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E_1940_Zeitung_Nr.029

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„Ihr Wagen"

„Ihr Wagen" Frohgelaunt sitze ich an meiner Schreibmaschine und knabbere an der Schokolade, die mir der Besitzer des davonrollenden Wagens geschenkt hat. Mitten im Kauen klingelt das Telephon. Ich melde mich: «Frosch & Co.» — «Bitte, Fräulein, wenn ich meinen Wagen jetzt bringe, wird er fertig sein bis heute abend?» — «Tja, kommt natürlich sehr darauf an, was zu machen ist?» — «Ach so, entschuldigen Sie bitte, das Verdeck wäre zu streichen.» — «Oh, ich denke das wird langen, was ist es denn für ein Wagen?» — «Na, bloss ein kleiner Sportwagen.» — «Da reicht es auf jeden Fall, wenn wir ihn gleich jetzt kriegen.» — «Dann bring' ich ihn also rüber. Ich danke schön.» Das muss ich gleich unsern Lehrjungen melden, die sind ja so wild auf autofahrende Damen. Sie finden sie romantisch. Weshalb habe ich jedoch noch nicht rausfinden können. «Hallo», schreie ich, «es wird gleich eine Dame angerollt kommen. Etwas für euch, sie will das Verdeck am Wagen streichen lassen.» Ein Freudengeheul bricht los: «Was für ein Wagen?» — «Ist sie von hier?» — — «Mal sachte I Also der Wagen wird ein NDW oder so was sein, sie sagt ein Sportwagen. Und ob sie von hier ist, weiss ich natürlich nicht.» Nun bleibt uns nichts mehr zu tun übrig, als gespannt zu warten. Die Lehrlinge streiten sich eifrig darum, wer von ihnen diesmal das Recht hat, den Ritterdienst zu verrichten. Schliesslich einigen sie sich darauf, dass alle beide dahintergehen. Dann aber beschäftigt sie wieder die Frage um den Wagen. Und zwar mächtig. «Vielleicht ist's der neue Laqua mit dem grönen Lederpolster», meint Arthur hoffnungsfroh, denn besagter neuer Laqua ist sein gegenwärtiges Steckenpferd. «Ph», giftelt Emil verächtlich, natürlich ist's ein NDW-Rennwagen, und zwar ein roter. Ich heirate mal bloss ein Mädel wie die, die jetzt bald angerast kommen muss. So eine hat Rasse! Und so eine werde ich kriegen! Wie? lacht doch nicht so blöd, euch werd' ich's noch mal beweisen, wie man's machen...» Unmittelbar hält er inne, denn eine sehr elegante junge Dame öffnet das Garagetor und verschwindet gleich wieder. «Mein Gott», haucht Emil, «nicht einmal das Tor geöffnet, ich. elender Schlappschwanz!» Draussen knackt etwas — wir äugen gespannt zum Tor und — aber nein, das ist ja ganz unmöglich — ich blicke nochmals schärfer hin — links neben mir quietscht Arthur und rechts gluckst Emil — so habe ich wirklich recht gesehen! —Ich drehe mich um und lache mal so richtig heraus. Mein Gott, die Situation ist doch zu komisch. Dann aber erinnere ich mich meiner Pflichten und schicke mich an, die Dame, die an ihrem Sportwagen das Verdeck streichen lassen will, zu empfangen. Mit der grössten Beherrschung, deren ich fähig bin, schreite ich auf sie zu, die etwas verdattert ob unserem Gelächter im Eingang stehengeblieben ist. Und vor ihr steht «ihr Sportwagen», nämlich ein... Kindersportwägelchen! AUTOMOBIL-REVUE DIENSTAG, 16. JULI 1940 — N° 29 Rafselp'EcLe Magisches Kreuzworträtsel Die ersten Zahlen stehen für waagrecht, die zweiten in Klammern für senkrecht. 