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E_1940_Zeitung_Nr.040

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IV AUTOMOBIL-REVUE

IV AUTOMOBIL-REVUE DIENSTAG, 1. OKTOBER 1040 — N° 40 Rätsel* EcrLte JOteuzwwttoätsel RELIGIONEN UND GESUNDHEITSLEHREN Waagrecht: 1. Militärisches Abendsignal. 12. Senkrecht: 1. Fürchterliches Gebrüll. 2. Ostgotisches Königshaus. 3. Norddeutsches Wort für Aufruhr, Meuterei. 13. Pur, lauter. 14. Fettart (Mehrzahl). 15. Alkoholisches Getränk. 16. Französischer Artikel. 17. Altes Mass. 18. Schweizer figur. 6. Französische Verneinung. 7. Fluss in Schale, Haut. 4. Musikalischer Begriff. 5. Quadrille- Kanton. 19. Waldtier. 20. Schifferbefehl. 21. Fruchtsaft. 22. Teegift. 23. Aufenthalt. 24. Sultansbefehl. 10. Vorwort. 11. Vogelart (Mehrzahl). 15. Luftströme England. 8. Kälteprodukt. 9. Unbestimmter Artikel. 25. Unteroffizier. 27. Reihe, Folge. 29. Teil des aus dem Westen. 16. Schmerz, Gram. 18. Metall. Auges, Blume. 31. Ort im Kanton Zug. 32. Gewürzpflanze. 33. Stadt in Finnland. 34. Futtermittel. zösisches Umstandswort. 23. Eigene Wohnung, 19. Tatsächlich. 21. Zeichen (Mehrzahl). 22. Fran- 35. Planet. 36. Schluss. 37. Doppelnummer in der Versorgungsanstalt. 24. Aegyptischer Vogel. 25. Lotterie. 38. Stadt in Schlesien. 39. Musikstück für Weibliches Wesen. 26. Stadt und See in Nordamerika. 28. Lebensbündnisse. 30. Griechische drei Personen. 40. Indischer Dichter (Nobelpreisträger). 41. Alle Völker betreffend. Schildbürgerstadt. 32. Ort am Bodensee. 33. Positiv geladenes Ion. 35. Arabischer Fürst. 36. Folglich. 37. Flächenmass (Mehrzahl). 38. Meeresbucht. Auflösung des Füllrats eis. 1. Katheder, 2. Verona, 3. Aden, 4. Kasuar, 5. Abendrot, 6. Nomade, 7. Iris, 8. Dramen, 9. Karneval. Richtige Lösungen des Füllrätsels (Nr. 38). 4 Punkte. A. Bachofen, Glarus; E. Benz jun., Goldach; Max Bertschmann, Basel; H. Boiler, Zürich; Frl. Margrit Bossert, Lenzburg; Max Egli, Zürich; Frl. Die richtige Lösung zählt 4 Punkte Einsendetermin: 10. Oktober Margrit Epple, St. Gallen; Frau C. Fravi, Rapperswil; Frau Dr. Gräflin, Walzenhausen; Frau Dr. J. Hopf, Bern; Frl. Heidi Hürsch, St. Gallen; W. Kühnis, Oberriet; G. Laepple, Basel; Josef Leimer, Bettlach; Frau E. Lienhard, Töss; Frau E. Markoff, Buchs; Frau Marti, Ölten; Frl. A. L. Müller, Morges; Frl. Ursula Oggero, Nebikon; Frau Lisette Rock, Basel; Frl. M. Ruf, Winterthur; Frau E. Steinbömer, Schaan; Fritz Wenger, Bern; Frl. E. Winteler, Glarus. Eine Sfudiengesellschaft, die seit vielen Jahren in Ostasien niedergelassen ist, hat reiches Material Gber das interessante Problem zusammengetragen, in welchem Umfang Religionen gleichzeitig als Gesundheitslehren zu betrachten sind. Religionen aller Arten haben tatsächlich das Leben der Völker oft in sehr günstigem Sinne beeinflusst. Denken wir nur daran, dass es schliesslich durch religiösen Zwang erreicht wurde, in China kein kaltes Wasser, sondern nur immer abgekochtes Wasser oder nach Möglichkeit Tee zu trinken. Ohne diese Vorschrift würden Millionen von Chinesen den Krankheiten erlegen sein, die durch das Wasser übertragen werden. Auch die Leichenverbrennung in Indien wurde auf Grund religiöser Vorschriften durchgeführt, gilt aber in der Hauptsache nur für jene Zonen, in denen eine andere Bestattungsart der Leichen entweder auf Schwierigkeiten stossen, oder aber Seuchen aus einem längeren Verweilen der Leichen über der Erde verursachen könnten. Kein Schweinefleisch