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E_1940_Zeitung_Nr.037

E_1940_Zeitung_Nr.037

fene Massenkundgebung,

fene Massenkundgebung, welche in ernster und würdiger Form den Begehren des Autogewerbes Nachdruck verleihen soll. In der Diskussion schilderte Herr L ö f f 1 e r von der Firma Schlotterbeck die Geschichte des Benzinpreises und der Schaffung von Lagern, wobei er eine scharfe Attacke gegen den frühem Chef der Eidg. Preiskontrolle, Dr. Imfeid, ritt. Auch die am 27. August erfolgte horrende Erhöhung des Zolls für Methylalkohol, der als Streckmittel verwendbar ist, von 3 auf 27 Fr., nahm der Redner zur Zielscheibe seiner Kritik. Im übrigen verwahrte er sich mit aller Entschiedenheit dagegen, dass die SBB auf den Trümmern des Autogewerbes saniert werden, dessen Wichtigkeit für die militärische Landesverteidigung in die Augen springt. Regierungsrat Wenk erklärte die Bereitwilligkeit der Regierung, bei allen Hilfsmassnahmen tatkräftig mitzuwirken. Ein Moratorium allerdings könne nur der Bund gewähren und was die Subventionierung der Reparaturäufträge betreffe, so sei er hier etwas skeptisch. Regierungsrat Brechbühl wies darauf hin, dass die bisherige Verkehrssteuerpraxis stets auf die Interessen des Autogewerbes Rücksicht genommen habe. Im übrigen teilte er mit, dass von der Regierung der Beschluss gefasst worden sei, die Bemühungen um Ersatzbrennstoffe nach Kräften zu unterstützen. Dagegen scheine ihm die Benzinsteuer nicht sonderlich sympathisch. Im weitern Verlauf der Diskussion äusserte sich noch Herr R. Stamm, der Präsident der Basler Sektion des TCS. Er steht den Brennstoffersatzmöglichkeiten etwas kritisch gegenüber und zeigt sich wenig optimistisch. Höchstens 15—20 % des normalen Benzinbedarfs könnten in langer, kostspieliger Arbeit ersetzt werden. Die Liquidation der dafür erforderlichen Einrichtungen soll aus den Benzinzollerträgnissen erfolgen, wenn diese wieder ihre normale Höhe erreicht haben. Gegen ein allfälliges Fahrverbot für die Kategorien C und D legte die Versammlung Protest ein, weil es auf eine Bestrafung der sparsamen Fahrer hinauslaufen würde, die noch kleine Benzmvorräte besitzen. Zum Schluss nahm die Versammulung folgende Resolution an : « Die Versammlung beschliesst, "den Vorstand und Aktionsausschuss des lAutogewerbeverbandes beider Basel zu beauftragen, vom Staat, Bund und Kanton folgende dringende Hilfsmassnahmen zu fordern. a) Auf kantonalem Boden: 1. Steuererlass in bezug auf bestehende und kommende Steuern und Abgaben. 2. Gewährung von unverzinslichen Darlehen an notleidende Unternehmen. 3. Geeignete Massnahmen zur Verhinderung der Kündigung von Hypotheken, Darlehen, Bankkrediten usw. 4. Zuweisung an das Gewerbe aller einschlägigen Aufträge und Lieferungen der Staatsbetriebe. b) Auf eidgenössischem Boden: 1. Steuererlass in bezug auf bestehende und kommende Steuern und Abgaben. 2. Allgemeines Moratorium zugunsten des Autogewerbes. 3. Darlehen bzw. Subventionen in Form Ton Ueberbrückungskrediten an das lAutogewerbe. 4. Dringende und umfassende Sofortmassnahmen für die Beschaffung Ton Ersatzbrennstoffen, Förderung der Inlandproduktion Ton solchen, wenn nötig durch entsprechende Subventionen, Import der fehlenden Mengen. Tatkräfttee Unterstützung, auch in Form von finanzieller Hilfe, aller Erfindungen und technischen Neuheiten im Bau Ton Apparaten für den Betrieb der Motorfahrzeuge mit Ersatzbrennstoffen. > Die Versammlung beauftragte den Vorstand -weiter, für die Verwirklichung dieser Forderungen mit den kantonalen und eidgenössischen Behörden in Unterhandlung zu treten. Die Wünsche und Forderungen der gewerbsmässigen Autetransportunternehmen und Taxihalter ' (Ging.) Die stärkste Organisation der gewerbsmässigen Auto-Güterspediteure, der c Autotransport- und Taxi-Gewerbe-Verband der Schweiz > (Zürich) hielt kürzlich Sektionsversammlungen in Bern, Basel, St. Gallen, Luzern, Brugg und Zürich ab. Auf Grund verschiedener Referate wurden dabei dem Zentralvorstand des Verbandes zur Weiterleitung folgende Wünsch© und Anregungen übermittelt: 1. Der Bundesrat ist neuerdings zu ersuchen, sofort weitere Schritte zu unternehmen, um die Treihstoffzuteilung an die gewerbsmässigen Autotransporteure und Taxihalter zu erhöhen; ferner ist die Alkoholverwaltung zu veranlassen, als Streckmittel Brennsprit zur Verfügung zu stellen. Auseerdem soll der Verband beim Bundesrat in dem Sinne vorstellig werden, dass er neue Subventionsvorschläge für die Umstellung der Motoren auf Holzgas usw. ausarbeitet. 