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E_1940_Zeitung_Nr.028

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IV AUTOMOBIL-REVUE

IV AUTOMOBIL-REVUE DIENSTAG, 9. Juli 1940 — N° 28 Rätsel* EEc:l*e Auto-Monogramm-Magisches-Doppelrätsel Aus den Buchstaben: aaaaaaa dd eeeeeeeeeeeee iiiii kkkk m nnnnnnnnnn ooooooo pp rrrrrrr ssssss ttttttttttt uuuu w zz sind Wörter folgender Bedeutung zu bilden: 1. Fahrzeug. 2. Bekannter Kunstflieger. 3. Engl: Probe. 4. Männernamen. S. Teil des Autos. 6. Giraffenähnliches Tier im Urwald. 1. Handlungen. 8. Schauspiele. 9. Strassen-Wassergraben. 10. Motorenteil. 11. Schmuckbehälter (Mehrz.). 12. Finanzieller Untergang (Mehrzahl). 13. Monatszahlungen. 14. Kamine. 15. Benzinbehälter. 16. Blutgefäss. 17. Fluss in Russland. 18. Hebemaschine. Die 5 Monogramme sind zu entziffern, damit jedes Buchstabenfeld eine Automarke bzw. Karosseriemarke ergeben. Entnimmt man nun jedem dieser Namen den Anfangsbuchstaben, so erhält man bei richtiger Ordnung wiederum eine Automarke. Die richtige Lösung zählt 5 Punkte Einsendetermin: 18. Juli 1940 Auflösung zum Rosetten-Kreuzworträtsel. Rechts: I. Kegel. 2. Wagen. 3. Leber. 4. Meran. 6. Nagel. 1, Neger. 8. Nebel. 9. Leder. 10. Fasan. 11. Regen. 14. Reben. IS. Lauer. 16. Regel. 17. Gabel. Links: 1. Karat. 2. Wesel. 4. Mabel. 5. Reden. 10. Feder. 12. Leben. 13. Neuen. 16. Raben. 17. Gebet. 18. Nadel. Richtige Lösungen des Rosetten-Kreuzworträtsels (Nr. 26). 4 Punkte. A. Bachofen, Glarus; E. Benz jun., Goldach;, Frau C. Fravi, Bapperswil; Frau Dr. Gräflin, Walzenhausen; G. Laepple, Basel; Josef Leimer, Bettlach; Frau E. Markoff, Buchs; Frau E. Steinbömer, Schaan: Fr. E. Winteler, Glarus. T)lz 9Uuidstaqe Die Sitte, den Hochsommer als « Hundstage > zu bezeichnen, stammt aus der Zeit, da man die Astronomie als religiöse Wissenschaft betrachtete. Die Griechen haben als Erste die heissesfen Tage des Sommers als «caniculesi bezeichnet, die beim Aufgang des «Sirius», der Sterngruppe des «Hundes» gehörend, anfangen, und die Römer folgten darauf mit der Benennung «dies caniculares». Da die Zeit der Hundstage sich in Griechenland durch ausserordentliche Hitzen auszeichnet und, nach Hippocrates, sich auch dann grosse Epidemien dort verbreiteten, so glaubten die Landleute, sich davor zu beschützen, indem sie der Gottheit dieses Sternes Hunde opferten, die diese gefahrvolle Zeit mit Krankheiten, besonders Gallenkrankheiten, und Erntezerstörungen mit sich bringt. Man opferte zu diesem Zwecke vornehmlich rothaarige Hunde. Der uralte Volksglaube besteht noch zu unserer Zeit unter der Benennung «Hundstage», «les canicules». Nach einem anderen Volksglauben, aber ganz mit Unrecht, sollen die Hunde im Hochsommer besonders oft der Tollwut ausgesetzt sein. R. B. « Mein Königreich für ein Pferd... » Im Britischen. Museum gibt es im Waffensaal u. a. auch ein komplett ausgerüstetes mittelalterliches Pferd zu sehen. «Was ist das für ein Pferd?» fragte ein neugieriger Besucher. Der Wärter kam durch die Frage nicht in Verlegenheit: «Das berühmte Pferd König Richards des Dritten», erklärte er. Bedauerlicherweise war der Frager in der Geschichte beschlagen: «Blödsinn!» sagte er. «Der hatte ja gar kein Pferd, er hat sich ja bloss eines gewünscht und hätte sogar sein Königreich dafür gegeben.» - «Na eben», sagte der Wärter: «das ist ja das Pferd, das er sich gewünscht hat ...» Täglich stehen Sie vor 100 Gefahren — Eine gute Emnfehlnna ist jeder Erika-Brief. Erzeugt von fortschrittlichem Geist seines Absenders und macht durch sein« schöne, saubere Schrift auf den Empfänger einen nachhaltigen Eindruck. Wer darauf Wert legt, schreibt die berühmte Kleinschreibmaschine Verlangen Sie ausführl. Gratisprospekt üb. d. neue Erlka-Tellden Ö ^ Ä Ä 1 1 W. Häusler-Zepf, Ringstrasse 17, Ölten. VorsichtundGeistesgegen* wart können das Schlimmste nicht immer verhüten. 