1 |1) biblischer Riese, 6 (37) germanischer Heerkönig (1493) 11 (14) Zauberwort, 13 (2) französischer Artikel, 15 (19) ungebraucht, 16 (42) Elend, 18 (3) Enkel (arabisch), 20 (31) Niederung, 22 (53) Flächenmass (Mehrzahl), 23 (44 griechischer Kriegsgott, 24 (27) Adelstitel, 25 (49) arabischer Fürst, 26 (5) Niederschlag, 28 (32) Gebäude, 30 (54) europäische Exkönigin 31, (20) Zigarettendose, 35 (12) biblischer Berg im Kaukasus, 36 (39) Lautlosigkeit, 38 (21) Staat der U.S.A., 41 (7) biblischer Stammvater, 43 (33) griechischer Buchstabe, 44 (55) Negerstamm, 45 (8) Musikinstrument, 46 (29) Nebenfluss der Save, 47 (51) eirund, 43 (9) Gattung, 50 (34) biblischer König, 52 (56) Universum, 53 (22) Seele (französisch), 55 (44) Stamm-Mutter, 57 (17) Fremdenort im Berner Oberland, 58 (10) Bericht, Vortrag, 59 (40) venezianischer Maler. Die richtige Lösung zählt 4 Punkte. Einsendetermin: 25. Juli 1940 ALKOHOL und So machte man Whisky für die Indianer. Die ersten Händler, die mit ihrem Sprit die armen Rothäute am Missouri vergifteten, waren böse Gesellen und rücksichtslose Kaufleute. Aber aus Branchengründen interessierte sich kürzlich ein Whisky-Brenner in Amerika dafür, wie eigentlich seine Ahnen den Alkohol für die Indianer brauten. Und nach langem Suchen fand er eine seltsame Aufzeichnung in einem Taschenbuch - wobei man nicht weiss, ob es nun ernst gemeint ist oder ein wenig übertrieben. Immerhin: hören wir dieses Rezept, das stark an Doktor Eisenbart erinnert, der mit der Kneifzange die Zähne ausriss. Also - das Rezept: «Man nehme ein Fass Missouri-Wasser und 10 Liter Sprit. Man füge zwei Unzen Strychnin hinzu, damit das Getränk belebt. Und Strychnin belebt ja. Dann wirft man drei Stränge Tabak hinein, damit die Indianer krank davon werden. Denn werden sie nicht krank, schätzen sie das ganze Getränk nicht. Auch fünf Stück Seife empfehlen sich, um das Ganze sämig zu machen. Fügt man noch ein halhes Pfund Pfeffer hinzu und kocht das Ganze, bis es braun ist, dann hat man den schönsten Indianer-Whisky.» Ausfüllen Ausschneiden Einsenden Zivilisation Ein Pfefferkömlein Wahrheit wird schon dabei sein. Und damit haben die Leute einst ihr Vermögen verdient Ein alkoholisches Experiment mit Meerschweinchen. Einer der hervorragendsten Mediziner der USA beschäftigt sich ausführlich mit der Einwirkung des Alkohols auf den menschlichen Organismus. Er kommt dabei zu dem Schluss, dass der Alkohol in erster Linie «ein Diener des Menschen» ist. Zu den interessantesten Experimenten, über die der Gelehrte berichtet, gehört ein Züchtungsversuch mit zwei Meerschweinchen-Familien, von denen die eine «abstinenzlerisch» aufgezogen wurde, während die Mitglieder der zweiten Familie ständig unter Alkohol gehalten wurden. Dabei erwies es sich bei der «Säuferfamüie», dass die Lebensdauer sämtlicher Tiere zumindest normal war, d. h. derjenigen der nüchternen Tiere durchaus gleichkam. Hingegen zeigte sich eine andere Erscheinung: die trinkenden Tiere wiesen einen von Generation zu Generation steigenden Prozentsatz an Totgeburten auf. Die überlebenden Tiere jedoch zeigten keinerlei Degenerationsmerkmale; im Gegenteil, die einzelnen Exemplare waren einwandfrei den nüchternen Tieren körperlich überlegen. Woraus Dr. Helwig den Schluss zieht, dass in diesem Fall, die Einwirkung des Alkohols die schwächeren Elemente ausscheidet, jedoch die stärkeren in keiner Weise schädigt. Mühelos, ganz von selbst schaltet sich der Bosch-Kühlschrank ein und aus. Selbständig kühlt er die ihm anvertrauten Lebensmittel und Getränke eleichmässig und zuverlässig. Er braucht keine Bedienung, keine Wartung. 