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E_1940_Zeitung_Nr.046

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Tedi Si»

Tedi Si» •»»«!•««• «•! Frage 13807. Azetylen-Dissous. Ich ersuche Sie um Angabe des Treibstoffverbrauchs für einen Chevrolet-Wagen, der auf Azetylen-Diesous umgebaut werden soll. Was für bauliche Veränderungen sind am Wagen nötig? Wie stellen sich die Kosten pro Fabrfcilometer? M. B. in F. Antwort: Wir hatten unlängst Gelegenheit, eine Probefahrt mit einem auf Azetylen-Dissous umgebauten Chevrolet-Wagen zu machen. Der Treibstoffverbrauch wurde uns mit ca. 6,5 kg Azetylen- Dissous eowie 7 Liter Sprit-Wassergemisch, enthaltend 4,6 Liter 85prosentigen Sprit, angegeben. Dies würde einem Benzinverbrauch von etwa 14 Liter/ 100 km entsprechen, wenn man annimmt, dass das Azetylen als Gas etwas vollständiger verbrennt als Benzin. Ist der Benzinverbrauch höher, so muss auch mit einer prozentual gleich starken Erhöhung des Ersatztreibstoff verbrauche gerechnet werden. Im fraglichen Fall kostet das Azetylen-Dissous rund 20 Fr./100 km, wozu nooh die Kosten des Sprite von ca. 3.50 Fr./lOO km kommen. Der reine Brennstoff preis ist also etwa 2,5mal so hoch wie der Benzinpreis unter gegenwärtigen Verhältnissen. Hiebei ist angenommen, dass Sie sich im Zuge der Umstellung einen Satz Druckflaschen kaufen, um die Flaschenmiete zu sparen. Der Umbau auf Azetylen-Dissous dürfte Ihnen auf ca. 1200 bis 2000 Fr. zu stehen kommen, worin der Preis der Flaschen eingeschlossen ist. Die Umstellung umfasst den Einbau eines Spezialvergasers, eines Druckreglers sowie verschiedener Rohrleitungen mit Absperrventil. Um die Fahrkosten zu berechnen, müsste diese Ausgabe auf die gesamte Azetylen-Dissous zurückgelegt wird, verteilt werden. Da niemand weiss, wie lange dieser Krieg und mit ihm die Schwierigkeiten in der Brennstoffversorgung noch andauern, ist es unmöglich, die Brennstoffkobten inkl. Abschreibung zu berechnen, um so mehr, als uns auch die jährliche Fahrstrecke Ihres Wagens unbekannt ist. Die übrigen Kosten für Oel, Reifen und Instandhaltung dürften sicn ungefähr gleich hoch stellen wie bei Benzinbetrieb. -b- Frage 13808. Zylinderriss infolge Ueberhitzung. Ich hatte unlängst einen Motor zu reparieren, dessen Zylinderblock gerissen war. Mein Kunde kaufte von einem Abbruchhändler einen gebrauchten Ersatz-Zylinderblock, den ich zu montieren hatte. Er stammte von einem Wagen mit automatischer Zündverstellung, während der alte Motor noch Hand- Zündverstellung besass. Da diese auch an den neuen Motorblock passte, baute ich sie ein. Nach kurzer Betriebszeit wurde der Wagen an einen Müllereibetrieb vermietet, der ihn hauptsächlich auf Gebirgsstrassen brauchte. Bald danach musste er wiederum in Reparatur gegeben werden, weil er sich überhitze. Nun wurde von einer anderen Garage eine automatische Zündverstellung eingebaut und auch der Kühler gereinigt, wonach sich der Motor nicht mehr überhitzte. Dagegen zeigte sich bald auch im neuen Block ein Riss, der auf die ITeberhitzung zurückgeführt wird. Nun macht der Besitzer mich für den Schaden verantwortlieh, mit der Begründung, ich hätte wissen sollen, dass auf den Block des neueren Modells eine automatische Zündverstellung gehöre Was halten Sie davon? R. H. in T. Antwort: Es ist wohl möglich, dass, abgesehen vom mangelhaften Zustand des Kühlsystems, auch die unrichtige Bedienung der Zündverstellung einen gewissen Anteil an der Ueberhitzung des Motors hatte. Scheinbar unterliess es allerdings der Kunde, Sie auf die häufige Ueberhitzung des Motors hinzuweisen, was zweifellos schon bei der ersten Reparatur eine Reinigung des