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E_1940_Zeitung_Nr.042

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Die kantonalen

Die kantonalen Benzinzusatzkontingente Als Mitte November 1939 die neue Brennstoffrationierung für Personenautomobile, Motorräder und Lieferungswagen eingeführt wurde, blieb es jedem Motorfahrzeughalter anheimgestellt, die für ihn erforderlichen Benzinzusatzmengen durch ein besonderes Gesuch für die betreffende Rationierungsperiode von Wi Monaten zu verlangen. Diese Gesuche wurden damals, weil es sich um eine erstmalige Zuteilung handelte, von den kantonalen Kriegswirtschaftsämtern begutachtet und an die Sektion für Kraft und Wärme in Bern weiter geleitet, welche dann definitiv entschied. Für die weiteren Rationierungsperioden wurde die Festlegung der zusätzlichen Benzinmengen an die Kantone delegiert, welche nun für Personenwagen, Motorräder und Lieferungswagen endgültig hierüber entscheiden. Jeder Kanton erhält pro Rationierungsperiode von früher zwei Monaten, jetzt von einem Monat, ein totales Zusatzkontingent von soundso viel Liter zugeteilt, womit er für die betreffende Rationierungsperiode auskommen muss; weitere Brennstoffmengen resp. Rationierungsscheine werden ihm nicht bewilligt. Und so erlebt man es jetzt beim starken Anziehen der Rationierungsschraube, dass am 20. oder 25. des Monats dieses kantonale Zusatzkontingent meist aufgebraucht ist und alle weiteren Gesuche abgelehnt werden müssen. Es hat sich erwiesen, dass dieses Vorgehen ziemlich gut funktionierte, als noch ansehnliche Zusatzmengen zur Verfügung standen. Nachdem nun aber das Quantum des am stärksten dotierten Kantons keine 150 000 Liter pro Monat mehr ausmacht, zeigen sich Nachteile und Härten, die wohl eine Ueberprüfung der Kontingenttabellen der 25 Kantone als angezeigt erscheinen lassen. Die starke Herabsetzung der Zusatzkontingente bedingt z. B., dass einzelne Kantone, besonders die verkehrsreichen, nur noch gewisse lebenswichtige Berufe wie Aerzte, Tierärzte, Taxameter, Garagen und Reparaturwerkstätten als benzinzusatzberechtigt bezeichnen und alle anderen Berufe ausschliessen tnussten. Damit aber erhalten heute in der Kategorie B 1 eingeteilte Reisende, welche ausserordentlich stark auf ihr Fahrzeug angewiesen sind, im Kanton Zürich kein Zusatzbenzin mehr zugeteilt, während ihre Kollegen in den Kantonen Genf und Waadt nach wie vor gewisse Mengen zusätzliches Benzin allmonatlich beziehen können. Es ist auch gemeldet worden, dass die Taxameterhalter in Zürich diesbezüglich schlechter gestellt werden müssen als anderswo, trotzdem die Limmatstadt einen intensiver frequentierten Taxameterbetrieb zu verzeichnen hat. Es ist wohl klar, dass es hierbei nicht am schlechten Willen der betreffenden kantonalen Kriegswirtschaftsämter fehlt, die eben nicht mehr geben können als sie erhalten. Aber seit der Festlegung dieser kantonalen Zusatzkontingente anfangs dieses Jahres dürften sich gewisse Voraussetzungen geändert haben, die wohl eine Revision dieser Tabelle als nicht ungerechtfertigt erscheinen lassen. Ein derartiger Wunsch könnte sich auf folgende Argumente stützen: Die Zahl der in jedem Kanton in Verkehr stehenden Personenautomobile, Motorräder und Lieferungswagen hat, wie anzunehmen steht, seit Jahresanfang erhebliche Veränderungen durch die eingestellten Fahrzeuge erfahren. Dies gilt besonders für die Zeit ab 31. August, denn von diesem Tage an sind die Kategorien C und 1> nicht mehr bezugsberechtigt. Da hier die Schilderrückgaben in einzelnen Kantonen relativ bedeutend zahlreicher als in andern Kantonen erfolgten, wirkt sich schon « Wenn es nur gut geht heute abend», unkt Madam© Molignon. « Wie du das dir so denkst mit dem Rene... ! Der wird gerade deinem Monsieur Staniol zuliebe mir nichts dir nichts den Vertrag unterschreiben... ! » < Nichts verstehst du von Psychologie, mein Kind ! Lass nur deinen Mann machen! » Madame Juliette kneift die Augen zusammen, die Gestalt zu unterscheiden, die da von der Strasse her über die Wiese kommt: « Molignon, räum den Kaffee ab, bring die Billette her ! Warum soll der Vorverkauf erst um zehn beginnen, wenn die Leute schon jetzt