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E_1940_Zeitung_Nr.042

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IV AUTOMOBIL-REVUE

IV AUTOMOBIL-REVUE DIENSTAG, 15. OKTOBER 1940 — N° 42 Kleines Was wir Frauen nicht alles aus dem Modeprogramm wissen sollten! Die neuesten Farben, womit sich die Saison ankündigt, die Art der Stoffe im allgemeinen und die Spezialitäten, die am meisten charakteristisch sind. Dann natürlich die Schnitte, Klassischer Trotteur aus Wildleder. Seine bequeme Form auf der lederüberzogenen, dicken Gummisohle erhöht das Gefühl des weich federnden, loichten Schrittes. Bally-Modelle ges. geschützt. vorab die Rocklänge, und all die Eigenheiten der vielen Zutaten, die uns erst gut angezogen machen. Haben wir uns ein wenig orientiert, dann taucht in uns die Kritik an all den Sachen auf, die getragen im Kleiderschrank hängen, und meistens zieht Unzufriedenheit bei uns ein. Das alte gefällt uns nicht mehr. Die Schuhe haben in der Sommerszeit allerhand ausgehalten und nun sieht man ihnen die vielen Wege gut an. Es locken aber schon seit einiger Zeit ihre frischen Partner aus allen Läden und erzählen uns von veränderten Farben, Schnitten und von andern Garnierungen. Probieren wir Schuhpe n s u m deshalb zuerst den Herbstschuh ! Er hüllt sich häufig in tiefes Schwarz, das in stumpfen oder glänzenden Ledern verschieden wirkt. Neu sind die dunklen, dem Tete-de-negre-Ton am nahesten kommenden, so ruhigen Braun. Es folgen die mittleren Blau, die uns schon klassisch anmuten. Kräftige Rost und rötliche Schattierungen, die sich vom Bordeaux weit herleiten, haben obendrein im sportlichen Schuhbezirk Geltung. Da und dort erlaubt sich ein schwarzer Schuh nun wieder graue Applikationen. Zum Beispiel sitzen graue Eidechsapplikationen auf schwarzem Grund. Rot darf öfters schmückend wirken, umrande* Kokarden- Schleifen und überzieht die moderne Zwischensohle, die Plattform heisst. Auch die höher ansteigenden Fersenteile mögen hin und wieder farbige Spritzer vertragen. Boxcalf und Chamois in kräftigerer Qualität gesellen sich gern zu dicken Gummisohlen am ausgesprochen sportlichen Laufschuh. Dieser wird, schon Die neue Tendenz -prägt sich in diesem Nachmittagsschuh mit seinem Lifty-Absatz und aufsteigendem Vorderblatt und der Kombination von Wildleder und Reptil aus. Bally-Modelle ges. geschützt. weil er wärmend wirkt, den kommenden Winter eifrig gekauft werden. Helles Kalbleder, auch die leicht körnigen Scotchgrains, zählen zu den sportlichen Ledern. Leichtere Qualitäterj, wie Chevreau, das spiegelglatte, hochglänzende Modecalf und zartes Chamois, selbst zügiges Hirschleder gehören ins Programm der für den Nachmittag bestimmten Schuhe. Reptilleder wird zum gleichfarbigen oder auch grauen Besatz, der sich mit schwarzen Mo- Die rassige Lederlasche, der bequeme, vorstehende Absatz und der Barbour-Rahmen geben diesem kräftigen Trotteur aus schwarzem oder braunem Boxcalf ein besonderes Gepräge. Bally-Modelle ges. geschützt. dellen neuerdings vereint. Lackleder bleibt Garnituren auf Chamois und feinem Chevreau vorbehalten. Crepe de Chine wird für Abendschuhe, vorwiegend in Schwarz, gebraucht. Die modernen Schnitte sind ruhig, sie verjaufen harmonisch; gerne wenden sie runde Formen an: Immerhin ist die Carefasson noch im Bild. Schnürungen, ansteigende Fassonen mit seitlichem Elast und schmalem Querriemen tauchen beim sportlichen