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E_1940_Zeitung_Nr.030

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gibt es keine

gibt es keine Einschränkungen, kein Rücksichttiehmen darauf, dass Krieg ist und dass Männer an den Grenzen stehen - und du brauchst nie Sorge haben, dass ich vielleicht auch einmal mit Stahlhelm und Tornister herumziehen und dich allein lassen muss, wie dort - so verstaubt und schmutzig » Er hält inne, denn das Gesicht des Mädchens, das noch eben verträumt seinen Worten gelauscht hat, hat sich jäh gewandelt - ist auf einmal hellwach und seltsam entschlossen. Sie sieht auf die Soldaten, die da die Uferstrasse entlangmarschieren, verstaubt, müde mit ernsten erschöpften Gesichtern. Und weiss auf einmal, die da unten - die stehen - und fallen - für die Heimat, was immer auch kommt. Nicht für Geld, nicht für Macht - nur aus Liebe zu dem Boden aus dem sie kommen und mit dem sie verwachsen sind für immer. Nur - aus Liebe? Gibt es denn mehr? - Ist das nicht alles! Die da unten - die kennen ihr Ziel und weichen keinen Fussbreit vom Weg der Pflicht - die da unten nicht - und nicht der eine, der irgendwo auf einsamer Wacht in den Bergen ist - für die Heimat - und für sie. Und sie will fahnenflüchtig werden - will die Wurzeln aus der Heimaterde reissen - nur um ein bequemes Leben zu führen, in Reichtum und Sorglosigkeit - in der Fremde - will sich selbst untreu werden - und ihm, der doch an sie denkt, auf sie hofft - das weiss sie auf einmal ganz gewiss. Und so sagt sie leise und fest, und schaut mit ernsten, ganz klar gewordenen Augen auf den Mann an ihrer Seite: «Ich kann nicht, Fred, verzeihen Sie mir. Ich kann nicht untreu werden, jetzt, wo die Heimat jedes ihrer Kinder braucht. Sie würde mich rufen, wo immer ich wäre - und aller Reichtum, alles Schöne und Neue könnte nicht darüber hinwegtäuschen. Die da unten vorbeimarschieren, bestaubt und müde, die taten ihre Pflicht und werden sie immer wieder tun. Soll ich mich beschämen lassen von denen, die sie für die Heimat tun und so auch für mich?! — - Irgendwo in den Bergen steht ein Mann auf einsamem Posten, um sich und mir und vielen, vielen anderen die Heimat zu schützen und zu halten - - soll ich ihm den Glauben an die Menschen nehmen, für die er es tut - indem ich untreu werde. - Ich hab' Sie gern, Fred — aber ihn hab' ich lieb - ihn und die Heimat. - Können Sie mich verstehen?» * * * «Du hast mich nie gefragt, Walter - - weil du mich nicht binden wolltest an dich und eine Ungewisse Zukunft. Nur deine Augen haben mir beim Abschied gesagt, dass du mich lieb hast. Heute sollst du wissen, was du mich damals stumm gefragt; Was immer auch kommt, ich warte auf dich! Ruth.» AUTOMOBIL-REVUE DIENSTAG, 23. JULI 1940 — N° 30 Wochenende Be! den kleinen allwöchentlichen Ausflügen in die Ungebundenheit will die Frau möglichst von allem Ballast befreit sein; sogar von den Verpflichtungen, die einem die Mode in der Stadt auferlegt. Und trotzdem Ist eine Frau nur dann restlos zufrieden, wenn ein Blick in den Spiegel ihr beweist, dass sie günstig aussehe und jeder Kritik standhalten könne. Die Verwandlung der modernen Städterin in die bescheidene Ausflüglerin darf keine besonderen materiellen Opfer erfordern; und damit ist auch schon der Stil betonter