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E_1940_Zeitung_Nr.049

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IV AUTOMOBIL-REVUE

IV AUTOMOBIL-REVUE DIENSTAG, DEN 3. DEZEMBER 1940 — N° 49 Nun wird auch die Mode in der Beschränkung den Meister zeigen können. Solange sie aus dem Vollen schöpfen durfte, fiel es ihr wahrhaftig nicht schwer, stets mit neuen Seiten der Bekleidungskunst zu überraschen. Künftig aber'heisst es, mit den geschmälerten Vorräten klug haushalten und mit Vorschlägen für gute Ausnützung des erhältlichen und noch vorhandenen Materials aufwarten. Dass alle Kräfte, die sich um die Gestaltung der Mode mühen, diese neue, in ihrer Art interessante Aufgabe virtuos zu lösen vermögen, ist wohl nicht zu bezweifeln. Schon vor der Textilrationierung begegneten wir allerhand weisen Sparvorschlägen, die mit Eifer in die Tat umgesetzt werden. Welch famose Idee sind beispielsweise die zweistoffigen und aus zwei Farbtönen zusammengestellten Kleider! Manches seit langem in der Restenschublade dösende Stoffstück kann jetzt seine nützliche Verwendung finden. Ein schwarzes Kleid, das vielleicht unter den Aermeln schadhaft ist, oder seiner schmusligen Halspartie wegen, nicht mehr frisch wirkt, wird durch eine neue Passe aus gegenfarbigem Stoff und durch neue Aermel wieder gebrauchstüchtig und hübsch hergerichtet werden. Ein ebenso einleuchtender Einfall ist es, das vordere Blusenteil neu zu arbeiten und ihm aus dem wegfallenden schwarzen Stoff zwei kokette Täschchen aufzuheften. Ein kleines, farbiges Stoffstück reicht vielleicht eben noch aus, ein Westchen zu arbeiten, das dem alten Kleid neuen Reiz schenkt. Trotz der Rationierung wird eben das Bedürfnis nach Veränderung und Verwandlung doch wach bleiben, und soweit wir ihm im Rahmen des Möglichen und Erlaubten ein wenig frönen, ist dagegen wohl auch nichts einzuwenden. Uebrigens, die vielen Hausschneiderinnen wollen auch gelebt haben. Schwarz hat den grossen Vorzug, sich mit vielen Farbtönen gut zu verstehen. Grau, Königsund Pflaumenblau, vergilbtes Rosa, Tannengrün und Rost bilden stets erfreuliche Gegensätze zu dieser klassischen Farbe. Man wird auch vor der Verwendung eines braunen Stoffrestchens nicht zurückschrecken müssen. Ein braun-schwarzer Kontrast kann geradezu pikant wirken. Das Thema solcher Zusammenstellungen lässt sich ganz beliebig erweitern. Ein braunes Kleid kann mit grünem oder rostfarbenem, ein marineblaues mit grauem oder wasserblauem Stoff ergänzt werden. Grau bietet eine Fülle von Möglichkeiten. Dunkles Granatrot, Russisch- oder Jägerprün, Havanabraun, die ganze Skala der blauen Töne können für die Umgestaltung eines grauen Kleides herangezogen werden. Doch was tun, wenn das Pirschen in der Restenschublade unergiebig ist? In einem solchen Fall lässt sich an Stelle von Wollstoff auch Kunstseide oder reine Seide zur Ergänzung und Verschönerung verwenden. Freilich hat Seide den Nachteil, weniger zu wärmen. Es empfiehlt sich daher, den Stoff der Achselpatte doppelt zu nehmen und vorab der Kunstseide, da wo sie am Rücken oder an den Achseln den Körper berührt, ein reinseidenes Futter unterzuheften. Zürich Empfehlenswerte Unterhaltungsstätten Stadttheater Abenda 19M Uhr, Sonntag nachmittags 14>s Uhr. Theaterkasse Tel. 2 69 22 und 4 67 00, 10—12.30 und 15 30—19 Uhr. Kuoni Tel. .3 36 13, 8—18.30 Uhr. Mi abend 4 Dez Margarethe, Oper von Charles Gounod (Mi-Ab 7). Do. abend 5. Dez. Geschlossene Vorstellung für den Lebensmittelverein Zürich: Der Barbier von Sevilla. Der Fr. abend 6. Dez. vergessene Kuss, Operette von Harald Barth. Sa abend 7 Dez. Premiere: Die Zauberflöte, Oper von W. A. Mozart. SO. nachm. 