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E_1940_Zeitung_Nr.043

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AUTOMOBIL-REVUfc

AUTOMOBIL-REVUfc DIENSTAG, 22. OKTOBER 1940 — N° 43 Berner Trolleybus im Bau 1) Das Gerippe der Karosserie ist so gut wie fertig. Zunächst werden die Wände mit Blech verkleidet und das Dach fertiggestellt. — 2) Gründliche Säuberung vor der Spritzlackierung. Die Papierbespannung oberhalb des Gürtelbandes deckt die Partien ab, die nicht grün gespritzt werden sollen. — 3) Während die Karosseriearbeiter sich des Wagenaufbaues annehmen, sind Elektriker damit beschäftigt, die elektrische Schaltapparatur zu montieren. — 4) Blick aus dem Innern des halbfertigen Wagens nach vorn. Links und rechts vom Lenkrad ist ein Teil der Schaltapparate zu sehen, die in einem späteren Stadium der Fertigstellung mit abnehmbaren Verschalungen versehen werden. — 5) So sieht ein fertiges Karosseriegerippe vor der Verblechung der Seiten wände aus. — 6) Ein Teil der elektrischen Apparate ist in einem abgetrennten Raum vorn am Wagen untergebracht. Breite Klappen erlauben, die Apparatur bequem zu erreichen. — 7) Aufsetzen des Karosseriegerippes auf das Chassis. — 8) Trolleybus-Chassis von Saurer. —9) Seitenansicht des Trolleybus Tor der Verblechung. Aufnahmen 1—6 aus den Werkstätten von Ramseier & Jenzer. Aufnahmen 7—9 aus den Werkstätten der Neuen . . • Karosseriewerke Gangloff. fPbotos C. Jost) 0 S Dafür bringen wir heute für Personenwagen den Holzkohlengas-Generatoren ohne Nachteile 0 AUTARK ist billig, Fr. 1900 einschließlich Montage. 0 AUTARK ist leicht. 0 Die Montage des AUTARK bedingt keinerlei Veränderungen an der Karosserie des Wagens. 0 Der Kofferraum bleibt frei verfügbar* 0 Der Wagen bleibt voll manöverierfähig, man kann überall parkieren. Renault 7,5 PS 4pl., Md. 30, m. Ia. Pneus, in gutem Zustande, äusserst günstig (42-44 zu verkaufen Willy Staub, Kleinlützel (Solothurn). 21901 Generalvertretung für die Schweiz: Zu verkaufen Saurer TM—3 Tonnen Typ 2BH, in gutem Zustande, sofort lieferbar. Anfragen unter Chiffre Z695O an die Automobil- Revue, Bureau Zürich. Zu verkaufen 1 Saurer-Chassis 2BH, 2*4/3 Tonnen, 24 PS, durchrevidiert. 1 Citroen TOPOLINO Telephon 4.16.20 3 PS, Limous., 1700 Fr. Typ L4MVR, für 4—4H Tonnen Nutzlast, Pneus 34X7", Jahrgang 1934, Radstand 4,5 m, Ladebrücke TOPOLINO 4,5 m lang. Cabr., 1800 Fr. Beide in Anfragen erbeten unter Chiffre 17332 an die prima Zustand. — Postfach 173, Automobil-Revue, Bern. Zürich-Enge. Zu verkaufen SAURER 6-Tonnen-Benzin- Lastwagen Zu verkaufen Peugeot BERNA-Diesellastwagen 1936 Zu verkaufen SAURER-5-t-Wagen wahlweise Typ 5 AE oder Typ 5 BL Beide Wagen wurden kürzlich renoviert und sind Zu verkaufen 2 Traktor- Reifen Hrestone, Gröese 24X9.00 wie neu, Fr. 380.—. (43 K. Eflloff, Mech., Winter- Typ AD, in fahrbereitem 6plätzig, Jahrgang 33, bestem Zustande. (43 billigst. (P 446-13 GI. Offerten unter Chiffre in tadellosem Zustande. « (42,43)21871 Garage Enz, Tel. 7.70, Z 6952 an die Automobil- Zu besichtigen: Aktienbrauerei Basel, Dornacherstrasse 200, Basel. Telephon 43896. thur. Technikümstrasse 90.1 Glarus. 77120 Revue, Bureau Zürich. i Die führenden schweizerischen Garagen haben sich bereits dem ÄUTARK-PRO GRAMM angeschlossen. 4/5plätzige Limousine, 11 PS, in ganz erstklassigem Zustand, ganz günstig abzugeben. Offerten unter Chiffre 17331 an die Automobil-Revue, Bern. Zu verkaufen M.G. 2 PL, 5 PS Offerten unter Chiffre 21910 an die (43 Automobil-Revue. Bern. Zu verkaufen Lastwagen BERNA G 4, 4—5 ,T, mit 6-m-Ladebrücke, ev. mit Holzgasanlage. — 3*4—4-Tonnen- Anhänger erst 4 Monate gebraucht, ganz neuwertig. OPEL Kadett Kleinwagen Mod. 1939, erst wenig gebraucht, schöner u. sparsamer Wagen. Abgabe nur gegen Kassa. (42,43 Gebr. Fehr, Traniporte, Neukirch a. Thur. FIAT BALILLA 5 PS, Limousine, 4turig, ahne Mittelpfosten, nur ca. 25 000 km gefahr., f. Fr. 1500.— zu verkaufen. Anfragen unter Chiffre Z6947 an die Automobil- Revue, Bureau Zürich. Zu verkaufen Opel Regent 9 PS, 4tür., 4platz. Limousine, kpL revid., neue Kolben, Bereif, wie neu etc. Preis 1000 Fr. Aus Privathand. Besichtigung: Monbijoustr. 30, Bern, Elektro- Servica (42-44)21884