im Orient Die meisten asiatischen Religionen enthalten eine Bestimmung, die sich auf den Genuss von Schweinefleisch bezieht. Man verbietet den Genuss dieses Fleisches radikal. Dabei handelt es sich nicht um eine Laune irgendeines Religionsstifters, sondern vielmehr um einen Entschluss, der sich aus klugen Beobachtungen entwickelte. Schweinefleisch — vor allem fettes Schweinefleisch wird in warmen Ländern praktisch überhaupt nicht vertragen. Jedenfalls entwickeln sich aus dem Genuss von Schweinefleisch merkwürdige Krankheiten, ganz abgesehen davon, dass das Fleisch oft innerhalb weniger Minuten unter der Hitze der tropischen Sonne ungeniessbar wird. Aber man hat wohl in der Hauptsache die Krankheiten im Auge gehabt; die durch Trichinen übertragen werden. Trichinen, Bandwürmer etc. können durch den Genuss von Schweinefleisch leicht auf den Menschen übertragen werden. Gymnastische Uebungen beim Beten. Die Mohammedaner haben in ihren Religionsvorschriffen einen sehr wichtigen Passus, der besagt, dass der Mohammedaner mehrmals am Tage gewisse Gebetsübungen machen muss, wobei er sich in der Richtung nach Westen verneigt. Bedenkt man, dass sich sonst der Mensch nicht gern auf die Erde legt und den Rumpf nach vorwärts beugt, nachdem er schon ein gewisses Alter erreicht hat, dann wird man begreifen, dass diese so praktische Gymnastik einen tiefen Sinn hat. Denn aie Eingeweide, das Kreuz und viele andere Organe werden durch diese regelmässigen Uebungen glänzend in Tätigkeit gesetzt. Das gleiche gilt für die vorgeschriebenen Waschungen. Im Orient ist man nicht immer von einer fanatischen Sauberkeit besessen. Bestimmt aber liesse man mitunter die eine oder andere Waschung ausfallen, wenn man sich dadurch nicht der Gefahr aussetzen würde, einige Aktien auf das Paradies Allahs zu verlieren. Also wäscht sich der Mohammedaner ganz nach den Vorschriften mehrmals am Tage. Hat er kein Wasser zur Hand, dann nimmt er, zum Beispiel in der Wüste, einfach Sand, womit im Grunde genommen natürlich dem Prinzip der Säuberung des Körpers und gewisser Körpergegenden gleichfalls entsprochen wird. Zähneputzen als Zwang In Indien und auch interessanterweise in Ostafrika gibt es eine Menge Sekten und selbst grosse Religionsgemeinschaften, die als wichtigen Programmpunkt von ihren Anhängern verlangen, dass diese täglich dreimal ihre Zähne putzen. Angeblich wohnen sonst böse Geister im Innern der Mundhöhle, besonders am frühen Morgen, nachdem der Mensch sich vom Lager erhebt. Gerade diese erste Mundreinigung am Morgen wird mit Holzkohle oder mit dünnen Stäbchen und zerkauten Wurzeln ausgeführt. Damit erreicht man eine so gründliche Reinigung der Mundhöhle, wie die Zahnärzte sie für ihre Patienten in Europa oder Amerika herbeisehnen möchten. Darüber hinaus aber erkennen viele Religionsgemeinschaften den gesundheitlichen Wert einer Fastenzeit. Wieder sind es die Mohammedaner, die in dieser Hinsicht den Vogel abschiessen. Ihre Fastenzeiten sind ausserordentlich lang und schwierig. Nachher wird allerdings doppelt soviel gegessen. Aber der Effekt bleibt bestehen: gut gehungert ist halb gesundet. Aus diesem Grund betrachtet man es als eine sehr heilsame Uebung in Indien, zu gewissen Zeiten einmal die Nahrungsaufnahme über Tage oder sogar über Wochen zu unterbrechen. Der Kampf gegen die starken Getränke Einen sehr schwierigen Kampf fechten die Religionen gegen den Genuss der starken Getränke durch. Entweder werden die starken