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E_1940_Zeitung_Nr.037

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IV AUTOMOBIL-REVUE

IV AUTOMOBIL-REVUE DIENSTAG, 10. SEPTEMBER 1940 — N° 37 an - ar - auf - ba - be - bei - ber - bern - chen eher - der - der - ge - her - in - ka - ka - lai le - len - li - lus - ma - ma - matt - me - mu - na pa - rad - re - ro - sehe - se - sei - stil - ter - wi zau Ȯbige Silben sind derart in die Figur zu setzen, dass Wörter nachfolgender Bedeutung entstehen. Die mit einem Punkt versehenen Felder nennen dann den Titel einer Zauberkomödie von Ferdinand Raimund. 1. Ort im Kanton Uri, 2. Pariser Zwingburg, 3. Gründer Roms, 4. Genosse, Freund, 5. Werktätiger, 6. Staat in Mittelamerika, 7. Nachforschungen, Ermittlungen, 8. Wächter, 9. mohammedanische Mönche, 10. durch Zauber umstricken, 11. Geschossweite, 12. weibliche Angehörige eines südasiatischen Volkes, 13. Stufe zwischen Meister und Lehrling (Mehrzahl). 4 Punkte. Einsendetermin: 19. September Lösung des Fussangeln-Silbenrätsels. 1. Dromedare. 15. Entgelt. 2. Ulme. 16. Nornen. 3. Dezedieren. 17. Verargen. 4. Ergebung. 18. Elise. 5. Lunigiana. 19. Rekapituliation. 6. Süden. 20. Fisimatenten. 7. Alhambra. 21. Eisen. 8. Chile. 22. Region. 9. Kamee. 23. Tiara. 10. Pickel. 24. Impar. 11. Fette. 25. Gazelle. 12. Essenzen. 26. Enrico. 13. Iridium. 27. Recherche. 14. Flimmerskotom. Die Anfangsbuchstaben ergeben: Dudelsackpfeifenverfertiger. Richtige Lösungen des Fussangeln-Silbenrätsels (Nr. 35) 5 Punkte. A. Bachofen, Glarus; Max Bertschmann, Basel; Frl. Margrit Bossert, Lenzburg; Frl. Margrit Epple, St. Gallen; Frau G. Fravi, Rapperswil; Frau Dr. Gräflin, Walzenhausen; G Xaepple, Basel; Frau E. Markoff, Buchs; Frau Marti, Ölten; Frau Lisette Rock, Basel; Frau E. Steinbömer, Schaan; Fritz Wenger, Bern; Frl. E. Winteler, Glarus. COURVOISIER Räfsel*EEc:l*e SMw-ffMhcUsd 1 • - - 3 • - - - - g i 3 • To * li * _ _ 43 ' 5 Dr. William T. Root von der Pittsburgher Universität hat eine psychologische Untersuchung über die Handschrift veröffentlicht. Er kommt darin zu dem Schluss, dass in der weitaus überwiegenden Mehrzahl der Fälle nur bei intelligenten Personen eine schlechte Handschrift zu finden sei. Der intelligente Mensch denkt wesentlich schneller, als er zu schreiben vermag; oft sind seine Gedanken zwanzig Mal so rasch wie seine Hand. Infolgedessen ist die Muskelbewegung durch die Gehirnanspannung derart behindert, dass sich als Resultat dieser Divergenz eben eine unleserliche Schrift ergibt. «Wer wenig im Kopfe hat», sagt Dr. Root, «hat immer Zeit genug, seine Buchstaben nach Vorschrift zu malen.» Der Gelehrte betont ausdrücklich, dass seine Feststellungen ausschliesslich vom kalligraphischen Gesichtspunkt aus getroffen worden sind und mit Graphologie nicht das mindeste zu tun haben. Jtfoc/e Ehrenrettung der schlechten Handschrift. JCässtn tötet !BazUien Wenn Bern, dann Casino Der Steck-Kamm Die Frauen haben es sich in diesen Zeiten angewöhnt, bescheiden gekleidet zu sein. Und doch wäre es unendlich traurig, würden die Frauen darauf verzichten, ihre Eigenart modisch zur Geltung zu bringen. Wir wissen längst, dass diese «persönliche Note» weniger durch die Linie als vielmehr mit Hilfe von Kleinigkeiten, die « Stil haben > zur Geltung