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E_1940_Zeitung_Nr.029

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6 AUTOMOBIL-REVUE

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BERN, Dienstag, 16. Juli 1940 ic tttifert fttyntn fpdjfen föidj Plauderei Automobil-Revue - II. Blatt, Nr. 29 es der Frauen nicht, als aber über der Feuerstelle aus dem verdampfenden Wasser von Meeren, Lagunen und Salzquellen das kostbare Salz gewonnen wurde, als zwischen heissen Steinen Brot gebacken und aus Honig, Gerste und wildem Hopfej Meth gebraut wurde, da stieg das Ansehen da Frau gewaltig empor. Nun war sie zur Hüterin d#r Feuerstelle, zum guten Geist des häuslichen Herdes geworden; ihr ganzes Dasein spielte sich/um die Feuerstelle ab, die Ausgestaltung der Mahlzeit lag nun in ihren Händen, aber einen Platz afl der Männertafel hatten die Frauen darum nocly nicht erobert, bis zu dieser Erhöhung ihrer Stello men und gingen noch unzählbare Generationen! Bei den alten Helvetiern lagerten die Männer auf Bärenfellen wie alle Germanen. Das Mahl war eine Angelegenheit des starken Geschlechtes, hatte doch der Mann die Fleischbeute oft unter tagelanger Mühe und Entbehrung, ja, unter Lebensgefahr erjagt. Nun geziemte es ihm und den. Jagdgenossen, die glückliche Heimkehr zu feiern und den dreifachen Anfangstrunk zu tun. Den Göttern, den heimgegangenen Helden und den Verwandten zu Ehren wurden die Hörner geleert. Der dritte Trunk hiess der «Minnetrunk», denn in allerältester Zeit bedeutete «Minne» verehrende Liebe überhaupt, nicht nur die Liebe zur Frau. Als das Christentum in frühromanischer Zeit die Sitte verfeinert hatte, diente die Herdstelle nicht mehr als Ort der Tafelfreuden. Man tafelt «in hoher Halle»; die Frauen durften bei der Mahlzeit zugegen sein, aber sie sassen an einem eigenen Tisch. Wenn so die Frauen durch den zweifachen Tisch vom Gespräch der Männer ausgeschlossen waren, so blieben sie doch nach uralter Sitte als Ratgeberinnen hoch in Ehren. Denn gerade weil ihre Redelust dem Brauche gemäss streng gebunden war, überlegten sie ihre Worte, wenn sie einmal verlangt wurden, sehr reiflich und fanden dann ehrfürchtiges Gehör bei den Männern. Nach dem Mahle hoben Kechte die Tafeln von den darunterstehenden Böcken, trugen sie hinaus und räumten auch die Stützen beiseite. Wir aber reden nach mehr als tausend Jahren noch davon, «die Tafel aufzuheben». Im Anfang waren diese Tafeln mit Vertiefungen versehen, in die man den Saft der Fleischstücke tröpfeln Hess, die man mit Messer und Fingern hielt. Brotstücke wurden zum Schluss in den Fleischsaft getunkt, aber nicht verspeist, sondern den Hunden zugeworfen. Im späteren Mittelalter, als die Welt sich deutlicher in Arm und Reich schied, wurden diese Brote in Körbe gesammelt und an die «Hausarmen», die im Hofe lagerten, verteilt. Der Schmucksinn der Frauen, der zu allen Zeiten das Leben zu verfeinern gesucht, sah, kaum dass der Tisch erfunden war, auch schon die Möglichkeit, ihn festlich zu bestellen. Die grösste Kunst unserer Vorfahrerinnen, die sie «von Frigga gelernt», war Spinnen und Weben. Als nun das Christentum seinen Einzug gehalten, kam zunächst die Sitte auf, dass hochgestellte Frauen Decken für den «Tisch des Herrn» verfertigten, aber sehr bald regte sich der Wunsch, auch den häuslichen Tisch mit einem Tuche zu schmücken. Schmal wie die Altardecken waren die ersten Tischtücher. Sie wurden zwischen Gast und Gastgeber, die einander gegenüber sassen, ausgebreitet und bildeten so eine Brücke zwischen Fremdling und Wirt; durch eingewobene Sprüche deuteten sie auf ihre Bedeutung hin. Brachen im Verlaufe des Mahles so schwere Meinungsverschiedenheiten aus, dass auch die heilige Gastfreundschaft sie SBüracrlidtje SKittogStafel, 17. gagitjunbett. nicht mehr zu überbrücken vermochte, so schnitt einer der beiden Tafelnden das Tischtuch entzwei, damit war jede Versöhnung unmöglich gemacht. Auch diese letzte endgültige Entzweiung hat sich unverändert in unserm Wortschatz erhalten, wenn wir nach einem nie wieder gut zu machenden Streite sagen: «wir haben das Tischtuch zwischen uns zerschnitten». Mit dem Tischtuch waren natürlich auch Teller aufgekommen. Zuerst waren sie in Holz geschnitzt, dann in Zinn gehämmert und schliesslich in Silber und Gold getrieben. Nun standen auf dem «schneeigen Linne» die Teller wie kleine Inseln, und die Speisenden mussten sich bemühen, Tunke und Fleischstücke möglichst auf diese zu konzentrieren. Fiel ein Stück daneben, so las man es auf und tat es auf dieses raffinierte Gerät, den Teller, zurück. Da mögen die Hände Flecken auf dem weissen Tischtuch zurückgelassen haben; so entstand zu gleicher Zeit die Sitte, Waschbecken und Händetuch vor, während und nach der Mahlzeit von den Frauen des Hauses darreichen zu lassen. Obendrein bog man die hängenden Seiten des Tischtuches mehrfach um, schlang die Ecken zu Knoten und gab so den Gästen die Möglichkeit, sich die Hände an dem zu innerst liegenden Rande abzuwischen. Hübsch zu essen, war eine schwierige Aufgabe, denn Löffel und Gabeln waren noch unbekannt. Gab es Suppe, so hob der Speisende den Teller an den Mund und schlürfte so gut er konnte. Es wäre wahrscheinlich auch uns nicht leicht, die Schüssel, die aus Freigebigkeit reichlich gefüllt wurde, ohne zu verschütten, auszutrinken. Damals stand ein Knecht mit einem zweiten Teller bereit, den er dem Schlürfenden unter das Kinn hielt. In der anderen erhobenen Hand trug er eine Fackel, mit der er seinem Herrn leuchtete; es wurde aber dem Knecht sehr verübelt, wenn er Pech oder Wachs in die Suppe oder auf das Haupt des Essenden tröpfeln Hess. Nach der Suppe wurde Fleisch serviert: Wildschwein, Bär, Hirsch, Reh, Hase und viele Sorten wilden Geflügels. Fleisch, das keine Jagdbeute war, also: Rind, Schaf, Schwein und Hammel wurde ebenso verachtet wie Gemüse. Rüben, Bohnen, Hirse, Linsen, Hafer galten als Kinder- und Gesindespeisen. Man ass während der gleichen Mahlzeit vielerlei Fleischsorten nacheinander, und zwar von alten Tieren. Je zäher die Speise, je kräftiger glaubte man sie. Ein starkes Geschlecht hatte starke Zähne zu haben und musste auch dea zähesten alten Bären bewältigen können. Daraus aber, dass Männer und Frauen Zahnstocher aus Geierklauen, in edles Metall gefasst, bei sich trugen, darf man schliessen, dass die harten Braten sich nicht gutwillig ihren Zähnen fügten. Als die herrschende Klasse ihre Wohnsitze vom