Getränke radikal verboten, oder aber man geht dazu über, den Genuss nur in Gemeinschaft mehrerer Anhänger der betreffenden Religionen zu gestatten. Bei zahlreichen afrikanischen Stämmen ergibt sich aus solchen Gemeinschaftsfesten allerdings eine gewaltige Sauferei. Dann hat man für einige Wochen genug vom starken Getränk. Unter Schwerhörigen. Zwei ältere Damen, die beide schon sehr schwerhörig sind, treffen sich auf der Strasse und beginnen eine Unterhaltung. Die eine hat ein Paket in der Hand. Die andere besitzt eine Tochter, die im Spital liegt. «Guten Tag, wie geht es denn Ihrer Tochter?» «Ja, ich habe eben einen neuen Kaffeetopf gekauft!» «Geht es ihr denn jetzt besser?» «O, ich habe nur 3 Franken dafür bezahlt!» «Was sagt denn der Doktor?» «Wenn sie in den ersten Tagen zu rinnen beginnt, kann ich sie zurückbringen!» «Na, das freut mich ja. Dann wünschen Sie ihr gute Besserung.» ad Mi. abend 2. Okt. Der fliegende Empfehlenswerte Unterhaltungsstätten Abends 8 Uhr, Sonntag nachmittags 3 Uhr. Theaterkasse Tel. 2 69 22 und 4 67 00, 10—12.30 und 15.30—19 Uhr. Kuoni Tel. 3 36 13, 8—18.30 Uhr. Holländer. DO. abend 3. Okt. Volksvorstelhmg: Aida. Fr shpnil i Mit Zar und Zimmermann, komische "• aDe " a *• " Oper von Albert Lortzing (Fr.- Ab. 2). Sa abend 5. Okt. Premiere: Friederike, Operette von Franz Lehar. SO. nachm. 6. Okt. 14.30 Uhr: Aida, Oper v. G. Verdi. SO abend 6. Okt. Die Siegerin, Operette nach P. Tschaikowsky. Militär in Uniform bezahlt auf allen Platzen die Hälfte. Vie» W^ize Seine Gegenfrage. Die stark romantische, jedoch schon etwas bejahrte Dame des Hauses blickte von einem Roman auf, den sie eben verschlang. Sie blickte zu den Wolken, seufzte und meinte: «Georg — wie spannend — Georg — sag mir, was würdest du tun, was würdest du sagen, wenn nun auf einmal ein Mann käme und mich veranlasste, mit ihm wegzulaufen?» Der Gatte schaute erstaunt auf und meinte: «Hm — ich würde ihn vor allem fragen, warum er überhaupt läuft!» Er hatte keine Uhr. Der Redner harte nun schon seit 2 Stunden auf seine Zuhörer eingedonnert. Dann empfand er, dass er doch ein wenig zu stark in die Länge gegangen war. Er meinte entschuldigend: «Es tut mir leid, dass ich so lange über diesen Punkt gesprochen habe. Aber ich habe — wie Sie sehen — nicht einmal eine Uhr bei mir!» Daraufhin ertönte aus dem Zuhörerraum eine Stimme: «Herr, drehen Sie sich um, hinter Ihnen hängt ein Kalender!» Ohne Risiko. Ein Direktor macht unerwartet einen Rundgang durch die Abteilung einer amerikanischen Pulverfabrik. Er stösst auf einen Mann, der eine mächtige Pfeife qualmt: «Mensch, Sie wagen hier zu rauchen, während Sie Pulverfässer herumrollen! Wissen Sie nicht, dass kürzlich bei einem ähnlichen Fall 40 Menschen ums Leben gekommen sind?» «Das ist möglich, aber hier ist kein Risiko, dass 40 Menschen in die Luft fliegen!» «Wieso denn nicht?» «Weil wir nur zu zwei hier sind, Sie und ich!» Kleine Maschine äS3s^. (Wollen.Sie etwa den Vielleicht rsfes??*:-: Freunden. Sie e'nthäIt sSä®?* hau Abends 8K Uhr, Sonng Abendkasse ab 18 Uhr (21111) Mi. abend 2. Okt. Am hellichten Tage. DO. abend 3. Okt. » ^ « Premlir« Die Haften, Tragikomödie von Gernart Hauptmann. Fr ahfinil i. llkt. 20 Uhr: Maria Stuart, von Fried-" rieh Schiller. Sa. abend 5. Okt. 20 Uhr: Die Ratten. So. nachm. 5. Okt. 15 Uhr: Maria Stuart. So. abend 6. Okt. Am hellichten Tage. Militär auf allen Plätzen halbe Preise. Dto grosse Sache unverwüstliche Schreibmaschine für das ganze Leben. 