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E_1940_Zeitung_Nr.034

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II AUTOMOBIL-REVUE

II AUTOMOBIL-REVUE DIENSTAG, 20. August 1940 — N° 34 Franken gekauft und sie aus ihrer eigenen Schatulle bezahlt. Böhmer kaufte dann im Laufe der Zeit eine Reihe der schönsten Diamanten zusammen, die er zu einem Halsband in mehreren Reihen verarbeiten Hess. Er bot diesen einzigartigen und kostbaren Schmuck der Königin für 1 600 000 Franken an. Die Königin lehnte den Kauf de» Kolliers mit der Begründung ab, das» sie dem König unmöglich in der schweren Zeit eine solche Ausgabe zumuten könne. Böhmer versuchte nun, den Schmuck bei verschiedenen Höfen unterzubringen, jedoch vergeblich. Einige Zeit darauf erbat der Juwelier eine Audienz bei der Königin. Er warf sich ihr zu Füssen und rief: «Eure Majestät, in bin ruiniert, ich bin entehrt, wenn Sie mein Halsband nicht kaufen!» Marie-Antoinette war von dieser Szene aufs peinlichste berührt. Sie machte Böhmer darauf aufmerksam, dass sie das Halsband nie bestellt habe und vermied in der Folge, den ihrer Meinung nach überspannten Juwelier zu empfangen. Böhmer äusserte einige Zeit später, er habe das Halsband dem Sultan der Türkei verkauft. Damit schien die peinliche Angelegenheit erledigt zu sein. Wie gross war daher das Erstaunen der ersten Kammerfrau der Königin, als Böhmer sich bei ihr beklagte, dass Marie-Antoinette ihm ihre Schuld von Wt Millionen Franken nicht bezahle. «Sind Sie bei Sinnen», erwiderte ihm die Kammerfrau, Madame Campan. «Wofür könnte ihnen denn die Königin eine so ungeheure Summe schuldig sein?» — «Für mein Halsband», erwiderte Böhmer kalt. «Wie»?, fuhr Madame Campan fort, «aber Sie sagten mir ja selbst, Sie hätten es nach Konstantinopel verkauft». — «Die Königin selbst», erwiderte der unglückliche Juwelier, «hatte mir ja anbefehlen lassen, dies zu jedem zu sagen, der mir davon sprechen würde.» Dann erzählte er, die Königin habe das Halsband gewünscht und es daher durch den Kardinal von Rohan für sich kaufen lassen. «Sie sind hintergangen», rief Madame Campan aus, «die Königin hat mit dem Kardinal, seitdem er von Wien zurück ist, nur ein einziges Mal gesprochen; es gibt niemanden, der am Hofe mehr in Ungunst stände als er.» — «Sie sind selbst hintergangen», erwiderte Böhmer, «sie sieht und spricht ihn so oft im geheimen, dass sie ihm sogar die 30 000 Franken, die mir zuerst auf Abschlagung gezahlt wurden, einhändigte.» — «Und das hat Ihnen der Kardinal gesagt?» — «Ja, er selber.» — «Ach, welch abscheuliche Intrige!» Nach dieser Unterredung wurde der Kardinal von Rohan, als er bereits seinen geistlichen Ornat angelegt hatte, um die Mittagszeit in das Kabinett des Königs gerufen, wo sich auch die Königin befand. Der König fragte ihn: «Haben Sie von Böhmer Diamanten gekauft?» — «Ja, Majestät.» — «Was haben Sie damit gemacht?» — «Ich glaubte, dass sie der Königin eingehändigt worden wären?» — «Wer hatte Ihnen dazu den Auftrag gegeben?» — «Eine Dame, die Frau Gräfin von Lamotte-Valois, die mir einen Brief der Königin vorzeigte; und ich glaubte Ihrer Majestät mich dadurch zu empfehlen, wenn ich diesen Auftrag übernähme.» Die Königin unterbrach ihn und sagte: «Aber wie konnten Sie glauben, Herr Kardinal, Sie, mit dem ich seit acht Jahren kein Wort gesprochen habe, dass ich Sie gerade zur Führung dieser Unterhandlung wählen würde, und noch dazu durch die Vermittlung einer solchen Frau?» «Ich sehe wohl», erwiderte der Kardinal, «dass ich schrecklich getäuscht worden bin. Ich werde das Halsband bezahlen.» Dann zog er einen Brief aus der Tasche. Der König nahm ihn, zeigte ihn dem Kardinal und sagte: «Wie konnte ein Prinz aus dem Hause Rohan und ein Grossalmosenier