Aufrufe
vor 3 Monaten

E_1940_Zeitung_Nr.046

E_1940_Zeitung_Nr.046

Junger, kräftiger POST-

Junger, kräftiger POST- KURSFAHRER, gelernter Automcch., rout. Fahrer, in allen Reparat, selbständig (Benzin und Diesel), sucht Stelle in grösserem Betrieb oder auf Ueberland. Zeugnisse u. Referenzen zu Diensten. (46 Off. erb. an H. Kündig, z. Zt Kreuzungen, Bärenstrasse 2. 22017 Einen vertrauenswürdigen finden Sie durch eine mder Automobil-Revue Cabrfs-Lim., ZVr PS, Modell 1938, in tadellosem Zustand, sehr gut bereift. Offerten unter Chiffre 22066 an die (46 mehrjähriger Fahrer, mit guten Zeugnissen, bin auch auf Diesel bewand., würde auch andere Arbeiten verrichten, gegenwärtig für längere Zeit entlassen. Offerten unter Chiffre 21994 an die (45,46 Wer kann einem 33j. Chauffeur-Mech., verheiratet, gegen eine Belohnung bis 1000 Fr. zu irgendeiner sichern Jahresstelle verhelfen? "War 10 Jahre in gleicher Stellung auf 10-t-Dieselwagen. Car-Bewilligung. Güte Zeugnisse u. Referenzen vorh. Sicher- 22018 an die Automobil-Revue, Bern. stellung könnte geleistet werden. Strengste Diskretion zugesichert. (46 Offerten unter Chiffre Z6973 an die Automobil- Revue, Bureau Zürich. Staatl. geprüfter AUTOFAHRLEHRER gelernter Mechaniker, infolge Benzinmangels arbeitslos geworden, sucht Stelle auf Luxus-, Lieferungs-, Lastwagen oder Traktor, auch aushilfsweise. Nimmt auch jede andere, in das Autofach einschlägige Arbeit an. Offerten unter Chiffre Z 6975 an die Automobil- Revue Zürich. (46 aeöucfit Jahrgang 1933, für 6 t Nutzlast, mit Vierradbremse, in ganz vorzüglichem Zustand, gut geeignet zum Umbau auf Holzgas, sofort lieferbar. Kleinwagen c Anfragen sind erbet, unt. Chiffre 17357 an die Bevorzugt wird OLYMPIA , Automobil-Revue, Bern. oder BALILLA. Es kommt nur neueres Modell in Frage mit äusserst. Preis Zu verkaufen "PC gegen Kassa. (46 Garage Senn, Landquari. 2BH, 2K—3 T., 24 PS, FIAT-BALILLA, durchrevidiert. Typ 1100 C, Mod. 40, Lim., 4 Zyl., 5.54 PS. Citroen FIAT-BALILLA, 6plätzig, Jahrg. 33, billigst. Typ 508 C, Mod- 39, Garage Enz, Tel. 7.70, Lim., 4 Zyl., 5.54 PS. Glarus. (446-15) FIAT-BALILLA, Typ 508 L, Mod. 39, Lim., 4 Zyl., 5.54 PS, Zu verkaufen 6-Plätzer. PEUGEOT, Typ 301, Lim., AUTO 4-türig, 4—5 PL, sehr geräumiger Wagen. Alle Wagen sind in prima Zustand und werden vorteilhaft abgegeben. Jean Naef, Auto-Service, Langenthai. Tel. 61.077 mit extra absolviert. Prü 1 fung f. schwere Lastwagen, sucht Stelle per sofort. Offerten unter Chiffre Zu verkaufen BERN A-G5-Wagen Zu verkaufen Langjähriger, gelernter Automechaniker und (46 Chauffeur Chauffeur „Kleine Anzeige" Saurer-Chassis D. K.W. Automobil-Revue, Bern. Junger, kräftiger Bursche •"- sucht Stelle als CHAUFFEUR Automobil-Revue, Bern. (Depositäre) für Verkauf an Garagen undl Automobilisten gesucht. Offerten unter Chiffre E 5836 Q an Publicitas, Basel. 