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Ein Blumengeschäft machte Reklame mit dem Spruch: «Lasst Blumen sprechen.» Eines Tages betrat ein Mann das Geschäft und fragte: «Haben Sie nicht einen Kaktus da, der ,Papa' sagen kann?» * • Missverständnis. «Bringen Sie mir einstweilen ein Bier. Ich warte noch auf eine Dame.» «Hell oder dunkel?» «Eine grosse Blondine mit einem goldenen Zwicker.» Widersprach. «Das Kind ist geradezu seiner Mutter aus dem Gesicht geschnitten.» «Ich weiss nicht. Ich finde es ganz hübsch.» Verbot Knipp ist heftig aber einseitig verliebt. In Fräulein Knapp. «Fräulein», sagt er eines Tages zu ihr, «letzte Nacht habe ich von Ihnen geträumt.» Fräulein Knapp wird böse: «Frechheit», sagt sie, «unterstehen Sie sich das nicht noch einmal.» wenden sich bei monatlichen Verspätungen unter Diskretion an Amrhclni Lab. Pirtlcld«, H*l*tB*7I. Tel. 204. 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N° 29 — 'DIENSTAG, 16. JULI 1940 AUTOMOBIL-REVUE 11 AKTUELLES Inkraftsetzung der Autotransportordnung. Unter der Leitung von Direktor Kradolfer vom Eidg. Amt für Verkehr trat in Bern die Expertenkommission für die Autotransportordnung zusammen* Gegenstand der Beratungen waren : 1. Der Entwurf zu einem Bimdesratsbeschluss über das Datum des Inkrafttretens der Autotransportordnung und den Vollzug; 2. der Entwurf zur Verordnung III über das Bewilligungsverfahren, und 3. der Entwurf zur Verordnung IV ober die Gebühren. Der Entwurf zu einem Bundesratsfteschlu'ss sieht ausser dem Datum des Inkrafttretens der ATO vor, dass auf das gleiche Datum auch die Verordnungen I bis IV in Wirksamkeit treten. Ferner soll das Post- und Eisenbahndeipartement ermächtigt werden, dieAussicht dafür, dass die Verhandlung sofort zum Abschluss zu bringen. Indessen besteht Ausführungsbestimmungen zur ATO vorübergehend abzuändern oder zu ergänzen sowie setzt werden könne. nach Beendigung der Gerichtsferien ange- den Vollzug einzelner Bestimmungen der ATO aususetzen. Diese Ermächtigung ist notwendig, da Slpassenyevkelip sich unter den gegenwärtigen Verhältnissen einzelne Bestimmungen, -wie jene über das Verbot des gemischten Verkehrs, ohne • schwerwiegende wirtschaftliche Folgen nicht durchführen lassen. In der Eintretensdebatte wurde von den Vertretern der Wirtschaft geltend gemacht, bei der gegenwärtig unklaren Lage sei es besser, die Inkraftsetzung der ATO überhaupt zu verschieben. Nach eingehender Aussprache und nachdem durch die Vertreter des Departements bestimmte Zusicherungen gemacht worden waren, stimmte die Kommission schliesslich einstimmig dem Antrag auf sofortige Inkraftsetzung der Autotransportordnung zu. Zu längerer Diskusisfcm gab" der Entwurf zur Verordnung über das Bewffligtmgsverfahren Anlass. Von den Vertretern der Wirtschaft wurde vor allem darauf hingewiesen, dass es nicht angehe, unter den gegenwärtigen Verhältnissen den gemischten Verkehr zu verbieten, nachdem er durch die Arbeitsgemeinschaften künstlich gefördert werden musste. Diesem Bedenken soll dadurch" Rechnung getragen werden, dass der Vollzuges Art. 5 der ATO durch Verfügung des Postund Eisenbahndepartements ausgesetzt wird. Bei der Erteilung der Transportbewmigungen soll überdies den durch die Mobilisation veränderten Verhältnissen angemessene Rechnung getragen werden. Dies gilt auch bezüglich der Gebühren. Bei deren Erhebung wird die Zeit, während der Fahrzeuge durch die Armee requiriert sind, in Anrechnung gebracht. Was die Gebühren setist anbetrifft, so konnten von der Kommission verschiedene Erleichterungen gegenüber den im Entwurf zu einem Gebührentarif vorgesehenen Ansätzen erreicht werden. Insbesondere wurden die Ansätze für Anhängewagen herabgesetzt. . Wie wir weiter erfahren, erfolgt die Inkraftsetzung der ATO durch einen Bundesratsbeschluss, der indessen noch