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E_1940_Zeitung_Nr.034

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tt AUTOMOBIL-REVUE

tt AUTOMOBIL-REVUE DIENSTAG, 20. August 1940 — N° 34 Waagrecht: 1. Nebenfhiss des Rheins, 4. Tauchervogel, 7. Lieder, 9. Flächenraum, 11. hochstämmige Blume, 13. zweiter Grasschnitt der Wiesen, 14. Fragewort, IS. Abkürzung für Compagnie, 16. Berg bei Davos, 18. Gehalt, Honorar, 20. italienische Königsbezeichnung, 21. Abkürzung für Datum, 22. altperuanischer Herrscher, 24. griechische Göttin der JugenS, 26. Koseform von Eduard, 27. Getränk, 29. Himmelsrichtung, 31. ehemaliger europäischer Staat, 34. orientalisches Zauberwort, 35. widerstandsfähig, 36. unbenutzt, 37. französischer Artikel. Auflösung des Dichter-Sterns. 1. Konfekt, 2. Tomaten, 3. Energie, 4. Moerike, 5. Bruenig, 6. Lourdes, 7. Brueder. Koerner - Bourget - Farrere - Moerike. BtätselnEcke JOteuzwwifoätsei. Einsendetermin: 29. August 1940 Senkrecht: 1. Wohlgeruch, 2. Hemmungen, Widerstände, 3. Renntier, 4. Ort und Tal in Oesterreich, 5. Lichtzeichen für die Meerfahrt (Mehrzahl j = i), 6. Schornstein, 7. altnordische Gottheit, 8. Fluss in Russland, 9. biblische Männergestalt, 10. windabgewandte Schiffsseite, 12. chemisches Zeichen für Nickel, 17. Mündungsarm des Rheins, 19. gehobene Gedichtform, 22. Einfälle, 23. Odem, 24. wichtiges inneres Organ, 25. Laubbaum, 26. griechische Göttin der Morgenröte, 28. Fürwort, 30. englischer Artikel, 32. starkes Seil, 33. Wasser (französisch). 3 Punkte. Richtige Lösungen des Dichter-Sternrätsels (Nr. 32) 3 Punkte. A. Bachofen, Glaius; E. Ben« jun., Goldach; Max Bertschmann, Basel; Frl. Margrit Bossert, Lenzburg; Frau C. Fravi, Rapperswil; Frau Dr. Gräflin, Walzenhausen; Frau Dr. J. Hopf, Bern; Frau Jacob, Winterthur; G. Laepple, Basel; Josef Leimer, Bettlach; Frau E. Lienhard, Töss; Frau E. Markoff, Buchs; Frau Marti, Ölten; Frau L. Rock, Basel; Frl. M. Ruf, Winterthur; Frau E. Steinbömer, Scbaan; Fritz Wenger, Bern; Frl. E. Winteler, Glarus. An der schönen blauen Donau Schluss von Seite III. Der Balkan ist wie eine heisse, träge Lavamasse. Hin und wieder steigt eine dicke Blase hoch und platzt. Ein solches Ereignis tut sich für die mitteleuropäischen Leser in Form einer Depesche kund, in welcher steht, dass König Karol eine gemeinsame Konferenz mit dem Prinzregenten Paul gehabt habe, dass die Regierung umgebildet worden sei, oder dass es Schlägereien im ungarischen Parlament abgesetzt habe. Aber warum die Blase hochgestiegen sei, erfährt der Leser nicht. Der Balkan brodelt und unter der tückischen Decke öffnen sich Krater. Die vier Länder, durch welche die Donau fliesst, nachdem sie Deutschland verlassen hat, leben in einem Zustand neurotischer Spannungen; aber daran gewöhnt man sich, denn das war immer so seit der Zeit, da der Strom nicht mehr von den Alpen in ein Binnenmeer floss, das die heutige Puszta ausfüllte, bis es so hoch wurde, dass es die transsylvanischen Alpen überbordete und sich im Laufe der Jahrtausende einen Engpass sägte. Noch heute existiert die Strasse, die Trajan durch die Felsenklippen am Donauufer bauen Hess. Die Römer hielten das Tal bis ins 5. Jahrhundert, das heisst bis zur Zeit, wo sie von den Hunnen und Goten überrannt wurden. Im 7. Jahrhundert kamen die Avaren, 200 Jahre später maschierte Karl der Grosse ostwärts, führte 7 Jahre lang Krieg in den Donauebenen und löschte die Avaren aus. Im 9. Jahrhundert kamen die Magyaren von der Wolga her in das vom Krieg zerrissene Tal und saugten sich fest. Sie herrschten bis die Türken ihren Weg mit Krummsäbeln den Fluss hinauf hieben und 200 Jahre brauchten, um Belgrad und Budapest zu erobern. Sie konnten erst von Starhemberg vor Wien