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E_1940_Zeitung_Nr.035

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an die kantonale

an die kantonale Polizeidirektion dem Reßienragsrat den Antrag unterbreitet, eine namhafte weitere Steuerreduktion für das zweite Halbjahr 1940 vorzunehmen. Ein Wagen von IS HP der Kategorie Bl bezahlt z.B. in Zürich heute immer noch Fr. 23.35 pro Monat an Verkehrssteuern, in den Kantonen Tessin, Luzern und St. Gallen aber nur noch Fr. 7.25. Man wird vom Kanton Zürich erwarten dürfen, dass er für das zweite Halbjahr 1940 ein weiteres, und zwar fühlbares Entgegenkommen zeigt, wobei zwei Möglichkeiten für das bezügliche Vorgehen offen stehen. Entweder geht man zur Brennstoffbesteuerung über, was allerdings im Hinblick auf die Abrechnung von rund 19 000 Fahrzeugen mit gewissen administrativen Schwierigkeiten verbunden sein dürfte, oder man erhöhe die bereits am 27. Juni gewährten prozentualen Steuerreduktionen wesentlich. Nachdem nun zusätzliches Benzin nur noch in ausgesprochenen Ausnahmefällen gewährt werden kann, wäre bei der Neufestsetzung der Steuerreduktionen auf die Höhe der Normalrationen in der Weise besser Rücksicht zu nehmen, dass eine weitgehendere Unterteilung stattfindet, wie sie schon beim ersten Vorschlag der Kantonalen Verkehrsliga proponiert worden ist. Im Hinblick auf die am 1. September einsetzende erneute scharfe Einschränkung der Brennstoff Zuteilung ist ein rascher Entscheid des Regierungsrates erforderlich, wenn sich die SchiMerrückgaben nicht auch in den Kategorien A und B mehren sollen. V Treibstoffrationierung. Die Konferenz der zuständigen Stellen, die wir in unserer letzten Nummer ankündigten, fand letzten Freitag, 14 Uhr, im Konferenzsaal der BIGA statt. Das Komitee beschloss einstimmig, von den Verhandlungen nichts an die Oeffentlichkeit gelangen zu lassen. Festzustellen ist höchstens, dass keine der in Frage gezogenen Lösungen sich gegenüber anderen durchsetzen konnte, so dass die Versuche weiterhin nach allen Richtungen fortgesetzt werden. Zar Inkraftsetzung der ATO. Mit Datum vom 15. August 1940 ist durch 1 Beechlues des Bundesrates die Autotraneport-Ordnung (ATO-Bundesbeschluss über den Transport von Personen und Sachen mit Motorfahrzeugen auf öffentlichen Strassen) in Kraft gesetzt worden. Im Zusammenhang damit werden an die Behörden und an die Fachverbände zahlreiche Anfragen ge- Tichtet, was uns" zu folgenden Mitteilungen veranlasst: Von seiten der Bewilligungsbehörde, des Eidg. Amtes für Verkehr, werden an alle durch die im Frühjahr 1939 begonnene und seither vervollständigte Umfrage bekannt gewordenen gewerbsmässigen Autotransportunternehmer Formulare für die Einreichung der Gesuche um Bewilligung N (Sachentransporte) verschickt, mit der Aufforderung, diese Fragebogen binnen 45 Tagen auszufüllen und der vorerwähnten Behörde einzusenden. Gleichzeitig sind auch die Gesuchsformulare um Bewilligungen für die Lastwagenspedition versandt worden. Die Unternehmer des gewerbsmäßigen Personentransportes worden diese Gesuchsformulare in den nächsten Wochen in gleicher Weise zugestellt erhalten. Bis dahin haben Personentransport-Unternehmer noch nichts vorzukehren, gleich wie die Werkverkehrs-Unternehmer, die für die Registrierung ihrer Fahrzeuge im Werkverkehrsregister ebenfalls eine besondere Aufforderung abzuwarten haben. Unternehmer des Sachentransportes, die von der Bewilligungsbehörde allfällig kein Gesuchsformular erhalten haben, obgleich sie ein Gesuch einreichen wollen, haben eich an das Eidg. Amt für Verkehr in Bern zu wenden. Soweit es eich um sog. gemischte Betriebe handelt, bei denen die entgeltliche Beförderung von Sachen mit Motorfahrzeugen bereits vor Ausbruch des Krieges ein beträchtliches Ausmass eingenommen hat, wird diesen Unternehmern empfohlen, gleichfalls ein Bewilligungsgesuch einzureichen. Alle übrigen Betriebe des gemischten Verkehrs können bis zum Widerruf der Verfügung des Eidg. Post- und Eisenbahndepartementes vom 30. Juli 1940 im bis- Am 11. Mai 1940 hatte die Sektion für Krait und Wärme des Eidgenössischen Kriegs-Industrieund Arbeitsamtes die Weisungen Nr. 1 über die Bildung von regionalen Arbeitsgemeinschaften in Kraft gesetzt. Diese hatten namentlich die Aufgabe, mit den der zivilen Wirtschaft verbliebenen Nutzfahrzeuigen die kriegswirtschaftlich wichtigsten Bedürfnisse nach Strassentransporten sicherzustellen und einen rationellen Einsatz dieser Fahrzeuge zu sichern. Die getroffene Organisation erwies sich ala zweckmässig und hat der Wirtschaft, deren Fahrzeuge zum grossen Teil requiriert waren, gute Dienste geleistet. Die seither notwendig gewordenen weiteren Einschränkungen im Treibstoffverbrauch haben neue Weisungen über die Tätigkeit der regionalen Arbeitsgemeinschaften und die Pflichten ihrer Mitglieder erforderlich gemacht. Diese Weisungen der Sektion für Kraft