nicht gefasst worden ist. Er .soll jedoch für die nächste Zeit bevorstehen und einen Artikel enthalten, wodurch gewisse Bestimmungen vorläufig ausgesetzt werden, um die kommende Regelung den gegenwärtigen Verhältnissen anzupassen und ungerechtfertigte Härten zu vermeiden. Der Bundesrat behält sich somit vor, darüber zu befinden, welche Teile der ATO in Kraft treten und welche einstweilen nicht. Arbeitsgemeinschaften im Autotransportwesen - heute unentbehrlicher denn je. Wenn mit der teilweisen Demobilmachung und der Rückkehr einer gewiesen Anzahl von Fahrzeugen in die Zivilwirtschaft vielleicht da und dort die Meinung aufgekommen ist, die Arbeitsgemeinschaften im Autotransportwesen seien nunmehr zur Tatenlosigkeit verurteilt und hängen sozusagen in der Luft, so erweist sich eine solche Auffassung angesichts der Lage-unserer Benzinversorgung als völlig verfehlt. Mit dem am 16. Juli eintretenden Abbau der bisherigen Treibstoffrationen für die Lastwagen (worüber sich an anderer Stelle dieser Nummer nähere Angaben finden) ändert sich das Bild von Grund auf. Nicht nur, dass die Zuteilung um 20 bis 25 %> geringer ausfällt als bisher, auch bei der Bewilligung von Zusatzkontingenten wird mit erheblich schärferen Maßstäben gemessen, sollen doch, dem Vernehmen nach, zusätzliche Mengen nur noch an die wirklich lebenswichtigen Betriebe und an die Arteitegemeinschaften zur Abgabe gelangen. Damit aber stehen die Besitzer jensr Lastwagen, welche für die Aufrechterbaltung lebenswichtiger Betriebe nicht unbedingt nötig sind, vor der Alternative, entweder auf Zusatzkontingente ganz zu verzichten oder sich zu deren Erlangung an die Arbeitsgemeinschaften zu wenden. Bei der weiteren Beschneidung der Treibstoffrationen, wie sie dfe Laetwagenhesitzer nunmehr in Kauf nehmen müssen, lä&sl sich, aber ohne Zusatzmengen nicht mehr auskommen, so dass schon aus diesem Grunde der «luftleere Raum», der sich nach der ersten Stufe der Demobilisation da und dort um die Arbeitsgemeinschaften gebildet hätte, wieder verschwinden dürfte. Wohl hat mit der teilweisen Entlassung von Fahrzeugen die Knappheit an Transportraum etwas nachgelassen, eine rationelle Ausnutzung jedoch vermag angesichts des neuerlichen Abbaus der Benzin- und Dieselölzuteilung nur die Organisation und Verteilung der Transporte durch die Arbeitsgemeinschaften zu gewährleisten. Ihr Wirkungskreis füllt eich, als Folge der sinkenden Rationen, wieder aus und erhält neuen Zuwachs. STEUERRÜCKVERGÜTUNG FÜR REQUIRIERTE FAHRZEUGE Wann kommt der bundesgerichtliche Entscheid ? Wie erinnerlich, haben Aispa, ACS und TCS das Bundegericht angerufen, um einen Entscheid über die Frage herbeizuführen, ob die Kantone verpflichtet seien, die Verkehrssteuern für die militärisch requirierten Motorfahrzeuge zurückzuerstatten. Infolge der Inanspruchnahme verschiedener Mitglieder des, Bundesgerichts durch den Militärdienst war es bisher nicht möglich, die Angelegenheit Rechtsufrige Thunerseestrasse trotz Umbau an Samstagen und Sonntagen offen. Wie wir erfahren, bleibt die rechtsufrige Thunerseestrasse zwischen Merligen und Iriteflaken trotz der gegenwärtig dort im Gang sich befindenden Bauarbeiten vom Samstag 12 Uhr bis Sonntag abend für den durchgehenden Verkehr offen. An Werktagen dagegen ist auf dieser Strecke während des Ausbaues lediglich der Zubringerdienst gestattet. Unfallverhütung. Ausgänge von Badeanstalten als Gefahrenherde. Unfälle, die sich bei den Badeanstalten an den beiden Seestraesen längs des Zürchersees ereigneten, haben die zuständigen