aufgehalten werden. Im ersten Weltkrieg, der ebenfalls dort unten begann, eroberten Deutschland und Oesterreich die ganze Donau. Seit 1938 wurden 550 km deutsch, aber es fehlen immer noch 1700 km bis zur Mündung. Wer die Donau beherrscht, beherrscht vier Länder und wird zum Imperator des Ostens und des Westens. Deshalb hat Deutschland versucht, die Flusspolizei an sich zu reissen. Seit dem zweiten Weltkrieg wird beinahe das ganze nach Deutschland importierte Oel und Getreide die Donau hinaufgeführt, die auf diese Weise zur südöstlichen Lebenslinie geworden ist. Aber die britischen Agenten sind ebenso dicht gesät wie die deutschen. Sie haben dem Fluss einen fünften Namen gegeben, Danube und kaufen alles, was ihnen unter die Hände gerät, selbst wenn die Ware kaputt geht. Sie chartern Schüfe und schicken sie ins Schwarze Meer hinaus, nur um zu verhindern, dass sie von Deutschland gebraucht werden. Kürzlich wurde ein Komplott entdeckt, nach dem die Engländer das «Eiserne Tor» bei Turnu-Severin verstopfen wollten. Die Donau-Völker sind nie miteinander ausgekommen. Rassen- und Nationalitäts-Probleme haben immer das eine gegen das andere aufgehetzt und sie innerlich zermürbt. Deutschland hat seine Frachten vom Schwarzen Meer bis zur Nordsee via Mittelländisches Meer gehen lassen, um die hohen Flusszölle zu sparen. Ein Frachter von Wien bis Turnu-Severin muss vier Abgaben entrichten. Manche Politiker seit Metternichs Zeiten haben diesen Zustand als unbequem gefunden und versucht, drei der Herren hinauszuschmeissen, um allein den ganzen Flusslauf zu regieren. Deutschland war auf dem besten Weg dieses Ziel zu er-< reichen, bis Jugoslawien einen Handelsattache nach Moskau schickte und die beiden Brüder einträchtig gute Geschäfte miteinander machten und das Kampfbeil begruben. (Nachdruck, auch auszugsweise, verboten.) Strandbad - Schwimmen - Fischen - Tennis Alpiner Golf - Bergtouren. Off. Verkehrsbureau. Signau Gasthof zum Turm Gutbürgerliches Haus direkt an der Strasse. Schöne Zimmer von Fr. 2.50 an. Stets lebende Forellen. Gross. u. kl. Saal für Gesellschaften. Berner Spezialitäten. — Garage. — Telephon 1. F. Langenegger. 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W 54 — DIENSTAG, 20. August 1940. TOURISTIK Deutsch-schweizerischer Reiseverkehr. Fahrgemeinschaften im Personenwagen. Der deutsche Reichsverkehrsminister hat die Bildung von « Fahrgemeinschaften » für Personenwagen angeregt, wie sie für den Güterverkehr bereits weitgehend üblich sind und zu befriedigenden Resultaten geführt haben. Wieviel Benzin verbrauchen die motorisierten Divisionen ? Wenn man natürlich auch den Treibstoffverbrauch der deutschen motorisierten Divisionen weder beim polnischen Feldzug noch bei ihren raschen Vorstössen in Belgien und Frankreich genau kennt, und wenn sich der Schleier darüber wahrscheinlich nie ganz lüften wird, so ist es Sachverständigen doch gelungen, auf der Grundlage ziemlich präziser Elemente Berechnungen anzustellen, die wohl nicht allzu weitab von der Wirklichkeit liegen. Es sind. wie da« « Auto Italiana » bemerkt — ihm entnehmen wir die nachfolgenden Mitteilungen — astronomische Zahlen, zu denen man gelangt. So wird der tägliche Konsum der im polnischen Feldzug eingesetzten 70 motorisierten Divsionen auf 17,6 Millionen Liter Mineralölprodukte geschätzt, woraus sich für die ganze Dauer dieses Krieges ein Total von 353 Millionen Liter ergibt, wohlverstanden lediglich für die auf der Erde operierenden Armeen. Aber diese Ziffern verblassen im Vergleich tu jenen, »die sioh für die Aktionen in Flandern und 2110 Millionen Liter lautet. (ifitg. vom Schweizer. Fremdenverkehraverband.) Mit dem 1. August 1940 ist ein neues Reiseverkehrsahkommen zwischen der Schweiz und Deutschland in Kraft getreten. Es stimmt sowohl materiell wie formell weitgehend mit der bisherigen Regelung überein. Eine Aenderung mehr technischer Natur, die Erwähnung verdient, bezieht Frankreich, wenn auch nur annähernd, berechnen sich auf den Kopfbetrag im sog. genehmigungsfreien Reiseverkehr. Er wurde, wie es vor dem getreten sein : bei einem Tagesverbrauch von 37,8 lassen. 