und Wärme sind am 16. August 1940, als Weisungen Nr. 2, in Kraft getreten. Auf den ileichen Zeitpunkt wurden die Weisungen Nr. 1 aufgehoben. Nach wie vor sind alle Halter von im zivilen Verkehr stehenden Liefer- und Motorlastwagen, Fahrzeugen mit auswechselbarer Karosserie, Industrietraktoren und Anhängern Mitglieder der regionalen Arbeitsgemeinschaft, in deren Gebiet sich der Standort des Fahrzeuge befindet. Die Mitglieder haben insbesondere auf eine rationelle Ausnutzung und gute Auslastung der Fahrzeuge Bedacht zu nehmen. Mit Rücksicht auf den Stand der Landesversorgung mit flüssigen Kraftstoffen sind Transporte zu unterlassen, deren Ausführung mit Motorfahrzeugen im kriegs- und volkswirtschaftlichen Interesse nicht unerlässlich ist. Namentlich sind Transporte im Fernverkehr, die ohne erhebliche Nachteile von öffentlichen Transportanstalten übernommen werden können, ferner Transporte, die herigen Umfange ihre entgeltlichen Transporte ausführen. Die besonderen Umstände haben es mit sich gebracht, dass diese Ordnung später als ursprünglich vorgesehen zur praktischen Durchführung gelangt. Jthre Einführung in diesem Zeitpunkt hat vor allem den Zweck, zu verhindern, dass im Transportgewerbe, bedingt durch die aus militärischen Gründen beschleunigte Motorisierung einerseits und der Verringerung der Transportmenge anderseits, erneut chaotische Zustände entstehen, die in gleicher Weise zum Nachteil der Gesamtwirtschaft als auch des einzelnen Transportunternehmers wären. Zufolge der kriegsnotwendigen Rationierungsmassnahmen für flüssige Brennstoffe in Verbindung mit deren ausseroTdentlichen Verteuerung wird der zivile Motorfahrzeugverkehr derart gedrosselt, dass das schweizerische Autogewerbe jn seiner Existenz bedroht ist. Enorme Kapitalwerte sind in den über 2500 Betrieben des Autogewerbes investiert. Wenn dessen Lebensnerv, das Benzin, nicht mehr vorhanden ist, bedeutet das für dieses Gewerbe den wirtschaftlichen Zusammenbruch. Es gilt alles zu tun, um dieses Gewerbe am Leben zu erhalten. Die Abteilung Heeresmotorisierung im Armeekommando, in Verbindung mit dem Autogewerbeverband der Schweiz, hat sich deshalb veranlasst gesehen, im Rahmen einer Gesamtaktion Massnahmen zu treffen, zum Schütze des schweizerischen Autogewerbes, in der Absicht, letzterem nach Möglichkeit die Reparaturen und die Verbrauchsstoffaufträge für die Armee-Motorfahrzeuge zuzuweisen. Durch diese Massnahmen werden die armee-eigenen Reparaturwerkstätten aufgehoben. Im Zusammenhang damit soll das erforderliche Personal, soweit es militärpflichtig und nicht beim Motorwagendienst eingeteilt ist, dispensiert, bzw. der Abteilung Heeres- AUTOMOBIL-REVUE DIENSTAG, 27. AUGUST 1940 — N° 35 Arbeitsgemeinschaften im Autotransportwesen Armee und Autogewerbe, Leerfahrten bedingen, zu vermeiden. Mitglieder, die im Zusammenhang mit unerlässlichen Transporten Leerfahrten oder Fahrten mit ungenügender Auslastung, namentlich auf intensiv benützten Verkehrswegen ausführen müssen, sind verpflichtet, diese zu melden. Die Meldung ist rechtzeitig und im voraus an die Arbeitsgemeinschaft zu richten, in deren Region der Ort liegt, in welchem die Leerfahrt oder Fahrt mit ungenügender Auslastung beginnt. Die Arbeitsgemeinschaften haben die besondere Aufgabe, Einsatz und Ausnützung der Motorfahrzeuge und Anhänger ihrer Mitglieder, gleichgültig ob es sieb um werkeigenen oder gewerbsmässigen Verkehr handelt, zu überwachen. Sie sind unter anderem auch beauftragt und zuständig, ihren Mitgliedern gegenüber alle notwendigen Massnahmen zu ergreifen, mit welchen ein sparsamer Verbrauch der rationierten flüssigen Kraftstoffe sichergestellt werden kann. Neben weiteren Vorschriften über die Organisation der Arbeitsgemeinschaften und "die Rationalisierung des Sachentransports mit Motorfahrzeugen wird durch die neuen Weisungen auch das Verfahren für die Einreichung von Gesuchen der Mitglieder der Arbeitsgemeinschaften um Bewilligung zusätzlicher Mengen von Kraftstoffen neu geregelt. Künftig haben die Halter von Motorlastwagen (mit einer Tonne und mehr Nutzlast), Fahrzeugen mit auswechselbarer Karosserie (mit einer Tonne und mehr Nutzlast) und Industrietraktoren hei der Arbeitsgemeinschaft, deren Mitglied sie sind, besondere Formulare zu beziehen, auf diesen das Gesuch zu stellen und es unter gleichzeitiger Entrichtung gewisser. Gebühren der Geschäftsstelle der Arbeitsgemeinschaft einzureichen. Sie begutachtet diese Gesuche zuhanden der Gruppe flüssige Brennstoffe der Sektion für Kraft und Wärme, die nach wie vor zuständig ist, für die genannten Motorfahrzeugkategorien zusätzliche Kraftstoffe zu bewilligen. motorisierung zur Verfügung gestellt werden. Es besteht auch die Absicht, ganz speziell dafür zu sorgen, die Arbeiten und Lieferungsaufträge möglichst gerecht unter die einzelnen Betriebe zu verteilen. Die Grundlagen hiezu liefert eine kürzlich