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E_1940_Zeitung_Nr.031

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seiner Anschaffung nur

seiner Anschaffung nur einen Bruchteil derjenigen eines neuen Wagens betragen. Am vorteilhaftesten dürfte die Verwendung des Personenwagenanhängers für den Klein- und Mittelbetrieb sein. Er leistet sich dadurch in einem gewissen Sinn zwei verschiedene Fahrzeuge — eines für den Personen- und eines für die Warenbeförderung —, ohne dass damit die sonst erforderlichen Aufwendungen für Anschaffung und Unterhalt verbunden wären. Man denke z. B. an den Handwerker, wie Maler, Spengler usw., der nun den Wagen für den Transport seiner Gehilfen, den Anhänger für denjenigen des Materials verwenden kann. Oder man denke an den Landwirt, der seinem Torpedo keine Brücke mehr aufzusetzen braucht, sondern Gemüse und Obst auf dem Anhänger mitführt, während er im Wagen seine Angehörigen zum Markttag in die Stadt mitnimmt. Auch die Ablieferung der Milch in die Käserei, das Abholen und die Verfuhr von Saatgut, der Transport von Obst zum Bahnhof, die Ablieferung von Kartoffeln und Reiswellen werden sich vorteilhaft mit einem Anhänger erledigen lassen. Wer Sperrgüter auf grössere Distanzen zu transportieren hat, die in einem gewöhnlichen Wagen nicht unterzubringen sind, wird ebenfalls auf den Anhänger zurückgreifen, da derselbe eine Totallänge von bis zu drei Metern aufweisen kann. So wird mancher Dekorateur gerne von der sich bietenden Gelegenheit Gebrauch machen, die ihm ermöglicht, Fenstermontagen zu Hause halb fertigzustellen, um sie an Ort und Stelle nur noch zusammenfügen zu müssen. Mancher Gärtner wird sich einen Spezialanhänger bauen lassee, auf dem er grössere und kleinere Topfpflanzen abliefern kann. Der Reisende, der grosse Musterkoffern mit sich führt, wird sie ebenfalls lieber auf einer dritten Achse transportieren, als damit das Heck seines Wagens zu belasten. Und wer an einem schönen Sommertag Lust hat, mit seinem Paddelboot zum See zu fahren, wird nur allzugern bereit sein, dazu Wagen und Anhänger zu benützen. Diese Aufzählung ist natürlich keineswegs vollständig. Sie zeigt aber doch die Um- Äufo und Fiskus Auch Luzern führt die Benzinsteuer ein, rückwirkend auf 1. April Schon vor geraumer Zeit war an dieser Stelle darauf hingewiesen worden, dass der Regierungsrat des Kantons Luzern, gestützt auf die ihm vom Grossen Rat erteilte Ermächtigung, beabsichtige, die Anpassung der Verkehrssteuern an die Rationierung dadurch vorzunehmen, dass er sich an das erstmals von Tessin praktizierte System der Benzinsteuer anlehne. Heute ist es nun so weit: die Vorarbeiten für die neue Regelung, wozu, einem im Parlament geäusserten Wunsch entsprechend, auch die automobilistischen Organisationen des Kantons beigezogen wurden, haben ihren Abschluss gefunden und das neue Steuerregime tritt am 12. August in Kraft, jedoch mit Rückwirkung au 1. April 1940. Nach dem regierungsrätlichen Beschluss vom 25. Juli erfolgt für die Dauer der Rationierung der flüssigen Kraft- und Brennstoffe die Besteuerung der Motorfahrzeuge auf Grund des Treibstoffverbrauchs. Das heisst nichts anderes, als dass die Verkehrsgebühr nach der Anzahl der Liter berechnet wird, welche der Fahrzeughalter zugewiesen erhält, doch darf die danach zu entrichtende Steuer in keinem Fall den bisher gültigen Steueransatz übersteigen. Der Liter Benzin wird mit 15 Rappen, der Liter Dieselöl mit 25 Rappen in Rechnung gestellt. Wie bisher