Schlichtheit angedeutet, der der Trägerin immer sehr willkommen ist, weil sich all 1 diese Sachen leicht instandhalten lassen. (Ein Kleid hingegen, auf das man allzusehr achthaben muss und bei dem das kleinste Fleckchen schon eine « böse Sache * ist, die umständliche Putzerei-Prozeduren und erhebliche Kosten nach sich zieht, wäre ein Fehlgriff, ein Schatten in der unbefangenen Freude eines Sonntags.) Aus diesem Grunde seien die verschiedenen «Primitiv-Materialien» empfohlen, zu denen vornehmlich: Leinen, Kreton und die rohseiden-ähnlichen Gewebe zählen. Derartige Einfachheit des Materiales erfordert natürlich auch eine ungezwungene Form; man hält sich in den Einzelheiten mit Vorliebe an die Herrenmode, so dass Westen-Effekte, Bubenkragen, Blusen in Sporthemdform, aber auch Gürtel, wie sie die Mode des starken Geschlechtes immer mit sich bringt, und sogar Hosenträger zu gerne gesehenen Motiven werden. Auf der Linie der Ungezwungenheit, die fast schon zu einem modischen Gesetz erhoben wurde, liegt auch die Zusammenstellung verschiedenartiger Materialien, die allerdings gut auf einander abgestimmt sein müssen. Dieses anscheinende Kunterount erfordert also ein gewisses Stilgefühl und vor allen Dingen einen unfehlbaren Farbensinn, um letzten Endes zu richtiger Harmonie zu führen. Wir zeigen in unserer zweiten Figur, dass sich ein lichter Leinenrock (das derbe Naturleinen in Jute-Struktur erweist sich hier als sehr günstig) sehr gut mit einer Kreton-Weste zusammenstellen lasse, die durch ihre capeartigen Flügel und durch einen einfarbigen Leinengürtel bemerkenswert ist. Bei aller Schlichtheit freuen wir uns an einem anmutigen Gesamtbild. Das früher erwähnte, von der Herrenmode inspirierte Gilet, in diesem Falle aus diagonal-gestreiftem Leinen hergestellt und mit bunten, am besten siegellackroten Knöpfen verschlossen, wird über einer Organdy-Bluse mit bauschigen Aermeln sehr gut aussehen und mit einem HaTsfuche in der Schattierung der Westenknöpfe zusammenzustellen sein. Dem Rocke Wäre eine abstechende Farbe zu geben, so dass Dunkelbraun, Mittelblau oder Moosgrün in Erwägung zu ziehen sind, wobei wir immer wieder wahrhaben, dass bei der Wochenend-Kleidung Buntheit ungemein beliebt sei. Eine ausgesprochene Herrenhemd-Bluse mit kurzen Aufschlag-Aermeln führt die vorletzte Figur ins Treffen, und es zeigt sich, dass ein dunkler' Oberteil zu hellem Faltenrock (wir beachten did breite Passe und die bogenförmige Ansatzlinie der Legfalten) sehr günstig wirke, und dass die farbigen Hosenträger, die den Rock halten, eine entzückende Sache sind. Hellbrauner Rock, dunkelbraune Bluse und kornblumenblaue Träger seien als eine von vielen Farbenzusammenstellungen angeführt. ' Die ideale Ausflugskopfbedeckung Ist, wie wir merken, die «Schilder-Kappe», die fest sitzt, so dass die Träger nicht mit jedem Windstoss um ihr Hütchen kämpfen muss. Die karierte Mode hat sich bekanntlich eine grosse Anhängerschaft gesichert; sehr begreiflich, da uns die Erfahrung lehrt, dass so kräftig gemusterte Materialien am wenigsten empfindlich seien. Ein kurzärmeliges Kleid mit glockiger Rockpartie und einem «Reitkrawatten-Schal> aus gleichem Gewebe könnte durch ein ärmelloses, einfarbiges Leinen-Jäckchen mit charakteristischen Aufschlägen in eindrucksvoller Weise