erfolgte Enquete seitens der Abteilung für Heeresmotorisierung. Eine weitere Massnahme besteht darin, dass abgeschätzte Motorfahrzeuge im Rahmen der bei der Entlassung festgestellten Mängel normalerweise durch das private Autogewerbe repariert werden müssen. Die Abschätzungssumme wird erst ausbezahlt, wenn die Reparatur effektiv ausgeführt ist. Das letztere erscheint nämlich auch im Hinblick auf die Kriegstüchtigkeit der betr. Motorfahrzeuge als verständlich. Angesichts der drohenden Gefahren, die ein Zusammenbruch des schweizerischen Autogewerbes unweigerlich nach sich ziehen müsste, wird sich auch für diejenigen Betriebe, die nicht dem Autogewerbe angehören, jedoch eigene Reparaturwerkstätten besitzen, die Frage stellen, die Reparaturen und namentlich dieselben an den au6 dem Militärdienst zurückkehrenden Motorfahrzeugen beim Garagengewerbe ausführen zu lassen. Die Haltung der Abteilung Heeresmotorisiening im Armeestabe ist anerkennenswert und legt Zeugnis ab von einer selten klaren Beurteilung wirtschaftlicher Probleme, denen auch in starkem Masse kriegswirtschaftliche Bedeutung zukommt. Die Versorgung der Holzgaswagen. Wie bekannt, hat die Sektion für Kraft und Wärme des eidg. Kriegs-Industrie- und -Arbeitsamtes den Umbau von rund 1000 Lastwagen auf Holzgasantrieb angeordnet. Das hat zur Folge, dass auch die Tankstellen für Gasholz entsprechend vermehrt werden müssen. Zu Beginn des Krieges im Herbst 1939 standen den rund 120 Holzgaswagenbesitzern 50 Tankstellen und Lieferanten-zum Bezüge von Gasholz zur Verfügung. Die getroffene Regelung befriedigte im allgemeinen und genügte auch zur Deckung der damals noch recht bescheidenen Nachfrage nach Gasholz. Gegenüber den bisher freien Bezugsmöglichkeiten wird nun bei der Neuregelung laut dem «Holzmarkt> eine feste Zuteilung der Holzgaswagenbesitzer auf die einzelnen Gasholzproduzenten in Aussicht genommen. Dadurch soll jedem Wagenbesitzer die Gewähr geboten werden, seinen Gasholzbedarf laufend einzudecken. Anderseits kann sich der Gasholzproduzent auf einen zum voraus bekannten, nur noch wenig schwankenden Absatz einstellen und rechtzeitig die nötigen Massnahmen zur Sicherstellung eines ausreichenden Vorrates ergreifen. Aus den Kantonen Ungünstige Auswirkungen der Treibstoffrationierung auf die bündnerische Wirtschaft Die in den letzten Monaten in geradezu katastrophaler Auswirkung erfolgte Benzinrationierung und dazu die gewaltige Steigerung des Benzinpreises hat den ganzen Automobilverkehr, und zwar den geschäftlichen Fahrverkehr wie auch den Autotourismus in eine wenig beneidenswerte Situation versetzt In besonderem Masse ist der Motorfahrzeugverkehr in Graubünden betroffen, denn einmal hat sich der Autoverkehr in unsern vielen bahnlosen Talsohaften als äuseerst notwendige Transportinstitution erwiesen und im weitem ist es deutlich geworden, wie sehr der Fremden- und Touristenverkehr mit dem Automobil zusammenhängt. Die Benzinrationierung muss als Kriegsmassnahme verstanden werden und auch am Benzinpreis' ist im Moment nicht zu rütteln, bis und solange sich der Bund nicht entechliessen kann, den Zoll herabzusetzen. Im Kanton Graubünden ist es seit Wochen in beängstigendem Masse eine gewisse Strassenleere zu konstatieren. Die Benzinrationierung und -preis verursachen von Monat zu Monat eine weitere Einstellung des Automobilverkehrs, weil die heutigen hohen Ansätze der kantonalen Verkehrssteuer noch zu den genannten Faktoren die Benützung der Fahrzeuge erschweren. Diese Situation, d. h. der andauernde Rückgang der Fahrzeuge schädigt einmal die gesamte Wirtschaft und überdies gehen auch die Einnahmen bei der Aufomobilkontrolle für Fahrzeuge zurück. Der Vorstand der Sektion Graubünden des A.C.S. hat daher Gelegenheit genommen, die Kantonsregierung auf die drohende Situation der weitern Einstellung von Fahrzeugen aufmerksam zu machen. In einer Eingab« wurde dargelegt, wie einmal der Kanton dadurch geschädigt werde und anderseits auch der Standpunkt vertreten, dass es gegenüber dem Autoeigentümer ungerecht sei, angesichts der heutigen beschränkten Benützung der Fahrzeuge die gleichhohe Verkehrsgebühr zu verlangen. Die Sektion emofiehlt in einem formulierten Vorschlag für Abänderung der Verordnung, die heutige Verkehrssteuer durch die Benzinsteuer zu ersetzen. Demgemäss wäre pro Liter Benzin eine kantonale Abgabe von 15 Rp. und pro Liter Dieselöl eine solche von 25 Rp. zu leisten. Die Automobilisten und unter ihnen in besonderem Masse auch die Lastwagenhalter, erwarten ein Eineehen der Regierung, ansonst Gefahr besteht, dass überhaupt ein Grossteil der Fahrzeuge ausser Betrieb gesetzt wird, wodurch dem Kanton dann weit grösserer Schaden erwächst. Die Neuregelung in Form der Benzinsteuer ist 60- mit notgedrungen auf 1. September in Kraft zu setzen. Die Sektion Graubünden des A.C.S. hat im weitern der Kantonsregierung eine Eingabe