Schuhwerk auf. Golflaschen decken Elastiks auf dem Rist zu. Lauparnähte wirken als Gliederung der Vorderpartie, die meistens aus einem Stück besteht und leer bleibt, nur hin und wieder mit Besätzen an der Spitze versehen wird. Die leichteren Fassonen übertragen all diese Schnitte ins Zierliche, darum sind Schnürpartien, Laschen oder auch Kokarden samt Schleifen viel kleiner, in der Zeichnung koketter Die ansteigenden handschuhgleich sitzenden Fassonen öffnen sich seitlieh und werden von Elastiks gehalten. Es wiederholen sich auch all die Decolletes mit Ristelast, worüber sich Patten und andere Garnituren hinziehen. Nicht vergessen wurde von der Mode der wenig geschmückte oder ganz glatt bleibende Pumps, der auf dünnem, hohem Absatz steht. Sandalen halten sich für Gesellschaftszwecke, spielen mit weiten Ausschnitten im Gelenk und geben den einfach oder doppelt laufenden Riemen, die den Schuh tragen, immer wieder eine frische, kleidsame Linie. Vereinzelt tauchte schon letztes Jahr der Bottillon, ein beinahe als Halbstiefel zu bezeichnender, hochgehender Schuh auf, den zierliche Schnürung festhält, seitlich in Bogen ansteigt und auf dünnem Absatz steht. Er kleidet ausge-.« zeichnet und begleitet die schönsten Toiletten.* Gross ist sofort sein Anhang gewesen, und er gehört-zu den beliebten Herbstneuheiten. Es ist wohl nichts so auffällig in der Schuhmods wie die an den Absätzen vorgenommene Veränderung. Sie sind in der Hauptsache niedriger als früher, meistens mittelhoch und haben an Massigkeit viel gewonnen. Manche hängen scheinbar schwer an dem durch Leichtigkeit mit ihm kontrastierenden Schuh. Rechteckige, auch vieleckige Formen haben mit der rückwärtigen Rundung aufgeräumt. Diese wird übrigens nach italienischem Muster sogar an leichten Fassonen von einer, hinten spitz zulaufenden Stütze ersetzt. Am auffälligsten ist aber der Keilabsatz, den die Amerikaner Lifty nennen. Auch bei uns hört man diese Bezeichnung. Er wurde, nachdem Bally ihn anwandte, rasch nachgemacht, so dass die feine Schuhmode eifrig bestrebt ist, ihn elegant zu variieren und ihn sogar in der Gelenkpartie weit öffnet. An Gesellschaftsschuhen erscheint er nun in dieser originellen Fassung, die ihm grössere Leichtigkeit gibt. Der Lifty stützt den Fuss besser als jeder andere Absatz, darum wird er so gern getragen. Oft verbindet er sich mit der die Ferse gut fassenden, ansteigenden Fersenkappe, die spitz zuläuft. An seitlich stark ausgeschnittenen Modellen wirkt sie sich als Halt gewährendes Element besonders günstig aus. E. Seh. Dieser hochgeschlossene Schnürhalbschuh auf bequemem Lifty-Absatz wird Sie durch seine Wärme und Bequemlichkeit diesen Winter besonders erfreuen. Bally-iModelle ges. geschützt. Warum spricht man heute wieder von einem John Bull, um die Engländer zu charakterisieren? Weil es einst einen sehr typischen Engländer John Bollingbrake gab, ein Mann der Diplomatie, der allerlei Verträge schmiedete. Im In- und Ausland war allen sein Name zu lang. Sie sagten also kürzer John Boll. — Und daraus wurde John Bull. Marianne als Benennung für die Franzosen kommt daher, dass um 1848 eine Geheimgesellschaft Marianne gegründet wurde. Als die Mitglieder später «grosse Tiere» geworden waren, behielten sie das Symbol bei. Von Uncle Sam. als Bezeichnung für Amerika spricht man, seit amerikanische Seeleute auf Be- Zürich Empfehlenswerte Unterhaltungsstätten Stadttheater Abends 19 M Uhr, Sonntag giauimcaici nachmittags WA Uhr. Theaterkasse Tel. 2 69 22 und 4 67 00, 10—12.30 und 15.30—19 Uhr. Kuoni Tel. 3 36 13, 8—18.30 Uhr. Mi. abend 16. Okt. Die Traviala, von Verdi. DO. abend 17. Okt. Geschlossen wegen Vorbereitung zu Romeo und Julia. Fr ahpnri 18 (lkt Oer fliegende Holländer, von !!• QUvlJU • U • Ulli*