die Kasse stürmen ? ! » Mit freundlichem Grinsen nickt sie dem Herrn entgegen, der raschen Schrittes auf sie zukommt. «loh möchte den Direktor des Cirque d'ete sprechen.» Madame Molignon verreist — schon wieder ein Agent!... Sie sagt kalt, während sie ihren Mann — 'der gerade den Merinischen Pudel nach einer Zecke absucht — durch warnende Blicke fortzuscheuchen sucht : « Herr Direktor ist beschäftigt. Ihr Name, Monsieur ? » « Römer ! » «Molignon! Molignon!» Madame Juliette springt auf: « Direktor Römer ist da ! Wo steckst du denn schon wieder ? Lass doch diese Verschiebung entsprechend auch auf das Benzinzusatzkontingent aus. Im volkswirtschaftlichen Beschäftigungsgrad sind in den Kantonen seit Jahresanfang ebenfalls gewisse Aenderungen eingetreten. Würde heute eine neue Enquete über die Festlegung des Zusatzkontingentes vorgenommen, dann kämen, besonders weil bei den Personenwagen nur noch die Kategorien A und B in Betracht fallen, etwas andere Besultate heraus. Auch die prozentualen Anteile der Kantone der Kategorien A und B sind nicht mehr gleich. Nach dem Wegfall der Kategorien G und D Hesse sich auch aus diesem Grunde eine Revision begründen. Schliesslich wäre noch zu berücksichtigen, dass bei der ersten Festlegung der kantonalen Zusatzkontingente Ende 1939 die 25 Kantone bei der Begutachtung der Gesuche wohl etwas verschiedene Maflstäbe zugrunde legten und dass hiebei all diejenigen Kantone im Gesamtresultat besser wegkamen, die eine etwas largere Praxis walten Hessen. Zudem mögen viele Motorfahrzeug 1 - halter damals noch keine Zusatzgesuche eingereicht TUn&au MM £astwaqen Sollte es dagegen nicht gelingen, auf dem Wege von Aufruf und freiwilliger Anmeldung die Zahl von 1000 Wagen zu^ sammenzuhringen, dann wird der fehlende Rest durch Zwang bereitgestellt. Im übrigen besteht die Absicht, den Materialankauf — es handelt sich um die Beschaffung einer beträchtlichen Menge von Stahlblech — teilweise zu zentralisieren. In dem Grade, wie der Umbau fortschreitet, stellt die Industriegruppe dem Bundesrat die einzelnen Wagen zur Verfügung, denn der 8-Millionen-Kredit ist ja als Vorschuss für die Durchführung der Aktion gewährt worden. Diesem Charakter der Finanzierung entspricht es denn auch, dass der Bund seinerseits den Lastwagenbesitzern, welche ihre Fahrzeuge umbauen lassen wollen, den dafür erforderlichen Betrag, d. h. 7000 bis 8000 Fr. pro Anlage, wovon 4000 bis 5000 Fr. auf den Generator entfallen, ebenfalls vorschiesst. Zwar steht es ihnen frei, die Umbaukosten sofort mit der durch den Bund erfolgenden Aushändigung des Wagens zu begleichen, doch können sie sich die Mittel auch ganz oder teilweise vom Staat vorschiessen lassen, immerhin nur gegen Ausstellung eines Schuldscheins, wodurch sie die Verpflichtung übernehmen, ihre Schuld in drei Jahren ahzutragen und sie mit 2 °/o zu verzinsen. Der Bund leistet somit weder eine Subvention, noch nimmt er die Aufwendungen der ganzen Aktion auf sich, die Art und Weise jedoch, wie er sie fördert, gibt ihm die Möglichkeit in die Hand, ordnend einzugreifen. Als Gegenleistung, soweit man davon überhaupt reden kann, sollte er nicht nur für tragbare Amortisationsbedingungen sorgen, wobei die Tiefhaltung des Preises für das Gasholz eine bedeutsame Rolle spielt, sondern auch eine Garantie für die Möglichkeit des ständigen Bezugs des Brennstoffes in den erforderlichen Mengen während der Amortisationszeit bieten. Was die Amortisation anbetrifft, so kann man sich, in Ermangelung präziserer Angaben, einstweilen nur auf Schätzungen stützen. Geht man davon aus, dass der Gasholzpreis gegenwärtig 9 Rappen beträgt und dass rund 2/4 kg dieses festen Brennstoffs 1 Liter Benzin ersetzen, dann ergibt sich, auf die reinen Brennstoffkosten berechnet, zugunsten des Holzes ein Preisunterschied von nahezu 40 Rappen. Bei einem Hol^verbrauch von 75 kg auf 100 km, entsprechend 30 1 Benzinkonsum und bei 30 0OO km jährlicher Fahrleistung käme der Holzgasbetrieb um 4000 Fr. billiger zu stehen. Auch wenn .er erhöhte Reparatur-, Unterhalts- und Wartungs'kosten bedingt, so ist trotz der, wie es scheint, hohen Anschaffungs- und Einbaukosten des Generators die Amortisation