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E_1940_Zeitung_Nr.047

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ss AUTOMOBIL-REVUE

ss AUTOMOBIL-REVUE DIENSTAG, 19. NOVEMBER 1940 — N° Jjitexessautes (um flwtm Der Riese und die Zwerge. Der beliebteste Elefant des New Yorker Zoo, ein riesiger Afrikaner namens Khartum, musste dieser Tage geschlachtet werden, weil er plötzlich im Gegensatz zu seiner viele Jahre hindurch bewiesenen Gutmütigkeit bösartig und unverträglich geworden war. Der Grund zu dieser Charakteränderung ist eigenartig genug: Khartum war seit langer Zeit daran gewöhnt, dass ein Rotkehlchenpaar den grössten Teil des Tages in seiner Gesellschaft verbrachte und sich von den Brosamen nährte, die vom Tische des Riesen abfielen. Eines Tages waren aus unbekannten Gründen die Rotkehlchen nicht erschienen. Khartum war sichtlich nervös und verärgert. Und als nun die Vögelchen tatsächlich nicht wiederkamen, war es um des Elefanten Laune geschehen, und die Sehnsucht nach seinen kleinen Freunden veränderte seinen Charakter so gründlich, dass nichts anderes übrigblieb, als das Tier abzutun. Nicht nur fleissig, sondern auch stark. Die Holländer sind grosse Imker und folgen mit Eifer allen Experimenten, die man mit Bienen ausführt. Sie stellen auch besonders schöne und grosse Exemplare für entsprechende Versuche zur Verfügung. Es steht — nach diesen Experimenten — fest, dass die Biene nicht nur ein sehr fleissiges, sondern auch äusserst starkes Tier ist. Und wenn man den jüngsten Bienenversuchen folgt, dann kann eine Biene das 30fache des eigenen Gewichts bewegen. Gemessen an den Proportionen des Menschen würde die Biene in unserem Format so stark sein wie eine Zuglokomotive... Riesenschlange im Hungerstreik. Nach einer Meldung aus Kalkutta hat eine im dortigen Zoo befindliche Pythonschlange soeben einen 2 Jahre und 4 Monate andauernden Hungerstreik abgebrochen, indem sie auf einen Sitz fünf fette Hühner verspeiste. Die Annahme des indischen Zoodirektors, seine Schlange habe damit den Hunger-Weltrekord gebrochen, beruht allerdings auf einem Irrtum, da eine im Pariser Zoo beheimatete Pythonschlange vor nicht allzulanger Zeit schon eine Hungerkur von 2 Jahren und 6 Monaten durchgeführt und bei bester Gesundheit überstanden hat. Eine Kuh? - Völlig unbekannt! Was wissen amerikanische Großstadtkinder von anno 1939 von der Landwirtschaft? Eine kürzlich in Boston veranstaltete Rundfrage unter den Schulkindern hat in dieser Hinsicht die erstaunlichsten Resultate gezeitigt. So stellte sich z. B. heraus, dass 3500 Schulkinder noch nie in ihrem Leben eine Kuh zu sehen bekommen hatten. Um wenigstens diesem Uebel abzuhelfen, hat die Schulbenörde jetzt eine Kuh angeschafft, und regelmässig wird nun den Schulkindern vorgeführt, wie beispielsweise so ein Ding gemolken wird. JDer Frosch und die Seerose Es war einmal ein Frosch, der lebte in einem grosseen schmutzigen Sumpf. Wenn er die Sonne sehen wollte, so musste er sich mühsam durch das scharfe Schilf am Rande des Sumpfes hindurchzwängen und das hohe Ufer erklimmen. Unser Frosch hatte aber Sehnsucht nach der Sonne und Wasser des Sumpfteiches angesiedelt hatten, war nach all den Schönheiten, die von der Sonne beschienen eine Blume entsprungen. Eine herrliche Blume! werden. Und er bat die Sonne, dass sie Gelb überglänzt vom Schimmer des Sonnenlichtes ihm helfe, auch etwas von diesen Schönheiten zu sehen. Als er eines Nachts in seinem Sumpfbettchen erstrahlte sie in weisser Reinheit. Da schwang sich der Frosch behende auf eines der dicken grünen lag und den ganzen Tag Ober wieder so Blätter, das ihm wie ein Polster erschien. Ehr- viele schreckliche Sehnsucht nach Schönheit gehabt fürchtig und anbetend verbeugte er sich vor der hatte, da träumte er, die Sonne schicke ihm auf einem goldenen Strahl eine Botschaft. Als er aufwachte, war der Morgen schon angebrochen und (Aufn. Ufa-Foerster.) die Nebel, die über dem Sumpf lagen, zogen sich, vom Kuss der Sonne berührt, auseinander. Der Frosch rieb seine grossen Augen, und da sah er das Wunder, das geschehen war. Inmitten der grossen grünen Blätter, die sich auf dem dunklen