unterbreitet als Grundlage zu einer kantonalen Fürsprache beim eidgenössischen Amt für Kraft und Wärme. Es wird das Postulat gestellt, die Benzinrationieruns; den wirtschaftlichen und den geogranhischen Verhältnissen anzupassen. Der Kanton Graubünden befinde sich in einer Sonderstellung und muss daher auch in der Zuteilung der Brennstoffe eine spezielle Berücksichtigung erfahren. Es wird das Beehren gestellt, die Nnrmalbenzinrationierung um 300% zu prhnhpn für Last- und Lfeferunpswagen und um 200% für Personenwa?en. Dieses Verlangen wird begründet mit der Tatsache, dass der Kanton Graubiinrlen noch sehr viele bahnlose Talschaftpn hat, welche heute voll und ganz auf das Motorfahrzeug angewiesen sind. Es wird weiter dargelegt, dass der überwiegende Teil der Kantonsstrassen sich als Bergsfrassen klassifizieren lassen. Es ist nun ganz klar, dass dpr Bpnzinverbraueh auf rliespn Strassen ein bedeutend höherer ist als dies im Unterland zutrifft. Auch rüe=es Argument rechtfertigt daher eine sondere Behandlung. Es wird im weitern darauf hingewiesen, dass die Befahrbarkeit der Bündnerstrassen mit dem Auto sich im grossen und ean7Pn nur auf einp gewisse Jahreszeit beschränkt. Der allgemeine Winterfahrverkehr muss als unmöslich bezeichnet werden. Während dieser Zeit leiden die hahnlosen Teilschaften besonders und die Motorfahrzeueinhaber mit ihnen, weil ihre Fahrzpuse nur beschränkt — ehen nur pinen Teil des Jahres — zur Benützung kommen können. Dies sind ohnehin schon erosse Naehfpile und wenn man noch die kur7p Gebrauchszpit der Motorfahrzeuge einschränkt, so Ho?» darin eine Benachteiligung vor. Dieser Nachteil kann — weniorstens zum Teil — ?i]t?emacht werden durch eine erhöhte BensMnrationierunjr. Nach zehn Minuten klopft Gerda an die Verbindungstür : «Ich bin fertig ! » < Na, da schieben Sie doch auf.» Nun schieben sie beide gleichzeitig an derselben Tür, stehen einander gegenüber. Hans Römer fährt beinahe zurück : Donnerwetter sah die Person süss aus ! Sk> lacht : «Ich habe eine grosse Schachtel Pralinen von Ihrer Schwester ! Woll'n wir ?...» « Ja », sagt Hans Römer, « wollen wir !... Schmeckt prachtvoll zu Bier!... Bringen Sie mal ihre Schachtel 'rüber 1 » Sie sitzen beide nebeneinander auf seinem Bett. Sie erfährt, dass er ihr bei seinem Besuch damals eine grosse Konfektschachtel mitgebracht, aber zu geben vergessen hatte. Er hatte sie dann gelegentlich jemand anderem geschenkt. So wohl fühlt sich Qerda, dass Sie nicht einmal wissen will, wer «jemand anderer» ist Ḋer Zug stampft durch die Nacht. Hans Römer fühlt den weichen jungen Körper an seiner Seite, spürt den leisen Duft, der aus ihrem Haar aufweht. « Mäulchen auf! » kommandiert er und legt sich die riesengrosse Pralinenschachtel auf die Knie. Und Gerda Manz öffnet das .Mäulchen*. Und Hans Römer schiebt ihr Praline auf Praline in den Mund. Sie fühlt die Spitzen seiner Finger an ihren Lippen — einmal, zweimal... unzähligemal... wie leise zärtliche Küsse, die sie durchdringen. Bis sie in süsser Willenlosigkeit die Augen schliesst, mit dem Kopf gegen Hans Römers Schulter fällt und einschläft. Sehr anregend scheine ich nun gerade nicht zu wirken, denkt er belustigt. Er steht auf, greift unter Gerdas zarten Körper und trägt sie hinüber in ihr Bett. Zieht ihr die Decke bis unters Kinn. Er knipst das grelle Deckenlicht aus. Im blauen Schein der Deckennachtlampe schimmert Gerdas Antlitz wie opalisierend. Lächelnd sieht er auf den blonden Mädchenschopf hinunter, geht dann rückwärtsschreitend in sein Abteil herüber. Die Tür lässt er halb offen. Man kann nicht wissen, was die Kleine in der Nacht angibt, wenn sie plötzlich in der unbekannten Umgebung aufwacht! Bald schläft auch er, eingehüllt von dem ratternden Brausen. Hört dann im Halbschlaf, dass der Zug auf einer Station hält, hört Stimmen von Trägem, Reisenden, fühlt dann das Wiederanfahren des Zuges, der in die Nacht hineinsaust. Plötzlich schreckt Hans Römer auf '• Qualvolles Stöhnen und Aechzen dringt an sein Ohr. Um Gottes willen, was ist geschehen ?... Ach Gott ja — die Kleine ! Di© Kleine, die mit ihm reist!... Er springt aus dem Bett: « Fräulein Manz ! ?... Gerda ?... Gerda, ist Ihnen was ? » Sie hockt auf ihrem Bett, den Kopf in den Händen. < Schlecht!... Mir ist so übel!... Ich glaube, ich sterbe...» Es wird eine schreckliche Nacht. Das kleine Reisemonstrum wird richtig seekrank. Und Hans Römer panscht mit Kompressen an ihr herum. In den Tod konnte er es nicht leiden, wenn einer seiner Kommilitonen mall Bacchus opferte! Aber was soll er mit dem hilflosen, ihm anheimgegebenen kleinen Bündel machen — das immer wiederholt: « Mir ist so schlecht... so schlecht...» und dazwischen bettelt: « Nich böse sein... Nicht böse sein! » Dann muss Hans Römer dem Kondukteur klingeln, dass er die Ravage mit den Töpfen und nassen Lappen in Ordnung bringt. « Die Frau Gemahlin verträgt