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E_1940_Zeitung_Nr.033

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dia Versicherungen den

dia Versicherungen den neuen Verhältnissen nicht angepasst sind, stellen sich die fixen Kosten des Motorfahrzeugbetriebes nur unwesentlich niedriger als TOT dem Krieg. Sie sind daher, auf den gefahrenen Kilometer berechnet, entsprechend den verminderten Fahrleistungen gestiegen. b) Erschwerend kommt dazu, dass auch die variablen Kosten, das heisst die Ausgaben für den Kraftstoff, das Sohmiermaterial, die Reifen usw., fortgesetzt erhöht wurden. Das gilt insbesondere für die wichtigsten Betriebsstoffe, das Benzin und das Dieselöl. Der Benzinpreis stieg beispielsweise von 42 Rappen pro Liter vor dem Krieg auf 64 Rappen am 8. Juli 1940. Wie sich diese Steigerung der fixen und Variablen Kosten für den BetrieJb auswirkt, zeigen folgende Aufstellungen: Beispiel 1: Personenwagen «Dodge», 16,8 PS, Anschaffungspreis Fr. 9800.—; jährliche Fahrleistung vor dem Krieg 15000 km, mögliche Fahrleistung bei gegenwärtiger Rationierung, Kategorie D, 1848 km: Fixe Kasten Variable Kosten Total pro km pro km pro km vor dem Krieg 19,0 Rp. 9,8 Rp. 28,8 Rp. im Monat Aug. 1940 154,2 Rp. 21,7 Rp. 175,9 Rp. Beispiel 2: Personenwagen «Opel Kadett», 5,47 PS, Anschaffungspreis Fr. 4250.—; jährliche Fahrleistung vor dem Krieg 15 000 km, mögliche Fahrleistung bei gegenwärtiger Rationierung, Kategorie D, 1500 km: Fixe Kosten Variable Kosten Total pro km pro km pro km vor dem Krieg 9,5 Rp 7,8 Rp. 17,3 Rp. im Monat Aug. 1940 95,8 Rp 9,6 Rp. 105,4 Rp. Wir haben bei diesem Kostenvergleich den extremen Fall der Kategorie D gewählt. Bei den andern Kategorien sind die Verhältnisse etwas günstiger. Immerhin unterstehen mindestens 10 000 Personenwagen der Kategorie D. Dass es unter solchen Umständen für viele Fahrzeugbesitzer viel verlangt ist, ihre Wagen aus wirtschaftlichen und militärischen Erwägungen im Verkehr zu behalten, bedarf keiner Begründung. S. Bei der Betrachtung der schwierigen Lage des Motorfahrzeugyerkehrs und der mit ihm zusammenhängenden Wirtschaftszweige dürfen die Opfer nicht vergessen werden, die von dieser Seite bisher schon gebracht werden mussten. Während vieler Monate standen 50 bis 70 Prozent der Lastwagen im Dienst der Armee. Viele Fahrzeughalter mussten ihre sämtlichen Wagen stellen, •wodurch ihnen die Grundlage ihrer Existenz entzogen wurde. Bei manchen sind die letzten Reserven erschöpft. Um so härter trifft sie jetzt, bei der Entlassung ihrer Wagen, die Rationierung und Verteuerung des Kraftstoffs. Aber auch die berufs- Treibstoffrationen für Lastwagen nochmals um ca. 15% gekürzt. Durch Verfügung Nr. 11 betreffend die Landesversorgung mit flüssigen Kraft- und Brennstoffen hat das Eidg. Volkswirtschaftsdepartement die Treibstoffrationen für Lastwagen und Industrietraktoren für die nächste Periode, umfassend die Zeit vom 16. August bis 15. September 1940 wie folgt festgesetzt (die in Klammern beigefügten Zahlen bedeuten die Zuteilung während der Periode vom 16. Juli bis 15. August) : a. Motorlastwagen (eine Tonne und mehr Nutzlast): Lastwagen bis 15,99 PS: 1 Rationierungsschein von 120 (140) Liter Benzin oder 100 (120) Liter Dieselöl (Kürzung 14,3 resp. 16,6%). Lastwagen von 16 PS bis 20,99 PS: 1 Rationierungsschein von 160 (190) Liter Benzin oder 135 (160) Liter Dieselöl (Kürzung 15,9 resp. 15,6%). lastwagen von 21 PS bis 30,99 PS: 1 Rationierungsschein von 220 (260) Liter Benzin oder 190 (230) Liter Dieselöl (Kürzung 15,4 resp. 17,4%). Lastwagen von 31 PS und mehr: 1 Rationierungsschein von 300 (350) Liter Benzin oder 250 (300) Liter Dieselöl (Kürzung 14,3 resp. 16,6%). Für Holzgas- und Holzkohlenlastwagen mit Zusatzvergasern wird pro Fahrzeug 1 Rationierungsschein von 35 (40) Liter Benzin abgegeben (Kürzung 12,5%). b. Industrietraktoren für den Strassenverkehr: 1 Rationierungsschein für 120 (140) Liter Benzin oder 100 (120) Liter Dieselöl (Kürzung 14,3 resp. 16,6%). massigen Wagenführer kommen in eine schlimme Lage. Bekanntlich besteht bei der Armee Mangel an ausgebildeten Fahrern; aus diesem Grunde musste ein grosser Teil der Wagenführer länger im Dienst bleiben als die Angehörigen anderer Truppenteile. Heute, da Wagen und Fahrer entlassen werden, finden sie infolge mangelnden und zu teuren Brennstoffs keine Arbeit mehr. Der Vorstand von Via Vita, der 18 am Strassenverkehr interessierte Verbände angehören, hat auf Grund der angeführten Tatsachen beschlossen, den Bundesrat auf