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E_1940_Zeitung_Nr.030

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fr AUTOMOBIL-REVUE

fr AUTOMOBIL-REVUE DIENSTAG, 23. JULI 1940 — N° 30 Schweiz. Strassenverkehrsliga soll der Beitritt des T. C. S. ermöglicht werden. 3. Einstimmig wurde folgender Resolution zugestimmt: Die von 24 Verbänden mit 40 Delegierten beschickte ordentliche Delegiertenversammlung der Kantonalen Strassenverkehrsliga Zürich vom 19. Juli erblickt in der am 8. Juli 1940 vorgenommenen Erhöhung des Benzinpreises auf 64 Rappen, was gegenüber dem Vorkriegsstand eine Preissteigerung von nicht weniger als 52 % bedeutet, eine bedenkliche Verteuerung und Erschwerung des Motorfahrzeugverkehrs. Die zahlreich einsetzenden Betriebseinstellungen von Fahrzeugen werden nicht nur die Notlage Im Automobil- und Transportgewerbe, welche ohnehin unter der Brennstoffratlonierung schon schwer leiden, akut verschärfen, sondern auch schwerwiegende Konsequenzen für die gesamte Verkehrs- und Volkswirtschaft, Bund und Kantone, sowie die Motorisierung der Armte zur Folge haben. Die Kant. Strassenverkehrsliga Zürich erwartet daher von allen beteiligten nationalen Strassenverkehrsinteressenten - Verbänden, dass ohne Zeitverlust Massnahmen ergriffen werden, um einerseits die heutige Benzinpreisgestaltung einer eingehenden Ueberprüfung und kontinuierlichen Kontrolle zu unterziehen und anderseits durch eine namhafte Herabsetzung des verfassungsrechtlich unzulässig hohen Benzinjollansatzes eine fühlbare Reduktion des heutigen Benzinpreises anzubahnen. Damit dürfte die Stellungnahme der zür- Der Ruf nach einer Verbilligung des Benzins und nach modernen Strassen. ACS und Via Vita beziehen Stellung zu diesen Fragen. Unter dem Vorsitz von Zentralpräsident Dr. Mende tagte am letzten Freitag in Bern das Direktionskomitee des A.C. S., wobei die Richtlinien für die Durchführung einer Aktion gegen die Benzinpreiserhöhung festgelegt wurden. Im weiteren beschloss das Komitee, mit Rücksicht auf die gegenwärtigen Verhältnisse beim Bundesrat im Sinne einer Aufhebung des Benzinzolls vorstellig zu werden. Mit Bedauern stellte man im weiteren fest, dass die schweizerischen Alpenstrassen noch immer auf eine ungenügende Breite ausgebaut werden; der ACS wird sich im besonderen mit einem Protest dagegen wenden, dass die Prageistrasse, deren Baubeginn nicht mehr lange auf sich warten lassen dürfte, nur eine Breite von 4,6 m erhält. Der Ausschuss der Via Vita behandelte an seiner Sitzung teilweise die gleichen Fragen. Was die Strassenprobleme anbelangt, so beschloss er, inskünftig in allen Angelegenheiten, welche die Arbeitsbeschaffung durch das Mittel des Strassenbaues berühren, seine Schritte beim Bundesrat wie bei der Arbeitsbeschaffungskommigsion in enger Fühlungnahme mit dem Schweiz. Autostrassenverein durchzuführen. Zugleich stellte er die Notwendigkeit einer Revision der Strassenbau-Normalien fest, namentlich soweit sie die Strassenbreite betreffen. Die veralteten 6 m genügen den Bedürfnissen der modernen Touristik nicht mehr. Im weiteren kam einstimmig der Beschluss zustande, bei den Behörden besondere Schritte für eine massive Reduktion de6 Benzinzolls zu unternehmen. cherischen Motorfahrzeughalter in dieser wichtigen Frage eindeutig präzisiert sein; der Aippell an die Schweizerische Strassenverkehrsliga ist erlassen, man wartet mun auf weitere Schritte auf eidgenössischem