zu, dass Direktor Himmeley etwas cholerisch ist und leicht rauh und bärbeissig wirkt; aber im Grunde — und das wissen Sie ja selbst, Herr Lyngvad — ist er ein ausgezeichneter Mensch — » Lyngvad schwieg. «Wir haben uns doch immer ausgezeichnet verstanden, nicht, Herr Lyngvad», fuhr Ohlsen fort, «ich habe Sie stets ausserordentlich geschätzt, und |R?12S| lungen kann ich mich leider noch nicht darüber äussern», sagte er kühl. «Natürlich», pflichtete Ohlsen verärgert bei, «aber wenn Sie noch keine bindende Zusage gemacht haben, Herr Lyngvad, könnten wir Ihnen wohl mit einer Gehaltsaufbesserung von fünfzig Prozent entgegenkommen.» «Ich hätte schon längst Zulage bekommen müssen», sagte der kleine Buchhalter streng. «Ich muss Ihnen leider darin recht geben», antwortete Ohlsen. «Also — um es kurz zu machen — sagen wir fünfundsiebzig Prozent und gegenseitige Kündigungsfrist von einem Jahr!» Der kleine Buchhalter wollte .etwas entgegnen! doch Direktor Ohlsen klopfte ihm freundschaftlich auf die Schulter. «Sie brauchen mir nicht sofort zu antworten, überlegen Sie sich das alles noch einmal gründlich bis morgen früh.» Als sich Lyngvad am nächsten Morgen im Büro einfand, erblickte er ein grosses, gelbes Kuvert auf seinem Pult. Es war der Entwurf zu einem neuen Kontrakt zwischen der Firma und ihm. Aber als er ihn gerade weglegen wollte, kam die zweite Buchhalterin angestürzt: «Ein Rechtsanwalt Buhl hat angerufen», sagte sie, «er bittet Sie, augenblicklich zu kommen, es sei etwas sehr Wichtiges!» Lyngvad machte sich sofort zum Gehen fertig. «Sagen Sie den Chefs, ich hätte eine Konferenz mit meinem Rechtsanwalt», warf er beim Fortgehen über die Schulter zurück. «Ich muss Sie bitten, sich zu fassen, Herr Lyngvad, ich habe Ihnen leider eine sehr unangenehme Mitteilung zu machen», sagte der Jurist. «Was ist denn los?» fragte Lyndgvad beunruhigt. «Ja, sehen Sie, als Ihr Onkel starb, bekam ich doch von einem Althändler sofort ein Angebot auf sein Unterlassenes Warenlager und nahm auch mit Ihrem Einverständnis dies Angebot an.» «Sehr wohl», nickte Lyngvad, «und weiter?» «Gestern kommt nun der Mann und erzählt, er hätte in einer Kiste mit Gerumpel ein Testament des Verstorbenen gefunden! Und in diesem Testament hier», und dabei wies der Rechtsanwalt auf ein vor ihm liegendes Dokument, «das übrigens in juristisch durchaus einwandfreier Form abgefasst ist, vermacht der Verstorbene sein gesamtes Vermögen dem Altersheim der Kleinhändler. — Sie dagegen werden mit fünftausend Kronen abgefunden!» Lyngvad fasste in seine Tasche nach seinem Taschentuch, dabei bekam er einen grossen, gelben Umschlag, der seinen neuen Kontrakt enthielt, zu fassen — und plötzlich lächelte er erleichtert auf. Der Rechtsanwalt sah ihn überrascht an. «Na — ja —», meinte der kleine Buchhalter, «das ist ja nun mal Pech; aber schliesslich kann ich dem alten Sonderling, um den ich mich nie gekümmert habe, keinen Vorwurf machen! Würden Sie mir bitte eine Mitteilung senden, sobald ich die fünftausend Kronen ausgezahlt bekommen kann — es ist doch immerhin ein hübscher, kleiner Extraverdienst!» "Und damit verabschiedete sich Lyngvad mit freundlichem Lächeln. Der Rechtsanwalt sah ihm kopfschüttelnd nach. Ob der Mann nicht doch übergeschnappt