77151 Nun schläft er mit ruhigem GmrfMen, denn er hat soeben allen Stellensuehenden, die auf sein Inserat Offerten einreichten, die Zeugnia- Kopien, Photos usw. zurückgesandt Herr Prinzipal, die Stellensuchenden, die auf Dir0 Inserate eingeben, sind meistens arbeitslos und rechnen mit den lettten Rappen — auch mit jenen, die sie an die Offerte verwenden I Eine prompte Rücksendung der Beilagen — besonders wenn ein frankiertes Retourcourert mit eingereicht wurde - bedeutet für sie deshalb eine Erleichterung. Wir bitten Sie, Herr Prinzipal, daran zn den. ken, wenn Ihnen die Offerten zuströmen und danken Ihnen im Namen der Offextsttller nun voraus für Ihre Aufmerksamkeit. Verlag, Druck und Cliches: HALLWAG A.-G., Bern. Zukaufen aeäucnt 3%—4-Tonnen- Lastwagen Diesel, Dreiseiten-Kipper, nicht unt. Jahrgang 1935. Offerten unter Chiffre 22003 an die (46 Automobil-Revue, Bern. RAYON- VERTRETER Zu verkaufen SAURER- Lastwagen 5 Tonnen mit Holzkohlengas-Generator, ganzer Wagen durchrevidiert. Offerten unter Chiffre 17354 an die Automobil-Revue. Bern. Zu verkaufen schönes AUTO, Marke FORD geschlossen, mit 2 Ersatzrädern, alle 6 Pneus noch wie neu, wenig gefahren. Sehr praktisch auch als Lieferungswagen (m. Hintertüre). Sehr billig. Jos. Murer, Metzgerei, Alt-St. Johann. (OF 1721 St Spezialmodelle für Grossbetriebe zu Fr. 480.— und 800.— netto, betriebsbereit montiert. Den Besitzern von Apparaten können wir sofort liefern: Stream Line Ersatz-Filtrier-Kolonnen Spezialfilter-Puder für die Verbesserung der ' Schmierfähigkeit und -dauer des Oeles. Sich wenden an ACIL S.A., LAUSANNE geben Ihnen volle Sicherheit. - Wir führen komplette Lager für die Marken: PLYMOUTH - CHRYSLER DE SOTO - OPEL FARGO - BLITZ Billigste Preise, prompter Versand nach auswärts. RITZI&WAGNER,AMRISWIL Centralgarage Telefon 500 Zukaufen aeöucnt MERCEDES, Typ 230, od. CADILLAC, nicht unter 3—5 T., mit Kipper, neueres Mod. Off. unt. Chif^ äusserster Preisangabe unt. Chiffre Z. R. 1622 an Jahrg. 1936. Nur wirkliche' Occasion. Offerten mit fre 21964 an die (45,46 Mosse-Annoncen, Zürich. (Za 8267/40) Automobil-Revue, Bern. l-Achser, Doppelbereifung, 4 T. Tragkraft. Offerten für 3K-Tonnenwagen eine unter Chiffre K 22621 On an Publicitas, Ölten. kompl. Hinterachse, Pneugrösse 700-20 oder 32-6, Uebersetzungs - Verhältnis 1,65. — Offerten an (46 Zukaufen geAucfvt A. Huber, Garage, Zug. Zukaufen aeöucfvt Martinimotor FUG ev. ganzer Wagen mit gutem Motor. Offerten an D. Aufdermaur, Transporte, Arth. 22024 30—36 PL, womöglich auf Holzgasbetrieb umgebaut. Eilofferten mit näherer Beschreibung an (46 A. Dubs, Garage, Affoltern a. A. 22023 Zukaufen aeöucfvt neu oder Occasion,, 825X 22 oder 36X7. — Offerten an Roger, 15, Rue Gautier, Genf. 77150 Immer wieder stösst man in Berichten, Artikeln und Verträgen auf lateinische Ausdrücke. Auch wenn nicht jeder mit dem Latein vertraut sein kann, so gehört es heute doch einigermassen zur Allgemeinbildung, die geläufigsten, regelmässig im Sprachgebrauch auftauchenden lateinischen Ausdrücke zu kennen und vor allem richtig zu verstehen. Verstehen und richtig verwenden, darum geht es