5 Modelle schon ab Fr. 220.-. Verlangen Sie ausführl. Gratis - Prospekt durch d. Generalvertreter: W. Häusler-Zepf, Ölten Post - auf zur Seva-VerkaufsT was man mit einem davon' '.^.m._ll_II^IIW" _ • •• • • • t • • * • * . . . als vieleicht auch diesmal wie- | Los Fr. 5.- (10-Los-Serie FK 50)- Z der alle Lose vor der Ziehung plus 40 Cts. Porto auf ;Post-.U vergriffen sein werden. eneck III 10026. Adr.: SEVA-ih ZIEHUNG AM Tl. OKTOBER. Lotterie, Marktgasse 28, Bern.' J v In knapp 10 Taigen also! Ver- (Bei Vorbestellung der Zie-> ' - gessen Sie es nicht!! „ > Am besten Sie nehmen gerade auch bei den berh. 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N° 40 — DIENSTAG, 1. OKTOBER 1940 AUTOMOBIL-REVUE ai L das unwiderstehliche Bedürfnis, sein Steckenpferd ZTI reiten und auf die absolute Notwendigkeit und Dringlichkeit einer Lösung des Problems Schiene-Strasse zu pochen. Dass er dabei die Gelegenheit 'wahrnahm, eine Lobhymne auf die Bahnen anzustimmen, und zwar mit dem nachgerade abgenutzten Hinweis, sie hätten ihren überragenden Wert seit Kriegsausbruch neuerdings auf der ganzen Linie unter Beweis gestellt, verwundert bei der sattsam bekannten, sturen Automobilfeindlichkeit Herrn Käsers nicht. Mochte auch der Augenblick für eine Intervention dieser Art denkbar schlecht gewählt sein — der Bund hat zur Zeit wohl wichtigere und dringlichere Aufgaben zu bewältigen als die Verkehrsteilung — was verschlugs schon? Der Zweck heiligt das Mittel. Und dieser Zweck heisst: das Motorfahrzeug heruntermachen und dessen Entwicklung erschweren, auf das« es — verblendeter Trugschluss! — den Bahnen um so besser gehe. Demgegenüber setzte sich der Kommissionsrefexent de Coulon für eine Förderung des Automobil- "wesens ein, währenddem Bundesrat Celio erklärte, dass die seinerzeit für das Studium des Problems Schiene-Strasse geschaffene Kommission, resp. deren Unterkommissionen verschiedentlich zusammengetreten seien, dass indessen deren Arbeiten infolge des Kriegsausbruches einen Unterbruch erfahren haben, doch, sollen sie zu gegebener Zeit wieder aufgenommen werden. Es sei in diesem Zusammenhang übrigens an das erinnert, was Bundesralf Celio in der Sommersession des eidg. Parlaments bei der Beratung des Geschäftsberichts der S.B.B, ausführte. Das Problem Schiene-Strasse, stellte er dabei fest, müsse mit der gleichen Umsicht gelöst werden wie die finanzielle Sanierung. Die Vorarbeiten seien im Gang und die Behörden werden die Frage so rasch als möglich lösen. Verlängerung der Bewilligung für provisorisch zugelassene Vorrichtungen. In einem Kreisschreiben an die Kantone teilt das Eidg. Justiz- und Polizeidepartement mit, dass es die Bewilligungen für provisorisch zugelassene Vorrichtungen, die zum Sammeln von Erfahrungen erteilt wurden, bis zum 31. Dezember 1942 verlängere. Es handelt sich dabei um Beleuchtungseinrichtungen und Beleuchtungssysteme, um den Verzicht auf die gesetzlich vorgeschriebenen Bremsen bei bestimmten Kategorien von Fahrzeugen, -um Luftkammerreifen für Anhänger, um besondere Vorrichtungen für Traktoren, um Fahrtrichtungsanzeiger bei Motorrädern, um Anhänger an Personenwagen zam Transport von Segelflugzeugen und um gewisse Zubehöre. TOURBSTIK Beförderung von Automobilen als Gepäck durch die Alpentunnels: WINTERFAHRPLAN 1940/41. Wie die S'BB mitieilen, treten auf den 6. Oktober 1940 in bezug auf die Beförderungsgelegenheiten durch den Gotthard-, Lötschberg- und Albulatunnel keine Aenderungen ein. Dagegen wird das Verzeichnis der Züge für die Simplonstrecke wie folgt abgeändert: 1. Die Abfahrtszeit des Zuges Bris ab 12.10 Uhr wird um 5 Minuten, also auf 12.05 Uhr, vorgeschoben. 