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E_1940_Zeitung_Nr.037

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AUTOMOBIL-REVUE

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BERN, Dienstag, 10. September 1940 Automobil-Revue - II. Blatt, Nr. 37 Der kleine Beter SKIZZE ZUM EIDGENÖSSISCHEN BETTAG Hansli sass am Tisch und blätterte in einem grossen Bilderbuche, in welchem allerhand seltsame Dinge zu sehen waren: Hütten, die auf Pfählen über dem Wasser standen; Männer, die, mit einem Fell bekleidet, bewehrt mit Speer und Pfeilbogen, auf die Jagd gingen; Wälder, in denen Frauen mit langen Gewändern umhergingen und auf hohen Steinen Feuer angezündet hatten. Aber auch der Schütze Teil war zu sehen und der grosse Held Winkelried, wie er den Schweizern eine Gasse machte, und dann kam ein Bild, das von Emil HQgll dem kleinen Beschauer noch besonders zu denken gab: •'^ - - ',, . j ; " Da sah man nämlich, wie gepanzerte Krieger niedergekniet waren, und, das Schwert auf die Erde stützend, mit gesenkten Köpfen und gefalteten Händen in Andacht verharrten, gleich als wären sie ganz von Friedensgefühlen erfüllt und als läge ihnen nichts ferner, als gleich wieder aufzustehen und das mächtige Zweihänderschwert, die Hellebarde und den Morgenstern zu blutigem Kampfe gegen den Feind zu schwingen. Lange bestaunte Hansli das Bild; denn da man mit dem Schwert in der Hand be könne, das schien ihm nicht wohl mö ahnte in seinem jungen Herzen einen Zwiespalt zwischen dem friedlichen Geb dem kriegerischen Aufzug dieser Männerl da er nicht im klaren war, was das alles bedeuten sollte, stand er auf und ging mit dem Bilderbuch hinüber ins Nebenzimmer, wo seine Mutter still bei ihrer Arbeit sass. «Mueti», fragte er, «was ist das? Warum knien die so am Boden, anstatt sich zu wehren?» «Nun», erklärte die Mutter, «das sind doch alte Schweizer und Eidgenossen. Die waren ja wohl sehr tapfer und haben gar manche Schlacht gegen ihre Feinde gewonnen und ihre Freiheit erobert. Sie haben aber in ihren besten Zeiten auch gewusst, dass die eigene Kraft allein nicht genügt, um Grosses zu erringen, sondern dass auch ein gütiges Schicksal mithelfen muss. Und sieh: Um dieses gütige Geschick vom Himmel zu erflehen, sind sie niedergekniet. Sie beten vor der Schlacht, um für Glück und Sieg für ihre gute Sache zu bitten, wie sie auch dankend beteten, wenn sie gesiegt hatten...» «Hatten es die alten Schweizer denn nötig, um Sieg zu bitten?» fragte fast etwas enttäuscht der kleine Hansli, «die waren ja so Stärk..,» fügte er bewundernd bei. _ «Ja, Lieber», erwiderte die Mutter, «sie waren schon stark; aber zu allem, was man unternimmt, gehört auch etwas Glück oder Segen von oben oder ein gütiges Schicksal, wie man es nennen will. Und weil man sich solches nicht selber geben kann, so ist es gut, darum zu bitten und auch dafür zu danken, wenn's einem zuteil geworden ist. Gewiss, der Mensch kann vieles aus eigener Kraft, doch muss ihm der Himmel eben seinen Segen dazu geben... Um solchen Segen haben die alten Schweizer in ihren guten Zeiten fromm gefleht oder dann für das gütige Schicksal nach getaner Tat innig gedankt... Erst später wurden sie stolz und übermütig, wollten Eroberungen machen und glaubten, mit der eigenen Kraft ganz allein auszukommen — da blieb ihnen aber das gütige Schicksal nicht mehr treu. In den schlimmen Zeiten haben die Schweizer dann wieder das Beten gelernt, und von da an wollten sie auch nicht mehr darauf verzichten. Und so haben wir in der Schweiz nun einmal im Jahre einen Dank- und Bettag, wo das ganze Land dem Himmel seine Dankbarkeit erweist, weil er uns vor