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E_1940_Zeitung_Nr.050

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%'i AUTOMOBIL-REVUE DIENSTAG, 10. DEZEMBER 1940 — JJ° 50 Die Sclieidungskönigiii Ton Oroville Wohl noch nie hat in einer kalifornischen Stadt ein so grosses Durcheinander in bezug auf das Eheleben geherrscht wie jetzt hier. Keiner weiss richtig, ob er nun noch verheiratet ist oder wieder verheiratet — oder ob seine Gattin damals rechtmassig geschieden wurde oder nicht. Und: schuld an diesem Durcheinander ist Clara Osbom — die Scheidungskönigin von Oroville. «Ich werde mir den Fall überlegen I» Heute sitzt Clara Osbom in dem Tchachapi- Frauengefängnis und verbüsst eine Strafe von 1 bis 14 Jahren. Sie kann nur hoffen, dass durch die Gutmütigkeit (die die eigentliche Ursache ihrer Taten war) nicht zuviel juristischer Schaden angerichtet wurde und diese Tatsache dann mildernd für sie in Betracht gezogen wird, wenn das erste Strafjahr vorüber ist. Vor einigen Monaten noch war sie Büroangestellte der Stadtverwaltung von Oroville und als solche in der Abteilung für standesamtliche Eintragungen täfig. Das Schicksal hatte es eben dumm gefügt für sie. Eines Tages war wegen einer Berichtigung einer Eintragung eine Frau in das Büro gekommen und hatte gfeich angefangen zu weinen und zu schluchzen — weil sie von ihrem Mann, einem Scheusal, nicht geschieden werden könne. Clara Osborn konnte es nicht über das Herz bringen, diese Unglückliche so gehen zu lassen. Sie ersuchte sie, in 14 Tagen wiederzukommen, aber den Mund zu halten. Sie werde sehen, was sie tun könne. Von 50 Cents bis zu 250 Dollar. Clara Osborn wusste, dass bei einer richtigen Scheidung sechs verschiedene Instanzen durchlaufen werden mussten. Ein dützend Beamte und Richter steckten ihre Nase in diese Fälle. Und nachher musste man auch noch grosse Kosten bezahlen. Das musste sich doch einfacher machen lassen. Städtische Briefbogen der Standesamtsabteilung hatte sie ja zur Hand. Wenn man nun einfach... Die Idee war geboren. Und nun wurde sie rasch verwirklicht. Als die kummervolle Frau wieder vorbeikam, fragte Clara, was sie denn an Kosten bezahlen könne. 125 Dollar hatte die Frau gleich bei sich. Und wenn es fertig sei, werde sie auch nochmal die gleiche Summe überweisen. Acht Tage später hatte die Frau das «amtliche Schreiben» von der vollzogenen Scheidung, in der Hand. Clara hatte 250 Dollar verdient. Und damit war das Scheidungsracket von Oroville aufgedreht. Immer mehr Interessentinnen Hessen sich bei Clara Osborn melden. Viele hatten viel Geld, andere waren bettelarm. Einige konnten nur 50 Cents zahlen. Aber auch ihnen half Clara Osborn, die sich — wenigstens vorübergehend — zu einer Wohltäterin der Menschheit entwickelte. Ein Trunkenbold will es genau wissen. Das Geschäft wäre immer so weitergegangen, wenn nicht ein gewisser John Beagle pedantisch geworden wäre. Dieser John Beagle war der Gatte einer Mary Beagle, die diesen Trunkenbold von einem Ehemann unter allen Umständen los sein wollte. Aber über den Suff hinaus liess er sich nichts zu Schulden kommen, so dass die Scheidung auf Schwierigkeiten gestossen wäre, sich jedenfalls lange hingezogen hätte — wenn nicht Clara Osborn gewesen