150 Divisionen sollen dabei in Tätigkeit letzten geltenden Abkommen bereits der Fall war, Millionen Liter Benzin, Schwer- und Schmieröl wider auf RM. 400.— (gegen bisher RM. 300.—) je käme man für die ganze Dauer dieses Krieges auf Person und Kalendermonat bzw. RM. 300.— (gegen RM. 250.— bisher) für Privatwohnende festge- Dazu heisst es selbstredend auch noch die Luft- einen Gesamtkonsum von 1474 Millionen Litern. setzt. Im übrigen gestaltet sich die technische Abwicklung gleich wie bis dahin. Dies gilt namentnahme aus, dass an der Westfront ca. 3000 Flugwaffe in Rechnung stellen. Geht man von der Anlich auch für das Gutscheinsystem (Bar- und Sachgutscheine). Es mag in diesem Zusammenhang dar- die oben erwähnte Menge um weitere 282 Millionen zeuge eingesetzt worden seien, dann erhöht sioh an erinnert sein, dass die Reisegutscheine nur zu Liter. den auf den Scheinen selbst ausdrücklich vermerkten Zwecken benützt werden dürfen. Insbesondere rischer Handlungen hätten danach die deutschen Im Verlauf von 69 Tagen eigentlicher kriege- ist eine Verwendung der Sachgutscheine zu Einkäufen in Ladengeschäften untersagt. Dagegen hat schluckt >, wozu indessen noch der Verbrauch der motorisierten Divisionen 1827 Millionen Liter « ge- der deutsche Reisende-'die Möglichkeit, Ansachaffungen des täglichen Reisebedarfs, Arztrechnungen, das Schlussfazit — immer unter dem Vorbehalt, Luftwaffe hinzugesohlagen werden muss, so dass Skikurs- und Bergführertaxen sowie ähnliche Aus- dass es sich dabei um Schätzungen handelt — auf lagen durch Hingabe von Sachgutscheinen an die Hotels oder Pensionen durch diese bezahlen ÜU lassen. Wer Reisegutscheine diesen Bestimmungen zuwider entgegennimmt oder verwendet, kann mit Busse bis auf 10 000 Fr. oder Gefängnis bis auf 12 Monate bestraft werden. Die unveränderte Beibehaltung des Gutscheinsystems gestattet es, Bar- Benzinsparen. und Sachgutscheine, deren Gültigkeitsdauer durch Aufdruck auf den 30. September 1940 oder auch Da gegenwärtig in Fachkreisen und -Zeitungen auf einen früheren Termin befristet ist, weiterhin das Thema «Benzinsparen» behandelt wird, fühle zu verwenden. Sie bleiben bis zum 30. September ich mich veranlasst, auf einen Mangel an Ueberlegung beim Fahren hinzuweisen, der sich immer 1941 gültig, an welchem Datum sie dem Schweizer. Fremdenverkehrsverband zur Einlösung eingereicht wieder feststellen lässt und gerade in der heutigen Zeit unverantwortlich ist. sein müssen. Täglich mache ich die Beobachtung, dass gewisse Alle diejenigen, die für die Entgegennahme von Automobilisten mit Vollgas bis unmittelbar ans Ziel Reisegutscheinen, namentlich von Saehgutscheinen, fahren und erst knapp davor abstoppen. Dass bei an Zahlungsstatt in Frage kommen, mögen ausdrücklich darauf aufmerksam gemacht sein, dass andern Schäden, die durch diese Fahrweise ent- dieser Methode viel Benzin — abgesehen von allen sie diese Gutscheine bei Vorweisung als Zahlung stehen — unnötig verbraucht wird, liegt auf der ennehmen müssen. Wer «ich etwa weigern sollte, Hand. Es weiss doch jeder Fahrer, dass ein Wagen verfällt den gleichen Strafbestimmungen, wie sieim «Schuss», mag er auch weniger als 60 Stunden- Geschwindigkeit haben, einige hundert für die missbräuchliche Verwendung der Gut-kilometescheine festgelegt sind. Bunte Chronik Aus a Le Meter im Leerlauf