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E_1940_Zeitung_Nr.048

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iii AUTOMOBTL-REVUE

iii AUTOMOBTL-REVUE DIENSTAG. 26. NOVEMBER 1940 N° 48 Kauf von Skischuhen nur ganz gute Qualität ver- alle Touren, auch Hochtouren. Wer Touren mit langt werden. Gute Schuhe sind teuer, machen langen Aufstiegen macht, wählt Klebfelle, wer nur sich aber durch lange Lebensdauer mehr als be- kleinere Touren macht, gibt den Schnallfellen den zahlt. Für starke Beanspruchung eignen sich am Vorzug, besten handgenähte Schuhe. Sehr gut eingeführt haben sich die verschiedenen Arten von Gummisohlen. Sie verhindern die Bildung von Stollen an den Schuhen und sind ein guter Gleitschutz beim Marschieren. Schuhe ohne Gummibelag sollten, um dem lästigen Ausgleiten zu steuern, mit kleinen Nägeln beschlagen werden. Auf eine gute Passform ist speziell zu achten. Die Schuhe dürfen nicht zu gross sein, aber auch nicht zu knapp. Der Fussknöchel muss gut gehalten sein, die Zehen sollen sich frei bewegen können. An Socken trage JHf/ $. ^~^f~ip^§?L II {',,;'• ich ein Paar dünne und darüber ein Paar dicke mkl L->*%jD\l IIHillI Hl Skisocken. Es ist ein Unsinn, 2—3 Paar dicke Skisocken zu tragen. Die Füsse haben keinen Halt im Schuh, erlauben keine richtige Skiführung mehr und wärmer hat man auch nicht. Skischuhe müssen gut gepflegt sein, wenn sie lange Zeit ihren schweren Dienst erfüllen sollen. Man fette sie selten ein, sondern behandle sie mit Wichse oder sogenanntem Glanzfett. So behandelte Skischuhe werden nicht schwammig, verlieren die Form nicht und bleiben wasserdicht. ^/'dkm* Winter! Was ist nicht alles in diesem Begriff enthalten! Auf der einen Seite bringt er uns die verschiedensten Sorgen, auf der andern aber viele frohe Stunden. Eines, was an ihm besonders lockt und worüber wir uns am meisten freuen, sind Sonne und Pulverschnee. Was gibt es schöneres, als an einem klaren Wintertag in sonnendurchfluteten Wäldern und Bergen mit den langen Brettern an den Füssen zu wandern? Vielleicht wird der Nichtskiläufer hier einwenden, dass das Skifahren doch eine recht komplizierte Sache sei und das Erlernen manchem viel zu viel Schwierigkeiten bereite. Das ist aber keineswegs der Fall, wenn zwei Voraussetzungen erfüllt werden. Die eine bezieht sich auf das Erlernen. Wir haben an allen grössern Orten und auf allen Wintersportplätzen vorbildlich geleitete Skischulen des Schweiz. Skischulverbandes, welche nach der einfachen, klaren und leicht erlernbaren schweizerischen Einheitstechnik instruieren. In einer dieseer Schulen ist das Erlernen des Skilaufs ein Vergnügen. Nach kurzer Ausbildungszeit wird man schon imstande sein, kleinere Touren auszuführen. Die andere Voraussetzung bezieht sich auf die Ausrüstung, und von dieser wollen wir hier reden. Wer beim Lernen rasch Fortschritte machen und ein guter Fahrer werden will, benötigt eine gute und sportgerechte Ausrüstung: erst mit ihr findet er vollen Genuss am Skisport. Nachstehend seien einige Winke gegeben, die beim Einkauf einer Ausrüstung beachtet werden sollten. Beginnen wir gleich mit den Ski. DIE SKI Diese müssen eine schnittige Form haben, nicht zu schmal, aber auch nicht zu breit sein. Die Breite eines Normalskis, unter der Bindung gemessen, ist ca. 7,5 cm. Die Länge sollte so gewählt werden, dass bei ausgestrecktem Arm die Skispitze in die Handfläche reicht. Als Holz eignet sich am besten Hickory. Dieses ist hart, aber gleichwohl elastisch und gibt schnelle Ski mit langer Lebensdauer. Hickoryski sind etwas schwerer und auch teurer als Eschenski, aber diesen unbedingt vorzuziehen. Ob der Ski handgekehlt, maschinengekehlt oder flach ist, spielt keine grosse Rolle. Wichtig ist, dass das Holz keine groben Fehler hat, sondern möglichst schöne Maserung aufweist. Auch haben wir darauf zu achten, dass die Elastizität und Federung bei beiden Ski gleich ist. DIE KANTEN