binnen 2—3 Jahren gewährleistet, immer unter der Voraussetzung einer bestimmten minimalen betrieblichen Ausnützung des Fahrzeuges. Von anderer Seite ist eine Treibstoffersnarnis im Betrage von ca. 5000 Franken genannt worden; unter den oben aufgeführten Betriebsbedingungen lässt sie sich bei ca. 40 000 Fahrkilometer erzielen. Auch hinsichtlich der Erfüüune der zweiten den dummen Köter, das ist doch dem Merini seine Sache ! » Molignon stürzt mit ausgestreckten Armen auf den Gast zu : « Endlich ! » — Stutzt dann : Mein Gott, das war ja noch ein halbes Kind ! Das war doch nicht möglich. «Ich glaube nicht, dass Sie mich erwartet haben. Ich bin Hans Römer. Sohn des Industriellen Römer, des Direktors der Maschinenfabrik Vulkan!» Molignon lässt die Arme herabfallen. < Ich muss Sie mm eine Auskunft bitten, Herr.» < Mit grösstem Vergnügen ! » Nun scheucht Molignon seine Frau durch Blicke fort. Weist auf den freigewordenen Platz : « Bitte...» Hans Römer sitzt mit aneinandergepressten Knien. Sehr gerade und steif. Er hat keinen Sinn für die Romantik dieses Schauplatzes : « Ich muss Sie ersuchen... >, er sagt es hart, beinahe unhöflich, « mir Auskunft über meinen Vater zu geben. » Molignon starrt den jungen Herrn an, der ihm eine so unsinnige Frage stellt : «Ich kann Ihnen keine Auskunft geben. Ich kenne den Herrn Direktor nicht!» «Aber diese Manon Luchon — die kannte ihn, nicht wahr ? !» AUTOMOBIL-REVUE DIENSTAG, 15. OKTOBER 1940 — N° 42 (Schluss von Seite 1.) haben, weil sie "vorerst noch eigene kleinere Reserven aufbrauchten: Es ist daher zu verstehen, wenn von kantonaler Seite der Vorschlag auf eine Revision der Zusatzkontingenttabelle ventiliert wird; im Vordergrund steht dabei der Wunsch nach einer Aenderung im Sinne einer besseren Anpassung an die Zahl der noch in Verkehr stehenden, rationierungsberechtigten Fahrzeuge und an den gegenwärtigen Beschäftigungsgrad von Industrie, Handel, Gewerbe und Landwirtschaft. Dieser Vorschlag darf sicher nicht kurzerhand als unberechtigt zurückgewiesen werden, denn derartige periodische Revisionen lägen nur im Interesse einer möglichst weitgehenden Gleichstellung aller Kantone. Dabei böte sich auch Gelegenheit, gewissen saisonbedingten, rückläufigen Bewegungen des Motorfahrzeugverkehrs in den verschiedenen Kantonen während des Winters besser Rechnung zu tragen; bei zunehmendem Verkehr im Frühjahr wäre dann Wieder eine Heraufsetzung der Zusatzkontingente vorzunehmen. V auf 3tolt,ie& Voraussetzung für die Amortisation innerhalb der auf maximal drei Jahre begrenzten tVorschussfrist». nämlich der Garantie für die Möglichkeit ständigen Gasholzbezuges in der erforderlichen Quantitäten, scheinen keine wesentlichen Bedenken aufzutauchen, hat doch Nationalrat Grimm vom Bestehen eines fertigen Plans für die Holzversorgung gesprochen. Im übrigen heisst es wohl auch hier die Weisungen, die Ausführungsbestimmungen abwarten, hauptsächlich auch was den Gasholzpreis anbelangt, wobei immerhin die Bemerkung eingeflochten sein mag,- dass er sich in den — wohl auf amtlichen Mitteilungen fussenden — Presseberichten ebenfalls mit 9 Rappen pro kg angegeben findet. Im Rahmen dieser Umbauaktion, deren Dauer, wie angedeutet, auf ein Jahr berechnet ist, hofft man, 12 00—1300 Lastwagen auf Holzgasbetrieb umstellen zu können. Unter Einrechnuns der heute im Verkehr stehenden Holzgaslastwagen würde die Schweiz binnen eines Jahres über ca. 1500 solcher Fahrzeuge verfügen. Damit Hessen sich monatlich schätzungsweise 600 Tonnen Benzin einsparen. 12°/o des gegenwärtig reduzierten Kpnsums. Inwieweit die dadurch frei werdenden flüssigen Treibstoffmenigen erlauben, den Bestand der noch im Verkehr stehenden Wagen zu erhöhen — denn die Inbetriebhaltung einer möglichst grossen Zahl von Fahrzeugen muss das Ziel der Ersatzbrennstoff- Lastwagen über 1 t Nutzlast und Industrietraktoren während der Zeit vom 16. Oktober wirtschaft sein — hängt allerdings von der weiteren Gestaltung der Benzinimporte ab. bis 15. November 1940 anbelangt, am 10. Oktober folgende Verfügung erlassen: Zugleich jedoch verkörpert die Massnahme des Bundesrates ein Mittel zur Art. 1. Arbeitsbeschaffung sowohl für die