von Frankreich glauben, dass die Königin sich «Marie- Antoinette von Frankreich» unterzeichne? Jeder weiss doch, dass die Königinnen nur mit ihrem Taufnamen unterschreiben.» «Aber Herr Kardinal», fuhr der König fort, «haben Sie jemals einen Brief wie diesen hier geschrieben? Erklären Sie mir, was bedeuten diese bei Böhmer getanen Schritte, diese Versicherungen, diese Handschreiben?» Der Kardinal erblasste und erwiderte dann, indem er sich an den Tisch anlehnte: «Eure Majestät, ich bin zu sehr verwirrt, um Ihnen auf eine Weise antworten zu können...» Nach dieser Unterredung wurde -der Kardinal verhaftet und in die Bastille gebracht. Der berühmte Prozess begann. Gleichzeitig wurde die Valois-de la Motte in Gewahrsam genommen. Der Prozess brachte Dinge ans Licht, die für den Kardinal äusserst peinlich waren. Die de la Motte hatte dem Kardinal eingeredet, dass sie geheime Rendez-vous mit der Königin zu vermitteln imstande sei. Der Kardinal war zu diesen nächtlichen Begegnungen erschienen, bei denen sich die Königin tief verschleiert einfand, ihm die Hand drückte und einige Worte an ihn richtete. Wenigstens glaubte der Kardinal, Marie-Antoinette vor sich zu haben. In Wirklichkeit hatte die de la Motte diese Rolle gespielt, und der Kardinal war dieser Täuschung zum Opfer gefallen. Bei dieser Gelegenheit war das Halsband der Hochstaplerin übergeben worden, die es auseinandernehmen und nach England verkaufen Hess, da ein so kostbarer Schmuck als Ganzes unverkäuflich gewesen wäre und der Verkauf Aufsehen erregt hätte. Die Oeffentlichkeit stand mehr oder weniger auf Seiten des Kardinals. Die Geistlichkeit verlangte, dass ein hoher Würdenträger der Kirche nur vor ein päpstliches Gericht gestellt werden sollte. Das Publikum glaubte also an die Möglichkeit, dass die Königin sich geheim mit dem Kardinal getroffen habe, um sich in den Besitz des Schmuckes zu setzen. Der Adel fühlte sich dadurch beleidigt, dass der König es gewagt hatte, einen seiner hervorragendsten Vertreter vor ein öffentliches Gericht zu stellen, obwohl er einer Hochstaplerin zum Opfer gefallen war. So wurde das Urteil überall mit Befriedigung aufgenommen, das den Kardinal mit einer Majorität von 3 Stirn* men gänzlich freisprach. Frau de la Motte wurde zur Auspeitschung, zur Brandmarkung und zu einer langen Gefängnisstrafe verurteilt. Dem Ansehen der Königin und des Königs, ja des ganzen Hofes war damit ein vernichtender Schlag beigebracht, der Boden für die Revolution vorbereitet worden. Gutes Benehmen auch nach der Trauung Muss man immer die verheirateten Paare schon von weitem erkennen? An sich besteht kein greifbarer Grund, weshalb die guten Manieren der Menschen durch die Trauund irgendwie beeinflusst werden. Aber es Ist in der Tat so, dass sehr häufig nach der Vollziehung der Ehezeremonie auf einmal ein Eheteil oder aber auch beide in einen Zustand prähistorischer Lebensführung zurückfallen. Das geht soweit, dass man in der Oeffentlichkeit verheiratete Personen ohne weiteres in einer grossen Menschenmenge herausfindet, indem man die vollkommene Uninteressiertheit des einen am anderen und das schlechte Benehmen gegeneinander ins Auge fasst. Fragt man einmal eine Ehefrau, weshalb sie denn nicht die glücklichen Tage der Flitterwochen im Zusammenleben mit ihrem Gatten zu retten verstanden habe, dann teilt sie meist mit Tränen in den Augen mit, dass der Mann vollkommen sein gutes Benehmen geändert habe — seit damals. Das schwindende gute Benehmen aber ist der erste Weg zur Tragödie. Wenn zwei Menschen, die sich verheirateten, einander gewissermassen als Privatbesitz betrachten, sich gegenseitig als Eigentum ansprechen und der Auffassung sind, dass sie mit ihrem Eigentum umgehen könnten wie es ihnen