N° 48 — DIENSTAG, 26. NOVEMBER 1940 AUTOMOBIL-REVUE mehr oder weniger plötzliche Bremswirkung. Du hast jedoch hiervon vorläufig keine Notiz genommen. Dein Körper hat infolge des ihm innewohnenden Trägheitsvermögens das Bestreben, sich mit unveränderter Geschwindigkeit weiterzubewegen. Die beiden Kräfte «Bremsung» und «Trägheitskraft oder Beharrungsvermögen» wirken in entgegengesetzter Richtung (Kräftepaar), was einen Sturz nach vorn zur Folge haben muss. Um den Sturz zu verhindern, bleibt dir nichts anderes übrig, als das Trägheitsvermögen durch richtig dosierte Rücklage abzuschwächen. Ist der Fall umgekehrt, das heisst wirkt die Schneeunterlage zuerst bremsend und nachher beschleunigend, dann eilen die Ski plötzlich mit deinen Füssen davon, dein Oberkörper wird aus der Gleichgewichtslage geworfen und fällt rückwärts. Um dies zu verhindern, werden dein wachsames Auge und deine lockern Gelenke die bevorstehende oder einsetzende Geschwindigkeitsänderung rechtzeitig erkennen bzw. ausfüllten und du vermeidest den Sturz nach rückwärts durch entsprechend stärkere Vorlage. In ähnlicher Weise entstehen Stürze auch durch zunehmende Geschwindigkeit bei unveränderter Schneeunterlage. Schluss folgt in der nächsten Wintersportnummer vom 17. Dezember. Für Anfänger und Kanonen Von Rudolf Gertsch, S.-l., Bern Frühturnen ! Wie schon der Titel sagt, soll im Rahmen dieses Aufsatzes nicht versucht werden, einen vollständigen Fern-Skikurs vom Start ins Ziel zu erteilen. Es kann sich lediglich darum handeln, durch knappe Hinweise einige wichtige Merkmale des Skilaufes in Erinnerung zu rufen und weitere Ratschläge auf die neue Fahrt in die weissen Gefilde mitzugeben. Ueber die Voraussetzungen, auf denen ein mit seriöser Zielsetzung betriebener Skilauf sich aufbaut, seien nur folgende grundsätzlichen Richtlinien erwähnt. Training. Die Jahrzehnte zurückreichende Erfahrung, nach welcher ein vor Beginn der Skisaison betriebenes zweckmässiges, skigymnastisches Training nicht nur das skitechnische Können fördernd beeinflusst, sondern auch als äusserst wertvoller prophylaktischer Faktor gegen Unfälle zu werten ist, wird alljährlich durch neue Festseijungen erhärtet. Leider gibt es auch in der heutigen ernsten Zeit, wo jeder Schweizer sich für höchste Anforderungen rüsten sollte, immer noch viele Auch-Skifahrer, die vor dem ersten Schneefall aus einer offensichtlich in der Bequemlichkeit wurzelnden Lethargie nicht wachzurütteln sind. Das ist sehr schade und rächt sich von selbst. Ein Bergsteiger muss Opfer bringen, wenn er den Sonnenaufgang oder die Rundsicht auf einem Viertausender gemessen will. Ebenso ist der Skisport auch nur für denjenigen höchstes, beglückendes Erlebnis, der die kleine Bürde «Training» frohgemut auf sich nimmt. du mit geringer Mühe meistern. Also lassen wir diese. Wenn du nun aber mit Hilfe der Spitzkehre deine Aufstiegsrichtung ändern willst, dann sei vorsichtig, sonst wirst du mit der Nase bremsen müssen. Ist der Hang nicht sehr steil, dann wende bergwärts. Sichere vorher den untern Ski durch festes Aufsetzen, ramme die Stöcke schräg abwärts kräftig in den Schnee ein, also nicht