in erster Linie. Wie oft über mangelhafte Aussprache oder gar falschen Gebrauch flüchtig aufgefangener lateinischer Ausdrücke gelächelt wird, ist unter Lateinern längst kein Geheimnis mehr. Das TascKenbüchlein von Dr. W. Burhenne verhütet falsche Anwendung lateinischer Ausdrücke und gibt für alle häufig oder gelegentlich benützten Worte und Ausdrücke die richtige deutsche Uebersetzung. AUTOMOBIL-REVUE DIENSTAG, 12. NOVEMBER 1940 — N° 46 Günstig abzugeben einige ORIGINAL- STREAM LINE FILTER Nur (die bekannte englische Marke) Originalersatzteile Preis'Fr. 2.50 In jeder Buchhandlung erhältlich, wo njeht vom LASTWAGEN guterhaltener (46.47 Zukaufen CAR ALPIN PNEUS Ad notam Latein im täglichen Sprachgebrauch VERLAG HALLWAG BERN Zukaufen yeöucfit LIMOUSINE, 6-PIätzer Zu kaufen yeöucfit gebrauchter Lastauto-Anhänger 1 Drehbank, 1 Sehne llb ohrmasch. verschiedenes Autowerkzeug 1 Amboss, eventuell eine komplette Einrichtung für Reparaturwerkstätte. — Offerten unter Chiffre 22013 an die (46,47) Automobil-Revue, Bern. aeöucfvt guterhaltener (46 Lastwagen 1% Tonnen Ladebrücke 3,50 m. Preis-Offerten unt. Chiffre 22011 an dfe Automobil-Revue, Bern. Zukaufen aeöucfvt 1 MOTOR zu FIAT 1500, 8 PS, und (45,46 1 MOTOR zu FIAT 508/C, 6 PS, obengesteuert, in gutem Zustand. Offerten mit Angabe des Jahrganges unter Chiffre Z 6969 an die Automobil- Revue, Bureau Zürich. Ankaufen aeöucfvt Lastwagen 3—6 Tonnen mit oder ohne Brücke, neueres Modell. — Sofortige Offerten sind zu richten an Gebr. Granella, Bauunternehmung, Oberschaan (St. Gallen). Telephon Sargans 8 04 65.. 45,46) 21995 Ankaufen aeöucfvt Zukaufen aeöucfvt BUICK- MOTOR 6 oder 8 Zyl., 23—28 PS, Occasion neuerer Konstruktion. — Offerten an A. Kaiser, Baarerstrasse, Zug. Zukaufen aeöucfit mit Norton-Kasten und Prismawangen, Spitzenhöhe 240—300 mm, Drehlänge ca. 150 mm, gegen Kassa. .. (46)22016 Offerten an Gebr. Leu, Bellerivestr. 209, Zürich 8. 34X7", 36X8", 8.25X20", Telephon 4 57 51. eventl. neugummierte. Georges Genhart, Anhängerbau, Luzern. (46 Zukaufen aeöucfvt PNEUS 34X7" und 32X6", neue, gebrauchte od. neuaufgum^ miert. — E. Moser, Anhänger und Bremsen, Bern, Schwarztorstrasse 101. Telephon 2.23.81. 10-Tonnen- Lastzüge wenn möglich mit Holzgas-Betrieb für Ueberland- Verkehr. (45-47 Offerten unter Chiffre 21984 an die Chiffre Z 6939 der Automobil-Revue, Bur. Zürich. Gesucht PNEUS 32 x 6) 34 x 7 } je 4 Stück. 975x20) 0. Wild, Arth a. See. Telephon 61616. (46,47 Zukaufen aeöucfvt Nur sehr guter Occasionswagen, gegen Barzahlung. Offerten unter Chiffre 22007 an die (46 Automobil-Revue, Bern. 2 PNEUS, Schneeprofil, 5.00—15, neu oder gute Occasion. Traglast 10—15 Doppelzentner, in gutem Zustd., Offerten unter Chiffre Z 6971 an die Automobil- Revue. Bureau Zürich. mittelschwere gute Drehbank und Schläuche unternehmen sucht Automobil-Revue, Bern. Topolino auch reparaturbedürftig kauft D.K.W. Camion Diesel Zukaufen aeöucfvt Detaillierte Offerten an" Chiffre 0. 13324, Publicifas, Lugano. 77147 Zukaufen aeöucfvt PNEUS neu, 40X8, 3 Stück; 38X 7, 2 Stück; 700X20, 4 St.; 600X20, 6 Stück. Offerten unter Chiffre 17353 an die Automobil-Revue, Bern. Zukaufen aeöucfvt Pneus u. Schläuche Zukaufen aeöucfvt nur gut erhalt. 3—3^-T.- Lastwagen wenn möglich mit Dreiseitenkipper. (46, 47 0 fferten unter Chiffre 22008 an die Automobil-Revue, Bern. Für wirkungsvolle Inserate: Hallwag-Cliehr*'