Umbau-Unternehmungen als auch für die Wald- und Forstwirtschaft und das Autogewerbe. Darüber hinaus dient sie dem gesamten wirtschaftlichen und militärischen Landesinteresse, trägt sie doch mit dazu bei, den Motorfahrzeugverkehr, wenn auch in beschränktem Umfang, sicherzustellen. Während der Dauer der Aktion sind die im Bundesbeschluss vom 5. April 1939 vorgesehenen Subventionen für die Vermehrung armeetauglicher Lastwagen für den Umbau alter Lastwagen sistiert; für neue Holzgaswaeren dagegen besteht weiterhin ein Anspruch auf die in jenem Erlass festgesetzten Bundesbeiträge. Wir wir erfahren, erwartet man in nächster Zeit eine Verfügung des Volkswirtschaftsdepartements in dieser Angelegenheit. Ihr wird sodann als nächster behördlicher Akt der Aufruf wir freiwilligen Anmeldung für den Umbau folgen. Rechtsufrige Thunerseestrasse wieder durchsehend offen. Die Strasse Thun—Merlinen—InteriaTcen ist nun wieder für jeden durchgehenden Verkehr geöffnet, iDie Baustellen bei der Krautbachbrücke unterhalb Beatushöhle und bei der Lombachbrücke beim Neuhaus eind immerhin noch mit Vorsicht zu befahren. < Ja. Die kannte ihn. » « Welche Dame hat jetzt den Vorzug ?» « Ich verstehe nicht...» « Sie verstehen nicht ? So ?!...— Und ich bitte Sie trotzdem, mir klipp und klar Antwort zu geben: In welchen Beziehungen steht mein Vater zu Ihnen ? » < In gar keinen Beziehungen mehr ! » « Und früher ?... Meine Mutter ist vor wenigen Tagen gestorben... > « Oh... », beugt sich Molignon bedauernd vor. «... vielleicht mehr an den Folgen unserer Familienverhältnisse als an der Operation! ... Ich habe noch eine Schwester !... Mejne eigene Zukunft...! Die Fabrik...! Ich muss meinen Vater aus den unwürdigen Banden befreien, in denen er sich zurzeit befindet...» Molignon, der kleine Romane, findet Vergnügen an dem jungen Mann, der ihm da ohne jede Verbindlichkeit gegenübersitzt. Da er keine Gründe mehr zur Diskretion hat, steht er auf. « Un moment! Ich hole die Briefe !...» Er kommt mit einem Aktenheft aus dem Wohnwagen zurück : « So ! Die Korrespondenz von Jahren !» Hans Römer liest. Er liest, dass sein korrekter, steifer, über alles erhabener Vater Rumänien und die Benzineinfuhr nach der Schweiz Die neueste Entwicklung in Rumänien wirkt sich glücklicherweise nicht auf unsere Abkommen mit diesem Lande aus, ebensowenig wie dadurch die Pflicht Rumäniens zur Belieferung der Türkei mit Benzin tangiert worden ist. Was die Frage anbetrifft, ob die Zufuhr nach der Schweiz in normaler Weise weiter funktionieren werde, so ist den Behörden bisher nichts darüber zur Kenntnis gelangt, dass eine Erschwerung zu gewärtigen stände. Indessen darf man das Risiko einer Hineinziehung Rumäniens in den europäischen Konflikt allerdings nicht ganz übersehen, womit die Gefahr von Luftangriffen auf die Petrolfelder in greifbare Nähe gerückt würde. TOUR ST Int. Autotourismus nach der Schweiz. Im September 1940 passierten insgesamt 577 fremde Motorfahrzeuge unsere Grenzen zu vorübergehendem Aufenthalt in der Schweiz. Auf den Grenzverkehr entfallen 40 Eintritte, der Fernverkehr, also der eigentliche Tourismus, steht mit 393 Einreisen zu Buch, währenddem die Zahl der Lastwagen mit 14r4 ermittelt wurde. SJU^M^pff"*«*^:«"» Um eine Steuerreduktion im Kanton Zug. Der Kanton Zug gehört zu jenen, die sich bisher noch nicht zu einer Anpassung ihrer Motorfahrzeugsteuern an die völlig veränderten Verhältnisse haben entschliessen können, wie sie im Gefolge der Benzinrationierung und teilweisen Streichung der Zuteilungen eingetreten sind. Verwundern kann es daher nicht, wenn die Frage einer Korrektur nach unten in der letzten Sitzung des Kantonsrates aufs Tapet kam: eine Motion lud die Regierung zur Gewährung von Steuerermässigungen ein. Der Regierungsvertreter beantragte zwar deren Ablehnung, was allerdings nicht hinderte, dass sie in Gestalt eines Postulates wieder an die Exekutive zurückgewiesen wurde. Benzanoiia#ionie»un^ Unveränderte Rationen für die Lastwagen während der Zeit vom 16. Oktober bis 15. November. Das eidgenössiche Volkswirtschaftsdepartement hat, Avas die Treibstoffzuteilung an Für die Dauer vom 16. Oktober 1940, 0 Uhr, bis zum 15. November 