war infolge der plötzlich wieder verlorenen Erbschaft?! Als Lyngvad wieder in seiner Arbeitsstätte anlangte, ging er geradenwegs in das Privatbüro Direktor Ohlsens, bei dem sich auch Direktor Himmeley befand. «Herr Direktor», sagte Lyngvad, «ich habe mir Ihren Vorschlag überlegt und den Kontraktentwurf hier durchgeblättert. In Anbetracht, dass ich hier nun schon viele Jahre — wenn auch schlecht entlöhnt — gesessen, wäre ich vielleicht geneigt, zu bleiben — jedoch muss ich eine Bedingung stellen —.» «Und die wäre?» fragte Ohlsen gespannt. «Herr Direktor Himmeley muss mir versprechen, sich in Zukunft gegen mich eines angemessenen Tones zu befleissigen!» «Na, selbstverständlich, und dann ist wohl alles wieder in Ordnung!» sagte Himmeley erleichtert. «Hör 1 mal, Ohlsen, gib doch bitte die Flasche Portwein aus dem Schrank, daraufhin müssen wir doch einmal anstossen!» «Auf fernere, gedeihliche Zusammenarbeit!» sagten die beiden Chefs zu ihrem kleinen Buchhalter; dieser aber fügte bei sich hinzu: «und auf meine verlorene Erbschaft!» (Berechtigte Uebersetzung aus dem Dänischen.) kiaAll 1A P4 A * A • * •• f N n •/ r ~ ClhwAN RABAT • MAROKKO Bas Mitlelmeer. /Stützpunkte: Q englische Q spanische Q französische Q türtische f% italienische Q priecüisde

No 23 DIENSTAG. ?. Juni 1040 AUTOMOBIL-PEVUE ÜH WFITIi Das britische Weltreich Nahezu gleichzeitig mit der Festsetzung der wesentlich von der anderer Kolonien ab. 1770 Engländer in Nordamerika erfolgt die Besitznahme einiger Stützpunkte in Indien. Sie bil- seiner ersten grossen Reise die Ostküste des hatte der grosse englische Seefahrer Cook auf det den Ausgangspunkt für die Eroberung eines Riesenreiches, das heute als die schönste Namen Neu-Südwales verliehen. Um diese australischen Festlandes entdeckt und ihr den Perle in der britischen Krone betrachtet wird. Zeit waren die englischen Regierungskreise Auch die Holländer regten sich zu Beginn des nach dem Verlust der amerikanischen Kolonien dem Erwerb weiteren Kolonialbesitzes 17. Jahrhunderts in Indien, und ein ernstzunehmender Konkurrent erschien in Gestalt ziemlich abhold. So kam man auf den Gedanken, Australien als Kolonie für Strafgefan- der französischen Marine. Beide Rivalen müssen beseitigt werden, ehe an die vollständige gene zu benützen. Zu diesem Zweck wurde Besitznahme des Riesengebietes zu denken ist. 1788 die Stadt Sidney an einem der schönsten Unter der Regierung der Königin Elisabeth Häfen des Grossen Ozeans gegründet. von England war bereits am 31. Dezember 1600 die Englisch-Ostindische Kompagnie gegründet worden. 1639 erfolgt die Errichtung hat sich im Laufe der Zeit eine der wertvoll- Aus der ursprünglichen Verbrecherkolonie von Niederlassungen in Madras und später in sten Besitzungen der britischen Krone entwickelt. Ihren Abschluss fand diese Entwick- Kalkutta und Bombay, Um die Mitte des 18. lung 1900 in der Errichtung Australiens als Jahrhunderts bringen die Engländer unter \ Clive den in Indien kämpfenden französischen Truppen eine vernichtende Niederlage bei. Damit ist ihr Uebergewicht auf dem indischen Festland ein für allemal gesichert. Langsam schreitet die Besitznahme vorwärts, von zeitweiligen Revolutionen unterbrochen, bis im Jahre 1858 die englische Krone die Verwaltung Indiens in die Hand nimmt. 