die bestehende Notlage aufmerksam zu machen und ihn um eine rasche und wirksame Hilfe zu ersuchen. Als kommen in Frage: ZCUfsfuütei a) Abbau der Kraftstoff preise. Sd>we Wieviel Treibstoff darf für Auslandsreisen mitgenommen werden ? Die Handelsabteilung des Eidg. Volkswirtschaftsdepartements teilt mit: Die Mitnahme von Benzin oder andern flüssigen Treibstoffen ins Ausland zur Durchführung regelmässiger Personen- oder Sachtransporte ist verboten. Beim Grenzübertritt darf jedoch wie bisher eine Menge von 10 Litern Benzin im Einzelfall ins Ausland mitgeführt werden. Für die Mitnahme dieser Menge bedarf es keiner besondern Bewilligung. Die Kontrolle wird durch die in Frage kommenden Grenzzollämter durchgeführt. Für Reisen schweizerischer Automobilisten sowie für Reisen, welche von Transportunternehmungen irgendwelcher Art durchgeführt werden sollen, kann ausnahmsweise im Einzelfall für Personenfahrzeuge die Mitnahme von maximal 30 Litern Treibstoff bewilligt werden, sofern ein Gesuch, das der Sektion für Ein- und Ausfuhr des Eidg. Volkswirtschaftsdepartements, Bern, Eigerplatz 1, schriftlich einzureichen ist, als begründet erscheint. \u(o und »«im»» Fisltus Steuererhebung nach Massgabe der Benzinzuteilung- auch In Basel-Stadt verlangt. Nicht nur in den Automobilverbänden, sondern auch bei den Organisationen des Autogewerbes steht heute das Problem der Anpassung der Verkehrssteuern an die Treibstoffrationierung im Vordergrund. So nahm denn auch eine Versammlung, welche die Sektion beider Basel des schweizeri- AUTOMOBIL-REVUE DIENSTAG, 13. AUGUST 1940. — N° 33 Wir haben in unseren Zusammenstellungen gezeigt, dass die Höhe der variablen Betriebskosten eine wenn auch nicht ausschlaggebende, so doch wichtige Rolle spielt. Sie verstärkt unbedingt die Tendenz zur Stillegung der Fahrzeuge. Eine Senkung der Betriebskosten drängt sich daher auf. Die Verbände stehen mit den Versicherungsgesellschaften in Unterhandlungen, um eine Anpassung der Versicherungsprämien zu erreichen. Wichtiger aber ist die Herabsetzung der Kraftstoffpreise und diese ist nur möglich, wenn der Benzinzoll den gegenwärtigen ausserordentlichen Verhältnissen angepasst wird. Wir schlagen daher vor, den Einfuhrzoll auf Benzin für die Dauer der Kraftstoffrationierung auf den in den Jahren 1921 bis 1923 gültigen Ansatz festzusetzen. Wir verstehen, dass einer Herabsetzung des Benzinzolls von Seiten des Bundes grundsätzlich und materiell grosse Bedenken entgegenstehen. Wir möchten aber darauf hinweisen, dass der gewünschte Zollabhau zur Rettung eines bedeutenden Wirtschaftszweiges aus einer aussergewöhnlichen Lage vorgenommen werden soll. Fiskalische Erwägungen dürfen daher keine ausschlaggebende Rolle spielen. Es ist zweckmässiger, möglichst viele Fahrzeuge im Verkehr zu halten, als deren Stillegung durch die zu hohen Kraftstoffkosten zu erzwingen. Wir glauben annehmen zu dürfen, dass die mit dem gewünschten Zollabbau vermittelte Hilfe geringere Bundesmittel erfordert, als hei der Beibehaltung des jetzigen Zollansatzes zur Unterstützung der Motorfahrzeugwirtschaft unbedingt notwendig werden. Es gilt nicht nur diesen Wirtschaftszweig aus wirtschaftlichen und militärischen Gründen zu erhalten, sondern auch einer gefährlichen Arbeitslosigkeit zu wehren. b) Herabsetzung der kant. Motorfahrzeugsteuern. Wir erlauben uns, bezüglich der kantonalen Motorfahrzeugsteuern nochmals auf unsere Eingabe vom 25. November 1939 zurückzukommen. Die bisherigen Massnahmen der kantonalen Regierungen reichen nicht aus, um dem Motorfahrzeugverkehr die nötige Hilfe zu bringen. Wir ersuchen daher den Bundesrat, im Sinne unserer damaligen Anregungen bei jenen Kantonen vorstellig zu werden, die bisher gegenüber den Motorfahrzeughaltern kein oder kein genügendes Entgegenkommen gezeigt haben. Dabei wäre auch erneut die Anregung auf Steuererhebung entsprechend den Rationierungsperioden zu machen. c) Ersatzkraftstoffe und Streckmittel. Via Vita ist der Auffassung, dass, wie in anderen Ländern, auch in der Schweiz sofort alle Anstrengungen gemacht werden müssen, um durch Einsatz von Ersatzkraftstoffen und Streckmitteln einen wenn auch eingeschränkten Motorfahrzeugverkehr sicherzustellen. Es wird Sache der Kriegswirtschaftsämter und der Eidgenössischen Technischen Hochschule sein, die technischen Untersuchungen durchzuführen und dem Bundesrat Antrag zu stellen. Von bundeswegen ist aber eine starke Förderung dieser Bemühungen und offenbar auch eine finanzielle Beihilfe bei der Umstellung der Fahrzeuge