BERN, Dienstag, 12. November 1940 Schlingenmust&i- Daktyloskopie Fingerabdrücke am Tatort das Erkennungsverfahren durch die Fingerabdrücke, auszuarbeiten. An Hand eines riesigen ren zu verwischen und begonnen, mit Gummihand- Verbrecher haben natürlich versucht, die Spu- Vergleichsmaterials wurde festgestellt, dass die schuhen zu arbeiten, aber das hinderte ihre Wahrscheinlichkeit, bei zwei verschiedenen Personen dieselbe Zeichnung der Fingerabdrücke zu liessen. Bei jeder kriminellen Tat, sei es ein Mord, Arbeit dermassen, dass sie lieber Spuren hinter- finden, gleich 1:64000000000 sei, also praktisch ein Einbruch oder ein blosser Diebstahl, entstehen nicht vorkomme. Die » zahlreiche Fingerabdrücke. In unseren Wohnstuben finden wir z. B. Abdrücke an Fensterscheiben, an der Tür, Schubladen, Kasten, Gläsern, Tassen. Finger als Verräter Wie arbeitet der kriminalistische Erkennungsdienst? Im Jahre 1889 wurde der Leiter einer Teepflanzung im Distrikt Julpaipuri in Britisch-Indien mit durchschnittener Kehre tot aufgefunden. Er war ohne Zweifel das Opfer eines Verbrechens geworden, denn die eiserne Kassette, in welcher er seine Barschaft aufbewahrt hatte, fand man erbrochen und ihres Inhaltes beraubt. Der Verdacht der Täferschaf} wurde unter anderen auf einen früheren Bedienten des Ermordeten gelenkt, den Inder Kangali Charan. Der Mann hatte damals den Bezirk bereits verlassen und weder vor noch nach dem Morde hatte ihn jemand in Julpaipuri gesehen. Unter den in der Geldkiste befindlichen Gegenstände, die der Raubmörder als wertlos zurückgelassen hatte, befand sich auch ein Kalender, auf dessen blauem Umschlag verdächtige bräunliche Flecke bemerkt wurden. Die Kriminalbeamten untersuchten diese mit dem Vergrösserungsglas und stellten fest, dass es sich um Fingerabdrucke handle, und zwar, wie die chemische Analyse bestätigte, um Abdrücke von mit Menschenblut besudelten Fingern. Eine photographische Aufnahme wurde nach dem Zentralpolizeibureau Bengalens gesandt und schon eine Viertelstunde nach Eingang war die Schuld Kangali Charans erwiesen. Schon früher hatte man von diesem Manne Fingerabdrücke hergestellt und beim Zentralbureau deponiert, und nun ergab der Vergleich mit der betreffenden Karte, dass es sich um die Abdrücke des Daumens und Mittelfingers der rechten Hand Kangali Charans handelte. Der Mann wurde verhaftet und verurteilt. Kann man auf Grund eines so unsichern Beweismittels den Täter finden und einen Menschen verurteilen? so wird mancher fragen. Der auf seine hochentwickelte Kultur und Zivilisation stolze Wirbelmuster (vergrössert). Europäer