No 42 DIENSTAG, 15. OKTOBER 1940 AUTOMOBIL-REVUE 11 kus den Einradanhanger mit Einrichtung zur Vergasung fester Brennstoffe Das Eidg. Justiz- und Polizeidepartement hat an die Kantone folgendes Rundschreiben gerichtet: Mit Beschluss vom 26. Dezember 1939 hat der Bundesrat unter bestimmten Bedingungen einachsige Anhänger mit Vorrichtung zur Vergasung fester Brennstoffe an Motorwagen zugelassen. Nach Art. 2, Abs. 1, dieses Beschlusses gelten mit Bezug auf die Ausrüstung, die Ausmasse und das Gesamtgewicht dieser Anhänger die in Art. 17, Abs. 4, MFV für Anhänger zur Beförderung des Touristenreisegepäcks aufgestellten Vorschriften. Die Länge dieser Anhänger kann somit höchstens 2 m, ohne die Deichsel, betragen. Die Kuppelung muss zur Ausgleichung der Stoss- und Zügkräfte ,£ut gefedert sein. Nun werden auch Einradanhänger mit Gaserzeugungsanlage gebaut, die fest mit dem Zug- •wagen verbunden sind. Solche Einradanhänger sind als Einachsanhänger zu betrachten. In Art. 2, Abs. 4, des Bundesratsbeschlusses vom 19. April 1940 über Anhänger zum Gütertransport an leichten Motorwagen sind Einradanhänger bis zu einem Gesamtgewicht von 500 ig ausdrücklich vorgesehen, und zwar wird dort bestimmt, dass ihre Gesamtlänge 3 m nicht übersteigen darf und dass die Anhängevorrichtung nicht gefedert zu sein braucht. In Anlehnung an lejtztere Vorschriften sehen wir •uns gestützt auf Art. 2, Abs. 4, des Bundesratsbeschlusseg vom 26. Dezember 1939 nach Anhörung von Experten und zum Sammeln von Erfahrungen veranlagst, vorderhand bis Ende 1942 für Einradanhänger bis zu einem Gesamtgewicht von 500 kg mit Einrichtung zur Vergasung fester Brennstoffe folgendes zu verfügen: 1. Die Gesamtlänge darf 3 m nicht übersteigen. 2. Die Anhänoevorrichtung braucht nicht gefedert zu sein. Zollfreihelt für Im Tank eingeführtes Benzin aus Italien. Der A.C.S. teilt mit:, Auf Intervention des A.C.S. und im Einverständnis der Sektion für Kraft und Wärme des Eidg. Kriegs-Industrie- und Arbeitsamtes hat die Eidg. Oberzolldirektion beschlossen, dass das in eingebauten Tanks der Autos befindliche Benzin bei der Einreise von Italien nach der Schweiz ausnahmsweise nicht verzollt werden muss. Diese Vergünstigung wird sofort aufgehoben, falls Missbrauch getrieben wird, z.B. durch öftere Fahrten zwecks Benzinversorgung mit dem gleichen Wagen. Ausserdem darf das auf diese Weise eingeführte Benzin nicht an Dritte abgegeben werden. S|»o Längstes AutomobHrennen der Welt beendet. Das längste Automo'" ien der Welt, das von Buenos Aires über La lach Lima und zurück führte, total 9fl25 Ki jr, wurde am Sonntag beendet. Von den 90 gestarteten Konkurrenten, die die Cordilleren in einer Höhe von 4500 m zu bezwingen hatten, schieden 59 aus. Sieger wurde der Argentinier Juan Fangio in 109 Stunden 35 Minuten. Sommer sucht 20 Liter Benzin — früher erfolgreich war. Und schlieselich befürwortet er ein Rennen für Holzgaswagen, wovon er sich ,, einen Ansporn für bedeutende technische Fortschritte auf diesem Gebiet verspricht. Alfa Romeo unternimmt Probefahrten. Wenn die Meldungen