8. Dez. Margarethe, Oper von Charles Gounod. SO abend 8 Dez. Di « vier Füsiliere, Soldatenstück von F. H. Schell, Musik von Tibor Kasics. Militär in Uniform bezahlt auf allen Plätzen die Hälfte. Ein paar modische Vorschläge JVeues aus ALTEM Wie wäre es übrigens, falls wir unter den Strickwollresten Nachschau nach passendem Material halten würden? Aus der übriggebliebenen Wolle eines Pullovers lässt sich vielleicht noch eine breitere oder schmale Achselpasse stricken, ein Westchen oder zwei bis drei Querblenden, die ein älteres Wollkleid fröhlich herausputzen. Geradezu hervorragend sieht solch eine Aenderung aus, wenn die Strickwolle auch noch für Täschchen reicht, die den Rock liebenswürdig schmücken. Der modische Erfindungsgeist macht sich bereits auch mit Jacken und Mänteln zu schaffen. Es fehlt nicht an vernünftigen Vorschlägen, wie Fell und Wollstoffe zu einem harmonischen Ganzen verschmolzen werden. Auf diese Weise schafft man die Möglichkeit, zwei getragene Stücke zu einem neuen, eleganten Stück zusammenfügen. Die heilgebliebenen Partien eines abgenützten Pelzmantels oder einer durchgescheuerten Pelzjacke lassen sich vielleicht noch zu einer losen Jacke verarbeiten, die je nach Bedarf mit einem schmalen oder breiten Sattel und einem Bubikragen aus Stoff ergänzt, eine flotte aktuelle Note zur Schau trägt. Vorzüglich nimmt sich eine Stoffjacke aus, wenn sie mit einem boleroartigen Fellbesatz und mit Felltaschen herausgeputzt wird. Schätzenswerte Dienste tut heute ein Seelenwärmer, den man unter dem losen Mantel trägt. Auch dazu lässt sich das Material oft von einem ausrangierten Pelzkleidungsstück gewinnen. Solche neu erstandenen Dinge machen einem nachträglich doppelte Freude,- sie schonen einmal das Kleiderbudget und vermindern die Punktzahl der Kleiderkarte nicht, -hn- Acht Radio-Stars, die es nicht sein wollen Die amerikanischen Radio-Gesellschaften haben einen seltsamen Wettbewerb veranstaltet: sie wollten feststellen, wen das Publikum am liebsten hören würde, ohne dass dazu Gelegenheit wäre, denn diese acht Radio-Stars sind nur sehr schwer oder fast niemals vor das Mikrophon zu bekommen. >j. An erster Stelle steht der deutsche Ex-Kaiser. _Er hat noch niemals im Radio gesprochen und Millionen von Amerikanern wollen seine Stimme hören. Wenn er überdies damit einverstanden wäre, statt des unverfänglichen Themas «Wie lebe ich im Exil?» lieber über die heutige politische Situation zu sprechen, könnte er ein phantastisches Honorar bekommen, wenn er für zehn Minuten zu bekommen wäre. Aber das ist es eben. Der Schlossherr von Doorn braucht das amerikanische Geld nicht und will das Asylrecht nicht verletzen. An zweiter Stelle steht Präsident Roosevelt. Er lässt sich zwar manchmal hören, aber sehr selten, weil er weiss, dass er nur dadurch «wertvoll» für das Radio wird. Die Ankündigung, dass der Präsident sprechen werde, zieht fast alle amerikanischen Hörer vor ihre Apparate... Nummer 3 und 4 sind zwei grosse Musiker, die es ablehnen, vor dem Mikrophon zu spielen: Fritz Kreisler und Rachmaninoff. Beide fürchten, durch Uebertragungen ihre «Exklusivität» zu verlieren. Deshalb lehnen sie auch die besten Angebote der Zigaretten-, Seifenund Whisky-Firmen ab, in der Propaganda-Viertelstunde zu spielen. In