Aufrufe
vor 4 Monaten

E_1940_Zeitung_Nr.035

E_1940_Zeitung_Nr.035

TITAN Occasions-Wagen-

TITAN Occasions-Wagen- Ausstellung SUPER SIX, 12,59 PS, 5 PL, 4türig, Lim. OLYMPIA, 7,57 PS, 4 PL, Co., Cabr., Mod. 1939. VAUXHALL, & PS, 5 PL, Lim., 4tür., mit Leder. KastenlieferwagenOpel, 4 Zyl., 7 PS, 400 kg Tragkraft KADETT, 5 PS, Co., Cabr., Mod. 1939; u. a. m. — Unverbindliche Besichtigung. — Grosse Zahlungserleichterung. TITAN Zürich 9 Badenerstrasse 527 Tel. 7.07.77. Zu verkaufen CHEVROLET Lastwagen Mod. 1933, 6 ZyL, 17 PS, 1% bis 3 T. Nutzlast — Ia. Zustand. Seeland-Garage, Biel. Tel. 35.35. Zu verkaufen 1 MERCEDES-BENZ, Typ 170 V, Limousine, 9 PS, Modell 1937, 2türig, Lederpolsterung, in tadellosem Zustand, Fr. 4200. 1 FAIT 1500, Limousine, 8 PS, Modell 1938, in prima Zustand, Fr. 3400.— I FIAT BALILLA, Limousine, 6 PS, Modell 1936 2türig, Lederpolsterung Motor neu revidiert, Fr. 1600.— 1 PEUGEOT 402, Limousine, 10 PS, Mod. 1937 in tadellosem Zustand Fr. 3500.— Offerten an die Garage Piller Freres, Perolles 15 Friboura. Tel. 92. (35 Zu verkaufen SS-Swallow- Sportlimousine mit Schiebedach, in prima Zustand, 6 ZvL, 10 PS sehr schöner, rassiger Wagen, wegen Nichtgebrauch, gegen Kassa Fr. 3200.—. Anfragen unter Chiffre 21721 an die (35,36 Automobil-Revue, Bern. Zu verkaufen Automobil D.K.W. Typ LA 1939, 17 000 km gefahren, Cabrio-Limous., olivegrün, in einwandfr. Zustand, .ist im Auftrage zu verkaufen zum Preise von Fr. 3750.-. (35 Eilofferten erbeten unt Chiffre 21706 an die Automobil-Revue, Bern. Lastwagen 5/6 t, SAURER-DIESEL 4-Zyl.-Motor, mit direkter Einspritzung, sofort preiswert zu verkaufen. Anfragen unter Chiffre Z6904 an die Automobil- Revue, Bureau Zürich. Günstige Occasionen Lastwagen FORD, 2 x / 2 T. F.B.W., 5 T. Kipper SAURER, 5/6 T. Kipper Günstige Bedingungen. Anfragen unter Chiffre Z6912 an die Automobil- Revue, Bureau Zürich. Zu verkaufen FIAT BALILLA Seltene Occasion! IWF" Zu verkaufen "fl*C Lastwagen 4/5T., INTERNATIONAL, Md. 1935/36, 19 PS, Brükkengrösse 4,50X2,16 m, 3-Pl.-Kabine, braucht sehr wenig Benzin, Pneus 34X7, wird sehr preiswürdig ab gegeben. Wird auch abge geben ohne Brücke, gut geeignet für Kipper. Emil Kuhn, Central garage, Wil (St. Gallen). Telephon 4.02. (35,36 Zu verkaufen PEUGEOT 201 Limousine, 4türig, 6 St.- PS, in gutem Zustand. Fr. 600.— Offerten gefl. unt Chiffre 17297 an die Automobil-Revue, Bern Zu verkaufen "^PC wenig gefahrene Willys Limousine Mod. 37, 11 PS, 4 Türen in sehr gutem Zustande, ev. einen Teilbetrag gegen Möbel. — Offerten unter Chiffre 17291 an die Automobil-Revue, Bern Zu verkaufen HORCH CABRIOLET 15 PS, 8 Zylinder, Mod 1935, wenig gefahren, in tadellosem Zustand. Preis Fr. 2200.—. Ev. Gegengeschäft mit Möbel (Esszimmer). Offerte« unter Chiffre 17294 an die Automobil-Revue, Bern. Günstige Gelegenheit! Lastwagen 4 T., 3-S.-Kipper, Marke INTERNATIONAL, fabrikneu, sofort lieferbar. Anfragen unter Chiffre Z6909 an die Automobil- Revue, Bureau Zürich. Occasion CITROEN, Mod. 1939, Limous., 4türig, 9,7 PS, absolut neuwertig, mit Gar., Preis Fr. 4600.— VAUXHALL, 6 ZyL, 9 PS, Mod. 34t, Cabriolet mit Lederpolster, Fr. 900.