Boden, wobei zu wünschen ist, dass auch die andern kantonalen Strassenverkehrsligen ihre Positionen beziehen. (Ueber den weiteren Verlauf der Tagung siehe Bericht auf Seite 11.) weichem Ausmass Puden sich die tinzeCtien JCompouentett des !Bewäapceises echoht? Die Darlegungen der Preiskontrolle... Ueber die Faktoren, welche nach den Angaben der Behörden die Erhöhung des Benzinpreises von 55 auf 64 Rappen bedingt haben, sind unsere Leser bereits orientiert. Wenn sie dagegen umsonst auf nähere Auskünfte über das Ausmass der Steigerung bei den einzelnen Preiselementen warteten, dann hatten wir uns diese Schweigsamkeit nicht etwa freiwillig auferlegt, vielmehr entsprang sie einer ausdrücklichen Weisung der Preiskontrollstelle. An der Konferenz, die sie letzten Mittwoch neuerdings mit der CIA zusammenführte, revidierte sie indessen diesen kategorischen Imperativ, so dass es heute möglich ist, mit konkreten, zahlenmässigen Werten aufzuwarten und die Wurzeln der Benzinpreisverteuerung mehr oder weniger freizulegen. Auf dem Warenwert ist danach gegenüber dem Februar, der den schweizerischen Automobilisten den vorletzten Benzinpreisaufschlag bescherte, eine Steigerung um ca. 22% eingetreten, wobei einem gewissen Rückgang der Golfpreise eine beträchtliche Erhöhung der Notierungen für das rumänische Benzin gegenübersteht, die zur Folge hatte, dass die durchschnittlichen Gestehungskosten von Benzin um den erwähnten Betrag höher zu stehen kacnon. Zugleich stellte sich — immer nach den Darlegungen der Preiskontrolle — im Interesse der Zufuhr und in Anbetracht des erschwerten Importes von Golfbenizin die Notwendigkeit erweiterter Bezüge aus Rumänien ein. Bei den Seefrachten hat die Zuspitzung der internationalen Lage namentlich die Frachtansätze für Golfware gegenüber dem Februar abermale ansteigen lassen, und zwar um ca. 2 5 Prozent. In ähnlichem Umfang sind, als Folge des Eintritts Italiens in den Krieg sowie der durch die neueste Kriegsentwicklung verschärften Risiken die Prämien für die Kriegsrisiko- und Transportversicherung in die Höhe gegangen, nämlich, um rund 23 Prozent. Um die Zufuhr soweit als möglich sicherzustel* len und mit Rücksicht auf die beinahe unterbundenen Importe auf dem Seeweg aus" Rumänien mussten in vermehrtem Masse Kesselwagen Verwendung finden, woraus eine gewisse Kostensteigerung resultiert. Dazu bleiben, als Folge der verschärften internationalen Lage, die Schiffe länger als bisher in den Anlauf- und Kontrollhäfen liegen und auch der Abtransport erfordert mehr Zeit, so dass hier ebenfalls mit höheren Kosten gerechnet werden muss. Alles in allem genommen beziffert sich die Verteuerung für Umsehlag, Kesselwagen-; Stellung und Liegegelder auf rund 6 Prozent. Was die Inlandsfracht anbetrifft, so erwies sich, trotz der bereits vorgenommenen Erhöhung, eine gewisse, wenn auch bescheidene Anpassung im Sinne eines Aufschlages'um c a. 6 Prozent als notwendig. Schliesslich erheischt,-wie früher schon erwähnt, die Abtragung der gegenüber den Importeuren aufgelaufenen Kompensationschuld, welche zu Lasten der Verbraucher gegenüber dem Februar um rund 18 Prozent angewachsen ist, bestimmte Massnahmen. Zum Ausgleich dieser Rechnung wird deshalb auf jedem Liter Benzin ein Betrag von ca. lü Rappen erhoben, der in der Preiserhöhung um 9 Rappen übrigens inbegriffen ist. Soweit die Erklärungen der Preiskontroll- stelle.