der italienischen Fachpresse zutreffen, so hat die Rennabteilung Alfa Romeo in den letzten Tagen auf der Piste von Monza Versuchsfahrten mit S-Zylinder-1 ^ -Liter- Rennwagen durchgeführt. Für die nächste Zeit scheinen auch Probegalopps mit dem neuen 12-Zylinder bevorzustehen. Der « Autark »-Holzkohlengenerator. Wie bekannt, werden die Holzkohlengeneratoren meistens in einem separaten Anhänger untergebracht. Im-Gegensatz hiezu kommt nun unter dem Namen c.Autark > eine Anlage auf den Markt, die am hintern Ende des Fahrzeuges und zwar auf dessen Stoßstangenträgern, lösbar befestigt wird. Eine merkliche Wagenverlängerung tritt dabei nicht auf und ausserdem auch keinerlei Veränderung oder Beschädigung der Karosserie. Dies ist von Bedeutung, weil möglicherweise eine Anzahl der Fahrer später wieder auf Benzinbetrieb übergehen Der Schweiz. Fremdenverkehrsverband hatte sich für seine diesjährige Generalversammlung am 12. Oktober das herbstliche Lugano ausgesucht, wo Winzerfest, Fiera und die alte Sehnsucht der Nordländer nach dem Süden so etwas wie eine touristische Hochkonjunktur geschaffen haben. Eine kurze Aufhellung im düsteren Bild unseres Fremdenverkehrs, den der Krieg recht eigentlich vor die Existenzfrage stellt. Dass aber auch die Sonnenstube unserer Heimat, der Tessin, Sorgen hat, legte Dr. Carlo Küster, Sekretär der Handelskammer, Lugano, in einem Referat über die Tessiner Begehren dem Vorstand des Schweizerischen Fremdenverkehrsverbandes dar. Immer noch erhebt sich der Gotthard als Barriere, die den Absatz der Tessiner Landwirtschaft und der Erzeugnisse von Gewerbe und Industrie auf den ennefbirgischen Märkten erschwert. In der Wirtschaftspolitik des Bundes wie in der Tarifpolitik der Bundesbahnen soll deshalb den spezifischen Verhältnissen des Tessins in vermehrtem Masse Rechnung getragen werden, um diesen Landesteil wirtschaftlich noch enger an die übrige Schweiz zu ketten. Ausdrücklich wurde festgestellt, dass der Fremdenverkehr zu einem der wichtigsten Erwerbszweige des Tessins geworden sei, der Landwirtschaft und Gewerbe in reichem Masse befruchtet. Verbandspräsident Nationalrat Gafner, Bern, konnte an der Generalversammlung vom Samstag Vertreter des Bundes, der Tessiner Behörden und der Stadt Lugano sowie Delegierte der andern wirtschaftlichen Spitzenverbände begrüssen. In seinem Eröffnungswort über die Richtlinien der Fremdenverkehrspolitik stellte er den Fremdenverkehr unter die Parole des Durchhaltens und der Anpassung. Wo die Selbsthilfe dazu nicht ausreicht, hat die Herstellung der Bereitschaft der Unternehmungen des Fremdenverkehrs in betrieblicher und baulicher Hinsicht an die neuen Bedürfnisse der Touristen mit staatlicher Unterstützung zu geschehen. Hier bietet sich ein weites Feld für produktive Arbeitsbeschaffung. In Kurzreferaten umrissen hierauf die Vertreter der einzelnen Fremdenverkehrszweige die Postulate der Krisenüberwindung im Fremdenverkehr. wollen, sobald dieses kostbare Nass -wieder erhältlich sein wird. Das mit dieser Generatorenart ausgerüstete Fahrzeug behält auch sejne alte Wendigkeit unvermindert bei. Auch am Motor selbst wird nichts geändert, und lediglich ein Gemischregelventil (vollautomatisch, in seiner Konstruktion neu) in die Ansaugleitung eingebaut. Dieses Ventil ist so ausgebildet, dass der Fahrer genau wie beim Benzinbetrieb lediglich das Gaspedal,betätigt Weitere Regelorgane^ die jm Betrieb