weiterrollt, so dass man schon lange vor dem Ziel den Fuss vom Gashebel wegnehmen und auf diese Weisa ungemein viel des heute so raren und kostspieligen Brennstoffs sparen kann. Hoffentlich verfehlen diese Zeilen hei allen jenen, die es angeht, ihren Zweck nicht E. S. in L. S. •>- A. C. DELEGIERTENVERSAMMLUNG. Der Schweiz. Damen-Automobil-Club hat in Zürich seine diesjährige ordentliche Delegiertenversammlung abgehalten. Ausser den Delegierten der Sektionen Bern, Basel und St. Gallen waren zu der Tagung auch zahlreiche andere Clubmitglieder erschienen. 1 Als wichtigstes Traktandum war die Zurückverlegung der Zentrale des S. D. A. G. nach Bern zu behandeln, welche von den Delegierten denn auch einstimmig beschlossen wurde; der neue Zentralvorstand wurde hierauf wie folgt gewählt: Zentralpräsidentin: Frau A. Glaser (Bern); Vizepräsidentin: Frau H. Walser (St. Gallen); 2. Vizepräsädentin: Frau M. Bühler (Pratteln); Sekretärin: AUTOMOBIL-REVUE 11 Frau G. Tachuml (Bern): Kassiererin: Frau Kyriacou (Bern); Beisitzerinnen: Frau Fr. Suter (Basel), Frau Wirth-Orisard (Basel), Frau Schneider (St. Gallen), Frau Kleiber (St. Gallen). Als Ort der nächstjährigen ordentlichen Delegiertenversammlung wurde wiederum Zürich bestimmt. Gemeinsame Aktion. Mit dem Schweizerischen Fuhrhalter-, Pferdebesitzer- und Spediteurenverband wurden vor einigen Wochen Verhandlungen über die Frage der Lohnanpassung an die verteuerten Lebenshaltungskosten geführt. Die Folge davon war, dass die dem Dreistädtevertrag unterstehenden Fuhrleute und Chauffeure von Zürich eine wöchentliche Lohnaufbesserung von Fr. 4.—, die Kollegen von Basel eine solche von 6"/o und die Berner Kameraden eine solche von b'fo erhielten. Mit Recht haben während der Verhandlungen die Unternehmervertreter auf die schlechte Lage des Transportgewerbes hingewiesen. Der Kraft- und Brennstoff ist rapid verteuert worden, die Motorfahrzeugrequirierunj? fällt schwer in die Waagschale. Das sind nur zwei Dinge. Hinzuzuzählen ist der Rückgang des Transportvolumens. Gesamthaft: Eine bedrohliche Situation, der man begegnen muste. Je schneller, desto besser. Verhandlungen mit der PreiskontrollsteTle waren nicht mehr länger «u verhindern, die Frage einer weiteren Tariferhöhung war brennend geworden. Die erwähnte Bundesstelle hat nunmehr die Vertreter des Gewerbes und der Arbeiterschaft empfangen. Für die Prinzipalschaft nahmen die Herren Dr. Häne und Ehrbar-Fahrni, für die Arbeiter die Kollegen Leuenberger und Meier an den Verhandlungen mit der Preiskontrolle teil, die durch die Herren Pahud und Dr. Kölliker vertreten war. Mit Genugtuung dürfen wir heute berichten, dass dem zuständigen Amt die Situation bekannt war und es sich der Argumentation der gemeinsamen Delegation nicht verschlossen hat. Vorausgesetzt, dass das eidgenössiche Volkswirtschaftsdepartement seine Zustimmung zum Verhandlungsresultat erteilt, wird rückwirkend ab 1. August 1940 eine Tariferhöhung eintreten. Zürich: Berufschauffeure. Versammluntrsbericht für diejenigen Kollegen, die leider «aus einem für sie wichtigen Grunde» an der letzten Versammlung nicht teilnehmen konnten, aber nächstens «auch wieder einmal» erscheinen werdeij: Gratisabgabe der «Illustrierten Automobil- Revue», ein reichhaltiges und nützliches Heft. Entgegennahme der Mitteilung, dass in Not geratene Wehrmänner vom Verband eine ausserordentliche Unterstützung beziehen können. Ein diesbezügliches Gesuch ist an das Lokalsekretariat zu richten. Kenntnisnahme vom Verhandlungsergebnis mit dem Schweiz. Fuhrhalter-, Pferdebesitzer- und Spediteurenverband, wonach die dem Dreistädtevertrag unterstehenden Kolleeen in Zürich eine wöchentl. Lohnaufbesserung von Fr. 4.