2. Die gewertamässigen Autobetriebsinhaber bedauern, dass der Bundesrat gerade in der Zeit ungünstigster Benzinrationierung die Eidgenössische Autotransportordnung einführte; der Behörde wird vorgeschlagen, beim Gebühreneinzug vermehrte Nachsicht zu üben. 3. Gegen die Ausschaltung von Art. 5 der Autotransportordnung, wodurch der Werkverkehr die Möglichkeit tarifloser Konkurrenzierung des gewerbsmässigen Autotransportgewerbes besitzt, soll Protest eingelegt und der Bundesrat ersucht werden, durch einen baldigen Beschluss diese vorläufig aufgehobene Bestimmung wieder in Kraft zu setzen, da sie eines der wesentlichsten Aktiva der neuen Autotransportgesetzgebung darstellt. •4. Dem Bundesrat sollen folgende Vorschläge eingereicht werden: a) die eidgenössischen Konzessionsgebühren für militärisch requirierte Autos erst nach dreimonatigem Privatbetrieb ratenweise einzuziehen; b) für im Militärdienst stehende Kleinunternehmer erhebliehe Vergünstigungen zu bewilligen, speziell auch Fristerstreckungen für Konzessionsgesuche; c) eine Erhöhung der Transporttarife zu bewilligen. 5. Die Verbandeleitung organisiert Instruktionsversammlungen betreffend die Ausfüllung des Autotransport-Konzessionsgesuches. Die Betriebsinhaber werden ermahnt, die Formulare zuverlässig und vollständig ausgefüllt TOT Ende September dem Eide. Amt für Verkehr (Bern) einzureichen. Die Anpassung der Verkehrssteuern an die gegenwärtige Lage schreitet fort Der Kanton Glarus senkt die Verkehrssteuern. Der Regierungsrat des Kantons Glarus hat in Anbetracht der ausserordentlichen Verhaltnisse den Beschluss gefasst, mit Wirkung ab 1. September 1940 und für solange, als es die Rationierung der flüssigen Brennstoffe als geboten erscheinen lässt, die Steuer für Personenwagen bis zu acht Sitzplätzen und für Motorräder auf Grund der Zuteilung der Fahrzeuge zu einer Rationierungsgruppe (Dringlichkeitekategorie) pro rata wie folgt zu ermässigen; Dringlichkeitskategorie A: ohne Zusatzscheine: 10% des Steuerbetrages, mit Zusatzscheinen: keine Ermässigung; Dringlichkeitskategorie B: ohne Zusatzscheine: 20% des Steuerbetrages, mit Zusatzscheinen: bis 50% der Normalration 15%, mit Zusatzsqheinen: über 50% der Normalration 10%. Wurde die Motorfahrzeugsteuer schon für das ganze Jahr bezahlt, so erfolgt die Rückvergütung gemäss obigen Ansätzen auf Ende des Jahres. Auch Solothurn gewährt weitere Ermas-, sigungen. ' - Die solothurnischen Behörden haben ebenfalls beschlossen, die in der Verordnung über den Bezug der Motorfahrzeugsteuern und -gebühren während der Mobilisationszeit vom 29. Dezember 1939 festgesetzten Steuern herabzusetzen. Es werden vom bisherigen Steueransatz erhoben: Für Sfotorlastwagen von 1 Tonne Nutzlast an und für Industrietraktoren 75% Für Personenwagen und Motorräder der Dringlichkeitskategorie A und B und für Lieferungswagen bis zu 1 Tonne Nutzlast der Dringlichkeitskategorien A, B und C 50% Für Personenwagen und Motorräder der Dringliehkeitskategorien G und D 25% Ausgenommen von der Steuerermässigung sind: 1. die steuerlich durch den Kanton bereits privilegierten schweren Motorwagen, die in schweize- . riechen Fabriken hergestellt worden sind und die fabrikneu in den Verkehr gelangen, für die Dauer der Privilegierung. 2. Landwirtschaftliche und gemischtwirtschaftliche Traktoren. 3. lArbeitsmaschinen. 