staunt, wenn er erfährt, dass Fingerabdrücke in Ostasien, vor allem in China und Japan, schon vor mehr als tausend Jahren Verwendung fanden. Die meisten Bewohner dieser Länder waren des Schreibens unkundig und deshalb ersetzte man die Unterschrift unter Dokumente, Verträge und Quittungen durch einen Fingerabdruck auf ein Tonsiegel. Derartige Dokumente sind aus dem Jahre 782 erhalten. Die europäische Kriminologie ist freilich erst vor etwa 50 Jahren auf die Idee gekommen, diese untrüglichen Erkennungszeichen zu verwerten. Mit dem Aufkommen der Photographie begann man auch Aufnahmen der jeweiligen Deliquenten zu machen, um diese bei eventuell späteren Verbrechen wieder erkennen zu können. Aber die Verbrecher schützten sich mit allerlei Verkleidungskünsten, Brillen, falschen Barten, anderem Haarschnitt usw. vor allzu leichter Erkennung. Später entdeckte der französische Kriminalist Alphons Bertillon, dass die Körpermasse eines Menschen, der das zwanzigste Altersjahr überschritten hat, sich kaum noch verändern. Man begann also mit der Körpermessung, der sogenannten Anthropometrie Das genaue Signalement des Verbrechers wurde nun durch einzelne wichtige Masse ergänzt, und man bekam so, mit der Photographie versehen, schon ein bedeutend leichteres Eruierungsmittel. Dennoch kamen Verwechslungen vor. Das veranlasste den Engländer Francis Galton nach einem besseren Erkennungsmittel zu suchen, und es gelang ihm, dank wertvoller Vorarbeiten anderer Forscher, an Stelle der umständlichen und wenig verlässlichen Anthropometrie, die Kombinierte Muster (vergrössert), durch Geschwür verstümmelt. Schlingenmuster (vergrössert). Papillarlinien sind jene Linien, die man bei. genauerem Befrachten der Fingerspitzen feststellen kann. Diese Linien ändern sich in der Form nie, sind also beim Neugeborenen gleich wie beim Greis. Man unterscheidet da verschiedene Linienornamente, z. B. Oesen, Schleifen, Schlingen, Schneckenlinien usw. Die mit Druckerschwärze bestrichenen Fingerspitzen werden auf besonderen Formularen abgerollt, also nicht bloss abgedrückt, sondern von der Nagelwurzel links bis zur Nagelwurzel rechts abgerollt, so dass sozusagen ein Abdruck des ganzen Fingerumfangs erfolgt. Das wird von jedem Finger eines Verurteilten gemacht. Dann werden die Bogen mit diesen Fingerabdrücken nach gewissen Gesichtspunkten klassifiziert. Schweissgebadet erwacht Herr Knöpfli aus einem fürchterlichen Traume und findet sich in die Wirklichkeit seines ehelichen Schlafzimmers zurück. Er richtet sich im Bett halb auf und ruft mit vor Schreck noch zitternder Stimme: «Urseli, denk nur, was mir eben träumte..., denk dir, ich..., Urseli, so hör doch, wach doch auf!» Aber das Urseli gibt keinen Laut von sich, und wie Herr Knöpfli in das benachbarte Bett greift, findet er nur das leere Federzeug. Das Bett ist leer, so leer, dass selbst der findigste Floh nichts Beissbares darin gefunden hätte. Erschrocken erhebt sich Herr Knöpfli, dreht das Licht an und blickt auf