— erhalten. Die Jungbauern erwarten von uns, dass wir uns im Herbst wiederum an ihrer Obstvermlftlungsaktlon beteiligen. Wehrmänner, die sich im Dienst' befinden, bezahlen ab 1. Juli 1940 einen Verbands- Wochenbeitrag von Fr. —.60, Kenntnisnahme eines Berichtes des Sekretärs über die Ferlenvermlftlungsaktlon des VHTL, dessen Beitritt zur schweizerischen Reisekasse, sowie dessen Zuschüsse von Fr. 1.50 bis Fr. 3.— pro Ferien tag: vorausgesetzt, dass die Chauffeure bezahlte Ferien erhalten. Freudiges Echo löste die Mitteilung aus, dass der VHTL allen entlassenen und stellenlosen Chauffeuren während den ersten 12 Tagen nach dem Militärdienst die Arbeitslosenunterstützung gewährt. Die letzte Versammlung hat bewiesen, dass wir Zürcher Chauffeure nicht umsonst im VHTL zusamznengeschlosen sind. Leider sind sich noch nicht alle Kollegen dieser Tatsache bewusst, sonst wäre der Versammlungsbesuch besser. Kollegen, man lernt nie aus! Und keiner ist so gescheit, dass er auf den Besuch der Versammlungen verzichten kann. Denn gerade an den Versammlungen ist viel zu lernen. Achtet immer auf unsere Publikationen und befolgt sie restlos. Zürichsee, linkes Ufer. Hallo, Kollegen, die letzte Versammlung war von euch ordentlich besucht und es war ein steigendes Interesse an den Obliegenheiten des Verbandes festzustellen. Wir haben uns dessen gefreut und wollen hoffen, dass es sich nicht um eine Schein-Konjunktur handelte. Am nächsten Samstag, den 24. August, habt ihr wiederum die Möglichkeit, zu wichtigen Fragen Stellung zu nehmen und euren Kragen zu leeren. An diesem Tage findet nämlich im «Anker» in Richterswil unsere Sektionsversammlung statt. Wir erwarten zu dieser Zusammenkunft alle Mitglieder, auch diejenigen, die infolge Beitragsbummelei glauben, zu Hause bleiben zu müssen. Der Vorstand. EINLADUNG an alle Chauffeure der VHTL-Sektionen auf dem Platze Zürich. Die Sektion Berufschauffeure Zürich veranstaltet am Samstag, den 24. August 1040, 20 Uhr, im renovierten Saal des Restaurants «Sonne» an der. Hohlstrasse einen Vortrag mit Lichtbildern •über «Der Holzgasgenerator». unter besonderer Berücksichtigung des Imbert- Patentes. Am Sonntag, den 25. August 1940, vormittags 9 Uhr, findet in der Holzgasgeneratoren iA.-G., Wehntalerstrasse 585, in Zürich-Affoltern, eine Vorführung statt. Es wird dabei Gelegenheit geboten, einen Wagen mit Holzgasspeisung zuführen. Kollegen, benützt die Gelegenheit, euch orientieren zu lassen. Denn der Holzgasgenerator wird offensichtlich in nächster Zukunft eine grosse Rolle spielen. Sorgt dafür, dass ihr auf der Höhe bleibt. Die Sektion Berufschauffeure ladet alle Chauffeure aus den andern Sektionen auf dem Platze Zürich zur Teilnahme ein. Bücherfisdi NEUE SCHWEIZER BIBLIOTHEK. Der See- Roman « Das fiebernde Schiff», von Klaus Peter Wieland, ist nicht nur ausserordentlich spannend, er weist darüber hinaus auch ein unbestreitbares literarisches Können auf. Die Reise des jungen Pierre Laudet beginnt ganz harmlos und vergnüglich, aber mit einemmal stecken wir inmitten einer Atmosphäre des Abenteuerlichen und Geheimnisvollen, die von uns unweigerlich Besitz nimmt und uns nicht mehr losläast bis zum überraschenden Schluss. Trotz all der aufregenden Vorkommnisse findet der Autor immer wieder Gelegenheit, tiefe menschliche Probleme anzuschneiden und aufzurollen. (Verlag Schweizer Druck- und Verlagshaus.) Walter Chrysler t. Aus New York kommt die Nachrich, dass Walter Chrysler, der Gründer der Chrysler-Automobilwerke, im Alter von 65 Jahren gestorben ist. Der Willy war Klug genur, für alle Fälle vorzusorgen. Wir liefern nach wie vor a]ie Ersatzteile für DKW ab unserem reichhaltigen, wohlassortierten Lager prompt XXL alten Preisen. 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