vervollständigt werden. Der «Ausflugs-Turban» aus dem einfarbigen Materiale des Jäckens und dem karierten des Kleides gewickelt, hält die Haare ausgezeichnet zusammen. Es genügt aber auch, die Frisur an ihren «schwachen Stellen» mit einem Bändchen zu fixieren, wie wir dies im ersten Bilde andeuten. Eine Wochenend-Mode ohne die so oft gerügte und gerade hier durchaus unangebrachte Exzentrizität, im Zeichen der schlichten Waschgewebe ist einer der Erfolge unserer Zeit, die endlich dem Geheimnis auf den Grund gekommen ist, auch das Alltägliche künstlerisch zu gestalten. Der Modehandschuh. Früher einmal gab die Stulpe dem Handschuh seinen Stil; heute ist das nicht mehr der Fall; denn für den modischen Eindruck des Sommerhandschuhs ist: Fehlen der Stulpe entscheidend! Diese Tendenz drückt sich — erstaunlich genug •— ebenso bei den sportlichen, wie bei den die nachmittägliche Ausstattung begleitenden Modellen aus, und wir werden Gelegenheit haben, an Hand einiger Entwürfe die Absichten, die hier verwirklicht werden, kennenzulernen. Das stulpenlose Strapaz-Modell ist mit einem Riemen und Nickelzwingen abgeschlossen und zeigt am Handrücken ein grosses Monogramm, das etwa in Leder-Applikation dargestellt sein könnte. (Bild.) Der Handschuh zum Nachmittagskleide bringt, bei Verzicht auf die Stulpe, einen Abschluss in Form eines Bändchens. (Skizze.) Zu dunklen Modellen, seien es nun Sommerkleider oder ganz leichte Kostüme, wünscht man den Handschuh mit einem kleinen «Rahmen» aus Spitze oder Madelrastickerel, wobei — ganz wie dies unsere Zeichnung andeutet — um das Handgelenk sozusagen als Uebergang eine schmale Blende geführt wird ... Pfau daher. Das höchste Vergnügen bereitete es ihm, wenn er sich bei irgendeiner Gelegenheit als Frau verkleiden konnte. Das also war der Mann, dem die einfache, unverdorbene Liselotte angetraut wurde! Man konnte sich nichts Ungleicheres denken als diese beiden Menschen. Die Pariser Hofgesellschaft war äusserst begierig auf das junge deutsche Gänschen, das nun den so sieghaft Behaupteten Platz der gefeierten Henriette von England — der ersten, früh verstorbenen Gattin Philipps — einnehmen sollte. Aber Liselottes erstes Auftreten unter der verfeinerten französischen Hofgesellschaft wirkt durchaus nicht lächerlich. Sie gefällt mit ihrer unverfälschten, natürlichen Munterkeit und biederen Offenheit. Man findet sie hübscher als man sie sich gedacht hat. Sie ist weder befangen noch linkisch in ihrem Wesen. Kurz, der erste Eindruck, den sie hervorruft, ist günstig. Fünf Tage lässt man die Jungvermählten in Villers-Cotterets allein. Dann stattet Ludwig XIV. seiner neuen Schwägerin einen Besuch ab, eine ganz besondere Ehre für Liselotte. Obwohl der König auf sie einen unauslöschlichen Eindruck macht, vermag doch seine blendende Erscheinung sie nicht einzuschüchtern. Mit herzerquickendem Freimut empfängt sie den Herrscher, dem die halbe Welt in Bewunderung zu Füssen liegt. Ganz im Gegensatz zu seinem Bruder ist Ludwig ein vollendet schöner Mann. Nichts ist überladen an ihm wie an «Monsieur». Seine Manieren sind die eines Weltmannes, sein bezaubernd liebenswürdiges Wesen erobert alle Herzen im Sturme. Liselotte, die Junge, ganz Unerfahrene, fasst sofort Vertrauen zu seinem gütigen Wesen. Ludwig XIV. wiederum kehrt