zu bedienen wären, sind keine vorhanden. Das gefürchtete Verstopfen des Filters der Anlage zufolge der Luftfeuchtigkeit ist dadurch vermieden, dass das Filtergehäuse gut wärmeisoliert innerhalb eines von den Generatorgasen geheizten Kastens angeordnet ist. Ein Abteil dieses Kastens bildet zugleich den eigentlichen Generator. Die Gasführung ist so, dass deren Kühlung mit einem einfachen Handgriff den jeweiligen atmosphärischen Verhältnissen angepasst werden kann. Ausserdem sind die Mittel zur Filterreinigung im Filterkasten eingebaut, so dass eine Reinigung des Filters durch einfache Betätigung eines Bedienungsgriffes möglich ist. Die Anlage ist im Aufbau und in der Arbeitsweise denkbar einfach und im Betrieb sehr zuverlässig. Eine Umstellung des Fahrers zur Anpassung an den neuen Betriebsstoff ist nicht erforderlich. Die Mehrbelastung des Fahrzeuges ist zufolge des einfachen, kompaiten Zusammenbaues der Teile der Anlage auf ein. gut zulässiges Minimum beschränkt. Der Schweizerische Fremdenverkehrsverband tagt um den Rundenrekord von Montlhery anzugreifen. Auf einem kleinen Motorrad, das er, der Not Die Schwierigkeiten im Automobilverkehr. gehorchend, nicht dem eignen Triebe, gegen das Ueber die besonderen Sorgen des Automobils in Volant des Rennwagens vertauscht hat, tauchte der Gegenwart sprach als erster Direktor Britschgi dieser Tage in Paris der französische Automobilmeister Raymond Sommer auf. Von Journalisten, solange das Benzin durch Flugzeuge und Tanks vom Touring-Olub. Er stellte einleitend fest, dass, die bekanntlich allgegenwärtig sind, ins Gespräch verbraucht wird, der private Automobilismus sich gezogen, verriet er ihnen, er sei auf der Pirsch immer mit den hinteren Plätzen begnügen müsse. nach 20 Liter Benzin, sans hjague und allen Ernstes. Weil er nämlich dem Rundenrekord von Mont- leidenschaft gezogen, da die erstaunliche Entwick- Dadurch wird der Fremdenverkehr schwer in Mit- •Ih6ry etwas < nähertreten» möchte. Der Wagen, lung des Automobils bis zum Kriegsausbruch ganz ein Einplätzer Talbot, sei bereit, er selbst auch, nur neue Reiseformen geschaffen hat und der unaufhörlich anschwellende Verkehrsstrom entlang den Strassen das Benzin fehle ihm. Im übrigen würde er seinen Tatendrang gern auch mal wieder bei einem Rennen für Aussenbordmotore abreagieren, wo er schon brachte. Die fast unmittelbare Folge des allen Regionen vermehrte und zusätzliche Frequenz Kriegsausbruchs war das Aufhören des internationalen Autotourismus. Der Wunsch auf eine Wiederbelebung stösst während der Kriegszeit an den zahllosen Pass- und Einreisevorschriften auf fast unüberwindliche Schwierigkeiten. Der nationale Autotourismus hätte durch die Schliessung der Grenzen seine grosse Stunde gehabt. Man weips, wie das Reisläufertum im Schweizerblut sitzt und wieiviele Automobilisten jährlich 1 unseren Nachbarländern einen Besuch abstatteten. Heute nun hätte man, unterstützt durch eine geschickte Werbung, dem Automobilisten das vielfältige Antlitz der Heimat zeigen können. Leider hält die Benzinkalamität einen solchen innerschweizerischen Autotourismus in Grenzen^ die täglich enger werden. Bereits lautet die Frage nicht mehr nur, wieviel, sondern ob man dem Auto überhaupt noch Treibstoff geben kann. Gerade die Beschaffung von Ersatztreibstoffen bietet ausserordentlich grosse Schwierigkeiten, da die meisten Rohstoffe aus dem Ausland eingeführt werden