wäre. Sie brachte auch diesen Fall in Ordnung. — Aber hier begann nun das Unheil zu wüten. Denn dieser John Beagle erinnerte sich trotz seines Delirium Tremens daran, dass er als geschiedener Gatte doch wenigstens vorher einmal verhört werden musste. Aber er hatte nichts gesehen und nichts gehört. Darauf lief er zu einem Rechtsanwalt, dem er mitteilte, seine Gattin habe auf einmal ein Schreiben in der Hand, wonach sie von ihm geschieden sei. Der Anwalt war sehr neugierig, diesen Brief zu sehen. John Beagle entführte der angeblich geschiedenen Gattin den Brief und legte 'ihn vor. Dem Anwalt ging ein Licht auf, weshalb bei ihm und bei seinen Kollegen die Scheidungsfälle in den letzten Monaten so stark abgenommen hatten. Eine Seifenblase zerplatzt. Nun ging es schnell. Die Behörden rollten die Geschäfte der Clara Osborn auf. Sie versuchte erst zu leugnen. Aber angstvolle Frauen; die sich in böse Bigamieaffären verwickelt sahen, meldeten sich selbst bei den Behörden und machten ihre Aussagen. Dass sie grosse Geschäfte gemacht hatte, ergab sich daraus, dass sie auf einmal über ein Vermögen verfügte, das sie niemals in der Herkunft normal nachweisen konnte. Ein Glück, dass man sie gleich einsperrte. Eine Schar enttäuschter Frauen würden ihr sonst die Haare ausgerauft haben... DIE PARISER MODE: Velo-Kostüme statt Abendkleider! Das hätte die Pariser Haute Couture sich bestimmt nicht träumen lassen: in den Winterkollektionen des Jahres 1940, die mit begreiflicher Verspätung und in noch verständlicherer Beschränkung auf eine Mindestzahl von Modellen herausgekommen sind, existiert der Begriff « Abendkleid > überhaupt nicht — an seiner Stelle hat das Velokostüm eine bedingungslose Herrschaft angetreten. Nichts, aber auch gar nichts könnte für den Wandel der Zeiten bezeichnender sein als diese robuste Veränderung im Reiche der Model Das Velokostüm hat nur einen recht schüchtere nen Versuch gemacht, den Hosenrock wieder «in, v den Sattel » zu bringen. Im allgemeinen verzichtet man auf dieses merkwürdigerweise vielfach als fri- Die Lösung ergibt eine klassische Weisheit und den Titel des Werkes, in dem sie steht. 4 Punkte. Auß'dsung. des. SUben~£xqäH2iuiQS~ tätseis 1. Jes-so Le-na Pit-ti 2. Wei-che Me-ru Rab-bi 3. Pei-ho Mo-lo Säu-fer 4. Bo-a Mek-ka Wa-de Son-ne (Sonatine) Se-ni (Cherubini) Lan-nes (Holofernes) Che-mie (Akademie) vol betrachtete Kleidungsstück und hat es durch einen weiten, kurzen Rock ersetzt, unter dem eine kurze Jersey-Hose, dicht überm Knie geschlossen, getragen wird. Dazu trägt man ein knapp sitzendes Jackett. Während das Kostüm zumeist apfelgrün oder schottisch ist pflegt die « Unterhose » in braun oder lila gehalten zu sein. Selbstgestrickte, grobe Strümpfe aus roter oder blauer Wolle komplettieren diese moderne Amazonentoilette. Das Fahrrad ist allerdings der einzige Platz, wo Farben noch dominieren: im allgemeinen sieht Schreibmaschinen in 8 Willst eru I du willst ben nidu dich Xe- treisel- die es Herz, an- ber nes dem dem ge- er- anei- ' ver- die kenstehn dein nen wie blick in so sieh Einsendetermin: 19. Dezember 1940 Uäf*oI*E:«:l*« Siffuntettlschet JCöniqszuy 5. Sru-fe Wun-der 6. Jaf-fa Pi-sa 7. Rei-he Zie-ge 8. Le-a Sel-la 9. Pi-us Tau-be 10. Pau-se Tal-mi 11. Ei-er Ki-wi 12. Man-na Rü-ge Schaffhausen. Au-ge Ge-wicht (Federgewicht) Won-ne Se-rie (Fasanerie) Co-mo Ma-nie (Hegemonie) Kaa-ba Mu-ster (Alabaster) Ma-ki Bö-en (Usbekien) Pa-ra Kom-mis (Semiramis) Mor-de Stö-rung (Erwiderung) Par-tie Haa-re (Nagetiere) Richtige Lösungen des Silben-Ergänzungsrätsels (Nr. 48). 