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N° 28 — DIENSTAG, 9. Juli 1040 AUTOMOBIL-REVUE Joder kann eiehnen (Abbildung 7.) .».und eine Mischkammer angeschlossen Ist, in die eine Düse hineinragt.,. Wer sfcK nicht nur mit Worten, son'dern auch mit dem Zeichnungsstift klar ausdrücken kann, ist fein heraus! Wie oft sieht man einen Erzähler mühsam nach Worten ringen, um ein Ding oder einen Vorgang zu erklären, die sich eben mit Worten kaum deutlich machen lassen. Ein anderer zieht den Bleistift aus der Tasche und erläutert seine Sache an Hand einer flüchtigen Skizze, und man begreift augenblicklich, was er meint. Eigentlich sollte jedermann auf diese Weise das Zeichnen als ein Sprach mitte I beherrschen. Im Grunde ist das gär nicht schwer —aber merkwürdigerweise findet man ausser Künstlern, Technikern und Handwerkern (die es von Berufs wegen gewohnt sind) nur selten Menschen, die sich der Zeichnung bedienen. Sie fühlen sich unsicher, sobald sie'auch nur das einfachste Ding darstellen sollen. Man hat das Gefühl, sie fürchteten sich zu blamieren, sie scheuten sich, ihre Ungeschicklichkeit zu offenbaren. Nun hat doch schliesslich jedermann in der Schule nicht allein lesen und schreiben gelernt, sondern auch zeichnen. Einer mag einen besseren, einer einen schlechteren Zeichenunterricht genossen haben, einer bewies mehr, der andere weniger Talent: aber den wenigsten blieb das Bewusstsein, dass Zeichnen letzten Endes "eine nicht minder nützliche und notwendige Uebung ist, wie Lesen und Schreiben, und dass es recht eigentlich ein Bildungsmittel ist, wenn man sich zeichnerisch nicht ebenso gut ausdrücken kann, Wie etwa mit der Schrift. Zeichenlehrer fühlen sich gewöhnlich als verkappte Künstler (und zuweilen sind sie's ja auch wirklich). Ein grosser Teil dieser Gilde sieht sein Ziel immer noch darin, den Schülern, so gut es E eherv will; künstlerisches Zeichnen beizurlngen — was natürlich nur in den allerseltensten Fällen glücken kann. Wahrscheinlich ist eben di.ese verfehlte Einstellung so vieler Zeichenlehrer schuld daran, dass die meisten Schulentwachsenen nie mehr den Stift in die Hand zu nehmen wagen: sie haben die Aussichtslosigkeit jeder Bemühung in dieser Richtung (soweit es ihre Person betrifft) sehr richtig^erkannt. Und da sollten sie -dTs falsche Vorstellung, dass es — für ihre Zwecke — auf die Kunst ankomme, gründlich abstreifen und wieder unbefangen zum Stift greifen, um etwas zu sagen — so unbeschwert wie es ein Kind tut, das von Kunst und Dilettantismus noch nichts gehört hat und gewöhnlich schon sehr eindrucksvoll zu zeichnen vermag, bevor es überhaupt lesen und schreiben lernte. Eben weil es noh nicht lesen und schreiben kann, so benutzt es das weit ursprünglichere Mittel des Zeichenstiftes, um etwas zu notieren, niederzulegen, zu erklären. Mit einem Wort: als ein elementares Sprachmittel. Es sollen hier zunächst ein paar Zeichnungen eines Fünfjärlgen folgen die zweifellos in ihrer Welse von grosser Ausdruckskraft und Eindeutigkeit sind. Auch wenn dieses Kind einmal doppelt so alt sein wird wie es jetzt Ist und schon einige Jahre lang lesen und schreiben gelernt haben wird, so wird es vielleicht noch nicht imstande sein, die dargestellten Szenen schriftlich ebenso eindrucksvoll niederzulegen, wie