2. Der Zug Brig ab 17.25 Uhr wird zu einem reinen Güterzug; « & P » wird daher gestrichen. 3. Die bereits auf 1. Juli 1940 unterdrückten Züge Brig ab 14.22 Uhr, Domodossola an 15.04 sowie x Domodossola ab 19.45, Brig an 20.30 bleiben weiterhin aufgehoben. 4. Der auf den 1. Juli 1940 eingeführte Zug Brig ab 15.10 Uhr, Domodossola an 16.50 verkehrt nicht mehr. Das Verzeichnis der Züge wird auf den 6. Oktober 1940 neu herausgegeben. Ein Anhänger mit Holzgasanlage, konstruiert von der bekannten schwedischen Autofabrik Volvo, wird für eine Probefahrt über den Klausen montiert. Bei einem Fassungsvermögen von 75 kg Holz dürfte der Generator einen Aktionsradius von ca. 250 km ergeben. Dem Vernehmen nach wird er in Lizenz in. der Schweiz hergestellt. Sti*aKsc»n Die neue Weissensteinstrasse finanziell gesichert. Mit dem Beschluss der Einwohnergemeinde Solothurn, den ihr zugedachten Beitrag von 10000O Franken zu übernehmen, sind die Voraussetzungen für die Verwirklichung des Projekts einer neuen Weissensteinstrasee, das schon auf eine mehrjährige Geschichte zurückblickt, erfüllt. An die Kosten des neuen Werkes — sie werden auf 800 000 Franken veranschlagt — leisten daneben die Bürgergemeinde Solothurn 200 000 Fr., der Bund 240 000 Fr., währenddem der Rest von 260 000 Fr, auf den Kanton entfällt Nach den bestehenden Plänen erhält die Strasse, deren Bau allerdings erst in Angriff genommen wird, wenn es der Stand der Arbeitslosigkeit in Solothurn und den umliegenden Gemeinden erfordert, eine Breite Ton 4,2 m. War die bisherige Strasse wegen ihrer giftigen « Stiche » bis zu 22 Prozent Steigung berühmt, so gibt sich das neue Projekt mit einem Maximum von 11 Prozent zufrieden. ZUvche» Notizen Eine Brennstoff-Interpellation, Im Zürcher Kantonsrat hat Dr. 0. Hug, Zürich, eine Interpellation eingereicht, deren Gegenstand der scheinbare Widerspruch zwischen dem Befehl zur Erstellung der Fahrbereitschaft bei stillgelegten Motorfahrzeugen und der teilweise gesperrten Brennstoffzuteilung bildet. Bekanntlich haben am 21. Mai 1940 die Kantonale Polizeidirektion Zürich und das Territorialkommando 6 verfügt, dass alle stillgelegten Motorfahrzeuge in ununterbrochenem, fahrbereiten Zustand zu halten sind und dass für diesen Zweck als «eiserne Ration > eine Brennstoffration zugewiesen werde, die im Fahrzeug aufzubewahren sei und für eine Fahrt von mindestens 100 km ausreiche. Diese Mengen wurden seinerzeit auf 15 resp. 20 resp. 25 Liter Benzin, je nach PS-Zahl, festgesetzt. Der Interpellant glaubt nun wohl, dass bei der heutigen katastrophalen Brennstoffzuteilung diesem Befehl nicht mehr nachgelebt werden könne und sich so ein Widerspruch ergebe, der auch eine gewisse Beeinträchtigung der Wehrbereitschaft in sich schliesse. Es scheint nun aber in der Oeffentlichkeit nicht genügend bekannt geworden zu sein, dass nach einer bereits Mitte Juli erlassenen Anordnung der beiden obgenannten Stellen das kantonale Kriegswirtschaftsamt ah 1. Juli 1940 für diesen Zweck. keinen Brennstoff mehr zur Verfügung stellen könne und dass deshalb die Pflicht zur Erstellung der Fahrbereitschaft in denjenigen Fällen entfalle, da Büdievfisch Vom Telephonverkehr. Die schweizerischen Telephonanschlüsse Laben die Zahl von 300 000 