1940, 24 Uhr, werden den Verbrauchern von den kantonalen Automobilkontrollen ihres Wohnortskantons oder bei einer von dieser bezeichneten Stelle gesen Vorweisung des Fahrzeugausweises folgende Rationierungsscheine abgegeben: a) Motorlastwagen (1 Tonne und" mehr Nutzlast): Lastwagen bis 15,99 PS; 1 Rationierungsschein von 120 Liter Benzin oder 100 Liter Dieselöl; Lastwagen von 16 PS bis 20,90 PS: 1 Rationierungsschein von 160 Liter Benzin oder 133 Liter Dieselöl: Lastwagen von 21 PS bis 30.99 PS- 1 Rationierungsschein von 220 Liter Benzin oder 190 Liter Dieselöl; Lastwagen von 31 PS und mehr: 1 Rationierungsschein von 300 Liter Benzin oder 250 Liter Dieselöl. Für Holzgas- und Holzkohlenlastwagen mit Zusatzvergasern wird pro Fahrzeug 1 Rationierungsschein von .35 Liter Benzin abgegeben. b) Industrietraktoren für den Strassenverkehr: 1 Rationierungsschein, für 120 Liter Benzin oder 100 Liter Dieselöl. Art. 2. Diese Verfügung tritt am 16. Oktober 1940, 0 Uhr, in Kraft. sich den Sport geleistet hat, einen Zirkus zu subventionieren. Es ist eine Groteske !... Heinrich Römer, Mit-Direktor des Oirque d'ete und Direktor der Maschinenfabrik Vulkan !... Eine peinliche Groteske, die das Ansehen des Firmeninhabers, des ganzen Unternehmens, erschüttern konnte ! « Eine Frau steckt nicht dahinter ? ? » « Vielleicht die Luchon damals — eine Zeitlang. Aber auch das weiss ich nicht. Sie sprach mehr von ihm wie von einem FreumJ und Wohltäter. > « Mein Vater ist jetzt wo ? » « Mir unbekannt. Das letzte ist diese briefliche Absage!» « Warum erfolgte die ? » € Vermutlich wegen des Bildtextes in dem illustrierten Blatt.» « Dürfte ich das sehen ? » Hans Römer liest die Worte unter dem Clownbild. Er beisst sich auf die Lippen. Nein — das ging wirklich nicht, dass sein Vater, wenn auch vorläufig ohne Namensnennung, vor aller Welt als — Zirkusmäzen gebrandmarkt wurde !... «Kein sehr bequemer Herr, der Herr Direktor Römer ? ! > sagt Molignon. « Nein », bestätigt Hans Römer. « Kein bequemer Herr. Ein — Original.» (Fortsetzung tolgtJ

No 42 ^_ DIENSTAG, ig. OKTOBER 1940 AUTOMOBIL-REVUE 3 Stirjassen-v«»»!«^!*» Auch Basel schaut den Radfahrern schärfer auf die Finger «Jetzt kehrst du wieder, goldne Zeit, eo frei und ungebunden», könnte heute — in Variation des Studentenliedes — jene gewisse Spezies von Radfahrern zu singen versucht sein, die wir in den letzten Wochen und Monaten aufs Korn zu nehmen gezwungen waren. Jene Herrschaften nämlich, welche da wähnen, dasa für sie, angesichts der ständig schwindenden Zahl von Motorfahrzeugen der Augenblick gekommen sei, sieh mit souveräner Verachtung über die Verkehrsvorschriften hinwegzusetzen und «Herr der Strasse» zu spielen. Tatsächlich hat denn auch die Laxheit, ja man darf getrost sagen die Verwilderung der Verkehrsdisziplin dieser Gattung von Rittern der Pedale solche Formen angenommen, dass die Organisationen der Radfahrer sich veranlasst sahen, diese unbotmässigen Zeitgenossen energisch zur Vernunft zu ermahnen und ihnen auch zu Gemüte zu führen, dass z. B. Fahrradwege dazu seien, um benützt zu werden. Soviel Anerkennung diese Bemühungen auch verdienen, so muss es doch dahingestellt bleiben, ob sie Wichtiges auszurichten vermögen, weil es ja vor allem die Unorganisierten, die « Wilden » sind, in deren Reihen die Haüderer und Rowdies gesucht werden müssen. Mehr Erfolg darf man sich da vom Eingreifen der Polizei versprechen. Und das um eo eher, als sie ja von der Überwachung des Motorfahrzeugverkehrs heute nicht mehr allzusehr in Anspruch genommen wird. Bereits haben denn auch einzelne Kantone, Genf und Wallis beispielsweise, kund und zu wissen getan, dass 6ie inskünftig räudige Schafe unter den Radfahrern unnachsichtlich "beim Wickel fassen werden, weil es so nicht mehr weitergehen könne. Aehnliche Töne schlägt jetzt auch die Polizei von Baseletadt an. Mit der Zunahme des Heeres der Radfahrer, stellt sie fest, wachse als Folge der zu beobachtenden Verkehrswidrigkeiten und des undisziplinierten Verhaltens auch die Zahl der Velounfälle. Unterlassung des Richtungszeichens, freihändiges Fahren und Ignorierung der Pflicht zur Benützung der Fahrradwege seien an der