Schönheit, die ihm die Sonne geschenkt hatte. Ein Bild aus dem Farbenkulturfilm der Ufa « Bunte Kriechtierwelt». smmssmatimsm&gBmigsmsBSfflsim Eine Schlange wird Beboren. Ausschlüpfende Ringelnatter, ein Bild aus dem Ufa-Kulturfilm «Bunt« Kriech tierweit. (Aufn, iWolfr. Junehans.) Ein arabischer Vater schreibt an seine Tochter In Bagdad starb dieser Tage «Madame Fatme>, die Witwe eines französischen Arztes. Sie selbst war aus einer der vornehmsten Familien des Landes hervorgegangen, und der Liebesroman zwischen dem jungen Franzosen und der arabischen Fürstentochter bildete seinerzeit — es war in den ersten Jahren unseres Jahrhunderts — das Tagesgespräch nicht nur an den Ufern des Tigris, sondern auch an denen der Seine. Die Ehe war sprichwörtlich wegen ihres ungetrübten Glückes, und die Araberin bildete bald ein Zentrum der europäischen Kolonie. Ihr Gatte starb kurz vor Ausbruch dieses Krieges,- seither hatte sich «Madame Fatme> von jeder Geselligkeit zurückgezogen und ist ihm jetzt ins Jenseits gefolgt. Jn ihrem Schreibtisch fand sich in einem vergilbten Umschlag mit der arabischen Aufschrift «Rezept für die irdische Glückseligkeit» ein Brief ihres Vaters, den Fatme dort seit dem Tag ihrer Hochzeit aufbewahrt hatte. Dieser Brief verdient es noch heute, zum Wohle aller jungen Frauen veröffentlicht zu werden: «Meine Tochter! Allah ist gross. Nun ist der Vollmond aufgegangen, und vereint wird die Geliebte mit dem sie so innig Liebenden. Dein Vater kommt, um dir Glück zu wünschen für dein künftiges Leben. Der Tigris ist nichts anderes als meine Tränen, die ich wegen der Trennung von dir vergiesse; ihr werdet in Wonne leben, ich allein werde der Ausgeschlossene sein. Du verlassest heute das väterliche Haus, dessen Sonnenschein du gewesen bist, und trittst ein in ein Haus, das du noch nicht kennst. Versuche, es zum Himmel auf Erden zu machen, und du wirst selber wie im Paradiese wandeln. Sei deinem Gatten eine treu sorgende und ergebende Dienerin, und er wird dein Sklave sein. Sei nicht zänkisch mit seinen Verwandten und komm ihnen mit Liebe und Vertrauen entgegen, auf dass du ihre Vertraute wirst. Pflege deinen Körper und deinen Geist, sei aber geizig mit deinen Reizen, auf dass dein Gatte sich nicht daran übersättige und ständig Sehnsucht nach ihnen empfinde. Siehst du deinen Gemahl mit sorgenvoller Miene nach Hause kommen, so verscheuche sie durch Frohsinn und Liebenswürdigkeit und glätte alle Falten seines Gemütes. Pflege seinen Schönheitssinn, beleidige niemals seinen Geruchssinn, aber schmeichle immer seinem Geschmack. Befriedige seinen Gaumen und störe nicht seine Verdauung. Dein Anblick sei ihm wie erquickender Wein, der ihn berauscht und ihm immer wieder neue Kraft verleiht. Halte fest an dem Gegenstand deiner Liebe und lass dich nicht irremachen durch das Gerede der Neider; ist einmal ein Herz mit der Liebe vertraut, so mag die Welt lange auf kaltes Eisen schlagen. Dies schreibe ich dir, meine Tochter, mit einem Herzen, das niemals dein Andenken vergessen wird, und während meine Hand schreibt, rinnen Tränen aus meinen Augen, und die Feder trifft auf die Spuren meines Abschiedsschmerzes auf dem Papier. Befolge meine Ratschläge, meine Tochter, und du wirst glücklich werden und dein Gatte wird glücklich sein mit dir und durch dich.> MULTIFORT lerdfcht. stoßsich Selbstkostenpreis Von Walter Klebsattel. Ursula, Joachims intimste Freundin, klingelt ihm eines Tages an. «Liebster Jochem, morgen ist ein schöner Sonntag, könnten wir da nicht mit deinem Wagen ausfahren?» «Natürlich — meine Liebe — aber —» und eine matte Stimme murmelte noch etwas von Benzin. «Ach, dein ewiges Gejammer mit Benzin — wir fahren.» Diesem kategorischen Imperativ hatte Joachim nichts Aehnliches entgegenzustellen, und so sagte er zu. «Also, du holst mich um neun Uhr ab, nicht wahr. Und die Spesen — na, ich übernehme die Hälfte. Aber Selbstkostenpreis, bitte —» Dann erstarb die Stimme. * Die Fahrt muss wunderschön gewesen sein. Jedenfalls kamen sie spät nach Hause und Joachim sagte beim Einstellen des Wagens: «Für diesen Monat habe ich genug.» Am nächsten Tage erhielt Ursula die Rechnung. Autosteuer für September Fr. 22.