erreicht. Damit gehört die Schweiz zu den Ländern mit der grössten' Telephondichte. Die Verzeichnisse der Teilnehmer müssen interessante Einblicke in die wirtschaftliche und verkehrstechnische Struktur der einzelnen Ortschaften bieten, was beim Konsultieren der bezüglichen Verzeichnisse (der drei Netzbücher der Telephonverwaltung oder des vom Verlag Hallwag alljährlich herausgegebenen Gesamtregisters) ohne weiteres in die Augen springt. Dieses Gesamtregister, von dem der 29. Jahrgang, die Ausgabe für 1940/41, soeben erschienen ist, bietet den Vorteil des leichten Auffindens der Ortschaften in dem mit einem riffregister versehenen gesonderten alphabetischen Ortsteil, das Nachblättern wird aber auch durch die gesonderte Unterbringung der grossen Stadtverzeichnisse noch weiterhin erleichtert. Zu schätzen ist an diesem Buch auch die Uebersichtlichkeit und die durch eine zwectemässige graphische Anordnung (wie z. B. unmittelbare Zuordnung der Nummern zu den Teilnehmernamen und einen klaren Druck) erzielte Leichtlesbarkeit. In seiner Eigenschaft als Adressbuch allein ist dieses Nachschlagwerk berufen, bei der heute nötigen starkem Heranziehung des Inlandsmarktes noch viel mehr als bis anhin für Spedition, Adressierung, Nachforschung, Einkauf und Kundenwerbung zu werden. benützt das Fahrzeug aus der Garage genommen und irgendwohin zu einer Reparaturwerkstätte usw. überführt werden müsse. Es sind denn auch seit dem 1. Juli von der Kantonalen Motorfahrzeugkontrolle Zürich keine gebührenfreien Tagesbewilligungen mehr abgegeben worden, was — in der Hauptsache wenigstens — auf einen Widerruf des Befehls vom 21. Mai hinausläuft. In deT Kantonsratssitzung Tom 30. September beantwortete Reg.-Rat Briner die Interpellation, wobei er ebenfalls feststellte, dass zwischen den beiden von Dr. Hug angeführten behördlichen Verfügungen kein Widerspruch bestehe und daes die Interpellation von unrichtigen ausgehe. $1»' Voraussetzungen dafte Das gfosste Automobilrennen der Welt. In der Freitagnacht sind in Buenos Aires 91 Fahrer, davon 45 Argentinier, zum grössten Automobilrennen der Welt über 9625 Kilometer gestartet. Die Fahrt geht in 14 Etappen über La Paz nach Lima (Peru) und zurück nach der argentinischen Hauptstadt, die am 12. Oktober wieder erreicht wird. Ulli Bigalke, der auch bei uns bekannte Nachwuchsfahrer der Auto-Union, ist, wie die deutsche Fachpresse berichtet, von einem Flug in Feindesland nicht zurückgekehrt 1941: Der «I. Grosse Preis der Slowakei»? Der Europameister Hermann Lang 'und der Mercedes-Benz-Rennleiter Obering. Alfred Neubauer besichtigten dieser Tage die im Bau befindliche neue Rennstrecke bei Pressburg und sollen sich dabei durchaus anerkennend über die entstehende Anlage auegesprochen haben. Die Fertigstellung der neuen Rennstrecke soll so rechtzeitig erfolgen, dass dort im kommenden Jahr das erste Automobilrennen um den «Grossen Preis der Slowakei» ausgetragen werden kann. (Ob es tatsächlich dazu kommt, scheint immerhin fraglich.) k U s den Veibä de CHAUFFEUR-VEREIN ZÜRICH Wir laden alle Mitglieder ein zur Monats-Versammlung am Mittwoch, den 2. Oktober, 20.30 Uhr, im Restaurant «Du Pont», 1. Stock. Es stehen dringende Geschäfte bevor, u. a. das Winterprogramm, die Abendunterhaltong etc., so dass der Appell zur Teilnahme an alle dienstfreien Kollegen ergeht. An der Versammlung wird auch die Abrechnung über den Jassund Kegeltag vorgelegt, die vielseitiges Interesse verdient. Unterstützt