4 Punkte: E. Benz jun., Goldach; Max Bertsohmann, Basel; Frl. Margrit Bossert, Lenzburg; Frau C. Fravi, Rapperswil; Frau Dr. Gräflin, Walzenhausen; Frau Dr. J. Hopf, Bern; G. Laepple, Basel; Frau E. Markoff, Buchs; Frau Marti, Ölten; Frl. M. Ruf, Winterthur; Fritz Wenger, Bern. 3 Punkte: A. Bachofen, Glarus; Max Egli, Zürich; Frl. Margrit Epple, St. Gallen; Frau Lisette Rock, Basel. 2 Punkte: H. Boiler, Zürich; Frau G. Jacoh, Winterthur; Frl. Müller, Morges. man schwarz in einer bisher noch nie dagewesenen Einheitlichkeit vorherrschen. Die Kostüme haben längere Jacketts als im Vorjahr, in der Taille ziemlich geschweift. Die Nachmittagskleider zeigen in Befolgung des Mottos « Zurück zur Naturl» ausgesprochen bäuerliche Formen: sehr enge TaÜfe, der kurze Rock an den Hüften voller gezogener Falten. Die Betonung der Hüften hat sogar schon zu künstlicher Nachhilfe an dieser Stelle geführt, nur um die Taille desto schmäler herauskommen zu lassen I Auch die Rückkehr zur Natur kann eben letzten Endes « artificiel » sein... Marcelle. Spezialte 0. Vorberg ^! m Ä- Zürich erstklassig u. preiswert - Sonntags geöffnet Passende Weihnachtsgeschenke. — Umändern. — Modernisieren. Muri (Aargau) Rest zum Alpenzeiger T. C. t. Aul der Anhöhe gelegen, b. d. Kirche. Neue, gr. heizbare Terrasse. Prachtvolle Aussicht. Grosser Parkpl. Sitzungszimmer. Butterküche, leb. Forellen, ff. Weine. Treffpunkt f. Automobilisten. Garage. Tel. 67. A. StSubll. Berücksichtigt die Inserenten dieses Blattes! von Fr. 10.— bis 20.— per Monat, Erika, Underwood, Ideal, Royal etc. Bei Kauf volle Abrechnung d. Miete. Garantie. W. 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— DIENSTAG, 10. DEZEMBER 1940 AUTOMOBIL-REVUE Hinterindien MAN1PUR I WFITß III III \ $ewastlichet Diwan Thailand und Indochina Der Geschützdonner und die diplomatischen Trompetenstösse in unserer Nähe waren in diesen letzten Tagen zu laut, als dass man hätte hören können, wie viele tausend Kilometer entfernt neue Schüsse losgingen. Das Ereignis, welches in normalen Zeiten Schlagzeilen auf die ersten Seiten unserer Blätter König Ananda Mahidol, von Thailand, geht seit einigen Jahren in Lausanne zur Schule. Unser Bild zeigt ihn am Berner Grand Prix 1937. Wi .. . • ! Dr. B. W. Um an der Ziehung, 21. Dezember (also nächste Woche schon) einen oder mehrere der 21370 Treffer (Haupttreffer Fr. 60000.—) im Gesamtwerte von Fr. 525 000.— zu gewinnen — um zur Weihnacht die Lieben daheim durch eine ganz besondere Überraschung beglücken zu können. Tun Sie ein Gleiches —heute noch — heute, wo noch Lose zu haben sind! gezaubert hätte, hat sich deshalb nur in kleinen Notizen niedergeschlagen. Thailändische Soldaten haben die Grenze nach Indochina überschritten; denn die Trokkenzeit beginnt in diesem Land im November und dauert bis zum Februar. Das ist zum Kriegführen sehr wichtig in einem Land, dessen Eisenbahnnetz knapp 3000 km beträgt