senkrecht zum Hang; hebe nun den obern Ski, drehe ihn in die neue Richtung, setze ihn kräftig ab und wirf dein Körpergewicht darauf; stelle den untern Ski nach und erst jetzt bringe die Stöcke nach vorn. Wendest du talwärts, so stelle die Bretter völlig horizontal, beachte eine lockere Kniestellung und stütze dich auf die oberhalb der Ski eingesetzten Stöcke. Kennschritte. Damit du auch als Anfänger bereits Bescheid weisst, will ich dir noch sagen, was man unter Rennschritten oder zusammengesetzten Schrittarten versteht. Der Zweischritt besteht aus einem Gehund einem Gleitschritt. Beim Drei- und Vierschritt sind es zwei bzw. drei Gehschritte und'ein Gleitschritt. Im Gegensatz zum gewöhnlichen Gehoder Gleitschritt, bei denen die Stöcke wechselseitig gebraucht werden, sind die Stöcke während der Kurzen Gehschritte (Anlauf) gleichzeitig nach vorn zu bringen und beim Gleitschritt zum gleichzeitigen Abstoss zu benützen. Brrr... schrillt der Wecker an mein Ohr, Entreisst mich herzlos Morpheus' Armen. Frühturnen jetzt? Ich war ein Tor, Und müsst mich meiner selbst erbarmen. Doch halt, was hab' ich nur geträumt? « Ich glitt dahin in Schuss und Schwüngen Auf neuem Schnee; war aufgeräumt Zu frischer Tat und wilden Sprüngen.» Ein Ruck, ein Sprung und meine Brust Dehnt sich im Hauch der Morgenfrische. Mein Gähnen wandelt sich in Lust; Ich fühl' mich wie im Bach die Fische. Ich wippe, beuge, streck' mich lang, Und rolle, schwinge, hüpfe, springe. Ich bin bereit, mir ist nicht bang, Denn Schuss und Schwung muss mir gelingen. Rudolf Gertsch, Bern. Tägliche Gewöhnungsübungen. Wenn du, lieber Skifahrer, über den Asphalt schreitest, dann gewöhne deinen Fußspitzen das Schielen ab, denn auf den Ski wird so etwas auch nicht mehr geduldet, oder deine Bretter gehen dann zu deinem Verdruss eigene Wege. Lqsse also den Fuss über seine Längsachse abrollen. Beachte ferner beim alltäglichen Gehen die Beschleunigung des Tempos, die entsteht, wenn die Hüfte mitsamt dem Oberkörper weiter nach vorn verschoben werden. Ferner denke daran, wenn du eine Treppe hinaufsteigst, möglichst immer eine Stufe zu überhüpfen und den Körper durch kräftiges Strecken des jeweiligen höher schreitenden Beines schwungvoll vorwärtszubringen. Durch wechselseitiges (rechtes Bein und linker Arm) energisches Vor- und Rückwärtsschwingen der Arme gestaltet sich die Bewegung rhythmisch und formschön. Befolgst du diese scheinbar nebensächlichen Ratschläge, dann äufnest du ein Guthaben, das dir beim Gehen und Fahren auf den Brettern zustatten kommen wird. Das Atmen. Auf den Weg ins weisse Paradies möchte ich dir noch einen Rat mitgeben. Atme ausschliesslich durch die Nase, und zwar gewöhne dir einen Atmungsrhythmus an, der 3 bis 4 Gehschritte zum Einatmen und ebenso viele zum Ausatmen beansprucht. Dadurch bleibst du leistungsfähiger und läufst weniger Gefahr, eine Halsentzündung oder ein anderes Uebel heimzubringen. In trockener Luft und namentlich auf Touren trocknet die Kehle bei weitem nicht so rasch aus wie bei der Mundatmung, und infolgedessen wird dich auch der Durst kaum plagen. Das Gehen. Und nun auf die Bretter und hinaus auf den Schnee I Das richtige Gehen ist eine Knacknuss, die nur derjenige öffnen wird, der ein bisschen Geduld hat. Denke immer daran, dass dein Körper stets nur auf einem Bein ruhen darf (du wirst dich mit dem Storch wohl messen können I) und durch wechselseitiges Strecken des linken und des rechten Beines während des Schreitens nach vorn geschoben werden muss, was allerdings eine genügende