schlimmem Schicksal gütig bewahrt. Heute müssen wir vor allem dem Frieden dankbar sein, der in unserem Land erhalten blieb ... Ja, Hansli, für alles Gute ist ein rechter Mensch eben auch von Herzen dankbar ...» «So?» antwortete Hansli und schien sich dabei die Sache noch einmal zu überlegen, «so haben sie also gebetet oder gedankt —» «Ja, eben das...» bestätigte die Mutter. Dann nahm der Kleine sein Bilderbuch wieder zur Hand und begab sich ins andere Zimmer. Noch lange schaute er das Bild an und dachte dabei an allerlei. Nach einer Weile faltete er über demselben seine kleinen, runden Hände, sah mit grossen Augen vor sich hin und sagte leise: «Lieber Gott, ich danke dir, dass ich ein so ganz gutes Mueti habe...» Der Entoutcas Von Fridolin. Mein Grossvater war ein vorsichtiger Mann. Er glaubte felsenfest an nächtlicherweile verschlossene Türen und an die perfide Bosheit der Einbrechergilde. Er hielt deshalb eine ordonnanzmässige Polizeipfeife im Schlafzimmer, erstens um der Polizei gegebenenfalls pfeifen zu können, und zweitens, weil Feuerwaffen so gefährlich sind, wie er das ausdrückte. Jedenfalls lebt in der Familien* Überlieferung jene klassische Nacht fort, wo er von vermeintlichen Geräuschen im Hause geweckt, meine Grossmutter wachrüttelte und sie nachsehen hiess, was wohl los sei. Die Ueberlieferung will, dass er sie mit den Worten entliess: «Gib aber Acht! Sie haben manchmal Dolche!* Wie gesagt, er war ein vorsichtiger Mann. Es war Sitte, dass meine Eltern und ich die Grosseltern jedes Jahr an einem Sonntag dort besuchten, wo der Grossvater beschlossen hatte, seine Sommerferien zu verbringen, was immer der gleiche Kurort war. Am Nachmittag folgte der unvermeidliche Spaziergang mit anschliessendem Besuch einer Konditorei. Ehe wir aufbrachen, fragte mich der Grossvater, ob ich in sein Zimmer hinaufgehen und ihm seinen Entoutcas holen wolle? Antuka? Was das sei? He, sein Parapluie, sein Schirm, wenn ich lieber wolle. Flink enteilte der Enkel und brachte das gewünschte Möbel. Ein riesiges Dach aus glänzendem, hellgrauen Stoff, zweischläfig sozusagen und mit solidem rechtwinklig abgebogenem Griff. Das Requisit war sorgsam, wenn auch unbeholfen gerollt und der Grossvater benützte es als Spazierstock, spannte es aber auch etwa auf, wenn die Sonne stach. In späteren Jahren, als ich schon zur bitteren Lebenserkenntnis vorgedrungen war, dass es so etwas wie Algebra gab, bildete sich aus Geschwistern, Cousinen und Vettern rekrutiert, eine Schauspielgruppe, die jedes Jahr so gegen zehn Uhr abends nach dem unermesslichen Weihnachtsessen bei den Grosseltern auftrat. Zweck der Uebung war, mit möglichster Rücksichtslosigkeit typische Charakterzüge Anwesender lächerlich zu machen. Die Szenen wurden natürlich niemals geschrieben oder gar gelernt, sondern improyäsiert. Ein Stück, das immer mitmachen musste, war der graue Parapluie. Und weil ich nun schon ein wenig Französisch konnte, dünkte mich der Ruf besonders amüsant: «Nimm auf jeden Fall den Entoutcas», was unser Deutschlehrer einen Pleo-! nasmus genannt haben würde. Bis vor kurzem fand ich es immer sonderbar, dass man ein solches Dach «Entoutcas» nannte, bloss weil es ebensogut bei Sonnenschein, wie bei Regen in Funktion treten konnte. Ich begriff nicht recht, wieso zwei Fälle alle Fälle sein sollten, abgesehen davon, dass es ja auch einmal stürmen oder schneien konnte, um nur die Fälle der Witterung zu betrachten. Heute habe ich meine Meinung bescheiden geändert, und das kam so: Mit kärglicher Benzinration «beladen» rollte der Wagen etwa 25 Kilometer weit zu lieben Verwandten auf dem Lande, in diesen Zeiten eine