kantonalen Behörden auf Anregung der Zürcher Sektion des A.C.S. veranlasst, in einem Zirkularschreiben die beteiligten Gemeinden um Abhilfe- resp. Vorbeugemassnahmen zu ersuchen. So •wird empfohlen, diese Gefahrenstellen bei den Austritten von den Badeanstalten auf Automobilsport Während langen Jahren brachte man in Europa dem amerikanischen Automobilsport ein verschwindend kleines Interesse entgegen. Das hing hauptsächlich damit zusammen, dass einerseits die Gesichtspunkte, unter welchen drüben Motorsport betrieben wurde, von jenen in Europa gänzlich verschieden waren und sich anderseits die Beteiligung an amerikanischen Veranstaltungen fast ausschliesslich auf einheimische Piloten und Fahrzeuge beschränkte. Das änderte mit einem Schlag, als eich in den Jahren 1936 und 1937 auf Einladung hin ein starkes europäisches Rennfahrer-Kontingent zum Start im VanderbilWUup-Race auf der neuen Rooseveltfield-Rundstrecke anschickte und bei dieser Gelegenheit die Fachpresse der alten Welt ein lebhaftes Interesse an den Motorsportanlässen Nordamerikas sowohl in technischer wie an sportlicher Hinsicht zu bekunden begann. Als Rennen von wirklicher Bedeutung gelten jenseits des groseen Wassers einzig die für die amerikanische Meisterschaft zählenden. Dies© Meisterschaft wurde im Jahre 1909 erstmals ausgetragen und von Bert Dingley gewonnen. Ein Jahr darauf blieb der Italiener Dario Resta als Erstplacierter im Indianapolis- Rennen siegreich; er ist der einzige Europäer, der sich je die amerikanische Meisterschaft geholt hat. Den Titel des Champions in diesem Wettbewerb herauszufahren gehört mit zum grössten Ehrgeiz eines jeden rennsportlioh tätigen Yankees, zumal ihm beim Gelingen der Uebung eine ansehnliche Stange Geldes winkt. Im Kampfe um die Meieterschaftslorbeeren sind auch nichtamerikanische Fahrer startberechtigt, die vor vier resp. drei Jahren im Gesamtklassement durchwegs die Ehrenplätze zu besetzen vermochten. 1936 siegte im Rennen um den Vanderbilt-Pokal Nuvolari auf Alfa Romeo und unmittelbar hinter ihm klassierten sich Wimille auf Bugatti, Brivio auf Alfa Romeo, Sommer auf Alfa Romeo und Trossi/McEvoy auf Maserati an zweiter bis fünfter Stelle, während 1937 Rosemeyer auf Auto-Union vor Setnan auf Mercedes-Benz und Delhis auf Auto-Union (im 4„Rang) Europa neuerdings in Front brachte.- Massgebend für die Klassierung der unter den Auspizien der A. A. A. {American Automobile Association) zur Durchführung gelangenden Meisterschaftsveranstaltungen ist die Anzahl der Punkte, die den ersten zwölf Konkurrenten, welche ein Rennen zu Ende gefahren haben, gutgeschrieben werden. Für das Championnat zählen in der Regel drei über 500 resp. 300 resp. 100 Meilen gehende Anlässe, wobei die 500 Meilen, in denen der Sieger 1O0O Punkte auf sein Konto buchen kann, alljährlich am «Memorial Day» in Indianapolis zum Austrag kommen. Auf 600 resp. 200 Punkte lautet die Gutschrift für die ersten im 300- resp. 100-Meilen-Rennen, die abwechslungsweise auf den Pisten von Syracuse, Atlantic City oder Rooseveltfield steigen. Ist es in Europa so gut wie unmöglich, sich die Durchführung eirer wichtigen rerinsportlichen Veranstaltung ohne die offizielle Beteiligung der im Rennwagenbau führenden Fabriken Alfa Romeo, Auto-Union, Bugatti, Maserati, Mercedes- Benz vorzustellen, so sind der «Rennstall », die «Scuderia>, di& «Renngenieinechaft» in USA völlig die Seestrasse durch das Hinweissignal Nr. 22 (Vorsicht) zu kennzeichnen, in gleicher Weise wie dies auch bei Schulhäusern geschieht. Ferner erteilt das