— Hans Kradolfer, Erlen. Telephon 5 3106. Zu verkaufen 1 D. K. W. - Kastenwagen, Mod. 36, Tragkr. 350 kg 1 HUPMOBILE, Mod. 33, in sehr schönem Zustande und billig. 1 GOLIATH, Mod, 36, m. Hinterrad-Antrieb. 1 D. K. W., Typ Gotthard, Occasion, Modell 39, 1300 km. Ausk. ert: Tel. 2 53 33, St. Gallen, oder Lindenhof- Garage, St. Gallen. OPEL KADETT Limousine, 5,47 PS, 1937, vollständig durchrevidiert, neuwertiger Zustand, mit jeder Garantie,. sehr günstig abzugeben. Offerten unter Chiffre 17290 an die Automobil-Revue, Bern. SAURER 3—V/t Tonneii, Typ A. C, Brücke 3,60X2,15, billig zu verkaufen Offerten unter Chiffre 6902 an die Automobiltevue, Bureau Zürich. Zu verkaufen OPEL KADETT, Mod. 37, 4pl., 7,5 PS. Modell 1936, 5 PS, 4tür., BUICK, 4/5plätzig, Modell 32, 18 PS. in neuwertigem Zustand, mit aller Garantie. (35 Beide in sehr gutem Adr.: A. Eicjienberger, Zustande. — Anfragen Platte, Beinwil a. See unter P. 201 Y. an Publicitas, Bern. (Kt. Aargau). 77O42J ontiq/ Jedensiatiö hat dank diesem vorteil, haften Zahlungsmodus Gelegenheit, sich mit einem bescheidenen Aufwand ein unvergängliches Werk zu verschaffen. Beachten Sie die Fenster der Buchhand, lungen, die weitere Auskünfte erteilen und Abgnneraents entgegennehmen. AUTOMOBIL-REVUE DIENSTAG, 27. ATJGUST 1940 v -v. SteJt-Wow* Weitbewegende Ereignisse •ersetzen seit einiger Zeit die Völker Europas in Aufregung, werfen sie gar in den Krieg. Es gibt kein Land, an dem' die Auseinandersetzung der Grossmächte bedeutungslos vorübergeht Europa im Umbruch I Fürwahr, ein Blick auf die Karte verrat, wie sehr sich unser Erdteil in politischer Hinsicht in den letzten swei Jahren verändert hat Und noch ist dieses Geschehen in vollem Gange. Diese gewaltigen, für ein Volk im Herzen Europas besonders bedeutungsvollen Ereignisse, sowohl in politischer wie in militärischer Hinsicht, für uns selbst und für unsere Kinder und Kindeskinder festzuhalten, das wQl die Zeitchronik «Das grosse Weltgeschehen» Zwei für eine grosse, vielseitiges politisches und müitäriscnes Wissen erfor» demde Aufgabe befähigte Schweizer, haben es unternommen, die Ereignisse unserer kritischen Zeit in Wort und Büd, vom Podium neutraler Beobachtung aus, dem Schweizervolk darzustellen. In der grossangelegten illustrierten Chronik «Weltgeschehens, die in Jahresbänden von 320 bis 3S0 Seiten in Lexikonformat erscheint, schildern sie einerseits die Vorgänge auf und hinter der politischen Bühne Europas, anderseits die Phasen der Kriegführung auf dem Lande, in der Luft und auf den Meeren. Einzigartiges Bildmaterial und instruktive Kartellen ergänzen den allgemein verständlichen, frisch und spannend geschriebenen Text Wichtige politische Dokumente sind im authentischen Wortlaut wiedergegeben. So ist ein Werk im Entstehen, das in der Gegenwart tiefschürfend ttbet die Ereignisse unserer Zeit orientiert und zudem, in seiner abgeschlossenen Gesamtheit, als illustrierte Zeitchronik historischen Wert bekommen wird und als gediegener Band nicht nur ein Schmuckstück in jeder Privatbibliothek, sondern auch eine wahre Fundgrube des Weltgeschehens darstellt, Inhalt der bis jetzt