es jetzt schon, ohne jede Anleitung, zeichnerisch zu sprechen vermag. Ganz ohne erklärende Worte geht es zwar gewöhnlich nicht ab. Aber das empfindet das Kind nicht als Mangel. Es drückt mit dem Stift aus, was sich mit diesem Mittel am deutlichsten sogen lässt und spricht die Worte dazu • wo es ihm notwendig erscheint. Und das Ist offenbar nur vernünftig. Etwa SO! (Abbildung 1.) «Hier steht ein Bub am Fenster — von drausseri gesehen, nicht währ? Du siehst ja die Fensterladen. Und das hier in der Mitte, das ist das Ding mit dem man auf urtd zu machen kann.» (Abbildung 2.) (Abbildung 3.) cHier Ist ein anderes Auto, dgs fährt den Berg hinauf, und vorn Ist der Scheinwerfer angezündet, weil's schon Nacht ist.» (Abbildung 4.) «Und was Ist denn das?> «Ein Riese, der geht durch den Wald spazieren (siehst du denn das nicht?!)- Er ist so gfoss, dass er gar nicht aufs Papier draufpässtl» (Abbildung 5.) «Und hier Ist nochmal der Riese, aber jetzt ist seine Frau bei mir, die böse Hexe, und sie wollen die beiden Kinder fangen!» Die gleiche unfreiwillige Komik, aber eben auch dieselbe Ausdruckskraft, die solche Zeichnungen von Kinderhand haben, zeigen im Grunde auch die Zeichnungen der meisten ungeübten Erwachsenen, wenn sie sich, trotz ihrer vermeintlichen Tatenlosigkeit, einmal bewegen lassen, zu zeichnen; etwa auf die Aufforderung eines Kindes hin, ein Auto (darzustellen. Vor dem Kinde fürchtet sich der Erwachsene nicht, sich mit seiner Unbeholfenheit blosszustellen, und siehe da: er kann ja wirklich zeichnen! Sehr unsicher zwar, Und gewöhnlich kaum besser, als das Kind selbst. Aber zumeist ist die Darstellung doch klar und eindeutig. Es ist kein Kunstwerk, aber wer verlangt das auch? Nun gehört nichts welter dazu, als Hand und Auge zu üben. Niemand würde annehmen, man könne ohne reiche Uebung lernen fliessend zu lesen öder zu.schreiben, Pas Zeichnen ist ja so viel einfacher— aber ganz ohne Uebung geht es eben auch nicht! Und da helsst es dann Striche ziehen: g erade, runde, Kreise, Quadrate, Parallelen... is die Hand mit einiger Sicherheit sich dahin führen lässt, wohin der Zeichner sie führen wilL Gar so schwer kann das ja nicht sein, wenn doch selbst ein Fünfjähriger das schon ziemlich gut vollbringt! Ein klein wenig Uebung, und Sie werden das Zeichnen als ein praktisches Sprach- •mittel einsetzen können, wann immer Sie wollen. Sie sind dann etwa imstande, einem Laien das Vergaserschen»a zu erklären —wahrend die Zeichnung entsteht* «Und hier geht ein Mann mit einem Schubkarren spazieren, da hat er viel Sand-drauf, und (Abbildung 6.) hinten kommt ein Auto. Der Chauffeur hupt (siehst ...däss Zylinder und Kolben wahrend des Andu die Striche? die gehen in.sein. Ohr, damit er saugtäktes wie eine kraftige Saugpu mpe~ wir* beiseite treten soll).» ken... (Abbildungen 10 und 11.) ,..und wozu Schwimmergehause und Schwimmer dienen... Wenn Ihre Erklärung In eben dem Masse erfolgt, wie die Zeichnung wächst, so ist das ebenso eindrücklich wie ein kleiner Lehrfilm — und Ihr Zuhörer weiss nun für alle Zeiten, was Sie ihm zum Abschluss sagen (indem Sie Ihm die fertige (Abbildung 8.) Skizze überreichen): ...dass eine Verengung in der Mischkammer die Wucht des Luftstroms nahe der Düsen- Nebeneinrichtungen haben. Die Grundapparatur «... Ein Vergaser kann sehr viele komplizierte aber besteht bei federn normalen Vergaser aus öffnung verstärkt j., den gleichen Teilen. Nämlich: (Abbildung 9.) .wofür die Drosselklappe gut ist..