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E_1940_Zeitung_Nr.022

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AUTOMOBIL-REVUE

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BERN, Dienstag, 28. Mai 1940 Automobil-Revue - II. Blatt, Nr. 22 Gainsborough Landschaft dieser Gegend, die seinen Namen kannt macht. Dieses Bild ist verloren gegangen, und wir können es lediglich nach einem StichAon Major beurteilen. 1760 begibt sich Gainsbc/ough auf Anraten seiner Freunde nach Bath und >. dort die Oeffentlichkeit durch ein ausgezeichnetes Portrait, das des Earls Nugent. Zahlreiche Aufträge Die Blütezeit der englischen Malerei setzt mit dem Anfang des 18. Jahrhunderts ein. Die Tätigkeit der grössen Niederländer in England, des Rubens und des van Dyck, hatte in der neuen Künstlergeneration des Insellandes starke Spuren hinterlassen. So sehen wir bei Gainsborough den Einfluss van Dycks, den der grosse englische Maler zeitlebens als ein unerreichbares Vorbild verehrte. Diese Glanzzeit der englischen Kunst setzt mit William Hogarth ein, dem grossen Sittenschilderer, dessen malerische Qualitäten sich vor allem in seinen Portraits zeigen. Mit Joshua Reynolds und Thomas Gainsborough erreicht die englische Bildnismalerei des 18. Jahrhunderts ihren Höhepunkt. Derselbe Aufschwung zeigt sich auch in der Landschaftsmalerei, in der Gainsborough Vorzügliches leistete und die dann ihren Höhepunkt in William Turner findet. Gainsborough gilt als der eigentliche Schöpfer der englischen Landschaftsdarstellung. Die Bildnisse Gamsboroughs, die meist r Persönlichkeiten des Hofes und der vornehmen Londoner Gesellschaft darstellen, zeichnen sich durch Grazie und Eleganz, geschmackvolle Anordnung und geistvolle koloristische Behandlung aus. Sie wirken durch die kühne Farbgebung, durch die mit den Jahren immer freier und lockerer werdende Art der Pinselführung. In der Landschaftsmalerei ist er in Beleuchtung und Farbe zeitweise erstaunlich modern, und man hat gefunden, dass er den Impressionisten vieles vorweggenommen hat. Mit seiner malerischen Behandlung von Licht und Farbe ist er Vorläufer der Landschaftsmaler des 19. Jahrhunderts geworden,. In der Kunstgeschichte gilt er als einer der grössten Maler, die England hervorbrachte. Das Leben Gainsboroughs ist nicht wie das so vieler bedeutender Maler voll Entbehrungen gewesen, aber es spielte sich auch nicht in einem so glänzenden Rahmen wie das Tizians oder Rubens ab. 1727 in Sudbury in der Grafschaft Suffolk als jüngstes von neun Kindern geboren, zeigt er bereits im zartesten Alter eine ausgesprochene Vorliebe für die Kunst, so dass sein Vater ihn zum Studium der Malerei nach London sendet. Der bekannte französische Kupferstecher und Buchillustrator, Gravelot, der sich seit 1732 in London niedergelassen hat, wird dort sein Lehrer. In seine Heimat zurückgekehrt, lässt er sich als Portraitmaler in Ipswich nieder und heiratet dort eine junge, hübsche Schottländerin, Margaret Burr — vermutlich eine illegitime Tochter des Herzogs von Bedford —, die ihm eine Rente von 200 Pfund Sterling in die Ehe bringt. Nun kann der Künstler sich der Malerei hingeben, ohne von materiellen Sorgen bedrängt zu werden. Er findet in Philipp Thicknesse, dem Gouverneur von Landguard Fort, einen Mäzen und malt in dessen Auftrag eine Mrs. Siddons. London, National Gallery. Der hlaue Knabe (Blue Boy). Sammlung Morgan, New York. folgen, und bereits im nächsten Jahr stellt er in der Gesellschaft der Künstler Grossbritanniens mit Erfolg aus. 1768 wird er Mitglied der königlichen Akademie und verlässt Bath sechs Jahre später, um sich in London niederzulassen. Der Ruf, den er sich vorwiegend in der Provinz erworben hat, zieht die Augen der Londoner Gesellschaft auf ihn. Der Künstler wird dem König, Georg III., vorgestellt und malt in der Folge die königliche Familie. Damit ist sein Erfolg dauernd sichergestellt. Gainsborough wird der begehrteste Bildnismaler der Londoner Gesellschaft und des Hofes. Mit dem Ruhm ist auch für ihn der Reichtum gekommen, aber er hat den Künstler nicht von seiner Arbeit abgezogen. Wir besitzen von diesem produktiven Maler an die 500 Gemälde, zu denen noch eine Anzahl Kupferstiche kommen. Gainsborough starb am 1. August 1788 an den Folgen einer Erkältung, die er sich zugezogen hatte, als er einem Prozess beiwohnte. Er erreichte ein Alter von 61 Jahren. Der grosse Erfolg dieses Künstlers beruht jedoch nicht allein auf seinen künstlerischen Eigenschaften. Gainsborough hatte das Glück, der grossen Welt zu gefallen, weil er es verstand, die Themen seiner Bilder dem Geschmack der eleganten Gesellschaft anzupassen. Seine Bilder eigneten sich sowohl zum Schmuck eines Salons als eines eleganten Boudoirs. Er ist der Maler schöner, geschmackvoll angezogener Frauen, der hübschen englischen Kinder und eleganter Kavaliere. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts kam Gainsborough erneut in Mode, und seine Bilder erreichten Preise, dass man mit Berechtigung von einer Ueberschätzung der Bedeutung des Künstlers sprechen kann. So brachte das Bildnis der Gräfin von Mulgrave, das 1880 für 1000 Pfund Sterling 125000 Franken) verkauft worden war, bereits fünfzehn Jahre später das Zehnfache, nämlich eine Viertelmillion Franken ein. Verschiedene seiner berühmtesten Bilder, so der € Blue Boy», wanderten in die amerikanischen Sammlungen und erzielten phantastische Summen. Ein grosser Teil der schönsten Bilder Gainsboroughs befindet sich in der National Gallery in London, andere in der National Portrait Gallery, in der Dulvich-Gallery und in zahllosen anderen öffentlichen und privaten Sammlungen (Sammlungen Morgan, Rothschild usw.). Die wichtigsten Werke Gainsboroughs sind: die Bildnisse des Earl of Spencer, der Herzogin von Devonshire, der Schauspielerin Sarah Siddons, der Miss Mary Graham, der Mrs. Robinson, des Blauen Knaben (Blue Boy), die Bildnisse der Kinder Georgs III., das Doppelbildnis des Herzogs und der Herzogin von Cumberland. Landschaften: Dünenlandschaft, Wald bei Sonnenuntergang. Genrebilder: der Dorfkarren, die Fischerfamilie, Kühe auf der Weide. D.