begeistert aus Villers-Cotterets nach Paris zurück und nennt die junge Herzogin von Orleans diejenige Frau, die den meisten Verstand und das angenehmste Wesen der Welt habe. Die natürliche Ungezwungenheit, mit der sie auch dem grossen König alles sagte, was sie dachte, wirkte so befreiend auf Ludwig XIV., der an seinem Hofe gewiss nicht oft die Wahrheit zu hören bekam, dass er ihr vom ersten Tage ihres Begegnens an seine Zuneigung schenkte. Bald findet man auch am Hofe heraus, dass sie ein zu allem Guten empfängliches Herz hat und bereit ist, allen, die es verdienen, ihre Freundschaft zu schenken. Man hofft von ihrem Einfluss auf den König Nutzen zu ziehen und sucht sich sogleich in ihre Gunst zu setzen. Aus den zahlreichen Briefen der Liselotte ist zu ersehen, dass sie in Frankreich nicht unglücklich gewesen ist. Es gab für sie am Hofe so viel des Neuen und Wechselvollen, dass sie kaum Zeit fand, sich mit ihrem persönlichen Glück oder Unglück zu beschäftigen. Bit auf manche äussere Gewohnheiten, die ihrer Wesensart fremd sind, gefällt es ihr gut in Frankreich. Die Fehler des Hofes Ludwigs XIV. gewahrte sie erst viel später, als sie begreifen lernt, was das Leben ist. Die Veranlagung ihres Mannes versteht sie am Anfang so wenig, dass sie sich selbst die grösste Mühe gibt, seine Günstlinge zu ihren Freunden zu machen. Zunächst weiss Philipp nicht, was er von diesem rätselhaften Verhalten seiner Frau denken soll. Soviel Naivität ist ihm unbegreiflich, und er hält Liselottes Bemühungen für eine schlaue List. Was die Herzogin von Orleans am meisten in Frankreich kritisiert, sind nicht die Ausschweifungen ihres Gatten, auch nicht die Sitten am Hofe Lud-,, wigs XIV. Damals begreift sie noch vieles nicht^ worüber ihr später die Augen geöffnet werden, und wovon sie als reifere Frau in ihren Briefen so überaus genau unterrichtet ist. Die Beschwerden der jungen Herzogin beschränken sich am Anfang ihres Aufenthaltes in Paris hauptsächlich auf rein materielle Dinge, wie zum Beispiel das Essen. Die raffinierte französische Küche mit ihren Horsd'oeuvres, Entremets, Ragouts, Pastetchen, Saucen und Konfitüren sagt ihrem pfälzischen Gaumen nicht zu. Sie liebt derbere, kompaktere Kost. Ein Gericht Sauerkraut mit Pfälzer Würstchen, ein recht saftiger Schinken, ein Speck- oder Krautsalat, eine kräftige Biersuppe waren ihr tausendmal lieber als -alle raffinierten Speisen, mit denen die Tafel Ludwigs täglich so reich besetzt war. «Ich habe mein teutsches Maul noch so auf die teutschen Speisen verleckert», schreibt sie an Frau von Harling, «dass ich kein einziges französisches Ragout leiden noch essen kann.» Und schliesslich setzt sie es durch, dass auch auf der Tafel des Königs ihre deutschen Gerichte erscheinen, die nach ihren eigenen Angaben von den HofkÖchen zubereitet werden. Da Ludwig kein Kostverächter und ein starker Esser war, machte es ihm Vergnügen, auch die fremden Speisen kennenzulernen. Am schlimmsten von allem erscheinen Liselotte die Getränke, die in Frankreich serviert werden, wie Schokolade, Kaffee und Tee. Von all diesem hat sie bisher in Heidelberg keine Ahnung gehabt, und als man ihr in Paris diese Getränke vorsetzt, findet sie sie einfach schauderhaft. Schokolade ist ihr viel zu weichlich, und vom Kaffee behauptet sie, «er