erschienenen Lieferungen; Es steht jedem Abonnenten frei, den Betrag von Fr. L.7S entweder auf PosV checkkonto einzuzahlen oder ihn bei Empfang der Lieferung in Form einer Nachnahme zu begleichen. Jeder Lieferung liegt zum erstgenannten Zweck ein Postcheckformular bei. Nur wer davon nicht Gebrauch macht erhält die Lie» ferung automatisch gegen Nachnahme. D^_« Unterzeichnete bestellt beim Verlag Hallwag, Bern: Band 1 «Das grosse Weltgeschehen» (10 Lieferungen, inklusive Eintand3ecke) zum Preise von Fr. 17.50 für den kompletten Band. Zahlbar gemäss den publizierten Bedingungen mit jeder Teillieferung, nach meinem Belieben entweder mittels Einzahlungsschein oder gegen Nachnahme (Postchekkonto III 414). Es werden nur Abonnements auf ganze Bände, nicht auf einzelne Lieferungen angenommen. Bei Nichtbezahlung einer Lieferung hat der Verlag das Hecht, den ganzen Rest des vereinbarten Preises eines Bandes einzufordern. Eine nachträgliche Annullierung dieser Bestellung ist unzulässig. Name: .... Adresse? 1MXIMWI«*/ Herbert v. Moos und F. C.Endres Das Verhandlungsjahr 1933 Von München zum Kriegsausbruch Die vierte Teilung Polens Russlands Vorstoss im Baltikum Die bewaffnete Neutralität der Schweis Der Krieg im Westen und auf den Meeren Der russisch-finnische Krieg Bis jetzt 160 Seiten Text in Lexikonformat, 2 secnsfarblge Karten. 80 QluStra* tionen, 25 Kartchen und Tabellen. Um dieses einzigartige Geschichtswerk unserer Zeit, das ober die Gegenwart hinaus historischen Wert haben wird, weitesten Kreisen zugänglich zu machen, ist bei Bestellung nicht gleich der Betrag für den kompletten Band zu erlegen, sondern der Besteller bezahlt nur nach Massgabe der erschienenen Lieferungen. VERLAG HALLWAG ..„ „_ Beruf: '~~ Jede Lieferung kostet im Abonnement nur Fr. 1.75 BERN Bestellung (als Drucksache in offenem Kuvert S Rp. Porto)

BERN, Dienstag, 27. August 1940 Reue hatte die grausamen Herzen gemildert; Bewohner bemühten sich, die Tugenden des Siedlers nachzuahmen. Endlich hatten sie beg fen, dass Arbeit den Menschen ehrt. Und Verlauf eines Jahres stand eine wunderbare auf ihren Feldern, reichlicher denn je. Seit Zeit' muss der Mensch arbeiten. Aber wurde schmackhafter als es ehemals schien; denn — man geniesst besser das, was man durch schwere, hartnäckige Arbeit selbst erworben hat. (Berarbeitet von R. B.) Die Du Barry stirbt auf dem Schafott Produktion: Pro Film Die In uralten Zeiten lebte in einem Dorfe ein Menschengeschlecht, das hart und ruchlos war. Auf einem nahen Hügel stand die Hütte eines Einsiedlers, der so alt war, dass sein langer, weisser Bart bis zur Erde reichte. Er bat inbrünstig den lieben Gott, er möchte doch den Dorfbewohnern ihre begangenen Grausamkeiten verzeihen. — Zu diesen längst verflossenen Zeiten wuchs der gute Weizen, aus dem man die wohlschmeckenden Brote bück, im Flachlande, ohne dass man nötig gehabt hätte, das Feld zu bebauen oder zu besäen — man brauchte nur zu ernten. So geschah es, dass im Herbst, der Jahreszeit des Pfluges und der Saat, die damaligen Landbewohner nichts zu tun hatten, als zu faulenzen. Und aus dem Müssiggang entstand die Bosheit. Denn