Amerika sind die Radio-Programme von grossen Firmen « gemietet», welche die Künstler bezahlen und dafür dazwischen Reklame einstreuen. Es klingt verrückt für europäische Ohren, wenn man zwischen dem zweiten und dritten Satz der fünften Beethoven-Symphonie plötzlich eine Stimme hört, welche die Vorteile von Unterwäsche und Sockenhaltern erklärt. — Den 5. Platz unter den Radiostars, die es nicht sein wollen, nimmt König Georg von England ein. Ihm a - aar - ap - au - au - ber - berg - bo - bür cor - dan - del - den - den - der - do - e - eg ein - em - er - gans - ge - gel - gen - ger - hei je - leh - lis - lo - lu - ma - mar - men - mi - na na - na - nal - ner - nürn - o - pen - rasp - rat raub - re - rung - sar - saus - schlucht - su - ta ta - tal - ti - tin - ve - vey - vin - vö - würz - zell zern. Obige Silben sind derart zu ordnen, dass Wörter nachfolgender Bedeutung entstehen, wobei die ersten und vierten Buchstaben - beide von oben nach unten gelesen - ein Zitat von Gottfried Keller ergeben. 1. Schweizer Kantonshauptstadt. 2. Grosser Bahnhof in Genf. 3. Fremdenort im Kanton Appenzell. Auflösung des Silben-Kreuzworträtsels. Waagrecht: 3. Rakete. S. Indigo. 7. Iser. 8. Jamaika. 10. Bise. 12. Heide. 13. Nepal. 14. Alba. 16. Moderne. 18. Regal. 19. Liberal. 21. Bellini. 23. Akelei. 25. Kalesche. 27. Meder. 28. Separat. 30. Rehe. 32. Taxi. 33. Brigant. 34. Koran. 36. Kokain. 38. Maden. 39. Keramik. 41. Sellerie. Senkzecht: 1. Maske. 2. Wadi. 3. Raser. 4. Teja. 5. Inka. 6. Gobi. 7. Ideal. 9. Mailänder. 11. Senegal. 15. Bali. 16. Moral. 17. Nebel. 18. Reni. 20. Bezirke. 22. Libelle. 23. Ader. 24. Leise. 25. Karat. 26. Schere. 27. Mexiko. 29. Paprika. 31. Hebriden. 35. Ranke. 36. Komik. 37. Insel. 38. Marie. 40. Rabe. 42. Lehar. folgt Oberst Lindbergh. Während es keinen Amerikaner gibt, der nicht wüsste, wer Lindbergh ist, haben ihn sehr wenige sprechen gehört. Der berühmte Flieger hasst das Mikrophon, das der traurigen Geschichte seines Kindes so viel «Publicity» gab. Und dass er heute auf Amerika schlecht zu sprechen ist, macht ihn in den Augen (und Ohren) des Radiopublikums nur noch interessanter. Die letzten zwei Stars sind — noch immer — der Herzog und die Herzogin von Windsor. Seit seiner Abschiedsrede mit den Worten «die Frau, welche ich liebe» ist er ein ungekrönter Radio-Star geblieben. Und wieviel tausend Dollar würden die amerikanischen Radio-Gesellschaften erst dafür geben, wenn sie ihren Hörern diese Frau vorführen könnten! J.W. RHtselwEclte cPapii hat wahrend der letzten Wochen hin und wieder ein oder mehrere Seva-Lose gekauft. Dann kam der grosse Tag der Ziehung, der 21. Dezember •*- und, siehe da, er gewann!!! Hier sehen Sie nun, in wie netter Weise er seine Handvoll Banknoten unter den Weihnachtsbaum legt! Und wie handeln Sie, lieber Leser? Vergessen Sie nicht: es winken 21370 Treffer im Gesamtwert von Fr. 525 000 Schmelzet S'Memätsel 4. Kurort im Unterengadm. 5. Was mancher Ausländer gerne haben würde. 6. Schweizer Schriftsteller. 7. Gebirgsblume. 9. Ein venezianischer Doge, der nicht viel mit der Schweiz zu tun hat. 9. Ort am Bodensee. 10. Genfer Naturforscher (1740-1799). 11. Kleines Raubtier. 12. Schweizer Kanton. 13. Schweizer Abgeordneter. 14. Stadt in Süddeutschland, auch Ortsgruppe bei Zürich. 15. Ort am Rhein im Kanton Zürich. 16. Eisenbahn- Knotenpunkt im Kanton St. Gallen. 17. Ort am Genfersee. 18. Fremdenort im Kanton Bern. 19. Bekannte Schlucht der Ostschweiz. 