röche wie stinkender Atem». Den Tee aber vergleicht sie mit Heu und Mist. 1674 brachte Liselotte einen Sohn zur Welt. Es ist jener Philipp von Orleans, der während der Minderjährigkeit Ludwigs XV. die Regierungsgeschäfte führte und als «Regent» berühmt und berüchtigt war, denn er wurde ebenso ausschweifend wie sein Vater, wenn auch in natürlicher Richtung. Bei der Heirat ihres Sohnes zeigte sich Liselotte nochmals von ihrer originellsten Seite. Trotz ihrer Verehrung für den König setzte sie dem Plan grössten Widerstand entgegen, ihren Sohn mit Mademoiselle de Blois, .einer illegitimen Tochter Ludwigs aus seiner Verbindung mit der Montespan, zu vermählen. Sie war furchtbar empört, dass sie, die einem alten angesehenen Fürstenhaus entstammte, ihr eigenes Geschlecht mit dem «Bastardenblut aus doppeltem Ehebruch verderben musste». Für sie hiess die illegitime Nachkommenschaft des Königs «der Mausdreck». Durch Intrigen rang man dem jungen Herzog seine Zustimmung zu der Ehe ab. Liselotte wagte es, den König selbst ihren Zorn öffentlich fühlen zu lassen. Als nach gemeinsamem Essen die Tafel aufgehoben wurde, verbeugte sich Ludwig ausserordentlich tief vor der Herzogin. Aber wie erstaunt war er, als er den Kopf wieder hob und eben noch den breiten Rücken Liselottes gewahrte, die sich eiligst entfernte, ohne des Königs tiefe Verbeugung zu beachten. Und als am nächsten Morgen ihr Sohn vor der Messe erschien, um ihr ehrfurchtsvoll die Hand zu küssen, da gab sie ihm vor versammeltem Hofe eine schallende Ohrfeig*. D. Gstaad T. C. S. Restbek. Haus im Zentr. der Ortschaft. Zim. mit fliess. Wasser. Massige Preise. Soign. Küche. Lebende Forellen. Garage. Parkpl.Tel. 48. Cl. Burrl-Wüthrich, Bes. Gstaad Frick Bernerland Hotel National Hotel Viktoria Fliessendes Wasser. Zimmer Fr. 3.oO Gute Köche. Garage. Telephon 81 A, Wantz-Stalneggar, Inh. Mittelschweiz T. C. t. Direkt an der Strasse Zürich-Basel. Zimmer mit messend. Wasser zu Fr. 3.-. Zentralheizung. Gutbürgerl. Küche. Garage. Telephon 30. Fr. ROfenacht, K'chel. Holderbank an d. Durchgangsstr. Solothurn-Basel. Altbek., gutgef. Haus mit bescheid. Preisen. Zimmer zu Fr. 2.50. Lebend« Bachforellen. Garage. Tel. 7 61 46. F. Bihler-Bsdir, Bes. Muri (Aargau) Gasthof zum Adler T, C. f. Aut, der Anhohe gelegen, b. d. Kirche. Neue, gr. heizbare Terrasse. Prachtvolle Aussicht. Grosser Parkpl. 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30 ^ DIENSTAG, 23. JTJU 1940 AUTOMOBIL-REVUE llfi WFI TCFSrHFIIF IV Tu ftkEl nas italienische Imperium italienisch örttiseh. französisch M ITTELMEER O 1OO 400 600 »00 KM Das italienische Imperium Unter den Grossmächten mit kolonialen Bestrebungen tritt Italien als letzte auf den Plan, später noch als Deutschland, dessen innere politische Zerrissenheit die Bildung eines überseeischen Reiches trotz seiner militärischen Stärke verhindert hatte. Aehnlich liegen die Dinge bei Italien. Die ständigen Kämpfe der italienischen Kleinstaaten untereinander nahmen dem Lande die besten Kräfte weg und Hessen den kolonialen Gedanken nicht aufkommen. Dieser beginnt erst nach der Einigung des Königreichs in der Mitte des 19. Jahrhunderts langsam Fuss zu fassen. Und doch ist Italien wie wenige andere Staaten für die Kolonisation prädestiniert. Einst hat es der Welt Kolumbus