• 3ie £he im Staat Die Schule der Ehegatten. Vor zirka zwanzig Jahren hat ein amerikanischer Pädagoge die Idee gehabt, einen Lehrkursus zur «Vorbereitung für die Ehe» zu eröffnen. Gegenwärtig fuktioniert dieser Kursus in mehr als 200 «Colleges» der Vereinigten Staaten, und er spll eine Pflanzstätte von guten Ehemännern und musterhaften Ehefrauen sein... Die folgenden , Lehrgegenstände werden in diesen Ehekursen gelehrt: Die Gesundheit .des Ehepaares, das Wirtschaftsbudget, die Zerstreuungen, die Pflege und die Erziehung der Kinder, die Art und Weise wie sich den Schwiegereltern gegenüber zu verhalten usw Die Amerikaner sind der Meinung, dass ein guter Ehegatte zu sein auch eine Wissenschaft sei — der Europäer betrachtet es als eine Kunst... Darin besteht der ganze Unterschied ... R. B. Mehr Ehen — aber weniger Kinder! ••*" Eine vor kurzem in' Frankreich veröffentlichte Statistik weist auf die beängstigende Erscheinung hin, däss die Zahl der Ehen in diesem Lande seit Jahren in Zunahme begriffen ist, während die Geburtenzahl ständig weiter absinkt. Im Jahr 1861 beispielsweise gab 21 französische Departements, in denen von 1000 Frauen im Alter zwischen 15 und 49 Jahren mehr als 600 verheiratet waren; 1931 war dies in 58 Departementen der Fall. Zwischen 500 und 600 auf 1000 waren es 1861 45 Departemente, 1931 dagegen 30, und unter 500 auf 1000 waren es 1861 noch 24 Departemente, 1931 aber nur noch 2. Während aber 1861 auf 1000 verheiratete Frauen im Alter zwischen 15 und 49 Jahren 174 Lebendgeburten trafen, war diese Zahl bis 1935 auf 89 gesunken, hatte sich also fast genau halbiert. Zur Zeit treffen in Frankreich auf 9 Millionen Haushältungen, In denen beide Ehegatten am Leben sind, nicht weniger als 4 Millionen, die kinderlos geblieben sind oder sich mit einem einzigen Kind begnügen. Es ist ganz klar, dass unter solchen Umständen auch die Zunahme der Eheschliessungen auf die Bevölkerungsbilanz nahezu einflusslos bleiben muss, und in zuständigen Kreisen verlangt man mit steigender Energie Massnahmen, um die Geburtenfreudigkeit zu heben. Ob freilich gerade die gegenwärtige Zeit zur erfolgreichen Einleitung derartiger Massnahmen geeignet Ist, mag dahingestellt bleiben. (Abbildung 12.) , ' 1. Der Mischkammer mit Düse und Drosselklappe und 2. *äejiv""Sch wi m m e r- gehäuse mit Schwimmer und Schwimmernadel.» Biichevfisdi Gottfried Keller und die ZI. Aus der Vielzahl von Veröffentlichungen, die des grossen Dichters Geist beschwören, dessen 50. Todestag sich am 15. Juli jährt, ragt die Keller-Nummer der «Zür- .cher Illustrierten» durch ihr Bemühen. heraus, die Schweizer der Gegenwart der menschlichen, künstlerischen und vaterländischen Strahlung des Dichters wirksam auszusetzen. Der in besonderem (Farbentiefdruckverfiahren hergestellte Umschlag -des Heftes zeigt das ernste von Karl Stauffer-Bcrn geschaffene Keller-Bildnis, und die Rückseite macht uns mit einem Gemälde aus Kellers eigener Hand bekannt. Bei weitem nicht alles, was an Einzelwerten in dieser Nummer steckt, lässt sich hier aufzählen. Man muss das Heft langsam durchschauen, man muss die Worte still in eich aufnehmen, die von Emil Ermatinger, dem Gottfried-Keller-Biographen, von Charly Clerc, dem Keller-Uebersetzer, von Carl Helbling und Carl Günther sowie Ton andern Mitarbeitern beigesteuert wurden, und man muss bedächtig unter den Bildern Legende für Legende lesen, dann wird man dankbar anerkennen, dass der ZI in lebendigster Form geglückt ist, den Sinn für Kellers Werk und tiefere Bedeutung im heutigen Geschlecht zu wecken. DAS ZACA-ABENTEUER, von William B e e b e (Verlag Brockhaus). William Beebe, der Mann, der mit seiner Taucherkugel bis 900 Meter