— Autoversicherung für September > 27.— Garage pro September » 25.— Wartung und Pflege des Wagens » 18.— 20 Liter Benzin » 10.— Total der Selbstkosten Fr. 106.— Liebe Ursula, da wir bei unserem Ausflug mein ganzes Monats-] Benzin verpufft und ich bis zum nächsten Ersten nicht mehr fahren kann, bleibt mir nichts anderes übrig, als die Monatsspesen mit dem Ausflug zuverrechnen. Wie du siehst, beträgt dein Teil Fr. 53. Die besten Grüsse dein Jochem. Sie 9teinden=Vcxtäh=AHsialt Die Stadt Evanston im amerikanischen Staat Illinois kann den Ruhm für sich in Anspruch nehmen, eine vollkommen neue Institution geschaffen zu haben, die Hemdenverleihanstalt. Jeder Herr kaen sich dort ein Hemd für 18 Cents pro Woche leihan, sicherlich kein übertrieben hoher Preis, wenn mnn bedenkt, dass das Waschen eines Hemdes in den U. S. A. im Durchschnitt 15 Cents kostet. Die Anstalt hat Hemden in allen benötigten Grossen und in allen nur wünschbaren Farben und Mustern zur Auswahl auf Lager, so dass sie tatsächlich wohl jedem Geschmack gerecht werden dürfte. Die Qualität der Hemden ist so gut, dass sie nachweislich mindestens 45 Wäschen überstehen. Interessanterweise zeigen die seit Bestehen des Unternehmens gemachten Aufzeichnungen, dass neun unter zehn Kunden weisse Hemden zu leihen wünschen. Zürich Empfehlenswerte Unterhaltungsstätten Stadttheater Abend.: w% uhr, nachmittags 14 % Uhr. Theaterkasse Tel. 2 69 22 und 4 67 00, 10—12.30 und 15.30—19 Uhr. Kuoni Tel. 3 36 13, &—18.30 Uhr. Mi. abend 20. NOV. Der vergessene Kuss. DO. abend 21. NOV. Landvorstellung für den Aargau: Der Barbier von Sevilla. Fr. abend 22. NOV. Margarethe. Sa. abend 23. Nov. Die vier Füsiliere. SO. nachm. 24. Nov.Friederike. SO. abend 24. NOV. Romeo und Julia. Militär in Uniform bezahlt auf allen Platzen die Hälfte. Löwenstrasse 11 /Zürich Schauspielhaus ^^^ 20 w». So r tag nachm. 15 Uhr. Abendkasse ab 18 Uhr (2 1111) Mi. abend 20. NOV. Feine Leute (The gentile People). DO. abend 21. NOT. Die lustigen Weiber von Windsor. La ngerrthaler Porzellan Bahn hofstr. 18. Zürich 'ee und.JMocca'&edeckß Kiefer Spezialhaus 0. Vorberg ^Tffi- Zürich I erstklassig u preiswert - Sonntags geöffnet Passende Weihnachtsges'*lienke. — umändern. — Modernisieren. Cinrahmungcn Beachten Sie meine Schaufenst Fr. abend 22. NOV. Feine Leute (The gentile People). Sa. abend 23.HOV. Premiere: Frymann, ein Schauspiel aus den Bergen in fünf Akten von Werner Johannes Guggenheim. SO. nachm. 24. Nov.Die lustigen Weiber von Windsor. SO. abend 24. NOV. Geschloss. Vorstellung der Schauspiel-Union. Die lustigen Weiber von Windsor. Militär auf allen Plätzen halbe Preise.

No 47 DIENSTAG, 19. NOVEMBER 1940 Reorganisation der schweizerischen Verkehrswerbung Die Schweizerische Verkehrszentrale ist tot... Fast genau auf den Tag 23 Jahre alt geworden ist die nationale Vereinigung zur Förderung des Reiseverkehrs, die in ihrer letzten Generalversammlung vom 18. November vormittags im festlich geschmückten grossen Sitzungssaal des Zürcher Rathauses ihre Auflösung zu Ende dieses Jahres beschlossen hat Mit diesem Beschluss gibt sie den Weg frei für die Zusammenfassung der gesamten Werbung im In- und Auslande für den ganzen schweizerischen Fremdenverkehr, die dem Bundesratsbeschluss vom 21. September 1939 über die Schaffung einer zentralen Organisation zugrunde liegt. Pünktlich um 10.15 Uhr vormittags eröffnete Generaldirektor Hunziker als Präsident ad interim die Versammlung mit einer Begrüssung von Bundesrat Celio, des Zürcher Regierungspräsidenten Nobs und des Stadtpräsidenten Dr. Klöti, die durch ihre Anwesenheit an der Tagung ihr Interesse an den für die schweizerische Volkswirtschaft schicksalsbestimmenden Entscheidungen bekundete. In seiner Eröffnungsrede erläuterte Generaldirektor Hunziker die Umstände, die der heutigen Generalversammlung zugrunde lie- Generaldirektor Hunziker von der PTT, Ehrenmitglied der Sektion Bern des ACS, ist als Präsident der neuen Schweiz. Zentrale für Verkehrsförderung vorgeschlagen. gen und schilderte die Nöte und Schwierigkeiten, in die unser Fremdenverkehr durch die weltpolitischen Ereignisse geraten