Zirkular den Rat, vor dem Austritt vpn der Badeanstalt auf die Seestrasse am seeseitigen Trottoirrand Schikanen in Form von Zäunen oder Geländern, anzubringen, wie sie bei der Einmündung stark abfallender Wege in verkehrsreiche Strassen erstellt" werden. Ausserdem wären noch Vorkehren an> Stellen zu treffen, wo Ausgänge aus Badeanstalten in der Nähe von die Uebersicht hemmenden Mauern und Hecken in die Strasse einmünden. Veloständer sollten so placiert werden, dass die Velöausfahrt auf die Strasse an übersichtlichen Stellen erfolgen muss. Schliesslich ergeht an die Gemeinderäte noch das Ersuchen, die LehreTjschaft zu- veranlassen, die badende Schuljugend auf 2 (0) die besonderen Gefahren beim Austritt aus den Badeanstalten auf die Seestrassen nachdrücklich aufmerksam zu machen. 2 (1) wegen Flucht nach dem Unfall. Da sich in letzter Zeit die Unfälle der Fussgänger und Radfahrer, trotz des starken Rückgangs 1 (1) 2 (0) wegen Strolchenfahrten des Automobilverkehrs erheblich vermehrt haben, 1 (3) verdient das Vorgehen der Zürcher Behörden für 1 (0) Bekämpfung der Unfallgefahr besondere Anerkennung. V 1481 ausländische Motorfahrzeuge haben im vergangenen Juni die Grenzen der Schweiz zu vorübergehendem Aufenthalt passiert. Revn«»» Notf» Weniger Führerausweisentzüge Im Kanton Bern. Wieweit die Schrumpfung des motorischen Strassenverkehrs, bedingt durch Mobilisation, Requisition und- Treibstoffrationierung am Rückgang der Führerausweisentzüge im Kanton Bern während des 1 verflossenen Jahres beteiligt ist, und bis zu welchem Grade sich darin eine Besserung der Disziplin und Verkehrsmoral der Fahrzeuglenker spiegelt, lässt sich anhand der nackten Zahlen im Bericht der kant. Polizeidirektion natürlich auch nicht annähernd feststellen. An der Tatsache immerhin gibt es nichts zu rütteln, dass die Fälle, da zu dieser administrativen iMassnahme gegriffen werden musste, von 386 im Jahr 1938 auf 208 im Jahr 1939 gesunken sind. Aus was für Gründen die Entzüge verfügt wurden? Die nachstehende Tabelle gibt Aufschluss darüber, wobei die Zahlen in Klammern einen Vergleich mit der entsprechenden Ziffer des Vorjahres erlauben. Ein bedenkliches Licht auf das Pflicht- und Verantwortungsgefühl gewisser Fahrer wirft dabei der Umstand, dass unter den Entzugsgründen das Fahren in angetrunkenem Zustand an erster Stelle figuriert. Es erfolgten nämlich: 94 (144) Entzüge wegen iFahrens In angetrunkenem 'Zustand. r i : * jenseits des Atlantiks» unbekannt. Jede sportliche Initiative bleibt dort Wie wir hören, wird das Problem zur Zeit nach ganz dem einzelnen Fahrer überlassen; wo erdieser Richtung hin überprüft, und es ist kein irgendeine Firmabezeichnung mit seinem Wagen in Zweifel, dass von der Armee aus die nötigen Verbindung' bringt, wie beispielsweise « Hamilton Schritte unternommen werden, damit in das Strassenbauprogramm diejenigen Projekte aufgenommen Harris >, « Duray Special >, « Burd Piston Ring » usw., da will dies nichts anderes besagen, als dass werden, deren rasche Verwirklichung sich aas militärischen Gründen aufdrängt. er mit den betreffenden Firmen einen Reklame- Vertrag abgeschlossen hat, aus dessen Erträgnissen er, sein Upternehmen — Konstruktion des Wagens und Bestreitung des Rennens — finanziert. Bei den amerikanischen Rennwagen handelt es sich größtenteils um Produkte von Mechaniker/ Konstrukteuren, di© mit der Automobilindustrie des Landes nicht den geringsten Kontakt besitzen, aber offenbar mit der Teilnahme an den verschiedenen Veranstaltungen all ihre Unkosten und Spesen, die