die Uhr. Die Uhr steht. Dann geht er besorgt zur Tür hinaus auf den Korridor und ruft: «Bist du denn nicht da, Urseli?» Nichts regt sich, gar nichts. Ja, was ist denn das! Während seines zehnjährigen Ehelebens ist es noch nicht vorgekommen, dass seine Frau nächtlicherweise verschwunden ist. Oder sollte er, der sonst einen so guten Schlaf hatte, bisher ahnungslos ... Herr Knöpfli fröstelt, denn er hat geschwitzt und die Nächte sind schon kalt. Nur keine Erkältung. Nachdenklich begibt er sich wieder ins Bett zurück und deckt sich vorsorglich zu. Wo steckt Ursula? Fortgegangen ist sie nicht, denn ihre Kleider sind ja noch da. Plötzlich erbleicht er. Ein schrecklicher Argwohn schleicht sich in sein Gehirn. Sollte sie etwa...? Bogenmuster (vergrössert). Meist sind diese Abdrücke latent, das heisst unsichtbar. Sie können aber von Kriminalbeamten durch Einstäuben oder durch Abziehen auf eine Folie sichtbar gemacht werden. Es gibt dazu verschiedene Systeme. Da unsere Haut auch nach dem Waschen mit Seife eine dünne Fettschicht aufweist, so bleibt beim Anfassen der Gegenstände stets ein Bild unserer Papillarlinien zurück; stäubt man diese Stellen ein, so erscheint ein Negativbild der Papillarlinien. Die so vom Erkennungsdienst erhaltenen Abdrücke werden nun zunächst genauer bestimmt, das heisst nach Kategorien eingeteilt, und nun wird nach der betreffenden Formel in der Kartothek nachgesehen. Das Fixieren der Abdrücke am Tatort erfordert grosse Fachkenntnisse und subtiles Vorgehen, denn nicht selten hängt davon die Ermittlung des Täters ab. Hans Heini Baseler. Das mit dem Untermieter Herrgott, hatte er nicht bemerkt, wie sie neulich mit dem Kerl da drüben, als er aus der Küche Wasser holte, einen verständnisinnigen Blick tauschte. — Und wie er beim Zahlen der Zimmermiete um Ursula herumscharwänzelte — Was konnte nicht alles geschehen, wenn er ausser Haus ging? — Der Argwohn frisst sich in ihm fest, lässt ihn im Dämmerlicht die aufregendsten Vorgänge sehen und schüttelt seine Beine wie im Fieber, Etwas muss geschehen. Leise, wie ein Einbrecher, tappt er sich endlich wieder aus dem Bett und schleicht hinaus in den Korridor zur Tür seines Untermieters. Die obere Türkante lässt einen feinen Lichtstreifen durch. Der Kerl ist also noch wach. Zitternd bückt sich Herr Knöpfli zum Schlüsselloch, aber er sieht nichts; der Schlüssel steckt von innen. Horch, sie sprechen! Was sagt der Lump da drinnen! Leise, mit unterdrücktem Pathos, hört er seinen Untermieter sprechen: «... und du weisst, dass mein Herz dir gehört, Geliebte, dir allein, du Holde! Die süssen Wonnen deines ...» Dieser Halunke wagt es, so zu seiner Frau zu reden. Und Ursula, die Schlange, hört zu, diese Schlange, die er zehn Jahre lang nichtsahnend an seinem Herzen hegte! Wäre Herr Knöpfli ein temperamentvoller Mann, so würde er jetzt ohne Zweifel in das Zimmer stürmen, den Untermieter erst gründlich verhauen und ihn dann die Treppe hinunterwerfen. Aber er ist durchaus kein tem-