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E_1940_Zeitung_Nr.047

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Ersatztreibstoff-Probleme Uebersicht über das Transportgewicht von Treibstoffen für Fahrzeugmotoren. sind bekannt: Leuchtgas, Methan, Klärgas, Es ist bekannt, dass Treibstoffe für Motoren in fester, flüssiger oder Gasform zur Es ist sicher von Interesse, das Transport- Erdgas und Wasserstoff. Verwendung gelangen. Als feste Brennstoffe gewicht dieser Treibstoffe zu untersuchen. kommen Holz, Holzkohle, Torf, verschiedene Zu dieser Beurteilung ist es notwendig, folgende Faktoren zu berücksichtigen: Koksarten, Anthrazit sowie Kohle in Frage, die in einem Behälter mitgeführt werden. Heizwert: Bei den festen und flüssigen Brennstoffen wjrd der untere Heizwert in Wärmeeinhei- Die flüssigen Brennstoffe wie Benzin, Benzol, Alkohol etc. werden in gewöhnlichen gen Brennstoffen wird der untere Heizwert pro m 3 ten pro kg angegeben (WE/kg). Bei den gasförmi- Brennstofftanks, die vorne, seitwärts oder angegeben (WE/m 3 bei einem Barometerstand von rückwärts in den Wagen befestigt sind, gefüllt. Bei den gasförmigen Brennstoffen unterscheidet man die sogenannten Flüssiggase und die Dauergase (Hochdruckgase). Die Flüssiggase werden in Gasflaschen abgefüllt, die einen Prüfdruck bis zu 25 kg pro cm 2 aushalten. Solche Gase sind: Butan, Propan, Butylen, Propylen, Iso-Butan. Die Dauergase werden bei einem Druck von Brennstoff Fester Brennstoff der vergast wird (Generatorgas) . . Holz (buchen, lufttrock.) Holzkohle Tori Flüssiger Brennstoff Benzin Aethylalkohol (Spiritus) Methylalkohol Gasöl (Dieselöl) . . . . FUIlung in (netto) 30 — — 30 — — 30 — — 40 50 — 40 50 — 40 50 — 40 50 — Gasförmiger Brennstoff a) Flüssiggas: Butan •} Ruhrgasol I 46 108 — J 33 79 — Flaschen- Vol. d. Gab) Dauergas: Inhalt ses b. 1 at. Methan 10 58 14 Azetylen . Wasserstoffgas. kg 1 m 1 1 6,8 68 13,6 / 13 110 26 5 40 5,65 \ 2,06 110 22 11 53 11 leer kg 10 10 10 10 10 10 41 30 63 39 200 kg pro cm 2 in die sogenannten Hochdruck-Gasflaschen abgefüllt. Als Dauergase 760 mm/Hg und 20° G Aussentemperatur). Transportbehälter: Es fallen folgende Angaben in Betracht: Behälterabmessungen, Leergewicht, Füllgewicht oder Inhalt, Totalgewicht und Vorratsdruck. Das Füllgewicht oder der Inhalt wird in kg angegeben, das Volumen des Behälters in Litern. Den Totalheizwert einer Füllung drückt man in Wärmeeinheiten (WE) aus. In der Tabelle ist ausser dem totalen Heizwert noch angegeben, welche Wärmeeinheiten pro 1 kg Behälter transportiert werden Gewicht 73 73 144 60 144 voll kg 40 40 50 50 50 50 74 52 72 83 79,3 157 65 145 78,5 | kg/cm 1 J

N°47 — DIENSTAG, 19. NOVEMBER 1940 AUTOMOBIL-REVUE Methangas einer der wichtigsten Ersatztreibstoffe Italiens Der Methangasverbrauch steigt gegenwärtig in Italien sehr rasch an. Nach Schätzungen von massgebenden Stellen wird sich die gesamte italienische Methangasproduktion dies Jahr auf 50 Millionen Kubikmeter belaufen, gegen 21 Mill. m 3 im Vorjahr. Hiedurch lassen sich jährlich 40 000 Tonnen Benzin oder 60 000 Tonnen Kohle einsparen. Man glaubt nun, dass sich an den Stellen, wo reichliche