20. Tal im Kanton Bern (Käse). 21. Vogelart. 22. Schweizer Kanton. Einsendetermin: 12. Dezember 1940 5 Punkte. Richtige Lösungen des Silben-Kreuzwortratsels (Nr. 47). 4 Punkte: A. Bachofen, Glarus; E. Benz jun., Goldach; Max Bertschmann, Basel; H. Boiler, Zürich, Frl. Margrit Bossert, Lenzburg; A. Dätwyler, Bern; Max Egli, Zürich; Frl. Margrit Epple, St. Gallen; Frau G. Fravi, Rapperswil; Frau Dr. Gräflin, Walzenhausen; Frau Dr. J. Hopf, Bern; Frau G. Jacob, Winterthur; W. Kühnis, Oberriet; G. Laepple, Basel; Josef Leimer, Bettlach; Frau E. Lienhard, Töss; Frau E. Markoff, Buchs; Frau Lisette Rock, Basel; Frau E. Steinböhmer-Feix, Schaan; Fritz Wenger, Bern; Frl. E. Winteler, Glarus. 3 Punkte: Frl. Heidi Hürsch, St. Gallen; Frau Marti, Ölten; Hans-Jörg Schmid, Frauenfeld. Kaiser's Haushaltungsbuch, Jahrgang 1941, ist soeben erschienen. Infolge seiner zweckdienlichen und leicht übersichtlichen Einteilung ermöglicht es jedermann, mit wenig Mühe auf eine einfache und klare Art über seine Einnahmen und Ausgaben Buch zu führen und das verfügbare Geld richtig einzuteilen. Seine Anschaffung ist jeder Familie zu empfehlen; trotz der gediegenen Ausstattung kostet es nur Fr. 2.—. Kaiser's Haushaltungsbuch ist erhältlich in Buchhandlungen und Papeterien oder direkt beim Verlag Kaiser & Co. A.-G., Bern. Die ganz große Jxst=liei^VtascfllUU^ (Haupttreffer Fr. 60000!) Achten Sie darauf, dass Frau Fortuna die Beharrlichkeit belohnt, und dass es jetzt heisst, handeln, solange noch Lose da sind! """""""^ Nehmen Sie doch'gerade' eine 10-Los-^Serie, dann sind Sie sicher, mindestens 1 Treffer zu 1 Los Fr. 5.— (10-Los-Serie Fr. 50.—) plus 40 Rappen Porto auf Postcheck III 10 026. Adresse: Seva - Lotterie, I Marktgasse 28, Bern. (Bei Vorbestel-j lung der Ziehungsliste 30 Rp. mehr.) Lose auch bei den bernischen Banken sowie Privatbahnstationen erhältlich. EHUNG DEZ. Schauspielhaus 20 Uhr, Sonntag nachm. 15 Uhr. Abendkasse ab 18 Uhr (21111) Mi abend 4. Dez. Feine Leute (The gentle people), ein amerikanisches Stück von Irwin Shaw. nn abend 5. Dez. Premiere: Heinrich VIII. und seine sechste Frau, Komödie von Max Christian Feiler. Fr. abend 6. Dez. Frymann. Sa. abend 7. Dez. Heinrich VIM. und seine sechste Frau. SO. nachm. 8. Dez. Maria Stuart. So. abend 8. Dez. Die lustigen Weiber von Windsar. Militär auf allen Plätzen halbe Preise. •*' ßosenthal Porzellan Bahnhofstr. 18. Zürich £nunst-*Povze,llan

N° 49 — DIENSTAG, DEN 3. DEZEMBER 1940 AUTOMOBIL-REVUE 11 AKTUELLES Letzte Frist für Anmeldungen von Umbauten auf Ersatztreibstoffe: 10. Dezember Das Kriegs-Industrie- und Arbeits-Amt teilt mit: Durch verschiedene Inserate in der Fach- und Tagespresse wird der Eindruck erweckt, als wären gewisse Ersatztreibstoff-Aggregate bereits bewilligt und freigegeben worden. Das ist unzutreffend. Alle Anmeldungen werden mit grösster Beschleunigung einer Prüfung unterzogen, Bewilligungen können aber, im Interesse einer gerechten Verteilung, erst vorgenommen werden, wenn alle eingegangenen Anmeldungen gesichtet worden sind. Um weitern Verzögerungen vorzubeugen, wird als letzte Frist für Anmeldungen von Umbauten auf Ersatztreibstoffe der 10. Dezember 1940 festgesetzt. Später eingehende Anmeldungen können erst nach vollständiger Erledigung der ersten Serie behandelt werden. Neueinteilung der Kategorien A und B voraussichtlich erst auf Februar hin Doch kein Sonntags- und Nachtfahrverbot? Der Bundesstadt-Korrespondent einer Tageszeitung