gebracht wird. Zu diesen Dingen gehören die neuen, von einer Ranke künstlicher Blüten oder Blättchen begrenzten Kämme, die sich auf jeder Frisur gut aus- einem sommerlichen Kleide gut auszunehmen. müssen ganz klein sein, um sich in Verbindung mit nehmen, vorausgesetzt, dass sie — geschmackvoll Man begegnete dieser Mode vorerst mit einigem Misstrauen, wie seinerzeit den «Stirn-Bänd- gesteckt — jede Uebertriebenheit vermeiden, und — wie wir dies in unserem Bilde darstellen — zu chen, die man anfangs als «exzentrisch» und einem wichtigen Teile der Frisur, insbesondere zur «ganz unmöglich> bezeichnete. Stütze der die Stirne umrahmenden Locken werden Erfolg gesehen, der nun gewiss auch den neuen Und doch haben diese Bändchen den grossen Ḋie die Ranke bildenden Blüten oder Blätter Steck-Kämmen beschieden sein wird ... I Dr. Simon L. Kazoff, Dozent an der medizinischen Fakultät der Universität von San Franzisko, hat alle Aussteht, dereinst als Schutzpatron der Liebenden heiliggesprochen zu werden. Denn er hat gelegentlich der letzten Grippeepidemie, die sich besonders stark unter den Angehörigen der Hochschule bemerkbar machte, die These aufgestellt, das beste Mittel, die Bazillen umzubringen, seien Küsse — wenn sie nur heiss genug sind. Der Arzt erklärte, die Furcht, durch Küssen Anstekkungskeime zu übertragen, sei deshalb unberechtigt, weil gerade durch die Küsse diese Keime vernichtet würden. Die heftige Ausbreitung der Grippe sei nicht zum wenigsten auf diese Furcht und die daraus resultierenden bedauerlichen Unterlassungssünden zurückzuführen. Seither schwören alle Studenten von San Franzisko auf ihren Dr. Kazoff. Bei der nächsten Grippeepidemie wird es sich ja dann herausstellen, ob die Anhänger oder die Gegner seiner Lehre häufiger erkranken. Mehr Spass werden jedenfalls die ersteren davon haben I J)ie meisten Menschen haken ein kuezes (Rein Der amerikanische Chirurg Dr. wailace M. Pearson hat auf Grund einer umfangreichen Versuchsreihe festgestellt, dass bei 65% aller Menschen das eine Bein kürzer ist als das andere. Die Verkürzung ist in den seltensten Fällen angeboren, sondern tritt erst im Laufe der Jahre in Erscheinung; häufig ist irgendeine mit dem Beruf verbundene Absonderlichkeit der Haltung daran schuld. Selbstverständlich ist diese zur Norm gewordene Abnormalität nicht mit dem blossen Auge und auch nicht bei gewöhnlichen Messungen, sondern nur mit Hilfe der Röntgenphotographie festzustellen, cpr. So kochen wie heute! Durch richtige Einteilung und Verwertung der Nahrungsmittel, gesund kräftig und schmackhaft kochen. 367 Rezepte und Speisezettel. Von E. Creme und Ch. Stiefel. Soeben erschienen im Walter Hädecke Verlag, Stuttgart. Dieses neue Buch bedeutet für jede Hausfrau eine wirklich praktische Hilfe. Zwei tüchtige Kochlehrerinnen zeigen hier an vielen praktischen Beispielen, wie man sparen kann, ohne dass die Güte der Speisen darunter leidet. Aus jedem Rezept spricht grosse Erfahrung, alle Angaben sind genau, immer nach dem Grundsatz: Mit kleinen Mitteln das Bestel Wer dieses Kochbuch zu Rate zieht, wird immer zufriedene Gesichter an seinem Tisch sehen. So lässt sich trotz aller Einschränkung wirklich gut und schmackhaft und vor allem recht abwechslungsreich kochen und backen. CAFE DES MARINS GENF, Quai