4. Motorfahrzeuge, für deren Betrieb nicht rationierte Brennstoffe verwendet werden. Ist das Motorfahrzeug innerhalb dreier aufeinanderfolgender Monate während 30 Tagen reauiriert oder befindet sich der Halter während 30 Tagen ununterbrochen im Militärdienst, so wird die Steuer für einen Monat zurückerstattet, und zwar rückwirkend auch auf die Monnte Juli und August 1940, während die übrigen Bestimmungen mit dem 1. September 1940 in Kraft getreten sind AUTOMOBIL-REVUE DIENSTAG, 10. SEPTEMBER 1940 N«» 37 Nöte im gewerbsmässigen Autobetrieb Benzinsteuer in der Waadt ab 1. Oktober. Als erster Kanton der welschen Schweiz hat sich nunmehr die Waadt zur Einführung der Benzinsteuer entschlossen. Das geht aus der Antwort hervor, welche im waadtländischen Grossen Rat Staatsrat Fazan auf die Interpellation Cherix erteilte, welche die Gewährung von Verkehrssteuer-Erleichterungen verlangte. Die Regierung, so erklärte Staatsrat Fazan, hält eine Umgestaltung des Systems der Motorfahrzeugsteuern in dem Sinne für notwendig, dass dabei auf den Treibstoffverbrauch abgestellt wird. Es besteht die Absicht, diese Reform bereits auf den 1. Oktober hin in Kraft zu setzen. Auch Graubünden geht zur Benzinsteuer über. Inkraftsetzung der Neuerung am 1. September. Der Kleine Rat des Kantons Graubünden hat m seiner Sitzung vom 30. August auf Grund eines bezüglichen Berichtes und Antrages der Sektion Graubünden des Automobil-Clubs der Schweiz (ACS) die Umstellung der bisherigen Verkehrssteuer auf die Benzinsteuer beschlossen) mit Wirkung ab 1. September. Danach wird neben einer monatlichen Grundgebühr von Fr. 5.— eine Abgabe von 15 Rp. pro Liter Benzin und 25 Rp. pro Liter Dieselöl bezogen. Die bereits bis Jahresende im voraus bezahlte Verkehrssteuer wird ab 1. September pro rata zurückerstattet. Damit hat nun auch der Kanton Graubünden die speziell für die heutige Zeit der Benzinrationierung einzig gerechte Automobilsteuer eingeführt. Zürcher Verkehrssteuern. Noch hat sich der Zürcher Regierungsrat nicht darüber vernehmen lassen, welche Folge er dem Vorschlag der Kantonalen Strassenv«rkehreliga auf Einräumung einer weitern Steuersenkung auf Grund des Ermächtigungsgesetzes vorn 1. Apr;l 1940 zu geben gedenkt. Es wurde proponiert, für daa zweite Halbjahr 1940 eine Brennstoffsteuer einzuführen, wie sie bereits andere Kantone besitzen. Sollte dies in Anbetracht der über 18 000 Fahrzeugausweise, von denen jeder gesondert abgerechnet werden muss, zu erheblichen administrativen Schwierigkeiten führen, so steht immerhin zu hoffen, dass mindestens eine starke Erhöhung der bereits am 27. Juni 1940 gewährten prozentualen Steuerreduktionen eintritt. Die heutigen Ermässigungen, deren Ansätze zwischen 10 und 50 °/o variieren, genügen nicht mehr, wenn man bedenkt, dass seit deren Bewilligung die monatlichen Benzinrationen um 70%) gekürzt worden sind. Es ist unerlässlich, dass sich der Regierungsrat rasch darüber entscheidet, was vorgekehrt werden soll, damit die zürcherischen Motorfahrzeughalter wissen, was die Behörden beabsichtigen. Ein möglichst, baldiger Entechluss der Regierung liegt nicht zuletzt auch im Interesse des Fiskus, "weil dadurch mancher Automobilist veranlasst wird, vorläufig mit der Rückgabe der Kontrollschilder noch zuzuwarten. Es gibt immerhin zahlreiche G- und D- Fahrer, die noch eigene Benzinvorräte besitzen und bis zu deren Erschöpfung ihr Fahrzeug noch in Betrieb halten würden, woran ja schliesslich nicht nur sie selbst und das Autogewerbe interessiert sind, sondern vor allem auch der Kanton, der 6onst erhebliche Beträge für die Hinterlegung Tausender von Kontrollschildern zurückerstatten muss. V Sf# »Im bau Prageistrasse im Bau. Vorläufig aber nur auf der Glarner Seite. Wie an dieser Stelle angekündigt, sind die Bauarbeiten an der Prageistrasse auf der Strecke Vorauen—Richisau in Angriff genommen worden, also 173 Jahre nachdem die Glarner Landsgemeinde sich mit dem ersten Projekt beschäftigte. Dieser «historische» Moment verdient festgenagelt zu werden. Der Bezirksrat Schwyz hat dagegen beschlossen, von der Vergebung der Arbeiten auf der schwyzerischen Strecke der Prageistrasse vorläufig Umgang zu nehmen. Es ist beabsichtigt, mit den Arbeiten erst im Frühjahr 1941 zu beginnen, wobei vorgängig eine öffentliche Konkurrenz-Ausschreibung der ganzen schwyzerischen Strecke von Muotatal bis Richisau erfolgen soll. Dazu bemerkt das «Luzerner Tagblatt», dass eine offene Erklärung über die Ursachen der Verschiebung des Baubeginnes sicherlich am Platze wäre. Man könne es nicht verstehen, dass ein so grosses Werk aus undurchsichtigen Gründen verzögert werde, zur Enttäuschung all jener, die als Unternehmer und Arbeiter auf eine günstige Arbeitsbeschaffung gehofft haben. Probleme der Treibstoffrationierung. Schluss v*n Seite 1. Zu Kritik Anlass gibt sodann die zögernde Behandlung