es ist immer so — wer nichts tut, der fängt bald an, bös zu handeln. Diese Menschen also hatten keinen Sinn für Mitleid und Wohltätigkeit. Sie verjagten den heimatlosen Bettler und raubten das letzte Hab und Gut der armen Witwen und Waisen ... Zur selben Zeit, als die Dorfbewohner ihre Ernten einbrachten, sammelte auch der Einsiedler die seine auf seinem kleinen Felde, oben am Hügel. Aber, sonderbarerweise, übertraf die Ernte des frommen Mannes an Menge und Schönheit bei weitem diejenige der Dorfbewohner. Man kann sich leicht denken, wie die Leute auf dieses schöne Gedeihen eifersüchtig waren und den Einsiedler beneideten! Umso mehr lastete auf sie, wie ein gerechter Vorwurf, die Güte des frommen Mannes. Der Einsiedler hätte es gern gewünscht, alle Gottesgeschöpfe ernähren zu können. Die kleinen Vögel waren seine Lieblinge. Für isie streute er Weizenkörner vor seine Tür. Die Dorfbewohner verschonten ihn nicht mit ihren Hohnreden: diese guten Samenkörner den Vögeln hinzustreuen — welch ein Wahnsinn! Je mehr aber der Einsiedler den kleinen Sängern Körner ausstreute, desto reicher gediehen seine Saaten. Seiner Nachbarn bemächtigte sich ein heimtückischer Hass, denn ihre Ernten wurden mager und die Aehren leicht. Um den Einsiedler zu ärgern, töteten sie vor seinen Augen die unschuldigen Vögel. Und eines Nachts legten sie Feuer an seine Felder, damit das Feuer die Ernte vertilge. — Bei Morgengrauen, als der fromme Mann aus seiner Hütte trat, war er ganz bestürzt. An Stelle der Ernte fand er die Erde mit einem Haufen Asche bedeckt. Tränen stiegen in die Augen des alten Mannes. Und als die Dorf- e vom Getreide Aufnahme: Schmidely leute ihn zu verhöhnen begannen, verfluchte er sie mit donnernder Stimme und rief; «Mögen eure Felder von nun an unfruchtbar sein, auf dass ihr nur Dornen findet. Möge nur harte Arbeit und Leid euch helfen, euren Hunger zu stillen!» — Und der Einsame zog sich in seine Hütte zurück. Dem armen Manne waren nur zwei Säcke voll Körner geblieben. «Ich werde diese nicht verzehren», sagte er sich. «Was würde aus den armen Vögeln werden, die der Hebe Herrgott mir gesandt hat, um mein Alter zu erheitern? Ich werde ihnen diesen Weizen geben und mich das Jahr hindurch mit Wurzeln und wildwachsenden Kräutern ernähren.» Und während er sich mit dieser Nahrung begnügte, streute er den Vögeln ihr Futter hin aus den Kornsäcken, die ihm geblieben waren. Nach einem Jahre erblühte seine Ernte um seine Hütte herum noch schöner und reicher als sonst. Die Ebene aber, die er verflucht hatte, blieb unfruchtbar; die Felder waren verwüstet und nichts ge-> dieh auf ihnen. Im Dorfe, unter den grausamen Menschen, herrschte Hungersnot. Furcht, Trauer und Reue frass an den Gemütern derjenigen, die die Ernte des Einsiedlers eingeäschert hatten. Eines Tages stiegen sie hinauf zur Hütte des frommen Mannes, in langem Zuge und riefen: «Verzeih uns! Wir waren grausam und neidisch und haben ein grosses Verbrechen begangen. Jetzt setzen wir unsere letzte Hoffnung in deine Milde ... Sei gut zu uns, habe Mitleid und bete für uns!» «Es liegt nicht in meiner Macht, eure Leiden zu