und das nur über 15 Flughäfen verfügt. Wenn wir an den Universitäten siamesische Kollegen hatten, so lernten wir in ihnen liebenswürdige, freundliche und friedliebende Bürger kennen. Um so erstaunlicher wirkt die Nachricht. Thailand, « das Land der freien Männer », wie seit einem Jahr die Staatsbezeichnung für Siam lautet, liegt in Hinterindien und hat eine gemeinsame Grenze im Osten mit Französischindochina und im Westen mit Burma. Das Land hat eine Ausdehnung von 518 162 km 2 und eine Bevölkerung von rund 15 Millionen Seelen (Schweiz 44 000 km J , 4 Millionen Einwohner). Es hat schon lange Reibereien zwischen Siam und Indochina gegeben, weil das erstere Land auch territoriale Ansprüche stellt, wie sie in Europa auf der täglichen Traktändenliste der Völker stehen. Die Lage Thailands jedoch ist insofern von derjenigen europäischer Länder verschieden, als dort nicht im Verlauf von 10 oder 50 Jahren die Grenzprovinzen von den Völkern, die gerade am stärksten sind, beansprucht werden. Man denkt dort nämlich in Jahrhunderten oder gar Jahrtausenden und es besteht nicht die Gefahr, dass man einen Anspruch vergesse, nur weil er während 500 Jahren nicht mehr geltend gemacht worden ist. Es ist daher von Interesse, Thailand und Alle kaufen jetzt Seva-Lose! 'SBBHfflSBnwBBHäHBBsHHBsBISBWB'TH 1 Los Fr. 5— (10-Los-Serie Fr. 50.-) plus 40 Cts. Porto auf Postcheck III 10026. Adresse: SEVA-Lotterie, Marktgasse 28, Bern. (Bei Vorbestellung der Ziehungsliste 30 Cts. mehr.) Lose auch -bei den bernischen Banken sowie Privatbahnstationen erhältlich. PRESSIEREN! SEVA-ZIEHUNG: 21. DEZ. Französisch-Indochina einer kurzen Betrachtung zu unterziehen, weil eventuell auch das Beben indochinesischer Erde in Vichy verspürt werden könnte. Thailand ist ein asiatisches Königreich mit der Hauptstadt Bangkok. Der frühere König Projadhipok dankte im Jahre 1935 ab und zog sich nach England zurück, wo er das Leben eines reichen Landjunkers mit viel Golf und Abendparties führt. Der jetzige König heisst Ananda Mahidol, ist 15 Jahre alt und weilt seit einigen Jahren in einem Institut in Lausanne. Seiner Jugend wegen hat man einen Kronrat eingesetzt, der bis zur Volljährigkeit des Königs, in sechs Jahren, die Funktionen der Herrschaft ausüben soll. Siam war bis zum Jahre 1932 eine absolute Monarchie mit uneingeschränkter Herrschergewalt des Königs. Da jedoch die Siamesen modern denkende Leute sind und deshalb eine starke Armee haben, wurde im Jahre 1932 ein Staatsstreich "veranstaltet. Die Folge davon war, dass eine regelrechte Verfassung geschrieben und dem Volke gegeben wurde. Danach ist die Monarchie in der männlichen Linie der Chak-Kri- Dynastie nach den Regeln der Erstgeburt vererblich. Ein Parlament wurde gegründet und ein sog. Council of State (Regierung). Die Hälfte der Volksvertreter wird von der Krone ernannt, die andere Hälfte gewählt. Dieser Zustand soll jedoch nur bis zur Mündigkeit des Volkes dauern, ein Zeitpunkt, den man auf das Jahr 1942 verlegt hat. Von dann an werden allgemeine Wahlen ausgeschrieben und alle Parlamentarier gewählt. Das gegenwärtige Regierungssystem lässt sich am besten als eine Art Militärdiktatur umschreiben. Politische Parteien sind verboten und die Wahlen werden in sehr