Mengen von Methangas aus dem Boden strömen, auch ausgedehnte Erdöllager finden müssen, die allerdings wahrscheinlich in grossen Tiefen liegen. Jedenfalls sind Bestrebungen im Gang, diesen Schätzen, die die Erde vermutlich birgt, zu Leibe zu rücken. Demnächst soll sich die zuständige Kommission des Senats mit dieser Frage eingehend befassen. -b- Im Zusammenhang mit der Interpellation der « Unabhängigen > zur Heranziehung des Klärgases der Stadt Zürich als Ersatztreibstoff sei hier nochmals darauf hingewiesen, dass das Methangas, das durch Reinigung des Klärgases gewonnen werden könnte, ein ausgezeichnetes Treibgas von verhältnismässig hohem Energiegehalt darstellt. In Italien, wo man es aus natürlichen Erdgasquellen gewinnt, schätzt man es als einen der wichtigsten Ersatz-t treibstoffe des Imperiums. Gerade in den letzten Tagen wurde im Beisein des Korporationen-Ministers Ricci in Piacenza eine neue Kompressionsanlage für dieses Gas, eine Methangasleitung von Piacenza nach Mailand sowie eine Methan-Tankstelle in Lodi dem Betrieb übergeben. Gleichzeitig wurde auch ein Kurs für die Heranbildung von Spezialisten für Erdgasbohrungen eröffnet, -b- Geheimnisvoller Ersatzbrennstoff Wie der technische Dienst des A.C.S. meldet, erschien unlängst in gewissen Zeitungen der deutschsprachigen Schweiz eine Annonce für einen Ersatztreibstoff, der sich leicht beschaffen lasse und lediglich Umbaukosten im Betrage von 100.— bis 150.— Fr. notwendig machen sollte. Da eingeholte Erkundigungen nicht einmal zur c Entdeckung » des Chiffre-Inserenten führten, muss nach der erwähnten Quelle angenommen werden, dass es sich dabei um eine durchaus unseriöse Sache handelt. F-r. Generator-Schubkarren statt Anhänger Eine französische Firma hat eine Art Gasgenerator-Anhänger mit schwenkbarem Rad herausgebracht, der jedoch nicht hinten sondern vorn am Fahrzeug befestigt wird und türlich selbst für solche Motorwagen, wo ein Anhänger nicht in Frage kommt, weil der Wagenkasten nur von hinten zugänglich ist. Bei dem in der französischen Zeitschrift « L'Auto » abgebildeten Fahrzeug handelt es sich um eine Ambulanz des amerikanischen Roten Kreuzes, die in Frankreich im Betrieb steht. -b- Zusatz zu Flüssiggas verhindert Harzausscheidung Die heute auch als Treibgase benützten Flüssiggase neigen unter Umständen zu lästigen Harzausscheidungen. Sie lassen sich jedoch nach dem DRP 690 417 durch Beimischung von etwa 1 % flüssiger Kohlenwasserstoffe mit einem Siedepunkt zwischen 200 und 300° C zum verflüssigten Treibgas vermeiden. Als Zusatz eignen sich hydrierte Naphtaline und Spindelöle sowie ganz besonders ein Gemisch aus zwei Teilen Tetrahydronaphtalin (Tetralin) und einem Teil Spindelöl. -b- Ted» Obligatorische Oelregeneration in Frankreich Am 5. Oktober ist im unbesetzten Frankreich die obligatorische Oelregeneration in Kraft getreten. Künftig können frische Motorenöle nur noch an solche Personen abgegeben werden, die den Beweis erbringen, dass sie selbst die Regeneration des gebrauchten Oels vornehmen oder aber diese durch ein anerkanntes Unternehmen besorgen lassen. Dazu muss für je 2 x k kg frischen Oels 1 kg regenerierten