erforderlich. Die Dringlichkeit unserer Postulate ist gegeben durch die Notwendigkeit, den Weiterbestand eines gefährdeten Wirtschaftszweiges, der 50 000 Angestellten und Arbeitern Beschäftigung gab, zu sichern. schen Autogeweribeverbandes dieser Tage abhielt, einstimmig den Standpunkt ein, dass auch für Basel die Zeit gekommen sei, um dem Beispiel anderer Kantone zu folgen, welche bei der Festsetzung der Verkehrssteuern von der Treibstoffzuteilung ausgehen. Tatsächlich wurde beschlossen, bei den Behörden vorstellig zu werden, um sie zur Vornahme einer Neuordnung des Besteuerungsmodus in diesem Sinne zu veranlassen. Uehereinstimmend kam in der Versammlung die Auffassung zum Ausdruck, dass bei gleichbleibenden Rationierungsmengen die Steueransätze für den Automobilisten untragbar seien und zu massenhaften Stillegungen führen müssen. Die Versammlung hofft deshalb, die Behörden werden sich der Einsicht nicht verschliessen, dass die Aufbockung eines grossen Teils der noch im Verkehr stehenden Fahrzeuge die prekäre Lage des Autogewerbes noch weiter verschlimmern und zu Personalentlassungen, ja zur Schliessung ganzer Betriebe führen musste, was für den Staat eine Schmälerung seiner Steuereinnahmen zur Folge hätte. Sowohl die Notwendigkeit der Arbeitsbeschaffung und der Widereinstellung der zurückgekehrten Wehrmänner als auch die Erfordernisse der Landesverteidigung, die auf einen fahrbereiten Motorfahrzeugpark angewiesen ist, bestärkten die Versammlung in der Erwartung, dass die Behörden jedes Mittel, namentlich aber eine kräftige Herabsetzung der Steuern versuchen werden, um der drohenden Ausserbetriebsetzung zahlreicher Automobile und damit einer weiteren Erschwerung der Existenzbedingungen des Autogewerbes entgegenzutreten. Sf*£ *>ni»a Vom Rapperswiler Seedamm. Der Strassenzug über die Hurdener Landzunge mit dem Rapperswiler Seedamm bildet heute ein wichtiges Teilstück des schweizerischen Hauptstrassennetzes. Als einzige Landverbindung der beiden Seeufer des Zürichsees in rund dreissig Kilometer Entfernung von Zürich ist diese Strasse ein wichtiges Bindeglied der beliebten Seerundfahrt; auch im Fernverkehr nimmt der Seedamm eine bedeutende Stellung ein, und zwar sowohl in bezug auf den Strassen- wie Bahnverkehr. Die Bedeutung dieser Verbindung wurde schon vor Jahrhunderten erkannt. So soll Erzherzos Rudolf von Habsburg bereits im Jahre 1358 die erste Seebrücke Hurden- Rapperswil erstellt haiben, wobei es sich allerdings nur um eine primitive Holzbrücke handelte, die vom Fischerdörfchen Hürden in der Richtung auf das heutige Stationsgebäude in Rapperswil verlief. Eine Feuersbrunst soll im Jahre 1798 das Bauwerk zerstört haben, doch wurde im Jahre 1818 wieder eine in Holz konstruierte Brücke erstellt. Rapperswil ergriff später die Initiative zu einer grosszügigen Lösung der Verkehrswege über die See-Enge und die Hurdener Landzunge, aber der 1878 erbaute Seedamm vermochte nach dem Weltkrieg den Bedürfnissen nicht mehr zu genügen. Die Ausarbeitung eines Projektes, das allen Verkehrsinteressen zu entsprechen hatte, war schwer und langwierig, wovon die vielen Projektvarianten beredtes Zeugnis ablegen. Stiess schon die technische Bearbeitung des Projektes auf Schwierigkeiten, so trat dies bei der Finanzierung erst recht zutage. Wenn nicht der Bund aus Gründen der Arbeitsbeschaffung Subventionen in grösserem Masse zugesichert und anderseits die Kantone St. Gallen, Die A.R. bei Nationalrat Grimm (Schluss von Seite 1.) «Auch den Personenwagenbesitzern?» «Nein, in erster Linie den Camions.» «Wird nicht auch für den Personenverkehr die Frage des Betriebs mit Ersatztreibstoffen studiert?» «Wir haben auch diese Angelegenheit an die Hand genommen. Was uns vorschwebt, ist eine Lösung, wobei die Lastfahrzeuge auf Holz- oder Holzkohlengas umgestellt würden, währenddem wir, was die Personenwagen anbetrifft, eher an Karbid denken.» «Bedingen die bisher unbefriedigenden Ergebnisse der Ausrichtung von Bundesbeiträgen an den Umbau von Lastwagen auf feste Treibstoffe nicht eine Aenderuns der Subventionsmethode?» «Selbstverständlich kommt man ohne staatliche Beihilfe nicht aus, aber sie muss in anderem Rahmen und in gröserem Ausmass als bisher erfolgen. Daneben sind, um einen weitern Anreiz zum Uebergang auf Holzgasbetrieb zu schaffen, noch gewisse weitere Vergünstigungen für den Holzgas-Lastwagen vorgesehen. Er bliebe z. B. für den Fall, dass wir uns dazu gezwungen sähen, den Fernverkehr zu drosseln, von Beschränkungen nach dieser Richtung hin