unter die Meeresoberfläche hinabstieg, erzählt in diesem Buch fesselnd von seiner Rundfahrt mit dem Zweimast-Dieselschoner « Zäca » im Pazifik und im Golf von Kalifornien. Forscher- und Entdeckerfreuden erlebt der Leser mit Beebe auf dieser zweimonatigen Reise. Die Wunder des Meeres, der Schöpfung überhaupt offenbaren sich ihm. Unbekannte, farbenprächtige Tiere holt das Schleppnetz aus der Tiefe, königliche Albatrosse, deren Flugleistungen ans Unglaubliche grenzen, begleiten das Schiff, in stillen Buchten, auf Bänken und weltfernen Inseln ringt der Forscher den Tiefen ihre Geheimnisse ab, nicht als Wissenschafter nur, sondern auch als Schönheitssucher. Er dringt ein in das phantastische Reich unter Wasser mit seinen tausendfältigen Formen und Farben, er entwirft spannende Schilderungen von Kämpfen mit « Grosswild » der See und lässt uns teilnehmen an der Verfolgung eines Riesen des Meeres, ein Walhaißs. Ein Buch voll von Abenteuern und von Erlebnisfülle, die noch gesteigert wird durch eine Menge packender Bilder. «Vier Kinder pro Familie sollten das Minimum sein.» Auch in England .wird seit einiger Zeit eine eifrige Propaganda im Interesse der Verbesserung lag Benziger, Einsiedeln. DAS KLEINE VOLK. Roman von Muron. Ver- der Bevolkerungsbilänz betrieben. In der letzten Das Thema dieses Romans, den ein Schweizer Sitzung* des Britischen Socialen Hygienerates geschrieben, braucht heute keine Erklärung. Der wurde — wohl zum ersten Male in der englischen Aufruhr unserer Empfindungen vor den Geschehnissen der unmittelbaren Gegenwart erklärt ihn ge- Oeffenllchkeit i — die Forderung aufgestellt, dass jede Familie wenigstens vier Kinder in die Welt nug. Wie er aber den uralten Zwiespalt zwischen setzen sollte, da diese Zahl das Minimum darstelle, das die Aufrechterhaltung der derzeitigen gung irgendeines Kleinvolkes durch irgendeine Gewalt und Recht, die immerdrohende VergeWalti- "Bevölkerungszahl Grossbritanniens garantiere. Abgesehen von bevölkerungstechnischen Erwägungen einem Beispiel dokumentiert, ist das Wesentliche. Grossmacht darstellt und in wuchtigen Bildern an müsse „aber auch aus individuellen. Gründen Ohne Pharisäertum der Dämonie der menschlichen Schluss gemacht werden mit dem Einkindersystem, Beziehungen nachzuspüren, auch in den Gewaltakten noch das Menschentum zu Suchen, aucih im da einzige Kinder erfahrungsgemäss verzogen und verpäppelt würden und infolgedessen den Erfordernissen des Lebens wesentlich schlechter gewapp- ist nicht bloss das dichterische Gesetz in diesem Chaos der Feindschaften noch klar zu Wicken, das net gegenüberstünden als Kinder aus grossen Familien... Roman,- sondern auch das Gebot .einer Humanität, die wir selbst im Strudel seelischer Erschütterung Als ein ausgesprochenes Verbrechen gegen nicht verlieren dürfen. Dabei ist es eine tiefe Beruhigung für einen Autor, der hineingreift in die den Gedanken des Bevölkerungszuwachses wurde die In England noch vielfach verbreitete Unsitte verhängnisvollen Konflikte der Völker, dass er sein bezeichnet Angestellte (vor allem solche weiblichen Geschlechts) zu entlassen, wenn sie sich ver- Pflicht des Kleinvolkes, das zu jedem Opfer bereit darf wie die Schweiz: erfüllt vom Recht und der heirateten. Durch die Angst vor der drohenden und in der Selbstbehauptung unbeirrt ist, aber auch Entlassung würden weit menr |unge Leute von der dem Geiste offen bleibt. Dieser Roman, deT keineswegs als «Aktualität» rasch hingeschrieben wurde, Gründung einer Familie abgehalten, als man für möglich halten sollte. ist ein Buch vom «Ruf des Vaterlandes». K