Hüftvorlage bedingt. Diese Bedingung wirst du um so mehr erfüllen, als du dich mit kurzen Schritten begnügst, die es dir ermöglichen, Hüfte und Oberkörper in die Stosslinie des sich streckenden Beines zu bringen. Ein Hauptmerkmal des richtigen Gehschrittes ist ein unbewusstes leichtes Heben des Skiendes in dem Augenblick, wo der betreffende Ski entlastet sein soll. Steigschritte und Spitzkehren. Dass du beim Steigschritt das Rückwärtsrutschen nötigenfalls durch kräftiges Aufsetzen der Ski verhindern kannst, wirst du noch wissen. Den Grätenschritt, Treppenschritt und Halbtreppenschritt wirst Das Fahren. Das Fahren ist natürlich das Erhabenste und will gründlich erlernt sein. Wer nicht warten kann und meint, er müsse schon in wenigen Tagen Schwünge beherrschen, der wird zeitlebens nicht nur ein schnellgebleichter, sondern auch ein schneegebleichter Anfänger bleiben. Es ist beim Skifahren nicht anders als im täglichen Leben. Gut Ding will Weile haben. Das Fundament ist und bleibt die Hauptsache. Darum lerne die verschiedenen Fahrstellungen gründlich und wende sie in möglichst raschem Wechsel in verschiedenartigem Gelände, in allerlei Schneearten und bei grosser und grösster Geschwindigkeit an. Lockere Gelenke und entspannte Muskeln versetzen dich in die Lage, dein Gleichgewicht zu erhalten und eingetretene Störungen rasch aufzuheben. Vorlage, und nochmals Vorlage! Was heisst das? Nach vorn liegen, irgendwie, sei es mit dem Kopf, mit dem Oberkörper oder schliesslich auch nur mit den Armen und Stöcken? Nein, das ist grundfalsch! Bringe dafür die Knie und gleichzeitig den «Polstersitz» möglichst weit oder «womöglich noch weiter» nach vorn, und dann hast du die günstigste' Körperstellung, die zusammen mit der Skistellung als Fahrstellung bezeichnet wird. Die Skistellung ist geschlossen oder offen. Im erstem Fall wird ein Ski um Fusslänge vorgeschoben zur Vergrösserung der Standfläche in der Fahrtrichtung. Durch weiteres Vorschieben des vordem Ski entsteht die Ausfallstellung. Auf glatter Untertage magst du dich breitspurig verhalten. Im Weichschnee aber bediene dich der geschlossenen Stellung. Sie ist nicht nur weniger gefährlich, sondern auch eleganter. Die Schrägfahrt. Mindestens so wichtig wie die Fahrstenung in der Fall-Linie ist die Schrägfahrtstellung (Traverse). Sie ist nicht bloss wichtig zur sichern Querung auch des steilsten Hanges, sondern von ihr ist ebensosehr das Gelingen der Bogen und Schwünge vom Hang abhängig. Vergiss nicht, die obere Körperseite (Fuss, Knie, Hüfte, Schulter) nach vorn zu schieben! Mit Knie und Hüften lehne zum Hang, damit die Kanten Griff bekomen. Den Oberkörper bringe soweit vom Hang weg, dass du mit der untern Hand den Fuss berühren kannst. Je steiler der Hang, desto mehr ist die Belastung des untern Ski überwiegend, wobei die Schwerlinie deines Körpers die Unterstützungsfläche so trifft, dass der beste Halt gegen das Abrutschen gewährleistet ist. Gleichgewichtsstörungen in der Fahrtrichtung. Die eigentliche Schwierigkeit beim Skifahren bietet sich erst dort, wo die Schneebeschaffenheit sich ändert oder die Neigung des Geländes wechselt. Fährst du von einem schattigen Pulverschneehang in eine Zone, wo unter Einwirkung der Sonne aus dem Pulverschnee Pappschnee geworden ist, dann entsteht an den Laufflächen eine Wenn du die Bretter vom Estrich holst Da stehen sie, deine Ski, in einer Ecke des Estrichs. Einen Sommer lang haben sie darauf gewartet, dass du dich ihrer erinnerst und sie wieder als verlässliche Freunde mit in die