zahlt der Motorfahrzeughalter mindestens eine Quartalsgebühr an. Sein Konto wird ihm bei der Ausgabe der Rationierungs- und Zusatzkarten entsprechend den erwähnten Ansätzen belastet. Die Abrechnung erfolgt bei Rückgabe der Kontrollschilder oder am Jahresende, wenn die Steuer für das ganze Kalenderjahr entrichtet worden ist. Motorfahrzeughalter, die sich unter Umgehung der amtlichen Zuteilung Treibstoff verschafft haben, bezahlen die Steuer entsprechend den vollen bisherigen Ansätzen. Unverändert bleiben die Ansätze für die Motorwagen mit Holzgasbetrieb, die Elektromobile, die Anhänger und die Seitenwagen. Der Regierungsrat behält sich vor, bei Missbrauch dieser Art von Steuererleichterungen jederzeit auf seinen Beschluss zurückzukommen. Damit bekennt s'ich für die Dauer der Rationierung auch der Kanton Luzern zum Prinzip der Benzinsteuer, wobei er dem Tessiner Vorbild ziemlich genau folgt, ohne es indessen in allen Einzelheiten zu übernehmen. stände, unter denen der Personenwagenanhänger die grössten Vorteile bietet: Als Zusatzbeförderungsmittel für solche Geschäftsleute, die bis heute nur einen gewöhnlichen Personenwagen zur Verfügung hatten. Die neue Verordnung wird darum die Nachfrage nach Lieferwagen unter keinen Umständen nennenswert tangieren. Dagegen schafft sie solchen Automobilisten neue Möglichkeiten, die unter den veränderten Verhältnissen daran denken müssen, ihre Wagen nicht nur wie bis anhin für den Personen-, sondern auch für den Sachentransport zu benutzen. Es liegt in der Natur der Sache, dass das Sdfiwe zev xdh Autotourismus, wo bist du? Wer heuer in Alt Fry Rätien in den Ferien weilt und sich der Verhältniese des Jahres 1938 erinnert, der begreift die Klagen über den Niedergang des Automobilreiseverkehrs in diesem dafür so besonders prädestinierten Kanton. Heute sind, mitten in der eigentlichen «Hochsaison», all die herrlichen Alpenstraesen verödet. Es bedurfte nur dieses Jahres, um allen Autogegnern schlagend zu zeigen und zu demonstrieren: Wag ist urid wäre der Kanton Graubünden ohne das Auto? Wohl verkehren auf den wichtigern AVpenstrassen die gelben Postautomobile, doch werden deren Kurse meist nur einmal geführt, die vielen Zusatzwagen fehlen. Dazu kommen sehr wenige, quaei verirrte ausserkantonale Touristenautos, deren Besitzer noch irgend einige Liter kostbaren Brennstoffes haben ergattern können. Wer Glück hat, erspäht noch ganz vereinzelte, an einer Hand abzuzählende echweizerische Gesellschaftswagen, dazu eine Anzahl Büpdner Personen-, Lieferung»- und Lastwagen und — last but not least — etliche Militärautos, deren Benzinverbrauch anscheinend noch keiner allzu starken Brennstoffeinsparung unterworfen ist. Sonst aber herrecht auf Bünden» S'trassen eine beängstigende Stille. Es fehlen die durch die Benzinrationierung so hart betroffenen Schweizer Automobilisten, es fehlen selbstverständlich auch alle ausländischen Autotouristen. Was das in finanzieller und wirtschaftlicher Beziehung für einen Kanton wie Graubünden bedeutet, darüber ist weiter kein Wort zu verlieren. Heute vermisst man das Automobil überall. Wohl stehen noch die Bahnen zur Verfügung, aber deren Benützung ist, trotz f e-r rienabonnement, nicht nur teuer, sondern es liegen eben iviele Sommerfrischen und Kurorte fernab Tom Schienenstrang, so dass sie vollständig auf den Strassenverkehr angewiesen sind. Heute gibt es' wohl kaum einen Menschen mehr in Graubünden, der den Automobilverkehr nicht raschestens wieder zurück