ist. Er jvies auf die Anstrengungen hin, die bereits heute vom Ausland für die Organisation des Fremdenverkehrs nach dem Kriege gemacht werden, wobei er die Notwendigkeit betonte, auch unsererseits schon jetzt zum Rechten zu sehen, um bei Wiedereintritt geordneter Verhältnisse gerüstet zu sein und sich durch die ausländische Konkurrenz nicht überflügeln zu lassen. Regierungspräsident Nobs überbrachte die Grüsse der Zürcher Regierung, während ein hübsches Trachtenmeitschi Bundesrat Celio den Gruss des Standes Zürich in einem herrlichen rotweissen Blumenstrauss, geschmückt mit einem Band in den Zürcher Farben, überreichte. Es waren 82 Delegierte anwesend, welche zur Abgabe von insgesamt 1646 Stimmen berechtigt waren, so dass also die zur Beschlussfassung erforderliche qualifizierte Stimmenmehrheit von zwei Drittel aller Mitgliederstimmen (ca. 1200 pro 1800) weit überschritten war. Protokoll, Jahresbericht und Rechnung 1939 wurden diskussionslos genehmigt; nach der per Ende Oktober erstellten Bilanz bleiben genügend Mittel für die Durchführung der bis zum Jahresende noch vorgesehenen Aktionen und darüber hinaus noch ein kleiner Ueberschuss, welcher der neuen Organisation zur Verfügung gestellt wird. Als ein Zeichen der Zeit ist zu bemerken, dass von den Mitgliederbeiträgen noch über Fr. 100000.— ausstehen. Hernach erstattete Direktor Bittel Berieht über die Tätigkeit der Schweizerischen Verkehrszentrale im vergangenen Jahr. Zu dem vom Präsidenten gestellten Antrag zur Liquidation der nationalen Vereinigung wurde das Wort nicht verlangt und der Antrag einstimmig zum Beschluss erhoben. Präsident Hunziker konnte infolgedessen zum Schlusswort übergehen, das in einem Rückblick auf die während 23 Jahren geleistete Arbeit und die Entwicklung der SVZ. von damals bis heute ausklang. ...es lebe die Schwelzerische Zentrale für Verkehrsförderung Generaldirektor Hunziker als Präsident vorgeschlagen. Nachmittags 3 Uhr tagte an der gleichen Stelle die Versammlung, welche gemäss Bundesratsbeschluss das neugeborene Kind aus der Taufe heben sollte. War die Vormittagsversammlung diskussionslos verlaufen, so erwartete man für den Nachmittag ein ziemliches Aufleben der Geister, hatte doch das neue Organisationsstatut bereits einige Zeit vorher in der Presse eine lebhafte Kritik von verschiedenen Seiten erfahren. Im Mittelpunkt des Interesses hatte dabei die Tatsache gestanden, dass die für die behördliche Vertretung im Vorstand reservierte Stimmenzahl eine Majori- 6ierung de€ Restvorstandes i befürchten Hess, eine Voraussicht, die der Begründung tatsächlich nicht entbehrte. Wider Erwarten unterblieb jedoch nachher eine Diskussion gerade über diesen Umstand, während anderseits um die acht zur Besetzung offenstehenden Freimitglieder-Posten im Vorstand ein ziemlich lebhafter Kampf geführt wurde. Bundesrat Dr. Celio eröffnete die Gründungssitzung der neuen schweizerischen Zentrale für Verkehrsförderung mit dankbarer Erinnerung an die Verdienste der Männer, welche vor vielen Jahren den Grund zur heutigen Organisation gelegt haben; er betonte seinen Glauben an die Zukunft unserer schweizerischen Touristik und versprach die tatkräftige Unterstützung des Schweiz. Post- und Eisenbahndepartementes. Für den Rest der Tagung musste er sich infolge anderweitiger Inanspruchnahme entschuldigen und übergab den Vorsitz an Dr. Cottier, unter dessen energischer Führung die einzelnen Traktanden, insbesondere die Genehmigung des im Entwurf vorliegenden Organisationsstatuts in der Mehrzahl diskussionslos erledigt wurden. Die Abstimmung erfolgte offen, wobei zu bemerken ist, dass ein allfälliger geheimer Stimmgang des Wahlgeheimnisses vollständig entbehrt hätte, zumal sämtliche vorbereiteten Stimmzettel eine Kennziffer trugen. An die nach 17 Uhr zu Ende gehende Versammlung schloss sich eine Geheimsitzung des neu bestellten Vorstandes, der dem Bundesrat eine Persönlichkeit als neuen Präsidenten der Organisation 'zu unterbreiten hatte. Wie wir erfahren, fielen die Stimmen auf Generaldirektor Hunziker, der bisher schon als Vizepräsident und Interimspräsident der Verkehrszentrale geamtet hat und mit dessen (durch den