Kühlsystems nötig gemacht hätte. Infolgedessen konnten Sie auch gar nicht auf den Gedanken kommen, nach entfernteren Gründen für die chronische Ueberhitzung zu suchen. Der Schluss, dass der Zylinderblock offenbar wegen der Montage der nicht dazugehörigen Handverstellung gerissen sei, wird dadurch widerlegt, dass ja der erste Block ebenfalls riss, obwohl dort die Handverstellung das Richtige war. Er riss eben nicht wegen der Handverstellung, sondern weil der Kühler zufolge Verschmutzung nicht mehr genug Wärme abzuführen vermochte. Das gleiche kann auch vom zweiten Zylinderblock angenommen werden. Da der Besitzer im Gebrauch der Handverstellüng geübt war, durften Sie diese unter den angegebenen Umständen mit vollem Recht wieder einbauen. -b- Frage 13809. Einbautoleranzen für Dieselmotoren. In lezter Zeit kommen häufiger Diesellastwagen in Reparatur. Könnten Sie mir das notwendige Kolben-, Pleuel- und Kurbellagerspiel für Berna- und Saurermotoren mitteilen. Gegenwärtig habe ich einen Wagen mit Deutzmotor in Arbeit, dessen Haupt- und Pleuellager wie bei einem Benzinmotor mit Komposition ausgegossen sind. Muss nun das Spiel wie bei einem Diesel- oder wie bei einem Fahrstrecke, die mitBenzinmotor, also kleiner sein ? Dann gibt es Dieselmotoren mit reiner Bleibronze. Wie gross soll dort das Spiel gemacht werden, desgleichen bei Lagern aus Bronze mit einer hauchdünnen Schicht Komposition. Kennen Sie ein Handbuch für Reparaturen, worin ich Angaben für Toleranzen speziell auch für Dieselmotoren einheimischer Konstruktion finden könnte ? W. K. in Z. Antwort: Die meisten Firmen sind begreiflicherweise in der Nennung solcher Einzelheiten der Konstruktion wie Einbauspiele und dergleichen gegenüber Aussenstehenden sehr zurückhaltend. Hierin dürfte der Grund dafür liegen, dass solche Angaben bisher nicht in Tabellenform erschienen sind. Auch wir können Ihnen diese Daten für die verschiedenen Motortypen nicht genau angeben und müssen uns daher auf die Nennung von Durchschnittswerfen beschränken, wie man sie in der Reparaturpraxis meist anwendet. Im übrigen verweisen wir Sie hinsichtlich des Kolbenspiels an die Lieferantin der Kolben oder die Fabrikanten der Motoren, die Ihnen auch die genauen Lagerspiele angeben können. Normalerweise macht man das Spiel der Kurbelwellenlager bei Dieselmotoren ungeachtet der Lagerkonstruktion rund 1/100 mm pro cm Zapfendurchmesser, also beispielsweise 8/100 mm bei einem Zapfen von 80 mm Durchmesser. .Die Abweichungen der einzelnen Motortypen von dieser Norm sind verhältnismässig bescheiden. So werden für die an AUTOMOBIL-REVUE DIENSTAG, 12. NOVEMBER 1940 — N° 46 manchen Deutzmotoren angetroffenen Thermodurlager Spiele von 1/100 bis 1.2/100 pro cm Zapfendurchmesser vorgeschrieben. Wo irgendwelche Bedenken wegen der Bemessung des Spiels aufkommen, hat sich eine hauchdünne Verzinnung der Lagerschalen-Gleitbahn vor dem Zusammenbau als Vorsichtsmassnahme gegen das Warmlaufen bewährt, ähnlich wie man ja aus dem gleichen Grunde mitunter auch die Kolben stanniert. -b- Purist. Spvechsaal Anfrage 774. Benzinrationierung im Taxibetrieb. Wir haben einen ausgesprochenen Taxameterbetrieb und können unsere Einnahmen nur nach der Berizinzuteilung richten. Hätten wir nicht noch eine gewisse Reserve vom Jahre 1939 gehabt, so wäre uns der Betrieb monatlich nur während ca. 10—14 Tagen möglich gewesen. Jener Benzinvorrat ist nun vollständig vergriffen und wir sind einzig und allein auf das uns zugewiesene Quantum angewiesen. Voraussichtlich erhalten wir diesen Monat pro Wagen eine Benzinmenge zugeteilt, womit wir eine Einnahme von 350—400 Fr. erzielen können. Sie reichen aber bei