ausgenommen. Im übrigen haben wir die Absicht, alle auf den Markt gelangenden Konstruktionen für die Verwendung von Ersatztreibstoffen durch die Eidg. Materialprüfungsanstalt begutachten zu lassen. Was sie davon als zweckmässig befindet, soll einen Stempel oder sonst ein Kennzeichen erhalten und würde von der Sektion für Kraft und Wärme genehmigt und empfohlen. Aber auch nur das. Bei anderen Einrichtungen dagegen, bei denen diese Voraussetzung nicht zutrifft, mussten wir uns Ablehnung vorbehalten. Im übrigen arbeiten wir mit Hochdruck daran, alle jene Fragen einer beschleunigten Lösung entgegenzuführen, welche mit der Gross-Serienfabrikation des neuen Gasgenerators zusammenhängen, wovon ich Ihnen gesprochen habe. Dabei müssen wir jedoch heute schon die kommende Friedenszeit ins Auge fassen und dia Sache derart vervollkommnen, dass deren Weiterbestand auch dannzumal als gesichert betrachtet werden darf. Es kann sich somit bei allem, was wir bis jetzt unternehmen, nicht etwa bloss um eine für die augenblickliche Situation gedachte Notlösung handeln.» «Und wo steht man heute in der Frage der Holzbeschaffung? Ist sie soweit abgeklärt, dass binnen nützlicher Frist an deren Realisierung geschritten -werden kann?» «Auch da sind wir nicht untätig gewesen nnd wir hoffen, in kurzem eine ausreichende Lösung finden zu können. Nebenbei bemerkt, befasst man sich auch mit der Prüfung einer Holzkohlenart, Carbusol genannt, auf deren Eignunsr als Ersatzbrennstoff. Versuche sind damit gegenwärtig im Gang und es erscheint nicht als ausgeschlossen, dass diese Betriebsart von Bundes wegen gefördert wird, obwohl das nicht ganz einfach sein dürfte.» «Haben Sie noch andere Eisen im Feuer, d. h. erstrecken sich die Studien und Vorarbeiten der Sektion für Kraft und Wärme noch auf andere Seiten des Ersatztreibstoffproblems?» «Verschiedenes befindet sich im Tun. Um der Benzinknappheit im Rahmen des Möglichen und mit tunlichster Beschleunigung entgegenzutreten. Sobald die Sache spruchreif ist, werden die entsprechenden Massnahmen erfolgen. Mit näheren Einzelheiten können wir jedoch zurzeit noch nicht herausrücken.» Schwyz und Zürich die Elektrifikation der Südostbahn nicht ermöglicht hätten, wäre es kaum möglich gewesen, das Projekt, das dem Umbau der Hauptstrasse vom Bahnhofplätz Rapperswil bis zur Einmündung in die Kantonsstrasse Pfäffikon- Lachen beim Gwatt, der Umbau des Trasses der Südostbahn vom Bahnhof Rapperswil bis zur Einfahrt in die Station Pfäffikon und endlich die Anlage eines Schiffahrtskanales von 540 m Länge durch die Hurdener Landzunge vorsieht, so rasch der Verwirklichung entgegenzuführen. Der Bau ist auf 3,4 Millionen Franken veranschlagt. Durch die Mobilisation hat sich der Arbeitsfortschritt verzögert, so dass die Vollendung auf Ende 1941 in Frage gestellt ist. Kp. Und wieder die Napfstrasse. Auch die Initianten der Napfstrasse regen sich wieder, wie die Versammlung von Behördevertretern und weiteren Interessenten aus den Gemeinden Langnau und Trubschachen beweist, die sich mit dem Projekt einer Bergstrasse von Trüb über den Napf nach Willisau befasste. Zur Ausarbeitung eines definitiven Projektes wurde dabei eine Studien-Kommission eingesetzt, der 1 es auch obliegt, die Frage der Erstellung einer Habkernstrasse von Kemmeriboden über Habkern nach Interlaken zu prüfen. Weg geworfen hatte. Als es sich erwiesen, dass ihre willige Hilfsbereitschaft nichts zur Klärung beigetragen, hatte er sie fallen lassen — hatte es vielleicht nicht einmal erfahren, dass sie nicht mehr zum Personal der Maschinenfabrik .Vulkan' gehörte !... Und wenn er es erfahren hatte, so ahnte er nicht, dass im letzten Grunde er selbst die Veranlassung zu ihrer fristlosen Entlassung gewesen war ! Der Mutter hatte sie erklärt, es sei .Abbau', und man benötige sie nicht mehr. Ganz entsetzt hatte die Mutter dreingesehen; so schlecht stünde es also wirklich jetzt mit den grossen Fabriken, dass sogar dem .Vulkan' das Telephon abgeschnitten sei ? » Um endlosem .Plaudern' zu entgehen, war Gerda wie damals, nach jener bei Ernst Müller verbrachten schlaflosen Nacht, wieder auf die Strasse hinunter und hatte sich irgendwo in die Nische einer kleinen verstaubten Konditorei gesetzt, wo sie vor einer Tasse Schokolade eingeschlafen war. Nun kam sie also wieder vom Arbeitsnachweis nach Hause. Wieder würde ihr die Mutter stundenlang mit angstvollen Augen gegenübersitzen !... Der Gedanke an Hans Römer brachte Gerdas Herz nicht mehr zum Schlagen. Auch dieses Kapitel ihres