Gtutave-Ador 28 Täglich Gebackene Fische und Barschfilet, Hähneli am Spiess. Entrechte au Grill. S. Grimardias Telephon 44.955 MULTIFORT stehen Sie vor asterdicht, stoßsicher 100 Gefahren — VorsichtundGeistesgegenwart können das Schlimmste nicht immer verhüten. Darum vor allem: Sicherheit durch Abschluss von Unfall-, Lebens-, Haftpflicht-, Autokasko- und Auto - Insassen - Versicherungen bei der „Winterthur" Schweizerische Unfallversicherungs - Gesellschaft Lebensversicherungs-Gesellschaft Gstaad Bernerland Theaterkasse 10—12.30 Ktfoni Tel. Hotel Viktoria Fliessendes Wasser. Zimmer Fr. 3.50 Gute Küche. Garage. Telephon 31 A. Wantz-Steinegger: Inh. Zürich Stadttheater Empfehlenswerte Unterhaltungsstätten Abends 8 Uhr, Sonntag nachmittags 3 Uhr. Tel. 2 69 22 und 4 67 00, und 15.30—19 Uhr. 33613. 8—18.30 Dhr. Mi. ata! 11. Sept. Die Siegerin (Mi-Ab. 1). DO abend 12. Sept. 2 " Verstellung: Z^ " nd Zim " mermann. Fr. abend 13. Sept. Aida, grosse Oper von G. Verdi. Der liebe Sa abend 14. Sept. Auflustin, Operette von Leo Fall. So.naChm.15.Sept. \ Des eidg. Buss- und Bettages So. abend 15. Sept. } we s en geschlossen. Militär in Uniform bezahlt auf allen Plätzen die Hälfte. Schauspielhaus Abendkasse ab 18 übr (21111) «Labend 11. Sept. «.30 Uhr: Faust I. Teil, von Goethe. Do. abend 12. Sept. 19 Uhr: Faus "• Teil von ' Goethe. Fr. abend 13. Sept. Spiel im Schloss. Sa abend 14. Sept. 19 Uhr: Faust II. Teil von Goethe. .nachm.15.Sept. l Eidg. Buss-j und Bettag ge- .abend 15. Sept. schlössen. Militär auf allen Plätzen balbe Preise. Hand der Glücksgöttin lenken zu wollen. Bestimmt: jener, der mit abgewendetem '; Gesicht sein Los zieht, handelt richtiger als alle, die sich irgendeines «Mätzchens» bedienen. Worauf es ankommt: Man muss sich der Dame Fortuna mutig zu nähern wissen. Und wer sein — stet sich vor..• Es winken 21 37O Treffer im Werte von Fr. 525 OOO — worunter 1 Haupttreffer von Fr. 60 OOO.—. 1 Los Fr. 5.- (10-Los-Serie Fr. 50.-} jalus 40 Cts. Porto auf Postcheck flinOO26u)Adresse: SEVA-Lotterie, Marktgasse 28, Bern. 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N° 37 *- DIENSTAG, 10. SEPTEMBER 1940 AUTOMOBIL-REVUE 11 ^tUTVELLES Eine grosse Tagung des schweizer. Automobilgewerbes Samstag, 14. September, im Hotel National in Bern. Die Entwicklung im Import flüssiger Brennstoffe hat zur Folge, dass der Motorfahrzeugverkehr sukzessive lahmgelegt werden muss. Daraus resultieren für das Autogewerbe Folgen, die in ihrer katastrophalen Auswirkung noch gar nicht übersehen werden körn nen. Hunderte von Betrieben stehen vor der betrüblichen Tatsache, die Tore schliessen zu müssen, und Tausenden von Angestellten und Arbeitern droht das Schicksal der Arbeitslosigkeit. Der Schweizerische Autogewerbeverband will dieser Entwicklung tatkräftig entgegensteuern, um dieses Gewerbe, das innerhalb unseres Wirtschaftsgeschehens sowohl wirtschaftlich als auch vom Standpunkt der Landesverteidigung im ersten Range steht, vor dem Ruin zu bewahren. An einer grossen Tagung am nächsten Samstag den 14. September, 14 Uhr, im Hotel National in Bern wird der Autogewerbeverband über die Lage orientieren und ein Programm entwickeln über die notwendigen Massnahtnen, sowohl in betriebswirtschaftlicher Hinsicht als auch in bezug auf eine unvermeidlich gewordene Hilfsaktion. Als Referenten werden Zentralpräsident 0. Moosmann (Bern) und L. Monay (Lausanne) über die Frage .