der in den letzten fünf Wochen eingereichten Gesuche um Versetzung in eine andere Kategorie, deren Erledigung mitunter bis zu vier Wochen in Anspruch nimmt. Dabei handelt es sich oft um wirklich berechtigte Begehren, in Fällen z. B., da ein in einer untern Kategorie eingeteilter Wagen in eine höhere Kategorie versetzt •werden sollte, um dort einen « Benzinfresser > mit vielen HP oder einen defekt gewordenen Wagen zu ersetzen* Ueber all diese Gesuche sollte in mindestens 8 Tagen entschieden sein, da sich die Halter der Kategorien C und D darüber schlüssig werden müssen, ob sie für den Fall der Nichtgenehmigung des Gesuchs den Wagen einstellen sollen. Hinterlegen sie die Schilder nicht bis Monatsende, so müssen sie eben die Steuer für den nächsten Monat, m andern Kantonen sogar für das nächste Vierteljahr bezahlen. Angesichts der Mißstimmung bei den Automobilisten und Motorradfahrern sollte daher von behördlicher Seite alles getan werden, um sie nicht noch weiter zu schüren und den Automobilisten vermeidbare Auslagen zu ersparen. Was nützt es, wenn einer die Kontrollschüder vorsichtshalber zurückgibt und dann nach zwei oder drei Wochen endlich die Botschaft erhält, dass die Umteilung in eine B- oder gar A-Kategorie bewilligt ist ? Auch die Kantone haben an einer prompteren Erledigung dieser Gesuche das grösste Interesse, wenn sie nicht einen gewaltigen Ausfall an Verkehrssteuern riskieren wollen. Die hier geschilderten Mängel und Unzulänglichkeiten lassen deshalb den Wunsch als berechtigt erscheinen, dass sich die Sektion für Kraft und Wärme nicht nur von den kantonalen Kriegswirtschaftsämtern, sondern auch von den Vertretern der kantonalen Verkehrsinteressentenverbände, welche den engern Kontakt mit den Motorfahrzeughaltern besitzen, an einer Konferenz ausführlich darüber orientieren Hesse, wo der Schuh drückt; sicherlich könnte dadurch in diesem und jenem Punkt Remedur geschaffen werden. V Plaudern vom Krieg, von Politik, von der interationalen Verständigung der Völker. Staniol bestellt eine zweite Flasche. t Nun wollen wir mal geschäftlich reden, lieber Direktor... Sie sagten vorhin, der Rene sei auf viele Jahre hinaus von Ihnen engagiert.,. Sie wollen sagen: für die Sommermonate der kommenden Jahre ?... Schön. Das bleibt Ihnen unbenommen ... dann engagieren wir ihn für die Wintermonate !... » Molignon lacht Staniol ins Gesicht: « Ah, Non, mon eher !... Das wird Ihnen nicht gelingen ! > Staniol klopft Molignon gönnerhaft auf die Hand, sagt mit dem Ton ungeduldiger Härte, die immer in seiner Stimme mitschwingt, wenn er sich schwerfälliger Dummheit gegenübersieht : « Sie scheinen die Kaufkraft unseres Konzerns zu unterschätzen ! Wir können Henri Rene nicht nur für die Wintermonate ... wir können ihn auch für die Sommermonate verpflichten ... ich kann ihn Ihnen sogar von heute auf morgen fortengagieren ... kann ihn zu sofortigem Vertragsbruch veranlassen ! leih glaube nicht, dass die von Ihnen im Vertrag eingesetzte Konventionalstrafe unsere Konzern erschüttern "wird...» Molignon schlägt auf den Tisch: «Na, dann versuchen Sie mal, mit dem Verrückten zu einem Abschluss zu kommen ! Versuchen Sie es ! » Staniol beugt sich vor : « Sie sind ja auch mit ihm zum Abschluss gekommen, mon eher directeur! » « Das ist etwas anderes... das war damals ! Ganz etwas anderes ist das jetzt... ich habe mein Häuschen in der Touraine, wissen Sie... immer wenn die Schneeschmelze einsetzt, fange ich mit meinen Vorbereitungen an... streiche meinen Wohnwagen, mache die Korrespondenz mit den Artisten und den Gemeinden wegen der Plätze. Na — und eines Vorfrühlings bekam ich einen Brief von einem Clown... ganz unbekannter Name ... weder Photos dabei, noch Plakate, noch Kritiken... er hätte vergangenen Sommer eine Vorstellung bei mir gesehen... er hätte kein Engagement... es ginge ihm schlecht... ob ich es mit ihm versuchen wolle... ganz billig... und hin und her die Briefe. Da der Mann beinahe umsonst zu haben war, nahm ich ihn auf gut Glück ... na, und dann kam er jeden Sommer und — ist der grosse Henri Rene geworden, der mir volle Häuser zieht!... Nein, nein, mein lieber Herr Staniol, den lass ich nicht fort!» Staniol lacht schallend heraus : « Mon Dieu ! Da gibt's doch