- ...und die Stellungnahme der CIA. Auf die Mitteilungen der Preiskontrollstelle hin hat sich der Vorstand der Cia neuerdings besammelt und seine Stellungnahme dazu formuliert, wobei er zur Feststellung gelangt, dass das ihm zugänglich gemachte Material für §eine Bedürfnisse nicht genüge. Vielmehr wird er sich gezwungen sehen, zum mindesten die Bekanntgabe absoluter Ziffern über den Stand des Kompensationskontos Ende August 1939, Ende Dezember 1939 und Ende Juni 1940 einerseits und über die im Brief der Preiskontrolle aufgeführten Posten anderseits zu fordern. Im übrigen muss die CIA darauf aufmerksam machen, dass sich der Automobilisten eine gewisse Beunruhigung wegen der Gewinne auf den bereits eingelagerten Treibstoffmengen bemächtigt habe, ohne dass Ihr bisher Material ausgehändigt worden wäre, das ihr erlauben würde, dieser Beunruhigung entgegenzutreten. Wenn der grösste Teil der Benzinvorräfe schon vor mehreren Monaten eingelagert worden ist, also noch zu niedrigeren Importpreisen, dann wird dieser Umstand für die CIA Grund zu dem Verlangen nach genauem Aufschluss darüber bilden, wem die durch die Preiserhöhung entstehenden Gewinne auf den eingelagerten Waren zustatten kommen, wobei sie sich veranlasst sehen wird, das Begehren zu stellen, dass von diesen Gewinnen weder die Importeure noch die Eidgenossenschaft, noch irgendeine kriegswirtschaftliche Organisation, sondern einzig der Konsument profitieren dürfe. Unter Berufung auf die Tatsache, dass die CIA ihre Funktion aus der seinerzeit auf Anstoss des ei dg. Volkswirtschaf tsdepartements hin geschaffenen Benzinmarktkorporation ableite, muss sie in ihrer Antwort an die Preiskontrolle auch darauf beharren, hinsichtlich der Auskunftserteilung durch diese nicht auf das gleiche Niveau gestellt zu werden wie irgendeine Konsumentenorganisation auf einem andern Gebiet Wenig Neigung zu einer Zollermässigung? Fortsetzung von Seite 1. Wie aber, wenn diese Tendenz weiter um sich greift ? Dann tritt genau das ein, was der Bundesrat selbst verhüten wollte, als er mit seinem Kreisschreiben vom 29. Dezember 1939 die Kantone aufforderte, Erleichterungen in den Zahlungsbedingungen für die Verkehrssteuern zu gewähren, um im Interesse der Landesverteidigung, der Volkswirtschaft, der Finanzen der Kantone und des Bundes die Gefahr abzuwenden, dass die Lage der Motorfahrzeugbesitzer, des Reparatur- und Garagengewerbes, der Armee und des Fiskus sich noch verschlimmere. Damals erkannte unsere Landesregierung die sich anbahnend© verhängnisvolle Entwicklung. Sie suchte ihr auch in die Zügel zu fallen. Jetzt indessen, da sich die Situation zu bisher nicht gekannter Schärfe zugespitzt, da Not am Mann ist und dem Autogewerbe das Wasser am Halse steht, darf sich, nachdem wenigstens ein Teil der Kantone auf den Mahnruf des Bundesrates hin dem Motorfahrzeug in steuerlicher Hinsicht Entgegenkommen bewiesen, auch der Bund der Pflicht nicht entziehen, durch einen kräftigen Abstrich au! dem Benzinzoll mit das Seinige zur Verbilligung der Autohaltung beizutragen und dadurch dem Lauf des Verhängnisses in die Zügel zu fallen, solange es noch Zeit ist. Dies um so mehr, als die Behörden des nämlichen Bundes Arbeitsbeschaffung um jeden Preis proklamiert und darüber hinaus selbst die Notwendigkeit einer Angleichung der dem Automobil auferlegten Lasten an die Rationierung eingestanden haben. A propos Eingeständnisse übrigens : hat nicht der Bundesrat erst kürzlich noch das