wohl das Reisen nicht ? » fragt der Kondukteur. < Soll ich einen Kognak bringen ? » « Danke », sagt Hans Römer. « Die Frau Gemahlin hat schon genug Kognak genossen ...! » Er setzt sich auf Gerdas Bettrand and wartet, bis sie eingeschlafen ist. Und dann — Gerda muss wohl schon im tiefsten Schlummer liegen — zieht sie Hans Römers Hand ein klein bisschen zu sich heran und legt sie unter die Wange. Dann geht er wieder zu sich hinüber. Er schliesst die Tür zwischen beiden Abteilen. Die Kleine ist zu niedlich — gefährlich niedlich sogar! « Er ist da! Er ist gekommen ! » raunt Madame Juliette Molignon kurz vor Henri Ren6s Auftritt ihrem Manne zu, als sie, die Geldkasse unter dem Arm,, das Zirkuszelt betritt. « Direktor Römer ?!...» Molignon atmet auf. Nun ist der Direktor doch nicht im Zorn abgereist, war wirklich plötzlich aus dem Hotel de la Gare abberufen worden ! Ist jetzt selbst zu ihm gekommen, ihn persönlich kennenzulernen — endlich !... Als die Manon Luchon noch lebte, vor ihrem unglücklichen Sturz vom Seil, mochte Direktor Römer inkognito mancher Vorstellung des Cirque d'6te beigewohnt haben — zu Gesicht bekommen hatte ihn Molignon nie. (Fortsetzung folgt.)

N° 35 •— DIENSTAG, 27. AUGUST 1940 AUTOMOBIL-REVUE Ein Jahr ist's her Am 23. August 1939 schraubte John Cobb den absoluten Weltrekord auf 596 km/St. Wie es dem Engländer John Cobb im August 1939 gelang, auf dem Salzsee von Bonneville (U.S.A.) die absoluten Weltrekorde über den fliegenden Kilometer und die fliegende Meile mit 595,023 resp. 596,652 km/St, sowie jene über 5 km, 10 km und 10 Meilen zur Strecke zu bringen und was für Beobachtungen und Eindrücke Cobb wie seine Begleiter mit nach Hause nahmen, das hat ein Mitarbeiter des « Autocar-» farbig and anschaulich geschildert. Heute liest sich sein Bericht als läge das Unternehmen schon um lange Jahre zurück. Bei dem Duell, das sich die beiden Engländer Eyston und Cobb um den absoluten Weltrekord im vorigen Jahr lieferten, musste es Cobb erleben, dass es seiner neuen Bestleistung von 563.471 km/St, gerade zu einem Eintagsfliegendasein reichte. Denn schon am folgenden Morgen sah er sich von seinem Landsmann wieder entthront. Heute braucht er oich um die Vergänglichkeit seiner neuen Weltrekorde, die er am 23. und 26. August vollbrachte, erheblich weniger Sorgen zu machen und auch ausgekochte Optimisten werden zugeben müssen, dass unter den gegenwärtigen Umständen die Gefahr eines Gegenangriffs für einige Zeit gebannt ist. Und das könnte Cobb, sofern er es überhaupt nötig hätte, darüber hinwegtrösten, dass sich der Empfang bei seiner Rückkehr nach England zu einer ziemlich nüchternen, sang- und klanglosen Angelegenheit gestaltete, weil inzwischen die Kriegsfackel aufgelodert war. IM ZICKZACK HEIMWÄRTS ÜBERS MEER Am 23. August fiel der Weltrekord über Kilometer und Meile, am 26. folgten jene über die längeren Distanzen. Vier Tage später stieg Cobb mit seinen Begleitern in New York an Bord der « Aquitania ». Gleichzeitig lagen auch die « Normandie » und die « Bremen » bereit, um die Ueberfahrt über den grossen Teich anzutreten. Erst hiess es. die « Normandie > werde nicht in See gehen, was zur Folge hatte, dass eine Menge Franzosen auf die « Aquitania » hinüberwechselten, aber obwohl sie um Mittag die Anker hätte lüften sollen, nahm sie vier Stunden später noch immer Passagiere auf. Die « Bremen » glitt vorbei und endlich, um 7 Uhr, löste sich auch der englische Dampfer vom Pier. Gerade behaglich verlief die Reise" nicht. Sämtliche Fenster und Bullaugen •waren verdunkelt, die Navigationslichter gelöscht und dazu schlug der Kahn einen höchst geheimnisvollen Zickzackkurs ein. Natürlich wimmelte die Luft von Gerüchten : die «Bremen» sei südwärts auf und davon, nach einem neutralen Hafen, wo sie sich in einen Hilfskreuzeu verwandeln werde. Und auch die « Aquitania » selbst schwenke nach Süden ab. Am 3. September, beim Mittagessen, traf die Nachricht von der Kriegserklärung ein und als später die Torpedierung der « Athenia • gemeldet wurde, da machte sich niemand mehr an Bord etwas darüber vor, was die Stunde geschlagen hatte. Kreiste der Blick am Horizont, dann bedurfte es gar nicht einmal einer überdurchschnittlichen Dosis an Phantasie, um «ich einzubilden, man gewahre einen dünnen Strich, die Konturen eines Unterseebootes. Ausgefallener Vergleich, werden Sie sagen, aber irgendwo wurden dabei Erinnerungen an ein anderes Meer wach, dessen Horizont meine Augen in den vergangenen Wochen so oft abgesucht: die weisse Salzwüste, von der wir eben in einer 8230 km langen Fahrt quer durch die USA nach New York geeilt waren. Ea war ein seltsames Gefühl, das einen tiberkam, wenn man nach dem Rekordwagen Ausschau hielt. Tellerflach dehnte sich die Salzebene und doch vermochte das Auge Gegenstände auf deren Oberfläche nur auf eine Entfernuna von etwa 6,5 km wahrzunehmen. Vom Start