behauptet, aus guter Quelle in Erfahrung gebracht zu haben, es spreche nur eine geringe Wahrscheinlichkeit dafür, dass der Bundesrat ein Sonntags- und Nachtfahrverbot unterzeichnen und damit eine Massnahme dekretieren werde, die er seinerzeit bei Beginn der Mobilisation schleunigst wieder in der Versenkung hat verschwinden lassen. Nach unsern Erkundigungen an zuständiger Stelle im Bundeshaus ist dort nichts darüber bekannt. Fest steht allerdings — worauf wir bereits hingewiesen haben — dass die Sektion für Kraft und Wärme eine Neueinteilung der Kategorien A und B vorbereitet, wodurch die Möglichkeit geschaffen werden soll, über Betriebe, welche kriegswirtschaftlich nicht absolut lebenswichtig sind oder über Fahrzeughalter, die zur Sicherung ihrer Existenz nicht unbedingt auf die Aufrechterhaltung des Fahrbetriebs angewiesen bleiben, eine Treibstoff-Bezugssperre verhängen zu können. Die Bald verstummte jedoch das Klappern von Gabeln Grundlage für die Neueinteilung liefern die Ant-unworten auf einem Fragebogen, der um den 10. De- neuem das Regiment und der Sturm aufs Parkett Messern wieder, die Teddies übernahmen von zember herum zum Versand gelangen soll und wofür noch nähere Bekanntmachungen der Behörden lich konzentriert geniessen und die verbleibenden hob mit verstärkter Vehemenz an... weil es näm- erfolgen. Entgegen früheren Meldungen tritt jedoch Stunden nooh voll auskosten hiess. Denn um 2 Uhr die Neueinteilung nicht schon auf 1. Januar 1941, gebot ein unerbittliches Gesetz Schluss, ausgerechnet im Moment, da die Tourenzahl «richtig» zu sondern voraussichtlich erst auf Februar hin in Kraft, denn die Auswertung der Fragebogen erfordert immerhin Zeit. punkt werden begann und die Betriebsamkeit ihrem Höhe- zustrebte. ZSSvche» Hilfe für das Autogewerbe. Die katastrophale Notlage, der das Automobilgewerbe immer rascher entgegengeht, hat Kantonsrat Hafner (Zürich) veranlasst, im zürcherischen Kantonsrat eine Motion einzureichen, worin der Regierungsrat eingeladen wird, zu prüfen und dem Kantonsrat baldmöglichst Bericht und Antrag eineubringen, ob nicht dem infolge gänzlichen Vergagens der flüssigen Brennstoffzufuhren dem Ruin entgegengehenden Autogewerbe durch den Kanton geholfen werden könnte, um die drohende Arbeitslosigkeit abzuwehren. Ferner, ob nicht der Umbau von Personen- und Lastwagen auf feste Brennstoffe durch den Kanton zu unterstützen und die Beschaffung von Ersatztreibstoffen zu fördern sei. Bekanntlich hat Kantonsrat Hafner bereits am 22. Oktober 1939 im Kantonsrat eine erste Motion eingereicht, die sich mit der Schaffung von Erleichterungen für das Automobilgewerbe befasste und die am 27. November 1939 durch Regierungsrat Briner in der Weise beantwortet wurde, dass «unter Berufung auf die bestehenden rechtlichen und wirtschaftlichen Schwierigkeiten die Motion zur Prüfung und Beantwortung in einer spätem Sitzung entgegengenommen wurde». Der Regierungsrat scheint dann mit der am 27. Juni 1940 vorgenommenen Senkung der Motorfahrzeugsteuern dem Verlangen von Kantonsrat Hafner genügend Folge gegeben zu haben, wenigstens hatte der Kantonsrat nachher nicht mehr Gelegenheit, auf diese Sache zurückzukommen. Es ist daher zu verstehen, wenn die katastrophale Gestaltung der Brennstoffversorgung des Landes Kantonsrat Hafner veranlasst hat, sich erneut für das Schicksal des arg betroffenen Autogewerbes einzusetzen. V A. C. S. SEKTION BERN. Clubball. Dass der Vorstand der Berner ACS-Sektion