Oels abgeliefert werden. Auf Zuwiderhandlungen sind strenge Bussen gesetzt. Neue synthetische Gummiarten Da Gummi zu jenen Rohstoffen gehört, welche die U. S. A. importieren müssen, wenden Erfinder und Industrie alle Energie daran, das Problem des synthetischen Gummis aus dem Laboratoriumsstadium in das der kommerziellen Erzeugung zu bringen. Fast jede Woche wird ein neuer Prozess zur Herstellung synthetischen Gummis patentiert. Ein von der Chemikerin Jane C. Konow geschützter Prozess arbeitet mit den Ingredienzien Gluten, Terpentin, Schwefelsäure und Glyzerin, die sich unter Hitze zu einer hochelastischen, gummiähnlichen und vulkanisierbaren Masse verbinden. Nach einem anderen Verfahren werden die Rückstände unreinen Benzins mit einer Lösung behandelt, die entsteht, wenn Strom durch chlor- und schwefelsäurehaltiges Wasser fliesst; dieses elektrolytische Produkt bildet mit den Rückständen zusammen synthetischen vulkanisierbaren Gummi, wobei als «Nebenprodukt» hochwertiges Benzin entsteht. Am weitesten fortgeschritten ist jedoch die Produktion von Butyl, einem dem Buna^Gummi vergleichbarem Material, das schon jetzt in grösserem Maßstabe von Standard Oil hergestellt wird. Ungleich dem deutschen Kunstgummi lässt es sich auf verhältnismässig einfache Weise erzeugen und ist auch billiger, ohne jedoch ölbeständig zu sein. Bisher beabsichtigt die Gesellschaft nicht, in Konkurrenz mit Naturgummiprodukten zu treten; im Ernstfälle wäre sie jedoch nahezu augenblicklich in der Lage, einen grossen Teil des Gummiverbrauchs der Autoindustrie durch Erzeugung synthetischen Gummis zu decken. E. Bdt, Motorenteisungsmlttel, das zugleich Klopffestigkeit des Brennstoffs den Betriebsbedingungen anpasst. Bei Flugmotoren bildet sicji sogar auf dem Prüfstand leicht ein Eisenansatz im Vergaser, dem durch die Vernebelung des Brennstoffe dauernd groese Wärmemengen entzogen werden. Hiedurch verengt sich, der Durchgangsquerschnitt im Lufttrichter und die Motorleistung nimmt ab, was bei Flugversuchen beispielsweise dazu führen kann, dass ein« Maschine die garantierte Flughöhe nicht erreicht. Diesem Uebelstand will nun ein amerikanischer Apparat albhelfen, der dem Saugrohr des Motors im Betrieb dauernd kleine Mengen von Anilol (Gemisch aus Anilin-Oel und verschiedenen Alkoholen) zuführt. Die Beimischung hält eich, verglichen mit dem Brennstoffverbrauch, in derGröseenordnung von einigen Prozenten. Da das Mittel fast augenblicklich zwischen Eis und Metallwandung im Saurohr eindringt, soll die Enteisung eines vereisten Motors nur eine Sache von Sekunden sein. Bleibt der Apparat danach eingeschaltet, so bildet sich überhaupt kein Eis mehr im Saugrohr. Ausserdem erhöht das Anilol die Klopffestigkeit des Brennstoffs. Da diesbezüglich nicht bei jedem Betriebszustand die gleichen Anforderungen bestehen und eine Beimischung, welche den Oiktanwert stets auf dem Höchstwert hält, somit unwirtschaftlich wäre, ist die Einrichtung so beschaffen, dass die Flüssigkeit nur in der dem Betriebszustand angepassten Proportion zugesetzt wird, dem eich also die Klopffestigkeit des Gemisches laufend angleicht. -b- Dass auch die Stadt