Lebens lag abgeschlossen hinter ihr. Nichts hatte sie mehr zum Sich-drauf-freuen. Nichts zum Darauf-hinleben. Aermer fühlte sie sich, als ehe sie Becker kannte. Während sie durch den Hof ihres Hauses ging, warf sie, wie immer, einen Blick zu ihrem Fenster hinauf, sich zu vergewissern, ob sie den grauen Kopf der Mutter sah, die Stunden um Stunden in ihrem Lehnstuhl am Fenster sass. Was war denn das ? Die Mutter stand im Fensterrahmen ?... Sie hielt ein Blatt Papier in der Hand ?... Sie signalisierte mit Fingern und Händen zu ihrer Tochter in den Hof hinunter, dass eine Nachricht von Alfred gekommen war?... Hatte sie recht verstanden: von Alfred?... Gerda lief so rasch die Treppe hinauf, dass ihr beinahe der Atem versagte, als sie auf dem letzten Treppenabsatz der Mutter das Telegramm aus der Hand riss. Sie las es. Einmal. Zweimal. « Mutter ! » Sie schrie es heraus, obwohl doch die Mutter nur das Gesicht der Tochter sah und nicht begreifen konnte : « Mutter... ich bin ja so glücklich! » Gerda zerrte die Mutter in die Wohnung herein, brach in einen Strom von Tränen aus : «Wenn du wüsstest, wie glücklich ich bin ! » Fassungslos starrte Frau Manz auf ihre Tochter: die nassen Wangen, die strahlenden Augen ? Dann verstand sie : armes Mädel, hatte sich verzankt gehabt mit dem Bräutigam... und nun war alles wieder £ut! Er hatte telegraphiert — na, Gott sei Dank ! War ihr auch lieber. War immer noch besser, einen Kassierer zum Mann zu haben, der überall Stellung finden konnte, als den jungen Chef einer grossen Fabrik, die so heruntergewirtschaftet war, dass sogar das Telephon abgeschnitten werden musste ! Sie strich der Tochter über den Kopf:... jaja... es gab auch allerlei Aufregungen damals, bevor sie ihren Georg geheiratet hatte ... hatte auch Krach und Versöhnungen geigeben, auch wenn sich alles nur leise zwischen Fingern und Händen abgespielt hatte ! Gerda riss sich von der Mutter los : «Ich muss wieder fort, Mutter. Ich muss gleich fort... weiss noch nicht, wann ich wiederkomme !» Wieder sprach sie lautlich, ohne begleitende Gebärden, und liess die Mutter in Unbegreifen zurück. Gerda rast die Treppe herunter. Läuft in die Wirtschaft an der Ecke : c Darf ich mal telephonieren? » Sucht im Telephonbuch nach der Römerschen Privatnummer. Reisst den Hörer aus der Gabel des Apparates, der auf dem Büfett steht. Und dann — endlich: « Hier der Diener von Direktor Römer.» «Ich möchte... ich möchte Herrn Hans Römer sprechen.» < Nicht zu Hause. Aber das gnädige Fräulein ist da. Einen Augenblick, bitte.» Sie hört das Knacksen des Umschaltens, Schritte, dann eine matte Stimme : < Hier Else Römer. Bitte, Sie wünschen ? » < Hier Gerda Manz.» « Ja, bitte, wer ? » «Hier ist... Manz... Gerda Manz, die frühere Telephonistin vom Vulkan ! » (Fortsetzung folgt)

N° 33 — DIENSTAG, 13. AUGUST 1940. AUTOMOBIL-REVUE Die bisher von den Kantonen gewährten Steuererleichterungen u. -ermässigungen APPENZELL A.-RH. Während der Dauer der Rationierung: Monatliche Berechnung der Verkehrssteuer. — Für requirierte Motorfahrzeuge Rückvergütung für jeden nicht angebrochenen Monat. — Kein Abzug auf der Rückvergütung bei Stillegung dea Fahrzeuges. APPENZELL I.-RH. Steuerbezahlung nach Rationierungsperioden. AARGAU. Steuerrückvergütung an die Halter requirierter Fahrzeuge für die Zeit, während der sie nicht haben fahren können. — Verpflichtung, das Fahrzeug in marschbereitem Zustand zu halten. — Steuerbezahlung ab 1. August: bei ganzjähriger Vorauszahlung wird eine Grundgebühr von 75 Fr., bei quartalweiser eine solche von 20 Fr. pro Quartal und bei monatsweiser Vorauszahlung eine sol- ^ ehe von 7 Fr. per Monat erhoben, dazu an Stelle (des Zuschlags nach Pferdestärken ein solcher von 15 Rappen auf den Liter zugeteiltes Benzin. — Die innert Jahresfrist bezogenen Gebühren dürfen die Höhe der bisherigen PS-Steuer nicht überschreiten, mit Ausnahme des Mehrbetrags für den quartals- oder monatsweisen Steuerbezug. BASELLAND. Die Steuerpflicht ersteht erst vom Monat an, da der Wagen in Betrieb genommen wurde, doch ist dabei die Steuer für das folgende Quartal gleichzeitig zu bezahlen. Für Wagen, die im Laufe des Jahres ausser Verkehr gesetzt werden, erfolgt Rückvergütung der Steuer für die noch verbleibenden Monate. Steuerbezahlung quartalsweise; keine Anpassung an die Rationierungsperioden. BASELSTADT. Während der Dauer der Mobilisation gemessen jene Wagen eine Reduktion der Verkehrssteuern von 12%>, für welche die Jahressteuer im voraus bezahlt worden iat. BERN. Wechselnummern, wobei