müssen. Direktor Primault vom A.C. S. lenkte in seinem Referat die Gedanken in die Zukunft, worin das Automobil, das wie kein anderes Verkehrsmittel den direkten Kontakt mit Land und Leuten herstellt und infolge seiner grösseren Ungebundenheit an Raum und Zeit touristische Sehnsucht des Menschen erfüllt, den ihm gebührenden Platz wieder einnehmen wird. Diese Zukunft soll unter dem doppelten Zeichen vermehrter Einfachheit und Wahrheit stehen. Auf den internationalen Tourismus übersetzt, heisst dies: Keine komplizierte Taxberechnung, keine trügerischen Rückvergütungen, keine Dumpingmassnahmen mehr, die nur für die Eingeweihten und Schlaumeier zugänglich sind. Der schweizerische Fremdenverkehr darf nicht sklavisch ausländische Vorbilder nachahmen und immer mehr zu einem touristischen Ausverkauf werden. Er steht und fäUt mit dem Qualitätsgedanken. Die Touristen haben ihre frühere Sesshaftigkeit verloren, sie sind immer mehr zu «Nomaden» geworden. Dieser Entwicklung hat sich die Hotellerie anzupassen. Auch auf dem Gebiet der Zoll- und Fiskalbelastung empfiehlt sich dringend die Preisgabe überalteter Formeln. Es muss die hohe Aufgabe der Schweiz sein, Ursprung und Kraftzentrum für alle touristischen Initiativen und Massnahmen zu werden, die einen kommenden Neuaufbau des internationalen Tourismus anstreben. Die leitenden Gedanken der Referate wurden in einer Entschliessunz zusammengefasst, worin die Versammlung den schweizerischen Fremdenverkehr als einen der wichtigsten Wirtschaftsfaktoren unseres Landes und angesichts seiner bedrängten Lage der gesteigerten Aufmerksamkeit aller massgebenden Kreise empfahl. Der Generalversammlung folgte ein gemeinsames Mittagessen, in dessen Verlauf Präsident Gafner den Tessin in seiner vaterländischen und kulturellen Bedeutung pries, Staatsrat Canevascini überbrachte den Gruss der Tessiner Behörden. Der Besuch des Festspiels in der Fiera beschloss die Tagung. K. Die Abklärung. In der vorletzten Ausgabe der «Automobil-Revue» haben wir kurz zu einer Resolution des Schweizerischen Eisenbahnerverbandes (SEV) bezüglich der in der Autotransportordnung (ATO) vorgesehenen Experten- resp. Transportkommission Stellung genommen. Unsere Chauffeurkollegen wissen, dass wir uns gegen eine Aberkennung unseres Mandates in dieser Kommission mit allen tauglichen Mitteln zur Wehr gesetzt hätten und unsere Kollegen wissen auch warum. In der Zwischenzeit ist die Sache weiter « gerollt » worden. Wir konnten in Erfahrung bringen, dass der Bundesrat sich mit der lobenswerten Absicht trage, die Vertretung der Arbeitnehmer in der Transportkommission von bisher einem Sitz auf 3 Sitze zu erhöhen. Damit dürfte der Bedeutung der Arbeitnehmerschaft in einer koordinierten Verkehrswirtschaft besser Rechnung getragen werden als di&s bisher der Fall war. Der Schweizerische Gewerkschaftsbund, dem das Vorschlagsrecht für zwei von den drei Mandaten zusteht, ist in der Lage, diese beiden Vertreter zu nennen. Es sind die Nationalräte Männi Leuenberger, Zentralsekretär unseres VHTL, und Robert Bratschi, Generalsekretär des SEV. Als Ersatzmann für den Kollegen Leuenberger wird Kollege Ruedi Meier, Präsident der Chauffeur-Landeskommission des VHTL in Vorschlag gebracht, und Nationalrat Perrin, Sekretär des SEV, dürfte als Vertreter des Kollegen Bratschi zu Amt und Würden kommen. Damit ist eine Frage entschieden, die seinerzeit geeignet war, Reibungen