Barcelona den Trol' leybus-Betrieb einzuführen gedenkt. Bereits sollen in Deutschland zu diesem Zweck 200 Fahrzeuge dieser Art in Auftrag gegeben worden sein. Von einer Bestellung auf 500 Dieselmotoren für Panzerkampfwagen, welche die amerikanischen Heeresbehörden einer der grössten Motorenfabrik aufgaben. Dass der Konstrukteur des auch von uns vor längerer Zeit beschriebenen amerikanischen Kleinwagens, Marke «Crosley», nun ein vierplätziges Kleinfahrzeug für Heereszwecke entwickelt hat, das gegenwärtig in U. S. A. erprobt werden soll. Es ist mit dem gleichen luftgekühlten Zweizylinder-Boxermotor ausgerüstet wie der normale Personenwagen. Von den vier Insassen sitzen die hintern beiden rücklings im Wagen. Dass auf der Wiener Herbstmesse auch Schmiede- oder Pressteile aus Leichtmetall mit unlösbar eingepressten Stahl- oder Metallkernen gezeigt wurden, die zur Erhöhung der Steifigkeit an hochbeanspruch' ten Stellen dienen. Bisher wurden nach diesem' Verfahren Pleuelstangen, Lagerdecket und Schwinghebel hergestellt. Von neuen Leichtmetall-Druckflaschen mit einem Fassungsvermögen zwischen 0,06 und 60 Liter Inhalt, die sich teilweise auch als Speicher für Treibgas eignen. Ihr Sprengdruck belauft sich auf 600 at, der Prüfdruck auf 225 at und der zulässige Betriebsdruck auf 150 at. Dass die Zürcher Kläranlage täglich pro Kopf der angeschlossenen Bevölkerung rund 1 Liter Frischschlamm ausscheidet. Von der im letzten Jahr zurückgehaltenen Frischschlamm-Menge von 90 740 m' wurden 93,7 % in den auf 16,7 bis 21° C beheizten Faulkammern mit Gasfangvorrichtung behandelt, woraus eine Gasausbeute von 1 329 800 m* resultierte, was 5,5 m'l Jahr/Kopf der angeschlossenen Bevölkerung ausmacht. Die Bruftobetriebskosten der Anlage stellten sich im abgelaufenen Jahr auf 73 500 Franken oder 0.15 RpJm* gereinigten Abwassers, In Räumen, welche in früheren Jahren dauernd geheizt waren, sind die Min itnax-Feuerlöscher mit gewöhnlichen, nicht kältewiderstandsfähigen Füllungen geladen. Bei Eintritt der Kälte besteht Gefahr, dass der Inhalt dieser Apparate einfriert, wenn nach den Vorschriften für Brennstoff -Einsparung von Samstag bis Montag nicht geheizt wird. Wir empfehlen daher, die Feuerlöscher mit gewöhnlichen Füllungen rechtzeitig in dauernd geheizte Räume zu dislozieren oder mit frostsicheren Ladungen zu versehen. MINIMAX nach Art eines Schubkarrens vor ihm herfährt. Als Vorteil dieser Bauart wird angegeben, dass der Generator näher an den Motor .heranrückt. Zudem eignet sie sich nadie dem Kühler lebensge* fährlich werden könnte. Unsere seit langem bewährten Kühlerdecken sind rasch montiert und kosten wenig. MITTEILUNG an Hausbesitzer und Betriebsinhaber A.-G., ZÜRICH (Gegr. 1902) Schutz vor Kälte, MÜLLER MARTI, BERN Autosattlerei Eigerplatz 13 Tel. 28.299 SICHERHEITS-BREMSBELAG AUTO-„KOLLGRIT" der kolloidale Graphit-Zusatz für jedes Oel SCHMIDT, ZÜRICH 20-SIHLFELD. Reifen-Verkauf Winterreifen: 14/50, 5.25/16 und 5.50/17. Sommerreifen: 33/4, 3.50/19, 6.00/16, 6.25/16, 6.50/16, 7.00/16 und 7.50/16. (47,48 ALB. AEPLE, Pneuhaus, ST. GALLEN. Telephon 2 4110. 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