starkem Ausmasse von der Regierung beeinflusst. Eine ganze Anzahl modernster Armee-Einheiten wurden gebildet und die obligatorische Dienstpflicht eingeführt. Alle Verträge, die Siam bis 1936 abschloss oder abschliessen musste, wurden als aufgelöst erklärt, um auf der Basis völlig gleichberechtigter Partner zum Teil neu abgeschlossen zu werden. Auf diese Art half man sich eine völlige juristische und finanzielle Autonomie Siams zu schaffen. Es besteht zur Zeit, um nur die wichtigsten zu nennen, ein Freundschafts- und ein Handelsvertrag mit England. Dieser Vertrag erscheint uns gerade in diesem Moment von so eminenter Bedeutung, weil das unabhängige Königreich Siam nach Französisch-Indochina eingedrungen ist und die Engländer mit den Franzosen bekanntlich nicht auf bestem Fuss stehen. Wer weiss, ob Thailand den Briten nicht einen Freundschaftsdienst erweisen soll, der als Eventualität vielleicht schon in den Freundschaftsvertrag aufgenommen worden war! Wenn nämlich die Stadt Saigon in Indochina dem englischen Freund Siam gehört, so würde der Hafen vielleicht auch einmal den Briten geliehen, die dann den wichtigsten Stützpunkt im chinesischen Meer südlich von Hongkong für ihre Zwecke ausbauen könnten. Der hauptsächlichste Teil siamesischer Ausfuhr geht nach Britisch-Malaja, dem britischen FRANZ ROSENFELD BAHNHOFPLATZ 1 ZÜRICH TELEPHON 52212 Hafen Hongkong und nach England. Alle diese Faktoren machen es verständlich, dass der englische Einfluss sehr gross ist, was überdies daraus hervorgeht, dass die meisten Zeitungen auf Englisch erscheinen, so z. B. der « Siam- Im thailändisch-indochinesischen Qrenzgeibiet. Observer» (konservativ), die «BangkokTimes» (liberal), der «Bangkok Daily Mail» (Regierungsblatt). Die grösste Zeitung in siamesischer Sprache ist der «Sri-Krung». Das angegriffene Land Indochina wird von General Decoux im Namen Marschall Petains regiert. Dieser Mann scheint Vichy treu ergeben zu sein, denn mit sorgfältiger Pünktlichkeit hat er die Juden aus Indochina ausgewiesen, nachdem die diesbezüglichen Gesetze aus Vichy bekannt wurden. Vor kurzer Zeit gab er in Hanoi ein Bankett, welchem auch der Chef der japanischen Ueberwachungskommission, Sumita, beiwohnte. Dort erklärte er vor den Ohren der ihm vor die Nase gesetzten japanischen Polizisten, «dass das jüdische Element die Ruhe störe». Obwohl Indochina sowohl an Ausdehnung als auch an Bevölkerung viel grösser als Thailand ist, so wird es in seiner Verteidigung dadurch geschwächt, dass einige Provinzen von eingeborenen Fürsten regiert werden (Annam und Cambodia) und ausserdem die Anhängerschaft de Gaulles in ständigem Wachsen begriffen ist. Das Land ist sehr reich und wohl Frankreichs wertvollste Kolonie. Reis ist die Hauptnahrung und wichtigstes Exportprodukt, daneben verschaffen Gummi, Zink und Zinn grosse Reichtümer. Ein neuer Kampf in den Urwäldern am Me- Kong hat begonnen. Es würde uns nicht wundern, wenn nicht alle Waffen, die in Rangoon ausgeladen werden, über die Burmastrasse nach China geschickt, sondern via Singapoor in den Golf von Siam geleitet würden. Copyright öy Universum Press, Bern. Nachdruck, auch auszugsweise, verboten. MULTIFORT wasserdicht, stoß» antlmagn.etc. Fr. 59 automat.Aufzug Fr.80