wünscht. Dieses «Wunder»- hat das «Jähr ohne Auto» 1940 drastisch vollbracht! ,. , Muss das sein? Land aus der Verwendung der Personenwagenanhänger einen grösseren Nutzen ziehen wird als die Stadt, da sich in der letztem die kürzeren Distanzen, sowie die beschränkten Park- und erschwerten Manövriermöglichkeiten der grosszügigen Verwendung der Personenwagenanhänger hindernd in den Weg stellen. Anders auf dem Lande. In vielen Fällen wird die Zeitersparnis, die durch das Mitführen der Güter erzielt wird, eine Mehrproduktion ermöglichen, welche die gemachten Aufwendungen um ein Mehrfaches übersteigt, ganz abgesehen davon, dass die relativ geringe Verkehrsdichte auch dem weniger routinierten Fahrer ermöglicht, mit seinem « Personenwagenzug » sicher zu fahren. 0" Seit einiger Zeit verkehrt wieder dreimal wöchentlich der Postautokurs Luzern-KIausen-

N° 31 — DIENSTAG, 30. JULI 1940 AUTOMOBIL-REVUE Gesetz und Waren-Anhanger an leichten Motorwagen Für die Verwendung von Anhängern an leichten Motorwagen — worunter nach der gesetzlichen Definition solche fallen, deren Gewicht 3500 kg nicht übersteigt — lässt die aus dem Jahre 1932 datierende Vollziehungsverordnung zum MQF nur einen geringen Raum offen. Sie erklärt nämlich, was die Personenwagen betrifft, bloss das Mitfühlen eines einachsigen Anhängers zur Beförderung des Touristen-Reisegepäcks als zulässig. Und damit basta. Allerdings, schon vor Kriegsausbruch wurde dieser enge Rahmen durch das Mittel der Interpretation verschiedentlich gesprengt, um Härten, die sich sonst ergeben hätten, zu mildern. Beispiele ? Die Tolerierung von Personenwagenanhängern für den Transport gewerblicher Erzeugnisse (die noch unter dem alten Konkordat in Verkehr gesetzt worden waren), die zeitlich befristete Bewilligung von Anhängern für die Beförderung von Segelflugzeugen, die im Sommer 1939 für die Dauer von zwei Monaten ausgesprochene Aufhebung der Bestimmungen über Personenwagenanhänger, eine Durchbrechung des Gesetzes, bei der wohl in erster Linie Rücksichten auf die Landesausstellung und den internationalen Camping-Kongress den Ausschlag gaben. Mit dem Aufflammen des europäischen Konfliktes, in dessen Gefolge sich zugleich mit der Benzinrationierung auch der Zwang zum Benzinsparen einstellte, erhob sich eine weitere Frage : Durfte und sollte man auch den Gütertransportanhäniger am Personenwagen gestatten ? Ja, man durfte, nicht nur, weil der Boden dafür schon durch die vorhergehende Praxis der extensiven Auslegung der einschlägigen Normen der VO vorbereitet war, sondern auch, weil sich in der Wirtschaft infolge der Verknappung des Treibstoffs einerseits und des Transportraums anderseits ein dringendes Bedürfnis nach einer derartigen Lockerung geltend machte. Tatsächlich trug der Bundesrat dieser kriegswirtschaftlichen Notwendigkeit Rechnung : Am 19. April 1940 fasste er einen Beschiluss, der für Warenanhänger an leichten Personenwagen freie Bahn schafft. Dem Charakter dieses Erlasses entsprechend — er stellt sich als typische Massnahme zur Anpassung an die aussergewöhnlichen Verhältnisse der Gegenwart dar, — bleibt dessen Geltungsdauer allerdings auf die Zeit des Aktivdiensies begrenzt. Aber auch bei dieser Befristung kann es keinem Zweifel unterliegen, dass er den Behörden Erfahrungen vermittelt, welche einen wertvollen Beitrag an die Ueberprüfung des Anhängerproblems überhaupt liefern werden. Denn dass auch diese Frage bei der längst fälligen, durch den Krieg jedoch verzögerten Gesamtrevision