N» 43 DüENSTPAG, 22. OKTOBER 1940 AUTOMOBIL-REVUE Trolleybusse für Bern im Bau Bald werden in Bern die ersten beiden Trolleybusse den kursmäasigen Betrieb zwischen dem Bärensraiben und : dem. Endpunkt cSchosshalde» der ehemaligen Omnömslinie aufnehmen. Vorerst sind zwei Wagen dafür Vorgesehen und späteT kommen sechs, weitere hinzu,];wobei dann gleichzeitig die Linie bis zum Bahnhof verlängert wird. «Bäumig» 6chöne. Fahrzeuge alle acht, die den am Bau beteiligten Firmen*) alle Ehre machen. Wir hatten nämlich Gelegenheit, sie nebeneinander in verschiedenen Phasen ihrer Entstehung in den Berner Karosseriewerken von Ramseier & Jenzer. sowie Gangloff AG. zu besichtigen. Eben arbeiteten im erstgenannten Betrieb emsige Hände an den letzten Details des ersten Wagens, der noch am gleichen Tage seine erste Fahrt unternehmen sollte. Mit heruntergeklappten und in die Haken, auf dem Dach eingehängten Stromabnehmerstangen harrte er der Dinge, die da kommen sollten. Ein Prachtskerl in seinem schmucken, dunkelgrünen Kleid, mit seinen breiten,. elektro-$neumatisch, gesteuerten Falttüren, der angenehmen, lederbezogenen Querhestuhlung . und der grossen, lichten Innenhöhe, die' den Stehend, mitfahrenden Passagieren zugutekommt. -Für gute Lüftung sorgt-neben' zahlreichen Drticktüftern auf dem Dach ein eigens zu diesem Zweck naüe dem Wagen-Hinterende an- *) Chassis: F.B.W, und Saurer. — Elektrischer' Teil: Brown-Bdveri und Maschinenfabrik Oerlikon. —• Karosserien 1 . Ramseier & Jenzer, Neue Karos-: seriewerke Gangloff und Saurer. Leichtmetallpröfile zum Bau des Dachgurts von Trolleybus-Karosserien, Bauart Dr. König. gebrachter Ventilator, der auf einer quer zum Fahrzeug liegenden,, von einem kleinen Elektromotor getriebenen Welle; _ sitzt, die auch die Ladedynamo des Akkumulators treibt Denn sehiiesslich niusg doch Jbei einem gelegentlichen Versagen der Stromzuführ infolge Abspringens.; einer Strömabnehmerstahge oder einet' Störung im Werk noch eine'Notbeleuchtung vorhanden sein, Uebefdie's hat der Akkumulator die Aufgabe, ..allerhand • andere, kleine Stromverbraticherfzü speisen; Grosse iKlappen in der Rückwand und Voiderwand, Deckel ;im Wagenlboden sowie demöntable Verschalungen neben Der erste fertiggestellte Bärner Trol- Ieybüs vor den; Werkstätten von PXamseier & Jenzer, und vor dem Fahrersitz sorgen für ungehinderten Zugang zu den zahlreichen, elektrischen Sohaltapparaten -und der im Hinterteil des Wagens unter dem Boden gelegenen Antriebsanlage. Der Motor ist hinter der Hinterachse angebracht und treibt sie über eine kurze Kardanwelle an. Um das Gewicht trotz der umfangreichen Ausrüstung möglichst gering zu halten, wurde das Karosseriegerippe ebenso wie seine Blechverschalung nach der Konstruktion von Dr. Ing. Koenig (Zürich) in Leichtmetall ausgeführt. Der zweite, erst im Rohbau fertige Wagen enthüllte uns die Einzelheiten dieser interessanten Bauart, die auf Holz als Konstruktionselement überhaupt verzichtet. Auch Holzfüller zur Befestigung von Teilen der Verkleidung werden hier, nicht mehr verwendet. Ebenso bestehen die" Dachspante aus nach Schablone gebogenen Profilen. Säulen, Dachgürtel und Gürtelband zeigen eindringlich, wie, vielfältig die Möglichkeiten der Leichtmetall-Bauweise sind, da sich dank dem Strangpressverfahren die kompliziertesten Profile bei verhältnismässig bescheidenen, Kosten für das Werkzeug herstellen lassen. Es ist daher heute möglich, die vielen Bauteile, woraus sieh früher jede einzelne Säule und jede horizontale Gerippepartie zusammensetzte, durch einen einzigen oder doch mindestens eine viel geringere Zahl von Teilen zu ersetzen, die dank ihres