1877 legt sich Königin Viktoria von England den Titel einer Kaiserin von Indien bei. Damit ist das Kaiserreich Indien begründet Indien ist Grossbritanniens wichtigster Besitz. Hier haben die englischen Kaufherren ihre grossen Vermögen erworben, und noch heute bildet das Land ein riesiges Absatzgebiet für die Industrie des Mutterlandes. Verwaltungstechnisch ist Indien eingeteilt in Provinzen mit weitgehender Selbstverwaltung und in solche, die unmittelbar der Zentralregierung unterstehen. Die Eingeborenenstaaten stehen rechtlich ausserhalb des Reiches. Die Stellung der Länder der eingeborenen Fürsten ist die einer bündnismässigen Unter-! Ordnung. Seit 1880 sind verschiedene Unabhängigkeitsbestrebungen im Lande im Gange« wovon die von Gandhi geführte die bedeutendste ist. Es ist wohl damit zu rechnen, dass mit der Gewährung grösserer politischer Freiheiten das Kaiserreich Indien einmal ein Dominion wie Kanada und Australien werden wird. Die Geschichte der Besitznahme des australischen Erdteils durch Grossbritannien weicht ii. Nach efnem Bericht eines Arztes in Orta befindet sich in dessen Behandlung ein heute 44- jähriger Mann namens Feiice Galli, der seit genau UNÜBERTROFFEN Lander Der Dominion (Commonwealth of Australia). Seit 1909 ist es Bundesstaat im Empire. Das südlich gelegene Neuseeland gehört jedoch nicht zu Australien, sondern bildet ein gesondertes Dominion. Zu den britischen Besitzungen im australischen Gebiet zählen noch die Fidschi- Inseln, Papua, die Tonga- und Salomoninseln, die Mandate Westsamoa und Naura, sowie Neuguinea. Während der Kriege mit Napoleon I. gewinnt Grossbritannien 1800 Malta im Mittelmeer, das als Festung und Flottenstützpunkt ausgebaut wird. Dem indischen Besitz wird 1802 die grosse fruchtbare Insel Ceylon zugefügt. 1839 erfolgt die Besitznahme von Aden, das politisch zum indischen Kaiserreich gehört. Dieser wichtige Flottenstützpunkt ergänzt die bereits vorhandenen Flottenstationen Gibraltar und Malta, so dass die Verbindung des Mutterlandes mit Indien über den Suezkanal, der 1869 fertiggestellt wird, gewährleistet ist. Von Indien aus führt der Seeweg nach dem Fernen Osten durch die Meerenge von Malakka. 1819 erwirbt Grossbritannien das beherrschende Singapur, das in neuerer Zeit zu einer der modernsten Seefestungen ausgebaut wurde. Mit der Erwerbung dieser Stadt ist der Weg geebnet zu jenen Besitzungen an den Meerengen, die «Straits Settlements» genannt werden. Es ist eine britische Kronkolonie mit der Hauptstadt Singapur. Der Gouverneur der Straits Settlements übt gleichzeitig da« Amt des Oberkriegskommissars für die Malaienstaaten und die britischen Besitzungen auf der Insel Borneo aus. Die Malaienstaaten zerfallen politisch in zwei Arten, den «Verbündeten» und den «Nichtverbündeten Malaienstaaten». Neben der strategischen Bedeutung dieses Besitzes — Singapur ist heute das Gibraltar Ostasiens — sind diese Kolonien durch ihren Reichtum an Nahrungsmitteln, Metallen und Kautschuk die wichtigsten des Empire in Asien. l>a$ britische Weltreich in Asien Staatsform Fltoho 24 Jahreert efne ScTirapnellKuge? tn 'der rechten Herzkammer herumträgt, ohne dadurch, abgesehen von in grösseren Abständen auftretenden