unserer Automobilgesetzgebung zur Sprache kommen muss und wird, darüber legt man sich beim Bund durchaus Rechenschaft ab. In seinem Wortlaut bietet sich der BUNDESRATSBESCHLUSS ÜBER ANHANGER ZUM GÜTERTRANSPORT AN LEICHTEN MOTORWAGEN (vom 19. April 1940) wie folgt dar : Art. 1. Im Interesse der Kriegswirtschaft und zum Sammeln von Erfahrungen dürfen leichte Motorwagen •während der Dauer des Aktivdienstes einen einachsigen Anhänger zum Gütertransport mit sich führen. Die leichten Motorwagen müssen ein Leergewicht von wenigstens 1200 kg aufweisen, mit Vierradbremsen und einem Motor von wenigstens 10 Pferdestärken ausgerüstet sein. Der Bundesrat -wird nach der Demobilmachung der Armee mit Rücksicht auf die Abschreibung dieser Anhänger einen Zeitpunkt festsetzen, bis zu welchem die während des Aktivdienstes zugelassenen Anhänger noch verwendet werden dürfen. Vorbehalten bleiben die Einschränkungen nach Art. 3 des Bundesgesetzes vom 15. März 1932 über den Motorfahrzeug- und Fahrradverkehr und Art. 62, Abs. 5, der Vollziehungsverordnung dazu vom 25. November 1932. Art. 2. Die Karosserie des Anhängers darf nicht länger als 2 m. die Deichsel nicht länger als 1 m sein. Die Breite des Anhängers muss um wenigstens 20 cm geringer sein als diejenige des Zugwagens. Der Anhänger muss mit Luftreifen, einer betriebsichern und zur Ausgleichung der Stoss- und Zugkräfte gut gefederten Kuppelung, einem roten Schlusslicht und einem Licht zur Beleuchtung des Kontrollschildes versehen sein. Der Raddruck auf den Luftreifen darf nicht grösscr sein, als es in den Garantiebestimfliungen der Erstellerfirma vorgesehen ist. Die Artikel 23, 25 und 66 der Vollziehungsverordnung vom 25. November 1932 zum Bundesgesetz vom 15. März 1932 übrr den Motorfahrzeug- und Fahrradverkehr finden Anwendung. Das Gesamtgewicht des Anhängers darf 500 kg nicht übersteigen. Es darf jedoch bis 1000 kg betragen, wenn das Leergewicht des Zugwagens mindestens 1800 kg beträgt. Beträgt das Gesamtgewicht des Anhängers mehr als 500 kg, so muss er mit einer wirksamen Bremse versehen sein, sowie mit einer Bremsvorrichtung, durch die er zu gleicher Zeit gebremst werden kann wie der Zugwagen. Der Einradanhänger ist bis zu einem Gesamtgewicht von 500 kg zugelassen. Seine Gesamtlänge darf 3 m nicht übersteigen. Die Anhängevorrichtung braucht nicht gefedert zu sein. Zum Sammeln von Erfahrungen kann das Justiz- und Polizeidepartement nach Anhörung von Fachleuten für eine befristete Zeit Ausnahmen von den Vorschriften dieses Artikels über Ausrüstung und Ausmasse bewilligen. Art. 3. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt ausserorts 50 km/St, und innerorts 30 km/St. Art. 4. Dieser Beschluss tritt am 1. Mai 1940 in Kraft. Die Kantone haben die für die Durchführung notwendigen Massnahmen zu treffen. Nur Zugwagen von über 1200 kg Gewicht und mehr als 10 PS. Klar und deutlich spricht es der Bundesrat aus, dass er in seinem Beschluss zugestandenen Abänderungen lediglich auf leichte Motorwagen angewendet wissen will, deren Leergewicht mindestens 1200 kg beträgt und die ausserdem mit Vierradbremsen, sowie mit einem Motor von mindestens 10 PS ausgestattet sind. Damit wird — wie man annehmen muss, aus Gründen der Verkehrssicherheit — der sachliche Geltungsbereich des Erlasses zum vornherein wesentlich beschnitten. Kein Wagen, der leer weniger als 1200 kg wiegt und dessen Motorstärke zugleich nicht mindestens 10 PS erreicht, darf einen Warenanhänger « in Schlepp » nehmen. Auf