für den stärkeren Wagen die ganze Steuer erhoben wird; der schwächere Wagen zahlt 50 Fr., ein zweites Motorrad 10 Fr. Zuschlag. — Steuerberechnung nach Monaten. — Steuerrückvergütung für requirierte Fahrzeuge nach Masegabe der nicht angebrochenen ganzen oder halben Monate, sofern die Nummernschilder beim kantonalen Strassenverkehrsamt deponiert werden. Vom Militärdienst dispensierte Fahrzeuge werden pro rata voller und angebrochener Monate (besteuert. Ein neues Steuerdekret tritt nach der Volksabstimmung vom 6. Oktober in Kraft. Die in der Steuerskala enthaltenen Ansätze, für normale Zeiten tragbar, sollen nach dem Verlangen der Automobilverbände während der Rationierung eine Benzinsteuer ersetzt werden. durch FREIBURG. Ausstellung der Verkehrsbewilligungen für ein Jahr, ein Halbjahr oder ein Quartal. Bezahlung der Steuer: die eine Hälfte bei der Ausstellung oder Erneuerung des Ausweises, der Rest vier Monate später. Keine Rückvergütungen. GENF. Steuerbezahlung in zweimonatlichen Raten während der Dauer r"er Mobilisation. — Steuerreduktion um 25 °/o bei Beginn des fünften und um 50 %> bei Beginn dea achten Jahres, da das Fahrzeug in Gebrauch steht. GLARUS. Wechselschilder für zwei Personenwagen big zu acht Sitzplätzen oder für zwei Lieferwagen bis zu 500 kg Nutzlast oder für einen Personen- und Lieferwagen der erwähnten Kategorien. Der stärkere Wagen entrichtet die volle Steuer, der schwächere 25%. davon. GRAUBÜNDEN. Steuerrückvergütung von 50% für requirierte Fahrzeuge, jedoch lediglich für die Dauer der Re- _ quisition und unter der Bedingung, dass diese min- "jdeetens 20 Tage pro Monat ausmache. Steuerbezahlung für 1940 in zweimonatlichen Raten, aber Vorausbezahlung der Haftpflichtversicherung für das ganze Jahr. LUZERN. Verkehrssteuer nach Massgabe der Treibstoffzuteilung: 15 Rappen pro Liter Benzin, 25 Rappen' pro Liter Dieselöl, dazu eine jährliche Grundgebühr von 1 Fr. pro PS, und zwar im Mindestbetrag von 15 Fr. pro Motorwagen und von 5 Fr. pro Motorrad. Die Erhebung der Gebühr auf dem Benzin erfolgt maximal bis zur Höhe der (bisherigen Steueraneätze. NEUENBURG. Teilweise Rückerstattung der Steuer für Fahrzeuge, deren Halter für eine Zeitdauer von mehr als 15 Tagen zum Militärdienst eingerückt ist. Hinterlegung von Verkehrsausweis und Nummernschildern beim Departement des Travaux Publics. VERSUCH EINER ZUSAMMENSTELLUNG NIDWALDEN. Für requirierte Motorfahrzeuge geben je 30 Tage Militärdienst Anrecht auf Rückerstattung eines Zwölftels der bezahlten Steuer (resp. eines Sechstels oder Drittels, wenn die Steuerbezahlung pro Halbjahr oder pro Quartal erfolgt ist). Keine Rückvergütung für Fahrzeuge, die zusammengerechnet weniger als 30 Tage Dienst leisten oder für Bruchteile von über 30 Tagen. Ebenso entfällt die Rückvergütung, wenn an Stelle und als Ersatz des requiriertsn ein anderes Motorfahrzeug in Betrieb genommen wird. Die Halter, welche während 30 aufeinanderfolgenden Tagen im Militärdienst stehen, haben ebenfalls Anspruch auf Steuerrückvergütung für einen Monat, vorausgesetzt, dass sie ihre Schilder hinterlegen. Man wende sich, unter Vorlegung entsprechender Beweisstücke, bis zum 10. eines jeden Monats nach.Quartalsende, an die kantonale Polizeidirektion. OBWALDEN. Wechselsebilder. Ausstellung der Verkehrsbewilligung für ein ganzes, ein halbes oder ein Vierteljahr und entsprechende Steuerbezahlung. ST. GALLEN. Während der Dauer der Rationierung Steuerberechnung nach Massgabe der Treibstoffzuteilung. Steueransätze: 15 Rappen pro Liter Benzin und 25 Rappen pro Liter Dieselöl. Die bisherige Höhe des Steuerbetreffnisses darf nicht überschritten werden. Die Erhebung der Benzinsteuer erfolgt auf dem Verrechnungsweg. Bei Neuinbetriebsetzung eines Fahrzeuges ist die Steuer auf bisheriger Basis für drei oder sechs Monate zu entrichten; in diesem Fall wird der bezahlte Betrag auf dem gleichen Verrechnungöweg mit den erhaltenen Rationierungsscheinen für die Benzinsteuer verwendet. — Requirierte Fahrzeuge: Für die ganzen Monate der Requisitionsdauer hat der Halter Anspruch auf Rückerstattung entsprechend der für 1940 zu bezahlenden Steuer. SCHAFFHAUSEN. Vollständige Steuerbefreiung requirierter Fahrzeuge für die ganze Zeit, da sie im Dienste des Bundes stehen, oder Ermächtigung zugunsten des Halters, ohne neue Steuer ein Ersatzfahrzeug zu benützen. Seit dem 14. Juni geniessen die mobilisierten Halter und jene Personen, welche deren Fahrzeuge normalerweise führen, eine proportionale Steuerrückerstattung oder