aus dem Bau und der Herfichtung der Maschine für die Rennen resultieren, doch bezahlt machen. Und diese dürften recht erheblich sein, denn ausser den Motoren, die im allgemeinen aus den Spezialfabriken von Offenhauser und Miller stammen, hat sich der aktive Rennsport-Enthusiast in USA mit den Telativ bescheidenen ihm zur Verfügung stehenden Mitteln mit allen Problemen der Konstruktion und der «mise au point» zu befassen. Immerhin haben sich in den letzten paar Jahren doch zwei Gemeincschaften herausgebildet, die den Zweck verfolgen, talentierten und routinierten Piloten die erfprderlichen technischen und finanziellen Mittel 'zur Verfügung zu stellen, um ihnen die [Fortsetzung ihrer sportlichen Tätigkeit zu sichern; die eine wurde von Joe Thorne, Rennfahrer und Multimillionär in einer Person, die andere von Mike Boyle ins Leben gerufen. Im Unterschied zu Thorne, der in Zusammenarbeit mit dem bekannten Techniker AI Sparks Eigenkonstruktionen, die «Thorne Special» von 3 Liter mit Kompressor und 4,5 Liter ohne Kompressor, herausbringt, welche von Thorne selbst und von Rex Mays gesteuert werden, vertraut Mike Boyle seinen Fahrern verschiedenste Marken und nTypen von Rennwagen, worunter auch ausländische, an. Ihm gehört u. a. der 3-Liter-Kompressor- Maserati, mit dem Wilbur Shaw die 500 Meilen von Indianapolis 1939 und 1940 gewann, ferner ein 6-Zylinder-l,5-Liter-Maserati, der von Mauri Rose betreut wird, dann zwei ältere Miller-Konstruktionen ohne Kompressor mit Ted Hörn und Chet Miller am Steuer. Abgesehen von den genannten drei Hauptrennen jeder Saison wird in USA zur- Sommerzeit noch eine ganze Reihe weiterer automobilsportlicher Anlässe organisiert, die jedoch technisch nicht von Bedeutung sind uud im übrigen rein lokalen Charakter aufweisen. 40 (80) 13 (45) 8 (15) 8 (5) 8 (29) 7 (6) 5 (26) wegen unbeherrschten Fahrens. wegen fahrlässiger Tötung, wegen mangelnder moralischer Auch der Grosse Preis von Italien abgeblasen. Vor einigen Wochen verkündete der italienische Automobilsportverband, der Grosse Preis von Italien gelange am 15. August im Rahmen der Coppa Acerbo zum Austrag, währenddem dannzumal schon sämtliche übrigen im italienischen Sportkalender vorgesehenen Rennen abgesagt wurden. Nach Fühlungnahme mit der deutschen ONS, in deren Verlauf es sich herausstellte, dass eine Beteiligung deutscher Wagen nicht in Betracht fallen könne, hat nun Italien auf die Durchführung seines Gran Premio verzichtet. Qualifikation (schlechter' Leumund, schlechte Aufführung, kriminelle Vorstrafen, etc.). wegen Missachtung des Vortrittsrechta. wegen wiederholter Uebertretung der Verkehrsregeln. wegen Nichtbestehens der Kontrollprüfung, wegen unvorsichtigen Ueberholens. 4 (9) wegen Führens eines Motorfahrzeugs für das keine gültige Haftpflichtversicherung bestand. 3 (0) wegen Nichteignung. 3 (2) wegen Schwerhörigkeit, 3 (8) wegen Krankheit und Gebrechen, wegen Führens eines Fahrzeugs einer andern Kategorie, ohne .entsprechenden Fahrausweis. wegen Fahrens trotz Entzug, wegen Geisteskrankheit. wegen Fahrens in übermüdetem Zustand. Strossen Die Alpenstrassenproiekte. ' In der Tagespresse wird zur Frage, welche der Projekte für den Ausbau der Alpenstrassen zuerst Verwirklichung finden sollen, wie folgt Stellung genommen: , Wie erinnerlich, hat der Bundesrat versprochen, dem Schweizervolk unter allen Umständen Arbeit zu verschaffen. Als Arbeitsbeschaffungemassnahme eignet eich in hervorragendem Masse der Ausbau unseres Strassennetzes im Alpengebiet, wofür der Bundesrat erstmals im Jahre 