auch jetzt die Bestrebungen unseres Vereins; was wir erreichen, kommt euch selber wieder zugute. Der Vorstand. ARBON. Gruppe Chauffeure. Nach längerem Unterbruch, bedingt durch die Mobilisation, erachten wir es für unsere Pflicht, unsere Monatsversammlungen wiederum abzuhalten. Am Donnerstag, den 3. Oktober, abends 8 Uhr, findet im Restau- Tant «Weingarten» in Arbon eine Monatsversammlung statt. Kollege Robert Gsell, Bezirkssekretär in St Gallen, wird dabei über die kriegswirtschaftlichen Massnahmen im Autogewerbe sprechen. Wir erwarten, dass alle Kollegen zur Versammlung kommen. Noch nicht unserem Verband angeschlossene Kameraden sind ebenfalls herzlich eingeladen. CHUR. Unsere dritte Eingabe an das Bau- und Forstdepartement bezüglich die Entfernung der gefährlichen Treppe bei der Vorburg in Zizers ist in positivem Sinn« beantwortet worden. Herr ttegierungsrat Capaul lässt uns wissen, dass der l»emeinderat von Zizers (endlich!) einen Umbauplan ausgearbeitet habe. Sobald der Plan die Genehmigung der Bauverwaltung gefunden habe, könne der « Start» erfolgen und das Krebsübel beseitigt werden Wir sind dem regierungsrätlichen Departementsvorsteher für seine Bemühungen dankbar und hoffen gerne, dass der Umbau vorgenommen werde bevor weitere Automabilkühler und Schutzbleche ihr kostbares Leben aushauchen... Wann dürfen wir hier dem Gemeinderat von Zizers danken? EINSIEDELN. Unsere Chauffeursektion hat den Tod ihres Präsidenten zu beklagen. Kollege Eugen Lienert stand seit dem September des vorigen Jahres im aktiven Dienst. Als Folge einer Blinddarmentzündung musste er mehrmals operiert werden. Nach monatelangem Krankenlager erholte er sich und stand vor der definitiven Entlassung aus der MSA als ein Rückfall ihn auf die Totenbahre legte Nur 26 Jahre alt ist unser Freund geworden. Unser lieber Eugen hat stets mit Umsicht und viel Liebe seines nicht immer leichten Amtes gewaltet. Enttäuschungen, die auf unserem steinigen Aeckerlein nicht selten sind, halben ihn nur zu vermehrtem Einsatz angespornt Viele von uns können sieh aa ihm ein Beispiel nehmen. Wir wollen unserem toten Präsidenten ein gutes Andenken bewahren und uns geloben, das von ihm begonnene Werk fortzusetzen. KANTON SCHWYZ. Die Mobilmachung hat unserem Versammlungsleben einen mächtigen Dämpfer aufgesetzt, eo dass man sich nicht zu wundern braucht, wenn der Kontakt zwischen Sektionsvorstand und Mitgliedern zu wünschen übrig hess. Wir müssen daher dem Sektionspräsidenten dankbar sein, dass er die erstbeste Gelegenheit beim Schöpfe fasste und die ordentliche Generalversammlung einberief. Dabei mussten wir von den Rücktritten zweier verdienter Kollegen aus dem Sektionsvorstand Kenntnis nehmen. Kollege Hermann Buob, seit vielen Jahren unser umsichtiger Präses, war amtsmüde geworden und Kollege Alfred Schnber wollte die Verwaltung der Sektionsfinanzen einem andern Kollegen überlassen. Nach längerer Beratung haben wir das « Ei des Kolumbus » gefunden. Kollege Schriber präsidiert nunmehr die Sektion und in der Person des jungen Kameraden Stocker ist unser neuer Kassier aus der Taufe gehoben worden. Dem Kollegen Buob sei auch an dieser Stelle für seine jahrelange Tätigkeit der beste Dank ausgesprochen. Der Haupttreffer der 12. Seva-Lotterle. Die Seva-Lotteriegenossenschaft teilt mit: Wir erhalten immer wieder Anfragen nach dem glücklichen Gewinner des Haupttreffers der letzten Emission. Da das Gewinnlos aus dem Aargau einer Berner Bank zum Inkasso übergeben wurde, kennen wir den Empfänger der Fr. 70 000— selbst nicht, was wir, speziell aus Gründen der Propaganda, ebenfalls bedauern. Hoffen wir, dass der Hauptgewinner unserer am 11. Oktober zur Ziehung gelangenden 13. Emission sein Inkognito weniger streng wahre und uns erlaube, an seiner Freude teilzuhaben. 