passt, dann ist es natürlich nicht verwunderlich, wenn der eine den anderen wie einen alten Schuh oder wie eine abgelegte Zeitung behandelt. Aber wir Frauen wollen ehrlich sein; nicht Immer liegt die Aenderung des Benehmens nur beim Mann. Es gibt auch Frauen, die sich erheblich im Laufe der Ehezeit wandelten. Anfangs machten sich die Frauen morgens zum Frühstück einigermassen nett, waren anständig angezogen, gekämmt, liefen nicht als alte Schlampen herum. Wenn sich diese Auffassung von der Notwendigkeit einer* guten Aufmachung erst einmal geändert hat, dann Ist der Untergrund der glücklichen Ehe schon untergraben. Mit den Morgen-Manieren Ist manche Ehe zerschlagen worden. Ausserdem: wenn eine Frau nicht genug Ordnung in ihrem Haushalt hält, alte Haare Im Kamm lässt, das Waschbecken nicht säubert, abgelegte Kleider herumliegen lässt, dann wird durch derartige Nachlässigkeiten die Zuneigung des Gatten zur Gattin erheblich beeinträchtigt. Dabei ist es so leicht, die einfachsten Gesetze des guten Benehmens der Höflichkeit auch gegenüber der Gattin oder dem Gatten zu beachten. Es ist selbstverständlich — und die Ehefrau sollte darauf bestehen, dass der Gatte auch ihr, der alten Ehegefährtin, Im Lokal und selbst zu Hause in den Mantel hift, oder ihr sonst die Höflichkeit angedeihen lässt, die er gegenüber anderen Frauen beweist. Nun noch ein paar Ratschläge, die die Frau beherzigen muss, wenn sie ihren Mann nicht nur bei guter Laune, sondern auch bei durchgehend freundlicher Gesinnung und bei gutem Benehmen erhalten will: Bemühe dich, niemals an deinem Mann herumzunörgeln. Weder in der Stille des Hauses, noch in der Oeffentlichkeit liebt ein Mann derartige Kritik, besonders dann nicht, wenn diese mit einer gehässigen, schrillen Stimme vorgetragen wird. Unterdrücke deine Neigung, zu singen oder zu pfeifen, wenn dein Mann dir etwas erzählt. Frage niemals um irgendein Geschenk, um eine Aufmerksamkeit oder überhaupt um irgend etwas vor dem Essen I Störe deinen Gatten nicht, wenn dieser die Zeitung liest. Bemühe dich, Ihm gegenüber in der Oeffentlichkeit nicht zu zärtlich zu sein. Sei nicht eifersüchtig, weil er aus irgendwelchen Gründen gestern oder vorgestern mit einer anderen Frau gesprochen hat. Sprich nicht zuviel über die guten Selten anderer Männer in seiner Gegenwart. Wenn die Frau diese ganz einfachen Richtlinien berücksichtigt, sich mit Ihren Antworten zusammennimmt und darauf achtet, dass von Anfang an die kleinen Aeusserungen des schlechten Benehmens beim Mann In einer zarten Form korrigiert werden, dann kann die Frau gewlss sein, dass das gute Benehmen auch Jahre hindurch andauert und an den schlechten Manieren die Ehe, das Zusammenleben nicht zerbricht. ßas Meine Cape gilt als gefällige Beigabe des für warme Tage bestimmten Kleides und zählt zu jenen modischen Attributen, deren Anschaffung sich nun einmal jede Frau leisten darf; im übrigen wird die Möglichkeit (Strätf LIQVOR A BASE DE FINE CHAMPAGNE CAFE DES MARINS GENF, Qnai Gustave-Ädor 28 Gebackene Fische und Barschfilet, Habneli am Spiees, Entxecfite au Grül. S. Grlmardlas Telephon «4.968 sehr leicht «freudlos» wirken, und man tut gut daran, mit Hilfe einer gefälligen und leicht, herzustellenden Stickerei (auch hier sei auf Waschbarkeit des Fadens geachtet!) für einen freundlichen Anstrich zu sorgen. der Verwertung vorhandenen Materiales die letzten Zweifel zerstreuen. Unser Bild macht uns mit ein paar günstigen Schürzentypen vertraut, teils mit, teils ohne Latz Selbstverständlich wird Wert darauf gelegt, bei derlei kleinen Dingen, die eine Ausstattung ohne und immer durch irgendein Stickereimotiv bereichert ... Opfer verschönern und vervollständigen, Kontraste herauszuarbeiten, und es hat sich denn auch