Bundesrat vorzunehmender) Wahl die Fortsetzung der Tätigkeit im bisherigen lichen Geist gewährleistet erscheint. A. C. SL fortschritt- b-r. SEKTION AARGAU. Budget-Generalversammlung. Die Sektion hielt vergangenen Samstag im Kursaal Baden im Rahmen einer Wintertagung ihre ordentliche Budget-Generalversammlung ab. Den Verhandlungen wohnte u. a. auch Herr Oberst Mäder, Ghef der Heeresmotorisierung und Ehrenmitglied der Sektion bei. Einleitend wies der Vorsitzende, Hr. Direktor Lenzin (Aarau), auf die vielfachen und unermüdlichen Bemühungen des Vorstandes hin, die eine Anpassung der Motorfahrzeugsteuern und der Versicherungsprämien an die durch die Benzinrationierung bedeutend reduzierte Fahrmöglichkeit zum Ziele hatten und denen wenigstens teilweise Erfolg beschieden war. Das Aktionsprogramm 1941 sieht eine Weiterverfolgung der bereits eingereichten Begehren vor. Vor allem sollen die fixen Kosten erheblich reduziert und ratenweise bezahlt werden können (Steuer und Versicherung). Die gleichen Ziele wird auch der Gesamtverband auf schweizerischem Gebiet verfechten. — Dia Versammlung genehmigte sodann einstimmig, den vorliegenden Budget-Entwurf, der wiederum auf einem reduzierten Jahresbeitrag von Fr. 25.— basiert und mit Fr. 16 800.— Einnahmen und Ausgaben ausgeglichen ist. Sehr interessante Ausführungen machte Herr Dr. h. o. Schiesser (Baden) über die Benzineinfuhrmöglichkeiten aus Rumänien. Nachdem feststeht, dass unserem Lande sozusagen nur die Transportmittel (Tankwagen) fehlen, ist im September auf private Initiative ein Tankwagen gebaut und Benzin aus Rumänien eingeführt worden. Der Initiant empfiehlt die Fortsetzung der begonnenen Aktion durch den AGS nicht zuletzt im Sinne der Arbeitsbeschaffung. Zum anschließenden gesellschaftlichen Teil haben sich rund 200 Personen eingefunden. Bis Mitternacht herrschte ein fröhlicher Betrieb mit allerlei Abwechslung und dieses Fest reihte sich, wenn auch zeitgemäss in einfacherem Rahmen durchgeführt, würdig an die früheren Martinianlässe. Steuerrückvergütung für militärisch requirierte Wagen. Der Regierungsrat hat soeben gestützt auf unsere frühere Eingabe und den diesbezüglichen bundesgerichtlichen Entscheid, beschlossen, die Steuer nach Massgabe der effektiven Requisition stage zurückzuzahlen. Bei allfällig schon erledigten Gesuchen wird die Steuer noch für die verbleibenden Tage nachvergütet. SEKTION BERN. Clubball. Ein glücklicher Zufall hat es der Sektion Bern des A.C.S. möglich gemacht, das derzeit beste Ballorchester der Schweiz für ihren Clubball im Hotel Bellevue-Palace zu verpflichten. Teddy Stauffer — denn um diese famose Kapelle handelt es sich — wird dem Ball vom 30. November 1940 im Bellevue den Stempel aufdrücken. Die Besucher des immer schönen Anlasses wird es sicher angenehm berühren, dass der Preis der Karte auf Fr. 5.45 gesenkt werden konnte, indem das herkömmliche Mitternachtssouper als Folge behördlicher Sparvorschriften heuer zum ersten Male ausfallen wird. Für das leibliche Wohl ist aber mit einem reichhaltigen kalten Büfett gesorgt. Die Tischpläne liegen beim Sektionssekretariat auf, wo auch alle Platzwünsche anzubringen sind. LICHTBILDER- UND FILM-ABEND DER ORTSGRUPPE LANGENTHAL. Nächsten Donnerstag, den .21. November 1940, haben die Oberaargauer A.C.S.-Mitglieder den Zentralpräsidenten, Herrn Dr. E. Mende, zu Gast, der von seiner Fahrt an die Sonne mit dem Vergnügungsdampfer « Milwaukee» im Jahre 1938 erzählen wird. Gegen 100 wohlgelungene Diapositive und etwa 180 m Farbenfilm legen Zeugnis ab von einer fröhlichen Meerreise an die westliche Küste 'Afrikas, wo vorerst die Inseln im Atlantischen Ozean westlich Marokkos besucht werden und hernach an den grösseren Orten der Küste, wie Dakar, Bathurst, Freetown usw. zu interessanten Ausflügen an Land gesetzt wird. Die Ueberquerung des Aequators wird mit dem üblichen Zeremoniell gebührend festgehalten und dann dampft die »Milwaukee» nordwärts ihrem Heimathafen Hamburg zu. Das Bildmaterial ist absolut erstklassig und die Farbenphotographie feiert in der tropischen Blumenpracht wahre Triumphe. Herr Dr. Mende, dessen Reiseschilderungen stets unterhaltend