weitem nicht, um neben dem Chauffeurlohn, den Benzinkosten, dem Oel und der Garagemiete auch die kant. Autotaxen, die Haftpflichtversicherung, die Feuerversicherungsprämien, die Steuern für Gemeinde und Kanton, sowie die Wehrmannsausgleichkasse zu bezahlen. Wo sollen wir aber diese Steuern und Taxen hernehmen, wenn wir zu wenig Benzin bekommen? Soviel uns bekannt ist, werden den konzessionierten Taxis in Bern 3—4mal mehr und im Kanton Zürich mindestens doppelt soviel bewilligt als in unserem Kanton. Wir sind der Meinung, dass, sofern keine 'bessere Benzinzuteilung erfolgt, man uns nicht zwingen kann, Steuern zu bezahlen. R.T. Antwort: Es ist selbstverständlich, dass die Benzin-Rationierung für das Automobilgewerbe katastrophale Folgen eeitigen inuss. Andrerseits darf eben nicht vergessen werden, dass ausserordentliche Zeiten ausserordentliche Massnahmen und. Opfer verlangen. Nachdem nur noch in ganz ungenügenden Mengen Benzin eingeführt werden kann, sind eben Einschränkungen erforderlich. Jede Einschränkung wird Nachteile und Ungerechtigkeiten mit sich bringen. Es bleibt nichts anderes übrig, als den Betrieb der Benzinzuteilung anzupassen. Eine andere Möglichkeit besteht nicht. Wenn in andern Städten Taxameter mehr Brennstoff zugeteilt erhalten, liegt dies in der Frequenz begründet, die in grösseren Zentren naturgemäss grösser ist als in kleineren. Es bleibt unter den heute herrschenden Verhältnissen nichts anderes übrig, als sich raschmöglichst anzupassen. Dies hindert selbstverständlich nicht, in einer Eingabe dem Kant. Verkehrsamt Ihre Situation zu schildern. Wenn für dasselbe die Möglichkeit besteht entgegenzukommen, wird es dies sicher tun. * Anfrage 775. Nachtlärm. Im Hause mir gegenüber 'wohnt ein Arzt. Seine Praxis ist sehr gross, weshalb er es immer sehr eilig hat. Daraus glaubt er das Recht zu folgendem, meiner Ansicht nach rücksichtslosem Benehmen ableiten zu dürfen: Jedesmal, wenn er mit seinem Wagen angefahren kommt, beginnt er schon von weitem mit seinem Ueberlandhorn zu hupen, damit seine Haushälterin bereits an der Gartentüre steht oder das Garagetor geöffnet hat, wenn er beim Hause vorfährt. Lässt die Haushälterin auf sich warten, so wird bei stehendem Wagen solange weitergehornt, •••••••••••••••« Zu verkaufen kontrollbereiter (46 FORDSON- TRAKTOR PERSONEN- WAGEN Marke RENAULT, Lim., Automobil-Revue, Bern. >•••••••••••••••< Heugummierte Pneus! Normal- und Stollenprofile Spezial-Traktorenprofile Neu-Gummierungen NICK, BÜRON (Luzern). Telephon 5 66 27.

DIENSTAG, 12. NOVEMBER 1940 F E U I L L E T O N Ein Mann entlaufen! Roman von Vera Bern. 48. Fortsetzung « Donnerwetter ! Fabelhafter Kerl! * sagt Hans Römer, der jeder sportlichen Leistung freudige Anerkennung zollt, nach dem Einsprang des Clowns in die Manege. « Der August soll übrigens ganz grossartig sein, hat mir sein Direktor erzahlt I... Ein zweiter Qrock.» «Ich lach' mich tot über Clowns >, sagt Gerda. « Wenn nur nicht immer die Witze so abgestanden wären ! » Aber schon bricht Hans Römer in schallendes Lachen aus. Was der Kerl da in der grasgrünen Perücke zum besten gibt, ist Ja zum Trudeln! Zum Schiessen ist das I Hans Römer lacht. Vergnügt, übermütig, ausgelassen, angesteckt von Gerdas Fröhlichkeit, von der allgemeinen tobenden Lustigkeit um sie hemm. Er freut sich über alle Sprünge, über alle Verrenkungen, über alle Witze, alle Purzelbäume, über das blöde Gesicht, über die Gummiposaune, über die Riesenzigarre. Hans Römer sieht, wie sich der Clown verändert. Als gliedere sich in kurzen Stössen ein anderer Mensch aus ihm heraus : er reckt sich auf in der Manege. Die schiefe Höckerschulter stellt