1935 und sodann in der Vorlage über die Verstärkung der Landesverteidigung und die Bekämpfung der Arbeitslosigkeit vom Jahre 1939 erhebliche Kredite zur Verfügung gestellt worden sind. Inzwischen hat der Bundesrat bereits einen Beschluss erlassen, dahingehend, dass der Ausbau des Bernhardin, des Ofenbergs und der Oberalpstrasse zum Zwecke der Arbeitsbeschaffung unverzüglich an die Hand zu nehmen sei. Anderseits tauchen in der Oeffentlichkeit weitere Vorschläge auf, die für diese oder jene Projekte werben.. Die gegenwärtige Lage unseres Landes erfordert, dass hier von Anfang an nach ganz bestimmten Gesichtspunkten vorgegangen' wird und daes nicht irgendwelche Sonderinteressen maßgebend sein dürfen. In erster Linie ist heute nach militärischen Interessen und Bedürfnissen zu entscheiden, ob dieees oder jenes Projekt in den Vordergrund zu stellen ist, wobei der veränderten militärisch-politischen Lage unseres Landes Rechnung getragen werden muss. Das hat zur Folge, dass das eine oder andere Projekt, das bisher im Vordergrund stand und im Grundsatz schon beschlossen war, nicht mehr dieselbe militärische Bedeutung hat wie früher und deshalb zugunsten anderer, infolge der veränderten Lage dringlich gewordener Projekte zurückzutreten hat. Erwägungen touristischer oder irgend welcher anderer Natur müssen vor den Interessen der, Landesverteidigung unter allen Umständen zurücktreten. Sofortiger Beginn der Bauarbeiten an der Prageistrasse ? Der Umstand, dass die Baudirektion des Kantone Glarus die Bauarbeiten für das 5 km lange glarnerische Teilstück der Strasse (von Vorauen bis zur Kantonsgrenze) ausschreibt, lässt die Hoffnung wach werden, der Zeitpunkt des Beginns für die Erstellung dieser wichtigen Verbindung zwischen der Zentral- und der Ostschweiz liege nicht mehr weit entfernt. Die Ausschreibung wäre wohl früher erfolgt, aber es Hessen sich keine Unternehmer finden, weil sie alle mit Arbeiten für den Bund beschäftigt waren. Von den 400 000 Fr. Kostenanteil, welche auf den Kanton Glarus entfallen, hat er selbst nur 160000 Fr. zu tragen, währenddem für den Rest der Bund aufkommt. Für den Kanton Schwyz, auf dessen Gebiet der Hauptteil der Pragelsti'asse, nämlich eine Streckenlänge von 16,4 km, liegt, stellen sich die Ausgaben auf 1,8 Millionen, woran der Bund 7O°/o an Beiträgen leistet. SEKTION BERUFS-CHAUFFEURE ZÜRICH. Sektionsversammlung nächsten Samstag, 20. Juli, abends 20 Uhr, im Restaurant zum «Sihlhof», 1. St. Durch die vom Bundesrat durchgeführte Teildemobilmachung unserer Armee, ist auch ein Teil unserer Berufskollegen nach Hause zurückgekehrt, und die Verhältnisse gestatten es uns, die ordentl. Versammlungen wieder^ durchzuführen. Kollegenl es gibt vieles zu berichten; erwähnt sei nur die Rationierung flüssiger Kraft- und Brennstoffe, Arbeitsgemeinschaften der Lastwagenbesitzer, Abänderung des MFG (Art. 17 usw), Inkrafttreten der Transportordnung. Das sind alles Fragen vongröster Bedeutung. Jeder Chauffeur muss sich darüber aufklären lassen. Darum erscheine jeder an der Versammlung. Der Sektionsvorstand. S. O. A- C„ SEKTION BERN. Tätigkeitsprogramm: Bis 16. August Clubferien. Für die noch in Bern anwesenden Clubmitglieder findet jeweilen Freitags von abends 8 Uhr an eine Zusammenkunft im Kasino (Terrasse) statt. 16. August: Clubabend. 23. August: Einladung des Altersheim zu ehinem Imbiss in die innere Enge nachmittags 3 Uhr. 30. August: Vorstandssitzung abends punkt 8 Uhr im Clubzimmer.-Bei günstiger Witterung an- Bchliessend für alle Mitglieder Fahrt ins Blaue.