und fesselnd wirken, wird mit diesem «Vorkriegsthema» auch in Langenthai viele Interessenten finden. Der Anlass beginnt punkt 20 Uhr im Hotel AUTOMOBIL-REVUE Bären. Mitglieder, deren Angehörige, sowie weitere Interessenten sind ohne Rücksicht auf ihre Clubzugehörigkeit herzlich willkommen. T. C. S. Jahresfeier des Landesteils Bern. «Und dräut die Benzinnot noch so sehr, uns kriegt sie doch nicht klein ». Also sprach der Vorstand des Landesteils Bern des T.C.S., ging hin und rief nach zweijährigem Unterbruch seine Getreuen wieder zum traditionellen Jahresfest im Kursaal Schänzli in Bern. Denn Tanz und Unterhaltung erfreuen des Menschen Herz, sonderlich in solchen Zeiten, da die automobilfahrenden (oder besser gesagt fahren möchtenderi) Glieder der Menschheit ganz und gar nichts mehr zu lachen haben. Und die Spekulation erwies sich als richtig: an die 500 Mann und Frau hoch strömten sie am letzten Samstag zusammen, teils dieserhalb, teils ausserdem, jedenfalls aber zu löblichem Tun. Im Hinblick auf die Kohlennot servierte die Regie ein komprimiertes zwar, doch ebenso buntes wie schmackhaftes Programm, das allen Geschmäckern etwas und dem vielgewandten Ekkehard Kohlund Gelegenheit bot, sein Talent als Conferencier brillieren zu lassen. Mit drei flotten Darbietungen eröffnete das Orchester des Stadtturnvereins Bern den Reigen, eine gelenkige Turnergruppe produzierte sich in straffem Rhythmus mit dem Medizinball; dieweilen zwei Mitglieder des Kunstradfahrervereins Bern ihren staunenden «Kollegen vom Volant» eine nicht nur nervenkitzelnde, sondern obendrein auch höchst eindrucksvolle Demonstration dafür gaben, wie man Benzin spart: ganz einfach, indem man sich zu zweit auf einem Velo tummelt. Nur dass dieses Tummeln im vorliegenden Fall die Form geradezu atemberaubender Akrobatik annahm. Zwischenhinein hiess der Präsident, Herr Dir. Kauer, in wohlgesetzter Ansprache die Delegierten der benachbarten Sektionen, - die Presse und die ganze Festgemeinde willkommen, nicht ohne dahei auch die Fragen xa streifen, die heute des Automobilisten Gemüt bewegen, Benzinknappheit und Ersatztreibstoffragen. Kopf hoch und den Mut nicht sinken lassen, in dieses Bekenntnis mündete seine mit Beifall aufgenommen© Ansprache aus. Worauf sich auf der Bühne wieder emsige Geschäftigkeit entfaltete. In zwei Tänzen zeigte Hilde Baumann, die Primaballerina des Stadttheaters, ihr ausgeschliffenes tänzerisches Können, die Kunstradfahrer verblüfften, diesmal im Kollektiv antretend, durch ihre geradezu unwahrscheinlichen Balancierkünste, die Tanzgruppe Würgler erntete mit ihren Ballettdarbietungen reichen Beifall, den Vogel aber schoss ein urkomischer Musikalclown (der im Gegensatz zu Grock auf den Namen Punsch hörte) ab. Wie listig er das. tit Publikum hinters Licht führte, gewahrte männiglich erst, als er, seines Handorgelspiels plötzlich überdrüssig geworden, das Instrument weglegte und lächelnd abging durch die Mitte, dieweil die Melodie quietschvergnügt weiterklang... hinter den Kulissen nämlich. Dass die ungeduldigen Tanzbeine auf ihre Rechnung kamen, versteht sich am Rand, denn schon von J410 Uhr an durften sie sich auf dem Parkett des Saales oder in der Unterwelt der Bierschwemme "austoben ...allerdings nur bis zwei Uhr. Denn die Welt steht im Kriege, was einem nach den Stunden unbeschwerter Geselligkeit beim Hinaustreten auf die verdunkelten Strossen nachdrücklich und handgreiflich zum ßewusstsein gebracht wurde AM« Jen Verbänden CHAUFFEUR-VEREIN ZÜRICH Unterhaltungsabend vom 10. November. Beim Chauffeur-Verein Zürich geht es nicht nur politisch neutral, sondern auch gemütlich zu. Das scheint sich seit dem letzten Anlass in Zürich und Umgebung einigermassen herumgesprochen zu haben, und als pünktlich um 17 Uhr am Sonntagnachmittag Musikdirektor Wild mit dem Züha-Handharmonika-Jugend-Orchester zum flotten Eroffnungsmarsch einsetzte, war der grosso Konzertsaal des Restaurants «Kaufleuten» bis auf den letzten Platz angefüllt, und auch auf der ualene hatte Newton sein Gesetz von der Schwere nicht gefunden, weil der berühmte Apfel nicht zur Erde hätte fallen können. Der letzte Unterhaltungsabend fand