sich gerade. Die rechte Hand erhebt sich. Der Blick wird gross und starr. Und aus todernster, weissbemalter Fratze kommt hart, metallisch, weithin schmetternd der Befehl: « Lachen !... Lachen !... Alle lachen !... Eins — zwei — drei! > Aus siebenhundert Leibern bricht das Lachen. Es schüttet wie ein Wasserfall herab, stürzt von den höchsten Plätzen unterm Zeltdach über die Bänke, Logen hinweg, hinab in die Arena und auf den Mann zu, der im grün und gelb gewürfelten Gewand, umtost vom schallenden Gelächter, wie ein Felsen steht. Und dann — als stemme er sich gegen diese Brandung, stösst er sich kraftvoll vor. Und steht mit einem Satz am Rande der Manege — vor Loge 10. Und wiederholt, fanatisch, wie besessen, mit Augen, die nicht einen einzelnen, die alle da vor ihm mit Herrenblick umfassen — laut, herrisch und metallisch den Befehl : « Lachen !... Alle lachen !.... Alle la...» AUTOMOBIL-REVUE Ein greller Frauenschrei aus Loge 10 reisst Die Menge lacht und brüllt und schreit. ihm das Wort vom Munde : Männer und Frauen. Dazwischen die Kinder < Nicht hinsehen, Hans !» gellt Gerda mit heilen Stimmen. Sie gröhlen über den Manz und wirft sich deckend zwischen Vater Clown, der zusammenzuckte bei dem Donnerschlag, sich wie im Krampf nach vorn und Sohn. Zu spät! neigte, sich nun mit aller Kraft herumwirft Zwei Augenpaare, aufgerissen in Fassungslosigkeit, in Grauen — wie ein Spiegelbild nach rechts, einen nach links, als sei er ein und, die Perücke in der Hand, zwei Schritte das eine Augenpaar dem andern — starren Besoffener, im Zickzack zum Ausgang der ineinander! Manege torkelt. «Du?!!... Du!??...» « Herr' Römer !... Um Gottes willen, Herr Wie eingeschient in sein Entsetzen sitzt Direktor!» Molignon springt hinzu, fängt Hans Römer. seinen lallenden Clown in den Armen auf. Wie Blei ist sein Gesicht. Der Mund zwei harte Striche. Nur seine Blicke jagen unbarmherzig vom grünen Wollkopf zu den Der wischt sich mit dem Aermel über das Gesicht. Schmiert die Farben durcheinander breiten Schuhen, und wieder aufwärts zu und dazu das Blut, das aus der Wunde den roten Brauen, unter denen die Augen sickert. blöde, hilflos glotzen. Drei Stallmeister legen ihn auf die Bohlen Als wäre ein Gerüst aus ihm herausgerissen, so sackt der Clown in sich zusammen. decken unter den Kopf. des Wandelganges. Sie schieben ihm Pferde- Er schwankt und fällt doch nicht zu Boden. Ein Sanitäter schneidet den Atlasärmel auf, Speichel rinnt ihm aus den Mundwinkeln. verbindet die Wunde. Es wiehert das Volk. Ein Polizist vom Dienst lässt sich Bericht Hans Römer sitzt noch immer wie erstarrt. erstatten. Stiert auf den Mann im Narrenkleid. Der Madame Molignon stürzt herbei, schreit in steht und schwankt. Nach rechts und links. Entsetzen : Wie ein Pendel, das ausschwingt... Steht. «Molignon ! Um Gottes willen, die lachen Schwankt... nach rechts, nach links. noch immer ! 1» Das Publikum johlt, hineingetrieben in das Molignon hebt den Kopf: Dröhnendes Gelächter aus dem Zelt, ein unnatürliches, ein Gelächter durch einen Befehl, der längst verklungen isti übersteigertes, ein sich immer noch steigerndes Lachen. Nichts hört Hans Römer vom Gebrüll, nichts vom Getöse. Sieht nur die jammervolle Gestalt da vor sich. Sieht seinen Vater, spalt — er löscht das Lachen nicht. Ein Blitz! Der Regen schüttet durch den oberen Zelt- der mit der Hand zur grünen Wollperücke Als- stünde das Zelt in Flammen. Ein krachender Donnerschlag. greift, sie sich vom Kopfe reisst vnd wankend dasteht, mit dem scharfen Römerschädel, auf dem die Adern dicke Striche ziehen tobt, noch immer das Gelächter — das nicht In den Orkan, der über dem Rocavignon — sieht