im Sinn und Geist der Mehrheit-seiner Mitglieder handelte, als er sich, den benzinlosen und auch sonst nicht gerade erhebenden Zeiten zum Trotz entschloss, an der Tradition des Clubballs festzuhalten, das bewiesen ihm am letzten Samstag die sozusagen restlos ausverkauften Räumlichkeiten des Bellevue-Palace. Schade nur, dass man nicht auch noch den Westsaal mit einem Orchester «bemannt» und den Tanzlustigen zugänglich gemacht hatte, denn bei diesem stürmischen Andrang schöner, eleganter Frauen und würdevoll schwarzbefrackter Männer vermochte selbst die Osthalle kaum genug Lebensraum zu bieten und es bedurfte schon fast sportlicher Gewandtheit, um nirgends «Anstoss zu erregen». Wenn die Tanzbeine dennoch unermüdlich und massenhaft in Bewegung gesetzt wurden, dann bewirkten solches die anfeuernden Rhythmen, die Teddy Stauffers Orchester, in Vollbesetzung antretend, mit stupendem Können und Ausdauer den Instrumenten entlockten. Willig Hess man sich in den Bann dieses Jazz in höchster Vollendung schlagen, unter dessen bald einschmeichelnden, bald wilden Klängen das Stimmungsbarometer unaufhörlich anstieg. Zwischenhinein erntete ein entzückendes Kindertrio mit seinen Vplksliedern und Jodeln verdienten Beifall. Wohl fiel das übliche Mitternachtssouper und mit ihm auch die Modeschau früherer Jahre der Kriegswirtschaft, will sagen dem Koblen-Sparukas, zum Opfer, wofür man sich jedoch an den Finessen des kalten Büfetts schadlos hielt, das gegen die mitternachtliche Stunde heftige Heimsuchungen erlebte. Aktuelle Fragen des Automobilismus Ein Vortrag von Dir. Primault In der Sektion St. Gallen-Annenzeil des ACS. Die Sektion St. Gallen-Appenzell des Automobil- Club der Schweiz veranstaltete letzten Freitag einen 'Vortrags- und Filmabend, zu welchem als Referent Herr E. Primault, Direktor des ACS., Bern, erschienen war. Der Sektionspräsident, Herr Traugott Walser, konnte eine stattliche Versammlung begrüssen und seiner Freude darüber Ausdruck geben, dass der vielseitig in Anspruch genommene Geschäftsführer des ACS und Fliegeroberst deu Weg nach St. Gallen nicht gescheut hat. Herr Direktor Primault erklärte einleitend, wie auch die automobilistische Welt heute von Klagen, Sorgen und Kritik erfüllt sei, weil manches nicht stimme. Dabei sei festzustellen, dass unsere Beamten, allgemein gesprochen, sehr zuverlässig seien und sich Mühe geben, nach einem bestimmten Rhythmus zu arbeiten. Dieser Rhythmus aber genüge vielfach nicht mehr. Die Verwaltung kann oft nicht Schritt halten mit den Erfordernissen. Hier setzt dann die Kritik ein. Wo guter Wille vorhanden ist, fehlt die notige Selbständigkeit. Es entstehen sodann immer wieder Konflikte zwischen Privatinitiative und Privatinteresse. Der Privatinitiative gebührt volle Unterstützung, soweit sie in erster Linie dem Volksganzen zugute kommen will. Die Einfuhrschwierigkeiten mehren sich und gebieten ein rasches Handeln. In diesem Zusammenhang wird auf den mühsamen Gang der Verhandlungen und die nicht selten zu spät, herauskommenden Verfügungen der Sektion für Kraft und Wärme hingewiesen. Der Benzinimport geht täglich zurück, und neuartige Hindernisse tauchen auf. Während die Benzineinfuhr früher 60% aus Amerika und 40% aus Rumänien betrug, hat seit der Blockade jede Zufuhr von Benzin aus Amerika aufgehört Obschon wir Hunderte von Wagen für den Benzintränsport zur Verfügung stellen können, dürfen wir nicht mit einem bestimmten Kontingent rechnen. Zu den