verschneiten Berge nimmst. Gut, dass du sie nach der letzten Fahrt durch den Sulzschnee in der Frühlingssonn* sorgfältig eingespannt hast. Jetzt zeigen sie noch dieselbe Form und Elastizität wie am ersten Tag, da du mit ihnen am Uebungshang die ersten Schritte machtest. Aber schau, wie sehen die Laufflächen aus! Der Grundlack ist an vielen Stellen abgefahren und abgesplittert, so dass stellenweise das nackte Holz zum Vorschein kommt, und alte Wachs- und Paraffinflecken kleben hier und dort. Jetzt heisst's, die Bretter für die erste Ausfahrt in den neuen Schnee gründlich überholen. Mit der Kante eines alten Glasscherbens wird die Lauffläche sauber abgezogen; dann hilfst du mit Putzwolle nach, bis alle Lack- und Wachsspuren verschwunden sind und das Holz eine saubere, leicht aufgerauhte Fläche zeigt. Auf einer so zubereiteten Holzfläche hält jeder Aufstrich und jede Imprägnierung glänzend. Mit was soll nun aber das Holz geschützt und die Gleitfähigkeit erhöht werden? Gehörst du zur alten Garde, die noch auf Teer und Leinöl schwört, oder bist du einer der neuen Zeit und verwendest Grundlack? Wir wollen hier sowohl der einen wie der andern Methode das Wort reden, denn beide haben ihre Vorteile. Zunächst der Grundlack: Ueber dt* einzelnen Marken wollen wir nichts sagen, denn fast alle Fabrikerzeugnisse sind brauchbar. Wichtig ist, dass du den Lack rasch und gleichmässig aufträgst. Für Ungeübte ist das nicht ganz leicht, weil der den Büchsen mitgegebene Wischer oft zu klein ist und der Lack sehr schnell trocknet. Wer sich noch nie mit dieser Arbeit befasst hat, tut besser, einige Rappen mehr auszulegen und das Grundieren der Bretter durch das Fachgeschäft besorgen zu lassen. Ist die erste Lackschicht gut getrocknet, was je nach dem Lösungsmittel schon nach wenigen Stunden der Fall sein wird, dann kannst du weitere Schichten des gleichen Lackes dünn auftragen, bis der Inhalt der Büchse aufgebraucht ist. Die so vorbereitete Lauffläche schützt das Holz einen ganzen Winter hindurch und lässt sich mit allen Wachsarten und Paraffin guthaftend versehen. Die Imprägnierung der sauberen Lauffläche mit Leinöl beansprucht bedeutend mehr Zeit. Sie sollte möglichst schon im Sommer bei praller Sonne vorgenommen werden. Man mischt 8 Teile Leinöl und zwei Teile Petrol in einer alten Blechbüchse, erhitzt die Mischung und bestreicht damit die Laufflächen mehrmals mit Unterbruch einiger Wochen. Auch eine Mischung von 3 Teilen Leinöl und 1 Teil Holzteer, die man vorsichtig zum Sieden bringt, hat sich bewährt. Die Prozedur ist aber von üblem Geruch begleitet und wird nicht gerne vorgenommen. Zähflüssiger Holzteer kann auch für sich allein mit Vorteil angewendet werden. Man bestreicht die Laufflächen mit einer dicken Schicht Teer und hält die so bestrichenen Ski über eine Flamme, bis der Teer zu sieden beginnt, während man mit der Lauffläche hin- und herfährt. Diese Behandlung des Skiholzes sollte im Laufe des Winters mehrmals wiederholt werden. Sie hat den Vorteil, dass alles Wachs besser darauf haftet als auf den Grundlacken und der Ski gleitfähiger bleibt. Zu welcher Methode du dich auch entschliessen magst; die Hauptsache ist, dass du nie auf dem nackten Holze fährst. Auf harten und vereisten Abfahrten ist das Holz sehr rasch abgefahren, die Jahresringe des Holzes bilden Rillen und die Kanten stehen vor. Teure Reparaturen oder neu Ski werden notwendig. Wenn du aber deine Bretter mit einiger Sorgfalt behandelst, dann werden sie es dir durch gute Fahrt auf jedem Schnee danken. Th.