kein ,Nichtfortlassen!' Ich halte ihm einen Vertrag mit einer Bombengage unter die Nase... der klebt an dem Vertrag, sage ich Ihnen... der klebt an !» « Und ich sage : nein ! » schreit Molignon und haut die Faust auf den Tisch, dass sein Glas zur Seite springt. Dann sieht er sich um, dass keiner es hört, senkt die Stimme und sagt: «Der Mann kann im Winter nicht über sich verfügen... der ist... ich weiss es nicht bestimmt, aber...» Der Kellner unterbricht: < Pardon, Messieurs ... ist einer der Herren der Direktor Molignon vom Cirque d'ete ?... Sie werden am Telephon verlangt ! » Molignon springt auf: < Augenblick. Ja, sofort! » Er folgt dem Kellner zur kleinen Zelle hinter dem Büfett Die völlig aufgelöste Stimme von Juliette Molignon : c Hör zu... ich habe vorhin Rene" zum Wagen gebracht... und wie er einsteigen will, richtet er sich plötzlich auf... viel grösser sah er aus als sonst... und auch die Stimme ganz anders: .Sagen Sie Ihrem Mann, Madame, dass ich im nächsten Sommer nicht mehr bei Ihnen auftrete ! Ich erfülle meine diesjährigen Verpflichtungen bis zum Ende. Dann ist Schluss. Es hat keinen Zweck, mich mit Bitten und Fragen zu behelligen. Ich sage Ihnen das schon heute, damit Sie disponieren können !...' Das hat er gesagt, Molignon! Ich war wie auf den Mund geschlagen !... Was wird denn nun? » < Ja, was wird denn nun ? > murmelt Molignon so leise, dass seine Frau es nicht hört. < Bist du noch da ?... So sag doch was ! » Er lehnt sich kraftlos gegen die Wand : « Ich komm' ja nachher nach Hause .,. lass mal jetzt.» (Fortsetzung folgt.)

N°37 — DIENSTAG, 10. SEPTEMBER 1940 AUTOMOBIL-REVUE Schwe Schlechte Aussichten für den Schweizer Auto-Salon Die Wahrscheinlichkeit, dass im Laufe dieses Jahres doch noch ein Autosalon in Genf abgehalten wird, ist, wie wir erfahren, recht gering geworden. Eine Entscheidung wird in der dieser Tage stattfindenden Komiteesitzung der Ausstellungsleitung getroffen werden. Jedoch ist man zur Ueberzeugung gelangt, dass in einer Zeit, da ca. 40 % aller schweizerischen Autos aufgebockt sind, das Interesse für einen Autosalon kaum gross genug sein wird, zumal in wenigen Wochen nach Aufbrauchung der noch vorhandenen privaten Benzinvorräte zweifelsohne noch weit mehr Wagen aus dem Verkehr gezogen werden dürften. Auch eine Folge der Rationierung Verkehrssicherheit im Schwinden. Nicht wir stellen das fest, sondern eine Genfer Tageszeitung (die sich damit übrigens in zahlreicher Gesellschaft befindet). « Im gleichen Umfang, wie der Autoverkehr abnimmt» — schreibt sie •— •wächst die Verwegenheit der Akrobaten der Lenkstange. Mit beiden Händen in den Hosentaschen zischen sie steile Strassen herab... die Mehrheit unter ihnen huldigt der Ansicht, die Verkehrevorschriften seien ausser Kurs gesetzt: se fahren rechts vor, kümmern sich keinen Deut um die Tramhaltestellen, machen sich mausig über die Fussgängerstreifen und über die Automobilisten, deren Geistesgegenwart sie auf harte Proben stellen. Das Ergebnis dieser Sorglosigkeit : eine ständige Zunahme der schweren Verkehrsunfälle. Vielleicht, dass die kürzlich ergangene Warnung der Polizei diesem Treiben ein Ende setzt, vielleicht... In regelmässigen Abständen sollten namentlich in der Stadt Verkehrswochen organisiert werden, damit sich keiner mehr hinter seine Unerfahrenheit und Unwissenheit verschanzen kann. Dann aber wäre es an der Zeit, den Kampf gegen die verantwortungslosen Ritter der Pedale mit letzter Schärfe und Unnachsichtlichkeit aufzunehmen. Das menschliche Leben ist zu kostbar, um der Dummheit, der Böswilligkeit oder dem Leichtsinn einer gewissen Sorte von Radfahrern geopfert zu werden. > Notfzen SchHderrückgabe per Ende August. Nur ungefähr ein Drittel der In Kai C und D Eingeteilten haben die Nummernschilder deponiert. Im Kanton Zürich sind bis zum 5. September etwas über 1000 Schilder für Personenwagen abgegeben worden. Berücksichtigt man, dass in diesem Kanton rund 3000 bis 3500 Personenautos den Kategorien G und D zugeteilt sind, eo ergibt sich, dass trotz der Sperre im Bezug von Rationierungescheinen nur ca. ein Drittel der bezüglichen Kontrollschilder deponiert wurden. Die übrigen 2000 Wagenbesitzer werden wohl im September noch von kleinen eisernen Reserven