beseitigen», erwiderte der fromme Mann. «Nur eure Arbeit kann euch Gnade verschaffen. Bis jetzt erblühte der Weizen von selbst auf euren Feldern. Da aber Faulheit euch zum Laster und zum Verbrechen gebracht hat, werdet ihr von nun an hart arbeiten müssen, um euer Leben zu fristen. Eure Ernte wird nur erblühen, wenn ihr die Erdschollen zuvor umgegraben habt — und das ist eine schwere Aufgabe. Eure Ernte wird nur gedeihen, wenn ihr in die Furchen Körner streut, von denen die Vögel auch ihren Anteil haben.» Nachdem er gesprochen, gab der Einsiedler den Dorfbewohnern einige Säcke voll Weizenkörner. Mit groben Werkzeugen durchfurchte und durchwühlte man die Erde und streute dann den Weizen, Korn für Korn, in die Furchen. Die Glieder wurden steif von der ungewohnten Arbeit. Die Eines Tages verbreitete sich das Gerücht, der alte König Ludwig XV. habe eine junge, schöne Geliebte. Man staunt, man tuschelt. «Vorübergehend?» — «Nein, durchaus nicht, es ist ihm ernst mit seiner Liebe! > Bald sollte der Hof erfahren, dass ein neuer Stern im Aufsteigen begriffen war: Gräfin Du Barry. Schon die Wahl der Pompadour, die aus bürgerlichen Kreisen stammte, hatte die Empörung des Hochadels hervorgerufen, nicht etwa aus moralischen Gründen. Wäre die neue Geliebte eine Herzogin gewesen, niemand hätte daran Anstoss genölnmen. Die Du Barry aber stammte aus der Hefe des Volkes. Man behauptete ganz öffentlich, sie sei eine käufliche Frau gewesen, bevor sie der König zu seiner Geliebten machte. Die Du Barry setzte sich durch, den Intrigen der Hofgesellschaft zum Trotz. D«r Einspruch der Mitglieder der königlichen Familie nützte nichts; Ludwig XV. ging darüber hinweg. Marie-Antoinette musste sich von ihrer klugen Mutter, der Kaiserin Maria-Theresia, sagen lassen, dass sie kein Recht habe, die Maitresse des KCwlgs mit Hochmut zu behandeln. Sie müsse mit ihr so sprechen, wie mit jeder andern Dame, die bei Hofe empfangen werde. Was die Damen des Hofes besonders empörte, war die Verschwendungssucht der neuen Favoritin, die nicht die Bescheidenheit der geborenen Herzoginnen zeigte. Ihre Eleganz und ihre Launen kosteten den König Unsummen. Abgesehen von den vielen kostbaren Geschenken an Diamanten, Perlen und sonstigem Schmuck, an Schlössern, Kunstgegenständen, Möbeln, Pferden und Wagen erhielt sie anfangs monatlich in bar 200000 Franken, zu ihrem persönlichen Verbrauch. Später wurde die Summe auf 300000 Franken erhöht. Ihre Karossen und Chaisen waren die elegantesten und teuersten von ganz Frankreich. Nicht einmal die-Brautkutsche, die der König für Marie- Antoinette bestellte und mit der sie aus Deutschland abgeholt wurde, konnte mit der Karosse der Kurtisane konkurrieren. Das ganze Leben dieser galanten und eleganten Frau war, wie die Goncourts sich ausdrückten, ein toller Traum eines in wahnsinniger Verschwendung und ausschweifendem Luxus sich auslebenden galanten Weibes, « einer Dirne, der bestausgehaltensten Frau Frankreichs ». Millionen werden für die Launen der Mode hinausgeworfen, Millionen für ein seltenes Schmuckstück, für Spitzen, Samt und Seide. Ein wahrer Strom vom Gold ergiesst sich über die