Ersatzbrennstoffen übergehend, stellt der Referent fest, dass seit etwa 20 Jahren eine Spezialkommission zum Studium der Ersatzstoffe bestehe. Heute handelt es sich lediglich um die Beschaffung der Rohstoffe. In bezug auf die Autosfeuern sind zwei Strömungen festzustellen, die sich um die Benzinsteuer und ein Steuersystem, ähnlich dem seit Jahren bestehenden, drehen. Die Via Vita, Dachorganisation der am motorisierten Verkehr interessierten Verbände, hat einen Mittelweg vorgeschlagen, und zwar eine Steuer mit proportionaler Belastung. Die Haftpflichtversicherung wird für das Jahr 1941 nach Massgabe der zugeteilten Benzinmengen die Prämien ansetzen. Als Berechnungsbasis wird eine jährliche Leistung von 15 000 km angenommen, für welche die volle Prämie zu zahlen ist. VHTI Es geht vorwärts! (Schluss) An der Sitzung des Verwaltungsrates des TAG vom 5. Juli 1940 schlug Kollege Leuenberger ferner vor, der Verwaitungsrat des TAG solle entweder eine Kommission oder den geschäftsleitenden Ausschuss des TAG beauftragen, sich so rasch wie möglich mit den aufgeworfenen Fragen eingehender zu beschäftigen. Eventuell sei es auf diesem Wege möglich, zuhanden des Verwaltungsrates des TAG und der Berufsverbände einen unverbindlichen Entwurf für einen oder mehrere Gesamtarbeitsverträge auszuarbeiten und vorzulegen. Ein solcher Entwurf könnte die Grundlage für weitere Besprechungen bilden und vielleicht dazu führen, dass ihn die Arbeitgeber und Arbeitnehmer den Bundesbehörden, die durch Auftrag des Bundesrates die in Absatz 2 des- Art. 17 des Bundesbeschlusses vorgeschriebenen Weisungen herauszugeben haben,* als Richtlinien empfehlen. Kollege Leuenberger fasste die von ihm besprochenen Fragen wie folgt zusammen: 1. Soll sich der TAG mit der Frage des Abschlusses von Gesamtarbeitsverträgen über die Arbeits- und Lohnbedingungen der Arbeitnehmer im Autotransportgewerbe beschäftigen, bevor er hiezu von den Behörden aufgefordert wird? 2. Soll der TAG eine Erhebung über die derzeitigen Lohn- und Arbeitsbedingungen der Arbeitnehmer im Autotransportgewerbe durchführen oder will er dies den Arbeitnehmerorganisationen überlassen? 3. Soll eine Veständigung mit den Arbeitnehmerverbänden über den Abschluss und Inhalt von Ge* Samtarbeitsverträgen vor, mit oder nach der Lösung der Tariffrage angestrebt werden? 4. Sollen in einem oder in mehreren Gesamtarbeitsverträgen über die Lohn- und Arbeitsbedingungen der Arbeitnehmer im Autotransportgewerbe nur Mindestbedingungen oder umfassendere Bedingungen geschaffen werden? 5. Sollen die weiteren Vorbereitungsarbeiten von einer Kommission des Verwaltungsrates des TAG oder vom leitenden Ausschuss durchgeführt werden? In bezug auf den Geist, der für die Verhandlungen zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern über den Abschluss von Gesamtarbeitsverträgen erforderlich 'st, bemerkte Kollege Leuenberger, dass bei den Verhandlungen keine agitatorischen Bedürfnisse befriedigt werden dürften. Es darf sich auch nicht um das Ergebnis eines wirtschaftlichen Machtkampfes handeln. Massgebend muss sein die Bereitschaft zur gegenseitigen Unterstützung und die Erkenntnis der Schicksalsverbundenheit von Arbeitgebern und Arbeitnehmern. Es soll weder ge- Arbeitgebern und Arbeitnehmern. AARAU. Wir ersuchen alle, Mitglieder, unserer nächsten Monatsversammlung, der letzten in diesem Jahr, am Samstag, den 7. Dezember 1940, 20 Uhr, im Rest. Vis-ä-Vis beizuwohnen. Der wegen Krankheit am Besuch der