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E_1940_Zeitung_Nr.026

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BERN, Dienstag, 25. Juni 1940 Gelbe IJstio Nummer 20 Cts. 36. Jahrgang — No 26 ERSTE SCHWEIZERISCHE AUTOMOBIL-ZEITUNG Zentralblatt für die schweizerischen Automobil- und Verkehrsinteressen ABONNEMENTS-PREISE: Aasgab« A (ohne Versicherung) halbjährlich Fr. 5.—, jährlich Fr. IC- Ausland mit Portozuschlag, wenn nicht postamtlich abonniert Ausgabe B (mit gew. Unfallversich.) vierteljährlich Fr. 7.50 Ausgabe C (mit Insassenversicherung) vierteljährlich Fr. 7.75 Erscheint Jeden Dienstag REDAKTION n. ADMINISTRATION: Breltenralnstr. 97, Bern Telephon 28.222- Postcheck III414 -Telegramm-Adresse: Autoren»«, Barm GeMh&ftMtelle Zürich: Löwenstrasse 51, Telephon 39.743 INSERTIONS-PREIS Di* oebtgeipaRene 2 mm hohe Grundzeile oder deren Raum 45 Jty. Grössere Inserate nach SpezlaltarU itensehlnra 4 Tage vor Erseheinen der Nummer Die Rationierungsschraube wird angezogen Ab 1. Juli Reduktion auf der ganzen Linie. — Nur noch einmonatige Rationierungsperiode. Es war für die mit der Treibstoffrationierung beauftragten Behörden weder eine leichte noch eine dankbare Aufgabe, für die am 1. Juli beginnende neue Rationierungsperiode die Zuteilung festzulegen. Undurchsichtiger denn je bot sich, trotz oder vielleicht gerade wegen der Wendungen, welche sie in den letzten Wochen und Tagen genommen, die internationale Lage dar. Niemand vermag heute vorauszusagen, wie sich unsere Treibstoffeinfuhr künftighin gestallten wird. Bei den Aspekten, wie sie sich heute auftun, wäre man versucht zu sagen, dass das einzig Sichere deren Unsicherheit ist. Daran ändert wohl auch der Waffenstillstand zwischen Frankreich einerseits, Deutschland und Italien anderseits wenig. Nach wie vor erstreckt sich der Kriegsschauplatz auch auf das Mittelmeer, nach wie vor geht die Blokkade weiter. Und diese Situation bleibt natürlich nicht ohne Rückwirkung auf unsere Zufuhr.-Vergegenwärtigt man sich,-woherdie Schweiz ihre Treibstoffe bezieht, dann scheint auch bei der neuesten Entwicklung der Dinge zu Optimismus kaum Anlass vorhanden zu sein. Angesichts des undurchdringlichen Schleiers, worin die Zukunft eingehüllt liegt, gebietet es die Klugheit für die Behörden wie für den Einzelnen, sich nicht in Illusionen zu wiegen, die möglicherweise zu einer Enttäuschung führen. Gerade diese Ungewissheit aber auferlegte den staatlichen Organen, in deren Händen die Brennstoffzuteilung liegt, die unabweisbare Pflicht, bei der Neuregelung der Rationierung für den nächsten Abschnitt vorsichtig zu Werke zu gehen und den Umständen Rechnung zu tragen. Unter dem Druck dieser Umstände sind sie zu einer Verminderung der Rationen gelangt, auch wenn sie sich der weittragenden Auswirkungen eines solchen Entschlusses auf die Wirtschaft voll bewusst waren. Auf der Wagschale der Verantwortung musste die Sicherstellung unserer Vorräte schwerer ins Gewicht fallen und letzten Endes den Ausschlag geben. Kein Zweifel, dass der mit dem f. Juli eintretende Abbau der Rationen der weitaus überwiegenden Mehrzahl der Fahrzeugbesitzer schwere .persönliche Opfer zumutet, aber sie müssen mit Rücksicht auf das Landesinteresse, das allem andern vorgeht, nun einmal getragen werden, wie Einschränkungen auf andern Gebieten auch. Litertafeln für Juli 1940 siehe Seite 2. Wie an dieser angekündigt, erfolgt mit dem 1. Juli eine Kürzung der bisherigen zweimonatigen Rationierungsperioden auf einen Monat. (Ob vom August an eine Aenderung dieses Regimes eintreten wird, darüber lässt sich zurzeit selbstverständlich (Fortsetzung Seife 2.) Motorfahrzeuge der französischen Armee in der Schweiz interniert Oben: Ein leichter Panzerwagen, mit Raupenanhänt ger wird ron Schweiaersoldaten besichtigt. (VI S 3590.) Mitte: Ein Offizier einer in die Schweiz übergetretenen französischen motorisierten Artillerieeinheit unterhält sich in Anwesenheit der schweizerischen Wache mit einem polnischen Soldaten (links) und einem Pfadfinder. (1—1121.) Unten links: Ein Teil des Wagenparks und der bei der Entwaffnung abgegebenen Effekten der polni-< sehen Division. (I—111V.). Unten rechte: Rotkreuzwagen der in der Schweiz internierten polnischen Division. (I—1122.) In dieser Nummer s Drohte wieder ein Sonntagsfahrverbot? Vom neuen bernischen Steuerdekreta Flugzeuge für den Truppentransport. Alpenstrassen auefi für den Zivilverkehr geöffnet Attilio Marinoni f. Feuilleton: Seite 2. Technik: Seite 5 und 14. Auto-Magazin.