«Wo stehen wir?» sprechen, währenddem Dr. Kindler (Bern) das Thema «Was ist zu tun?» behandelt. Es sei ausdrücklich festgestellt, dass es sich um eine Tagung handelt, die in würdiger und korrekter Weise durchgeführt wird, und dass namhafte Persönlichkeiten aus dem eidgenössischen Parlament und der Wirtschaft ihre Teilnahme zugesagt haben. Die veranstaltende Berufsorganisation erwartet, dem Ernst der Zeit entsprechend, einen Massenaufmarsch des schweizerischen Autogewerbes. Eingeladen sind nicht nur die Betriebsinhaber, sondern auch die Angestellten und Arbeiter. Da den zur Behandlung stehenden Problemen nicht nur gewerbepolitische, sondern namentlich auch .gesamtwirtschaftliche und militärische Bedeutung, zukommt, wird der Veranstaltung aus weiten Kreisen des Landes grösstes Interesse entgegengebracht. Kriegswirtschaft Arbeits- und Ruhezeit der berufsmässigen Motorfahrzeugführer. Das Bundesamt für Industrie, Gewerbe und Arbeit teilt mit: Das Eidgenössische Volkswirtschaftsdepartement hatte am 22. Mai eine Verfügung erlassen, wonach gestützt auf einen am Vortage gefassten Bundesratsbesehluss gewisse Abweichungen von der Verordnung vom 4. Dezember 1933 über die Arbeits- und Ruhezeit der berufsmässigen Motorfahrzeugführer als zulässig erklärt wurden. Diese Abweichungen waren nötig, um eine rationelle Verwendung der nicht von der Armee belegten Motorfahrzeuge zu gewährleisten. Inzwischen haben sich nun aber die Verhältnisse insoweit .geändert, dass die nicht in den Mili' tärdienst einberufenen Chauffeure für die Wartung derjenigen Motorfahrzeuge, die dem zivilen motorisierten Strassenverkehr zur Verfügung stehen, durchaus genügen. Eine Ausdehnung der Arbeitszeit dieser Chauffeure und die Ausserkraftsetzung des Nachtfahrverbotes sind also zurzeit nicht mehr nötig. Das Departement hat daher mit Verfügung vom 6. d. Mts. seine obengenannte Verfügung mit Wirkung vom 22. September hinweg wieder aufgehoben. Damit wird in bezug auf die Arbeits- und Ruhezeit der Chauffeure bis auf weiteres der normale Zustand wieder hergestellt. ErsaiztoEpeimstoff Vom Standpunkte des Personenwagenbesitzers wäre es ohne Zweifel die Ideal-Lösung, wenn sich ein flüssiger Ersatzbrennstoff finden Hesse, der aus einheimischen Rohstoffen erzeugt werden kann und eich im Preis nicht, viel teurer, stellt ß\s das Benzin. Man würde dann ohne den doch ziemlich kostspieligen Umbau auf einen gasförmigen Ersatztreibstoff auskommen, dem man aus Unkenntnis der weiteren Entwicklung des Krieges und der allgemeinen Lage immerhin mit etwas gemischten Gefühlen entgegensieht. Manchem Fahrer wäre sogar mit einem flüssigen Ersatztreibstoff geholfen, der sich beträchtlich teurer stellt als das Benzin, sofern -die Gewähr dafür besteht, dass er stets in ausreichenden Mengen geliefert werden kann. Denn ein flüssiger Brennstoff bietet immer die bekannten Vorteile sosortiger und jederzeitiger Betriebsbereitschaft des "Wagens, sowie Abwesenheit einer unförmigen und schweren Apparatur mit Ansprüchen an zusätzliche Wartung. Angesichts dieser Umstände wird man gern jede Lösung einer Prüfung unterziehen, die einige Aussichten auf Erfolg bieten könnte. Unter diesem