Tagesordnung. Um diesen Uebelständen zu steuern, haben deshalb die Polizeibehörden eine verschärfte Kontrolle des Fahrradverkehrs angeordnet, die sich in der Hauptsache auf die erwähnten, gang und gäbe gewordenen Verstösse erstreckt. Daneben jedoch wird die Hermandad nunmehr auch Stichproben über den Zustand der Fahrräder vornehmen. Einmal geht auch dieser Krieg zu Ende, einmal wird auch der Autoverkehr zu vollem, ja zu mächtig gesteigertem Leben erwachen. Verkehrserziehung nicht nur für den Moment, sondern auf weite Sicht, eben auf die Rückkehr «normaler» Zeiten hin, ist deshalb ein Stück veTkehrspolitischer Arbeit. Siracsen Um den Bau einer Napfstrasse vorausschauender Durch eine Motion Kreyenbühl (Willisau) wurde kürzlich im luzernischen Grossen Rat die Fra^e des Baues einer Napfstrasse neuerdings ins Rampenlicht der Öffentlichkeit gerückt. "Was der Motionär anstrebt, ist dies: den luzernischen Regierungsrat zu veranlassen, den Bau einer Napfstrasse zum Gegenstand von Verhandlungen tnit den eidgenössischen Instanzen und der Berner Regierung zu machen, um die Idee möglichst bald zu verwirklichen und damit auch eine •wesentliche Entlastung des Arbeitsmarktes in der Zentralschweiz IU ermöglichen. In der Begründung entwickelte der Motionär ein Bild der gegenwärtigen Verhältnisse, deren charakteristisches Moment darin liegt, dass wohl •von allen Seiten Strassen an den Napf heranführen, dass aber ein Uebergang nicht existiert. Nicht nur wald- und forstwirtschaftliche Gründe sprechen für den Bau eines solchen, sondern auch verkehrsipolitische Ueberlegungen. unter den militärischen Fachleuten allerdings gehen die Meinungen über den Wert einer Napfstrasse auseinander, aber immerhin hat sich ein höherer Generalstabsoffizier zu deren Gunsten ausgesprochen. Lebhaftes Interesse dafür offenbart sich auf der Luzerner- sowohl als auch auf der Bernerseite, ist doch hier ein Aktionskomitee gebildet worden. Nach einem generellen Projekt würden bei einer Gesamtlänge von 17 km auf den Kanton Bern 440 000 Fr., auf Luzern 720000 Fr. entfallen. Auch vom touristischen Gesichtspunkt aus lässt eich die Idee mit guten Gründen vertreten, denn der N«pf ist ein prächtiger Aussichtsberg. Beim Rüdkganr des Beschäftigungsgrades in der Industrie, der dem Kanton die Pflicht auferlegt, für Arbeitsmöglichkeiten zu sorgen, sollte die Regierung möglichst rasch an die Ausführung des Projektes herantreten, um so eher, als die Arbeitslöhne einen prozentual hohen Anteil der Gesamtkosten ausmachen. Namens der Regierung antwortete Baudirektor Dr. Winiker, wobei er eingangs erklärte, er widersetze sich der Erheblicherklärung der Motion nicht, zumal sie "verschiedene wertvolle Elemente enthalte. Von militärischer Seite aus scheint aber keine Aussicht auf finanzielle Unterstützung zu bestehen. Welche touristischen Asrpekte das Projekt bietet, wäre zu prüfen, doch müsste die Strasse, um auf den Automobilverkehr attraktiv zu wirken, auf eine gewisse Breite ausgebaut werden. Beitragsleistungen der interessierten Gemeinden wären dabei unerlässlich. Unter dem Blickwinkel der Arbeitsbeschaffung betrachtet, verdienen die Projekte für den Bau von Zufahrtsstrassen die Priorität. Eine weitere Voraussetzung bildet sodann das Bestehen einer Arbeitslosigkeit, wovon aber tegenwärtig nichts zu verspüren ist.* Für später wird man sich vorsehen und untersuchen, ob dem Projekt die Möglichkeit einer Realisierung innewohnt. Nach Füh'nngnahme mit den militärischen Stellen und dem Kanton Bern, einer Fühlungnahme, welche vor allem der .Abklärung nach der finanziellen Seite hin dient, wird man handeln. In diesem Sinne erklärte der Rat die Motion für erheblich. Bei der daran anschliessenden Begründung seiner Interpellation erinnerte Grossrat Kunz (Luzern) an die Notwendigkeit d(»s Ansibaues der Ausfallstra'ssen in der Stadt. Ein kantonales Strassenbauprogramm sollte auch die Anlage von Radfahrerstreifen In Aussicht nehmen (eine Anregung, deren Berechtigung heute weniger denn je in Abrede gestellt werden lanni. i Defile und Standartenübergabe an die 8. Division In Luzern wurden im Beisein von Armeekorpskommandant Miescher den Artillerie-Einheiten der 