aus z. B. blieben der Zeitmesserturm, die Zelte und der Wagenpark, von denen uns eine Distanz von nicht mehr als 10 km trennte, völlig unsichtbar. Daran gibt's nichts zu tippen, dass der ausgetrocknete Salzsee von Bonneville die ideale Rekordpiste darstellt. Wenn sich etwas, das Menschenhand geschaffen, damit in Parallele setzen lässt, dann ist es die Autobahn-Rekordstrecke von Dessau, die aber, verglichen mit den « Salt Fiats », trotz ihrer 30 m Breite und trotz der Ausführung in Beton noch die Zufälle und Tücken einer Rennbahn in sich birgt. Topfeben auf eine Länge von 160 km und vollkommen hart, verkörpert die Salzwüste einen unvergleichlichen banc d'essai. Die für die Rekorde abgesteckte und hergerichtete Strecke dehnte sich in einer Länge von 21 km. Und die Verhältnisse, welche wir dieses Jahr antrafen, liessen nicht den leisesten Wunsch offen. Uebrigens : mit dem Salz hat es sein eigenes Bewenden insofern, als es die Ledersohlen der Schuhe durchfrisst, so dass ständig Schuhwerk mit Gummisohlen getragen werden muss. Fällt aber mal etwas Regen — es braucht durchaus keine Sintflut zu sein — so verwandelt sich die ganze weite Ebene sofort in einen See. Und weil das Wasser nur langsam abfliesst, kann es Tage und Wochen dauern, bis so ein « Gewässer» wieder austrocknet. Indessen, das Wetter wollte Cobb besonders gut, 'denn die Wüstensonne blieb ihm treu zur Seite, bis er auch die letzten Rekorde zu Fall gebracht. Dann aber zogen schwere Regenwolken von Nevada heran, und als wir den Rückweg nach Salt Lake City unter die Räder nahmen, wogte über dem weissen Salzbett eine glitzernde See Wie Cobb und seine Leute ihren Erfole aufnahmen, wie sie darauf reagierten ? Cobb selbst schlief sich zunächst mal gründlich aus, da die Versuche um 6 Uhr morgens zu Ende gingen. Und Fletcher, der Cbeftechniker von Dunlop, strahlte übers ganze Gesicht Auf die unvermeidliche Frage, was für ein Gefühl es denn eigentlich sei, so mit 600 Stundenkilometer dahinzubrausen, erwiderte Cobb, die Sache lasse sich am ehesten mit den Empfindungen bei einem Sturzflua mit laufendem Motor vergleichen. Und das Heruntergehen mit der Geschwindigkeit, jenes ganz besonders heikle und knifflige Manöver bei derart enormen Tempi ? Ja, davon wi*se auch er ein Liedlein zu singen. Das Wegnehmen des Blick hinter die Kulissen dieses Unternehmens Fusses bei 595 km/St, habe bewirkt, dass er von seinem Sitz nach vorn geschleudert worden sei. Die Bremsen dagegen betätigte er erst bei ca. 500 km, aber auch dann zunächst nur in « Einzelaktionen ». Was die Beläge dabei auszuhalten hatten, kann man sich ungefähr vorstellen. Der Wagen besitzt ja nur zwei hydraulisch betätigte Bremsen, deren Kühlung durch das Wasser des Kühlsystems erfolgt, bei dessen Konstruktion der Erbauer des Wagens, Raylton, nebenbei bemerkt, auf eine Zirkulationseinrichtung verzichtet hat. Natürlich schmunzelte auch er nach beendeter Rekordernte vergnügt in sich hinein, wobei er vor allem seiner Genugtuung über die Reifen Ausdruck gab. Nun ja, sie spielten hinsichtlich der Geschwindigkeit des Wagens auch eine entscheidende Rolle, und wenn Dunlop zu Raylton käme und behauptete, er hätte nun einen Pneu für 640 km/St., dann dürfte er damit wohl kaum eher fertig werden als bis der heutige Rekordwagen ebenfalls so weit ist, um jene Geschwindigkeit herauszubringen. Aber unter dem Gesichtswinkel der Reifen betrachtet, wäre es gar nicht ratsam, den Rekord in grossem Sprung emporschrauben zu wollen. Die Pneufabrikanten haben eine beträchtliche Verantwortung auf dem Buckel und es heisst nicht das geringste gegen sie aussagen, wenn man daran erinnert, dass sie Cobb eine wie man sieht immerhin ganz «anständige» Geschwindigkeit setzten. Das der Wagen die 610 km tatsächlich überschritt, offenbarten die Aufzeichnungen des automatisch registrierenden Geschwindigkeitsmessers. Raylton zeigte mir die Scheibe, auf welcher als rote Linie die Beschleunigung und Verzögerung des Wagens eingetragen war. Und diese Linie stieg ständig bis zur 610-km-Marke und fiel ebenso ständig wieder ab. Schätzungsweise beschleunigte der Wagen über eine Strecke von rund 5 km auf 480 km/St. Bei jeder der Fahrten wurden die Radspuren untersucht und als absolut regulär befunden. Cobb benutzte übrigens nur die eine Hälfte der auf 45 m Breite hergerichteten Piste und vermied es dabei, die schwarze Mittellinie zu berühren, weil er damit rechnen musste, dass sie möglicherweise etwas rauh war, denn beim Aufkratzen des Parcours achtete man geflissentlich darauf,, sie nicht zu beschädigen. Dass der Seitenwind ihm nichts anzuhaben vermochte, und dass es Cobb gelang, auf einer theoretisch auf 22 m Breite reduzierten Bahn den Wagen auf Spur zu halten, spricht deutlich genug für dessen Manövrierfähigkeit. «Absolut trätabel bei 610 km/St. » meinte Cobb dazu. Mechanische Störungen traten nur wenige ein und nach der