zehren, um die Wagen dann auf Ende des Monats dm Betrieb einzustellen. Die Zahl der zurückerstatteten Motorradschilder soll etwas mehr als 400 betragen. V Zürcher Strassen- und Verkehrsfragen. Die bestehende Gefahr der Tollständigen Verwendung des grossen Platzes des alten Tonhalleareals beim «Bellevue» als reine Grünanlage hat die Kantonale Strassenverkehrsliga Zürich veranlasst, alle Geschäftsleute des beteiligten Quartiers auf den 7. August zu einer ersten Aussprache einzuladen. Herr Präsident G. Burk referierte über die langjährigen Bestrebungen der Verkehrsinteressentenverbände, das Tc-nhalleareal auch für Parkierungsmöglichkeiten frei zu halten. Es kann auch von behördlicher Seite kaum bestritten werden, dass in der Gegend des Bellevueplatzes stets ein grosses Bedürfnis für Fahrzeugparkierung vorhanden ist, befinden sich doch dort nicht nur zahlreiche Restaurants und Kaufgeschäfte, sondern auch das Stadttheater und Corso, die zusammen mit den zwei Kinos stets ein hedeutendes Parkgebiet für ihre Gäste fordern. Da aher auch beim benachbarten Kongressgebäude ausreichende Parkflächen fehlen, kommt das alte Tonhalleareal auch für diesen Zweck in Betracht. An der genannten Versammlung herrschte keinerlei Zweifel hinsichtlich dieses dringenden Parkierungsproblems. Man war sich völlig einig, dass ein namhafter Teil des Areals auch weiterhin für Parkierungszwecke reserviert bleiben muss, wobei an Stelle des in der Mitte der Grünfläche vorgeschlagenen Parkplatzes ein Parkstreifen längs der Theaterstrasse gefordert wurde. Die Kantonale Strassenverkehrsliga wurde beauftragt, in diesem Sinne bei den städtischen Behörden vorstellig zu •werden. Bei gutem Willen sollte ea möglich sein, eine Lösung zu finden, die neben einer stattlichen Grünfläche noch in ausreichendem Masse Platz für die Fahrzeugparkierung übrig lässt. Bedenkt man, dass die Neuanlage nicht weniger als Fr. 125 000.— kosten soll, so wird man sicher verlangen dürfen, dass das neue Projekt derart ausfällt, dass man es nicht nach wenigen Jahren, d. h. nach Rückkehr normaler Zeiten, als eine Ausgeburt seldwylerscher Ideen bezeichnen und mit teurem Geld die nötige Korrektur vornehmen muss. Die den heutigen Verkehrsverhältnissen längst nicht mehr genügende Holzbrücke über die Glatt an der nach Wallisellen führenden Herzogenmühlestrasse wird nun durch eine rund Fr. 1O00OO.— kostende neue Brücke ersetzt. Als weiteres bedeutsames Projekt soll nun der noch fehlende Ausbau der Stockerstrasse zwischen Alpenquai und Bleicherweg verwirklicht werden, der vor allem dem Verkehr zwischen dem linken Seeufer und dem Limmattal zu dienen hat. Zwar besteht hiefür bereits die Verbindung Alfred Escherstrasse- Ulmberg-Tunnelstrasse, doch bildet letztere mit einer Fahrhahnbreite von nur 4,8 m ein leidiges Verkehrshindernis, da sie auch den Fahrrad- und Hand- Oskar Zwimpfer f Mit dem unerwarteten Hinschied Oskar Zwimpfers verliert der schweizerische Automobilhandel eine seiner markantesten Persönlichkeiten, und die Gilde unserer schweizerischen Bergrennenveteranen ist eine ihrer Spitzen beraubt. Vielen Besuchern unserer damals noch eo zahlreichen Bergrennen am Klausen, Rheineok-Walzenhausen usw. usw. tat Oskar Zwimpfer noch in bester Erinnerung, der damals Sonntag für Sonntag mit Klassensiegen heimkehrte, wobei es auch oftmals zum Kategoriensieg langte. Seine sportlich« Laufbahn erreichte ihre Höhepunkte 1930 und 1934 mit der Erringung der schweizerischen Automobilmeisterschaft in der Klasse der Tourenwagen und 1931 mit der Aufstellung des nationalen Schnelligkeitsrekordes über den « fliegenden Kilometer » für die Kategorie Tou- Jahren die dortige Schule. Nach dem Verlassen der Mittelschule absolvierte Oekar Zwimpfer eine kaufmännische Lehre in Basel und trat später eine Stelle in einem Handelshaus in Marseille an. Letztere verfiess er, um seine Soldatenpflicht bei der Artillerie zu erfüllen; in dieser Waffengattung erreichte er den Grad eines Oberleutnants. Später sehen wir ihn in London, das er mit dem Ausbruch des Weltkrieges verlässt, um seiner Heimat an der Grenze zu dienen. 