gezeigt, dass zu dunklen Kleidern das ganz helle Cape am allerbesten wirkt, gleichviel, ob es nun weiss oder pastellfarbig sei. Eine in Borten ausgeführte Stickerei nimmt sich hier (Bild 1) sehr günstig aus. Wir beobachten, dass — ein neuer Beweis für die Beliebtheit der Kontraste! — zu hellen Kleidern das dunkle Cape gewählt und mit einem breiten, geknöpften Gürtel übereingestimmt wird; in diesem Falle zeichnet sich die kleine Umhülle dadurch aus, dass sie mit Herren-Aufschlägen versehen wird; dies ist ein modischer Wink, den wir uns einprägen wollen... Schützen die entzückend aussehen Voraussetzung eines berechtigten Hausfrauenstolzes ist die Ueberzeugung, immer vorteilhaft auszusehen, selbst wenn man mitten in der Arbeit steht. Die erforderliche Ausstattung ist das Hauskleid, immer bescheiden und leicht zu reinigen. Auch dieses Kleid aber wäre gar bald arg in Mitleidenschaft gezogen, würde man es nicht vorsichtigerweise durch eine Schürze schützen. Welche Farbe man ihr wohl gibt? Womöglich nicht weiss, das sich als allzu empfindlich erwiesen hat. Die sogenannte Jute-Farbe (Schattierung des gewöhnlichen Bindfadens) wäre viel eher anzuraten. Dazu kommen noch allerlei Mitteltöne, die aber vorerst auf ihre verlässliche Waschbarkeit geprüft sein wollen. Ein kleines Muster, das man einer Heisswasserprozedur — der Feuerprobe der Farbechtheit sozusagen — unterzieht, wird einem volle Klarheit darüber geben, ob das betreffende Material das richtige sei oder nicht. Eine solche einfarbige Schürze aber könnte Die Hausfrau von heute hat es eben erlernt, sich die Mode auch in den bescheidenen Grenzen einer Arbeitskleidung dienlich zu machen und es ausgezeichnet verstanden, ihr auf solche Weise einen neuen Sinn zu geben! Fruchtflecken im Stoff Um Fruchtflecken aus einem Stoff zu entfernen, befeuchtet man die befleckten Stellen zunächst mit kaltem Wasser. Dann zündet man unter einem umgestülpten Trichter ein Stück Schwefel an und hält die Stelle des Stoffes, an der sich der Flecken befindet, etwa 1 cm über den Trichterhals, aus dem der Schwefeldampf aufsteigt. Es empfiehlt sich aber unbedingt, bei farbigen Stoffen erst an einem Musterehen eine Probe zu machen, damit nicht an Stelle des Fruchtfleckens ein viel hässlicherer Fleck in dem Gewebe entsteht. Beim Waschen von Flanell achte man darauf, dass das Wasser nicht zu heiss ist, da sonst der Stoff leicht gelblich wird. Auch soll Flanell nicht in der Sonne trocknen. Täglich stehen Sie vor 100 Gefahren — VorsichrundGeistesgegenwart können das Schlimm« ste nicht immer verhüten. Darum vor allem: Sicherheit durch Abschluss von Unfall-, Lebens-, Haftpflicht-, Autokasko- und Auto - Insassen -Versicherungen bei der „Winterthur" Schweizerische Unfallversicherung* - Gesellschaft Lebensversicherungs-Gesellschaft

N° 34 — DIENSTAG, 20. August 1940. AUTOMOBIL-REVUE H»i Wil I iTCKKr.HF.HF. W die Donau heisst jetzt Duna und ist gar nicht mehr blau, sondern ein grauer und geschäftiger Fluss, voll von Barken, Transportschiffen, Flussfrachtern und Passagierbooten. Vor dem Anschluss streifte die Donau von Wien bis zum «Eisernen Thor» sechs Länder (Oesterreich, Tschecho-Slowakei, Ungarn, Jugoslawien, Bulgarien und Rumänien). Heute sind es nur noch vier. Deutschlands Ziel ist es, dass nur einer Herr und Meister sei. Dies zu verhindern, haben viele Interesse, aber nur zwei die ihren Namen und heisst jetzt Dunava. In Belgrad wirkt sie nicht so dekorativ wie in Wien oder Budapest. Von ihrer Wichtigkeit hat sie jedoch nichts eingebüsst. Mitte Juli herrschte beträchtliche Aufregung in der Hauptstadt. Eine gemischte italienisch-jugoslawische Kommission untersuchte die Todesursache eines italienischen Soldaten und die Wunden von drei andern, nachdem