vor «wei Jahren statt, und man wagte sich damals eigentlich nur zaghaft an das Experiment und hatte deshalb auch nur den kleinen Saal des Konzerthauses reserviert. Nchdem schon bald nach Beginn die Saaltüren vor dem Zudrang der Besucher geschlossen und gesichert werden mussten, wagte man heuer den Schritt in den grossen Konzertsaal, dabei mit einem Auge immer noch bedenklich auf die Ungunst der Zeiten schielend (was eigentlich Chauffeure nicht tun sollen, da sie geradeaus zu sehen haben). Wie sehr der Erfolg des Unternehmens den Wagemut gelohnt hat, haben wir bereits gesagt; weit über 500 Personen fühlten das Bedürfnis, bei froher und gediegener Unterhaltung dem seelischen Druck des Weltgeschehens für einige Stunden zu entfliehen. Tatsächlich sorgt aber auch der Chauffeur- Verein Zürich in einem Masse für die Unterhaltung seiner Gäste, wie man es sonst von derartigen Vereinsanlässen nicht gewöhnt ist. Auser dem bereits erwähnten Jugend-Orchester war auch das Züha-Handharmonika-Orchester zur Stelle, das, in seinem Ensemble wahre Virtuosen des Instrumentes aufweisend, schwierigste Kompositionen mit Geschick meistert. Dazu hatte man sich den beliebten Zürcher Dialekt-Dichter und Hausdichter des Globus, Herrn Gobi Walter, verschrieben, der mit ernsten und heiteren Produkten seiner Muse aufwartete. Im Jodel-Doppelquartett des Turnvereins Neumünster lernten wir eine Gesangsgruppe kennen, deren fein eingepasster Stimmenklang zusammen mit ausgefeilter Vortragstechnik und feiner Empfindung jeder Bühne von Format zur Ehre gereichen würde. Auch das jugendliche Geschwisterpaar Hadorn trug wesentlich zur Schaffung der heimeligen Stimmung bei und sei bedankt. Präsident Griesser besitzt die Gabe, mit wenigen Worten viel zu sagen. In einer kurzen Ansprache grüsste er unter anderem die anwesenden Mitglieder befreundeter Vereine, vergass auch die im Wehrkleid abwesenden Vereinsmitglieder nicht und erzählte von den Sorgen, welche in diesen Zeiten auch den Verein umdrängen. Die Produktionen der einzelnen Vortragsgruppen folgten sich, mit rundfunkähnlicher Pausen- losigkeit, so dass mit Blitzesschnelle der Moment herbeikam, da das schöne Geschlecht in obligater Bekleidung zum Angebot der Tombola-Lose schreiten sollte. Angebot ist übrigens schön gesagt, auf das gehen wir einen genehmigen; die meisten der unglücklichen Losverkäuferinnen kamen nicht über den nächsten Tisch hinaus, so waren sie ihre Ware bereits los. Konnte man von weitem einen der Losteller erblicken, so bildete sich alsbald um diesen Anziehungspunkt ein Kern, um den sich sofort eine dicke Mauer von iMenschenleibern staute, deren einzelne Exemplare danach trachteten, mit Aufwendung aller möglichen Mittel und 30 Rappen Bargeld pro Stück in den Besitz der stürmisch begehrten Papierröllchen zu gelangen, in die weise Schicksalshände nebst den wohlschmeckenden Rosinen die weniger begehrten Nieten gemischt hatten. Kein Wunder, präsentierte doch im Vorraum des Saales ein mit über 300 teils mehr, teils weniger kostbaren Objekten beladener Gabentisch, wo sich die Wurst einträchtig mit der Armbanduhr, die Weinflasche in holder Umschlingung mit dem Autopneu paarte. Den Clou der Verlosung bildete eine wertvolle Handorgel, mit welcher der Berichterstatter im geheimen bereits stille Zwiesprache pflog; leider war ihm das Glück nicht hold, und er musste sich nebst anderen nützlichen Gegenständen mit einer Dose Skiwachs begnügen, das er mit stiller Resignation eventuell in diesem Winter als Brotaufstrich zu verwenden gedenkt, wenn es mit der Butter so weitergeht. Die Züha-Theatergruppe beschloss das Unterhaltungsprogramm mit einem flott abgewickelten Dialekt-Einakter, und als er sie endlich, trotz aller Hemmnisse, gekriegt hatte (oder sie ihn), erklangen die flotten Tanzweisen der Stimmungskapelle «Zjkov-Boys», deren anfeuernden Lockungen das junge Volk ohne Zögern folgte. Der Berichterstatter hatte leider einen weiten Heimweg unter die pferdekraftlos gewordenen Finken zu. nehmen^ b-r. Es geht vorwärts. II. An der Sitzung des Verwaltungsrates des T.A.G. vom 5. Juli 1940, von der in der letzten Nummer berichtet wurde, führte Zentralsekretär