Bekenntnis der verkehrsbelebenden Wirkung billigen Treibstoffs abgelegt, als er am 24. Mai beschloss, die Abgabe verbilligten Benzins an die Ausländer bis 31. Mai 1941 zu verlängern? Und erledigt sich damit die Behauptung der mehrfach zitierten « zuständigen Stelle», ein Erlass des BenzinzoHs um die Hälfte würde wohl kaum zu einer Belebung des Verkehrs führen, nicht von selbst ? Soweit es sich insbesondere um das Autogewerbe handelt, das sich in einer wahrhaft tragischen Lage befindet, so trifft darauf auch jetzt noch — und sogar in vermehrtem Masse — zu, was der Zürcher Regierungsrat am 12. April 1940 in seinem beleuchtenden Bericht zur Vorlage über die Aenderung des Gesetzes betreffend den Motorfahrzeugverkehr schrieb: dass sich die Folgen der Stilllegung hier geradezu beängstigend auswirken, dass Einschränkung oder Schliessung der Betriebe in vielen Fällen die unumgängliche Folge sei und dass das gesamte Gewerbe vor der Gefahr einer allgemeinen Arbeits- und Verdienstlosigkeit stehe. Diese Entwicklung jedoch bedeutet, in Ein Mann entlaufen! Roman von Vera Bern. 32, Fortsetzung • Karsten denkt: Donnerwetter, hat Rasse, die kleine Römer! Ist zwar mit den Nerven mal zusammengebrochen, hat sich aber wieder vollständig in der Gewalt. Er kann also mit ihr ganz offen reden: «Also, gnädiges Fräulein... die Spur Ist versandet Diese Manon Luchon, eine Seiltänzerin, ist vor anderthalb Jahren gestorben. Jetzt wäre sie zweiunddreissig Jahre alt. Sie liegt auf dem Friedhof von Orange — tja, nun müssen wir eben die Nachforschungen von einem ganz andern Ende her beginnen ! » Aber Else jubelt ins Telephon: « Quatsch, Quasch, Herr Karsten ! Gar nicht mehr nötig ! Qar nicht nötig! War furchtbar lieb von Ihnen, wirklich rührend ... aber er kommt zurück ! Vater hat gestern nacht telegraphiert! Ist das nicht himmlisch ? » Karsten beisst sich auf die Lippe — na, das gab eine schöne Schweinerei für ihn... Er hatte es jedenfalls nur gut gemeint... Man soll sich eben nicht mit Weibern einlassen ... Mit seinen Arbeitern — ja, da war er am Platz, da gab es keine übereilten Gefühlsduseleien ! Merklich kühl sagt Karsten : «Na das freut mich, gnädiges Fräulein. Dann werde ich also dem Detektivbüro gegenüber meinen Auftrag zurückziehen. Ihrem Herrn Vater stehe ich selbstverständlich zur Verfügung, wenn er von mir Rechenschaft fordert über mein eigenmächtiges Eingreifen. Mahlzeit.» Er hat abgehängt. Alle Freude ist in Elses Seele wie ausgelöscht Nein — Männer sind etwas Schreckliches! Ob's der eigene Vater ist oder irgend so ein Fremder — kaum räumt man ihnen irgendwelche Rechte ein über sich... schon bereiten sie einem Schmerz, Enttäuschung, unangenehme Gefühle ... Armes Mutterl — na, sie kann sie verstehen... Else gibt dem Personal die letzten Anweisungen : « Sobald der Herr kommt... er möchte sofort in die Klinik kommen. Aber sofort! Sofort! > Hans sitzt bereits in dem an den Operationssaal angrenzenden Zimmer; er kommt der Schwester entgegen: «Eben ist sie durchgetragen worden. Eben. Es kann eine halbe Stunde dauern... oder zwei Stunden... ich weiss nicht... ich wollte nicht so viel fragen.» Hans und Else sitzen nebeneinander auf dem schmalen Wandsofa. Sie hören die Stimme der Oberschwester: «... zählen Sie ... zählen... eins, zwei, drei ... bis hundert. . tief atmen... zählen ! » Dann hören sie nichts mehr, nur manchmal kurze Befehle des Chirurgen und das Klirren von Instrumenten. Es