sie können eine entsprechende Verlängerung der Gültigkeit ihrer Verkehrsbewilligung verlangen. SCHWYZ. Seit 1. August monatliche Steuerbezahlung. Ab 1. September 1940 gelten folgende Ermässigungen auf den Steuern nach der Einteilung in Rationierungskategorien: 10% in Kat. A, 20% in Kat. B, 30% in Kat. G und 50% in Kat. D. Für Personenwagen darf die Gesamtsteuer 400 Fr. im Jahr nicht übersteigen. — Last- und Lieferwagen geniessen eine Steuerreduktion von 10 %. — Ab 1. September Rückvergütung pro rata temporis an die Fahrzeughalter, welche ihre Steuern für das ganze Jahr bezahlt haben. — Wenn ein Fahrzeug während mehr ale 15 aufeinanderfolgenden Tagen requiriert ist oder wenn dessen Halter während mehr als 15 Tagen ununterbrochen Militärdienst tut, wird die Steuer für die ganze, 15 Tage übersteigende Zeit zurückerstattet. Voraussetzung dafür bildet die Hinterlegung der Nummernschilder. SOLOTHURN. Rückvergütung von 50% für mindestens 30- tägige, ununterbrochene Requisition des Fahrzeuges oder Militärdienstleistung des Halters. — Reduktion der Steuer nach Massgabe der Einteilung in Rationierungs - Kategorien — Steuerbezahlung nach Zweimonats - Abschnitten — Steuerrückvergütung nach nicht angebrochenen Zeitabschnitten, wenn das Fahrzeug ausser Verkehr gesetzt wird. TESSIN. Benzinsteuer: 15 Rappen pro Liter Benzin, 25 Rappen pro Liter Dieselöl, jedoch bis höchstens zum Betrag der bisherigen Hubraumsteuer. THURGAU. Quartalsweise Steuertoerechnung und Rückvergütung pro rata jener Monate, während denen das Fahrzeug auseer Betrieb steht. URL An Stelle der früheren vierteljährlichen ist die monatliche Steuerberechnung getreten. — Im übrigen bestimmt bei der Kleinheit der Verhältnisse die kantonale Automobilkontrolle die zu gewährenden Erleichterungen von Fall zu Fall. WALLIS. Steuerbezahlung nach Rationierungsperioden. WAADT. Wechselnummern. — Werden die Schilder im Laufe eines Monats gelöst, der einer Fiskalperiode unmittelbar vorangeht, dann ist die Steuer für diese Periode zum voraus zu entrichten, ebenso wie für den betreffenden Monat. Die Steuer kann für das ganze Jahr im voraus beglichen werden. Bei Rückgabe der Nummernschilder vor Jahresende erfolgt Rückvergütung der Steuer für nicht angebrochene Monate. Bei Wechsel oder Ersatz des Fahrzeuges muss für den laufenden Monat die Steuer auf dem Fahrzeug mit höherer PS-Zahl, für die übrigbleibenden Monate jene auf dem neuen Fahrzeug entrichtet werden. Die Steuern werden für jedes Halbjahr oder Quartal des Kalenderjahres erhoben. Erfolgt die Schildereinlösung im Lauf des Halbjahres (oder Quartals), so ist die Steuer nach Massgabe der Zahl der noch fehlenden Monate, mit Einschluss des laufenden Monats, zu bezahlen. Bei Rückgabe der Schilder vor Halbjahres- oder Quartalsende wird die Steuer für die nicht angebrochenen Monate zurückvergütet. Sämtliche Steuern sind um 10% ennässigt. ZUG. Jährliche oder vierteljährliche Steuerbezahmng. Bei Fahrzeug- oder Domizilwechsel (ausserhalb dea Kantons) bei Halterwechsel oder Ausserbetriebsetzung des Fahrzeugs wird die Steuer für jedes nicht angebrochene Quartal zurückerstattet. Je 30 Tage Requisition eines Fahrzeugs gewähren Anspruch auf Rückvergütung eines Zwölftels der Jahressteuer. Dagegen unterbleibt die Rückvergütung für Bruchteile unter oder über 30 Tagen. ZÜRICH. Steuerrückvergütung für requirierte Fahrzeuge nach zehntägigen Zeitabschnitten. — Steuerermässigung nach Einteilung in Dringlichkeitskategorien: 10 % für Kat. A, 20 % für Kat. B, 30 % für Kat: C und 50% für Kat. D. — Ausdehnung der Wechselnummern auch auf die Lastwagen. — Keine Zuschläge mehr bei Steuerbezahlung in Raten. MAG Der sensationelle 7 Steuer-PS-Wagen, der auf 100 km 8 Liter Benzin verbraucht - 115 km/Std. 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Import der HANOMAG-Automobile Joos Heintz, Uraniastr. 