Kollege Leuenberger aus, dass bei einer unmittelbaren Inkraftsetzung des Bundesratsbeschlusses über den Transport von Personen und Sachen mit Motorfahrzeugen auf öffentlichen Strassen der Zeitpunkt nähergerückt sei, wo der Bundesrat Vorschriften über das Zustandekommen von Gesamtarbeitsverträgen erlassen müsse. Damit würde die Aufgabe an den T.A.G. herantreten, sich rechtzeitig mit der Frage zu beschäftigen. Kollege Leuenberger schlägt vor, alles zu vermeiden, was die Berufsverbände der Arbeitnehmer und Arbeitgeber veranlassen könnte, bereits mit ausgearbeiteten Vorschlägen auf den Plan zu treten und Forderungen etc. zu stellen. Seines Erachtens müssen die Verhandlungen über den Inhalt der kommenden Gesamtarbeitsverträge das Produkt gemeinsamer und loyaler Aussprachen sein. Der V.H.T.L. hat bis heute darauf verzichtet, einen Entwurf für die Gesamtarbeitsverträge auszuarbeiten, um Prestige- und andere Fragen zu vermeiden. Der V.H.T.L. hat diese auch abgelehnt, weil er sich nicht nur mit den Berufsverbänden der Arbeitgeber loyal verständigen will, sondern auch mit den übrigen Arbeitnehmerorganisationen, denen eine beschränkte Zuständigkeit zur Mitarbeit zugebilligt werden muss. Der Verwaltungsrat sollte in erster Linie die Frage prüfen, ob mit der Aufnahme von Besprechungen über den Abschluss von Gesamtarbeitsverträgen im Autotransportgewerbe zugewartet werden soll, bis die bezüglichen Weisungen des Bundesrates bekannt sind, d. h. bis die Aufforderung zur Aufnahme von Verhandlungen durch den Bundesrat erfolgt ist, oder ob der Verwaltungsrat auch in dieser Beziehung eine gewisse Vorarbeit leisten soll. Kollege Leuenberger würde es begrüssen, wenn grundsätzlich eine Verständigung zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern vorliegen würde, bevor sich der Bundesrat mit der in Art. 17, Absatz 2 des Bundesbeschlusses vorgesehenen Aufgabe beschäftigt. Daraus ergibt sich die zweite Frage, ob schon Grundlagen für die Aufnahme von Besprechungen vorhanden sind oder nicht. Im Transportgewerbe bestehen bereits Verträge; der bedeutendste davon ist der Gesamtarbeitsvertrag für das Fuhrgewerbe auf den Plätzen Basel, Bern und Zürich. Daneben existieren auch Verträge mit Einzelfirmen. Der Schweiz. Fuhrhalterverband hat bereits an einer Generalversammlung beschlossen, dass der erwähnte Vertrag als Basis für die Verhandlungen über die Gesamtarbeitsverträge im Autotransportgewerbe dienen soll. Die Arbeitnehmerorganisationen können sich dieser Auffassung anschliessen. Auf alle Fälle sollte vermieden werden, den jetzt in vielen Betrieben des Gewerbes herrschenden Tiefstand der Lohnund Arbeitsbedingungen als Verhandlungsbasis anzunehmen. (Fortsetzung folgt.) BASEL. Am Samstag, den 9. November, traf sich die Basler Chauffeur-Familie zur Jahresfeier im Unionssaal, um ein paar Stunden fröhlicher Kameradschaft zu pflegen. Einige Minuten nacht acht Uhr ertönte der Eröffnungsmarsch der Kapelle Gebr. Buser, die während des ganzen Abends ihre rassigen Weisen zum Besten gab, dann folgte eino Nummer nach der andern. Der Conferencier und Clown Bobbi brachte alle Kollegen zum.Lachen, und als das Elsässertheater in einem Sketch «Das Erwachen des Pantoffelhelden» am Ende den Hausdrachen auf die Knie zwang, da drohten sich unter den Lachsalven der Kollegen die Balken zu biegen. Zwischenhinein begrüsste der Präsident, Kollege Noldi Müller, die Anwesenden. Die Glanznummer des Abends war bestimmt der junge Künstler, der wirklich Grossartiges als Jongleur leistete. Auch der junge Violin-Künstler fand regen Anklang. B. BERN. Im vollbesetzten Viktoriahall-Saal hielt an der November-Versammlung Herr Husistein seinen schon von der Basler Sektion sehr gut beurteilten Lichtbildervortrag über die Imbert-Holzgasgeneratoren. Die einfache, aber höchst eindrucksvolle Vortragsweise, verbunden mit einem vorzüglichen Bildmaterial, gestalteten den Abend zu einem kleinen theoretischen Kurs. Auch die Praxis fehlte nicht, indem Herr Husistein am Sonntagvormittag den Generator im Betrieb vorführte und in der Einbauwerkstätte der Gebr. Bärtschi A.-G. in Worblaufen einen völlig zerlegten Generator erklärte.