Gesichtspunkt verdient ein unter dem Namen «Autodine» präsentierter Ersatztreibstoff einige Beachtung. Es handelt sich um Der neuen schweizerischen Zentrale für Verkehrsförderung entgegen Wie man weiss, haben die Statuten der «schweizerischen Zentrale, für Verkehrsförderung» noch nicht durch die zuständigen Organe genehmigt werden können, und zwar aus dem einfachen Grund, weil diese Organe noch nicht existieren. Inzwischen hat der Bundesrat jedoch eine Expertenkommission, bestellt, die sich aus 15 Mitgliedern zusammensetzt und nächsten Montag in Bern tagen soll, um von den Statuten Kenntnis zu nehmen und zahlreiche Fragen organisatorischer Natur zu besprechen. In der Kommission sind neben der S.V.Z., dem Schweiz. Hotelierveiein„.und.-den ^-Automobilverbänir den auch die S.B.B, vertreten. Im weiteren gehört ihr auch der Direktor der Schweiz. Landesausstellung 1939, Architekt Armin Meili an, der, wie man uns versichert, als künftiger Direktor der neugeschaffenen Einheitsorganisation für die schweizerische Verkehrswerbung an der Sitzung teilnimmt. Die Baudirektorenkonferenz tagt in Graubünden. Zu Anfang September hielt in Chur die Konferenz der kantonalen Baudirektoren ihre diesjährige Tagung ab, woran neben den Baudirektoren und Kantonsingenieuren fast aller Kantone auch Vertreter der eidgenössischen Behörden teilnahmen. An die Erledigung der statutarischen Geschäfte, wobei u. a. der neue Vorstand aus Reg.-Präsident Capaul (Chur), Reg.-Rat Dr. Kabelt (St. Gallen) und Reg.-Rat Anthamatten (Wallis) bestellt wurde, schloss sich ein Referat von Reg.-Rat Betschart über das Submissionswesen. Im weiteren bot Kantonsingenieür Sutter (Chur) eine Orientierung über den nunmehr zum Abschluss gelangten Ausbau der Julierstrasse, wobei.er sowold die yerkehrspolitische Bedeutung dieses Werkes als auch die technische Seite des Ausbaues beleuchtete, um sodann näher auf die Kostenfrage einzugehen. Am folgenden Tage statteten die Gäste dem Julier einen Besuch ab, wobei die Leistung des Kantons Graubünden die ihr gebührende Würdigung und Anerkennung fand. Den Abschluss der Tagung bildete eine Fahrt auf der Engadinerstrasse bis Süs und über den Flüelapass nach dem Prättigau, wobei die BaudireTstoren Strassenstücke zu Gesicht bekamen, welche in bezug auf Ausbau und Staubfreiheit noch verschiedenes zu.wünschen übrig lassen, aber bei dem gewaltigen Ausmass seines Strassennetzes vermag der Kanton Gräübünden nicht alles auf einmal zu schaffen. „Autodine" Mittel zur Stabilisierung von Gemischen aus nicht entwässertem Sprit und Benzin. TOUR ST Ernennung einer Expertenkommission. T«B^an Brauen S€»«a«ss4£»m ein Gemisch von Benzin und nicht entwässertem Sprit, das durch einen bestimmten Zusatz ungenannter Art stabilisiert ist, da sich andernfalls nur entwässerter Sprit in befriedigender Weise mit Benzin zu einem Motortreibstoff vermischen lässt. Einem unserer Mitarbeiter war Gelegenheit geboten, sich durch eine kurze Probefahrt mit einem 5-FS-Wagen davon zu überzeugen, dass der Motor «ohne mit der Wimper zu zucken> auch dieses Sprit-Benzin-Gemisch «verdaute^ nachdem er zuvor mit reinem Benzin betrieben worden war. Die Umstellung auf den Ersatzbrennstoff bestand lediglich darin, dass der Vergaser entleert und an den mit dem Gemisch gefüllten