einen andern Nenner gebracht heisst dies, dass rund die Hälfte der Personenfahrzeuge und der übrigen leichten Motorwagen {z. B. kleine Lieferwagen) a priori ausscheiden und von der Vergünstigung ausgeschlossen bleiben, welche der Erlass gewährt. Keine Bedürfnisklausel. Zur Einräumung einer Befugnis an die Kantone, die Erteilung der Anhängerbewilligung an das Vorhandensein eines Bedürfnisses zu knüpfen, vermochte sich der Bundesrat SIND Sie sicher, dass Ihr Motor sauber Ist: Sie wissen doch, dass viele Oele bei mehr oder weniger starker Beanspruchung Schmufz bilden : Schlamm, Kohle, oder wie alle diese Rückstände genannt werden, sind immer auf die gleiche Ursache zurückzuführen : Zersetzung der unbeständigen Anteile des Oeles. Durch die Clirosol-Raffinatlon werden die unerwünschten Anteile aus dem Oel vollständig herausgelöst. Das nach diesem einzigartigen Verfahren hergestellte Mobiloll gewährleistet nicht nur ausgiebige Schmierung, es hält den Motor auch »über. Befragen Sie Ihren Garagisten und füllen Sie heute noch Mobiloil ein; es lohnt sich. nicht zu entschliessen. Und mit Recht, denn es Hess sich voraussehen, dass die Handhabung einer solchen Klausel zu stossenden Ungleichheiten von Kanton zu Kanton geführt hätten. So braucht sich der Besitzer eines leichten Motorwagens, der einen Warenanhänger anzuschaffen beabsichtigt, nicht nech wegen des Bedürfnisnachweises mit den Behörden herumzuschlagen; sie dürfen ihm die Bewilligung nicht vorenthalten, sofern Zugwagen und Anhänger die gesetzlichen Bedingungen erfüllen. Und diese Bedingungen sind im Bundesratsbeschluss erschöpfend aufgezählt, sowohl was die Ausrüstung, als auch was die Ausmasse, die für die Verkehrssicherheit wichtigen technisch-konstruktiven Eigenschaften des Anhängers und das unter dem gleichen Gesichtspunkt ebenfalls bedeutsame Gewichtsverhältnis zwischen Anhänger und Zugwagen anbelangt. Immerhin : Um endgültig feststehende Normen handelt es sich dabei nicht, hat es doch das Justiz- und Polizeidepartement in der Hand, für befristete Zeit Ausnahmen in bezug auf Ausrüstung und Ausmasse zu bewilligen. Was gilt daneben sonst noch ? Ergänzend treten selbstverständlich hinzu die Bestimmungen der Vollziehungsverordnung über die Prüfung und Annahme des Anhängers durch Experten, über den besonderen Anhängerausweis, über die Anbringung des Nummernschildes an der Rückseite des Anhängers und eines Warnungsschildes am Zugwagen. Bestehen bleibt daneben natürlich Art. 63 Abs. 5 der VO, wonach Personenwagen einen einachsigen Anhänger zur Beförderung des Touristenreisegepäcks mitführen dürfen, bestehen aber auch die Vorschrift, dass abgesehen von eben diesen Anhängern der Verkehr mit andern auf Passstrassen untersagt ist. Was sich somit auch auf die Warenanhänger an leichten Motorwagen bezieht, ebenso wie freilich das Recht der Kantone, in Sonderfällen Ausnahmelbewilligungen auszustellen. Analog der für Touristenanhänger getroffenen Regelung auferlegte der Bundesratsbeschluss vom 19. April 1940 auch den Warenanhängern an leichten Motorwagen bestimmte Höchstgeschwindigkeiten, .wobei er hier dieselbe Begrenzung vor- OEL-SCHMUTZ ERHITZT DEN MOTOR Mobiloil verhindert Schmutzbildung Halt den Motor SAUBER VACUUM OIL Co A.