italienische Truppen versucht hatten, einen jugoslawischen Sergeanten auf jugoslawischem Boden zu entwaff- Der Fluss mit den vier Staatsangehörigkeiten und fünf Namen Im Schwarzwald, eine gute Wegstunde von Badenweiler entfernt, liegt der saubere Marktfleck Donaueschingen, zu dessen Sehenswürdigkeiten, ausser dem hübschen» Barockschlösschen des ehemals regierenden Grossherzogs, auch ein kleines eingezäuntes Wasserspiel gehört, das jedoch nicht wie die meisten anderen Fontänen landauf- und -ab aus irgendeiner ordinären Röhre gespiesen wird. Hier entspricht nämlich die Donau einer kleinen Oeffnung im Fels und treibt in anmutiger Spielerei den Wasserstrahl in die Höhe, bevor sie zu weit gefährlicherem Tun missbraucht wird. Als Kinder pflegten wir die Hand auf das Spundloch im Fels zu halten und uns der Illusion hinzugeben, dass I die Donau jetzt versiegen würde. Brege und Brigach, zwei weitere Quellflüsse, steuern ihre Wasser bei, um den zweitgrössten Fluss Europas (nur die Wolga ist langer) zu bilden, der über 2800 km durch Zentral- und Südosteuropa fliesst und seine Wasser nördlich von Constanza in das Schwarze Meer ergiesst, eine Wasserstrasse, die sich .beinahe durch ganz Europa zieht. Vor dem Krieg ist ein Projekt ausgearbeitet worden, nach welchem die Donau durch ein Kanalsystem mit dem Rhein und dem Aermelkanal verbunden werden sollte. Die Kosten hätten sich auf 1 Milliarde 500 Millionen Schweizer Franken belaufen. Die obere Donau ist deutsch, war immer deutsch. Sie windet sich an den Schlössern, die an beiden Seiten ihrer Ufer errichtet wurden, durch Sigmaringen und Ulm, Blenheim und Regensburg vorbei, nach Alt-Oesterreich hinein, streift Linz, durchfliesst Wien. Das ist die Donau von Johann Strauss. Dann kommt Bratislava (Pressburg), und Kraft, da England zu weit weg und die Balkanstaaten zu schwach sind. Aber Russland und Italien halten die Wacht. Hart am Duna-Ufer in Budapest steht das ungarische Parlament mit seinen vielen Zacken und Türmchen. Gewundene Treppen führen zu den Zuhörerbänken hinauf, von wo man, ähnlich wie in unserem Bundeshaus, die Abgeordneten überblicken kann. Vor kurzem sagte dort Dr. Geza Szullo, der Mann, der seinerzeit die ungarischen Ansprüche gegenüber Prag vertreten hatte, dass die Slowaken systematisch die ungarischen Minderheiten unterdrückten, und dass die slowakische Propaganda versuche einen Keil zwischen die ungarisch-deutsche Freundschaft zu treiben. Worauf Graf Csaky die sybellinische Antwort gab: «Ungarn muss vielleicht etwas riskieren, um seine nationale Ehre zu schützen. Die ungarische Regierung wird im gegebenen Moment handeln.» Inzwischen schickte Deutschland Tanks in die Gegend der ungarischen Grenze. Bei Mohacs ändert die Donau zum zweitenmal nen. Italien sagte, der Sergeant habe sich auf italienischem Boden befunden. Jugoslawien behauptete das Gegenteil. In Belgrad ging das Gerücht um, dass 300 000 Mann italienische Truppen nördlich von Fiume konzentriert seien. In Rumänien heisst der Strom Dunarea. Schwere Dampfer, mit Oel und Weizen beladen, können vom Schwarzen Meer bis Turnu-Severin fahren. Wenn Bulgarien die Dobrudja hätte, wäre es Teilhaber der unteren Donau und hätte eine gemeinsame Grenze mit Russland. Die U. d. S. S. R. unterstützen Bulgarien. Maniu und Vaida Vojvod haben König Karol wissen lassen, dass sie Russland zu Hilfe rufen würden, falls er Transsylvanien an Ungarn abtreten würde. Eine hohe jugoslawische Persönlichkeit erklärte mir dieser Tage, dass Jugoslawien dasselbe tun würde, falls Italien einmarschieren sollte. Der Geist Bakunins geht im Balkan um. Der Traum eines allslawischen Reiches nimmt konkrete Formen an. Schluss Seite IV, Spalte 3. 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