1917 schloss er den Lebensbund mit Fräulein Lina Hess, die er als Tochter des damaligen Besitzers der Reitanstalt im Seefeld kennengelernt hatte und trat in das Geschäft seines Bruders ein, um sich nach dem 1918 erfolgten Tode des lezteren zuerst in der « Autag », dann in der « Amag » dem Automobilhandel zuzuwenden, dem er seither treu geblieben ist. Der « Amag » gehörte er mit einem kurzen Unterbruch seit 1927 an, ufid die hervorragende geschäftliche Entwicklung, welche dieser Firma in jener Zeit beschieden war, ist zu einem guten Teil Oskar Zwimpfer zu verdanken, dessen urbane Persönlichkeit, nicht weniger als seine Rennsiese ihm und seiner Firma Freunde warben. Im Februar dieses Jahres übernahm er die Leitung der « Amag » als Direktor. Oskar Zwimpfer, der seine anscheinend robuste Gesundheit in zahllosen Bergrennen unter Beweis gestellt hatte, fühlte schon seit einigen Jahren den Wurm am Mark seines Lebens nagen; von einem Herzleiden suchte er während einiger Zeit Erholung, als er aber die ihm zur Last werdende Untätigkeit wieder mit dem Erwerbsleben vertauschte, zeigte es sich baid, dass die gefühlte Besserung nur eine scheinbare war. Zweifellos hat auch die heutige Not des Autogewerbes und die damit verbundene Sorge für das ihm anvertraute Unternehmen schwer an seinen Kräften gezehrt. Nach einem besonders arbeitsreichen Tage suchte er am Abend des 3. September Erholung im Garten seines erst vor einigen Wochen erstandenen Heimwesens, als der Tod ihn in seine Arme nahm und ihn sanft hinüberrückte in ein besseres Land, wo man eich um Benzin-Restriktionen nicht mehr zu sorgen braucht. Neben der allzufrüh verlassenen Gattin trauert um Oskar Zwimpfer ein aus aJlen TeiJen der Schweiz sich rekrutierender Freundeskreis, der in dem Verstorbenen nicht nur den ehrlichen, korrekten Geschäftsmann, sonden auch den allzeit gutgelaunten Kameraden vermisst. Die Arbeiter und Angestellten des Geschäftes, das der Dahingeschiedene renwagen aller Klassen auf Chrysler mit dem in schwierigen Zeiten wieder auf einen emporsteigenden Weg zurückgeführt hatte, verlieren in ihm Stundenmittel von 135,849 km auf der Strecke von Giubiasco. nicht nur einen stets gütigen Vorgesetzten, sondern Oskar Zwimpfer kam am 7. Februar 1887 in sehen nun wieder die Sorge um das führerlos gewordene Schiff schattenreich emporwachsen, und Grosswangen (Luzern) als Sohn eines Sekundarlehrers inmitten einer Schar von vier Buben und auch die «Automobil-Revue» und mit ihr der Schreiber dieses beklagen den Verlust eines lieben, alten einer Tochter zur Welt. In Willisau, wohin sein Freundes. b-r. Vater versetzt wurde, besuchte er während zehn •wagenverkehr aufzunehmen hat. Diese Kaiamitat führte dazu, dass die Ulmbergtunnelstrasse während der Dauer der Schweiz. Landesausstellung als Einbahnstrasse erklärt werden musste. — Als zweite Verbindung kommt nun die Variante Stockerstrasse- Zuverlässig und wirtschaftlich für alle Nutzfahrzeuge Selnaustrasse in Betracht, welche im Abschnitt zwischen Stauffacherbrücke und Bleicherweg bereits auf 11 m Fahrbahnbreite ausgebaut ist. Das neue Projekt soll nun noch den Aushau des restlichen Teilstückes der Stockerstrasse zwischen Alpenquai -Holzgas der einheimische Treibstoff Verkauf: Holzgasgeneratoren A.-G., Zürich 11 Telephon 6 64 33 Einbau - Werkstätten: Fabrikatiions -Programm: Grosspeter A.-G. Basel Bärtschi Gebr. A.-G., Worblaufen-Bern Draize S. A. * Neuchätel Motorwagenfabrik Berna Ölten Rottal A.-G. Ruswil Holzgasgeneratoren A.-G. Zürich 11 Wehntalerstrasse 583 Fahrzeug - Generatoren für Motorlastwagen, 2—6 Tonnen Anhänger •< Generatoren I und XI für Omnibusse und Spezial-Fahrzeuge Anhänger - Generatoren III für Personenwagen Generatoren für Traktoren, Lokomotiven, Lastschiffe und stationäre Anlagen und Bleicherwej? bringen. Die bisherige Fahrbahn von nur 6 m, die zudem noch sehr unübersichtliche Kreuzungsstellen aufweist, wird auf 9 m verbreitert und mit beidseitigen Trottoirs von 2 resp, 3,5 m versehen. Dabei bleibt es allerdings etwas unverständlich, wieso man nicht auf die Fahrbahnbreite von 11 m ging, wie dies bei den ausgebauten Teilstücken der Stocker- und Seinaustrasse bereits der Fall war. Eine einheitliche, grosszügigere Lösung wäre wünschenswert gewesen. Eine Beschneidung der Trottoirs, die nicht stark benutzt werden, hätte dies bestimmt ermöglicht. Bezüglich der Beseitigung