Zusatz-Brennstofftank angeschlossen wurde. Nach einer Fahrt von ungefäihr 10 km Länge in der Umgebung von Lausanne, die mit einem Stundenmittel von 75—80 km zurückgelegt wurde, konnte keinerlei abnormale Erhitzung des Motors beobachtet werden. Das benützte Gemisch enthielt 50% Benzin und 50% 85prozentigen Sprit, doch wurden ansehliessend Probeläufe mit einem Gemisch gemacht, das nur etwa 15% Benzin enthielt. Auch damit lief der Motor ohne weiteres sofort an. Die Erfinder rechnen mit einem normalen Mischungsverhältnis von etwa % Benzin und % Sprit. Nach ihrer Rechnung Hesse sich ein derartiger Mischibrennstoff zu einem Preise in den Handel bringen, der den des Benzins auf keinen Fall übersteigt. Hiebei ist allerdings zu bedenken, dass natürlich der Sprit dem Benzin an Heizwert unterlegen ist und demzufolge mehr Gemisch gebraucht würde als Normalbenzin. Auch müsste bei solch starkem Spritanteil der Vergaser neu eingestellt werden. Dies ist jedoch eine Kleinigkeit, verglichen mit der Umstellung auf gasförmige Ersatztreibstoffe. Eine dem Tank entnommene Brennstoffprobe erwies, dass es sich um eine durchaus stabile Mischung zwischen Benzin und Sprit handelt, die keineswegs zur Ausscheidung von Wasser neigt. Natürlich sind die genannten Prüfungen noch nicht derart stichhaltig, dass sich daraus ein endgültiges Urteil über den neuen Brennstoff fällen lässt. Doch bietet er sicher genügendes Interesse, um eine eingehende Prüfung durch die zuständigen Instanzen zu rechtfertigen. Wie wir vernehmen, haben die Erfinder auch bereits den Kontakt mit dem Amt für Kraft und Wärme aufgenommen, d-as letzfendlich zu entscheiden hat, o,b der neue Brennstoff geeignet ist, uns einen Ausweg aus der gegenwärtigen Kalamität zu bringen. Ein Strassenbauprogramm für den Kanton Zug. Im Zuger Kantonsrat wurde vor einiger Zeit eine Motion erheblich erklärt, welche die Regierung zur Ausarbeitung eines Strassenbauprogranims einlud. Gestützt darauf hat sich nun der Regierungsrat 3xs Werk gemacht, und ein Programm aufgestellt, wonach 11 Strassenzüee mit einer Aufwen- Rückerstattung der Sistierungsrabatte in bar? Wie wir zu wissen glauben, haben die cZürich» und «Winterthun der letzter Tage in Bern zusammengetretenen Konferenz der Versicherungsdirektoren einen Vorschlag des A.C.S. in empfehlendem Sinne unterbreitet, der darauf abzielt, dass die Rückvergütung der Sistierungsrabatte für 1940 bei der Rückgabe der Schilder In bar erfolge, anstatt auf die Prämien- für 1941 angerechnet zu werden. dung von 4,8 Millionen Franken im Zeitraum von 1941 bis 1950 modernisiert werden sollen. Von der Voraussetzung ausgehend, dass sich die politischen Verhältnisse bis 1941 noch nicht abgeklärt haben werden, sollen die Ausgaben während des kommenden Jahres den Betrag von 324 000 Fr. nicht übersteigen. Für 1942 und 1044 sind sie auf je 412 000 TV. angesetzt, und erst von 1944 an sollen sie jährlich ca. 450 000 Fr. erreichen. Bereits hat auch die Staatswirtschaftskommission zu diesem Programm Stellung genommen, wobei sie den Wunsch äusserte, die Regierung möge die Vorbereitung der einzelnen Projekte derart fördern, dass bei Eintritt einer Arbeitslosigkeit, wie sie nach dem Kriege zu erwarten steht, die Ausführung der einzelnen Projekte vom Kantonsrat beschlossen werden kann. ßkmmx