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E_1940_Zeitung_Nr.032

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AUTOMOBIL-REVUE

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BERN, Dienstag, 6. August 1940 Automobil-Revue - II. Blatt, Nr. 32 Erinnerung aus den" Kindheitstagen des Automobils von Walther Müller. Onkel Paul erzählte: Ich war einer der ersten Automobilisten, der die Hand an das Steuer eines Automobils gelegt hat. Das war damals keine einfache Sache, denn unser Volk ist in solchen Angelegenheiten recht konservativ, wie das ja aus der Geschichte der meisten technischen Neuerungen hinlänglich der Fall ist. Solange man denken konnte, hatten Wagen sich auf unseren Strassen nur fortbewegt, wenn Pferde davorgespannt waren. Darum musste es als etwas Unerhörtes und Verbotenes erscheinen, wenn in den Strassen Berns plötzlich ein Wagen auftauchte, vor dem keine Pferde zu sehen waren und der scheinbar ganz von allein Hei. Ihr wisst, im Jahre 1894, es war im Monat Mai, kam ich mit meiner Frau zu entfernten Verwandten nach Deutschland. Anna und ich hatten einige Monate zuvor geheiratet, und ich wollte sie mit verschiedenen Bekannten bekannt machen. Nachdem das geschehen war, reisten wir noch ein •wenig in Deutschland umher und kamen bei dieser Gelegenheit auch nach Frankfurt am Main, wo mir von einer neuen Erfindung erzählt wurde. Ein Wagen sollte erfunden worden sein, der, ohne von Pferden gezogen werden zu müssen, sich sehr schnell fortbewegen konnte. Ein Dampfwagen war es nicht, sondern die Maschine wurde von einem Motor in Gang gebracht, der mit Benzin gespeist wurde. Man nannte den neuerfundenen Wagen Automobil. Zu sehen bekam ich damals so einen Wagen noch nicht. Als ich wieder zu Hause war, beschäftigte ich mich in Gedanken immer wieder mit dem merkwürdigen Fahrzeug, und es erschien mir als höchstes Glück, ein solches Vehikel zu besitzen, so dass ich endlich nach Frankfurt schrieb, von wo ich zunächst Illustrationen und Broschüren erhielt. Gebaut wurden diese Wagen von einer Firma Benz, weshalb man sie damals in Deutschland auch Benzwagen nannte; im Volk nannte man sie Ben" zinwagen, weil es weithin nach Benzin roch, wenn so ein Gefährt vorübergerasselt war. Mein weiterer Briefwechsel mit Frankfurt hatte zur Folge, dass ich mir so einen Benzinwagen bestellte, und zwar einen mit 4 HP. Vier Pferdekräfte! Das klang vielversprechend. Ich hatte immer 1—2 Pferde gehalten, denn ich war ein grosser Reitsportfreund, also schreckten mich auch die 4 Pferdekräfte nicht besonders. Mit Spannung und voll Ungeduld sah ich der Ankunft des Wagens entgegen. Wie gesagt, gesehen hatte ich so ein Ding noch nie, und als mein Auto gegen Ende des Oktobers 1894 bei mir ankam, hatte ich keine Ahnung, wie man so einen Karren handhabt und in Bewegung setzt, ebenso fehlten mir technische Kenntnisse, um den Motor richtig behandeln -zu können. In den Broschüren war er Explosionsmotor genannt; das klang höchst gefährlich. Konnte diese Maschinerie nicht unversehens in die Luft gehen, den Schuppen, mein Haus und womöglich die halbe Stadt in Brand setzen? Trotz solcher Bedenken war ich überglücklich, als das seltsame kleine Gefährt endlich wohlbehalten in meinem Wagenschuppen stand. Frau Anna war ebenso begeistert wie ich. Aeusserlich sah er kaum anders als ein gewöhnlicher kleiner Chaisenwagen aus und an Platz war Raum für 2 Personen. Er war genau so gebaut wie ein Wagen, der von Pferden gezogen werden soll, nur die Deichsel fehlte. Die vier Räder standen nicht auf Luftreifen, sondern auf gewöhnlichen, flachen Hartgummireifen, wie sie bei manchen Chaisen mit Gummirädern damals üblich waren. Unter dem Wagengestell befanden sich Ketten, Räder und Zahnräder, und unterm Sitz war ein grosser Behälter für Benzin angebracht. Wenn das explodierte, gingen die Menschen im Wagen todsicher in die Luft. Der Gedanke, dass dies geschehen könnte, vermochte jedoch unsere Begeisterung nicht abzuschwächen. Nun galt es zunächst, Benzin in genügender Menge zu beschaffen. Aber das war keine so einfache Sache. Dieser Stoff diente meist dazu, Fettflecken aus Kleidungsstücken zu entfernen, aber soviel mein Automobil-Benzinbehälter an Benzin beanspruchte, war schwer zu bekommen. Aber endlich gelang es mir doch, ein Fässchen Benzin aufzutreiben. Jetzt konnte die Fahrt losgehen. Nur an Hand einer kleinen Broschüre, die man mir geschickt hatte, und die ich eifrig studierte, konnte ich versuchen, das Automobil in Gang zu bringen. Zuerst war ich so naiv, zu glauben, dass ich, nachdem das Benzin im Behälter war, nur die Kurbel anzudrehen brauchte, mich in den Wagen setzen müsste und dann losfahren könnte. den, wo irgendwo an der Maschinerie etwas nicht in Ordnung sein könnte, aber alle Mühe blieb je. geblich. Endlich war ich so müde und verzw