geschenkt, den Entdecker eines neuen Erdteils. Seine hochentwickelte Wissenschaft, besonders die geographische und astronomische, hat im Zeitalter der Entdeckungen in hohem Grade zum Gelingen der grossen Seefahrten und Entdeckungsreisen beigetragen. Das Italien der Renaissance war auch auf dem Gebiete der Kriegskunst in Europa absolut führend und hätte leicht die grossen Kolonialstaaten Portugal und Spanien in den Schatten stellen können. So bleibt Italien lediglich das Verdienst, die geistigen Waffen für die Eroberung der Erde geliefert zu haben. Von den romanischen Ländern zeigt heute Italien die grösste Lebenskraft. Die Bevölkerung wächst ständig; es hat die stärkste Auswanderung. Das für Italien natürlichste Ausbreitungsgebiet ist die gegenüberliegende Küste Afrikas, die früher zum römischen Imperium gehörte und im Altertum eine hohe Kultur aufwies. Unter den Cäsaren war Aegypten die Kornkammer Roms. Die Begründung des modernen italienischen Imperiums geschah in bewusster Anlehnung an das Imperium Romanum. Sie vollzog sich nach der Eroberung Abessiniens, die Italien endlich einen zusammenhängenden Kolonialbesitz von wirklichem Werte brachte, Eritrea, Abessinien und Somaliland bilden jetzt einen Block von 1 600 000 qkm mit etwa 10 Millionen Einwohnern. Was Italien früher besass, Tripolitanien, die Kyrenaika, Libyen, Eritrea und Somaliland war ein Kolonialbesitz, der teilweise ganz wertlos, teilweise erst nach langen und kostspieligen Bemühungen zum Blühen gebracht werden konnte. Italien hat sich viele Jahre hindurch bemüht, an der afrikanischen Küste Fuss zu fassen. Diesen Bemühungen stand in erster Linie Frankreich hindernd im Weg. Alt im Jahre 1881 Frankreich zur Besetzung von Tunis schritt, wurde dies in Italien als eine schwere Schädigung und Bedrohung angesehen. Lange Zeit hindurch hat dann das Vorgehen der Franzosen die italienische Politik in Europa beeinflusst. Italien näherte sich Deutschland und Oesterreich und trat 1882 dem Dreibund bei. Im Jahre 1881 besetzten die Italiener die am Roten Meer gelegene Assabbai und erweiterten die Kolonie im Kampfe gegen Abessinien. 1885 wird der Hafen von Eritrea, Massaua, einer der heissesten Orte der Erde, eingenommen. Als Ersatz für das ihnen verloren gegangene Tunis hoffen sie Abessinien zu erlangen. Es gelingt ihnen auch zunächst, ein Protektorat über dieses Kaiserreich zu begründen, aber sie müssen alle Hoffnungen auf diese Kolonie aufgeben, als ihre Truppen im Jahre 1896 bei Adua von den Abessiniern geschlagen werden. Im Frieden von Addis-Abeba ist Italien gezwungen, die Unabhängigkeit Abessiniens anzuerkennen. Seit dieser Niederlage hat sich die italienische Kolonialpolitik stark an die englische angelehnt. Dadurch gelangte Italien zunächst in den Besitz der Somaliküste, deren wichtigere Teile, die den Golf von Aden beherrschenden, England ah sich genommen hatte. Die Kolonie Italienisch-Somaliland hat heute eine gewisse Bedeutung für die Produktion der Baumwolle erlangt, besitzt aber darüber hinaus keinen besonderen Wert. Nachdem für Italien sowohl Tunis als Abessinien verlorengegangen war, versuchte es sich durch Besetzung von Tripolitanien schadlos zu halten. Im September des Jahres 1911 erklärte Italien an die Türkei den Krieg und verkündete am 5. November die Annexion der neuen Kolonie Libyen. Die Eingeborenen leisteten FRANZÖSISCH WEST-AFRIKA FRANZOSISCH ÄRUATORIAL ?