seinen Vater, der blöde auf ihn stiert endenwollende Gelächter aus Mäaner-, und schwankt, als könnte er Stunden und Frauen- und Kinderkehlen. Stunden nichts anderes tun, als so im Zirkussand der Manege hin und her zu schwanken. «Hans! Um Gottes willen, was ist mit € Wir müssen zu ihm!» schreit Gerda. « So hilf ihm doch ! » schreit Gerda. Ihnen ? ! Stieren Sie doch nicht so !...» Da löst sich die Verkrampfung in Hans Hans Römer, wie aus sich herausgerissen, Römer. Er weiss nicht, was das ist, was in folgt dem Willen dieses kleinen Mädchens. ihm aufquillt, so ungeheuer stark, dass es ihn Sie drängt ihn durch die im Lachparoxismus beinahe sprengt. sich Schüttelnden, durch die in Panik Flüchtenden, die, sich Platz schaffend, mit den Ell- Er schnellt von seinem Sitz, den Vater zu umfangen. Er steht ihm gegenüber — nur bogen den Weg verrammeln. durch das dünne Holz der Logenwand getrennt, in Atemnähe — «Ich hab keine' Angst... gar keine... Der Hut wird Gerda vom Kopf gerissen; Da kracht ein Donnerschlag. Und in den Los ! Los ! Komm ! * Donnerschlag hinein ein Schuss ! ; Und sie arbeitet sich durch mit Händen Der fährt in den bauschigen, buntgewflrfelten linken Clownärmel, der sich rot tränkt im Wandelgang, eingekeilt in einen Haufen und Fäusten und Füssen. Sie steht plötzlich von Blut. Menschen,, zwischen Rüdken, Bäuchen, Schul- Unterstützt die nknon Soldatenwei tern, Ellbogen. Kann nicht vor, kann nicht zurück. Kann kaum noch Atem holen. Sieht rotbefrackte Männer, die, sich an den Händen haltend, einen Kreis bilden um den auf dem Boden auf Decken liegenden Mann irrt Clownarazug. Die Stallmeister stemmen steh gegen die Anstürmenden, die den Kreis Immer enger zusammendrücken. Die wenigen Polizisten vom Dienst sind hilflos. Der Dompteur rollt mit vier Mann den Löwenkäfig in den Gang, brüllt: «Platz oder ich lasse die Tiere 'raust» Schreie ertönen: «Hilfe! Hilfe! Polizei muss her! » Heinrich Römer liegt auf den Decken, liegt mit schlaffen Lippen, die Nase aus> Wachs schief im Gesicht, die Brauen'verrutscht, mit gläsernen Augen. Und immer noch das Lachen aus dem Zeltinnern, wie ein Chor tu der grausigen Symphonie des Orkans. Molignon steht in hilflosem. Toben vor seinem Clown, der ohne Begreifen am Boden liegt: « Sie stehen auf!... Sie stehen sofort auf! Rein in die Manege! Los: Rein! Wird's bald?!» Unverständliches Lallen von hängenden Lippen. «Werden Sie aufstehen! Sie bringen mir das Publikum zur Ruhe! Aber sofort!!» Er reisst den Clown hoch, der wie ein Sack zurückfällt. Frau Molignon schleppt einen Eimer Wasser herbei: «Schutt' ahm Wasser über den Kopf! » «Platz für die Polizei! > schreit Hans Römer und schafft sich freie Bahn zu seinem Vater. Er reisst der laut weinenden Frau den Eimer aus der Hand, schleudert ihn zur Seite, dass das Wasser herumklatscht. Brüllt: « Lassen Sie meinen Vater in Ruhe!» Er packt Molignon, wirft ihn zur Seite. Der rafft Sich wieder auf, stürzt mit flehend erhobenen Händen auf Hans Römer zu: «Das Lachen da drin muss aufhören!... Das sind Wahnsinnige geworden!.... Das Lachen muss aufhören! Das kann nur Ihr Vater bewirken! > « Mein Vater ist krank! » Molignon schreit: « Ich bin auch krank! » « Mein Vater äst angeschossen, Herr!-» «Aber ich bin fertig. Meine ganze Existenz! Meine Zukunft! Alles...» (Fortsetzung folgt.) Jeder Tropfen QUAKER STATE Ist reines, vollwertiges Schmieröl. Vier der modernsten Raffinerien Amerikas, mit Ober BOJthricer Erfahrung, stellen es nach den neuesten schmiertechnischen Forschungen her. Ueberzeugen auch Sie sich einmal von der Gute des In Amerika beliebtesten Markenöls. 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