ist unerträglich schwül. Das Fenster ist geschlossen. Es riecht stisslich nach Aether. Else schiebt ihre Hand in die des Bruders. Ihnen gegenüber hängen eingerahmte englische Bilddrucke : ein Hund, der ein Pferd anspringt, auf der einen Seite, auf der andern ein Parforcereiter in roter Jacke, mit kurzer Peitsche. Hans und Else starren beide auf die gleichen Bilder, zählen 'die Knöpfe am roten Reitrock. « Es dauert lange », sagt Else. Else und Hans Römer warten kaum zehn Minuten. « Rauch doch », sagt Else. Hans beisst an seiner Unterlippe herum, mit einem Ausdruck im Gesicht, der so hart und böse ist, dass Else nicht wagt, ihn noch einmal anzusprechen. Anderthalb Stunden sitzen «ie schon. Ohne jedes Zeitgefühl. Dann hören sie ein Rücken im Saal. Sie stehen beide auf. Treten wie aus einem gemeinsam gefassten Entschluss ans Fenster, um den Weg nicht zu verstellen. Die beiden Türflügel des Operationssaales werden auseinandergeschoben. Die Mutter wird vorübergetragen. Die Kinder wagen es kaum, das Antlitz der Mutter mit den Blicken abzutasten. Der Chirurg steht auf der Schwelle, streift die Gummihandschuhe ab. « Na... ? Na, Herr Professor ...?* «Tja... wollen hoffen... wollen 1 « hoffen ...zunächst wird sie hoffentlich ein paar Stunden schlafen. > « Geht's ihr gut ? » Else fühlt nicht, wie albern die Frage ist. Aber der Professor ist so alberne Fragen in solchen Fällen gewöhnt. «Ich habe Ihnen ja gesagt: die Operation ist ein Risiko... aber wie gesagt... ohne Operation wär's keines mehr gewesen... na ja!... Also dann bis morgen früh... Besuchen dürfen Sie Ihre Mutter beute natürlich nicht.» Hans und Else fahren nach Hause und setzen sich zu Tisch. Else sagt alle Augenblicke : « Wenn Vater nachher kommt, dann...» Bis Hans sie anschnauzt : « Halt den Mund ! » Am Abend fahren sie wieder in die Klinik. Die Mutter hat Aufregungszustände, wird ihnen gesagt. Zugelassen werden sie nicht. Sie gehen wieder hinunter. "«Es ist auch das Wetter! > sagen sie, « die Schwüle ! » Sie schicken den Wagen fort. Sie gehen die halbe Nacht vor der Klinik auf und ab. Sehen zu dem Fenster, das sie kennen, aus dem ein heller Lichtschein auf die Strasse fällt Ein leichter Wind erhebt sich. Dicke Tropfen fallen vom Himmel, klatschen auf den Asphalt. « Gott sei Dank >, sagt Else. « Das wird ihr gut tun.» Sie fühlt es nicht, dass ihr Kleid sich feucht an ihre Haut legt. Gegen Mitternacht erscheint der Schatten der Krankenschwester hinter dem weissen Mullvorhang. Die Schwester stösst das Fenster auf, die zwei Flügel mit beiden sich ausbreitenden Armen... steht einen Augenblick reglos, die Hände an den Scheiben, den Blick ins Weite, als spräche sie ein kurzes Gebet in der Nacht. Dann tritt sie vom Fenster zurück. Das Fenster bleibt offen. Das Licht erlischt Else presst die Hand des Bruders. « Jetzt schläft sie sich gesund.» Zu Hause kommt ihnen der Diener entgegen, der sonst um diese Zeit längst im Bett Hegt. Er sagt mit einer Stimme, die sie nicht kennen an ihm: « Es ist vorhin aus der Klinik telephoniert worden! Vor zwei Stunden etwa... ob die jungen Herrschaften nicht kommen könnten ... der gnädigen Frau ginge es schlecht.. • es ginge jeden Augenblick zu Ende. (Fortietzuno folgt)

N°30 DIENSTAG, 23. JULI 1940 AUTOMOBIL-REVUE 3 ihrer ganzen Tragweite erfasst, auch eine Verminderung der Steuereinnahmen von Kantonen und Bund, ganz abgesehen von der Möglichkeit sozialer Spannungen. Der