Aenderung am Wassersystem wurden Fehlzündungen durch entsprechende Vergasereinstellungen behoben. In einer Höbe von 1200 m ü. M. und in einer Atmosphäre, wo die Temperatur sehr rasch steigt, gestaltet sich die Vergasung zu. einem Kapital voller Tücken. Reichen auch die PS des Raylton bei weitem nicht an die Motorenstärke des früheren « Rekordinhabers: (Eystons « Blitzstrahl») heran und begnügt er sich mit der Hälfte von dessen Gewicht, so steckte er die Rekordbeute auch verhältnismässig leicht und sicher ein. a-r. Stfn»^ss«ewv«&»fl*«I»» Baut Radfahrerwege! Die Schweiz. Beratungsstelle für Unfallverhütung hat an alle kantonalen Regierungen eine Eingabe gemacht betr. den Bau von Radfahrwegen. Wir entnehmen daraus: «Der Fahrradverkehr hat in den letzten Jahren, einen ungeahnten Aufschwung genommen. Die Zahl der Fahrräder ist in der Schweiz von 426 652 im Jahre 1920 auf 1 370 000 im Jahre 1940 gestiegen. Jährlich ist zur Zeit mit einer Zunahme von 70 000 Fahrrädern zu rechnen. Zusammen mit dem Motorfahrzeugverkohr ergibt sich eine sehr bedeutende Belastung des Strassenverkehrs. Der Bau von Radfahrerwegen darf als die vordringlichste Aufgabe aller Bemühungen zur Hebung der Verkehrssicherheit bezeichnet werden. Die Erstellung eines durchgängigen Netzes von Radwegen wird eine starke Entlastung des übrigen Strassennetzes bringen und liegt im Interesse aller Strassenbenützer, vor allem auch im Interesse des Motorfahrzeug- und Fussgängerverkehrs. Aber auch als Arbeitsbeschaffung verdient die Erstellung von Radfahrerwegen erhöhte Bedeutung. Es handelt sich um eine Aufgabe, die vor vielen Arbeitsbeschaffungsprojekten den Vorzug verdient, weil sie eine gewisse volkswirtschaftliche und touristische Bedeutung beanspruchen kann, die vielen andern Projekten mangelt. Für einen ersten Ausbau kommen vor allem die Auefallstrassen von Städten und grössern Ortschaften in Frage, wobei die Radwege beidseitig der Strassen in genügender Breite projektiert werden sollten. Auf den Ueberlandstrecken ist eine parallele Führung der Radwege mit den Hauptverkehrsstraßen nicht nötig. Mit Vorteil für die Verkehrsischerheit und den Tourismus können sie unabhängig von den bestehenden Hauptverkehrsstrassen angelegt werden. Gestützt auf diese Darlegungen ersuchen wir höflich, die notwendigen Vorarbeiten für die Planung an die Hand zu nehmen und wenn im Interesse der Bekämpfung der Arbeitslosigkeit in nächster Zeit Projekte ausgeführt werden müssen, der Erstellung von Radfahrerwegen den Vorzug zu geben. » Schilderrückgabe in Zürich. Da zu erwarten ist, dass durch die drakonische Beschränkung der Benzinzuteilung sich zahlreighe Motorfahrzeughalter zu einer Rückgabe ihrer Kontrollschilder gezwungen sehen, der 31. August aber auf einen Samstag fällt, hat sich die kantonale StrassenverkehTsliga Zürich für eine Fristverlängerung für die Schilderrückgabe bis zum 5. September, 18 Uhr, verwendet Es soll so jedem Motorfahrzeughalter die nötige Zeit eingeräumt werden, um sich diesen folgenschweren Schritt reiflich Der sensationelle 7-Steuer-PS -Wagen, der auf 100 km 8 Liter Benzin verbraucht - 115km/Std. Endgeschwindigkeit aufweist - 5 Personen bequem Platz bietet - in technischer Hinsicht sowie Leistung von keinem anderen Fahrzeug gleicher Klasse erreicht wird. Wenn Sie bisher einen Grosswagen gefahren haben, werden Sie erstaunt sein, dieselben Bequemlichkeiten und Fahreigenschaften auch beim HÄNOMAG 1300 anzutreffen. HÄNOMAG 1300, das Automobil für unser Gelände! Eine unverbindliche Probefahrt beim nächsten Hanomag-Vertreter und Sie werden restlos begeistert sein! Direkte Fabrikvertretungen: Zürich : Automobü-Verkaufs-A.-G., Utoquai 49, Tel. 2 41 02. Bern : A. Vogelsang, Seftigenstrasse 97, Tel. 2 93 43 und 2 43 96. Basel: F. Blaettler, Dufourstrasse 36, Tel. 3 39 44. Chur : Garage Städeli, Tel. 700. Geneve : Albert Walch, 2, rue Dubois Melly, Tel. 4 47 03. Grenchen : Garage Fischer, Bielstrasse 4, Tel. 8 55 21. Lausanne : Ernest Hirt, Florimont 7, Tel. 2 67 11. Luzem : Garage Macchi, Maihofstrasse 61, Tel. 2 30 51. Romanshorn: Hans Strasser, Tel. 100. Bureau für den Schweiz. Import der HANOMAG-Automobile Joos Heintz, Uraniastr. 40, Zürich - Tel. 7 27 44 Verschiedene Gebiets-Vertretungen sind noch zu vergeben zu überlegen. Die kantonale Motorfahrzeugkontrolle hat nun diesem Verlangen Folge gegeben und verfügt, dass die Schilder ohne Mehrkosten big und mit Donnerstag, den 5. September, zurückgegeben werden können. Für die bis zu diesem Zeitpunkt deponierten Schilder wird dem Halter die Steuer für den Monat September voll zurückerstattet. V Vorarbeiten für den Ausbau der Ibergereggstrasse. Vergangene Woche fand unter dem Vorsitz von Regierungsrat Betschart, dem Chef des Baudepartements des Kantons Schwyz, eine Versammung der Interessenten für den Ausbau der Strasse über die Ibergeregg statt. Neben Vertretern der interessierten Gemeinden nahmen an der Konferenz auch militärische Instanzen teil. Das Initiativkomitee hat die Planierung und die Vorarbeiten soweit gefördert, dass die Hoffnung auf eine baldige Verwirklichung des Projektes, die auch dem Automobilverkehr zustatten käme, berechtigt erscheint. 