})}>M: '-mm\:. K » • :1PCÄ jedoch Widerstand, besonders in der Kyrenaika unter Enver Pascha, so dass Italien über die Besetzung der Küstenplätze nicht hinauskam. Um den türkischen Widerstand zu brechen, nahm es im Mai 1912 den Dodekanes ein. Im Frieden von Lausanne sicherte die Türkei Tripolitanien und der KyrensCika vollständige Autonomie zu. Nach dem Weltkrieg wurde das Land vollkommen durch Italien unterworfen und erhielt von Frankreich und EngUnd einige Gebietserweiterungen, die es aber nicht befriedigten. Im Jahre 1935 hat dann Italien durch einen Vertrag mit Frankreich die Grenze dieser Kolonie nach Süden lonialgeschichte gewesen. Am 5. Mai 1936 zieht Marschall Badoglio an der Spitze seiner Truppen in Addis-Abeba ein und macht mit einem Schlage dem Terror, der vor allem gegen die Europäer herrschte, ein Ende. Der Negus hatte unter Mitnahme seiner Reichtümer die Flucht ergriffen. Die Eroberung Abessiniens ist für Italien von grösster Bedeutung. Das von Marschall Badoglio eroberte Gebiet ist viermal so gross als Italien, und die Kolonien Eritrea, Abessinien und Somaliland bilden jetzt einen einzigen Block. Die politische und stategische Stellung Italiens im Nilbecken, im Roten Meer und nach dem Orient hin hat sich wesentlich verbessert. Abessinien ist reich an Naturschätzen, und es bietet für eine junge Kolonialmacht ein riesiges Betätigungsfeld. Mit dieser Erwerbung ist Italien in die Reihe der Ko- gegen den Sudan bis zum Südhang des Tibestigebirges vorgeschoben. Erst der Feldzug gegen Abessinien in den Jahren 1935/36, der sieben Monate dauerte und mit der vollkommenen Eroberung des Reiches des Negus endete, hat Italien die er-lonialgrossmächtsehnte grosse und wertvolle Kolonie einge- gerückt. D. bracht. Die Feindseligkeiten begannen am 3. Oktober 1935. Während die Presse aller Länder und die Militärsachverständigen der Grossmächte den Italienern eine vernichtende Niederlage prophezeiten, hat es die italienische Armee verstanden, in relativ kurzer Zeit ein Gebiet von ungeheurer Ausdehnung zu besetzen und die abessinischen Streitkräfte zu vernichten oder zur Kapitulation zu zwingen. Weder das tropische Klima, noch die schlechten , Wegverhältnisse, noch die afrikanische Regenzeit haben den Weg der modern ausgerüsteten und ausgezeichnet organisierten Armee aufhalten können. Zweifellos ist dieser Feldzug eine der grössten Leistungen 8er Ko- Wissen Sie,.. Dass der Unterschied zwischen leichten und schweren Kreuzern weniger in ihrer Grosse als im Kaliber ihrer Geschütze besteht, indem nur jene Einheiten zu den schweren gezählt werden, die Kanonen von mindestens 203 mm Kaliber besitzen? Erst die Art der Bestückung bringt es mit sich, dass die «schweren» Fahrzeuge in der Regel auch grösser sind. (Es gibt leichte Kreuzer von 10 000 Tonnen Wasserverdrängung und schwere von nur 8000.) DISENTIS Hotel Post A. C. S. Klosters Hotel Bündnerhof Sedrun 1450 m Wiesen (Graub.) Hotel Krone T. C. S. Gutgeführtes, bürgerliches Haus. Aussichtsreiche Restaurationsterrasse. Kaltes und warmes Wasser. Bad. Garage. Tel. 6. Ä. Gadolla, Bes. T. C. S. Altbekanntes, neurestaunertes Haus. 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