-G. BASEL Mnhiloi Verlangen Sie bei Ihrem Garagisten den "SPEZIAL-SCHMIERDIENST MOBILOIV nimmt, wie dort : 50 km/St, ausserorts und 30 km/St, innerorts. Mit dem Ende des Aktivdienstes erlischt der Beschluss — aber eine ausreichende Frist zur Amortisation ist in Aussicht genommen. Behält man die Tatsache im Auge, dass, wie eingangs dargelegt, die auf 1. Mai 1940 in Kraft gesetzte Massnahme einen Ausfluss kriegswirtschaftlicher Notwendigkeiten oder Nöte bildet, dass sie durch diese bedingt und als Mittel zur Ueberwindung der daraus entstehenden Schwierigkeiten gedacht ist, so versteht man auch, wenn die Wirksamkeit dieser Abweichung vom geltenden Recht mit dem Ende des Aktivdienstes erlischt. Damit mag es noch gute Weile haben, so dass sich der Bestand an solchen Anhängern weiter vermehren dürfte. Weil aber der Käufer damit nicht unbeträchtliche Ausgaben auf sich nimmt, darf er von den Behörden auch die Zubilligung einer angemessenen Zeitspanne für eine tragbare Abschreibung erwarten. Diesem Gebot versehliesst sich denn auch der Bundesrat keineswegs. Das Fahren mit Anhängern an leichten Motorwagen. Ob das Fahren mit Anhänger besondere Fertigkeiten, eine überdurchschnittliche Dosis an Geschick erheischt? Keineswegs, die Sache ist einfach und nach ein paar Kilometern hat man den «Dreh» heraus, abgesehen vielleicht davon, dass das Gespann bei den verschiedenen Manövern etwas weniger prompt gehorcht. Im übrigen : kuppeln Sie behutsam und gleichmässig, forcieren Sie den Motor beim Anfahren nicht und vermeiden Sie brutales, ruckartiges Bremsen. Davon abgesehen: nehmen Sie es mit dem Rechtsfahren genau, denn das Gesetz schreibt Ihnen ein geringeres Tempo vor als den übrigen leichten Motorwagen. Sorgen Sie also dafür, dass diese freie Bahn haben. In Kurven dagegen tun Sie gut daran, nicht dicht am äussersten rechten Strassenrand zu bleiben, sondern einen ausreichenden Abstand zu halten, damit der Anhänger, dessen Spur ja den kürzeren Bogen beschreibt als der Zugwagen, richtig zu folgen vermag. In Steigungen achten Sie mit Vorteil darauf, den Motor nicht zu übermüden. Scheuen Sie sich nicht, geruhsam im Zuckeltrab den «Hoger» zu erklimmen, denn dabei kommen Sie nach immer am sichersten und ohne Scherereien oben an. Für Gefälle empfehlen wir Ihnen die Einschaltung jenes Ganges, bei dem Sie nicht jeden Augenblick auf die Bremse zu steigen brauchen. Etwas delikat gestaltet sich die Sache mit dem Rückwärtsfahren. Es gibt Leute, die schrecken glatt davor znrück, es auch nur zu probieren, aber eine Hexerei steckt auch darin nicht, und wer's ein paarmal geübt hat, für den löst sich das ganze «Problem» in eine Angelegenheit auf, die ebenso simpel ist wie das Rückwärtsfahren ohne Anhänger. V7 F/g. 2 Fig. 3 Vor allem heisst es dabei sich vergegenwärtigen, dass der Anhänger das begonnene Manöver ^gewissermassen übersteigert. Also: keine brüsken Bewegungen, keine grossen Ausschläge mit dem Lenkrad. Im Prinzip gliedert sich das Rückwärtsfahren in zwei Phasen. Sie starten aus normaler Position, den Anhänger gerade in der Verlängerung der Zugwagenachse (Fig. 1). Nehmen wir an, Sie wollen nach rechts schwenken. Gut, dann beginnen Sie damit, dass Sie den Wagen zuerst nach links steuern, wodurch der Anhänger in einen günstigen Winkel gerät (Fig. 2). Das ist sozusagen der «erste Takt». Der zweite besteht darin, dass Sie durch Einschlagen der Vorderräder nach rechts den Wagen in die gewünschte Richtung bringen, in der sich der Anhänger ja schon befindet (Fig. 3). Beim Rückwärtsfahren nach links gelten dieselben Grundregeln umgekehrt, d. h. zuerst rechts und dann links ausbiegen. Etwas knifflig erscheint ja dieses doppelte Manöver am Anfang, aber mit der Uebung stellt sich auch die Gewohnheit ein.