10000 JAHRE SCHAFFEN UND FORSCHEN. Abendkurse über das Automobil. Der Schriftleiter des Pestalozzi-Kalenders hat mit Im kommenden Wintersemester wird an «er diesem Buch ein Werk geschaffen, das, leichtverständlich, knapp und prägnant in den Texten und schule Zürich wiederum ein Abendkurs über das mechanisch-technischen Abteilung der Gewerbe- umfassend im Inhalt, die geistige und materielle Automobil durchgeführt. Es werden behandelt: Entwicklung der Menschheit im Laufe von zehntausend Jahren schildert Was menschliches Genie und Kraftübertragung — Arbeitsverfahren und Aufbau und Arbeitsweise des Fahrgestells — Motor und Wollen von der Steinzeit bis zur Gegenwart Bauarten der Verbrennungsmotoren, Wartung des geschaffen, was wir dem Sinnen und Trachten und dem Erfindergeist unserer Vorahnen verdanken, Motorwagens, Reparaturen. Demonstrationen ergänzen die Kursvorträge. wie sich der technische, wirtschaftliche, künstlerische und geistige Fortschritt in der Welt vollzogen, Der Kurs dient der beruflichen Weiterbildung das alles wird hier in einer fesselnden Art undvon Werktätigen im Autogewerbe; er steht auch weitern Interessenten offen. Kursbeginn: Donnerstag, 'den 24. Oktober 1940; 19^—21 Uhr; Gewerbesehulhaus Sihlquai, Zimmer Nr. 217. Weise lebendig. Der Verfasser beschert uns damit eine Kultur- und Entwicklungsgeschichte, die dank ihrer populären, Jonzentrierten Form bei der Jugend Begeisterung erwecken, aber auch bei den Erwachsenen ungeteiltem Interesse begegnen wird. Ein grosser, glücklicher Gedanke — dem heutigen Menschen die Augen darüber zu öffnen, dass jede seiner Errungenschaften erst geschaffen sein musste, und ihn die Ehrfurcht vor den Leistungen unserer Urahnen zu lehren — hat hier eine meisterhafte Darstellung gefunden. Von Meisterhand aber stammen auch die Illustrationen, welche einem jeden der Texte beigegeben sind. 266 Holzschnitte Paul Boeschs, jeder ein kleines Kunstwerk, ergänzen und veranschaulichen das geschriebene Wort. Eine Fundgrube der Erkenntnis ist dieses zum Nachdenken anregende, zur Selbstbescheidung gemahnende Buch, dessen bescheidener Preis ihm seinen Platz in jedem Hause sichern sollte. (Pestalozzi- Verlag, Kaiser AG.," Fern.) FREIE BERUFS-CHAUFFURE ZÜRICH Monatsversammlung, Samstag, 5. Oktober, 20.15 Uhr, Rest. Mühletal, Limmatstr. 257. Wir bitten die Mitglieder, nach Möglichkeit an den nun wieder regelmässig stattfindenden Monatsversammlungen teilzunehmen. Der Ernst der Zeit bedingt unsere Stellungnahme zu den aktuellen Fragen. Der Vorstand. Mann mit zugeknöpften Taschen. Die Pressestelle für das eidg. Wehrapier schreibt: Dir tut niemand was zulieb; Hand wird mir von Hand gewaschen, Wenn du nehmen willst, so gib. Unser alter Geschichtsschreiber Johannes von Müller sagt von den Ursprüngen unseres Staates: «Die alten Schweizer waren ein gutes, redliches Volk, am grössten in Gefahren. » So sollte es allezeit bleiben; es ist die Frage Jetzt, ob es so im grossen und ganzen noch ist. Das entscheidet die Zukunft der Eidgenossenschaft. Antworte darauf, wenn du das Formular erhältst, auf dem du das nationale Wehropfer zu entrichten haet