22. August 1940. An den Chef des eidg. Kriegs-Industrie- und Arbeitsamtes Bern. Betr. Bundesratsbeschluss vom 21. Mai 1940 über eine vorübergehende Abänderung der Verordnung vom 4. Dezember 1933 über die Arbeits- und Ruhezeit der beruf smässigen Motorfahrzeugführer sowie die Verfügung des eidg. Volkswirtschaftsdepartementes vom 22. Mai 1940 über den Vollzug des genannten Beschlusses. Der unterzeichnete Verband ersucht Sie, den zuständigen Behörden zu beantragen, der Bundesratsbeschluss vom 21. Mai 1940 betreffend eine vorübergehende Abänderung der Verordnung vom 4. Dezember 1933 über die Arbeits- und Ruhezeit der berufsmässigen Motorfahrzeugführer, sowie die Verfügung des eidg. Volkewirtschaftsdepartementes vom 22. Mai 1940 betreffend den Vollzug dieses Bundesratsbeschlusses seien mit sofortiger Wirkung ausser Kraft zu setzen. Zur Begründung des genannten Bundesratsbeschlusses wurde seinerzeit auf den Mangel an Arbeitskräften im Autotransportgewerbe infolge der Mobilisation hingewiesen. Es handelte sich gemäs? den seinerzeit gegebenen Erklärungen ausgesprochenermassen um eine vorübergehende Notmassnahme. Da sich die Lage des Arbeitsmarktes zu verschlechtern beginnt und namentlich bereits ein Angebot an Chauffeuren auf den öffentlichen Arbeitsvermittlungsstellen zu beobachten ist — allein in unserem Verbandsgebiet zählen wir gegen 200 arbeitslose Chauffeure — scheint uns die Voraussetzung für eine Verlängerung der Arbeitszeit für berufsmässige Motorfahrzeugführer nicht mehr gegeben zu sein. Wir sind selbstverständlich gern bereit, Ihnen nähere Unterlagen zur Verfügung zu stellen, falls das Kriegs-Industrie- und Arbeitsamt sich nicht bereits selber von der veränderten Lage auf dem Arbeitsmarkt überzeugen konnte. Der Erstunterzeichnete weist darauf hin, dass er mit den Herren Monteil von der ASPA und Dr. Raaflaub vom Treuhandverband des Autotransportgewerbes, sowie mit Herrn Dir. Zipfel von der Sektion Kraft und Wärme Ihres Amtes über die Angelegenheit gesprochen hat. Die betreffenden Herren haben durchaus verstanden, wenn unsererseits in Anbetracht der veränderten Lage auf dem Arbeitsmarkt die Aufhebung der genannten Beschlüsse gefordert wird. In der Erwartung, dass Sie unserem Begehren entsprechen werden, zeichnen wir mit vorzüglicher Hochachtung Verband der Handels-, Transport- und Lebensmittelarbeiter der Schweiz: gez. H. Leuen-b erger, Nationalrat. Landeskommission der Berufschauffeure V.H.T.L.: gez. R. Meier. BASEL'. Ueber 60 Kollegen fanden sich zu der am 3. August etattgefundenen und vom Kollegen Nöldi Müller präsidierten Versamlung ein. Ernst Hess erstattete einen ausführlichen Bericht über die mit dem Fuhrhalterverband geführten 1 Lohnbesprechungen und einer Reihe anderer, interner Fragen. Die Versammlung bestätigte einstimmig das Resultat der Lohnverhandlungen und nahm regen Anteil an den andern Fragen. Kollege Ruedi Meier behandelte in seinem, mit Humor gewürzten Referat die gegenwärtig aktuellsten Fragen des privaten Transportgewerbes, nicht unterlassend, auf die am 15. August in Kraft gesetzte Transportordnung hinzuweisen. Seine Ausführungen fanden lebhaften Beifall. Im Anschluss an den geschäftlichen Teil fand die Einweihung des Stammtisches statt, die zu einem fröhlichen Festchen wurde. Echt baslerisch gingen die Wellen ziemlich hoch, doch wachten Kassier und (ein Geschenk der Chauffeursektion Bern), dass der Rhein nicht über die Ufer trat... Am Stammtisch werden wir uns inskünftig zur Pflege der Kameradschaft und Erörterung unserer Berufskollegen treffen. Hoffen wir, auch auswärtige Kameraden an ihm willkommen heissen zu können. WIL-St. Gallen. Die normalerweise am T.September fällig gewesene Sektionsversammlung muss umständehalber auf Samstag, den 14. September, verschoben werden. Bitte, reserviert euch diesen Termin heute schon, da Kollege Sekretär Brunner sowohl den Brauer- als auch den Chauffeurkollegen wichtige Mitteilungen zu machen hat. WINTERTHUR. Ausserordentlich wichtige Geschäfte veranlassen uns, die Kollegen unserer Chauffeurgruppe, wie die Kollegen der Gruppen USEGO, VSK und,KW auf kommenden Samstag, den 31. August, abends 8 Uhr, ins Restaurant «Schweizerhof» zu einer Gruppenversammlung einzuladen. Wir verweisen auf die zum Versand gelangenden Einladungen und erwarten einen vollzähligen Besuch. WINTERTHUR. Achtung! Sprechstunden des Kassiers: Dienstag von 20—21 Uhr, Freitag von 18—20 Uhr. Sprechstunden des Sekretärs: Mittwoch von 14—20 Uhr. Wir» bitten dringend, sich an diese Stunden zu halten. Der Sektionspräsident erteilt lediglich in dringenden Fällen Auskunft