der, unübersichtlichen Kreuzungen an der Stockerstrasse will man den gleichen Weg beschreiten wie beim Ausbau der Bellerivestrasse. Bei den Kreuzungen mit der Dreikönig- und Gotthardstrasse erfolgt eine Verkehrsabriegelung vermittels Durchziehen der Trpttoirrandsteine. Damit werden die beiden Querstrassen zu reinen Zubringerstrassen degradiert. Ein anderes Projekt, für dessen Ausführung der Stadtrat dem Gemeinderat die Bewilligung eines Kredites von 454 000 Fr. beantragt, hat den Ausbau der rechtsufrigen Limmattalstrasse zwischen der Wartau in Höngg und der Gemeindegrenze Oberengstringen zum Gegenstand. Als Ausfall- und Durchgangsroute Richtung Baden leidet die heutige Strosse von der « Wartau • weg an ungenügender Fahrbahnbreite, ganz abgesehen davon, dass auch der Fussgängerschutz zu wünschen übrig lässt. Nach den vorliegenden Plänen soll nun das in Frage stehende Strassenstück von der Wartau bis zum Winzerweg auf 8,5 m Breite mit beidseitigem, je 2,5 m breitem Trottoir ausgebaut werden, währenddem der Abschnitt Winzerweg-Gemeindegrenze Oberengstringen auf 9 m Fahrbahnbreite erweitert und beidseitig mit Trottoirs von je 3 m Breite versehen wird. . Stfvsaxsenvc»»!«^!«* Verkehrsunfälle im abgedrosselten Motorfahrzeugverkehr. Die neuesten Veröffentlichungjen des Statistischen Amtes der Stadt Zürich bringen die ersten Zählungen der StrassenverkehrsunfäMe Zürichs im motorfahrzeugarmen Jahr 1940. Es war vorauszusehen, dass der stark gedrosselte Verkehr ein fühlbares Sinken der Unfälle zur Folge haben werde, wobei das Zahlen-massige aus dem Grunde besonders interessiert, weil die Versicherungsgesellschaften je nach der Zahl und Schwere der Unfälle eine zweite Reduktion der Versicherungsprämien für 1940 in Aussicht gestellt haben. Im ersten Vierteljahr 1940 wurden in der Stadt Zürich total 602 Strassenverkehrsunfälle gezählt, gegen 998 im ersten Quartal 1939. Die Abnahme beträgt somit rund 40 %, wobei sich diese Reduktion allerdings nicht gleichmässig auf die zwei Unfaillarten verteilt. Während nämlich die Unfälle nur mit Sachschaden von 725 auf 413, d.h. um 43 % zurückgegangen sind, sanken die Unfälle mit Personenverletzungen nur von 273 auf 189, d.h. nur um 43%. Die schwereren Unfälle haben daher verhältnismässig weniger stark abgenommen, was auch der Vergleich über die Zahl der verletzten Personen bestätigt. Es wurden verletzt: 3 tödlich (4), 121 schwer (139) und 82 leicht (149). Von den total 206 (292) verletzten Personen waren 74 (94) Fussgänger. Der schätzungsweise festgestellte Sachschaden belief sich im 1. Quartal 1940 auf 142 800 Fr. gegenüber 201 200 Fr. Von besonderem Interesse sind diesmal die statistischen Angaben über die «Unfallbeteiligten ». Es waren an den 602 Unfällen beteiligt : Unfallbeteiligte I.Quartal I.Quartal Ab- 1940 1939 nähme Private Personenautos 391 790 50°/» Andere Automobile (Lastautoi usw. 307 397 22»/« Motorräder 16 16 0°/o Fahrräder 196 373 47% Strassen'bahnwagen 49 75 34°/o Andere Fahrzeuge 26 42 38 °/o Fahrzeuge überhaupt 985 1693 42°/o 83 105 21 °/o In diesen Zahlen spiegelt sich vor allem die starke c Schrumpfung » im Personenwagenverkehr, wozu als zweites Gharakteristikum der starke «Abbau» bei den Fahrrädern kommt. Man wird nun die Ergebnisse des zweiten Quartals 1940 abwarten müssen, um weitere Schlüsse auf die Gestaltung der Unfallzahlen im brennstoffrationierten Kriesrsiahr 1940 ziehen zu können. V Der erste Trolleybus in Biel ist fertiggestellt und wird nun vorerst auf der Strecke Grünweg—Mett verkehren. Er enthält 28 Sitzplätze und fasst ausserdem noch 34 Stehplatz- Fahreäste. Bei einer Länge von 9,80 m und einer Breite von 2,4 m ist der Wagen mit einer Leichtmetallkarosserie modernster Bauart ausgestattet. Als Kraftquelle dient ein direkt auf die Kardanwelle wirkender Gleichstrommotor mit einer Stundenleistung von 64 kW (87 PS) bei 1660 Touren pro Minute. Die erste Ueberland-Trolleybuslinle der Schweiz. Nach Abschluss der Versuchsfahrten haben die rheintalischen Strassenbahnen am letzten Sonntag auf der 8 km langen Strecke Altstätten-Heerbrugg den regelmässigen Trolleybusbetrieb aufgenommen, währenddem die Umstellung der früheren Strassenbahnstrecke Heerbrugg - Berneck im Laufe der kommenden Woche erfolgt.