ausgeklügelten Querschnitts mehrere Funktionen zugleich übernehmen. Dadurch fällt .ein wesentlicher Teil der früher notwendigen, kostspieligen Einpassarbeiten weg, was erhebliche Ersparnisse an Arbeitszeit einbringt. Auch die früher übliche Erneuerung angefaulter Holzteile nach einer bestimmten^ Betriebszeit erübrigt sich bei holzlosen Leichtme^allkonstruktionen. Damit sich keine Geräusche entwickeln können, werden an allen wichtigen Stellen Spezial-GeweJje J Einlagen- zwischen die Metallteile eingefügt, die einen direkten Metall-zu-Metall- Kontäkt verhindern. — Einige Wochen .später bietet sich Gelegenheit, den Stand, der Arbeit an den bei Gangloff im Bau befindlichen Wage t n zu verfolgen. Eben ist ein Chassis von Saurer mit dem ganzen, elektrischen Schalt- und Triebwerk angekommen. Wuchtig .steht es neben, andern Wagen, darunter einem fertigen Omnibus mit Heckantrieb, auf seinen riesigen, hinten doppelt bereiften Rädern in der Halle. Im Gegensatz zu den beschriebenen Fahrzeugen ist hier die elektrische Schalt-Apparatur fast ganz am Wagen-Hinterende angebracht. Der Antriebsmotor hängt darunter im Rahmen und treibt die Hinterachse durch eine kurze Kardanwelle an. Schon wartet dahinter das fertige Karosseriegerippe bereit, um aufgesetzt zu werden. Es besteht aus eigens hergestellten Anticorodalprofilen der Aluminium-Industrie-Gesellschaft Neuhausen. Sämtliche Verbindungen sind mittelst pneumatischer Pressen genietet. , Die erste der beiden in Angriff genommenen Trolleybus-Karosserien geht bereits der Vollendung entgegen. » Ihre Vorderfront besitzt eine breite, zweiteilige Vejglasung mit seitlichen Glasrundungen. Dank dem Wegfall des Motorvorbaus wird, der Führer eine unbeschränkte Sicht geniessen, wodurch sich die Fährsicherheit erhöht. , ..Auf der rechten Wagenseite sind 2 Doppelgleittüren vorgesehen, die durch eine elektro-pneumatische Vorrichtung vom Führersitz aus betätigt Hier einige Leichtmetallprofile, die sich zur Herstellung der Schiebetüren sowie der anschliessenden Säulen eignen. werden. Die Einstiegweite der Türen beträgt 800 mm. Die direkt vor dem Vorderrad angebrachte vordere Tür dient, zum Einstieg; die hintere, vor dem Hinterrad, zum Ausstieg. Nach Umstellung eines Schalters am Armaturenbrett wird sich die hintere Tür vom Fahrgast selbst bedienen lassen, und zwar entweder durch Betreten eines am Ausstieg unsichtbar eingelassenen Kontaktteppichs oder durch Betätigung eines Druckknopfes an den Haltestangen in unmittelbarer Nähe des Ausstiegs. In beiden Fällen schliesst sie sich dank einem Zeitrelais einige Sekunden nach dem Ausstieg des letzten Fahrgastes automatisch. Die besondere Anordnung der Türen wird erlauben, die Fahrzeuge je nach Bedarf mit Ein- oder Zweimann-Bedienung einzusetzen. Sämtliche Seitenfenster bestehen aus Sekuritglas und lassen sich nicht versenken, weshalb eine besondere Entlüftungseinrichtung notwendig wird. Im Dachgurt über der WindsQbutzsch.eibe sind daher beidseitig jalousieartige Lufteintrittsschlitze, desgleichen an der Vorderfront unterhalb der Windschutzscheibe 2 Lufteintrittsklappen vorgesehen, die sich von innen regulieren lassen. Ausserdem wurden 7 wirksame Drucklüfter ins Dach eingebaut. Die so in den Wagen einströmende,Luft wird durch 2 grosse, im hinteren Wagenteil angebrachte Entlüftungsschächte mit Hilfe eines besonderen Ventilators abgesaugt. Die Bestuhlung besteht aus einer Kombination von Längs- und Quersitzen. Letztere besitzen Stahlrohrgestelle mit Gummipolsterung und sind mit braunem Naturleder überzogen. Als Rücklehne dient ein breites Lederband, das sich dem Rücken des Fahrgastes bequem anschmiegt. An jeder Fenstersäule sitzt ein Druckknopf zur Betätigung des Haltesignals. Der Bodenbelag besteht aus geripptem Gummi. Zur Verminderung der Geräusche ist der Maschinenteil, von der übrigen Karosserie vollständig isoliert, im Heekrauiri des Wagens untergebracht,'-der-über einen ; '