40, Zürich - Tel. 7 27 44 Verschiedene Gebiets-Vertretungen sind noch zu vergeben Brief aas Frankreich Benzinnot and Ersatztreibstofft. Aus Toulouse schreibt unser Pariser Mitarbeiter: «Es gibt kein Benzin» — verkündete Ende Juli der Handels- und Transportminister Belin, einer der Treibstoffgewaltigen des heutigen Frankreich, nachdem einige Tage vorher die Nachricht aufgetaucht war, dass ein Zehntel der Privatautos auf die Zuteilung einer gewissen Brennstoffmenge rechnen könne. Bis diese Zeilen erscheinen, wird indessen ein Gesetz sein Regime angetreten haben, das jede Art von Autofahrten, welche nicht geschäftlichen Zwecken dienen, mit schärfsten Strafen bedroht. Zahlreiche Autobusse, welche an Stelle; des auf vielen Linien unterbundenen Zugsverkehrs den Dienst versehen hatten, fallen heute ebenfalls der Stillegung anheim. Summa summarum: Benzin ist nur gerade für die allerdringendsten und notwendigsten Aufgaben vorhanden. Natürlich blüht der Benzin-Schleichhandel, dem die Behörden zwar mit schärfsten Mitteln zu Leibe rücken. Das Drei- bis Vierfache des offiziellen Preises wird bei solchen Benzinkäufen unter der Hand bezahlt. Inzwischen hat in der Oeffentlichkeit ein unaufhörliches Werweisen um einen Ausweg aus dieser fatalen Situation angehoben, welche die Rückkehr der mehr unzähligen Flüchtlingswagen verhindert. In den Zeitungen fällt der Blick nicht nur auf Listen bestrafter Personen, wobei es sich zumeist um Belgier handelt — denn diese unglücklichen, vom Heimweh geplagten Leute lasser» sich nicht selten zu Benzindiebstählen verleiten —• sondern auch auf Inserate für Holz- und Holz* kohlengaswagen. Noch fristen jene Gesetze aus der Zeit der entschwundenen dritten Republik mit ihrer bürokratischen Starrheit und ihrem Formelkram ihr Dasein, wonach Holzgasfahrzeugen des einen Departements der Verkehr in einem benachbarten untersagt ist... 5000 Wagen mit Holzgasantrieb stehen in Frankreich. 45000 weitere sollen bis Jahresende fertiggestellt sein. Damit Hesse sich rund eine halbe Million Tonnen Benzin einsparen, währenddem, allerdings bei uneingeschränktem Verkehr, der Benzinbedarf des Landes mehrere Millionen Tonnen erreicht. Bei allen diesen Projekten handelt es sich um Pläne auf lange Sicht. Wenn wir sie etwas näher beleuchten, dann leitet uns dabei die Absicht, vor dem Leser ein Bild der Diskussion zu entrollen, welche gegenwärtig im unbesetzten Teil Frankreichs die Gemüter beschäftigt. Wobei wir freilich nicht daran zu glauben vermögen, dass es gelingen werde, die Produktion von Wagen mit Holzgas- und Holzkohlengasbetrieb in jenem Tempo voranzubringen, auf das man seine Hoffnungen zu setzen scheint. Im Jahre 1936 absolvierten 140 mit Gasgeneratoren ausgerüstete Camions der 122. Schwadron der französischen Armee ohne die geringste Störung oder Panne eine Fahrt durch 27 Departemente. Bei einem Stundenmittel von 62 km kam der Holzgasverbrauch pro Kilometer auf 6.72 fFr. zu stehen. Damit war die Wirtschaftlichkeit dieser Fahrzeuge zweifelsfrei erwiesen. Allein, die Zustände, welche während der letzten Jahre in Frankreich herrschten — wir meinen damit die Verbürokratisierung, die Abwälzung der Verantwortung von einer Instanz auf die andere und die sterile Sucht der Aktensammlerei — versperrten den Weg zur serienmässigen Herstellung von Gasgeneratoren-Wagen. Wie man sich im Flugwesen über die Modelle herumstritt, bis der Krieg kam und die Inferiorität der französischen Aviatik offenbarte, ebenso gingen fast von Departement zu Departement die Meinungen darüber auseinander, welche Modelle von Gasgeneratorenwagen zum Verkehr zugelassen werden sollten. Damit nicht genug, hiess es, die Massenerzeugung von Holzgaswagen ruiniere den Waldbesitz des Landes, die grossen Automobilfabriken zeigten sich an der Lösung des Problems desinteressiert, weil sie eine Schmälerung ihres Absatzes an Wagen mit Benzinbetrieb und infolgedessen eine Beeinträchtigung ihrer Exporte befürchteten. Die Verhandlungen für die Schaffung eines Standardmodells zerschlugen sich, weil die Behörden unfähig waren, zu einer Einigung zu gelangen, weil die eine dieses, die andere jenes Modell befürwortete. Also geschah's, dass ganze 5000 Gasgeneratorenwagen gebaut wurden, wobei sich, wie gesagt, fast jedes Departement auf «seinen» Typ versteifte und jedem anderen seine Türe verschloss. Einer aber triumphierte bei dieser «Lösung»: der heilige Bürokratius. Heute ist die Zeit der Illusionen vorbei. In den waldreichen Gebieten in der Nähe der spanischen Grenze beabsichtigt man, grosse Anlagen für die Erzeugung von Holzkohle zu erstellen, bei Pau und Tarbes. Gleichzeitig wird die Einrichtung von Kursen ins Auge gefasst, um in grossem Maßstab Chauffeure für Holz- und Holzkohlengaswagen heranzubilden. Entscheidend aber fällt der Umstand ins Gewicht, dass die Departemente — selbstredend nur jene der unbesetzten Gebiete —, belehrt durch die bitteren Erfahrungen der letzten Zeit, übereingekommen sind, nur je ein einziges Modell für Holz- und Holzkohlengaswagen in Auftrag zu geben, das überall verkehrsberechtigt sein Wird. Die Bewältigung dieser Aufgabe liegt in den Händen einer Kommission, an deren Spitze ein Spezialist steht.