8. Division Standarten übergeben, was mit einem imposanten Defilee vor Oberstdivisionär Gübelin verbunden wurde. Unser Bild zeigt die Vorbeifahrt der neuen Geländewagen, wie sie jetzt von der Armee verwendet werden. ATP VI Br 5427. Mobillsation erlaubt höhere Amortisationen der Strassenbauschuld. N*eh* einer Meldung der «Thurgauer Zeitung» museten mit Rücksicht auf die erste Mobilisation die Straesenarbeiten im Kanton Thurgau eingestellt werden. Zwar gelang 1 es, die bereits in Angriff genommenen Arbeiten zu Ende zu führen, dagegen Hess eich das für das Jahr 1939 festgelegte Bauprogramm nicht verwirklichen. So kam es, dass der Erlös aus dem Benzinzollanteil und den Verkehrssteuern, der letztes Jahr noch eine normale B;öhe erreichte, nicht voll aufgebraucht wurde. Immerhin erforderte die Amortisation der Straseenbauschuld auf jeden Fall eine Summe von 500 000 Fr., die nun aus den eben geschilderten Gründen aul 650000 Fr. erhöht werden konnte. Kriegswirtschaft Teures Benzin. Oum bbm (lud stanniert (MM fcraft MmM Urfatm z» in ItliigluffllikM. " r - % .v '«• '- J UM« Kriegswirtschaftliche Notverordnungen sind gewissennassen das Oel, das für einen reibungslosen Gang unserer Wirtschaftsmaschinerie sorgen soll. Um die Strafandrohungen, die sie enthalten, in die Tat umzusetzen, hat der Bundesrat drei strafrechtliche Kommissionen geschaffen. Sie walten bei Verstössen gegen diese Vorschriften ihres Amtes, sie verhängen Bussen und überweisen Sünder, denen ihrer Auffassung nach Gefängnis aufgebrummt gehört, den kantonalen Gerichten. Ueber Mangel an Arbeit können sich die Kommissionen nicht beklagen, denn immer wieder erliegt da und dort einer der Versuchung, dem Gesetz ein Schnippchen eu schlagen. Nicht umsonst hat beispielsweise die zweite dieser Kommissionen, deren Vorsitz Oberrichter Dr. Lüchinger in Zürich führt, seit Anfang dieses Jahres schon über 300 Fälle abgeurteilt. Was uns dabei hauptsächlich interessiert, das ist die Rechtsprechung bei Zuwiderhandlungen gegen die Treibstoffrationierungs-Vorschriften. Dass die Benzinnot dazu verführen kann, sich diesen Saft, der heute nachgerade etwas gaine Besonderes ist, auf Das erste Oelfeld der Welt. Pechelbronn Im Elsass Mit der Angliederung des Elsass ist auch Pechelbronn mit seinen Erdölvorkommen wieder ans Deutsehe Reich gelangt Die dort geförderte Menge von 70000 Tonnen im Jahr ist freilich unbedeutend im Verhältnis zum Bedarf, stellt aber jedenfalls eine willkommene Zugabe dar. Dazu kommt der Rückgewinnung der Erdölschächte von Pechelbronn für die Deutschen nicht nur eine praktisch wirtschaftliche, sondern auch eine ideelle Bedeutung bei: denn Pechelbronn ist der Ort, wo zum erstenmal auf der Erde jene dickflüssige schwarzbraune Masse gefunden, erschlossen und ausgebeutet wurde, die beute eine der Vorbedingungen für die Weltherrschaft bildet. Schon im Jahre 1750 hat der Bürgermeister von Lampertsloch eine Gesellschaft zur Ausbeutung der elsässischen Erdölvorkommen gegründet und mit gutem Erfolg geleitet. Freilich hat man damals im Erdöl noch nicht den Handelsartikel von unermesslichem Wert erkannt; denn es grab weder Autos noch überhaupt Motoren oder andere Kraftquellen, für die man das Oel hätte verwenden können; ja sogar als Beleuchtungsmittel wurde das Petroleum erst sehr viel später entdeckt. Im Anfangsstadium der elsässischen Erdölindustrie diente das gewonnene Produkt als Heilmittel sowie zur Schmierung von Wagen- und Mühlenrädern. Kurze Zeit später erwarb ein weitblickender Advokat in Toulouse eine langfristige Konzession zur wirtschaftlichen Ausbeutung der Erdölvorkommen bei Pechelbronn. Er brachte es bis zu einer Jahresproduktion von 100 Tonnen und muss dabei wohl auf seine Rechnung gekommen sein, wenn man auch heute nicht mehr festzustellen vermag, zu welchen Zwecken das geförderte Erdöl damals verwendet wurde. Da Bohrtürme und Bohrvorrichtungen in jener Zeit noch unbekannte Einrichtungen waren, wurde das Erdöl wie im richtigen Bergwerksbetrieb durch Schächte und Stollen erschlossen, ein Verfahren, das z.T. heute noch im Pecheübronner Gebiet üblich ist. Den richtigen Aufschwung brachte dann die Entdeckung des Petroleums und die