zu erzeugen. BURGDORF. Sowohl der Sektion als auch dem Zentralsekretariat sind in letzter Zeit eine ganze Menge schriftliche und mündliche Anfragen von Chauffeurkollegen zugegangen. Damit alle diese Fragesteller eine direkte mündliche Beantwortung erhalten und um Zeit zu sparen, ersuchen wir sie alle, am kommenden Freitag, den 18. Oktober, zwischen 19 und 20 Uhr 30 ins Volkshaus zu kommen. Unser Verbandssekretär-wird sich dort für die Auskunftserteilung gerne zur Verfügung halten. Wir Burgdorfer Chauffeurkollegen des VHTL dürften uns —• das sei hier einmal in kameradschaftlicher Offenheit gesagt — bezüglich der Mitgliederwerbung etwas mehr « an den Laden » legen. Wenn wir die « Automobil-Revue » lesen, wird uns doch so eindringlich wie möglich die vielgestaltige Arbeit unseres Verbandes vor Augen geführt. Dürfen wir da weiterhin Passivmitglied sein? LANGENTHAL. Die allgemeine Sektion führt am nächsten Samstag, den 19. Oktober, um 20 Uhr, im Volkshaus, eine Versammlung durch. Neben dringenden Geschäften wird durch unseren Sekretär ein Referat über kriegswirtschaftliche Massnahmen gehalten, das grosses Interesse finden dürfte. Wir zweifeln nicht daran, dass alle Chauffeurkollegen erscheinen werden. THURTAL. Nach längerem Unterbruch treffen sich die Kollegen unserer Sektion am kommenden Samstag, den 19. Oktober, um 20 Uhr, im Restaurant «Walhalla» in Frauenfeld zu einer Versammlung. Mit Rücksicht auf die wichtigen Traktanden erwarten wir einen vollzähligen Besuch. ZOFINGEN. Unsere nächste Monatsversammlung findet ausnahmsweise am Samstag, den 26. Oktober, im Lokal «Markthalle», statt. Es stehen wichtige Geschäfte zur Diskussion. Alle erscheinen. ZÜRICH. Berufschauffeure. Unter dem Präsidium des Kollegen Beier fand die Septemberversammlung eine aufmerksame Zuhörerschaft. Das vom Vorsitzenden verlesene Schreiben des Verbandes an das Bundesamt für Industrie, Gewerbe und Arbeit in Bern bezüglich die Beitragsleistung der Mobilisierten an die Arbeitslosenkassen fand den ungeteilten Beifall unserer Kollegen. Das trefflich abgefasste Schreiben wird hoffentlich seine Wirkung erzielen. Kollege Sekretär Haldemann nahm sodann zu einigen pendenten Rechtsfällen Stellung und hielt im Anschluss daran ein kurzes, aber aufschlussreiches Referat über die Lage der Schweiz in der gegenwärtigen Zeit und die künftige Arbeit des Verbandes. An den beifällig aufgenommenen Vortrag schloss sich eine lebhafte Aussprache an. _ Kollege Beier stellte ein Programm für die Winterarbeit der Sektion zur Diskussion und sprach dabei die Erwartung aus, dass bezüglich der Durchführung von Vorträgen und Exkursionen die Mitglieder ihre Vorschläge und Wünsche anbringen möchten. die geglückte Vereinigung praktischer Auffassung mit einzigartigem Leistungsvermögen „AUTARK"-GENERATOREN für Personen-, Liefer- und Lastwagen, Motorboote und Traktoren Zürich: AMAG, Automobil & Motoren A.G., Kreuzstrasse 4 — Luzern: ZIMMERLI& CO., Moosstrasse 4 Verlangen Sie fOr Ihre Lastwagen-Gasgeneratoren den Ventilator MAR.ELLI in Leichtmetall Sonderkonstruktion für Gaserzeuger seit langem von Spezialfirmen erprobt. Machines Mareili S. A., Geneve Rue du Rhone 61 — Grand Quai 40 — Telephon 4 70 15 i Zu verkaufen 3y 2 -Tonnen- Lastwagen MARTIN! 1931, fahrbereit, revidiert. Wird verkauft wegen Anschaffung eines grösseren Wagens, daher äusserst günstig. 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