letzten Versammlung verhinderte Verbandssekretär wird diesmal anwesend sein. BADEN. An unserer letzten Monatsversammlung berichtete unser Sektionspräsident über daa Resultat der Verhandlungen betr. Teuerungszulagen im Transportgewerbe. Unsere nächste Versammlung findet am Donnerstag, den 5. Dezember, 20 Uhr, im Rest. «Seerose», in Baden, statt. Auch diesmal hoffen wir auf einen erfreulichen Besuch, wird doch Sekretär Koch wieder « assistieren ». EINSIEDELN. Generalversammlung: Sonntag, den 8. Dezember, 14 Uhr, im Restaurant Waldstatt. Nach dem geschäftlichen Teil folgt eine grosse Ueberraschung. LUZERN. Gruppenversammlung: Samstag, den 7. Dezember, 20.30 Uhr, im Hotel Weisses Kreuz. Sprechstunde des Sekretärs: Freitag, dem 6. Dezember, 18—20 Uhr, im Volkshaus. MEIRINGEN. Unsere Sektionszusammenkunft wird am Dienstag, den 10. Dezember, im Rest Rebstock stattfinden. WINTERTHUR. Samstag, den 7. Dezember, 20 Uhr: Oeffentliche Chauffeurversammlung im Rest. « Trübli », Winterthur. Referent: Nationalrat Hermann Leuenberger. Der Vorstand. CHAUFFEUR-VEREIN ZÜRICH ZÜRICH Wir laden ein zur Monatsversammlung auf Mittwoch, den 4. Dezember, 20.30 Uhr, ins Rest. «Du Pont», 1. Stock. Aus den Traktanden: Mitgliederbeitragsbereinigung, Abrechnung über den Unterhaltungsabend, Mitteilungen über Weihnachtsfeier, Soldatenbeschenkung. Wir bitten ferner, davon Notiz zu nehmen, dass angesichts der bevorstehenden Kassarevision die Nachnahmen anfangs Dezember verschickt werden. Kollegen, die Militärdienst geleistet haben oder noch im Felde stehen, ersuchen wir in ihrem eigenen Interesse um unverzügliche Mitteilung. Reserviert den 15. Dezember mit Frau und Kindern für das Weihnachtsfest im «Du Pont». Der Vorstand. FREIE BERUFS-CHAUFFEURE ZÜRICH Monatsversammlung: Samstag, 7. Dezember, 20 Uhr, Rest Güterbahnhof, Hohlstrasse 145, Zürich 4, Dringende Besprechungen und wichtige Beschlüsse für die nächste Zukunft lassen einen vollzähligen Aufmarsch aller dienstfreien. Mitglieder erwarten. Die Kollegen im Aktivdienst bitten wir um Bekanntgabe der militärischen Einteilung; unser Vereins-Christkind soll keinen übersehen. Der Vorstand. Auto- Mechaniker DKW-Spezialist sucht passende Stelle per sofort. (49 Offerten unter Chiffre 22098 an die Automobil-Revue, Bern. Gesucht tüchtiger Auto- Mechaniker auf Lastwagen spezialisiert. — Sich melden unt. Angabe von Referenzen bei Gebr. Bartsch! A.-G., Lastwagen - Repar.-Werkstätte, Worblaufen. Tel. 4 80 78. 49) 22113 Junger, solider !)•"" sucht per sofort Stelle. Eventuell auch als CHAUFFEUR. Zeugnisse stehen zu Diensten. Offerten unter Chiffre 22103 an die (49 Autotnobil-Rpvue, Bern. Junger Auto- Mechaniker Auto- Mechaniker gesucht selbständig und in allen Arbeiten versiert, ev. auch gelegentl. Velo-Reparaturen ausführen kann. Seriöse Bewerber wollen sich mit näheren Angaben u. Referenzen melden unt Chiffre 22115 an d. (49 Automboil-Revue, Bern. Grosses Unternehmen der schweizerischen Maschinenindustrie sucht für seine Abteilung Fahrzeugbau einen tüchtigen Automobil-Konstrukteur mit Erfahrung im Lastwagen-Chassisbau. Nur Bewerber, die sich über eine Tätigkeit auf diesem Gebiet ausweisen können, kommen in Frage. Eintritt sofort. Offerten mit Curriculum vitae u. Angabe von Referenzen, Alter u. Gehaltsansprüchen unter Chiffre S 9872 Z an Publicitas, Zürich. Uerdunheiungshauhen für sämtliche Modelle. In wenigen Sekunden zu montieren. E. 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