Schaffung der Beleuchtungsindustrie, die das bis dahin ziemlich wertlose Erdöl zu einem begehrten nnd hochbezahlten Handelsartikel machte. Die steigende Nachfrage machte den Ausbau der Gruben und Anlagen des ganzen Gebietes erforderlich. Bald entstanden auch die ersten Raffinerien, und bis zur Jahrhundertwende kletterte die Jahresproduktion des Reviers auf jährlich 30 000 Tonnen. Aus dem Familienbesitz der Gründer ging das Unternehmen zu einem Preis von 3 Mill. Mark an ein industrielles Unternehmen, die krummen Wegen zu verschaffen, will sagen ohne Bezugsscheine, kommt wohl nicht überraschend. Die Strafrechtskoinmissionen aber bringen als Vollstrecker des gesetzgeberischen Willens, der da«Deutschen Erdöl AG.> aufgingen. An Stelle des «Pechelbronner Oelbergwerke» über, die später in der heisst: Schutz der Allgemeinheit, für solche Extratouren kein Verständnis auf. Und so geschah es, dass Tankhalter, welche das Benzin an Unberechtigte abgaben, bis EU 260 Fr. Busse aufgesalzen erhielten. Aber auch die Käufer machen sich dabei schuldig und die Bussen, welche hier zudiktiert wurden, gingen in einzelnen Fällen bis zu 100 Fr. Bergwerkbetriebes traten nun bald Bohrtürme und Pumpen, mit deren Hilfe die Jahresförderung auf 50000 t gesteigert werden konnte. Eine weitere Steigerung der Produktion auf einen Jahresdurchschnitt von 70—75 000 t erreichten endlich nach dem Frieden von Versailles die Franzosen, obzwar ihnen mit Rücksicht auf die Nähe der Grenze nicht allzuviel an Pechelbronn gelegen sein konnte. Eigentümerin der Quellen war nun die «Socie'te' anonyme d'Exploitations Minieres», die zuletzt 6 Schächte und rund 700 Pumpen in Betrieb hatte. Bei Beginn der deutschen Offensive im Westen wurden die Anlagen stillgelegt, Wobei es jpdoch nicht zu nachhaltigen Zerstörungen kam. Nunmehr ist von den Deutschen nach Reparatur aller Schäden die Förderung wieder in vollem Umfang worden. J&oasB«B9Erad aufgenommen Auch die Elektrofahrzeuge in Deutschland unter Kontrolle. In den Arbeitsbereich des «Generalbevollmächtigten für das Kraftfahrwesen» sollen nunmehr auch die Elektrofahrzeuge einbezogen werden, die organisatorisch bisher nicht gemeinsam mit den Motorfahrzeugen behandelt wurden. Die Bedeutung der Elektrofahraeuge tritt heute ganz besonder» scharf hervor, weil sie geeignet sind, den überaus schwer empfundenen Ausfall der zur Wehrmachtverwendung herangezogenen Benzinwagen im Ortsund Nahverkehr ohne Aufwand devisenbelasteter Betriebsstoffe zu mildern. Paris erhält 300 städtische Velogaragen. Der Pariser Stadtrat hat einen Kredit von einer Million Francs für die Errichtung von 300 Velogaragen genehmigt, die sich gleichmässig auf sämtliche Stadtviertel verteilen sollen. In erster Linie werden für diesen Zweck .die gedeckten Autobus- Haltestellen (benützt werden, die momentan ein zweckloses Dasein führen. Zur Bewachung der Garagen werden die arbeitslosen Strassembahnangestellten herangezogen. Als Gebühr ist 1 Fr. pro Tag bEt*. 50 Cts. pro halben Tag zu entrichten. Neue Italienische Versuche mit Holzgas. Unter der Kontrolle des italienischen Automobil- Clubs wurden auf zwei verschiedenen Prüfungsstrecken die Versuche mit Holzgas fortgesetzt. Der Fahrer Giuseppe Ferro steuerte dabei einen Lancia- Aprilia-Wagen, der folgende Leistungen erreichte: TurinvRom, 720 km in 9:21:28, Stundenmittel 76,941 km, verbrauchte Kolzkohle 80 Kilogramm; Neaipel-Rom, 226 km in 2:32:48, Stundenmittel 88,743 km, verbrauchte Holzkohle 28 Kilogramm. Starke Steigerung des Absatzes bei der schwedischen Volvo-Fabrik. Im Jahre 1939 hat der Absatz der schwedischen Volvo-Automobilfabrik weiterhin eine erhebliche Steigerung erfahren. Die Gesamtverkäufe erhöhten sich um 650 auf 7305 Wagen, was einer Zunahme um 13,5% entspricht. Allerdings bröckelten mit dem Ausbruch des Krieges und der Einführung der Benzinrationierung die Verkaufsziffern ab; denn setzte die Fabrik vom Januar bis September 5891 Wagen ab, so waren es in den letzten vier Monaten des Jahres nur noch 1414. Dagegen nahih im September mit dem Uebergang zur Benzinrationierung die Herstellung von Gasgeneratorwagen ihren Anfang. Bis Jahresschluss pruiden 737 Stück verkauft.