Herzkrämpfen, irgendwelche Beschwerden zu verspüren. Galli war im Mai 1916 verwundet worden und in »Gefangenschaft geraten. Im Spital nahm man an, die Kugel sei aus dem Körper wieder ausgetreten, da man glaubte, die Ausschußstelle festgestellt zt» haben. Dieses zweite Loch war aber, wie sich erst später herausstellte, von einem Knochensplitter verursacht worden. Eine gelegentlich eines Krampfanfalles gemachte Röntgenaufnahme zeigte dann einwandfrei den Sitz der Kugel, die die Herzbewegungen mitmacht und so gut verwachsen Dem Umfang nach unbdeutend, bilden die britischen Besitzungen in China für den Handel des Weltreiches Stützpunkte von grösster Bedeutung. Ihr Erwerb war verbunden mit einer Kette von Gewalttaten gegen das chinesische Reich. China, das bereits in früheren Jahrhunderten europäischen Reisenden, Händlern, Gelehrten und Missionaren freundlichen Empfang bereitet hatte, war durch das Auftreten der Weissen stets enttäuscht worden. Lange hat es sich dann im Gefühl seiner überlegenen Kultur gegen das Eindringen der Europäer und ihrer als überflüssig betrachteten Waren gewehrt. Vergeblich, denn Europa war entschlossen, China seinen Handel aufzuzwingen. So kam es 1840/42 zum sogenannten Opiumkrieg, in dem England die Oeffnung von fünf chinesischen Häfen und die Abtretung von Hongkong erzwang. Hongkong ist heute Kronkolonie und Handelsstützpunkt im Osten. Ein Viertel der chinesischen Einfuhr und ein Drittel der Ausfuhr gehen über diesen Hafen. In neuester Zeit ist diese Kolonie durch das japanische Vordringen in China sehr bedroht. 1898 erwirbt Grossbritannien den Flottenstützpunkt Wei-Hai-wei, der bis 1930 britisches Schutzgebiet bleibt und nun wieder unter chinesischer Oberhoheit steht. Wei-Hai-wei ist jetzt Freihafen und Sommerstation für das britische Chinageschwader. Zum asiatischen Besitz des Weltreichs gehören ferner die Völkerbundsmandate Irak, Palästina und Trans Jordanien. Irak ist nominell Königreich mit einem britischen Oberkommissar. Es wurde im Frieden von Sevres von der Türkei losgelöst. Palästina, das die Briten im Weltkrieg eroberten, erhielt 1920 eine Zivilverwaltung unter einem britischen Oberkommissar. 1922 übertrug der Völkerbundsrat Grossbritannien das Mandat über den neuen Staat. Gleichzeitig wurde Transjordanien britisches Mandatsgebiet mit arabischer Selbstverwaltung. Einwohner In 1OOO tpro qkm Hatipt.Udta Ceylon Kronkolonta 65 608 |jj ;; 6 479,0 8* Kolombo Honkong Kronkoloni« 1012 ' " 852,9 835 Victoria Brit. Indien (mit Aden) {IDoralrion) Kaiserreich *' 4 675 616 351450,7 75 Delhi Malaiische Staaten und Nor'd- -,"" Kronkolonio und Schutzgebiet 332040 •4452,2 IS Sinrapor Borneo Palästina MantfefegdSol 26 800 933.D 86 Jerusalem Ostjordanland Mandategebiet 42000 260,0 « Amman Zypern Kronkolonie 9 282 1 348,0 37 Nikosia q k m Mann mit der Kugel im Kerzen zo sefn scheint, dass Keine neuerlichen Komplikationen zu befürchten sein dürften. pfl. Haus In better Ober Hauptbahnhof. Stadtrestaurant zu Je plättli einen offenen J. Gauer Fahrten in den Sommer CHUR Hotel Steinbock RINGGENBERG bei mterlaken Hotel Belleme T.C.I. A.C.I. Restaurant am Bahnhofplatz. Aller Komfort. Zimmer mit Messendem Wasser ab Fr. 6.—. 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